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	<title>African Paper &#187; Underflow</title>
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		<title>Cryo: Erste gemeinsame Arbeit von Nikos Veliotis und Alex Zethson</title>
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		<pubDate>Tue, 04 Mar 2025 06:11:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit &#8220;Cryo&#8221; veröffentlichen der griechische Cellist Nikos Veliotis und der schwedische Pianist Alex Zethson am 14. März ihr erstes gemeinsames Album, das (auch) als Auftakt weiterer Arbeiten gedacht ist. In zwei ausgedehnten Stücken entfaltet das Duo eine dichte, dunkle Klanglandschaft, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/03/04/cryo-erste-gemeinsame-arbeit-von-nikos-veliotis-und-alex-zethson/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit &#8220;Cryo&#8221; veröffentlichen der griechische Cellist Nikos Veliotis und der schwedische Pianist Alex Zethson am 14. März ihr erstes gemeinsames Album, das (auch) als Auftakt weiterer Arbeiten gedacht ist. In zwei ausgedehnten Stücken entfaltet das Duo eine dichte, dunkle Klanglandschaft, in der das sonore Bassregister des präparierten Klaviers mit den bisweilen kratzigen, elektrisierenden Tönen des Cellos verschmilzt. Die Musik zeichnet sich durch sich langsam entwickelnde Formen und komplexe Klangkaskaden aus, die eine intensive und organisch fließende Dröhnung entstehen lassen.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/03/cryo.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-45275" title="cryo" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/03/cryo.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-44100"></span></p>
<p>Das Album entstand 2023 in Athen, inspiriert durch ein Treffen im legendären, vom Impressario Vassilis Filippakopoulos gegründeten und auch als Label fungierenden Plattenladen und Kulturzentrum Underflow. Die Zusammenarbeit verbindet die vielfältigen musikalischen Hintergründe der Künstler, von Veliotis&#8217; wegweisenden Arbeiten im elektronischen Underground bis zu Zethsons innovativen Beiträgen zur europäischen Jazz- und Experimentalmusikszene. &#8220;Cryo&#8221; wurde von Mell Dettmer meisterhaft gemastert und erscheint bei Thanatosis Produktion, begleitet von einem eindrucksvollen Coverfoto von Arne Andersson. Es erscheint als LP, CD und Download.</p>
<p><a href="https://alexzethson.bandcamp.com/album/cryo"><strong>@ Thanatosis</strong></a></p>
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		<title>ISHIKAWA / SIDIROKASTRITIS / VAROUTAS / LAMBRAKIS / LINARDOU: The Depths Above</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Mar 2020 07:00:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Alexandros Papadiamandis]]></category>
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		<category><![CDATA[Ko Ishikawa]]></category>
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		<description><![CDATA[„I was lying down across the stern, lulled by the gentle swaying of the vessel, inhaling the smoke of the torch and trying to discern the stars in the depths above“ &#8211; dieses Zitat aus der Novelle „Die rosafarbenen Strände&#8221; &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2020/03/07/ishikawa-sidirokastritis-varoutas-lambrakis-linardou-the-depths-above/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/02/cover.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-20309" title="cover" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/02/cover-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>„I was lying down across the stern, lulled by the gentle swaying of the vessel, inhaling the smoke of the torch and trying to discern the stars in the depths above“ &#8211; dieses Zitat aus der Novelle „Die rosafarbenen Strände&#8221; des griechischen Autors Alexandros Papadiamandis ist dem dem vorliegenden Album vorangestellt, da es den beteiligten Musikern zufolge das Lebensgefühl hiner ihrem gemeisamen Album wiedergibt. In der Tat scheint es in diesem komprimierten Bild um alles zu gehen: Der Mensch auf<span id="more-20308"></span> der Reise, die sein Leben ist, getragen von einem fragilen Gefährt, umgeben nur von den Tiefen des Meeres und den ebenso unergründlichen Tiefen des Alls. In passiver Kontemplation versucht er seine Situation zu verstehen.</p>
<p>Ko Ishikawa, Nikos Sidirokastritis, Giorgos Varoutas, Harris Lambrakis und Anna Linardou haben über die Tracktitel in Griechisch und Japanisch noch einige Wegweiser in das weite Feld dieses Lebensgefühls zwischen Suche und Imagination plaziert, Titel die von Träumen, von Stürmen und Vögeln, vom Boden der Barke und von endgüligen Eintauchen in die Tiefe künden. Doch nichts drückt die Sinnlichkeit dieser Erfahrung besser aus als die feinsinnige Musik selbst.</p>
<p>„The Depth Above“ beginnt mit einem der elementarsten Geräusche überhaupt, dem Rauschen zwischen Wind und Vocals, das sich – begleitet von hochtönender organischer Dröhnung und wie in einem alchemistischen Prozess – in die Brandung des Meeres verwandelt. Klackende, quietschende, tastende Sounds bringen ganz vorsichtig die feste Materie ein, doch alles bleibt vage und diffus, und das schöne ist, dass man sich nach und nach an die Unbestimmtheit gewöhnt. Linardous Sopran kristallisiert sich aus all dem immer mehr heraus, wirkt der Abstraktion entgegen. Die japanische Sho und die orientalische Nej übernehmen in einigen Stücken die Funktion des Gesangs: Klagend und einlullend wahren sie eine fragile Harmonie zwischen Hecheln und Rascheln in „Thróisma“, in „Skaros“, das nach einem pastoralen Musikgenre aus Griechenland benannt ist, verbinden sie sich mit Linardous Stimme und preschen vor zu einem dramatischen Höhepunkt. Gefahr kündet sich an, stärker noch als in der dramatischen Zusammenballung des imaginären Vogelkonzertes in „Tori“, Verzweiflung macht sich breit, erst die Glöckchen, die in die earth-artigen Gitarren von „Yume“ überleiten, können all dies besänftigen.</p>
<p><iframe src="https://player.vimeo.com/video/324735272" width="640" height="267" frameborder="0" allow="autoplay; fullscreen" allowfullscreen></iframe></p>
<p><a href="https://vimeo.com/324735272">Yoru</a> from <a href="https://vimeo.com/user95940855">Giorgos Varoutas</a> on <a href="https://vimeo.com">Vimeo</a>.</p>
<p>Auf der zweiten Seite schrumpft das Quintett zum Trio und lässt die fortan instrumental gehaltene Musik trockener und zunächst abstrakter ausfallen. Perkussives Klappern und Schaben, holzige Töne und spannungsvolles Beckenspiel steuern langsam auf den nächsten Höhepunkt zu, der sich im ausladenden „Kajki“ zuspitzt, doch nach dem Höhepunkt ist vor dem Höhepunkt in dieser unbestimmten Reise, an deren Ende das Eintauchen – der Titel des Schlusstracks „Vythisi“ heißt „Eintauchen“ oder „Immersion“ &#8211; in eine ganz eigene intensive Welt steht.</p>
<p>Ob mir diese Überlegungen gekommen wären ohne entsprechende Titel und literarische Referenzen ist fraglich – mit ihnen jedenfalls wird eine runde Sache aus dieser Kollaboration hochkarätiger Musiker, die sich im letzten Jahr im Athener Underflow-Space zugetragen hat. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://underflow.gr/">Underflow</a></strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=654020013/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Angles 10.9: Zwei Konzertmitschnitte der Band um Martin Küchen</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Dec 2019 11:30:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Angles ist ein offenes internationales Kollektiv von Instrumentalisten um den schwedischen Jazzmusiker und Komponisten Martin Küchen. Das Projekt mit Wurzeln in der Freejazz- und Improv-Szene begann vor rund zehn Jahren als Trio und erweiterte sein Line-up seitdem stetig. Unter dem &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2019/12/01/angles-10-9-zwei-konzertmitschnitte-der-band-um-martin-kuchen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Angles ist ein offenes internationales Kollektiv von Instrumentalisten um den schwedischen Jazzmusiker und Komponisten Martin Küchen. Das Projekt mit Wurzeln in der Freejazz- und Improv-Szene begann vor rund zehn Jahren als Trio und erweiterte sein Line-up seitdem stetig. Unter dem Namen Angles 10.9 erscheint dieser Tage ein Doppelalbum, das zwei zwischen smooth und ekstatisch-entgrenzt changierende Konzertmitschnitte der Gruppe dokumentiert: einmal als zehnköpfiges Ensemble 2013 beim International Jazz Festival Saalfelden, wo Küchen selbst mit Alt-Saxophon an dem Auftritt teilnahm, einmal als Nonett 2918 im niederländischen Feerwerd. Das Live-Album erscheint auf Vinyl und in den gängigen digitalen Formaten bei Underflow.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/12/angles109.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-19610" title="angles109" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/12/angles109.jpg" alt="" width="1189" height="1200" /></a></p>
<p><span id="more-19609"></span></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2854629525/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>BLACK LESBIAN FISHERMEN: The Metaphysics of Natron</title>
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		<pubDate>Sat, 23 Nov 2019 03:37:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/11/blftmon.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-19427" title="blftmon" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/11/blftmon-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Es gibt Musik, deren geheimnisvolles, mitunter okkultes Charisma daher rührt, dass sie wenig von sich preisgibt und sich ausgesprochen kryptisch und reduziert zeigt. Ohne den vielen gelungenen Beispielen dafür unrecht tun zu wollen, muss man sagen, dass diese Masche mittlerweile schon etwas zu gängig ist und außerdem leicht umzusetzen, wenn die Ansprüche dabei nicht allzu hoch sind. Die in Athen und auf der benachtbarten Insel Euböa ansässigen Black Lesbian Fishermen, trotz des Ortes im Namen eine<span id="more-19425"></span> internationale Truppe, machen genau das Gegenteil: Ohne übermäßig opulent zu sein bringt ihre ritualistische, immer leicht folkig eingefärbte Psychedelik die unterschiedlichesten Elemente unter einen Hut, Elemente die eigentlich heterogen und sperrig wirken müssten, doch auf wundersame Weise immer harmonieren.</p>
<p>Dass ihr neuer Longplayer &#8220;The Metaphysics of Natron&#8221; an das vor vier Jahren erschienene Debüt &#8220;Etopic Apiary&#8221; anknüpft, ist keinesfalls schlimm. Wieder wird hier gekommt zwischen fast anheimelnden Folkarrangements und dröhnender Elektronik, zwischen dezenten Songansätzen und surrealen Soundscapes changiert. Die Antwort, in welche Richtung die Reise nun gehen soll, deutet sich immer mal vage an, wird aber nie wirklich gewährt. Mit &#8220;To Sic a Goddess&#8221; beginnt das Album recht besinnlich mit dem klaren Gesang R. Loftiss&#8217;, dessen sanfte Melodramatik in ein Folkmusical der 70er passen würde. Durch das eruptive Herausstoßen der Worte und einen ambienten Hintergrund, an dem wahrscheinlich Soundbastler Nikos Fokas und Querflötist Stelios Romaliadis einen wesentlichen Anteil haben, bekommt das Stück jedoch den Charme eines verdrehten Krautrock-Klassikers. Auf mystische Anspielungen im Text folgt immer dichteres Bimmeln und Dröhnen, bis der Song fast lärmend ausklingt.</p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/DPW-7xvoTB0" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p>Alle Stücke des Albums sind von einer feinsinnigen Detailverliebtheit, was in einigen Momenten deutlich im Vordergrund steht &#8211; so z.B. im verhuscht vor sich hinschnippenden und rumpelnden &#8220;Lox on Krax&#8221;, bevor es zu einer shoegazigen Dröhnlandschaft wird, oder im bimmelnden Sirup von &#8220;You Find the Noise&#8221; dessen Titel fast paradoxerweise von einer fragilen Kinderstimme angesagt wird, bevor es sich in ein raues Spacerock-Brett verwandelt. Andere Stücke wie das progressiv-angejazzte &#8220;Third Rubic&#8221; mit der deutlichen Handschrift von Stratis Sgourellis fallen treibender aus und hätten durch den harmonischen Frauengesang veritable Popsongs werden können, wenn so etwas denn in der surrealen Parallelwelt der Fishermen möglich wäre. Diese Welt offenbart sich vielleicht am besten dort, wo Gesang und melodisches Gitarrenspiel nur noch wie exotische Blätter und Blüten aus einem Gemisch bizarrer Sounds ragen. Solche Momente wären den Kollagen von Nurse With Wound, bei denen Gitarrist Alan Trench bereits mitwirkte, würdig. Höhepunkt dessen ist &#8220;Pigs Before Strawberries&#8221; mit seiner elektrifizierten, vom quakenden Fröschen durchtönten Sumpflandschaft aus schillernder Vorzeit.</p>
<p>Als die Black Lesbian Fishermen erstmals von sich reden machten, hielten manche sie für ein Projekt befreundeter Musiker, die in der Hauptsache bei Temple Music, Grey Field Recordings, Lüüp, Howling Larsens oder Vault of Blossomed Ropes spielen. Dass sie in eher größeren Abständen auftraten, schien das zu bestätigen. Dass &#8220;The Metaphysics of Natron&#8221; den roten Faden aber so gekonnt fortführt und in ähnlicher Weise die unterschiedlichsten Möglichkeiten anzapft, sollte Grund genug sein, in ihnen eine feste Band zu sehen. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://underflow.gr/">Underflow</a></strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=716068008/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>ANNA LINARDOU: Heterotopia</title>
		<link>https://africanpaper.com/2019/07/20/anna-linardou-heterotopia-2/</link>
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		<pubDate>Sat, 20 Jul 2019 06:09:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Unterschied zur Utopie, dem Nichtort als Fantasieprodukt, existiert die Heterotopie tatsächlich. Sie ist der andere, alternative Ort, an dem Dinge nach anderen Regeln ablaufen als in der gewohnten Umgebung. Als Refugium oder Transitort bietet die Heterotopie die Möglichkeit, spezielle &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2019/07/20/anna-linardou-heterotopia-2/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/06/annalinardouheterotopia.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-18067" title="annalinardouheterotopia" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/06/annalinardouheterotopia-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Im Unterschied zur Utopie, dem Nichtort als Fantasieprodukt, existiert die Heterotopie tatsächlich. Sie ist der andere, alternative Ort, an dem Dinge nach anderen Regeln ablaufen als in der gewohnten Umgebung. Als Refugium oder Transitort bietet die Heterotopie die Möglichkeit, spezielle Erfahrungen zu machen oder ungewohnte Dinge auszuleben. Oft ist sie nur im übertragenden Sinne ein topografischer Ort, der ebenso gut für einen Rahmen, ein Umfeld oder auch einen Zustand des Bewusstseins stehen kann.<span id="more-18271"></span></p>
<p>Dass die griechische Sängerin und Stimmkünstlerin Anna Linardou ihr Solodebüt „Heterotopia“ genannt hat, hat sicher viele Gründe, aber dass sie hier vieles auf ganz eigene Art umsetzt ist sicher ebenso relevant wie die Tatsache, das sie seit jeher an ganz unterschiedliche musikalischen Orten zuhaue ist. Linardou hat modernen Gesang studiert und in den letzten Jahren immer wieder sowohl als experimentelle Stimmperformerin als auch als traditionelle Sängerin von sich reden gemacht, interpretierte melodramatische Songs und Musiktheaterstücke des Komponisten Mikis Theodorakis, arbeitete mit lokalen Musikern und ist Teil von Bands wie Vault of Blossomed Ropes, dem Improv-Duo Liminal Vanguard und dem Kollektiv Lüüp, mit dem sie bereits mit Attila Csihar auf der Bühne stand.</p>
<p>In der Tat eröffnet der Titelsong „Heterotopia“ nicht nur das Album, sondern auch eine ganz eigene Parallelwelt, in der Linardou und ihr wichtigster Begleitmusiker Giorgos Varoutas mittels Mikro, Sample- und Looptechnik ein weiträumiges Mosaik aus zwitschernden, pfeifenden, flüsternen und manchmal auch in schönem Sopran gesungenen Stimmbeiträgen bauen. Hier fühlt man sich wie in einem riesigen Baum, in dem von oben, unten und allen Seiten ihre Stimme aus zahllosen unsichtbaren Mikrophonen dringt. Manchmal melodisch, immer harmonisch offenbart das virtuelle Vogelkonzert doch auch eine unterschwellige Hektik, die die Fragilität der Musik durchscheinen lässt.</p>
<p>Der sanft-gedoppelte Gesang in „Apopse sto spitaki mou“ könnte dazu nicht gegensätzlicher ausfallen, das gleiche gilt für die entspannten Dröhnflächen, die Glocken und die entrückte Flöte, die ihre Stimme begleiten. Doch auch dieser griechische Klassiker – ein Folksong aus den athamanischen Bergen im Süden der ionischen Provinz, wie die Liner Notes verraten – erfährt seine Wiederbelebung in dekonstruierter Form, bei der die Sängerin sich immer wieder in verschiedenen Gesangstechniken begleitet. Linardous Weg ist, alten Liedern aus unterschiedlichen Zeiten, Sprachen und Kulturen eine parallele Existenz zu geben. Das arabische Schlaflied „Yalla Tnam Rima“, das man in einer schönen Version von Fairuz kennt, behält seine Ernsthaftigkeit und sein orientalisches Flair, bekommt durch eine leicht derangierte Wusseligkeit aber eine ganz eigene Note. Eine fast aggressive Emotionalität durchzieht das kurdische „Ahmado“, an dem weitere Musiker aus dem Dunstkreis von Lüüp und den Black Lesbian Fishermen beteiligt sind. Das Stück beginnt fast a capella, doch bald kommen klassische Instrumente zu Wort, bis es am Ende in einer rumpelnden Soundlawine ausklingt. Das italienische „Alla Campagnola“, das Alan Lomax in den 50ern auf einer seiner Forschungsreisen fand und archivierte, behält trotz improvisierten Gerassels viel von seinem urig-ländlichen Charakter, und Linardou scheint hier die dudelsackartigen Bläser der klassischen Umsetzungen mit ihrer Stimme nachzuzeichnen.</p>
<p>Es ist schwer, die Künstlerin in eine Schublade zu packen. Hat man sich darauf geeinigt, sie vielleicht als eine Art missing link zwischen Ka Baird und Lisa Gerrard zu sehen oder einen Vergleich zu Künstlerinnen wie Alessandra Eramo oder Audrey Chen zu ziehen, überrascht sie mit dem verschrobenen Apallachian Song „Littel Sparrow“, der auf spröde Art das Leid der Liebe beklagt. Das aus dem 14. Jahrhundert stammende „Le Harpe de Melodie“ leitet über in das elektronisch getaktete „Rosa’s Tune“, das „Heterotopia“ mit santur-Begleitung und viel Melodrama ausklingen lässt.</p>
<p>Aufgrund Linardous vieler Kollaborationen und Auftritte ist „Heterotopia“ nur bedingt ein Debüt, und man merkt es der Musik an, denn die Vielgestaltigkeit wirkt nicht wie zusammengeschustert oder am Reisbrett entworfen – es scheint eher, als habe sie in eine Kiste gegriffen, aus der sie mit vollen Händen schöpfen kann, und wo sie all die Schätze aufbewahrt hat, die sie seit ihrer Kindheit auf den Wanderungen in ihrer persönlichen Heterotopie angesammelt hat, von denen sie auf ihrer Bandcamp-Seite erzählt. Und auch wenn sie nur einen einzigen Song in ihrer Muttersprache singt, ist diese Heterogenität auch etwas, das dem subtilen Palimpsest der griechischen Kultur und ihrem Ort zwischen Orient und Okzident, West- und Osteuropa entspricht. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://underflow.gr/">Underflow</a></strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=688810108/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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