<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>African Paper &#187; And Also The Trees</title>
	<atom:link href="http://africanpaper.com/tag/and-also-the-trees/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://africanpaper.com</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Sat, 16 May 2026 05:22:52 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2</generator>
		<item>
		<title>AND ALSO THE TREES: The Devil&#8217;s Door</title>
		<link>https://africanpaper.com/2026/03/28/and-also-the-trees-the-devils-door/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2026/03/28/and-also-the-trees-the-devils-door/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 28 Mar 2026 05:29:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[And Also The Trees]]></category>

		<guid isPermaLink="false">https://africanpaper.com/?p=50607</guid>
		<description><![CDATA[Ein Wort, das im Zusammenhang mit der britischen Band And Also The Trees in den Sinn kommt, ist Konstanz. Nicht nur deswegen, weil sie seit inzwischen mehr als vier Jahrzehnten aktiv sind und – im Gegensatz zu manchen ihrer Kollegen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2026/03/28/and-also-the-trees-the-devils-door/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/03/a2108280179_1x1_700.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-50609" title="a2108280179_1x1_700" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/03/a2108280179_1x1_700-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Ein Wort, das im Zusammenhang mit der britischen Band <a href="https://africanpaper.com/tag/and-also-the-trees/">And Also The Trees </a>in den Sinn kommt, ist Konstanz. Nicht nur deswegen, weil sie seit inzwischen mehr als vier Jahrzehnten aktiv sind und – im Gegensatz zu manchen ihrer <a href="https://www.fields-of-the-nephilim.com">Kollegen </a>– noch immer regelmäßig Alben veröffentlichen, sondern auch weil diese auf einem konstant hohen Niveau bleiben und es keinerlei musikalischen Ausfälle gibt.<span id="more-50607"></span></p>
<p>Die Band erzeugte insbesondere auf ihren frühen Alben (wie sie vor einiger Zeit im<a href="https://africanpaper.com/2023/09/02/das-vor-und-zuruckdriften-in-der-zeit-ist-teil-unseres-ansatzes-ein-interview-mit-and-also-the-trees/"> Interview</a> mit uns sagten) durch Inszenierung, Kleidung und Artwork oftmals ein Gefühl des/der &#8220;Aus-der-Zeit-Gefallenen&#8221;.  Die Band meinte zu dieser Periode: „[W]ir sahen unsere Umgebung auf eine andere, aufmerksame Art und Weise, wir entdeckten eine Menge Kunst, einschließlich der präraffaelitischen Maler, von denen es viele gute Beispiele in der Kunstgalerie von Birmingham gab, das unsere nächste Großstadt war, und wir begannen, Jazz und klassische Musik zu verstehen und zu schätzen und die Literatur des 19. Jahrhunderts zu lesen.“  And Also The Trees wirkten immer wie der ländliche Gegenpol zu den im (nach-)industriellen Norden sozialisierten Bands.</p>
<p>Das neue Album<a href="https://thephoenixremix.com/2026/02/26/new-album-deep-dive-interview-the-devils-door-and-also-the-trees/"> sieht die Band selbst </a>als Abschluss einer mit<a href="https://africanpaper.com/2022/10/01/and-also-the-trees-the-bone-carver/"> „The Bone Carver“</a>  begonnenen und mit dem vor zwei Jahren erschienenen<a href="https://africanpaper.com/2024/03/16/and-also-the-trees-mother-of-pearl-moon/"> „Mother-of-Pearl Moon“ </a>fortgesetzten Trilogie, „because they feature the clarinet and piano of Colin Osanne our multi instrumentalist. And because we wrote them in a relatively short space of time… so they have a similar feel.&#8221;</p>
<p>Der das Album eröffnende Song „The Silver Key“ setzt gleich die das Album durchziehende Stimmung und schon nach wenigen Takten ist da dieser für die Band typische Klang: die an eine Mandoline erinnernde Gitarre, der dunkle (Sprech-)Gesang von Simon Huw Jones und die Evokation einer nokturnen Landschaft: „And in the dark/The desert&#8217;s great cities/Like golden coins of light/All scattered there beneath&#8230;“. Dass all dies während eines Gewitters stattfindet, ist selbstverständlich. Dieses Stück macht direkt deutlich, dass das das Werk And Also The Trees durchziehende beherrschende Gefühl das der Melancholie ist. Auf dem von Bass und dezenter Perkussion eingeleiteten „The Crosshair“ entfaltet sich die Geschichte eines „assassins“ zum Klang der Klarinette und des Akkordeons.  Das leicht dröhnende „Rooftop“ ist eines von zwei Instrumentalstücken. Es gibt wunderschönes Zusammenspiel von Mandoline und Bass auf „Return of the reapers“ oder etwa von Perkussion und Akkordeon durchzogene Stücke wie „The Child In You“ (auf dem es heißt: „The flowers across the land of Wales/Movin in the darkness like a sea of grace“) oder „The Trickster“.</p>
<p>Nach dem Durchschreiten dieser &#8220;devil&#8217;s door&#8221; möchte man den betretenen Raum nicht mehr so schnell verlassen. (MG)</p>
<p>Label: <a href="https://www.andalsothetrees.co.uk/">AATT</a> <iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=4129820289/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2026/03/28/and-also-the-trees-the-devils-door/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>AND ALSO THE TREES: Mother-Of-Pearl Moon</title>
		<link>https://africanpaper.com/2024/03/16/and-also-the-trees-mother-of-pearl-moon/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2024/03/16/and-also-the-trees-mother-of-pearl-moon/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 16 Mar 2024 06:06:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[And Also The Trees]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=40125</guid>
		<description><![CDATA[Die großen englischen Melancholiker sind zurück. Gut eineinhalb Jahre nach „The Bone Carver“ kommt mit „Mother-Of-Pearl“ recht schnell der Nachfolger, das insgesamt 14. Studioalbum. And Also The Trees  haben nie in dem Maße die (eigentlich verdiente) Resonanz gehabt, die einige &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/03/16/and-also-the-trees-mother-of-pearl-moon/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/03/a1836340584_16.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-40127" title="a1836340584_16" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/03/a1836340584_16-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Die großen englischen Melancholiker sind zurück. Gut eineinhalb Jahre nach <a href="http://africanpaper.com/2022/10/01/and-also-the-trees-the-bone-carver/">„The Bone Carver“</a> kommt mit „Mother-Of-Pearl“ recht schnell der Nachfolger, das insgesamt 14. Studioalbum. <a href="http://africanpaper.com/tag/and-also-the-trees/">And Also The Trees</a>  haben nie in dem Maße die (eigentlich verdiente) Resonanz gehabt, die einige ihrer Kollegen erlebten, dabei ist die Band um die beiden Jones-Brüder qualitativ vielen voraus: Auch das Spätwerk der Band bewegt sich auf einem gleich hohem Niveau.<span id="more-40125"></span></p>
<p>Dabei ist das neue Album unter etwas anderen Vorzeichen als vorherige entstanden. Als wir die Band vor einigen Monaten <a href="http://africanpaper.com/2023/09/02/drifting-backward-and-forwards-through-time-is-part-of-our-makeup-an-interview-with-and-also-the-trees/">interviewten,</a> meinte Justin: „we created the ‘Brothers of the trees’ shows that are electric in their approach with a strong element of improvisation. We called it ‘Brothers of the Trees’ to start with as it was just Simon and I who performed. Since then it expanded sometimes and contracted depending on the event or stage/venue. These shows were mostly different versions of existing AATT material played in new ways. Having done a number of these performances we thought it would be a good exercise to create new works. So this is a current project that has been running in parallel with other projects and one day we will write, record and release an album of new material played in this way under the name of And Also The Trees but with a note that it is from, or in the Brothers’ mindset.“</p>
<p>„Mother-Of-Pearl Moon“ ist dieses oben angesprochene Album, entstand es doch aus einer Reihe von Improvisationen auf der E-Gitarre. Das schlicht betitelte das Album einleitende „Intro“, eines von insgesamt drei Instrumentals, lässt daran denken, dass Justin meinte: „When I was younger I wanted to be a composer for film. That didn’t happen for many obvious reasons but it does seem to be part of the make-up of AATT music.&#8221;  „The Whaler&#8221; beginnt mit den für AATT so passenden Zeilen „As the scene unwinds“. Nachdem der titelgebende „whaler“ da ist, ändert sich die Perspektive. Man ist inmitten des Geschehens:  „As the storm unwinds“. Dann wird das Ende beschreiben: „The black waves came pounding on the beach/They took the sails and all they reached/And all the butches knives, harpoons and lives/Were swirling out&#8230;into the deep.“ Auf „Town Square“ wird ein nächtlicher Gang durch eine Stadt beschrieben, die – natürlich, möchte man sagen – „full of mystery“ ist. Hier wird die, wie auch auf weiteren Songs des Albums beschworene, Wasserbildlichkeit aufgegriffen, wenn der „river-man“ auftaucht. Das Nächtliche und das Wasser finden sich auch im Titelstück: „Broken light on the black water“. „This Path Through The Meadow“, zu dem die Band ein stimmungsvolles Video gedreht hat, beeindruckt mit einem tollen Einsatz der Klarinette.<iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/R7wzfq2Ci94?si=0u_TPI8MsDgY1WNR" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p>Auf dem leicht orientalisch klingenden „Valdrada“ ist das zu findende Wasser „like a mirage“, ist die besungene Stadt voller „alleys/Full of echoes and strangers“. Auch auf dem reduzierten &#8220;Visions Of A Stray&#8221; tauchen wie so oft in den Texten Jones&#8217; wieder Figuren auf: „He had a vision of a woman/Walking through the cornfields“. Auf dem instrumentalen „Ypsilon“ lässt der Moog an ein Theremin denken, der seltsame Entitäten beschwört, bevor ein paar Töne auf der Gitarre einsetzen, die wie häufig bei der Band an eine Mandoline erinnert. Wenn es auf dem letzten Stück „Away From Me“ fast gegen Ende heißt „And down the avenues we&#8217;ll ghost/Beneath the lamp posts“, dann ist das  vielleicht nicht die schlechteste Beschreibung der (nicht nur) auf diesem Album erzeugten Atmosphäre. And Also The Trees spielen ihre scheinbar aus der Zeit gefallene Musik, die in einem, in ihrem ganz eigenen Universum existiert. (MG)</p>
<p>Label: <a href="https://www.andalsothetrees.co.uk/">AATT </a><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2398002067/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2024/03/16/and-also-the-trees-mother-of-pearl-moon/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Das Vor- und Zurückdriften in der Zeit ist Teil unseres Ansatzes: Ein Interview mit And Also The Trees</title>
		<link>https://africanpaper.com/2023/09/02/das-vor-und-zuruckdriften-in-der-zeit-ist-teil-unseres-ansatzes-ein-interview-mit-and-also-the-trees/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2023/09/02/das-vor-und-zuruckdriften-in-der-zeit-ist-teil-unseres-ansatzes-ein-interview-mit-and-also-the-trees/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 02 Sep 2023 04:11:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[And Also The Trees]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=36997</guid>
		<description><![CDATA[Bedenkt man, dass And Also The Trees seit Ende der 70er konstant aktiv sind und sich auch in späteren Jahren nie auf vergangenen Lorbeeren ausgeruht haben, zieht man außerdem in Betracht, dass ihre Musik trotz aller stilistischer Bewegungen und Entwicklungen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/09/02/das-vor-und-zuruckdriften-in-der-zeit-ist-teil-unseres-ansatzes-ein-interview-mit-and-also-the-trees/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="LEFT"><strong><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/08/aatt-magnus-8.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-37056" title="aatt-magnus-8" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/08/aatt-magnus-8-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></strong>Bedenkt man, dass And Also The Trees seit Ende der 70er konstant aktiv sind und sich auch in späteren Jahren nie auf vergangenen Lorbeeren ausgeruht haben, zieht man außerdem in Betracht, dass ihre Musik trotz aller stilistischer Bewegungen und Entwicklungen &#8211; vom rabiaten Postpunk der ersten Aufnahmen über die <a href="http://africanpaper.com/2016/04/30/and-also-the-trees-born-into-the-waves/">&#8220;von Melancholie durchzogene, leicht dunkle Rockmusik&#8221;</a> der klassischen Alben bis hin zu <span id="more-36997"></span>Ausflügen u.a. in Jazz und Americana &#8211; immer einem spürbaren roten Faden folgt, dann kann man bei den <a href="https://www.youtube.com/watch?v=3XHPdp_dxLE&amp;t=56s">&#8220;Slow Pulse Boys&#8221;</a> um Sänger Simon Huw Jones und Gitarrist Justin Jones durchaus von einer Ausnahmeband sprechen. Die im ländlichen englischen Worcestershire zunächst von zwei Brüderpaaren (neben den Jones-Brüdern waren dies Nick und Graham Havas) gegründeten And Also The Trees sind nicht nur kreative Musiker, die die aus Punk und Wave enrstandenen Genres und ihre Mischformen um eine weniger urbane und von zahlreichen literarischen Referenzen durchzogene Version bereicherten &#8211; sie sind in ihren Songs auch großartige Geschichtenerzähler, die den &#8220;umherschweifenden Geist von AATT&#8221; auf die Reise durch die Zeit schicken, um aufregende Ereignisse an markanten Orten zu erkunden und in poetische Texte zu packen. Um diesen Geist und einiges mehr geht es im folgenden Interview, das wir nach der vergangenen Konzerttour mit Simon und Justin geführt haben.</strong><br />
<em><strong></strong></em></p>
<p align="LEFT"><strong><a title="Drifting backward and forwards through time is part of our makeup: An interview with And Also The Trees" href="http://africanpaper.com/2023/09/02/drifting-backward-and-forwards-through-time-is-part-of-our-makeup-an-interview-with-and-also-the-trees/">English Version</a></strong><em><strong><br />
</strong></em></p>
<p align="LEFT"><em><strong>Literatur und Poesie hat in eurer Musik in Form von Referenzen immer eine große Rolle gespielt (man denke nur an die Bezüge zu William Cowper oder Robert Burns). Welche Literatur lest ihr zur Zeit? Gibt es Autoren, von denen ihr sagen würdet, dass sie eng mit eurer Musik verbunden sind?</strong></em></p>
<p lang="en-US" align="LEFT">SHJ &#8211; Es ist mehr Literatur als Poesie, obwohl ich mich in der Zeit, als wir Cowper zitierten, eher von einzelnen Gedichtzeilen als von ganzen Gedichten inspirieren ließ. Als Lyriker verdanke ich Romanautoren und gelegentlich auch Sachbuchautoren aus allen Epochen sehr viel. Im Moment lese ich Jim Harrison und seit einiger Zeit auch zeitgenössische Romane&#8230; Sebastian Barry, Claire Keegan, Colm Toibin, gelegentlich auch Tschechow, Hemingway, Hardy. Ich bin vorsichtig bei dem, was ich lese, denn ich lasse mich von der allgemeinen Stimmung der Lektüre inspirieren, also gibt es keine bestimmten Autoren, die mit unserer Musik in Verbindung stehen &#8211; es sind eher alle. Sie sind meine persönlichen Helden.</p>
<p><em><strong>Eure Musik wird oft als nostalgisch beschrieben und mit Epochen wie der Klassik und der Romantik in Verbindung gebracht, viele Referenzen, das Artwork und die Atmosphäre der Musik deuten ebenfalls darauf hin. Was genau schöpft ihr aus der Beschäftigung mit vergangenen Zeiten?</strong></em></p>
<p lang="en-US" align="LEFT">SHJ &#8211; Ich würde sagen, diese Bezüge beziehen sich vor allem auf unsere Alben vor Mitte der 90er Jahre, als wir viel von unserer ländlichen Herkunft und unserem Standort mitnahmen und dessen Vergangenheit erforschten. Das war eine sehr aufregende Zeit für uns, weil wir viele Dinge gleichzeitig entdeckten &#8211; wir sahen unsere Umgebung auf eine andere, aufmerksame Art und Weise, wir entdeckten eine Menge Kunst, einschließlich der präraffaelitischen Maler, von denen es viele gute Beispiele in der Kunstgalerie von Birmingham gab, das unsere nächste Großstadt war, und wir begannen, Jazz und klassische Musik zu verstehen und zu schätzen und die Literatur des 19. Jahrhunderts zu lesen.</p>
<p lang="en-US" align="LEFT">Diese Entdeckungen werden normalerweise nicht mit Rockmusik in Verbindung gebracht, so dass wir gegen den Strom schwammen, was für viele Kritiker, insbesondere englische, schwer zu verkraften war. Aber das machte es für uns aufregender, und es gab uns Energie. Die Art und Weise, wie wir uns kleideten, hatte auch etwas damit zu tun &#8211; das war eigentlich das Ergebnis davon, dass wir unsere Kleidung auf Flohmärkten und in Wohltätigkeitsläden kaufen mussten, weil wir so wenig Geld hatten, aber es war ein starkes Image und einzigartig für uns zu dieser Zeit, und es öffnete die Tür zu diesen Verbindungen zur Romantik und zum Klassizismus.</p>
<p>Seit dieser Zeit haben wir uns der Gegenwart zugewandt &#8211; aber dieses Vor- und Zurückdriften in der Zeit ist Teil unseres Ansatzes und wir tun es nach Belieben &#8211; manchmal innerhalb der Grenzen eines einzigen Songs.</p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/zuYm35_GndE?si=l4SDhlcH3yt2fDOM" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><em><strong>Man könnte sagen, dass es in der Musik und den Texten von And Also The Trees eine Art Übersetzung historischer Inspirationen in den Code unserer Zeit gibt. Falls ihr dem zustimmt, ist diese Übersetzung etwas, das ihr bewusst macht, oder geschieht es eher automatisch?</strong></em></p>
<p lang="en-US" align="LEFT">SHJ … genau, gut ausgedrückt. Es ist meistens eine instinktive Sache. Manchmal bringe ich absichtlich Modernität in einen Text ein &#8230; wie Autowracks oder flimmernde Fernsehbildschirme, um den Geist, das Lied, dorthin zurückzubringen, wo wir jetzt sind, aber meistens kommt es von selbst. Schließlich sind die meisten unserer beeindruckendsten Emotionen nicht gerade neu in der Welt.</p>
<p align="LEFT"><em><strong>Reizt euch die Vorstellung, in einer anderen historischen Zeit zu leben?</strong></em></p>
<p align="LEFT">JJ: Ich glaube, die meisten Menschen würden gerne in der Zeit herumspringen. Ich habe kürzlich wieder HG Wells&#8217; Roman <em>Die Zeitmaschine</em> gelesen, und es ist faszinierend und ein wenig beunruhigend, was aus uns wird.</p>
<p lang="en-US" align="LEFT"><em><strong></strong><strong>Wenn ihr einen roten Faden finden würdet, der sich durch alle eure Alben zieht, von eurem selbstbetitelten Debüt bis zu &#8220;The Bone Carver&#8221;, welcher wäre das?</strong></em></p>
<p align="LEFT">JJ: Das ist eine gute Frage, aber für mich ziemlich schwer zu beantworten. Während das erste Album eine Sammlung von Songs war, die von Teenagern geschrieben wurden, nehme ich an, dass man sehen/hören kann, wie sich ein lyrischer Stil bildet, der (hoffentlich) mit den musikalischen Ideen übereinstimmt. Die Besetzung der Band hat sich seit den Anfängen einige Male geändert, ich habe 10 verschiedene Versionen von AATT in unserer Geschichte gezählt. Es sind Simon und ich, die der konstante Kern geblieben sind, also kannst du das wahrscheinlich hören.</p>
<p lang="en-US" align="LEFT"><em><strong>In letzter Zeit gab es einige Bücher über (die Geschichte des) Gothic. Habt ihr das Gefühl, dass es in irgendeiner Weise Gemeinsamkeiten zwischen eurer Musik und Bands gibt, die (fälschlicherweise) als &#8220;Gothic&#8221; bezeichnet werden?</strong></em></p>
<p lang="en-US" align="LEFT">JJ: Post Punk ist eine viel genauere Beschreibung dessen, woher AATT kam, ich mag den Begriff &#8220;Goth&#8221; nicht wirklich. Ich erinnere mich, dass ich ihn 1984/85 zum ersten Mal hörte und dachte, er hätte keine Relevanz für AATT. Vielleicht ist es &#8220;Haarspalterei&#8221; zu sagen, dass es eine Überschneidung mit &#8220;Gothic&#8221; gab, da sich das auf die Literaturbewegung des 19. Jahrhunderts zu beziehen schien, mit der AATT meines Wissens nach in Verbindung gebracht wird.</p>
<p>Ich glaube, dass AATT in Lol Tolhursts Buch (mit dem Titel &#8220;Goth&#8221;) einen Auftritt haben werden. Ich habe ein kurzes Interview mit Lol für sein neues Buch gemacht, wusste damals aber noch nicht, wie das Buch später heißen würde&#8230; Es ist ziemlich lustig, weil es ein paar Bands gibt, die eigentlich ziemlich weit weg von diesem Genre sind, die aber sehr gerne auf den Zug aufspringen, vielleicht weil es in letzter Zeit in Mode gekommen ist&#8230;<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/08/aatt_1-copy1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-37057" title="aatt_1 copy1" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/08/aatt_1-copy1.jpg" alt="" width="3853" height="4554" /></a></p>
<p lang="en-US" align="LEFT"><em><strong>Es gab eine Zeit, in der ihr einige Alben aufgenommen habt, die enger mit (einer bestimmten Periode in der Geschichte) der USA verbunden waren. Könnt ihr ein paar Worte dazu sagen, wie es dazu kam, und würdet ihr sagen, dass es eine Art schrittweise Entwicklung war?</strong></em></p>
<p align="LEFT">SHJ &#8211; Es geschah erst allmählich, dann plötzlich&#8230; wenn das Sinn macht. Was wir als den &#8220;umherstreifenden Geist von AATT&#8221; betrachteten, tendierte mit Songs wie &#8216;Red Valentino&#8217; und &#8216;Sickness divine&#8217; zu einer moderneren, urbanen Welt, dann wagten wir&#8230; oder besser gesagt Justin, mit &#8216;Angelfish&#8217; den Sprung, und angeführt von der Veränderung seines Gitarrensounds hin zu einem twangigen, 50er-Jahre-beeinflussten Stil, bewegten wir uns in eine Art phantasierte, Americana-beeinflusste, Jazz-Welt&#8230; und versuchten, irgendwie mit dem in Kontakt zu bleiben, wer und was wir immer waren. Es war ein allgemein erfolgreicher Versuch, unser pastorales, romantisches Image hinter uns zu lassen. Wir hatten das Gefühl, zu sehr in eine Schublade gesteckt worden zu sein, und wollten uns davon befreien. Natürlich gefiel das nicht allen unseren Fans, denn der Grund, warum sie uns folgten, war, dass sie uns so mochten, wie wir waren&#8230; aber wir wollten kreativ bleiben.</p>
<p lang="en-US" align="LEFT"><em><strong>Reale oder fiktive Orte spielen in euren Texten immer eine große Rolle, von Landschaften bis zu bestimmten Adressen. Zusammen mit der Stimmung der Musik kann dann schnell die Idee einer imaginären Filmszene entstehen. Ist ein solcher Effekt beabsichtigt und könnt ihr euch eure Musik in einem filmischen Kontext vorstellen?</strong></em></p>
<p align="LEFT">JJ : Als ich jünger war, wollte ich Filmkomponist werden. Das hat sich aus vielen offensichtlichen Gründen nicht ergeben, aber es scheint ein Teil des Gerüsts der AATT-Musik zu sein.</p>
<p>Als ich aufwuchs, war ich am meisten von Filmmusik oder TV-Musik dieser Zeit, der späten 60er und frühen 70er Jahre, bewegt.</p>
<p>Simon schreibt (Texte) auf eine bestimmte Art und Weise, die sich für einen &#8220;Soundtrack&#8221;-Ansatz anbietet. Mit den aktuellen Musikern von AATT funktioniert das sehr gut. Wir schreiben nicht so oft konventionelle &#8216;Songs&#8217;, weil ich darin nicht so gut bin. Unser Stil scheint also eher einen ungewöhnlichen Weg zu gehen. Wir sind ziemlich &#8216;visuell&#8217;, und so sehe ich jedes Werk als einen Minifilm an. Ich kann mir nicht vorstellen, über 200 Songs zu schreiben, die im &#8216;Pop&#8217;-Modus sind, das wäre die Hölle.</p>
<p align="LEFT"><em><strong>Inwieweit prägen eure Erfahrungen auf Tournee und das Feedback des Publikums eure musikalische Entwicklung?</strong></em></p>
<p lang="en-US" align="LEFT">SHJ &#8211; Tourneen sind eine große Lebenserfahrung für uns und haben uns zu dem gemacht, was wir heute sind, sowohl musikalisch als auch menschlich. Die positive Reaktion des Publikums ist auch wichtig, weil es zeigt, dass wir mit den Leuten in Kontakt kommen &#8211; was ein großer Teil dessen ist, worum es beim Musikmachen und -spielen geht.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1196911556/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p align="LEFT"><em><strong>Ihr habt in verschiedenen Ländern gespielt, unter anderem in Japan, und eine der treuesten Fangemeinden gibt es wahrscheinlich in Griechenland. Wie unterschiedlich sind die Erfahrungen in den verschiedenen Ländern?</strong></em></p>
<p align="LEFT">JJ: Natürlich ist es anders. Aber nicht so unterschiedlich, wie Sie vielleicht denken. Es gibt einige kulturelle Nuancen, wie man erwarten würde. Aber abgesehen von einigen Teilen Italiens, wo die Leute die ganze Zeit reden, scheint unser Publikum überall auf der Welt fasziniert zu sein. Wir haben Glück, dass wir diese Verbindung zu den Menschen haben. Das kann sehr bewegend sein.</p>
<p align="LEFT"><em><strong>Welche Kriterien habt ihr, wenn es darum geht, ältere Stücke für Konzerte auszuwählen? </strong></em></p>
<p lang="en-US" align="LEFT">SHJ &#8211; Wir müssen immer noch die Energie der Songs spüren und verstehen &#8211; egal, ob es die ursprüngliche Energie ist oder eine, die sich entwickelt hat, und auf praktischer Ebene beurteilen wir, ob es ein Song ist, den unser Publikum besonders mag und ob wir ihn gut genug spielen können, um ihm gerecht zu werden. Nicht alle Songs funktionieren auf der Bühne, was frustrierend sein kann.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/08/aatt-magnus-81.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-37058" title="aatt-magnus-8" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/08/aatt-magnus-81.jpg" alt="" width="5616" height="3744" /></a></p>
<p lang="en-US" align="LEFT"><em><strong>Bei eurem Konzert in Köln fragtet ihr das Publikum, ob jemand da ist, der euch noch nicht gesehen hat, und dann habt ihr &#8220;Virus Meadow&#8221; mit den Worten eingeleitet: &#8220;Das ist für euch.&#8221; Würdet ihr sagen, dass dies eine Art Signature Song für euch ist?</strong></em></p>
<p lang="en-US" align="LEFT">SHJ &#8211; Ich habe das auf der letzten Tournee ein paar Mal gesagt, um zu sehen, wie hoch der Prozentsatz derer ist, die uns zum ersten Mal sehen. Der Anteil war nicht sehr hoch, aber es waren immer welche da. Und ich nehme an, man könnte &#8220;Virus Meadow&#8221; als eine Art Erkennungsmelodie bezeichnen, es ist das Stück, das mich am meisten an das kleine Dorf erinnert, in dem wir aufgewachsen sind und die Band gegründet haben &#8211; wir haben es jetzt hunderte Male gespielt und es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass es einige im Publikum gibt, die es zum ersten Mal live hören.</p>
<p><em><strong>Kommt es manchmal vor, dass ihr euch von einem bestimmten Punkt an mit dem einen oder anderen Song nicht mehr identifizieren könnt? </strong></em></p>
<p lang="en-US" align="LEFT">SHJ &#8211; Überraschenderweise nicht so oft… vielleicht, weil so wenige unserer Songs textlich direkt mit persönlichen Erfahrungen verbunden sind und nicht speziell aus einer jugendlichen Quelle stammen.</p>
<p><em><strong>Wenn ihr ein bestimmtes Album jemandem empfehlen solltet, der eure Musik gerade erst kennenlernt, welches würde es sein? </strong></em></p>
<p align="LEFT">JJ: Es wäre wahrscheinlich &#8220;The Bone Carver&#8221;. Ich denke, der Weg zurück ist recht interessant, mit einigen merkwürdigen Entscheidungen, die auf diesem Weg getroffen wurden.</p>
<p align="LEFT"><em><strong>Im Laufe der Jahre habt ihr zwei Alben mit akustischen Interpretationen einiger eurer Songs veröffentlicht. Könntet ihr euch vorstellen, ein rein akustisches Album mit komplett neuen Songs aufzunehmen?</strong></em></p>
<p align="LEFT"><em></em>JJ: Zu diesem Zeitpunkt konnte ich mir nicht vorstellen, dass wir an einem neuen &#8220;akustischen&#8221; Projekt arbeiten würden. Das war ein Kapitel in unserer Existenz, das wir meiner Meinung nach hinter uns gelassen haben, zumindest im Moment. Wenn ich auf diese akustischen Aufnahmen zurückblicke, bin ich mir nicht sicher, wie erfolgreich sie &#8220;künstlerisch&#8221; waren. Es war ein gutes Projekt, das im Wesentlichen ein Live-Erlebnis für die Bühne war oder wo auch immer wir auftraten. Einige dieser Shows gehören zu den aufregendsten Veranstaltungen, die ich je gemacht habe. Aber die Aufnahmen &#8230; da bin ich mir nicht so sicher.</p>
<p>Was seitdem passiert ist, ist, dass wir die &#8216;Brothers of the trees&#8217;-Shows kreiert haben, die in ihrer Herangehensweise elektrisch sind und ein starkes Element der Improvisation enthalten. Zu Beginn nannten wir sie &#8216;Brothers of the Trees&#8217;, da nur Simon und ich auftraten. Seitdem hat sich die Gruppe manchmal erweitert und manchmal verkleinert, je nach Veranstaltung oder Bühne/Lokal. Diese Shows waren meist verschiedene Versionen von bestehendem AATT-Material, das auf neue Weise gespielt wurde. Nachdem wir eine Reihe dieser Aufführungen gemacht hatten, dachten wir, es wäre eine gute Übung, neue Werke zu schaffen. Dies ist also ein aktuelles Projekt, das parallel zu anderen Projekten läuft, und eines Tages werden wir ein Album mit neuem Material schreiben, aufnehmen und veröffentlichen, das auf diese Weise gespielt wird, unter dem Namen And Also The Trees, aber mit dem Hinweis, dass es von oder in der Denkweise der Brüder ist.</p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/MDU6UOFxank?si=ALl581rmuIsmkEb8" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p align="LEFT"><em><strong>Nachdem es euch nun schon seit Jahrzehnten gibt, schafft ihr es immer noch, neues Material zu schreiben, aufzunehmen und zu veröffentlichen, während andere Bands einfach nur ihre alten Songs wieder und wieder spielen. Wie entstehen eure Songs normalerweise? Entwickelt ihr sie manchmal gemeinsam, oder ist es eher so, dass, nur weil ihr an verschiedenen Orten lebt, einer eine Idee hat und die anderen darauf reagieren?</strong></em></p>
<p lang="en-US" align="LEFT">SHJ &#8211; Justin beginnt alles mit einer Gitarrenidee und der Rest von uns arbeitet darum herum. Ich glaube, die Aufnahme von &#8220;Further from the truth&#8221; im Jahr 2003 war wie ein Neuanfang für uns, und wir haben darauf aufgebaut, mit dem, was wir in den vergangenen Jahrzehnten gelernt hatten. Wir lernen ständig dazu.</p>
<p lang="en-US" align="LEFT"><em><strong>Habt ihr öfter mal daran gedacht, in einem ganz anderen Medium als der Musik zu arbeiten? </strong></em></p>
<p lang="en-US" align="LEFT">SHJ &#8211; Ich persönlich bin Fotograf, ein ehemaliger Profi aus der Zeit vor der Digitalisierung, und ich arbeite weiterhin&#8230; drucken, entwickeln&#8230; auf die alte analoge Weise. Justin arbeitet im Filmbereich und Paul ist auch ein bildender Künstler&#8230; wir sind also schon in verschiedenen Bereichen tätig. Wir sagen oft, dass wir eher wie Künstler sind, die Musik machen, als Musiker, die Kunst machen.</p>
<p><em><strong>Das klingt vielleicht etwas profan, aber habt ihr das Gefühl, dass ihr mit eurer Art zu touren und Platten zu veröffentlichen (auf eurem eigenen Label) einen Weg gefunden habt, in der veränderten Musikindustrie zu überleben?</strong></em></p>
<p align="LEFT">JJ: Das ist ein sehr ausführliches Thema, das ein ganzes Interview füllen könnte. Aber kurz gesagt: Wir sind seit vielen, vielen Jahren auf dem Weg in die Unabhängigkeit. Es gibt gute Labels und &#8211; sagen wir mal &#8211; nicht so gute Labels. Es erschien mir logisch, dass &#8220;die Band&#8221; die Kontrolle über AATT haben muss, um zu überleben. Auch ohne die peripheren Kräfte scheint es immer wieder neue &#8220;Herausforderungen&#8221; zu geben. Wir haben das noch nicht ganz hinbekommen, aber zumindest sind wir noch da und leben, um an einem anderen Tag zu kämpfen.</p>
<p align="LEFT"><em><strong>Kennt ihr <a href="https://www.youtube.com/watch?v=bPmyk1Ooe8s">die folkige Version von &#8220;Jacob Fleet&#8221; von Birch Book</a> und wie gefällt euch die Idee, eure Musik in ein folkiges Gewand zu übersetzen?</strong></em></p>
<p lang="en-US" align="LEFT">SHJ &#8211; Nein, das kenne ich nicht. Ich würde es als Kompliment betrachten.</p>
<p lang="en-US" align="LEFT">Interview: M.G. und U.S.</p>
<p lang="en-US" align="LEFT"><strong>And Also The Trees @ <a href="https://www.andalsothetrees.co.uk/">Home</a> | <a href="https://andalsothetrees.bandcamp.com/">Bandcamp</a> | <a href="https://www.facebook.com/profile.php?id=100045040099531">Facebook</a> | <a href="https://www.instagram.com/andalsothetrees/">Instagram</a></strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2023/09/02/das-vor-und-zuruckdriften-in-der-zeit-ist-teil-unseres-ansatzes-ein-interview-mit-and-also-the-trees/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Drifting backward and forwards through time is part of our makeup: An interview with And Also The Trees</title>
		<link>https://africanpaper.com/2023/09/02/drifting-backward-and-forwards-through-time-is-part-of-our-makeup-an-interview-with-and-also-the-trees/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2023/09/02/drifting-backward-and-forwards-through-time-is-part-of-our-makeup-an-interview-with-and-also-the-trees/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 02 Sep 2023 04:10:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[And Also The Trees]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=36993</guid>
		<description><![CDATA[If you consider that And Also The Trees have been constantly active since the end of the 70s and have never rested on their past laurels, and if you also take into account that their music, despite all stylistic movements &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/09/02/drifting-backward-and-forwards-through-time-is-part-of-our-makeup-an-interview-with-and-also-the-trees/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="LEFT"><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/08/aatt-magnus-82.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-37067" title="aatt-magnus-8" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/08/aatt-magnus-82-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a></strong></span></span></span></strong><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><strong><strong><strong><strong>If you consider that And Also The Trees have been constantly active since the end of the 70s and have never rested on their past laurels, and if you also take into account that their music, despite all stylistic movements and developments &#8211; from the rabid post-punk of the first recordings to the <a href="http://africanpaper.com/2016/04/30/and-also-the-trees-born-into-the-waves/">&#8220;slightly dark rock music infused with melancholy&#8221;</a> of the classic albums to excursions into jazz and Americana &#8211; always follows a tangible thread, then you can definitely speak <span id="more-36993"></span>of the <a href="https://www.youtube.com/watch?v=3XHPdp_dxLE&amp;t=56s">&#8220;Slow Pulse Boys&#8221;</a> around singer Simon Huw Jones and guitarist Justin Jones as of an exceptional band. Initially founded in rural Worcestershire by two pairs of brothers (besides the Jones brothers, these were Nick and Graham Havas), And Also The Trees are not only creative musicians &#8211; they are also great storytellers in their songs, sending the &#8220;wandering spirit of AATT&#8221; on a journey through time to explore exciting events in striking locations and to put them into poetic lyrics. The following interview, which we did with Simon and Justin after the last concert tour, is about this spirit and a lot more.</strong></strong></strong></strong></span></span></span></strong><em><strong></strong></em></p>
<p align="LEFT"><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><a title="Das Vor- und Zurückdriften in der Zeit ist Teil unseres Ansatzes: Ein Interview mit And Also The Trees" href="http://africanpaper.com/2023/09/02/das-vor-und-zuruckdriften-in-der-zeit-ist-teil-unseres-ansatzes-ein-interview-mit-and-also-the-trees/">German Version</a></span></span></span></strong><em><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><br />
</span></span></span></strong></em></p>
<p align="LEFT"><em><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">Literature and above all poetry has always played a major role in your music in the form of references (take for example your references to William Cowper or Robert Burns). What literature are you currently reading? Are there any authors, that you would say are closely connected to the music you make?</span></span></span></strong></em></p>
<p lang="en-US" align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">SHJ &#8211; It’s more literature than poetry, although back in the time when we quoted Cowper I used to get inspiration, or help, from single lines from poems rather than poems in their entirety. As a lyricist I am greatly indebted to novelists and occasionally non-fiction writers from all periods. At the moment I’m reading Jim Harrison and for some time have been reading contemporary novels… Sebastian Barry, Claire Keegan, Colm Toibin occasionally dipping back to Chekhov, Hemingway, Hardy. I am careful about what I read as I take inspiration from the general feel of whatever I’m reading so there are no particular authors that are connected to our music &#8211; it’s more like all of them. They are my personal heroes. </span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><em><strong>Your music has often been described as nostalgic and associated with eras such as Classicism and Romanticism, many references, the artwork and the atmosphere of the music also suggest this. What exactly do you draw from studying past times? </strong></em></span></span></span></p>
<p lang="en-US" align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">SHJ &#8211; I’d say those references are mostly in respect to our albums before the mid 90’s when we were taking a lot from our rural upbringing, our location, and exploring it’s past. That was a very exciting time for us because we were discovering a lot of things at the same time &#8211; we were seeing our surroundings in a different, more perceptive way, we were discovering a lot of art including the Pre Raphaelites painters, of which there were many good examples in Birmingham’s art gallery which was our nearest big city, and we were starting to understand and appreciate jazz and classical music and read 19 century literature. </span></span></span></p>
<p lang="en-US" align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">Those discoveries are not usually affiliated with rock music so we were going against the grain and it was hard for many critics, especially English ones, to take. But this sort of made it more exciting for us and that gave energy. The way we dressed also had something to do with this &#8211; this was actually a result of us having to buy our clothes from jumble sales and charity shops as we had so little to spend, but it was a strong image and unique to us at the time and opened the door to these links to romanticism and Classicism. </span></span></span></p>
<p lang="en-US" align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">Since those times we have gravitated towards the present day &#8211; but this drifting backward and forwards through time is part of our makeup and we do it at will &#8211; sometimes within the boundaries of a single song.</span></span></span></p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/zuYm35_GndE?si=l4SDhlcH3yt2fDOM" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><em><strong>One could say that in the music and lyrics of And Also The Trees there is a kind of translation of historical inspirations into the code of our time. In case you agree, is this translation something you do consciously, or does it happen more automatically? </strong></em></span></span></span></p>
<p lang="en-US" align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">SHJ … exactly, well put. It is mostly an instinctive thing. At times I deliberately bring modernity into a lyric … like piles of wrecked cars or flickering TV screens to bring the mind, the song, back to where we are now, but mostly it comes naturally. After all most of our most impressive emotions are not exactly new to the world. </span></span></span></p>
<p align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><em><strong>Does the idea of living in a different historical time appeal to you? </strong></em></span></span></span></p>
<p align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">JJ: I think most people would quite like the chance of jump around in time. I read HG Wells’ novel </span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><em>The Time Machine</em></span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"> again recently and it is fascinating and slightly worrying what becomes of us. </span></span></span></p>
<p lang="en-US" align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><em><strong>If you were to find a common thread running through all your albums from your self-titled</strong></em></span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><em><strong>debut up to “The Bone Carver“, what would that be?</strong></em></span></span></span></p>
<p align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">JJ: That’s a good question but quite hard for me to answer. Whilst the first album was a collection of songs written by teenagers I suppose you can see/hear a lyrical style forming, and that (hopefully) resonates with the musical ideas. The line up of the band has changed since we first started a few times, I counted 10 different versions of AATT going through our history. It is Simon and I have that remained the constant core so you can probably hear this.</span></span></span></p>
<p lang="en-US" align="LEFT"><em><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><strong>Recently there have been a couple of books about (the history of) Goth. Do you feel in any way that there is some common ground with what you do and bands that may be (mis)labeled as “gothic“? </strong></span></span></span></em></p>
<p lang="en-US" align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">JJ: Post Punk is a far more accurate description of where AATT came from, I don’t really like the term ‘goth’. I remember hearing it for the first time in 1984/85 and thinking it didn’t have any relevance to AATT. Perhaps it ‘splits hairs’ to say that there was a cross over with ‘gothic’ as that seemed to relate to the literature movement from the nineteenth century which I understand people perceive AATT to have an association with.</span></span></span></p>
<p align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">I believe AATT will make an appearance in Lol Tolhurst’s book (titled ‘Goth’). I did a brief interview with Lol for his new book but didn’t at the time know what the book would later be called.</span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">It’s quite funny because there are a few bands that really are quite far away from the genre that are really happy to jump on the bandwagon possibly because it has become </span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><em>en vogue</em></span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"> recently…<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/08/aatt_1-copy11.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-37069" title="aatt_1 copy1" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/08/aatt_1-copy11.jpg" alt="" width="3853" height="4554" /></a></span></span></span></p>
<p lang="en-US" align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><em><strong>There was the time when you recorded some albums that were more closely connected to (a certain period in the history of) the USA. Could you say a few words about how that happened and would you say it was kind of a gradual development? </strong></em></span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial Unicode MS, serif;"><span style="font-size: small;"><br />
</span></span></span></p>
<p align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">SHJ &#8211; It was gradual, then sudden… if that makes sense. What we thought of as the ‘roaming spirit of ‘and also the trees’’ was edging towards a more modern, urban world with songs like ‘Red Valentino’ and ‘Sickness divine’ then we… or more like Justin, took the plunge with ‘Angelfish’ and led by the change in his guitar sound to a twangy 50’s influenced style, we moved into a kind of fantasised, Americana influenced, Jazz world… trying somehow keeping in touch with who and what we always were. It was a generally successful attempt at leaving our pastoral, romantic image behind. We felt we had become too typecast and wanted to break free. Naturally, not all of our followers liked it as the reason they followed us was because they like us how we were… but we needed it creatively. </span></span></span></p>
<p lang="en-US" align="LEFT"><em><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><strong>Real or fictional places always play a major role in your texts, from landscapes to specific addresses. Together with the mood of the music, the idea of an imaginary film scene can then quickly arise. Is such an effect intended and could you imagine your music in a cinematic context? </strong></span></span></span></em></p>
<p align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">JJ : When I was younger I wanted to be a composer for film. That didn’t happen for many obvious reasons but it does seem to be part of the make-up of AATT music. </span></span></span></p>
<p align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">Growing up I was most moved by film music or indeed TV music of that time, the late 60’s early 70’s. </span></span></span></p>
<p align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">Simon writes (lyrics) in a certain way that lends itself to a ‘soundtrack’ approach. With the current musicians that are in AATT I think this works very well. We don’t really write conventional ‘songs’ that often because I am not that good at it. So our style seems to follow a more unusual path. We are quite ‘visual’ as people and so I think of each work as a mini film. I can’t imagine trying to write over 200 songs that are in the ‘pop’ mode, that would be a kind of hell. </span></span></span></p>
<p align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><em><strong>How much do your experiences on tour and the feedback from the audience shape your musical development?</strong></em></span></span></span></p>
<p lang="en-US" align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">SHJ &#8211; Touring is a big life experience for us and it has shaped us into becoming who we are today both musically and in person. The positivity of the crowds reaction is also important simply because it shows that we are connecting with people &#8211; which is a big part of what making and playing music is all about. </span></span></span></p>
<p align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><em><strong>You have played in different countries, including Japan, and one of the most loyal fan communities is probably in Greece. How different are the experiences in different countries?</strong></em></span></span></span></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1196911556/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">JJ: Different of course. But not as different as you might imagine. Some cultural nuances as you would expect. But apart from some parts of Italy where people just talk all the way through the show, there seems to be a fascination that our audience has all around the world. We are lucky to have that connection with people. It can be quite moving.</span></span></span></p>
<p align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><em><strong>What criteria do you have when it comes to choosing certain older songs for concerts? </strong></em></span></span></span></p>
<p lang="en-US" align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">SHJ &#8211; We have to still feel and understand the energy of the songs &#8211; wether that is the original energy or one that has evolved and on a practical level we assess if it is a song our audience particularly like and wether we can play it well enough to do it justice. Not all songs work on stage which can be frustrating. <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/08/aatt-magnus-83.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-37070" title="aatt-magnus-8" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/08/aatt-magnus-83.jpg" alt="" width="5616" height="3744" /></a></span></span></span></p>
<p lang="en-US" align="LEFT"><em><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">When you played in Cologne, you asked the audience whether anybody was there that hadn&#8217;t seen you before and then you introduced “Virus Meadow“ by saying: “This is for you.“ Would you say that this is a kind of signature song for you? </span></span></span></strong></em></p>
<p lang="en-US" align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">SHJ &#8211; I said that a few times on the last tour just to see what sort of percentage were seeing us for the first time. It wasn’t very high but there were always some. And I suppose you could call Virus meadow a kind of signature tune, it’s the one that most reminds me of the Hamlet where we grew up and formed the band &#8211; we have played it hundreds of times now and it feels good to know that there are some in the audience who are hearing it live for the first time. </span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><em><strong>Does it happen that at some point you can no longer identify with some older pieces? </strong></em></span></span></span></p>
<p lang="en-US" align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">SHJ &#8211; Not often surprisingly… perhaps because so few of our songs are lyrically linked directly to personal experiences and are not specifically coming from a youthful source. </span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><em><strong>If you had to recommend an album or two to someone who is just getting to know your music, what would it be? </strong></em></span></span></span></p>
<p align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">JJ: It would probably be ‘The Bone carver’. I think the path backward from that is quite an interesting one with some odd choices made along the way. </span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Arial Unicode MS, serif;"><span style="font-size: small;"><br />
</span></span></span></p>
<p align="LEFT"><em><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><strong>Over the years you have released two albums of acoustic interpretations of some of your songs. Could you imagine yourselves recording a purely acoustic album with completely new songs?</strong></span></span></span></em></p>
<p align="LEFT"><em></em><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">JJ: At this moment I couldn’t see us working on a new ‘acoustic’ project. That was a chapter in our existence that I feel we have passed, for now at least. Looking back at those acoustic recordings I’m not sure how successful they were ‘artistically’. It was a good project that was essentially a live experience for the stage or wherever we happened to perform. Some of those shows are amongst the most exciting events I have ever done. But the recordings …I’m not so sure.</span></span></span></p>
<p align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">What has happened since that time is that we created the ‘Brothers of the trees’ shows that are electric in their approach with a strong element of improvisation. We called it ‘Brothers of the Trees&#8217; to start with as it was just Simon and I who performed. Since then it expanded sometimes and contracted depending on the event or stage/venue. These shows were mostly different versions of existing AATT material played in new ways. Having done a number of these performances we thought it would be a good exercise to create new works. So this is a current project that has been running in parallel with other projects and one day we will write, record and release an album of new material played in this way under the name of And Also The Trees but with a note that it is from, or in the Brothers’ mindset.</span></span></span></p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/MDU6UOFxank?si=ALl581rmuIsmkEb8" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><em><strong>Having been around for decacdes now, you still manage to write, record and release new material whereas some other bands just play their old songs over and over again. How How do your songs usually come about? Do you sometimes develop them together, or is it more the case that just because you live in different places, someone comes up with an idea and the others react to it? </strong></em></span></span></span></p>
<p lang="en-US" align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">SHJ &#8211; Justin starts it all with a guitar idea and the rest of us work around that. I think the recording of ‘Further from the truth’ in 2003 was like a new beginning for us and we have built from there with what we’d learnt from the previous decades. We are always learning. </span></span></span></p>
<p lang="en-US" align="LEFT"><em><strong><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">Have you ever thought of working in/with different media than music? </span></span></span></strong></em></p>
<p lang="en-US" align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">SHJ &#8211; Personally I am a photographer, an ex pro from pre digital days and continue to work… print, develop… in the old analogue way. Justin works in film and Paul is also a visual artist… so we are already in different areas. We often say we are more like artists that make music than musicians that make art.</span></span></span></p>
<p><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><em><strong>This may sound a bit too profane, but do you feel that you have found a way of surviving the changed music industry with your way of touring and releasing records (on your own label)?</strong></em></span></span></span></p>
<p align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">JJ: This is quite an in-depth subject that could take up a whole interview. But briefly, we have been in the process of independence for many, many years. There are good labels and – shall we say – </span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><em>not</em></span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"> such good labels. It seemed logical to me for ‘the band’ to be in control of AATT in order to survive. Even without the peripheral forces there seem to be new ‘challenges’ all the time. We haven’t got that quite right yet but at least we are still here and live to fight another day.</span></span></span></p>
<p align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><em><strong>Do you know Birch Book&#8217;s <a href="https://www.youtube.com/watch?v=bPmyk1Ooe8s">folky version of your &#8220;Jacob Fleet&#8221;</a> and how do you like the idea of translating your music into a folk music guise? </strong></em></span></span></span></p>
<p lang="en-US" align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">SHJ &#8211; No I don’t know it. I’d take it as a compliment. </span></span></span></p>
<p lang="en-US" align="LEFT">Interview: M.G. und U.S.</p>
<p lang="en-US" align="LEFT"><strong>And Also The Trees @ <a href="https://www.andalsothetrees.co.uk/">Home</a> | <a href="https://andalsothetrees.bandcamp.com/">Bandcamp</a> | <a href="https://www.facebook.com/profile.php?id=100045040099531">Facebook</a> | <a href="https://www.instagram.com/andalsothetrees/">Instagram</a></strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2023/09/02/drifting-backward-and-forwards-through-time-is-part-of-our-makeup-an-interview-with-and-also-the-trees/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>And Also The Trees im Kölner Luxor</title>
		<link>https://africanpaper.com/2023/04/17/and-also-the-trees-im-kolner-luxor/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2023/04/17/and-also-the-trees-im-kolner-luxor/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 17 Apr 2023 02:46:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[And Also The Trees]]></category>
		<category><![CDATA[Luxor]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=35111</guid>
		<description><![CDATA[Am 5. Mai ist die englische Postpunk-Legende And Also The Trees auf der Bühne des Kölner Club Luxor zu sehen. In einer Rezension hieß es: &#8220;And Also The Trees waren schon immer der ländliche Gegenpol zu den urbanen Post Punk-Zeitgenossen, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/04/17/and-also-the-trees-im-kolner-luxor/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 5. Mai ist die englische Postpunk-Legende And Also The Trees auf der Bühne des Kölner Club Luxor zu sehen. In einer <a title="AND ALSO THE TREES: Born Into the Waves" href="http://africanpaper.com/2016/04/30/and-also-the-trees-born-into-the-waves/">Rezension</a> hieß es: &#8220;And Also The Trees waren schon immer der ländliche Gegenpol zu den urbanen Post Punk-Zeitgenossen, schienen aus der Zeit gefallen zu sein, was sich auch in ihrem Bühnenoutfit widerspiegelte. Nach ein paar (etwas) <a href="https://www.youtube.com/watch?v=3BZrkBfkh6w">rabiateren Stücken</a> zu Beginn ihrer Karriere konsolidierten sie ihren<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/04/FB_IMG_1681558736469.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-35112" title="FB_IMG_1681558736469" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/04/FB_IMG_1681558736469.jpg" alt="" width="720" height="485" /></a> <span id="more-35111"></span>Stil: eine von Melancholie durchzogene, leicht dunkle Rockmusik, die aber textlich durchaus an Folk erinnerte. Sieht man von einer kurzen Phase ab, in der sie eine Portion <a href="https://www.youtube.com/watch?v=FWqMlTwxcUI">Americana</a> hinzufügten, spielen sie seit Jahrzehnten Musik, die -auch gerade wegen der (zwischen Singen und Sprechen changierenden) Stimme Simon H. Jones‘- sofort erkennbar ist&#8221;.</p>
<p>Freitag, 05.05.2023<br />
Beginn 19.30<br />
Luxor<br />
Luxemburger Strasse 40<br />
50674 Köln<!--/data/user/0/com.samsung.android.app.notes/files/clipdata/clipdata_bodytext_230415_134219_448.sdocx--></p>
<p><strong><a href="https://facebook.com/events/s/and-also-the-trees-koln-luxor/1182732829287853/">@ Facebook</a></strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2157851587/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2018830459/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/BH-LgFDN5Xo" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2023/04/17/and-also-the-trees-im-kolner-luxor/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>AND ALSO THE TREES: The Bone Carver</title>
		<link>https://africanpaper.com/2022/10/01/and-also-the-trees-the-bone-carver/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2022/10/01/and-also-the-trees-the-bone-carver/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 01 Oct 2022 05:12:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[And Also The Trees]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=31399</guid>
		<description><![CDATA[Es gibt wahrscheinlich keine bessere Jahreszeit, in der man ein Album von And Also The Trees veröffentlichen könnte, als den Herbst, zu sehr ist die Musik der seit Jahrzehnten aktiven Band eine in der Melancholie verwurzelte, meinte man – spätestens &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/10/01/and-also-the-trees-the-bone-carver/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/09/147734.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-31401" title="147734" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/09/147734-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Es gibt wahrscheinlich keine bessere Jahreszeit, in der man ein Album von And Also The Trees veröffentlichen könnte, als den Herbst, zu sehr ist die Musik der seit Jahrzehnten aktiven Band eine in der Melancholie verwurzelte, meinte man – spätestens nach ihrem Meisterwerk „Virus Meadow“ (das kürzlich in erweiterter Form wiederveröffentlicht wurde) – vor seinem Auge windzerfurchte englische Landschaften zu sehen. <span id="more-31399"></span>Während Kollegen wie etwa The Cure, mit der zu Beginn ihrer Karriere And Also The Trees oft tourten (Lol Tolhurst produzierte damals das 1983 erschienene Debüt), seit Jahren ein Album ankündigen, von dem es inzwischen immerhin den<a href="https://fuzz-music.com/en/the-cure-songs-of-a-lost-world-2022-vsyo-ob-albome/"> Namen</a> gibt, veröffentlichen die um Sänger und Texter Simon Huw Jones und seinen Bruder Justin an der Gitarre gruppierte Formation alle paar Jahre mehr als nur solide Alben, wie auch wieder „The Bone Carver“ beweist, der inzwischen 13. Longplayer, der sechs Jahre nach <a href="http://africanpaper.com/2016/04/30/and-also-the-trees-born-into-the-waves/ ">„Born Into The Waves“</a> veröffentlicht wird.</p>
<p>Ein Merkmal der Band war immer ein gewisses Aus-der-Zeit-gefallen-Sein, das sich in der (Bühnen-)Kleidung widerspiegelte – es ist nicht so, als hätten sie sich nicht zumindest etwas ge- und verändert – es gab eine Phase, in der ihre Musik etwas stärker von amerikanischer Musik geprägt war –, aber letztlich sind And Also The Trees wie ein <em>standing stone. </em></p>
<p>Der Opener „A Bed in Yugoslavia“, zu dem vor kurzem ein stimmiges <a href="https://www.youtube.com/watch?v=zuYm35_GndE">Video</a> gedreht wurde, gibt die Richtung vor: Das Zusammenspiel der sanft gezupften Gitarre und der Klarinette, der langsame Aufbau von Stimmung und Spannung  und dann nach knapp eineinhalb Minuten der Gesang: „And the bed became another place/And the bed was made of fire“. Das darauf folgende „Beyond Action and Reaction“ beginnt mit dunklem Bass, bevor ein für And Also The Trees so typisches Bild hervorgerufen wird: „We see the head of a man walking on the moors“. In „Another Town Another Face“ heißt es: „A man waits on the station platform“, in „Last Of The Larkspurs“ singt Jones: „64 Morden Lane/Was the place where we always came“. Auf dem leicht orientalisch klingenden „The Seven Skies“ gibt es die Aufforderung „Take my hand/Come with me/Through the labyrinths of our destiny“. „The Girl Who Walks The City“ beeindruckt mit der Kombination von Gitarre und Autoharp und beschreibt eine Erinnerung aus der Vergangenheit, in der das lyrische Ich das titelgebende „City girl“ trifft, durch deren Augen er „A prostitute a river swimmer a punk a priest“ sehen kann. Und natürlich fällt beim Beschreiben dieser Szene Regen, der die Straße glitzern lässt. (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://www.andalsothetrees.co.uk/shop">AATT</a></strong><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2157851587/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2022/10/01/and-also-the-trees-the-bone-carver/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>AND ALSO THE TREES: Born Into the Waves</title>
		<link>https://africanpaper.com/2016/04/30/and-also-the-trees-born-into-the-waves/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2016/04/30/and-also-the-trees-born-into-the-waves/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 30 Apr 2016 05:35:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[And Also The Trees]]></category>
		<category><![CDATA[Ian Jenkins]]></category>
		<category><![CDATA[Justin Jones]]></category>
		<category><![CDATA[Lol Tolhurst]]></category>
		<category><![CDATA[Paul Hill]]></category>
		<category><![CDATA[Simon H Jones]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=12071</guid>
		<description><![CDATA[Als Andrew Eldritch 1993 nach seiner Supportshow für Depeche Mode in London das Set der Sisters of Mercy getreu dem Motto “bite the hand that feeds you” mit dem Ausruf „Enjoy the puppet show“ beendete, da wusste er vielleicht noch &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/04/30/and-also-the-trees-born-into-the-waves/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/04/AATTlyXKoc2.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-12072" title="AATTlyXKoc2" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/04/AATTlyXKoc2-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Als Andrew Eldritch 1993 nach seiner Supportshow für Depeche Mode in London das Set der Sisters of Mercy getreu dem Motto “bite the hand that feeds you” mit dem Ausruf <a href="´https://www.youtube.com/watch?v=MOlocYk52jo">„Enjoy the puppet show“</a> beendete, da wusste er vielleicht noch nicht, dass er im Jahre 2016 zwar nicht als Marionette, aber bestenfalls als Zombie mit zerfressenen Stimmbändern Karaokeshows mit T-Shirt-Verkauf abliefern würde. Schaut man sich die Setlists von The Cure -die es in den letzten 24 Jahren auf gerade einmal vier (mediokre) Studioalben gebracht haben- an, dann fällt auf, dass sich die Songauswahl stark an den bis zu den frühen 90er Jahren veröffentlichten Alben orientiert, ganz so, als sei man sich bewusst, dass die musikalisch großen Zeiten vorbei sind. <span id="more-12071"></span></p>
<p>Dabei gibt es auch für seit langen Jahren aktive Bands durchaus Möglichkeiten, in Würde zu altern. Michael Gira hat mit der „reconstitution“ der Swans gezeigt, dass es auch mit 60 Jahren und Jahrzehnten im Geschäft gelingen kann, unglaublich vitale, für Band wie Publikum körperliche Musik zu spielen und das Publikum zu begeistern, selbst wenn man sich dabei fast ausschließlich auf neues Material konzentriert. Einen anderen (weniger radikalen) Weg beschreiten die Ende der 70er Jahre gegründeten Briten von And Also The Trees (deren Debüt vom damaligen The Cure-Keyboarder Lol Tolhurst produziert wurde), die trotz längerer Abstände zwischen den Alben kontinuierlich Musik auf gleichbleibend hohem Niveau veröffentlichen, ohne dass sie aus dem von ihnen abgesteckten musikalisch-ästhetischen Rahmen ausbrechen (müssen).</p>
<p>And Also The Trees waren schon immer der ländliche Gegenpol zu den urbanen Post Punk-Zeitgenossen, schienen aus der Zeit gefallen zu sein, was sich auch in ihrem Bühnenoutfit widerspiegelte. Nach ein paar (etwas) <a href="https://www.youtube.com/watch?v=3BZrkBfkh6w">rabiateren Stücken</a> zu Beginn ihrer Karriere konsolidierten sie ihren Stil: eine von Melancholie durchzogene, leicht dunkle Rockmusik, die aber textlich durchaus an Folk erinnerte. Sieht man von einer kurzen Phase ab, in der sie eine Portion <a href="https://www.youtube.com/watch?v=FWqMlTwxcUI">Americana</a> hinzufügten, spielen sie seit Jahrzehnten Musik, die -auch gerade wegen der (zwischen Singen und Sprechen changierenden) Stimme Simon H Jones‘- sofort erkennbar ist. Sobald die ersten Töne von dem &#8220;Born into the Waves&#8221; eröffnenden „Your Guess“ erklingen, weiß man, dass es sich um ein And Also The Trees-Stück handelt. Große Überraschungen mögen da ausbleiben, aber wenige Bands schaffen es, eine Atmosphäre zu erzeugen, die einen unweigerlich an einen Herbsttag denken lässt, oder an eine (noch) kältere Jahreszeit, so auch auf  ihrem inzwischen 12. Album, auf dem die „Winter Sea“ oder „Slits of sky where the winter falls“ („Seasons and the Storm“) besungen werden. Es gibt kleinere Variationen bei der Instrumentierung (zu Gitarre, Bass und Schlagzeug kommen ein Xylophon auf „Hawksmoor and the Savage“ und eine Klarinette auf „Winter Sea“ und „The Skeins of Love“ hinzu). Jones‘ Stimme ist im Zentrum (sieht man von dem instrumentalen, auf Japan verweisenden „Naitō-Shinjuku“ einmal ab), insbesondere auf dem für die Band recht experimentellen Song „The Bells of Saint Christopher’s“, auf dem der Gesang lediglich von Gitarrendrones untermalt wird. Wenn es auf letzterem Stück heißt „The sky is hanging like ripped curtains above the town […] A rainbow arcs perfect across this troubled land“ und auf “Boden” die Titelfigur sich “Through fields where the moon shone” bewegt, dann ist das das Heraufbeschwören einer typischen And Also The Trees-Szenerie, die durchaus an Landschaften Caspar David Friedrichs denken lässt. (M.G.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.andalsothetrees.co.uk/">And Also The Trees</a></strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2016/04/30/and-also-the-trees-born-into-the-waves/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>IN GOWAN RING: Full Flower Moon</title>
		<link>https://africanpaper.com/2014/06/14/in-gowan-ring-full-flower-moon/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2014/06/14/in-gowan-ring-full-flower-moon/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 14 Jun 2014 05:26:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[And Also The Trees]]></category>
		<category><![CDATA[Bee]]></category>
		<category><![CDATA[Birch Book]]></category>
		<category><![CDATA[In Gowan Ring]]></category>
		<category><![CDATA[Lune Musick]]></category>
		<category><![CDATA[Mark Fry]]></category>
		<category><![CDATA[Timothy Renner]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=9005</guid>
		<description><![CDATA[Eine lineare Lesart der Entwicklung des Werks des von Stadt zu Stadt, von Land zu Land ziehenden B&#8217;ee klänge in etwa so: Nach dem stark an britischem Folk orientierten Projekt In Gowan Ring, das sich nach und nach der psychedelischen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/06/14/in-gowan-ring-full-flower-moon/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/06/Full-Flower-Moon1.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-9009" title="Full Flower Moon" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/06/Full-Flower-Moon1-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Eine lineare Lesart der Entwicklung des Werks des von Stadt zu Stadt, von Land zu Land ziehenden B&#8217;ee klänge in etwa so: Nach dem stark an britischem Folk orientierten Projekt In Gowan Ring, das sich nach und nach der psychedelischen Droneelemente, die die ersten drei Alben prägten, entledigte, um das melancholisch-zerbrechliche vierte Album „Hazel Steps Through a Weathered Home“ einzuspielen, wurde mit dem neuen Projekt Birch Book eine erdigere, stärker an amerikanischer akustischer Musik orientierte Richtung eingeschlagen. <span id="more-9005"></span>Solch eine (ver)einfache(nde) Lesart folgt aber nur derjenige, der auch an die Unverrückbarkeit, Eindeutigkeit, Trennschärfe und klare Abfolge von Epochen glaubt – was von Niklas Luhmann mal als <a href="http://sowiport.gesis.org/search/id/gesis-solis-00039631">Volksglauben für Intellektuelle</a>  bezeichnet wurde. Und tatsächlich: Auf dem<a href="http://africanpaper.com/2011/08/31/birch-book-vol-iii-a-hand-full-of-days/"> dritten Birch Book-Album</a>  gibt es mehr als nur oberflächliche Überschneidungen zwischen beiden Projekten. Zudem hat B&#8217;ee abseits größerer Veröffentlichungen, u.a. auf der vierteiligen „Exists and Entrances“-Serie, auf der sich Liveaufnahmen, Coverversionen, unveröffentlichte Stücke, Alternativversionen fanden, gezeigt, dass auch schon zu In Gowan Ring-Zeiten Töne zu vernehmen waren, die Birch Book gut zu Gesicht gestanden hätten. Die jüngst anlässlich des Record Store-Days veröffentlichte <a href="http://7ciel.net/disques/7C8">Split 7&#8242; von In Gowan Ring und Birch Book </a> unterstreicht all das noch einmal: Während In Gowan Ring mit „Taking Wing“ ein neueres Stück des <a href=" http://www.markfry.co.uk/music/i-lived-in-trees/">„lost boy of psychfolk</a>“ Mark Fry covert, versucht sich Birch Book am dunklen „Jacob Fleet“, der Berufsmelancholiker von And Als The Trees.</p>
<p>„Full Flower Moon“ wurde ursprünglich 2005 als CD-R in der von Timothy Renner initiierten <a href=" http://www.discogs.com/Various-Folklore-of-the-Moon-Vols-1-13-/release/4880869">17-teiligen „Folklore of the Moon“-Serie</a>, zu der auch Current 93 unter<a href="http://www.discogs.com/Black-Ships-Black-Ship-Time/release/876364 "> Pseudonym</a> beitrugen, veröffentlicht und bedarf vielleicht deswegen besonderer Erwähnung, weil es die letzte (etwas) umfangreichere Veröffentlichung neuen Materials von In Gowan Ring war. Die EP wird von „Limpid Brook“ eröffnet: Akustikgitarre und Flöte erschaffen ein getragenes, von leichter Melancholie erfülltes Folkstück, in dem das lyrische Ich den Zuhörer in eine von Magie durchzogene Natur versetzt: „When I was a child you had appeared to me/On one may moonlit night/In verdant meadow on bank of the limpid brook“. „Clover“ ist ein Instrumental, auf dem Perkussion, Flöte und Gitarre eine Atmosphäre erzeugen, die daran denken lässt, dass der weitgereiste B&#8217;ee auch schon Indien besucht hat. Auf dem von zart gezupfter Akustikgitarre und Flöte untermalten „Moon Over Ocean“ setzt sich die Naturmetaphorik fort, um hier der Angebeteten vorzuschlagen: „I could be the moon over your ocean/I could rise up in your wide sky“. Das muss man nicht, kann man aber durchaus fleischlich sehen und das erinnert textlich an das Titelstück des zweiten In Gowan Ring-Albums „The Twin Trees“. Und wieder folgt ein Instrumental: „Marigold“, eine zarte Akustiknummer mit gleicher Instrumentierung wie die anderen Stücke. Mit „Aurora“ endete die ursprüngliche Veröffentlichung, vielleicht einer der stärksten Songs von In Gowan Ring: Gitarre und Flöte untermalen B&#8217;ees Gesang, der hier noch entrückter als auf den anderen Stücken klingt. Die Morgenröte wird angerufen, um nach dem Verbleib der Geliebten zu fragen: „Aurora of the valley, of the mountain, of the stream/Where have you taken my love?“ und die gebrauchte Metaphorik erinnert (wahrscheinlich nicht zufällig) an das Hohelied, das Lied der Lieder. Als Bonusstück gibt es (das nach einer Zeile aus „Aurora“ benannte) „Fauna of the Dances“, erneut ein Instrumental, das leicht orientalisch klingt und von relativ treibender Perkussion durchzogen ist.</p>
<p>„Full Flower Moon“ ist sowohl textlich als auch musikalisch eine völlig homogene Veröffentlichung, die noch einmal unterstreicht, dass es niemanden gibt, der auf solch überzeugende Weise als Romantiker, als (zu) spätgeborener Hippie mystische Erfahrungen in Musik umsetzt ohne dabei auch nur einmal geschmacklich daneben zu liegen. Wer sich beeilt, kann noch eins der 90 Exemplare in weißem Vinyl bekommen.</p>
<p>M.G.</p>
<p>Label: <a href="http://www.ingowanring.com/">Lune Musick</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2014/06/14/in-gowan-ring-full-flower-moon/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
