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	<title>African Paper &#187; 숨[suːm]</title>
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		<title>PARK JIHA: Philos</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Jul 2019 05:40:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Dima El Sayed]]></category>
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		<description><![CDATA[Obwohl die Multiinstrumentalistin Park Jiha bereits seit 2016 unter ihrem eigenen Namen Musik herausbringt und seitdem ihr Bandprojekt 숨[suːm] auf Eis gelegt hat, ist erst das gerade erschienene &#8220;Philos&#8221; ein Soloalbum im engeren Sinne. Für dieses Werk spielte sie alle &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2019/07/27/park-jiha-philos/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/05/GBCD077_front.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-17743" title="GBCD077_front" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/05/GBCD077_front-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Obwohl die <a href="http://africanpaper.com/2018/03/03/my-instruments-are-a-means-to-tell-my-stories-interview-mit-der-koreanischen-musikerin-und-komponistin-park-jiha/">Multiinstrumentalistin Park Jiha</a> bereits seit 2016 unter ihrem eigenen Namen Musik herausbringt und seitdem ihr Bandprojekt 숨[suːm] auf Eis gelegt hat, ist erst das gerade erschienene &#8220;Philos&#8221; ein Soloalbum im engeren Sinne. Für dieses Werk spielte sie alle Instrumente &#8211; die einer Oboe vergleichbare Bambusflöte namens Piri, das dem Hackbrett ähnliche Yanggeum, eine koreanische Mundorgel namens Saenghwang sowie diverse Perkussions-Instrumente &#8211; selbst im Studio ein und komponierte so eine Musik, deren<span id="more-17742"></span> kohärenter und konzentrierter Entstehungsprozess sich auch im Ergebnis abzeichnet. Dem zum Trotz knüpfen die meisten der Stücke, in denen erneut koreanische Spielweisen mit Neuer Musik, Minimalismus, Postrock und eine Brise Jazz zusammenfinden, an frühere Arbeiten mit Begleitmusikern an.</p>
<p>Es mag für einige weit hergeholt klingen, aber für mich hat &#8220;Philos&#8221; zwei Seiten. Da ist zum einen ein Großteil der instrumental gehaltenen Kompositionen, die nach eigener Angabe ihre Liebe für Zeit, Raum und Klang ausdrücken. Vielleicht sind die repetitiven, oft pulsierenden und doch stellenweise an bestimmte Klaviertechniken erinnernden Parts mit dem gehämmerten Yanggeum als tonangebendem Instrument ja der Faszination für die Zeit geschuldet. Dazu zählen das zwiespältig tastende und zugleich rastlos nach vorn drängende &#8220;Thunder Shower&#8221; oder das minimalistische &#8220;Pause&#8221;, das sich über einer rauschenden Brandung ausbreitet. Dem entsprechend scheinen sich vom wehmütig klagenden Klang der Piri geprägte Stücke wie das anrührende &#8220;When I Think of Her&#8221; oder das leicht atonale und auf den ersten Eindruck versponnen anmutende Titelstück stärker im Raum auszubreiten, wohingegen diejenigen Tracks, bei denen beides einen ähnlich großen Raum einzunehmen scheint (allem voran der Opener &#8220;Arrival&#8221;) wie ein mehrstimmiger, allzu eingängige Harmonie bewusst vermeidender Stimmenchor zu funktionieren.</p>
<p>Zum anderen wäre da der einzige Gastbeitrag des Albums &#8211; der Song &#8220;Easy&#8221;, der mit dem klar gesprochenen Monolog der Libanesin Dima El Sayed und Jihas wunderschön klagender Piri im Hintergrund aus der Reihe fällt. In schonungslos nüchterner Prosa stimmt er einen Abgesang auf jene scheinheilige Pseudospiritualität an, die unter den Start up-Menschen der westlichen Großstädte längst zum Wellness-Substitut und Spießer-Eskapismus heruntergekommen ist &#8211; in guter Gesellschaft mit bio, vegan, lowcarb und anderen Distinktionsfloskeln eines pseudoachtsamen Lifestyle, denen die Künstlerinnen hier die Situation derer gegenüberstellen, in deren von Nöten geprägter Existenz kein Raum für Yoga, Flow und Body Balance ist, und denen auch nicht mit Loslassen geholfen ist. Man muss freilich nicht jede Hinwendung zu östlicher Spiritualität verurteilen, aber da gewisse Ausprägungen nicht vor Ignoranz und Verspießerung gefeit sind, scheinen mir Polemiken wie diese nötig und wertvoll. &#8220;I take it as hard as I can&#8221;, lässt El Sayed ihr lyrisches Ich den Takt it Easy-Klischees des trendigen New Age-Kitsches entgegenschleudern.</p>
<p>Park Jiha sagte, dass ihr neues Album v.a. das Resultat einer Hinwendung zum eigenen Inneren als kreativer Quelle und somit auch ein Produkt der Selbstermächtigung ist. In gewisser Weise kann man auch den Monolog, der sich gegen die Übernahme trendiger Imperative richtet, mit dieser Entscheidung unter einen Hut bringen, so dass am Ende auch in dieser Hinsicht eine runde Sache daraus geworden ist. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://glitterbeat.com">tak:til / Glitterbeat</a></strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3253763252/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" seamless><a href="http://parkjiha.bandcamp.com/album/philos">Philos by Park Jiha</a></iframe></p>
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		<title>My instruments are a means to tell my stories. Interview mit der koreanischen Musikerin und Komponistin Park Jiha</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Mar 2018 02:47:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Glitterbeat]]></category>
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		<description><![CDATA[Park Jiha spielt verschiedene Blas- und Perkussions-Instrumente der traditionellen koreanischen Musik, auf ihrem Debüt Communion verbindet sie dies mit Saxophon, Schlagzeug und anderen modernen Klangquellen. Ihre Musik enthält, wie sie im Interview sagen wird, einiges an typisch koreanischen Empfindsamkeiten, doch &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/03/03/my-instruments-are-a-means-to-tell-my-stories-interview-mit-der-koreanischen-musikerin-und-komponistin-park-jiha/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/02/Park-Jiha-by-Nah-Seungyull-3.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-14955" title="Park Jiha by Nah Seungyull (3)" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/02/Park-Jiha-by-Nah-Seungyull-3-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Park Jiha spielt verschiedene Blas- und Perkussions-Instrumente der traditionellen koreanischen Musik, auf ihrem Debüt Communion verbindet sie dies mit Saxophon, Schlagzeug und anderen modernen Klangquellen. Ihre Musik enthält, wie sie im Interview sagen wird, einiges an typisch koreanischen Empfindsamkeiten, doch auch ohne Einblick in diese fremde Tradition kann man jenseits exotisch-romantischer Projektionen manch Vertrautes in ihrer Musik finden. So sehr die verschiedenen Einflüsse ihre Kompositionen und ihre Spielweise automatisch prägen mögen, ist ihr Ansatz doch ein spontaner, und die wichtigsten Antriebe findet sie in ihrer eigenen, individuellen Biografie. Über diese und manch anderes sprachen wir im kürzlich geführten Interview.<span id="more-14963"></span></strong></p>
<p><a title="My instruments are a means to tell my stories. Interview with Korean musician and composer Park Jiha" href="http://africanpaper.com/2018/03/03/my-instruments-are-a-means-to-tell-my-stories-interview-with-korean-musician-and-composer-park-jiha/"><strong>English Version</strong></a></p>
<p><em><strong>Du hast gerade dein erstes Soloalbum wiederveröffentlicht, das eine Menge an Stile und Einflüsse – koreanische, westliche, verschiedene Techniken, alte und neue Musik – zu etwas kombiniert, das sich wie natürlich gewachsen anhört. Nimmt der Titel “Communion” auch Bezug auf diese Art, Dinge zusammen zu führen?</strong></em></p>
<p>Es ist kein Zufall, wenn bestimmte Sounds ihren Weg zu mir finden, wenn ich Musik mache. Eine Menge an Substanzen, Umgebungen, Erfahrungen, Beziehungen und Abläufe von Kontakten und Sympathien fließen natürlich durch die Zeit. Es ist Routine, aber jeder Moment ist trotzdem erhaben. Deshalb suchte ich nach einem Wort, dass diese Momente ausdrückt. ‘Communion’ ist ein Wort, das jeden Moment in meinem Leben ausdrücken kann.</p>
<p><em><strong>Als du mit der Arbeit an dem Album angefangen hattest, gab es da bereits Ideen zu den einzelnen Stücken und zum Sound, oder fand das alles erst seine Form während der Arbeit?</strong></em></p>
<p>Die Struktur jedes Stücks war schon komponiert und geplant. In machen Stücken, wie zum Beispiel in “All souls’ day”, hatte ich eine Idee über die Hauptmelodie, und der Rest entstand, als ich frei mit den anderen Musikern spielte.Ich wollte die Musik in einigen der Stücke spontan angehen.</p>
<p><em><strong>Wie und wann wurde dir klar, dass die Ideen zu diesen Liedern besser zu einem Soloalbum als zu deiner Band 숨[suːm] passten? Wie würdest du den wesentlichen Unterschied zwischen dem Duo und deiner eigenen Arbeit definieren?</strong></em></p>
<p>Eigentlich gibt es keinen so großen Unterschied zwischen 숨[su:m] und meinen Soloarbeiten. Ich spiele immer noch auf den gleichen Instrumenten in der mehr oder weniger gleichen Art. Es ist bloß Zeit vergangen, und 숨[su:m] gab es nun schon seit neun Jahren, weswegen ich nach etwas Veränderung und Erweiterung in meiner Musik suchte. Ein Unterschied ist, dass ich, wenn ich meine eigenen Sachen spiele, mehr entspannen will, als bei 숨[su:m].</p>
<p><em><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/02/Park-Jiha-by-Kim-Jaewoo.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-14957" title="Park Jiha by Kim Jaewoo" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/02/Park-Jiha-by-Kim-Jaewoo-199x300.jpg" alt="" width="199" height="300" /></a>Du hast “Communion” mit einem kleinen Ensemble von Musikern mit unterschiedlichem Hintergrund aufgenommen. Sind das Musiker, mit denen du schon vorher gearbeitet hattest, oder hast du sie gezielt wegen ihrer jeweiligen Instrumente ausgesucht?</strong></em></p>
<p>Ich hatte zuvor schon mit KimOki gespielt. Ich wirkte an seinem Album mit, deshalb kannte ich ihn schon ziemlich gut. Ich spiele ein traditionelles koreanisches Blasinstrument (Piri, eine Art Bambus-Oboe), er spielt ebenfalls Blasinstrumente (Saxophon, Bassklarinette), d.h. wir spielte etwas sehr ähnliches, so dass ich viel von seiner Art zu spielen lernen konnte. Ich entschied mich für das Vibraphon (gespielt von John Bell), weil koreanische Instrumente viele Mikrotöne haben, was bedeutet, dass die Melodien oft nicht vollkommen korrekt sind. Ich wollte das ergänzen durch die Vibrationsresonnanz des Vibraphons.</p>
<p><em><strong>Was ich sehr ansprechend finde, ist die emotionale Seite des Albums, und auch wenn man das nur sehr vage definieren kann, registriere ich einen sehr kraftvollen Drang in den Kompositionen, der auch in den melancholischeren Momenten nicht verloren geht. Welche Emotionen verbindest du mit der Stimmung des Albums?</strong></em></p>
<p>Es ist mein Leben. Ich lasse mich nicht leicht mitreißen, aber manchmal überlasse ich mich auch einfach natürlich dem Fluss meiner Emotionen. Aber mir ist auch immer die Bodenhaftung wichtig. Wenn jemand diese Art der Energie in meiner Musik spürt, wäre ich sehr froh.</p>
<p><em><strong>Vor “Communion” gab es von dir eine EP names “A Record of Autobiographical Sounds”, die zu einer Ausstellung mit autobiografischen Arbeiten erschien. Was kannst du über die Ausstellung erzählen, und wie würdest du das Verhältnis zwischen deiner Musik und deiner eigenen Geschichte beschreiben?</strong></em></p>
<p>Seit meiner Kindheit liebe und spiele ich Musik. Es war in meinen späten Zwanzigern, als ich “A Record of Autobiographical Sounds” aufnahm. Ich kann nicht genau sagen, warum, aber ich wollte meine Geschichte in einer etwas anderen Art dokumentieren. Ein Konzert hat ein bestimmtes Publikum an einem bestimmten Ort in einer fixen Zeit, und du kannst nichts mehr davon sehen, wenn es vorbei ist. Vielleicht wollte ich denhalb eine andere Art von Dokumentation. Es gibt ein paar Informationen dazu <a href="http://parkjiha.com/album/a-record-of-autobiographical-sounds/">auf meiner Website</a>.</p>
<p><em><strong>Was sind die besten Voraussetzungen für dich, auf neue musikalische Ideen zu kommen?</strong></em></p>
<p>Es gibt da in meinem Fall keine speziellen Voraussetzungen. Es gibt immer neue und andere Dinge, die durch die Wiederholungen des Alltags zu mir durchdringen. In meiner Musik gibt es auch viel Wiederholung, und manchmal fühlt es sich an, als wäre es immer die gleiche Melodie, aber es gibt auch Veränderung. Und es gibt verschiedene Geschichten. Ich möchte in meinem Leben Routine bewahren.Es ist sehr einfach, wie jeden Morgen Kaffee trinken. Ich kann immer wieder etwas anderes darin finden.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/02/Park-Jiha-by-Nah-Seungyull-1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-14958" title="Park Jiha by Nah Seungyull (1)" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/02/Park-Jiha-by-Nah-Seungyull-1.jpg" alt="" width="4939" height="3224" /></a></p>
<p><em><strong>Was waren deine ersten Musikelischen Aktivitäten? Welche Instrumente hast du gelernt?</strong></em></p>
<p>Ich habe musik geliebt, seit ich sehr jung war. Zuhause war ich immer von musik umgeben, und noch heute hören meine Eltern die ganze Zeit das Klassikradio. So konnte ich ganz selbstverständlich Musik hören. Ich liebte zu singen, und ich lernte, die westliche Flöte zu spielen. Als ich in der Mittelstufe war, wollte ich koreanische Instrumente lernen, und wurde an der Gukak National Middle School für traditionelle koreanische Musik angenommen.</p>
<p><em><strong>Bist du dort auf die Instrumente Piri, Saenghwang und Yanggeum gestoßen, die du heute spielst? Was bedeuten sie für deine kreative Sprache?</strong></em></p>
<p>Mein Hauptisntrument ist die Piri. Aber als ich nach dem College mit meiner eigenen Musik anfing, brauchte ich weitere Klänge. So brachte ich mir selbst Yanggeum und Saenghwang bei. Wenn ich spiele und singe befolge ich auch nicht strikt die traditionellen Regeln. Es gibt typisch koreanische Empfindsamkeiten und Techniken in meiner Musik, aber letztlich spiele ich nur auf meine eigene Art. Meine Instrumente sind nur ein Mittel, um meine Geschichten zu erzählen.</p>
<p><em><strong>Wie offen ist die koreanische Musikrezeption allgemein, was interkulturelle und nicht an Genres orientierte Musik betrifft?</strong></em></p>
<p>Als ich mit meiner eigenen Musik anfing, beschwerten sich manche aus der älteren Generation über Dinge die der Zerstörung traditioneller Werte. Aber mittlerweile mögen viele Leute meine Musik und schätzen die kreative Arbeit, die darin steckt.</p>
<p><em><strong>Du hast mehrfach in Europa gespielt, sowohl mit 숨[suːm] als auch mit deinem eigenen Projekt, und dein Debüt ist gerade beim Glitterbeat-Ableger Tac:til neu herausgekommen. Würdest du sagen, dass es in der Wahrnehmung deiner Musik hier und in deiner Heimat Unterschiede gibt?</strong></em></p>
<p>Viele Koreaner beurteilen Musik nach den Maßgaben der Gukak, der traditionellen Musik Koreas, auch bei meiner eigenen Musik, weil ich eben koreanische Instrumente spiele. Wenn ich im Ausland spiele, sind Leute unvoreingenommener. Es ist in erster Linie nur ein neuer Sound und Park Jihas Musik.</p>
<p><em><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/02/Park-Jiha-by-Nah-Seungyull-4.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-14959" title="Park Jiha by Nah Seungyull (4)" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/02/Park-Jiha-by-Nah-Seungyull-4-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>In einem deiner Videos, ich denke, es ist von einer Show in Budapest, singst du ein Lied, das auf einem Gedicht des Autors Kim Suyoung basiert. Was kannst du über das Gedicht erzählen und was bedeutet es für dich? Könntest du dir vorstellen, noch mehr Sachen mit Vocals zu machen, oder ist das etwas, das prinzipiell eher zu 숨[suːm] gehört?</strong></em></p>
<p>Das Kim Suyoung-Gedicht heißt &#8220;Liebe&#8221;, und es sagt &#8220;Wegen dir lernte ich zu lieben&#8221;. Das Gedicht ist emotional sehr berührend, und ich wollte einen Song daraus machen. Wenn immer ich es singe, fühle ich Einsamkeit. Ich möchte in der Zukunft mehr Songs schreiben.</p>
<p>(U.S.)</p>
<p>Übersetzung: N. Seckel, U.S.</p>
<p>Fotos: Kim Yaewoo, Nah Seungyull</p>
<p><strong><a href="http://parkjiha.com">Park Jiha @ Home</a></strong></p>
<p><strong><a href="https://www.facebook.com/jihasound">Park Yiha @ Facebook</a></strong></p>
<p><strong><a href="https://www.youtube.com/channel/UC-l8QfYNvdN5buho1Kbjprg">Park Jiha @ Youtube</a></strong></p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/Midla-bVca8" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/sZinysEUElA" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/-I2Q0QNXGmc" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
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		<title>My instruments are a means to tell my stories. Interview with Korean musician and composer Park Jiha</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Mar 2018 02:46:58 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Park Jiha plays various traditional Korean woodwind and percussion instruments and on her debut album &#8220;Communion&#8221; she combines them with saxophone, drumkit and other modern sound sources. As she is pointing out in the interview, her music contains a lot &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/03/03/my-instruments-are-a-means-to-tell-my-stories-interview-with-korean-musician-and-composer-park-jiha/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/02/Park-Jiha-by-Nah-Seungyull-3.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-14955" title="Park Jiha by Nah Seungyull (3)" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/02/Park-Jiha-by-Nah-Seungyull-3-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Park Jiha plays various traditional Korean woodwind and percussion instruments and on her debut album &#8220;Communion&#8221; she combines them with saxophone, drumkit and other modern sound sources. As she is pointing out in the interview, her music contains a lot of typical Korean sensibilities, but even without any insight into this tradition, you can find some familiarity in her music far beyond exotic-romantic projections. As much as the different influences may automatically shape her compositions and her playing, her approach is of a spontaneous kind, and the most important inspirations are found in her own individual biography. We talked about these and many other things in this recent interview.<br />
.<span id="more-14954"></span></strong></p>
<p><em><strong>You&#8217;ve just re-released your fist solo album, which combines a variety of styles and influences &#8211; Korean, Western, different techniques, old and new music etc. &#8211; to something that sounds like an organic whole. Does the title &#8220;Communion&#8221; also refer to this way of bringing something together?</strong></em></p>
<p>It&#8217;s not a coincidence that some sounds come up to me when I make music.<br />
Numerous substances, environments, experiences, relationships and processes of contact and sympathy flow naturally through time. It&#8217;s routine, but still each moment of it is very sublime. Therefor I wanted to find a word that refers to these moments. &#8216;Communion&#8217; is one word that can express every moment of my life.</p>
<p><em><strong>As you started working on the album, did you already have its sound and structure in your mind, or did this all develop and find its form while you were working?</strong></em></p>
<p>The structure of each piece was already composed and planned. In some pieces, however, such as in &#8220;All souls&#8217; day&#8221;, I formed an idea of the main theme and then played freely with the other musicians. I wanted to create music spontaneously in some of the pieces.</p>
<p><em><strong>When did you realize, that your basic ideas of these songs fit more to a solo work than to your band 숨[suːm]? How would you define the main difference between your contribution to the duo and your work under your own direction?</strong></em></p>
<p>Actually there is not such a real difference between 숨[su:m] and my solo work. I still play music with my instruments in quite the same way. Time has just passed on and I already did 숨[su:m] for nine years, so I just searched for some change and expansion in my music. The one different thing is that when playing solo I want to relax more than with 숨[su:m].</p>
<p><em><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/02/Park-Jiha-by-Kim-Jaewoo.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-14957" title="Park Jiha by Kim Jaewoo" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/02/Park-Jiha-by-Kim-Jaewoo-199x300.jpg" alt="" width="199" height="300" /></a>You recorded &#8220;Communion&#8221; with a small ensemble of musicians of various backgrounds. Are these friends, with whom you have worked before, or did you chose them because of the instruments they play?</strong></em></p>
<p>I worked with KimOki before. I attended his album work first, and since then I knew him quite well. I play Korean traditional reed instrument (Piri, a bamboo oboe), and he plays reed instruments as well (saxophone, bass clarinet), so we both play similar instruments, which also means an opportunity to learn many ideas from his way of playing. I chose the vibraphone (played by John Bell), because Korean traditional instruments have many microtones, which means that the tune is sometimes not exactly correct. I wanted to complement this through the vibraphone&#8217;s vibe resonance.</p>
<p><em><strong>What I find very appealing is the emotional side of the album, and although it&#8217;s only vaguely definable, I sense some very powerful push or drive forward, even in the melancholy pieces. Which feelings do you connect with the atmosphere of the album?</strong></em></p>
<p>It&#8217;s like my life. I don’t get carried away easily; sometimes I also flow with my emotion naturally. But I&#8217;m always concerned about the bottom line. If one could feel this kind energy in my music, I would be happy.</p>
<p><em><strong>Before you recorded &#8220;Communion&#8221;, you had an EP out called &#8220;A Record of Autobiographical Sounds&#8221;, alongside an exhibition with autobiographical works. What can you tell us about this art show, and how would you describe the relation between your music and your autobiographical story?</strong></em></p>
<p>Since I was young I loved music and I&#8217;ve been doing music. It was at the end of my 20s, when I did &#8220;A Record of Autobiographical Sounds&#8221;. I don&#8217;t know why exactly, but I wanted to keep record of my story in a little different way. A concert requires a certain audience in a certain space at a fixed time, and you cannot see it again after it ends. Maybe that&#8217;s why I needed some different way of record. You can find some more <a href="http://parkjiha.com/album/a-record-of-autobiographical-sounds/">details about it on my website</a>.</p>
<p><em><strong>What are the best &#8211; or your most favourite &#8211; conditions to find new musical ideas?</strong></em></p>
<p>In my case i think there are no specific conditions. There are always new and different things, that come up to me through the repetition of daily life. My music has also repetition, and sometimes it feels as if it&#8217;s always the same melody, but there is also some change. And there are different stories. I like to keep my routine in my life. It&#8217;s very simple, like drinking coffee every new morning. I can always find something different in it.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/02/Park-Jiha-by-Nah-Seungyull-1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-14958" title="Park Jiha by Nah Seungyull (1)" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/02/Park-Jiha-by-Nah-Seungyull-1.jpg" alt="" width="4939" height="3224" /></a></p>
<p><em><strong>What can you tell us about your first musical endeavors? Did you learn to play instruments at a young age?</strong></em></p>
<p>I have enjoyed music since I was very young. In my home always there was always music in the air, and still today my parents play the classic FM all the time. So I could listen to music quite naturally. I liked singing, and I learned western flute. As I attended middle school I wanted to learn Korean instruments, and I got accepted at Gukak(Korean traditional music) National Middle School.</p>
<p><em><strong>How did you discover the instruments you use today, piri, saenghwang and yanggeum? What do they mean for your own creative language?</strong></em></p>
<p>Actually my major instrument is Piri. But as i started my own music after college, I needed more various sounds. So I tried and learned Yanggeum myself and Saenghwang as well. When I play and sing I also don&#8217;t strictly follow the traditional way. There are some Korean sentiments and traditional techniques in my music, but in the end I just play my own way. My instruments are just a means to tell my stories.</p>
<p><em><strong>How open is the Korean music reception (audience, reviewers) to intercultural and genre crossing works? Is there also something like a fraction of pure raditionalists, whom you had to convince of your direction?</strong></em></p>
<p>When I started my own music, some of the older generations worried about things like the destruction of traditional values. But now, many people like my music and appreciate the creative work in it.</p>
<p><em><strong>You&#8217;ve played at a number of events in Europe with 숨[suːm] and with your own works, and just now you&#8217;re album is re-issued by Glitterbeat&#8217;s imprint Tac:til. Would you say that there is some difference between how your music is perceived in your home country and in an international context?</strong></em></p>
<p>Many Korean people judge about music in terms of the Gukak (Korean Traditional Music), even if I play my own music, because I play traditional Korean instruments. Hwever, when play abroad, people have a more unbiased view. It&#8217;s just new sounds and Park Jiha&#8217;s music to them.</p>
<p><em><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/02/Park-Jiha-by-Nah-Seungyull-4.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-14959" title="Park Jiha by Nah Seungyull (4)" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/02/Park-Jiha-by-Nah-Seungyull-4-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>On one of your videos, I think it&#8217;s from a show in Budapest, you sing a piece based on a poem by a Korean author called Kim Suyoung. What can you tell us about this poem and what it means to you? Can you imagine to do a more text and vocals based solo album, or is this more something that you do only with 숨[suːm]?</strong></em></p>
<p>The poem is &#8216;Love&#8217; by Kim Suyoung, it say &#8220;Because of you I learned love&#8221;. The poem is pathetically touching. So I thought I want to create a song based on his poem. Whenever I sing this song I feel loneliness. I want to do more songs in the future.</p>
<p>(U.S.)</p>
<p>Fotos: Kim Yaewoo, Nah Seungyull</p>
<p><strong><a href="http://parkjiha.com">Park Jiha @ Home</a></strong></p>
<p><strong><a href="https://www.facebook.com/jihasound">Park Yiha @ Facebook</a></strong></p>
<p><strong><a href="https://www.youtube.com/channel/UC-l8QfYNvdN5buho1Kbjprg">Park Jiha @ Youtube</a></strong></p>
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		<title>PARK JIHA: Communion</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Feb 2018 07:46:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Glitterbeat]]></category>
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		<category><![CDATA[Tak:Til]]></category>
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		<description><![CDATA[In Südkorea, vornehmlich in Seoul, gibt es eine kleine rührige Szene von jungen Musikern, die von klein auf mit der sogenannten Gukak, der traditionellen Musik ihres Landes vertraut sind, die irgendwann aber &#8211; nicht nur durch Aufenthalte im Westen &#8211; &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/02/17/park-jiha-communion/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/01/ParkJihaCommunion.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-14850" title="ParkJihaCommunion" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/01/ParkJihaCommunion-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>In Südkorea, vornehmlich in Seoul, gibt es eine kleine rührige Szene von jungen Musikern, die von klein auf mit der sogenannten Gukak, der traditionellen Musik ihres Landes vertraut sind, die irgendwann aber &#8211; nicht nur durch Aufenthalte im Westen &#8211; mit anderen Stilrichtungen wie Jazz oder diversen Electronica in Berührung gekommen sind. Auffallend oft kommen dabei Resultate zustande, die belegen, dass Hybride aus traditioneller und moderner, östlicher und westlicher Musik keine zusammengekleisterten Konstrukte sein müssen, sondern wie<span id="more-14849"></span> aus einem Guss klingen können. Es gibt für die Stilrichtungen, die im Zuge dessen entstanden sind, keinen Namen, und vielleicht ist es auf lange Sicht auch ganz gut so, denn wer hätte schon etwas von einem kurzlebigen Hype.</p>
<p>Vor zwei Jahren berichteten wir über die Künstlerin Keda, die auf ihrem Album &#8220;Hwal&#8221; dem an die europäische Zither erinnernden Instrument Geomungo neue Zukunftswege aufzeigte, und dabei seinen traditionellen Spieltechniken trotzdem alle Ehre erwies. Just erscheint über Glitterbeat das Debütalbum der Musikerin Park Jiha, die bisher in einem mit traditionellen Strukturen schon recht frei umgehenden Duo namens 숨[suːm] diverse aus der Region stammende Instrumente bediente: eine Art Hackbrett, das den Namen Yanggeum trägt, eine aus Bambus hergestellte Mundorgel namens Saenghwang, vor allem aber die Piri, eine ebenfalls aus einem Bambusrohr hergestellte Doppeblatt-Flöte, die von ihrem variationsfähigen Klang manchmal an eine Oboe, bisweilen aber auch an orientalische Blasinstrumente wie Duduk oder Ney erinnert. Zu ihrem Solowerk entschied sie sich, um neue musikalische Wege auszuprobieren, die noch näher an ihrer kreativen Persönlichkeit sind. Und so entstand zusammen mit einem Ensemble aus teils koreanischen, teils aus Europa stammenden Begleitmusikern das Album &#8220;Communion&#8221;, bei dem Parks Instrumente mit Saxophon, Bass-Klarinette, Perkussion und anderem derart zu einem eigenen Organismus verwachsen sind, dass der Eindruck einer neuen traditionellen Musik eines noch unentdeckten Kulturkreises entsteht.</p>
<p>Zu Beginn könnte man noch denken, &#8220;Communion&#8221; sei ein abstrak vor sich hinknackendes Schabewerk, aber wenn erst der erste Ton der Piri ertönt ist und sich eine sehnsuchtsvolle Melodie herauswindet, fühlt man sich schnell in eine ganz eigene Heterotopie entrückt, die immer einen Hauch zu futuristisch anmutet, um in reine Nostalgie zu kippen. Gerade dieser Moment, wenn der Klang des zentralen Instruments zum Leben erwacht, ist unglaublich majestätisch. Dieser entfaltet seinen vollen Charakter immer mehr, wenn sich das Stück in dynamischen Wellen entfaltet, und erst mit der Zeit treten die Unterschiede zu Klarinette und Saxophon immer deutlicher hervor.</p>
<p>Es gibt auf &#8220;Communion&#8221;, wenn man es ganz einfach haben will, zwei Typen von Songs, solche, bei denen Blasinstrumente im Zentrum des eher flächigen Geschehens stehen, und andere mit eher perkussiver Struktur. Zu den ersteren zählt das ungemein anrührende &#8220;The Longing of the Yawning Divide&#8221; mit seinen immer wieder im Impressionistischen zerfließenden Bläserparts, ebenso aber das ausufernde &#8220;All Souls&#8217; Day&#8221;, das mit eintönigem Pulsieren beginnt und mit der Zeit den ganzen Instrumentenpark integriert, bis sich alles in einem tosenden Freakout aus Donnern und Quietschen entläd. Perkussiv dominierte Tracks wie &#8220;Accumulation of Time&#8221; und der Titeltrack, die nie in die Nähe von so etwas wie Rock kommen, setzten über weite Strecken auf Minimalismus, entlocken Vibraphon und Yanggeum gerade so viel Töne, bis die kraftvollen Vorwärtsbewegungen reif sind für die eruptive Atonalität furiosen Saitengerassels.</p>
<p>Wenn es etwas gibt, das wie ein roter Faden durch die vielfarbigen Kompositionen führt, dann ist es der starke Vorwärtsdrang, der in allen Stücken zu finden ist, auch in den melancholischeren, in denen die Bewegung nie zum Stillstand kommt, auch in den zerfledderten Momenten nach den markanten Eruptionen, in denen die Musik nie in eine tastende Gangart verfällt. Vielmehr tritt die Energie der Musik gerade in solchen Momenten noch deutlicher zutage. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://glitterbeat.com/">Tak:til / Glitterbeat</a></strong></p>
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