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	<title>African Paper &#187; X-TG</title>
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		<title>THROBBING GRISTLE: Journey Through a Body</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Sep 2018 06:47:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Chris Carter]]></category>
		<category><![CDATA[Cosey Fanni Tutti]]></category>
		<category><![CDATA[Genesis Breyer P. Orridge]]></category>
		<category><![CDATA[Mute]]></category>
		<category><![CDATA[Peter Christopherson]]></category>
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		<category><![CDATA[Throbbing Gristle]]></category>
		<category><![CDATA[Walter Ulbricht Schallfolien]]></category>
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		<description><![CDATA[Nach „The Second Annual Report“, „20 Jazz Funk Greats“ und der Best of „The Taste of TG“ erscheinen nun drei weitere Alben Throbbing Gristles im Rahmen der Wiederveröffentlichungsoffensive von Mute Records: &#8220;Heathen Earth&#8221;: 1980 vor einem Publikum &#8211; das viele &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/09/29/throbbing-gristle-journey-through-a-body/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/09/TG.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-16391" title="TG" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/09/TG-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Nach „The Second Annual Report“, „20 Jazz Funk Greats“ und der Best of „The Taste of TG“ erscheinen nun drei weitere Alben Throbbing Gristles im Rahmen der Wiederveröffentlichungsoffensive von Mute Records: &#8220;Heathen Earth&#8221;: 1980 vor einem Publikum &#8211; das viele versammelte, die die Industrial Culture geprägt hatten -live im Studio aufgenommen. „Mission of Dead Souls“- die Dokumentation des letzten Auftritts der Band in San Francisco 1981, auf der Stücke wie „Thee Process“ und „Looking for the OTO“ schon auf die Themenfelder hinweisen sollten, die Psychic TV über lange Jahre beschäftigen würden. <span id="more-16389"></span>„Journey Through A Body“ versammelt die letzten – vor der Reformierung der Band in den 00er Jahren – 1981 gemachten Studioaufnahmen und erschien ursprünglich auf Walter Ulbricht Schallfolien postum im Jahr 1982.</p>
<p>Zum Kontext: Cosey war – durch Vermittlung Robert Wyatts – angesprochen worden, etwas zum Thema „A journey through the body“ für den italienischen Radiosender RAI aufzunehmen. Daraus entwickelten sich die unter Mitwirkung von allen vier Bandmitgliedern gemachten Aufnahmen. Die in Rom im März 1981 innerhalb von fünf Tagen im RAI-Studio komponierten/improvisierten und eingespielten fünf Stücke fanden (lauf Coseys Autobiografie) weitgehend ohne Mitwirkung der dort beschäftigen Techniker statt: „The studio technicians were a joke – they were stoned or drunk and unhelpful mots of the time.“ Die Frage ist allerdings sowieso, inwiefern die Zusammenarbeit von den sich in Auflösung begriffenen „wreckers of civlization“ mit „normalen“ Technikern sonderlich fruchtbar gewesen wäre.</p>
<p>Das lange „Medicine“ beginnt mit Hochtönen, die an frühe Whitehouse erinnern. Das Fiepen der Elektronik, das Piepen von Krankenhausgeräten, kurz einsetzende Stimmen, Ächzen und Stöhnen; all das illustriert sehr gut, dass (diese )„Medizin“ den Menschen lediglich in all seiner Kreatürlichkeit zeigt. Das Stück klingt wie ein Mashup aus „Hamburger Lady“ und „After Cease to Exist“. „Catholic Sex“ dagegen kombiniert und kollagiert kaputte Beats, Coseys Horn, Beischlafgeräusche und Genesis&#8217; Textrezitation: „I couldn&#8217;t help but touch her body“. Kurzzeitig setzt eine sphärische Orgelmelodie ein. „Exotic Functions“ besteht aus Wasserplätschern, einer Spieluhr (?), Klavierpassagen, perkusiven Momenten und Tierstiummen. Vielleicht ist das TGs ultimativer Martin Denny-Tribut. Auf „Violencia“ hört man Frauenstimmen, Störgeräusche und ein dissonantes, hektisches Klavier, das klingt, als habe Charlemagne Palestine im Studio vorbeigeschaut. Das das Album beendende „Oltre la morte“ ist dagegen ein sehr harmonisches (und scheinbar ungebrochenes) Pianostück.</p>
<p>Ob man so weit gehen muss, zu sagen, dass es sich bei „Journey Through A Body“ um TGs „gespenstischstes Album“ handele, wie es im Pressetext heißt, sei dahingestellt, aber die hier versamelten Aufnahmen klingen auch nach all den Jahrzehnten enorm frisch und machen – vielleicht stärker als andere Aufnahmen der Band &#8211; deutlich, wie viel Wolf Eyes und andere aus deren Umfeld Peter Christopherson, Genesis Breyer-P.-Orridge, Chris Carter und Cosey Fanni Tutti schulden. Es wäre jetzt interessant zu wissen, ob es eine weitere Veröffentlichungsrunde gibt – „D.o.A.: The Third and Final Report“ fehlt schließlich noch – und die <a href="http://x-tg.com/">bisher unveröffentlichten Studio- und Liveaufnahmen</a> von X-TG zugänglich gemacht werden. (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="www.mute.com">Mute</a></strong></p>
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		<title>CHRIS CARTER: Chemistry Lessons Volume One</title>
		<link>https://africanpaper.com/2018/04/21/chris-carter-chemistry-lesssons-volume-one/</link>
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		<pubDate>Sat, 21 Apr 2018 05:44:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Chris & Cosey]]></category>
		<category><![CDATA[Chris Carter]]></category>
		<category><![CDATA[The Threshold Houseboys Choir]]></category>
		<category><![CDATA[Throbbing Gristle]]></category>
		<category><![CDATA[X-TG]]></category>

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		<description><![CDATA[Von allen (ehemaligen) Throbbing Gristle-Mitgliedern ist Chris Carter vielleicht derjenige, dessen Nimbus (fast) einzig und allein aus seinen musikalischen Leistungen resultiert und weniger aus außermusikalischen Transgressionen. Sein Einfluss auf die Entwicklung elektronischer Musik ist wohl kaum zu überschätzen. Sein erstes &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/04/21/chris-carter-chemistry-lesssons-volume-one/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/04/chris-carters-chemistry-lessons-vol-1.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-15415" title="chris-carters-chemistry-lessons-vol-1" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/04/chris-carters-chemistry-lessons-vol-1-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Von allen (ehemaligen) Throbbing Gristle-Mitgliedern ist Chris Carter vielleicht derjenige, dessen Nimbus (fast) einzig und allein aus seinen musikalischen Leistungen resultiert und weniger aus außermusikalischen Transgressionen. Sein Einfluss auf die Entwicklung elektronischer Musik ist wohl kaum zu überschätzen.<span id="more-15413"></span></p>
<p>Sein erstes Soloalbum seit 17 Jahren ist im Zeitraum zwischen 2010 und 2017 entstanden und enthält 25 elektronische Miniaturen – viele der Stücke sind um die zwei Minuten lang &#8211; , die trotz all ihrer Heterogenität ein erstaunlich kohärentes Album ergeben. In einem <a href=" https://www.bbc.co.uk/programmes/p063f98p">Interview</a> meinte Carter, dass insbesondere bei Synthesizern im Studio die Gefahr des „Mäanderns“ da sei, insofern erklärt das vielleicht die Kürze der Stücke &#8211; die sich allerdings nie unfertig anhören. Carter spricht auch von dem Einfluss des BBC Radiophonic Workshop und britischen Folks auf das Album. Was auf den ersten Blick bezogen auf dieses rein elektronische Album überraschen mag, ist durchaus stimmig, denn auf &#8220;Chemistry Lessons Volume One&#8221; gibt es sowowohl pastorale als auch irritierende Momente, die darauf hinweisen, dass (guter) Folk oftmals auch immer eine dunkle Seite hat, die Unterdrücktes und Verdrängtes freilegen kann.</p>
<p>Eröffnet wird das Album von dem wunderschönen Elektropopsong „Blissters“, der anfangs an frühe Chris &amp; Cosey denken lässt, auch wenn die Stimme dem Stück einen fast schon sakralen Charakter gibt. Dabei lassen die bearbeiten Vocals, die hier und auf einer Reihe weiterer Tracks eingesetzt werden, an das denken, was Peter Christopherson vor einigen Jahren mit The Threshold Houseboys Choir gemacht hat. Chris Carter, der nach dem Tod des Bandkollegens die Arbeit an &#8220;Chemistry Lessons&#8221;  erst einmal ruhen ließ, <a href="http://mute.com/chris-carter/cccl-volume-one-listen-to-blissters">weist</a> auch direkt darauf hin: “Sleazy and I had worked together on ways of developing a sort of artificial singing using software and hardware. This was me trying to take it a step further. I’ve taken lyrics, my own voice or people’s voices from a collection that I’d put together with Sleazy, and I’ve chopped them up and done all sorts of weird things with them.” Ist “Blissters” von einer ergreifenden Melancholie durchzogen, erzeugen “Cernubicua” oder „Rehndim“ dagegen eine fast schon positive Stimmung, während „Ghosting“ (dem Titel entsprechend) von schemenhaften, kaum einzuordnenden Stimmen durchzogen ist – und gerade den Stücken, auf denen Vocals eingesetzt werden, haftet etwas Anders- und Außerweltliches an, Grenzen zwischen Mensch und Maschine verschwinden vielleicht nicht, aber verschwimmen auf jeden Fall: Träumen die „Sänger“ dieser Stücke von elektrischen Schafen? Sind sie „ghosts in the shell“?</p>
<p>Dunkle Soundflächen finden sich auf „Corvus“. „Time Curious Glows“ hat fast Soundtrackcharakter. Dann gibt es technoidere Stücke wie “Durlin“, „Lab Test“ und „Modularity“ oder auch Tracks, die programmatische und selbstreflexive Titel haben, etwa das treibende „Noise Floor“ oder „Post Industrial“ – letzteres erinnert mit seinen dunklen, surrenden Soundschleifen etwas an die X-TG-Aufnahmen.</p>
<p>Vielleicht ist das fragmentierte Cover eine gute Illustration dieser Ansammlung in sich abgeschlossener Miniaturen, die der Komplexität elektronischer Musik in all ihren Facetten mehr als gerecht werden. (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="www.mute.com">Mute </a></strong></p>
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		<title>Trails of Eyeliner: Monumentale 10-CD-Box von Marc Almond</title>
		<link>https://africanpaper.com/2016/07/22/trails-of-eyeliner-monumentale-10-cd-box-von-marc-almond/</link>
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		<pubDate>Fri, 22 Jul 2016 17:07:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Von den Musikern, die im Zuge des New Wave zu Stars wurden, zählt Marc Almond sicher zu denen, die ihren Weg am konsequentesten verfolgt haben, und im Zuge der vielen stilistischen Wandlungen konnte er seine persönliche Handschrift immer mehr verfeinern. &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/07/22/trails-of-eyeliner-monumentale-10-cd-box-von-marc-almond/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Von den Musikern, die im Zuge des New Wave zu Stars wurden, zählt Marc Almond sicher zu denen, die ihren Weg am konsequentesten verfolgt haben, und im Zuge der vielen stilistischen Wandlungen konnte er seine persönliche Handschrift immer mehr verfeinern. Den frischen und leicht melancholisch gefärbten Synthie Pop aus Soft Cell-Tagen hat er nie ganz aufgegeben, auch wenn der von Chanson, Soul, Kabarett und folkigen Klängen geprägte Torch Song, der sich bereits bei seiner zweiten Band Marc &amp; The Mambas abzeichnete, mit der Zeit immer wichtiger werden sollte. Seit jeher ist Almond an musikalischen Dialogen interessiert. Dies äußert sich zum einen in seiner Leidenschaft für Neuinterpratationen von Song, die von bekannten Klassikern von Brel oder Sinatra bis hin zu obskuren Geheimtipps reichen. Zum anderen ist Almond ein ebenso leidenschaftlicher Kollaborateur, in zahlreichen Gastbeiträgen und Duetten kreuzte sich sein Weg auch mit Musikern, die für Leser unserer Seite interessant sind: Psychic TV, Coil, Antony Hegarty, Current 93, Little Annie, Othon, Michael Cashmore, Baby Dee oder das Throbbing Gristle-Nachfolgeprojekt X-TG. Auf der zehn CDs umfassenden Box &#8220;Trails of Eyeliner: Anthology 1979-2016&#8243;, die Ende Oktober bei Universal erscheinen wird, sind neben vielen Singles, Album-Tracks, ausgewählten Raritäten und insgesamt achtzehn bisher unveröffentlichten Songs auch einige dieser Seitenpfade des Sängers vertreten.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/07/marcalmondtrialsofeyeliner.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-12499" title="marcalmondtrialsofeyeliner" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/07/marcalmondtrialsofeyeliner.jpg" alt="" width="362" height="370" /></a><span id="more-12498"></span></p>
<p>&#8220;Personally curated and overseen by Marc himself, the 10-CD ‘Trials Of Eyeliner’ box set is both the first and the definitive career overview of one of contemporary music’s best respected, most consistently inventive artists &#8211; from the huge pop success of Soft Cell to the tormented beauty of the Marc And The Mambas projects to a dazzling solo career that’s encompassed smash hits, cutting-edge electronica, torch songs, rock ‘n’ roll and much, much more. The 10-disc set is themed into three sections: the four-disc ‘History’ recounts Marc’s journey via his favourite and best-loved album tracks and B-sides; ‘Singles’ gathers together all of Marc’s official Soft Cell, Mambas and solo singles in (mainly) chronological order for the first time; finally the 3-disc section ‘Gems’ pulls together nuggets and rarities from fan-only releases, one-off collaborations, and soundtracks contributions and includes 18 tracks previously unreleased from Marc’s own collection.Beautifully presented with new artwork the box also comes with a 64-page hardback book packed with photos and featuring Marc in conversation with Alexis Petridis in an all-new career overview.&#8221;</p>
<p><strong>CD 1</strong></p>
<p><strong>History</strong></p>
<ol>
<li>Soft Cell – The Girl With the Patent Leather Face</li>
<li>Marc and the Mambas – Fun City</li>
<li>Marc and the Mambas – Sleaze (Readers Wifes Club Edit)</li>
<li>Soft Cell – Sex Dwarf (original version)</li>
<li>Soft Cell – Youth</li>
<li>Soft Cell – Insecure Me (2002 edit)</li>
<li>Soft Cell – Loving You Hating Me</li>
<li>Soft Cell – Heat</li>
<li>Soft Cell – Meet Murder My Angel</li>
<li>Soft Cell – Surrender to a Stranger</li>
<li>Marc and the Mambas – Untitled</li>
<li>Marc and the Mambas – Big Louise</li>
<li>Marc and the Mambas – Torment</li>
<li>Marc and the Mambas – Catch a Fallen Star</li>
<li>Marc and the Mambas – A Million Manias</li>
<li>Marc Almond – Love Amongst The Ruined</li>
<li>Marc Almond and the Willing Sinners – Joey Demento</li>
</ol>
<p><strong>CD 2</strong></p>
<p><strong>History</strong></p>
<ol>
<li>Marc Almond and the Willing Sinners – Gutter Hearts</li>
<li>Marc Almond and the Willing Sinners – Crime Sublime</li>
<li>Marc Almond – Always</li>
<li>Marc Almond and the Willing Sinners – I Who Never</li>
<li>Marc Almond – Body Unknown</li>
<li>Marc Almond and the Willing Sinners – Saint Judy</li>
<li>Marc Almond and the Willing Sinners – The Hustler</li>
<li>Marc Almond and the Willing Sinners – There Is A Bed</li>
<li>Marc Almond and the Willing Sinners – Mother Fist</li>
<li>Marc Almond – The Devil (OKay) (Le diable (ça va))</li>
<li>Marc Almond – Lost Paradise (Le paradis perdu)</li>
<li>Marc Almond – The Stars We Are</li>
<li>Marc Almond – These My Dreams Are Yours</li>
<li>Marc Almond (featuring Nico) – Your Kisses Burn</li>
<li>Marc Almond- Toreador In The Rain</li>
<li>Marc Almond – The Sea Still Sings</li>
<li>Marc Almond – Meet Me in My Dream</li>
<li>Marc Almond – Champagne<strong> </strong></li>
</ol>
<p><strong>CD 3</strong></p>
<p><strong>History</strong></p>
<ol>
<li>Marc Almond – Vision (live)</li>
<li>Marc Almond – Night And No Morning</li>
<li>Marc Almond – Deadly Serenade</li>
<li>Marc Almond – The Edge Of Heartbreak</li>
<li>Marc Almond – Come In Sweet Assassin</li>
<li>Marc Almond – Lonely Go Go Dancer (Open All Night European version)</li>
<li>Marc Almond – Midnight Soul</li>
<li>Marc Almond -My Love (Dave Ball Remix)</li>
<li>Marc Almond featuring Siouxsie Sioux – Threat of Love (Neal X remix)</li>
<li>Marc Almond – One Big Soul</li>
<li>Soft Cell – Darker Times</li>
<li>Soft Cell – God Shaped Hole</li>
<li>Marc Almond – Under Your Wing</li>
<li>Marc Almond – Tantalise Me</li>
<li>Marc Almond – Lights</li>
<li>Marc Almond – Redeem Me (Beauty Will Redeem The World)</li>
<li>Marc Almond – The London Boys</li>
<li>Marc Almond – Stardom Road</li>
</ol>
<p><strong>CD 4</strong></p>
<p><strong>History</strong></p>
<ol>
<li>Marc Almond – Sleeping Beauty</li>
<li>Marc Almond – The Storks</li>
<li>Marc Almond with Aquarium – Gosudaryunia</li>
<li>Marc Almond featuring the Orchestra Rossiya – Pearly Night</li>
<li>Marc Almond – Friendship</li>
<li>Marc Almond and Michael Cashmore – Feasting With Panthers</li>
<li>Marc Almond and Michael Cashmore – The Man Condemned to Death</li>
<li>Marc Almond – Variety</li>
<li>Marc Almond – Lavender</li>
<li>Marc Almond – Trials Of Eyeliner</li>
<li>Marc Almond – Farewell</li>
<li>John Harle and Marc Almond – Ratcliffe Highway</li>
<li>Marc Almond with Jeremy Reed and Othon – The Green Fairy</li>
<li>Marc Almond and Carl Barat – Love Is Not On Trial</li>
<li>Marc Almond – The Dancing Marquis</li>
<li>Marc Almond – Tasmanian Tiger</li>
<li>Marc Almond featuring Danielz – Death of a Dandy</li>
<li>Marc Almond – Zipped Black Leather Jacket</li>
<li>Marc Almond – Life in My Own Way</li>
</ol>
<p><strong>CD 5</strong></p>
<p><strong>Singles</strong></p>
<ol>
<li>Soft Cell – Memorabilia</li>
<li>Soft Cell – Tainted Love</li>
<li>Soft Cell – Bedsitter</li>
<li>Soft Cell – Say Hello Wave Goodbye</li>
<li>Soft Cell – Torch</li>
<li>Soft Cell – What (mono mix)</li>
<li>Soft Cell – Where The Heart Is</li>
<li>Soft Cell – Numbers</li>
<li>Soft Cell – Soul Inside</li>
<li>Soft Cell – Down In The Subway</li>
<li>Marc and the Mambas – Black Heart</li>
<li>Marc Almond – The Boy Who Came Back</li>
<li>Marc Almond – You Have (full version)</li>
<li>Marc Almond – Tenderness Is A Weakness</li>
<li>Bronski Beat &amp; Marc Almond – I Feel Love (Medley)</li>
<li>Marc Almond – Stories Of Johnny</li>
<li>Marc Almond – The House Is Haunted By The Echo Of Your Last Goodbye</li>
<li>Marc Almond – Love Letter</li>
<li>Marc Almond – Ruby Red</li>
<li>Marc Almond – Melancholy Rose</li>
</ol>
<p><strong>CD 6</strong></p>
<p><strong>Singles</strong></p>
<ol>
<li>Marc Almond – A Woman’s Story</li>
<li>Marc Almond – Tears Run Rings</li>
<li>Marc Almond with Gene Pitney – Something’s Gotten Hold Of My Heart</li>
<li>Marc Almond – Bitter Sweet</li>
<li>Marc Almond – Only The Moment</li>
<li>Marc Almond – A Lover Spurned</li>
<li>Marc Almond – The Desperate Hours</li>
<li>Marc Almond – Waifs and Strays</li>
<li>Marc Almond – What Makes a Man (Live)</li>
<li>Marc Almond – Jacky</li>
<li>Marc Almond – My Hand Over My Heart</li>
<li>Marc Almond – The Days Of Pearly Spencer</li>
<li>Marc Almond – The Idol (Part 1)</li>
<li>Marc Almond – Adored and Explored</li>
<li>Marc Almond – Out There</li>
<li>Marc Almond – Brilliant Creatures</li>
<li>Marc Almond – Child Star</li>
</ol>
<p><strong>CD 7</strong></p>
<p><strong>Singles</strong></p>
<ol>
<li>P J Proby and Marc Almond with My Life Story Orchestra – Yesterday Has Gone</li>
<li>Marc Almond – Black Kiss</li>
<li>Marc Almond – Tragedy (Take a Look and See)</li>
<li>Marc Almond with Mekon – Please Stay</li>
<li>Marc Almond – Glorious (radio edit)</li>
<li>Marc Almond – Gone But Not Forgotten</li>
<li>Rosenstolz with Marc Almond – Total Eclipse</li>
<li>Soft Cell – Monoculture</li>
<li>Soft Cell – The Night</li>
<li>Marc Almond with Sarah Cracknell – I Close My Eyes and Count to Ten</li>
<li>Starcluster with Marc Almond – Smoke and Mirrors (Original Version)</li>
<li>System F featuring Marc Almond -Soul on Soul (radio edit)</li>
<li>King Roc featuring Marc Almond – Prime Evil (Boris Dlugosch mix – edit) 3</li>
<li>T-Total featuring Marc Almond – Baby’s On Fire</li>
<li>Mark Schneider with Marc Almond – Perfect Honey (Temptation)</li>
<li>Marc Almond – Nijinsky Heart</li>
<li>Marc Almond – Burn Bright</li>
<li>Marc Almond – Scar</li>
<li>Marc Almond – Bad To Me</li>
<li>Marc Almond – Demon Lover</li>
</ol>
<p><strong>CD 8</strong></p>
<p><strong>Gems</strong></p>
<ol>
<li>Marc Almond – Oily Black Limousine</li>
<li>Marc Almond – Indigo Blue</li>
<li>The Burmoe Brothers featuring Marc Almond – Skin</li>
<li>Coil with Marc Almond – Dark Age of Love</li>
<li>Marc Almond – Amnesia Nights (demo)</li>
<li>Marc Almond with Mekon – Theatre of Dreams</li>
<li>Marc Almond – Demented, Deluded, Delirious (Mekon Remix)</li>
<li>Mekon featuring Marc Almond – Out of My Soul remix (edit)</li>
<li>Andrei Samsonov and Laska Omnia with Marc Almond – Passion and Pain</li>
<li>Andrei Samsonov and Laska Omnia with Marc Almond – The Guilt of My Secret (Original Version)</li>
<li>Marc Almond – Three Monkey Tango</li>
<li>Marc Almond – The Exhibitionist (original first demo)</li>
<li>Punx Soundcheck featuring Marc Almond – Vanity, Poverty, Revenge</li>
<li>Marc Almond – Fur (Jóhann Jóhannsson mix)</li>
<li>Marc Almond – Dead Eyed Child (remix)</li>
<li>Marc Almond – Black Satin (remix)</li>
<li>Marc Almond – Sequins and Stars</li>
<li>Othon featuring Marc Almond – Last Night I Paid to Close My Eyes</li>
<li>Marc Almond – Beautiful Losers</li>
<li>Marc Almond – City of Nights</li>
</ol>
<p><strong>CD 9 </strong></p>
<p><strong>Gems</strong></p>
<ol>
<li>Marc Almond – Tale of a Tart (Hell)</li>
<li>Marc Almond – Urban Velvet (1997 demo)</li>
<li>Marc Almond – The Beautiful Light of Madness (demo)</li>
<li>Marc Almond – Suburban Opera (1997 demo)</li>
<li>Marc Almond – Life’s a Lonely Drag (But I’m Alive) (demo)</li>
<li>Marc Almond – Bluegate Fields (demo)*</li>
<li>Marc Almond – Someone Like Me (demo)*</li>
<li>Marc Almond – I’m Your Karma (demo)*</li>
<li>Marc Almond featuring Armen Ra –Kill Me or Make Me Beautiful*</li>
<li>Marc Almond – When Bad People Kiss</li>
<li>Marc Almond with Othon – The Tango Song</li>
<li>Marc Almond with the Rossiya Orchestra – The Sun Will Arise</li>
<li>Marc Almond with the Rossiya Orchestra – Tenderness</li>
<li>Marc Almond with Antony Hegarty and the Rossiya Orchestra – River of Sorrow</li>
<li>John Harle with Marc Almond – Angel Eyes</li>
<li>Marc Almond – Keep Back Your Tears</li>
<li>X-TG featuring Marc Almond – The Falconer</li>
<li>Marc Almond with the Gaslight Troubadours – Eros and Eye</li>
<li>Marc Almond with Brian Reitzell – Snake Charmer</li>
</ol>
<p><strong>CD 10</strong></p>
<p><strong>Gems</strong></p>
<ol>
<li>Marc Almond with Jools Holland &amp; his Rhythm &amp; Blues Orchestra – Cry</li>
<li>Marc Almond with Jools Holland &amp; His Rhythm &amp; Blues Orchestra – On My Soul (I Swear)</li>
<li>Marc Almond – Idiot Dancing</li>
<li>Marc Almond – Dark Is My World (Without Love)</li>
<li>Marc Almond – Kiss the Ghost Goodbye</li>
<li>Marc Almond – I Am No One (demo)</li>
<li>Marc Almond and Neal X – Criminal Lover</li>
<li>Marc Almond – The Crimson Diva</li>
<li>Marc Almond – Rhythm and Blues</li>
<li>Marc Almond – Suicide Saloon</li>
<li>Marc Almond – For Only You</li>
<li>Marc Almond – Brewer Street Blues</li>
<li>Marc Almond – Miss Urania</li>
<li>Marc Almond – The Perfumed Garden of Gulliver Smith (Afghan Candles version)</li>
<li>Marc Almond – Eyes (demo)</li>
<li>Marc Almond – Be Still (demo)</li>
<li>Marc Almond – Late Night</li>
<li>Marc Almond – Hurt Me (edit)</li>
<li>Marc Almond – When I Was A Young Man (live)</li>
<li>T. Rextasy with Marc Almond, Tony Visconti and the Dirty Pretty Strings –Teenage Dream (live)</li>
<li>Marc Almond – I Created Me</li>
</ol>
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		<title>X-TG: Desertshore / The Final Report</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Dec 2012 09:13:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Schon die Re-Formation Throbbing Gristles im Jahr 2004 nach der Terminierung der Mission im Jahre 1981 war eigentlich ein Affront, ein zum Scheitern verurteilter Versuch, denn Throbbing Gristle waren immer mehr als nur die Musik. Von Anfang an ging es &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2012/12/15/x-tg-desertshore-the-final-report/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/12/artworks-000032775208-1tgv1i-original.jpeg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-6001" title="Layout 1" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/12/artworks-000032775208-1tgv1i-original-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Schon die Re-Formation Throbbing Gristles im Jahr 2004 nach der Terminierung der Mission im Jahre 1981 war eigentlich ein Affront, ein zum Scheitern verurteilter Versuch, denn Throbbing Gristle waren immer mehr als nur die Musik. Von Anfang an ging es (auch) um das Außermusikalische, die Transgression, den Schock, der sicher eine ebenso wichtige Rolle zur Bildung der „Legende“ (David Henderson in Sounds) beitrug, wie diese „Musik der Unbefugten“ (G. Brus). Ganz häretisch könnte man sagen, dass die Geschichte (durchaus doppeldeutig zu verstehen) Throbbing Gristles vielen Rezensenten geläufiger war als die Musik. Gegen diese These spricht auch nicht der (erfolgreiche) <a href="http://www.guardian.co.uk/music/2003/jan/01/artsfeatures.popandrock ">Versuch</a> eines Journalisten 24 Stunden am Stück die Musik der Band zu hören.<span id="more-5999"></span></p>
<p>Wenn in der aktuellen Testcard ein Autor räsoniert, dass das Werk der Band „bis heute im Gegensatz zu vielen anderen Avantgarden seine Halbwertszeit als schockierendes Manifest einer emanzipatorischen Provokation nicht ansatzweise überschritten hat, noch immer Schmerzen bereitet, ins Fleisch zu schneiden scheint“, dann wird deutlich, wie hoch jenseits des rein klanglichen Gehalts die Erwartungen an eine Band sind, die, wie hinlänglich bekannt, einmal als „Zivilisationzerstörer“ tituliert wurden und ein ganzes Genre (mit)erfanden. Dieses Insistieren auf der epochalen Leistung des Quartetts spiegelt sich auch in den Linernotes zum aktuellen, finalen Album der (geschrumpften) Band wieder, wenn Dan Fox schreibt: „[Throbbing Gristle were] „beacons at the extreme co-ordinates of art, performance and sound, witnesses to the darkness of GB 1977-2012“.</p>
<p>Versucht man sich aber auf den musikalischen Gehalt der Auftritte und Veröffentlichungen der letzten Jahre zu konzentrieren, so sieht die Bilanz meines Erachtens nicht schlecht aus. Schon auf „TG Now“, der EP, die die Rückkehr einläuten sollte, gelang es der Band, eine unruhige, durchaus minimale Form irritierender elektronischer Musik zu erzeugen, die verdeutlichte, dass es die Band geschafft hatte, ihre ganz eigene Klangsprache und ihre Ursprungsideen ins 21. Jahrhundert zu übertragen. Und auch wenn auf allzu große textliche und musikalische Schockeffekte verzichtet wurde, so war die Musik noch immer verstörend – nicht nur dann, wenn durch Lautstärke und Frequenzen die Wände der Volksbühne in Berlin zum Vibrieren, zum <em>Pulsieren</em> gebracht wurden. Auch wenn natürlich die auf der Bühne aufgeklappten Macbooks für <a href="http://analogue-heaven.1065350.n5.nabble.com/My-Throbbing-Gristle-Live-Review-td81852.html">manche</a> nicht das gleiche Distinktionspotential hatten wie die <a href="http://www.synthtopia.com/content/2011/04/12/chris-cosey-interview-throbbing-gristle/">selbstgebauten</a> Synthesizer und Protosampler, die in der Vergangenheit die Bühnen zierten.</p>
<p>Das erneute Zerwürfnis und die Entstehungsgeschichte des neuen Albums, das nun unter dem Namen X-TG veröffentlicht wird sowie der über <a href="http://pitchfork.com/news/47992-genesis-p-orridge-and-chris-carter-in-twitter-feud-over-upcoming-throbbing-gristle-album/">Twitter</a> ausgetragene Disput zwischen P. Orridge auf der einen und Chris und Cosey auf der anderen Seite sind hinlänglich dokumentiert und sollen hier keine große Rolle spielen. Dass das ursprünglich von Peter &#8220;Sleazy&#8221; Christopherson initiierte „Desertshore“-Projekt jetzt ohne P.Orridge erscheint, mag nicht jedem zusagen, aber wer sich die ursprünglichen(öffentlich durchgeführten) <a href="http://tg.greedbag.com/buy/the-desertshore-installation/">Sessions</a> aber anhört, der wird feststellen, dass damals Sleazy schon zu Beginn der Aufnahmen dem Publikum mitteilte, Genesis höre die Musik an jenem Tag zum ersten Mal. Das mag einerseits ein nettes Kokettieren mit der oftmals antimusikalischen Herangehensweise der Band gewesen sein -ähnlich wie damals behauptet wurde, Monte Cazazza habe beim Einspielen seiner Aufnahmen für Industrial Records seinen eigenen Vortrag nicht gehört, da er Kopfhörer getragen habe-, war aber auch schon ein Hinweis auf die Arbeitsteilung innerhalb der Band und die letztlich schon damals immer geringere Rolle P-Orridges bei der musikalischen Gestaltung. Auf dem nun erschienenen Album findet sich keine Spur mehr von seinem Gesang, sondern eine Reihe von Gastsängern interpretieren die Songs von Nicos vielleicht bestem Album, auf dem ihr tiefer Gesang, ihr Harmoniumspiel und John Cales Produktion eine perfekte Synthese eingingen.</p>
<p>War das Brian Jones gewidmete „Janitor of Lunacy“ im Original von einer teutonischen Schwere durchzogen, so situiert Antony mit seinen mulitgetrackten Vocals das Stück irgendwo im Äther, transzendiert das Original. Die Elektronik pulsiert dezent, zwischendurch setzt kurzzeitig Coseys Kornet ein, spielt inmitten der elektronischen Landschaft die Melodie, die Nico auf ihrem Harmonium intonierte. Das ist vielleicht einer der stärksten Tracks des Albums, auch wenn (oder gerade weil) die Stimmung doch eine ganz andere ist. Wie Streicher klingende Elektronik leitet das von Blixa Bargeld gesungene „Abschied“ ein. Dumpfes Pochen gibt den Rhythmus vor, im Fokus steht dann aber ganz klar Bargeld, der den Text zurückhaltend vorträgt. An mehreren <a href="http://www.brainwashed.com/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=9492:x-tg-qdesertshorethe-final-reportfaet-narokq&amp;catid=13:albums-and-singles&amp;Itemid=133">Stellen</a> ist schon auf Sasha Grays (misslungene) Interpretation von „Afraid“ hingewiesen worden und tatsächlich: Insbesondere verglichen mit dem Original klingt Greys Stimme farblos, es scheint, als wolle sie besonders sinnlich wirken, insgesamt ist das aber ähnlich blutleer wie ihr Auftritt in Soderberghs „Girlfriend Experience“. Marc Almond, der auf seinem Album „The Stars We Are“ mit Nico das Duett „Your Kisses Burn“ gesungen hatte, interpretiert nun „The Falconer“ mit dunkler Stimme, ganz so, als wolle er sich Nicos Timbre anschließen. Almond gelingt hier eine Art von Sinnlichkeit, an der Sasha Grey sich vergeblich versucht. Musikalisch ist dieses Stück vielleicht das melodischste des ganzen Albums. Sperrige Geräusche dagegen leiten Coseys Version von „All That is My Own“ ein und bizarrerweise klingt ihre Stimme auf dem recht treibenden Stück tatsächlich entfernt an Christa Päffgen. „Mütterlein“ wird von einem recht klaren Beat durchzogen, Bargelds Vortrag ist fast aggressiv, atonale Elemente brechen ein, die Trauer des Originals weicht hier einem fast verzweifeltem Zorn. Das vielleicht am industriellsten klingende Stück auf diesem Album ist das von Gaspar Noé interpretierte „Le Petit Chevalier“, das ursprünglich von Nicos kleinem Sohn gesungen wurde. Noés verzerrte Stimme weckt allerdings zu starke Assoziationen an wenig inspirierte Epigonen. „My Only Child“, mit Cosey am Mikro, ist melodisch und man hört vereinzelt Klänge, die an die Spätphase Coils erinnern. Abgeschlossen wir das Album von dem Track „Desertshores“: Inmitten der verhallten Pianoklänge hört man das Flüstern der Freunde Sleazys, die dem Verstorbenen zurufen: „Meet me on the desertshore“.</p>
<p>Mindestens ebenso interessant wie diese Neu- und Reinterpretation von Nicos Album ist das völlig eigene Material, das aus den letzten Sessions von Sleazy, Chris und Cosey stammt und hier – an frühe Throbbing Gristle-Alben anspielend und gleichzeitig das endgültige Ende in Worte fassend- „The Final Report“ heißt. Das Eröffnungsstück „Stasis“ gibt den Ton vor: Aus Pochen, Stampfen, Störgeräuschen wird unangenehme, dystopische Musik erzeugt. „Emerge to Space Jazz“ klingt so wenig nach Jazz wie es das dritte Album der Band tat, auch wenn Cosey Kornet etwas anderes zu verkünden versucht. Entfernt erinnern manche der Stücke an <a href=" http://africanpaper.com/2012/03/31/carter-tutti-void-transverse/">&#8220;Transverse&#8221;</a>,  das Album, das Chris und Cosey mit Nick Void eingespielt haben . „Um Dum Dom“ fällt etwas aus dem Rahmen, erinnert es doch an Sleazys recht harmonisches und positives Spätwerk. Zu tickendem Rhythmus und melodischen Passagen hört man Sleazys durch den Vocoder gejagte Stimme. Dieses Stück ragt von der Stimmung als kleiner Lichtblick aus der Tristesse heraus. Insgesamt aber ist &#8220;The Final Report&#8221; ein so beeindruckender wie bedrückender Soundtrack für einen Gang durch eine „Concentration City“ (J. G. Ballard), der verdeutlicht, wie vital diese Band noch immer ist/war. Das ist tatsächlich Industrial für das 21. Jahrhundert.</p>
<p>Der der limitieren Auflage beigelegte Remix von „Desertshore“, das Downloadalbum „<span style="font-family: Tahoma;">แฝดนรก </span>(Faet Narok)“, das als <a href="http://tg.greedbag.com/buy/-faet-narok-1/">„Evil Twin“</a>  bezeichnet wurde, ist ambienter, hier werden die Stimmen der Sänger an den Rand gerückt, werden verfremdet (auf Teil sechs klingt Blixa Bargeld fast wie Micky Maus), verlangsamt, sind nur noch ein Klangbaustein unter anderen.</p>
<p>Die bisherige Rezeption der Alben ist bislang (zu Recht) relativ positiv ausgefallen. Natürlich bringt man mit dieser Musik heutzutage keine Zivilisationen mehr zum Wanken, aber sie gehören zusammen mit den dieses Jahr veröffentlichten Alben der <a href="http://africanpaper.com/2012/10/04/swans-the-seer/">Swans</a> und Scott Walker &#8211; alles Künstler also, die seit mehreren Jahrzehnten aktiv sind- zu den aufregendsten Veröffentlichungen der letzten Monate und sind vielleicht eine angemessene Untermalung des von apokalyptischen Erwartungen durchzogenen Jahr 2012.</p>
<p>(M.G.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.industrial-records.com/">Industrial Records</a></strong></p>
<p><a href="http://x-tg.com/">X-TG</a></p>
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