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	<title>African Paper &#187; Anthony Cornish</title>
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		<title>TRAPPIST AFTERLAND: Collected Solo Works</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Jun 2025 04:41:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/05/collectedsoloworks.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-46417" title="collectedsoloworks" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/05/collectedsoloworks-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Der australische Folksänger und Mehrfachinstrumentalist Adam Geoffrey Cole hat in den vergangenen knapp zwanzig Jahren eine ganze Reihe an Alben aufgenommen und meist als Trappist Afterland, vor einigen Jahren aber auch unter seinem eigenen Namen veröffentlicht. Die Entscheidung für den einen oder den anderen Interpretennamen hat wenig mit der Anzahl eventuell beteiligter Gäste zu tun, vielmehr wohl dagegen mit Fragen nach einer <span id="more-46414"></span>eventuellen Abkehr von früheren konzeptuellen Ideen und mit solchen nach dem Grad der persönlichen Färbung zu tun. Dass Cole sich nach der Kollaboration mit Anthony Cornish doch wieder für den vertrauten Projektnamen entschieden hat, könnte der Erkenntnis geschuldet sein, dass die Unterschiede zwischen den Soloreleases und Trappist nicht trennscharf zu markieren sind, vielleicht auch der Liebe zu einem langjährigen Werk.</p>
<p>Dass die Phase der Soloaufnahmen zumindest vorerst beendet zu sein scheint, lässt sich auch aus der Existenz der vorliegenden Compilation ziehen, denn mit dieser stellt Cole nicht nur eine Auswahl aus den Werken &#8220;Seasick&#8221;, &#8220;Fallowing&#8221;, &#8220;The Tracks of the Afterlander&#8221; und &#8220;The Cellophane Sea&#8221; zusammen, sondern verleibt sie durch den Bandnamen Trappist Afterland quasi nun auch deren Diskografie ein. Die Sammlung beginnt mit dem Titeltrack und einem weiteren Stück der 7&#8243; &#8220;Seasick&#8221;, die 2021 bei Sonido Polifonico erschienen ist und in der internationalen Wahrnehmung vielleicht ein bisschen untergegangen ist. &#8220;Seasick&#8221; wurde gemeinsam mit Christian Bennett geschrieben und lebt von einer zurückgenommenen, anfangs flüsternden Gesangsdarbietung. Die akustischen Gitarren wirken gelöst und umspielen das fragile Klangbild gemeinsam mit einigen anderen akustischen Geräten. Im zweiten Stück, &#8220;Death Behind Me&#8221;, schlägt Cole einen noch entrückteren Ton an. Besonders eindrucksvoll ist hier der Chorus, der fast klingt, als sänge Cole im Duett mit sich selbst.</p>
<p>Es folgen sechs Stücke des Albums &#8220;Fallowing&#8221;, das seinerzeit nicht nur in der Wahl seines Covers, sondern auch in den Themen der Songs eine stark autobiografische Färbung aufweist. Die Verbindung von Kindheitserinnerungen an Kiama, der kleinen Küstenstadt im Osten Australiens, mit dem Motiv des landwirtschaftlichen Zyklus durchzieht die Stücke – das Brachliegen des Feldes als Symbol für eine schöpferische Pause, aber auch als Ort der Verwandlung. Songs wie das gleichsam entspannte wie anrührende &#8220;Life is a Fable&#8221; oder das melancholisch-hymnische &#8220;Bell Tongues&#8221;, in dem Glocken wie aus einer anderen Welt die Verbindung von Leben und Tod besingen, geben dieser Thematik eine eindringliche Form. Andere Stücke aus diesem Album stellen den Kreislauf des Lebens ins Zentrum, so etwa das träumerische &#8220;Womb&#8221;, das lichtdurchflutete &#8220;Sunrise&#8221; oder das eindringliche &#8220;Fabric of Being&#8221;, das in einer früheren Version zusammen mit Grey Malkin entstand, hier jedoch mit Anthony Cornish am Harmonium eine spannungsgeladene Tiefe erhält. &#8220;Matins&#8221; mit seinen inbrünstigen Akkorden, trägt trotz seines klagenden Tons eine unterschwellige Freude in sich und somit an die Ambivalenz im besten Sinne, die sich durch viele von Coles Songs zieht, anknüpft. Schade ist, dass der großartige Opener &#8220;Pools of Christ&#8221; nicht Teil der Zusammenstellung geworden ist, aber das komplette Album ist sowieso nach wie vor eine Empfehlung wert.</p>
<p>Anschließend kehrt die Auswahl zurück zu &#8220;The Tracks of the Afterlander&#8221;, das schon bei seiner ursprünglichen Veröffentlichung zahlreiche neu interpretierte Trappist Afterland-Stücke enthielt und somit eine Zwischenposition im Werk Coles einnahm. Diese Rückführung unter das Banddach erscheint daher folgerichtig. Auch hier ist Anthony Cornish wieder als wichtiger musikalischer Partner mit an Bord. Das berührende &#8220;Sea Burial&#8221; etwa, das dem Vater des Musikers gewidmet ist, vereint Nachruf, Anrede und Gebet in einem einzigen Stück. Der Gesang wirkt verletzlich und zugleich entschlossen, auch der Text, der den Vater in vielen seiner Facetten besingt, scheint fast wie aus der Perspektive eines Kindes vorgetragen. Mit &#8220;Houses on a Hill&#8221; (mit Grey Malkin) wird ein reduziertes elektronisches Setting aufgerufen, dessen Tiefe sich erst nach und nach erschließt. Glockenspiel und Piano bilden dabei das dezent funkelnde Gerüst. Das bereits ältere, vom Kindheitsevangelium des Thomas inspirierte  &#8220;Twelve Sparrows (in the Infancy of God)&#8221;, hier &#8220;Clay Sparrows&#8221; betitelt, wirkt geerdeter als in der Originalfassung, der märchenhafte Charakter jedoch bleibt, doch der Gestus ist gefestigter. In &#8220;Fairy Asylum&#8221; führt die Oud das Stück wie auf Zehenspitzen entlang eines geheimnisvollen Pfads. &#8220;From Which Burning Bush&#8221;, adaptiert von &#8220;Burning Bushes&#8221;, lebt von einem elektrisierenden Mollspiel auf der Gitarre, das dem spirituellen Motiv eine eigentümliche Spannung verleiht. &#8220;A Man of Sorrow&#8221; schließlich interpretiert das aus Jesaja entlehnte Thema, das auf mehreren Trappistplatten zur Sprache kam, mit leiser Eindringlichkeit.</p>
<p>Die abschließenden sechs Songs stammen vom bislang letzten Album &#8220;The Cellophane Sea&#8221;, das sich (auch) durch eine gleichberechtigte Zusammenarbeit mit Anthony Cornish auszeichnet. Die musikalische Handschrift bleibt jedoch unverkennbar Coles. In &#8220;Drunk with the Flies&#8221; zeigt sich dies besonders deutlich: Die Kombination aus akustischer Gitarre, Sitar (Walker Phillips) und Glockenspiel (Grey Malkin) erschafft eine dämmerige, surreale Atmosphäre, deren Logik eher traumartig als erzählerisch ist. Der Titelsong &#8220;The Cellophane Sea&#8221; wiederum lässt trotz aller Versenkung eine nervöse Intensität durchscheinen, die das Lied deutlich vom Rest des Albums abhebt. &#8220;Blackwood&#8221; und &#8220;Hand on Crook&#8221; zeigen Cole wieder von seiner kontemplativen Seite. Beide Stücke wirken wie Reflexionen über das gute Leben und Dankbarkeit. &#8220;Sing a Song this Eve&#8221; knüpft mit seinem agilen Fingerpicking an Vorbilder wie Robbie Basho an und spielt mit der Thematik der Zeit. Das abschließende &#8220;A Long Goodbye&#8221; besingt eine göttliche, schöpferische Traumlogik und wirkt wie ein lupenreinesreines Trappist Afterland-Stück.</p>
<p>&#8220;Collected Solo Works&#8221; ist mehr als nur eine Zusammenstellung bereits veröffentlichter Songs des vielleicht besten derzeitigen Psych Folk-Sängers. Sie macht deutlich, wie schmal der Grat zwischen Coles Soloarbeiten und seinem Bandprojekt ist, auch wenn man die zwischenzeitliche Entscheidung für den Solonamen respektieren sollte. Wer bisher nur Trappist Afterland kannte, entdeckt hier eine weitere Vielzahl nuancierter Facetten. Und wer die Soloalben verfolgt hat, wird durch die erneute Zusammenführung vielleicht noch einmal anders auf dieses inzwischen erstaunlich geschlossene Werk blicken. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Reverb Worship</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2796159262/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>TRAPPIST AFTERLAND: Evergreen &#8211; Walk To Paradise Garden</title>
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		<pubDate>Sat, 23 Nov 2024 07:02:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Paradiesvorstellungen finden sich in beinahe jeder Form nicht nur von Spiritualität, sondern unter der Hand letztlich in jeder Philosophie, sobald darin eine Utopie auch nur vage anklingt. Oft entstehen solche Vorstellungen gerade in bitteren Zeiten des Verlusts und der Vergänglichkeit. &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/11/23/trappist-afterland-evergreen-walk-to-paradise-garden/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/10/Screenshot-2024-10-14-080542.png"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-43077" title="Screenshot 2024-10-14 080542" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/10/Screenshot-2024-10-14-080542-150x150.png" alt="" width="150" height="150" /></a>Paradiesvorstellungen finden sich in beinahe jeder Form nicht nur von Spiritualität, sondern unter der Hand letztlich in jeder Philosophie, sobald darin eine Utopie auch nur vage anklingt. Oft entstehen solche Vorstellungen gerade in bitteren Zeiten des Verlusts und der Vergänglichkeit. Wenn alles verwittert und verdorrt, entsteht der Wunsch nach dem Grünen, dem Immerneuen, wenn man den vegetativen Aspekt der Farbmetapher im neuen Album &#8220;Evergreen &#8211; Walk To Paradise Garden&#8221; von Trappist Afterland mit in <span id="more-43076"></span>Betracht zieht. Ein Paradies könnte also weniger ein statischer Ort sein als vielmehr ein Zustand ständigen &#8211; und vor allem: wiedergefundenen &#8211; Wachstums, und diese Idee durchzieht mehr oder weniger alle neun Songs des Werks.</p>
<p>&#8220;Evergreen – Walk to Paradise Garden&#8221; ist das mittlerweile zehnte Album des Projekts von und um den australischen Psych Folker Adam Geoffrey Cole und entstand während einer Zeit tiefgreifender persönlicher Krisen und Umbrüche. Zwischen Besuchen bei seiner an Demenz erkrankten und kurze Zeit später verstorbenen Mutter und dem Scheitern seiner Ehe nahm Cole seine Songs auf. Diese Zeit prägte das gesamte Album, das inmitten von Trauer und Verlust die Hoffnung auf neues Leben und Wachstum sucht. Musikalisch unterstützt wird Cole dabei von namhaften Künstlern wie dem Gitarristen Henry Parker, der Folksängerin Angeline Morrison, dem bekannten Sänger und Künstler David Tibet (Current 93) und Tali Trow, sowie seinen langjährigen Mitstreitern Anthony Cornish, Tom Warren und Matt Malone.</p>
<p>Die neun Songs, allesamt ungemein bewegend, trotzen, wie es im Begleittext heißt, zeitgeistigen Trends und zeigen Trappist Afterland von ihrer vielleicht bislang emotionalsten Seite. Der bereits auf einer Single in einer leicht anderen Version zusammen mit Grey Malkin veröffentlichte Opener &#8220;The Squall&#8221; setzt den Ton für das Album: Oud und Gitarre verweben sich mit Coles andächtigem Gesang und sanften weiblichen Backing Vocals zu einem kraftvollen Stück über Wachstum und Regeneration. In dem poetischen Text, der von einem unerwarteten Sturm erzählt, schwingt trotz aller Aufwühlung Hoffnung mit. Zur Version der Single schrieb ich vor einigen Wochen: &#8220;Die entrückten Gitarrenfiguren und die leisen Töne des leicht nach hinten gemischten Gesangs lassen, vielleicht aufgrund der Tonart und der repetitiven Melodie, eine aufwühlende Stimmung entstehen. In den poetischen Bildern des Textes erzählt Cole von einem Sturm, der ganz überraschend über ein sich verloren fühlendes lyrisches Ich hereinbricht und überall in der Umgebung seine Spuren, seine Abdrücke hinterlässt. In all dem scheint aber auch eine Portion Hoffnung oder gar Zuversicht zu stecken [...], denn der merkwürdige, unberechenbare Wind scheint in seinem Bluesgesang auch etwas Befreiendes zu haben&#8221;. All das gilt selbstredend auch für die aktuelle Version.</p>
<p>Das folgende &#8220;The Good Ole Way&#8221; beginnt wie es endet mit den kreisenden Klängen einer Tanpura, dem in westlicher Wahrnehmung vielleicht indischsten aller indischen Instrumente, begleitet vom holzigen Timbre der Oud, und kreiert so ein gutes organisches Substrat für Coles Lyrik, die hier, facettenreich gefärbt durch die dezenten Beiträge von Angelina Morrison und Henry Parker, in ungewohnt kriegerischen Bildern das Meistern der Herausforderungen der Unbeständigkeit wie einen Marsch durch widrige Umstände besingt. Halt findet das lyrische Ich hier auch beim Altbewährten, schon gekannten und immer wieder zu übenden, das dem Song den Titel gibt. &#8220;Cruciform/The Reincarnation of Kelly Anne&#8221; hingegen lässt mit seinem unbekümmert wirkenden Saitenspiel &#8211; zunächst &#8211; ein sanftes, entspanntes Setting entstehen, bis eine unerwartete Wendung die Atmosphäre aufbricht und druckvolle, elektrifizierte Energie in das Geschehen bringt.</p>
<p>Ein echter Höhepunkt ist &#8220;Give Thanks and Lament&#8221;, das mit einer feierlichen Gitarrenmelodie beginnt, bei der man, trotz kleiner irritierender Brüche, sofort Coles Handschrift erkennt. Der Song ist eine Hymne der Dankbarkeit, gerichtet an alle wichtigen Instanzen des Lebens, von der persönlichen Begleiterin bis zu dem kosmischen Träumer, der in Coles christlicher, vielleicht noch Reste seiner früheren Begeisterung für Gnostizismus enthaltenden Spiritualität die Welt erträumt. Zwischen den Strophen meldet sich dann David Tibet als Gastsänger zu Wort und schlägt mit seinem Verweis auf die kanonischen Evangelien die Brücke zum Biblischen. Das grüne, vegetative, das den Verfall überdauert, klingt hier schon an und bekommt in &#8220;Green St. Return&#8221; seine größten Momente. Schnell verschwimmt hier der Kontrast zwischen der elektrisierenden Gitarre und dem etwas heruntergefahrenen Gesang, und man taucht ein in Coles wie ein Portal beschriebene Erinnerungen an den Geburtsort seines Vaters. Grün sind sicher auch die Disteln in &#8220;Barefoot in Thistles&#8221;, das zu entspanntem Gitarrenspiel die Chance feiert, die in jedem Moment steckt. Um etwas derartiges kreisen auch die Motive in &#8220;Our Masterpiece&#8221;, wo zu feierlichem Strumming und berührenden Keyboardtupfern das Gelungene in den Blick genommen wird, das selbst aus der zerfahrensten Situation entstehen kann.</p>
<p>Das vielleicht beste und ergreifendste Stück des Albums, &#8220;Incarnation Blues&#8221;, verarbeitet am deutlichsten die Trauer über den Verlust von Gemeinschaft – ein Satz wie &#8220;When I say &#8216;we&#8217; it breaks my heart, because we is now just me&#8221; ist einer der simpelsten und zugleich stärksten und eindringlichsten Verse des Albums &#8211; vielleicht gerade, weil viele weitere Worte in den Texten des Albums das darin anklingende Gefühl der Isolation negieren. Das abschließende Stück, &#8220;You are Evergreen&#8221;, lässt wieder die Tanpura erklingen und greift die Themen von Neuanfang und dem schon im Leben auffindbaren Immergrün auf. Es rundet das Album, vielleicht Coles bestes, mit einem versöhnlichen Ton ab und setzt so einen passenden Schlusspunkt der intimen, gefühlvollen Reise durch Trauer, Verlust und Regeneration. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Cosmic Eye / Sound Effect Records</strong></p>
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		<title>ADAM GEOFFREY COLE / ANTHONY CORNISH: The Cellophane Sea</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Mar 2023 05:45:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Über die Kontinuitäten im Werk Adam Geoffrey Coles nach dem Ende von Trappist Afterland ist hier schon einiges geschrieben worden, und alle Hoffnungen und Prognosen, dass die Zeit nach diesem Paradigmenwechsel ebenso produktiv sein wird, haben sich bislang bestätigt. Mit &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/03/25/adam-geoffrey-cole-anthony-cornish-the-cellophane-sea/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/03/thecellophanesea.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-34158" title="thecellophanesea" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/03/thecellophanesea-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Über die Kontinuitäten im Werk Adam Geoffrey Coles nach dem Ende von Trappist Afterland ist <a title="ADAM GEOFFREY COLE: Fallowing" href="http://africanpaper.com/2021/09/08/adam-geoffrey-cole-fallowing/">hier</a> schon einiges geschrieben worden, und alle Hoffnungen und Prognosen, dass die Zeit nach diesem Paradigmenwechsel ebenso produktiv sein wird, haben sich bislang bestätigt. Mit &#8220;The Cellophane Sea&#8221; ist nun das dritte Album unter Coles bürgerlichem Namen erschienen, und zugleich nimmt es <span id="more-34152"></span>eine Sonderstellung ein, denn diesmal ist sein langjähriger Weggefährte Anthony Cornish, der schon auf zahlreichen Trappist-Alben vertreten war, nicht bloß als Begleitmusiker, sondern als gleichrangiger Interpret und Songschreiber genannt.</p>
<p>Das Album hat bereits eine bewegte Geschichte hinter sich, denn in einer roheren und minimalistischeren Version lag es schon im vorigen Sommer vor &#8211; damals noch unter dem Arbeitstitel &#8220;Drinking with the Flies&#8221;, und einer der Songs &#8211; namentlich &#8220;Drunk With the Flies &#8211; erschien dann auch <a href="https://trappistafterland.bandcamp.com/album/drunk-with-the-flies-7-inch-single">zusammen mit einem weiteren exklusiven Track auf einer 7&#8243;</a>. Obwohl die simple und zurückgenommene Produktion durchaus intendiert war, entschieden sich Cole und Cornish, die acht Songs noch einmal zu überarbeiten und etwas opulenter zu gestalten. Das Resultat ist das nun vorliegende Album &#8220;The Cellophane Sea&#8221;, der die ursprüngliche Fassung als Bonus-CDr beiliegt.</p>
<p>Gleich in den ersten Minuten beim (entsprechend überarbeiteten) Opener &#8220;Drunk with the Flies&#8221; wird klar, dass auch diese Kollaboration sich im bekannten Bereich des mystisch-surrealen Psychfolk bewegt, und wer unsere Rezensionen zu den entsprechenden Alben der letzten Jahre kennt, der weiß, dass das durchaus begeistert gemeint ist. Als sei man inmitten eines Rausches in einen merkwürdigen Schlaf gesunken, schwimmt man auf den melodischen Wellen einer Gitarre und einer von <a title="WALKER PHILLIPS: My Love Sunday" href="http://africanpaper.com/2018/12/15/walker-phillips-my-love-sunday/">Walker Phillips</a> beigesteuerten Sitar durch eine ent- und verrückte Traumwelt, die ihre Farben und Formen im Verlauf nur leicht variiert, und folgt dabei Coles sanften, hermetisch anmutenden Worten, unterstrichen von einem lieblichen Glockenspiel, das kein geringerer als Grey Malkin erklingen lässt.</p>
<p>Eine leichte Aufgekratztheit, gerade so deutlich, dass sie einen immer noch in der Entrücktheit lässt, macht sich unter der Oberfläche bemerkbar &#8211; erst im darauffolgenden Titelsong zeigt sie sich deutlicher in einer verdrehteren Melodie, die in all ihrer verzückten Besinnlichkeit auch einen deutlichen Schuss Drang und Nervosität durchscheinen lässt: Hier blutet jemand innerlich und versteckt es nicht. Zwischen den Wellen des Zellophanmeeres scheint sich die Essenz der Liebe und des &#8211; echten, beidseitigen, sich infizierenden &#8211; Begehrens zu verstecken, wenn man auf Coles Lyrics achtet, und es mag dabei unerheblich sein, ob damit eine Liebe zwischen Menschen oder eine mystische Beziehung mit Gott besungen wird.</p>
<p>Wie schon bei Trappist Afterland kann man auch hier wieder zwei bestimmte Songtypen unterscheiden. Während der Titeltrack die elektrisierte, im gewissen Sinne getriebene Seite von Coles Songwriting repräsentiert, steht &#8220;Blackwood&#8221; für einen Songtyp, der entspannter und beruhigter daherkommt und in seinem sanften Picking ein wie auch immer geartetes Idyll lebendig werden lässt. Hier passt diese Form auch sehr gut zum Text, in dem vielleicht so etwas wie eine perfekte Allegorie eines guten Lebens dargestellt wird, und bei vielen anderen Songwritern wäre die pastorale Beschreibung von sanften Bächen, wilden Beeren und Kirchenglocken, die vom Hügel herüberschallen, sicher um einiges kitschiger ausgefallen.</p>
<p>Ähnlich sanft und besinnlich erscheint &#8220;Hand on Crook&#8221;, doch bildet das gemütliche Strömen des Akkordeons und die stimmungsvollen Gitarrenakkorde einen heimlichen Kontrast zur entrückten Leidenschaftlichkeit eines Gesang, der einer Sehnsucht nach dem Urvertrauen Ausdruck gibt. &#8220;Riverbank Blues&#8221; dagegen, das in seinem forschen Saitenanschlag fast etwas an Simon Finn erinnert, repräsentiert wieder ganz und gar die unter Strom stehende Seite von Coles Songwriting. Zusammen mit den gleitenden Ambientflächen und einer leichten Perkussion zählt dieser Song zu den atmosphärisch gelungensten Stücken des Albums.</p>
<p>Zwischen &#8220;Sing a Song this Eve&#8221; &#8211; einem flink fusseligen Finger Style-Stück a la Robbie Basho über die Zeit, die ihr Rad dreht – und einem krautig fusseligen Ausklang in Form eines Aufgriffs des ursprünglichen Titelthemas gibt es mit &#8220;A Long Goodbye&#8221; noch einmal ein lupenreines Trappiststück, bei dem Gott als Träumer in seinen Träumen die Wirklichkeit webt. Angelehnt an den Titel von Coles erstem Soloalbum kann man also feststellen, dass er seine zentralen Themen keinesfalls brach liegen lässt, da sie immer noch &#8211; ganz ähnlich der Zusammenarbeit mit Cornish &#8211; überaus fruchtbar sind. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Reverb Worship / Future Grave</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=811897218/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" seamless><a href="https://trappistafterland.bandcamp.com/album/the-cellophane-sea">The Cellophane Sea by Adam Geoffrey Cole with Anthony Cornish</a></iframe></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3050512963/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" seamless><a href="https://trappistafterland.bandcamp.com/album/drinking-with-the-flies-2">Drinking with the flies. by Adam Geoffrey Cole</a></iframe></p>
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		<title>ADAM GEOFFREY COLE: The Tracks of the Afterlander</title>
		<link>https://africanpaper.com/2022/06/04/adam-geoffrey-cole-the-tracks-of-the-afterlander/</link>
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		<pubDate>Sat, 04 Jun 2022 05:28:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit &#8220;The Tracks of the Afterlander&#8221; präsentiert der australische Psychfolker Adam Geoffrey Cole recht schnell nach dem im vorigen Herbst erschienenen &#8220;Fallowing&#8221; sein zweites Soloalbum, bei dem er von seinem langjährigen Weggefährten Anthony Cornish auf Mellotron, Harmonium und Violine begleitet &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/06/04/adam-geoffrey-cole-the-tracks-of-the-afterlander/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/05/thetracksoftheafterlander.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-29992" title="thetracksoftheafterlander" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/05/thetracksoftheafterlander-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Mit &#8220;The Tracks of the Afterlander&#8221; präsentiert der australische Psychfolker Adam Geoffrey Cole recht schnell nach dem im vorigen Herbst erschienenen <a title="ADAM GEOFFREY COLE: Fallowing" href="http://africanpaper.com/2021/09/08/adam-geoffrey-cole-fallowing/">&#8220;Fallowing&#8221;</a> sein zweites Soloalbum, bei dem er von seinem langjährigen Weggefährten Anthony Cornish auf Mellotron, Harmonium und Violine begleitet wird (mit einem kleinen Gastspiel keines Geringeren als Grey Malkin, doch dazu später). Das besondere <span id="more-29990"></span>an dem Album ist seine Zweiteilung, denn neben sechs neuen Songs enthält es fünf Lieblingsstücke der beiden aus verschiedenen Aufnahmen des früheren Projektes Trappist Afterland, die der neuen, von der Instrumentierung her reduzierteren Machart angepasst sind.</p>
<p>Die deutlich spürbare klangliche Reduktion ist allerdings bei weitem nicht die einzige Qualität, mit der Cole den bekannten Trappist Afterland-Songs neue Interpretationen zur Seite stellt, und oft ist es lediglich eine Frage des Geschmacks, welche Version man bevorzugt. Einige der Stücke wie z.B. die hier &#8220;Joseph&#8217;s Lament&#8221; betitelte Lebensgeschichte des sogenannten Elefantenmenschen Joseph Merrick, die neue Version eines von mehreren Alben her bekannten Jesaja-Motivs in &#8220;A Man of Sorrow&#8221; oder das zu &#8220;Clay Sparrows&#8221; mutierte &#8220;Twelve Sparrows (in the Infancy of God)&#8221; von <a title="TRAPPIST AFTERLAND: Seaside Ghost Tales" href="http://africanpaper.com/2020/10/24/trappist-afterland-seaside-ghost-tales/">&#8220;Seaside Ghost Tales&#8221;</a> wirken weit weniger verweht-fragil. Dass Cole den märchenhaften Song über die Kraft, die Jesus dem apokryphen Kindheitsevangelium des Thomas zufolge schon als Kind hatte, in die Gegenwart überführt, ist erfreulich, wenn man bedenkt, dass der Musiker sich im Rahmen seiner spirituellen Suche weiterentwickelt und wahrscheinlich immer wieder Stationen hinter sich lässt.</p>
<p>Ähnliches gilt für &#8220;From Which Burning Bush&#8221; (basierend auf &#8220;Burning Bushes&#8221; vom <a title="TRAPPIST AFTERLAND: Se(VII)en" href="http://africanpaper.com/2018/03/24/trappist-afterland-seven/">&#8220;SeVIIen&#8221;</a>-Album) mit seinem noch elektrisierenderen Gitarrenspiel in berührenden Molltönen. &#8220;Godbotherings (Part 5)&#8221; dagegen ist recht nah an der vorigen Version. Eine Art Schanierstelle zu den neuen Tracks bildet das zusammen <a title="ADAM GEOFFREY COLE / GREY MALKIN: Dwellings" href="http://africanpaper.com/2022/02/12/adam-geoffrey-cole-grey-malkin-dwellings/">mit Grey Malkin bereits auf Single</a> veröffentlichte &#8220;Houses on a Hill&#8221;, das mit reduzierter Elektronik eine ebenso starke Tiefe erreicht, zu der Malkin Piano und liebliches Glockenspiel beisteuert.</p>
<p>Die ganz neuen Stücke bilden zusammen mit den anderen eine so starke stilistische und wohl auch thematische Einheit, dass man sie auf den ersten Blick kaum einem anderen Kontext zuordnen könnte. Die Sammlung beginnt mit den zwei anrührenden Folksongs &#8220;Stars in the Appletree&#8221; und &#8220;Regeneration Sect&#8221;. Beide präsentieren religiöse Erfahrungs- und Erlebnisberichte vor schlicht-schönem Gitarrenspiel und den einlullernden Klängen eines Mellotrons. In &#8220;Fairy Asylum&#8221; ist seit längerem wieder die Oud zu hören, deren Saiten leichtfüßig angerollt kommen und doch einen geheimnisvollen Subtext anklingen lassen. Nach wie vor benutzt Cole, wie es <a href="http://africanpaper.com/2018/03/24/trappist-afterland-seven/">hier</a> hieß, eine &#8220;Sprache, die oft nur andeutungshaft um bestimmte Motive kreist&#8221;. Das ist besonders eindrucksvoll in &#8220;Fortified (Nothing Will Be Lost)&#8221;, dessen feierliche Stimmung einer tröstlichen Kontemplation über die Zeit Ausdruck verleiht.</p>
<p>Mit &#8220;Sea Burial&#8221; gibt es einen neuen Ausnahmesong mit dem typischen Trappist-Pathos im besten Sinne: ein ergreifender persönlicher Song, der &#8211; so gesehen ein Gegenstück zur Mutterthematik auf &#8220;Seaside Ghost Tales&#8221; &#8211; ganz dem Andenken von Coles Vater gewidmet ist und auf gewisse Weise Gebet, Nachruf und direkte Anrede in sich vereint. Es steckt etwas Ehrliches in der Ergriffenheit der Darbietung, weswegen man Cole nachsehen sollte, den Song selbst im Text als &#8220;seinen letzten&#8221; zu bezeichnen. Er wird sicher nicht sein letzter sein.</p>
<p>Dass &#8220;The Tracks of the Afterlander&#8221; sowohl neue als auch Trappist-Songs enthält, knüpft ein solides Band um Vergangenheit und Gegenwart und betont eine Kontinuität, die bei allen Entwicklungen der vergangenen Jahre auch musikalisch spürbar ist. Das schlägt sich auch im Titel nieder, der ja impliziert, dass hier immer noch der Afterlander spricht, die neuen Songtitel der älteren Stücke weben zudem weiter an dieser Verknüpfung. Ob Coles Musik in Zukunft reduzierter sein wird oder doch vielleicht wieder einen Schwenk zu mehr Orientalismus und Opulenz machen wird, steht angesichts seiner bisherigen Unberechenbarkeit in den Sternen. Dass die neuen Stücke nichts von der alten Tiefe vermissen lassen, spricht mehr als alles andere für das Album. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://ramblerecords.com/">Ramble Records</a></strong></p>
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		<title>ADAM GEOFFREY COLE: Fallowing</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Sep 2021 08:54:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In musikalischen Gefilden jenseits des Rock, wo Bands meist eher &#8220;Projekte&#8221; um eine zentrale Hauptfigur sind, ist es immer wieder interessant zu fragen, warum sich jemand irgendwann zu einem Soloalbum entscheidet &#8211; vor allem dann, wenn sich die Themenwahl, die &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/09/08/adam-geoffrey-cole-fallowing/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/09/cover.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-26854" title="cover" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/09/cover-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>In musikalischen Gefilden jenseits des Rock, wo Bands meist eher &#8220;Projekte&#8221; um eine zentrale Hauptfigur sind, ist es immer wieder interessant zu fragen, warum sich jemand irgendwann zu einem Soloalbum entscheidet &#8211; vor allem dann, wenn sich die Themenwahl, die stilistische Ausrichtung und auch der kleine Kreis an Mitwirkenden nicht allzu deutlich geändert haben.<span id="more-26853"></span></p>
<p>Der Melbourner Adam Geoffrey Cole, der für mehr als ein Jahrzehnt mit seiner Band Trappist Afterland die alternative Folkwelt bereicherte, ist auf dem erstmals unter seinem eigenen Namen veröffentlichten Album &#8220;Fallowing&#8221; vielen Gewohnheiten treu geblieben: der fragilen Weltentrücktheit seines Saitenspiels und Gesangs, der mystischen Poesie seiner Texte, der schwermütigen und oft zugleich euphorischen Stimmung seiner Songs, der sich durch alle Stücke ziehende Eindruck starker Empathie, der bei aller Versunkenheit kein Gefühl des Abgehobenen, Eskapistischen aufkommen lässt.</p>
<p>Manchmal ist es eine Frage des Mutes, Musik unter dem eigenen Namen zu spielen, doch was &#8220;Fallowing&#8221; zum perfekten Moment dafür macht, ist der sehr persönliche Ton, den das ganze Album über spürbar ist, auch wenn es in dieser Hinsicht eine Fortsetzung des etwas zaghafteren und bisweilen spröderen <a title="TRAPPIST AFTERLAND: Seaside Ghost Tales" href="http://africanpaper.com/2020/10/24/trappist-afterland-seaside-ghost-tales/">&#8220;Seaside Ghost Tales&#8221;</a> sein mag. Und doch unterscheiden die beiden Alben sich sehr, war das finale Trappist-Album doch über viele Strecken eine conclusio, eine Rückschau auf Vergangenes, das (auch) der Trauer eine Stimme gab. &#8220;Fallowing&#8221; blickt ebenfalls zurück, vergegenwärtigt dabei aber v.a. vergangene Momente des Neubeginns.</p>
<p>Das Cover ziert eine Aufnahme aus Coles Kindheitsort Kiama an der Ostküste Australiens &#8211; die Stadt der Geburt, der Mutter, des Sonnenaufgangs über dem Pazifik. Direkt oder indirekt kommt sie immer wieder in den Songs vor, in ihr offenbart sich das Leben als Fabel und Allegorie, sie ist der Schauplatz, an dem man die Verwobenheit von Werden und Vergehen erkundet. Immer wieder kommt der landwirtschaftliche Zyklus des Jahres zur Sprache, Erinnerungen an Breughels Jahreszeiten werden wach, und besondere Bedeutung kommt dem Nicht-Bearbeiten des Landes zu, dem Feld, das man eine Zeitlang brachliegen lässt, worauf auch der Titel des Albums anspielt. Und alles in diesem Schauplatz ist bis zur Beseeltheit symbolisch aufgeladenen.</p>
<p>Man kann viel zu den einzelnen Songs sagen, aber man sollte ihrer Magie keine Gewalt mit dem Seziermesser antun. Die ersten drei Songs allein könnten einen Zyklus von Geburt, Leben und Tod ergeben: Das in seinem Anfangszauber fast rauschhafte &#8220;Pools of Christ&#8221;, das schon nach wenigen Sekunden des Finger Pickings die typische Cole-Handschrift erkennen lässt, das entspannte und gleichsam anrührende &#8220;Life is a Fable&#8221; und das schwermütige &#8220;Bell Tongues&#8221;, das die Vermählung von Leben und Tod von hypnotisierenden Glocken besingen lässt und trotz aller Morbidität ein wunderbarer Ohrwurm ist.</p>
<p>Einige der folgenden Songs greifen solche Themen auf, lassen einen Zauber des Werdens (&#8220;Womb&#8221;, &#8220;Sunrise&#8221;) entstehen oder feiern das Eingebundensein des Lebens in ein größeres, kosmisches &#8220;Fabric of Being&#8221; &#8211; so der Titel eines Liedes, das in einer anderen, elektronischeren Version bereits <a title="TRAPPIST AFTERLAND / GREY MALKIN: II" href="http://africanpaper.com/2020/12/19/trappist-afterland-grey-malkin-ii/">zusammen mit Grey Malkin</a> gespielt wurde. Hier leistet ihm sein Trappist-Kollege Anthony Cornish am Harmonium Gesellschaft, und zusammen haben sie einen Song geschaffen, der die unruhige Exaltiertheit, die sich unter der Oberfläche vieler Stücke Coles findet, einen besonders deutlichen Ausdruck verleiht. Aufgefangen wird diese durch einen für Cole typischen feierlichen Ton, der auch den traurigeren Stücken wie dem mit Inbrunst geschrammelten &#8220;Matins&#8221; mehr als nur eine Brise Glückseeligkeit mitgibt. Solche Songs wissen die Grundstimmung der Hörer aufzugreifen und entfalten so eine ganz individuelle, unvorhersehbare Wirkung.</p>
<p>All dies lässt nichts an Dichte vermissen, weswegen man vielleicht auch erst mit der Zeit registriert, dass die Instrumentierung auf &#8220;Fallowing&#8221; wesentlich zurückgenommener ist als auf den meisten Trappist Afterland-Aufnahmen &#8211; statt Dulcitar, Glocken, vielfacher Perkussion, Banjo, Oud und vielem mehr konzentriert sich hier alles auf Stimme, Gitarre, Harmonium, dezenten Streichereinsatz und eine kurze Drehleiersequenz beim Traditional &#8220;The Saddest Man&#8221;.</p>
<p>Dies alles funktioniert sicher auch aufgrund der Eingängigkeit und Unmittelbarkeit der Songs, deren schwermütig eingefärbte Verzücktheit weniger an die behutsameren &#8220;Seaside Ghost Tales&#8221; anknüpt als an die vorausgegangenen Alben seit <a title="TRAPPIST AFTERLAND: Afterlander" href="http://africanpaper.com/2017/09/16/trappist-afterland-afterlander/">&#8220;Afterlander&#8221;</a>, allen voran <a title="TRAPPIST AFTERLAND: God’s Good Earth" href="http://africanpaper.com/2016/07/16/trappist-afterland-gods-good-earth/">&#8220;God&#8217;s Good Earth&#8221;</a>. Da kann man David Tibet nur zustimmen, wenn er &#8220;Fallowing&#8221; als most poignant in Coles Werk hervorhebt. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://www.sunstonerecords.co.uk/">Sunstone Records</a></strong></p>
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		<title>TRAPPIST AFTERLAND: Seaside Ghost Tales</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Oct 2020 03:38:48 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Trappist Afterland haben in den letzten zehn Jahren auch ohne deutliche Stilwechsel eine enorme Wegstrecke zurückgelegt und gelten spätestens seit &#8220;Afterlander&#8221;, das vielleicht das Album zum Kennenlernen der Band ist, als einer der besten dunklen Folkacts unserer Zeit. Auf neun &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2020/10/24/trappist-afterland-seaside-ghost-tales/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/10/trappistafterlandseasideghosttales.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-22777" title="trappistafterlandseasideghosttales" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/10/trappistafterlandseasideghosttales-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Trappist Afterland haben in den letzten zehn Jahren auch ohne deutliche Stilwechsel eine enorme Wegstrecke zurückgelegt und gelten spätestens seit &#8220;Afterlander&#8221;, das vielleicht das Album zum Kennenlernen der Band ist, als einer der besten dunklen Folkacts unserer Zeit. Auf neun Studioalben, zwei Splits und zahlreichen kleineren Veröffentlichungen gibt es keinerlei kraftlose oder uninspirierte Momente, ganz gleich ob man eher die zerfledderten psychedelischen Konzeptalben des Frühwerks<span id="more-22772"></span> mit ihren fragilen akustischen Fantasiewelten in den Fokus rückt oder eingängigere Platten wie &#8220;God&#8217;s Good Earth&#8221; oder &#8220;Insect in Amber&#8221;, bei denen Adam Coles sensitiv-entrückte Stimme demonstriert, dass sie auch die klassischeren Songformate beherrscht.</p>
<p>Jüngst kündigte Cole, der neben dem Gesang für zahlreiche Instrumente zuständig ist, das Ende des Projektes an, und da er keineswegs zur Schwätzerfraktion zählt, scheint es Trappist Afterland nun tatsächlich nicht mehr lange zu geben. Natürlich raten ihm viele Fans davon ab, verständlicherweise, weshalb ich mich da auch ohne Umschweife anschließe. Trappist Afterland sind jedoch derart aktiv gewesen in den letzten Jahren, dass man keine Sekunde an einem würdigen Nachleben zweifeln sollte &#8211; und das ist bei allem Bedauern besser als ein künstlich aktiv gehaltenes Projekt, das sich schwer tut, an früher Größe anzuknüpfen und doch nicht aufhören will.</p>
<p>Zu einem solchen Abschluss oder Übergang gehört m. E. auch so etwas wie eine Summa oder ein Opus Magnum, das noch einmal im großen Rahmen alle Besonderheiten einer Band in sich vereint und all den Dingen Ausdruck verleiht, die noch gesagt werden sollten. Etwas in der Art liegt jetzt mit &#8220;Seaside Ghost Tales&#8221; vor, das mit sechzehn auf zwei LPs verteilten Songs das bislang umfangreichste Trappist-Album geworden ist. In der Tat enthält das Werk (vielleicht ungewollt) einige Reminiszenzen an unterschiedliche Phasen der letzten zehn Jahre und bewahrt mit einem mehr als soliden Instrumentarium (u.v.a. Gitarren, Oud, Dulcitar, Tanpura, Bozouki, Bodhran, Harmonium, Mellotron, Flöten, Piano, Glöckchen) eine geschickte Balance zwischen eingängigen und herausfordernden Momenten.</p>
<p>Gerade in den ersten Stücken des Albums fühlt man sich auf merkwürdige Art an die experimentelleren Songs früher Aufnahmen erinnert, ebenso an die Tatsache, dass Coles musikalische Wurzeln zum Teil im Rock liegen. Das eröffnende &#8220;Serpent&#8217;s Isle&#8221; lässt mit orientalischen Klängen und raschelnden Becken einen spannungsgeladenen Fatalismus entstehen, der sich trotz Coles fragilem und zugleich leidenschaftlichem Gesang über die ersten Abschnitte hinweg hält &#8211; so beim darauffolgenden &#8220;Calling of the Quarters&#8221;, bei dem schmerzhaft bohrende Dröhnung den Hintergrund abgibt für ein gnostisches Gebet, bei dem Alan Davidson von Kitchen Cynics die Erzengel beschwört. Seine Rezitation wird leitmotivisch wiederkehren, doch zunächst leiten unruhige Ambientsounds in den ersten Folk-Ohrwurm &#8220;Paperboats&#8221; über. Hier begegnet einem erstmals wieder die entrückte Melodik, die in den letzten Jahren so viele Current 93- und In Gowan Ring-Fans von Trappist Afterland einnahm. Auch das Traditional &#8220;The Unquiet Grave&#8221; im Duett mit Lucy Roleff ist trotz Titel und Thema eher angenehm &#8220;cocooning&#8221;.</p>
<p>Gerade viele Stücke der zweiten Scheibe docken an die eingängigen Strukturen der letzten Jahre an, was das Album streckenweise wie eine Reise durch die Geschichte der Band anmuten lässt: Das auf einer apokryphen Geschichte basierende “Twelve Sparrows (In the Infancy of God)” ist schon der erste Höhepunkt von Coles immer märchenhaft anmutender gnostischer Erzählkunst, bei der Tiefe und eine gewisse Leichtigkeit in traumhafter Entrücktheit einen eigentümlichen Bund eingehen, Tracks wie das schon von einer 7″ her bekannte “Sacred Geometry”, “The Man Who Beded Time” oder “Travellers in the Mind of God” stehen dem in nichts nach. Dass sich dieses Stimmungsgemisch auch in der Musik spiegelt, tritt vielleicht am deutlichsten zutage, wenn die verspielte Melancholie in Adam Coles Gesang und Gitarrenspiel in Anthony Cornishs etwas schwererem Harmoniumspiel ihren geerdeten Gegenpart findet. Das dronige, asiatisch beeinflusste “Last Trip to the Sun”, das direkt aus einer hippiesken Folkplatte der 70er gefallen sein könnte, ist da vielleicht das beste Beispiel.</p>
<p>Dass das Album einen Ort und die Geister im Titel hat, scheint mir nicht zufällig gewählt, denn in den Songtexten, die sich stark um Fragen der Verbundenheit, um das Halten und Loslassen von Liebgewonnenem drehen, scheinen vertraute Orte, aber auch deren Geister eine große Rolle zu spielen. &#8220;Death Becomes Gold&#8221; kündet von dem Glauben an Transzendenz und liefert mit seinen hochtönenden Gesangspassagen und dem anrührenden Banjostrumming ganz nebenbei einen der Höhepunkte des Albums. Das schon erwähnte &#8220;The Man Who Bended Time&#8221;, das wehmütige &#8220;How Ricky Got His Wings&#8221; und v.a. das wunderschöne &#8220;God is a Black Dog&#8221; geben diesen Motiven eine noch persönlichere Dimension. Von Dankbarkeit durchdrungene Geisterarbeit bestimmt auch das ältere und aus der Feder Neil Sweeneys stammende &#8220;Golden Neighborhood Closing&#8221;, das der Liebe zu einem Ort ein wenig kitschiges, sondern ein eher gebrochenes Denkmal setzt.</p>
<p>Trotz dieser Fülle und des abschließenden Charakters haben sich Trappist Afterland mit &#8220;Seaside Ghost Tales&#8221; kein eigenes Denkmal gesetzt, sondern ein unprätentiöses Werk geschaffen, dass so lebendig wirkt, dass man auf künftige Arbeiten Coles nur gespannt sein kann. Mehr dazu bald im Interview. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Sunstone Records</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=202815556/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" seamless><a href="https://trappistafterland.bandcamp.com/album/seaside-ghost-tales">Seaside Ghost Tales by Trappist Afterland</a></iframe></p>
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		<title>TRAPPIST AFTERLAND / GREY MALKIN: The Trappist and the Hare</title>
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		<pubDate>Sat, 02 May 2020 07:01:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Irgendwann musste es zu dieser Zusammenarbeit kommen: Der Schotte Grey Malkin und der im australischen Melbourne lebende Adam Cole sind seit langem befreundet und leidenschaftliche Schöpfer dunkler, folkiger Anderswelten, und doch könnten ihre Herangehensweisen, ihre Themenwahl und ihre musikalischen Handschriften &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2020/05/02/trappist-afterland-grey-malkin-the-trappist-and-the-hare/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/04/trappisthare.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-20911" title="trappisthare" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/04/trappisthare-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Irgendwann musste es zu dieser Zusammenarbeit kommen: Der Schotte Grey Malkin und der im australischen Melbourne lebende Adam Cole sind seit langem befreundet und leidenschaftliche Schöpfer dunkler, folkiger Anderswelten, und doch könnten ihre Herangehensweisen, ihre Themenwahl und ihre musikalischen Handschriften kaum unterschiedlicher sein.<span id="more-20910"></span></p>
<p>Cole und seine Mitstreiter bei Trappist Afterland spielen auf klassischen Instrumenten ganz unterschiedlicher Musikregionen den derzeit vielleicht besten Psych Folk, der nicht nur aufgrund seiner christlich-esoterischen Texte, sondern auch aufgrund der filigranen Bannkraft auch cie Fans von Current 93 oder Stone Breath begeistert. Grey Malkin dagegen, dessen Name aus Macbeth bekannt ist und über dessen Person so geheimnisumwittert wie Thomas Pyncheon und die Residents ist, ist so etwas wie der dunkle Barde des englischen Folk Horror, dessen unheimliche cinematische Scores auf einem elektronischen Fundament stehen. Wie bei seinem früheren Projekt The Hare and the Moon ist sein Dark Folk auch heute noch überraschend gitarrenfrei.</p>
<p>Auf der vorliegenden Kollaboration feiern beide Acts ihre gegenseitige Wertschätzung, und in einigen Songs verschmilzen ihre jeweiligen Stilelemente zu einer stimmigen Einheit. Im eröffnenden &#8220;A Gilded Gleam&#8221; huschen eisige Saitengriffe wie galoppierende Schritte durch die glatte Fläche einer ambrierten Ambient-Landschaft, bis filmische Streicher das opulente &#8220;Insects in Amber&#8221; eröffene, ein Echo aus Trappists bislang jüngstem Album, bei dem aber selbst die Stimmen der beiden (Coles fragil und virtuos, Malkins introvertiert und rustikal) einen Zopf bilden.</p>
<p>Im Laufe des Albums offenbart diese Synthese ein großes Potenzial. &#8220;An Error this Time&#8221;, das mit einer &#8220;Greensleeves&#8221; wiedergebenden Spieluhr beginnt, mag formal noch mehr zu Trappist Afterland neigen, doch der ambiente Chrakter, der eher an Malkin erinnert, wirkt keineswegs aufgeklebt, eine noch größere Synthese erfahren beider Handschriften in den aufeinander bezogenen Tracks &#8220;Full Snow Moon&#8221; un &#8220;Full Crow Moon (Scarecrow Song)&#8221;. Gerade in ersteres mit seiner hexig-beschwörenden Aura und seiner deutliche Spannung, ist viel Malkinsches Heidentum geflossen, und die wie vor Angst zitternde Stimme Coles setzt all dem die Krone auf. Deutlicher nach the Hare and the Moon klingen das ebenfalls mit Hexenthemen spielende &#8220;Cailleach&#8221; und das rituelle &#8220;Corn Mother&#8221;: Hier wirkt Coles Stimme weitaus weniger fragil, wenn er zu donnernden Pauken und drähnenden Streichern den Kreislauf von Werden und Vergehen des Korns beschwört. Andere Stücke wiederum würden auf einem reinen Trappist Afterland-Platte nur bei genauerem Hinhören auffallen, und &#8220;Farewell Sundog&#8221; ist ja tatsächlich eine etwas nachdenklischer wirkende Version eines großartigen Songs vom letzten Album. &#8220;Amber Dwellers I&#8221; (dessen reprise das Album abschließt) ist ein weiterer Höhepunkt des Albums, der ganz die entrückte Atmosphäre heraufbeschwört, die untrennbar mit Trappist verbunden ist und hier mit einer Schicht Ambient verschmilzt.</p>
<p>Bei mehrmaligem Hören fällt immer mehr auf, dass Trappist Afterland und Grey Malkin hier etwas besonderes gelingt, nämlich die fast perfekte Gradwanderung zwischen Verschmelzung und Beibehaltung ihrer individuellen Signaturen. Ob sie diese dünne Linie bewusst gesucht haben ist ebenso schwer einzuschätzen wie die Frage, ob die diese Balance auf eventuell weiteren Zusammenarbeiten halten würden. Ganz unabhängig von diesr Frage sollte man beide Acts alle paar Jahre imemr mal für eine Zeitlang zusammen einsperren &#8211; auf einer kleinen Insel mit heimeligem Ambiente und einem soliden Studio. Die Fans wären garantiert begeistert. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.reverbworship.com/">Reverb Worship</a></strong></p>
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		<title>TRAPPIST AFTERLAND: Insects in Amber</title>
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		<pubDate>Sat, 25 May 2019 04:18:11 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/05/trappistafterlandinsectsinamber.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-17663" title="trappistafterlandinsectsinamber" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/05/trappistafterlandinsectsinamber-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Wenn flüssiges Harz sich im Laufe einer sehr langen Zeit in Bernstein verwandelt, kann es passieren, dass lebende Objekte wie Pflanzen oder kleine Tiere in dem Material eingeschlossen werden und als besterhaltene Fosilien die Zeiten überdauern. Meist sind es Insekten. In vielen Kulturen, die mit Bernstein in Berührung kamen, wurden diese Fossilien zu einem Symbol für einen alternativen Blick auf das Phänomen Zeit, und bezeichnenderweise wird Trappist Afterlands neues Album mit einer kurzen Meditation über den<span id="more-17662"></span> relativen Chrakter der Zeit eröffnet. Wenn im Verlauf der zehn Stücke immer wieder Themen der Komogonie aus christlich-gnostischer Perspektive anklingen, spielt dieser Konnex zwischen Spiritualität und Wissenschaft, Relativitätstheorie und Religion zwar keine vordergründige Rolle, dient allerdings als Rahmen, der all den folgenden Worten, Klängen, Melodien und Harmonien ihre spezielle Färbum verleiht.</p>
<p>&#8220;Insects in Amber&#8221; knüpft musikalisch an die Alben der letzten Jahre, an die etwas eingängigere Phase seit &#8220;Afterlander&#8221; oder spätestens &#8220;God&#8217;s Good Earth&#8221; an und verknüpft einmal mehr ein meist folkiges Instrumentarium aus verschiedenen Kontinenten, verspielte Experimente und entrückten Gesang mit eingängigen Melodien, die jeden Psych- oder Dark Folk-Freund in Verzückung versetzten wird. Neben der Vielzahl an Instrumenten, die Bandchef Adam Cole selbst eingespielt hat, kommen schon bekannte Mitstreiter wie David Colohan und Anthony Cornish, dessen Frau Jodie, Neulinge im Trappist-Kosmos wie Ricky French, sowie Alan Davidson von den schottischen Kitchen Cynics zu Wort, der u.a. den Eingangsmonolog rezitiert.</p>
<p>In &#8220;God&#8217;s Dream&#8221;, dessen ekstatisches Strumming auf der giechischen Bouzouki und der gewohnt zisselige Trappistsound, v.a. aber die wunderbar melancholische Geangsmelodie es zu einem der mitreißendsten Stücke des Albums machen, wird die Welt in gnostischer Manier als Traum Gottes und der Akt des Träumens als Schöpfung dargestellt &#8211; ein Motivkomplex, der in einigen Stücken zur Sprache kommt: In &#8220;God&#8217;s Food&#8221;, in der über einer Klanggestalt, die fast ein wenige Velvet Underground anklingen lässt, die Frage nach der Manifestation von Wirklichkeit gestellt wird. Ebenfalls in diesen Bereich geht &#8220;Within a Dream&#8221;, das auf einem berühmten Edgar Allan Poe-Gedicht basiert. Wenn alles nur ein Traum in einem Traum ist, ist dann auch Vergänglickeit und Verlust weniger real und weniger schwer? fragt Cole mit Poe und lässt mit seinen mollastigen Vocals und dem entrückten Bouzoukispiel eine wehmütige Frage im Raum stehen. Der Sand jedenfalls rinnt aus der Hand und ist nicht aufzuhalten. In &#8220;I Will Not Ask&#8221; aus der Feder eines Mar Thomas, wird in Gebetform fast so etwas wie eine Theorie des Betens selbst aufgestellt, das als Dank und nicht als Bitte wirkungsvoll ist. Manch einen mag wundern, wie nah das gnostische Christentum z.T. an Vorstellungen ist, die man vielleicht mit dem Buddhismus und anderen außereuropäischen Arten der Spiritualität verbindet. Den Song mit dem säuselnden Sound der indischen Tanbura, einem sitarartigen Instrument, zu untermalen, mag auch dazu passen.</p>
<p>Einmal mehr lassen sich die Songs auch ohne den mystischen Überbau genießen, vorausgesetzt ist allerdings ein Faible für Mandolinen, Oud und Dulcitar, für Harmonium, Mellotron und Melodica und überhaupt für dunkeln, psychedelischen Folksound, der beispielsweise in dem bildreichen &#8220;Crippled Cross&#8221; auch mit rückwärtsgespielten Passagen und anderen verspielten Experimenten aufwartet oder das mit einem Gebet eingeleitete &#8220;Bishop of Arnagh&#8221; über den irischen Nationalheiligen St. Patrick. Ferner &#8220;GodDog&#8221;, das in fast unbekümmerter Spielweise die Empathie besingt, die sich zwischen Mensch und Tier abspielt und nach dem berührenden &#8220;Song for Sundog&#8221; für einen Neubeginn steht. &#8220;Song of the Pipis (A Jar of Mystics part 2)&#8221; entführt einen erneut an den zwischen Canberra und Sydney gelegenen Minnamurra oder Mystic&#8217;s Beach inmitten des Killalea Park, seine Glöckchen und der andächtige Gesang leiten über in den harmonischen Ausklang &#8220;Heirlooms in the Mist&#8221;. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.sugarbushrecords.com/">Sugarbush</a> / <a href="http://www.reverbworship.com/">Reverb Worship</a></strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1156020248/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" seamless><a href="http://trappistafterland.bandcamp.com/album/insects-in-amber">Insects in Amber by trappist afterland</a></iframe></p>
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		<title>TRAPPIST AFTERLAND: Se(VII)en</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Mar 2018 06:58:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dass den australischen Psych Folkern um Adam Cole so schnell nicht die Puste ausgeht, haben sie in den letzten Jahren hinlänglich bewiesen. Nach einer ganzen Reihe von selbst herausgebrachten Alben, die sehr stark an z.T. asiatisch beeinflusstem Folk der 70er &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/03/24/trappist-afterland-seven/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/03/TrappistAfterland7.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-15206" title="TrappistAfterland7" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/03/TrappistAfterland7-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Dass den australischen Psych Folkern um Adam Cole so schnell nicht die Puste ausgeht, haben sie in den letzten Jahren hinlänglich bewiesen. Nach einer ganzen Reihe von selbst herausgebrachten Alben, die sehr stark an z.T. asiatisch beeinflusstem Folk der 70er orientiert und zunächst nur einem kleinen Hörerkreis bekannt waren, erschienen die Alben der Band irgendwann zunehmend auf Vinyl bei namhaften Labels, alte Aufnahmen wurden neu aufgelegt, und seit einigen Jahren steht der Name Trappist Afterland<span id="more-15205"></span> &#8211; auch wenn in der Split mit Moongazing Hare bewiesen wurde, das man immer noch die zerfledderte Sprache beherrscht &#8211; für einen hypnotischen, mystisch angehauchten Dark Folk, dessen entrückter Gesang in eine oft biblisch oder gnostisch angehauchte Parallelwelt entführt.</p>
<p>Auf dem schlicht &#8220;Se(VII)en&#8221; betitelten siebten Album kondensiert diese Welt einen Schauplatz, der im Werk der Melbourner schon immer gerne begangen wurde &#8211; das Reich der tiefen, dunklen Wälder, wo wie schon in &#8220;My Own Light Divine&#8221; und &#8220;God&#8217;s Botherings&#8221; epiphanieartige Ereignisse stattfinden, wo Farne und Moose den Fall sanft auffangen wie zuletzt in &#8220;Where the Willows Weep&#8221; und wo man auf dürres Wurzelgeäst stößt, das symbolisch an die Gestalt des Propheten Jesaja erinnert, der im Kosmos der Band eine Schlüsselrolle zu spielen scheint.</p>
<p>Um Themen wie diese dreht sich auch &#8220;Se(VII)en&#8221;, doch die Texte sind bei weitem nicht so klar wie auf dem letzten Longplayer &#8220;God&#8217;s Good Earth&#8221;. Das mag daran liegen, dass Cole sich noch mehr von herkömmlichen religiösen Reflexionen hin zum Gnostisch-Esoterischen bewegt hat, aber ebenso sehr ist dies ein Effekt der Sprache, die oft nur andeutungshaft um bestimmte Motive kreist, letztlich auch daran, dass der Gesang oft mit der vielschichtigen Musik zu einer unentwirrbaren Einheit verschmilzt. Mit Saiteninstrumenten wie Gitarre, Mandoline und Oud, aber auch mit Harmonium, Mellotron und einer ganzen Reihe an Streich-, Blas- und Perkussionsinstrumenten ist diese wieder recht üppig ausgefallen.</p>
<p>Ähnlich wie &#8220;Lucifer Mosquito&#8221; auf dem vorletzten &#8220;Afterlander&#8221;-Album beginnt &#8220;The Blood in the Wood&#8221; wie ein gemächlich heranschleichendes, trancehaftes Nachgesicht, langgezogene Violinparts, schlaftrunkene Gesänge und eine indische Dulcitar untermauern die Atmosphäre dieses Auftaktes, der jeden verzücken muss, der Current 93-Stücke wie &#8220;This Autistic Imperium is Nihil Reich&#8221; mag. Flächig aufgebaute Tracks wie das inbrünstige &#8220;Knot in the Wood&#8221; oder das mit elektronisch verspielten Beigaben herausstechende &#8220;Burning Bushes&#8221; gehen diesen Weg weiter. Der Wald, in dem das Albumnarrativ stattfindet, hat durchaus einige hellere Lichtungen, &#8220;Stickboy&#8221;, &#8220;Forest Mass&#8221; (bei dem sich der Wald in eine Kathedrale zu verwandeln scheint) und überhaupt die meisten Tracks der zweiten Seite zeigen die Band trotz aller Mollastigkeit von einer freundlichen, fast heiteren Seite.</p>
<p>Besonders trifft dies auf den von spartanischen Ornamenten auf der Gitarre, süßen Flöten und Handdrums getragenen Song &#8220;1+1=3&#8243; zu, eines der schönsten und eingängigsten Stücke des ganzen Albums. &#8220;Elm &amp; Bracken&#8221; (so sollte das vorherige Album ursprünglich heißen, und auch der Titel ist ein Zitat) zeigt die Band einmal von ihrer schrägeren, von wabernden Soundscapes und unerwarteten Brüchen in Tempo und Fülle geprägten Seite. Das Herzstück von &#8220;Se(VII)en&#8221; ist für mich allerdings &#8220;Song for Sundog&#8221;, eine berührende Hommage des Sängers an seinen verstorbenen Hund, bei dem alle Hermetik für ein paar Minuten hinter schönen Erinnerungen zurücktritt und man ihm zuprosten will, wenn er desnachts auf das Wohl seines alten Weggefährten trinkt, dem das Album dann auch gewidmet ist.</p>
<p>Stilistisch irgendwo zwischen der klaren Eingänigkeit von &#8220;God&#8217;s Good Earth&#8221; und dem noch etwas verwascheneren &#8220;Afterlander&#8221; ist &#8220;Se(VII)en&#8221; mit seinem geheimnisvollen Symbolismus für mich das bisher reizvollste Album der Band, vielleicht gerade weil es viele Qualitäten vergangener Aufnahmen zusammenführt. Einige der 300 Gatefold-LPs sowie die mit etwas Bonusmaterial versehene CD-Version sind &#8211; für Briten und Reisefreudige &#8211; sicher auch auf der kleinen Tour durch England und Wales zu ergattern, wo Trappist sich mit Acts wie Alison O&#8217;Donnell, B&#8217;ee (In Gowan Ring), Moongazing Hare und The Revolutionary Army of the Infant Jesus die Bühne teilen werden. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.sunstonerecords.co.uk/">Sunstone Records</a></strong></p>
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		<title>TRAPPIST AFTERLAND: Afterlander</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Sep 2017 07:16:12 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[In der Diskografie von Trappist Afterland nahm das vor zwei Jahren erschienene „Afterlander“ so etwas wie eine Schanierstelle ein, fasste vieles aus der Vergangenheit der australischen Psych Folker zusammen und stellte zugleich die Weichen für Künftiges. In ihrer mystisch angehauchten, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2017/09/16/trappist-afterland-afterlander/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/09/TrappIstAfterlandEr.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-14276" title="TrappIstAfterlandEr" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/09/TrappIstAfterlandEr-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>In der Diskografie von Trappist Afterland nahm das vor zwei Jahren erschienene „Afterlander“ so etwas wie eine Schanierstelle ein, fasste vieles aus der Vergangenheit der australischen Psych Folker zusammen und stellte zugleich die Weichen für Künftiges. In ihrer mystisch angehauchten, weit über westliche Musiktratitionen hinausgehenden Gestalt deuteten die Songs schon etwas in die konzentriertere Richtung des darauf folgenden „God&#8217;s Good Earth“ und hatten doch noch einiges von dem zerfledderten 70er-Feeling des Frühwerks, das wie ein Echo aus den<span id="more-14275"></span> Tagen der Incredible String Band zu uns herüberwehte. Sänger Adam Cole selbst nannte es einmal sein liebstes Trappist-Album, und in der Tat enthält es ein paar großartige Songs.</p>
<p>Wie ein drogeninduzierter Traum, der sich heimlich ins schlafende Bewusstsein schleicht, baut sich der eröffnende Song „Lucifer Mosquito“ mit zaghaftem Rasseln und Bimmeln auf, mit stimmungsvollem Gitarrenspiel und sanftem Murmeln entsteht eine somnambule Atmosphäre, die entfernt an einige Momente auf Current 93s „Black Ships“-Album erinnert. Der Song erzählt eine sehr ungewöhnliche Version der Geschichte des Sündenfalls, bei der Luzifer nicht als Schlange, sondern als Stechmücke im Paradies erscheint. Nachdem der Stammvater Adam ihn dabei beobachtet, wie er das Blut eines Schweines saugt, erwacht in ihm die Lust auf fleischliche Nahrung, was als Folge den Fall der Menschheit einleitet. Die Geschichte und ihre fast kindliche Darbietung vermögen derart zu bannen, dass man erst mit der Zeit merkt, wie mit dezenter Perkussion und weiteren Instrumenten doch ein recht voller Bandsound entstanden ist.</p>
<p>Einige der folgenden Songs haben eine soundscapige Gestalt und scheinen in allem das Geheimnis zu suchen, um es gleichsam zu bewahren. „Saint Peter &amp; the Rainbow“ mit seinem asiatisch anmutenden Schwebedrone lässt Wundersames vorbeiziehen, das mehr erlebt als begriffen werden will, ebenso „Jessie&#8217;s Root“, das den schon auf „Like a Beehive“ behandelten Stoff aus dem Buch Jesaja auf evokativen Klangteppichen schweben lässt, während der Stimmeinsatz beinahe einem weiteren, atmosphärischen Instrumentenspiel gleichkommt. Ein Detail, das solche Songs besonders prägt, ist ein Instrument namens Dulcitar, das die Grundform des Hackbretts mit Komponenten von Gitarre und Sithar kombiniert. Coles Exemplar wurde übrigens in der Werkstatt Timothy Renners (Stone Breath u.a.) gebaut.</p>
<p>„Black Dog Coast“, ein wohl sehr persönlicher Song, bei dem Coles Tochter am Cello zu hören ist, beginnt ähnlich geheimnistrunken, bricht in der Mitte jedoch recht plötzlich auf und gebiert eine treibende, fast rockige Energie &#8211; Perkussionist Phil Coyle, der im Bereich der Rhythmus-Instrumente vermutlich ebenso breit aufgestellt ist wie Cole bei den Saiteninstrumenten, drückt hier einigen Stücken seinen Stempel auf. Neben diesen Klanglandschaften enthält „Afterlander“ auch wunderschöne, durchaus eingängige Songwriter-Perlen: „A Jar of Mystics“ benötigt über weite Strecken nur die simplen Ornamente der Oud und Coles melodischen Gesang, doch wenn sich eine Flöte hinzugesellt und einen zum „mystic&#8217;s beach“ hinwegträgt, entstehen einige der größten Momente des ganzen Albums. Ähnlich ergreifend das etwas üppigere „Where the Willows Weep“, dessen wehmütige Melancholie den Wunsch nach Schönheit und Wahrheit nicht nur ausdrückt, sondern gleichsam einlöst.</p>
<p>Trappist Afterland wurden häufig, auch bei uns, mit bekannten mystischen und psychedelischen Folkacts verglichen, Namen wie The Incredible String Band oder The Trees Community, aber auch neuere Bands wie Stone Breath, Six Organs of Admittance oder die akustischeren Werke von Current 93 werden gerne genannt. Doch wer die z.T. recht unterschiedliche Ausprägung dieser Gruppen kennt, wird ahnen, dass diese Verweise nur grob den musikalischen und thematischen Ort der Melbourner umreißen, denn in Wirklichkeit haben sich Trappist Afterland mit ihrem immer etwas stonerartigen Sound, der Verschmelzung westlicher und orientalischer Einflüsse und der sanften, ungekünstelten Stimme Coles längst einen ganz eigenen Platz erspielt.</p>
<p>„Afterlander“ wurde gerade auf LP neu aufgelegt, die neue Fassung enthält Liner notes von David Tibet, der vor einiger Zeit auf die Band aufmerksam wurde. Das ist die gute Nachricht. Die andere ist, dass die Auflage mit 200 Exemplaren ausgesprochen knapp ist, so dass man sich beeilen sollte. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.sugarbushrecords.com/?m=1">Sugarbush Records</a></strong></p>
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