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	<title>African Paper &#187; Arnold de Boer</title>
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		<title>THE EX: If Your Mirror Breaks</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Apr 2025 03:51:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die legendären The Ex, ursprünglich und unüberhörbar vom Punk kommend, sind seit jeher für ihren liebevoll-respektlosen Umgang mit Genreerwartungen bekannt, außerdem sind sie in ihren Songs grandiose Geschichtenerzähler. Ihr neues Album &#8220;If Your Mirror Breaks&#8221; stellt, anknüpfend an den Vorgänger &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/04/12/the-ex-if-your-mirror-breaks/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/03/EX149-front.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-45478" title="EX 149 LP sleeve.indd" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/03/EX149-front-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Die legendären The Ex, ursprünglich und unüberhörbar vom Punk kommend, sind seit jeher für ihren liebevoll-respektlosen Umgang mit Genreerwartungen bekannt, außerdem sind sie in ihren Songs grandiose Geschichtenerzähler. Ihr neues Album &#8220;If Your Mirror Breaks&#8221; stellt, anknüpfend an den <a title="THE EX: 27 Passports" href="http://africanpaper.com/2018/04/28/the-ex-27-passports/">Vorgänger &#8220;27 Passports&#8221;</a>, beides, v.a. das zuletzt genannte, noch einmal besonders unter Beweis und lässt in seiner üppigen Farbepracht außer <span id="more-45477"></span>Langeweile nichts vermissen. Drei Gitarren, ein Schlagzeug und mehrstimmiger Gesang arbeiten mit einer ungestümen, doch hochpräzisen Energie, die Dringlichkeit, Kreativität und ein ungebrochenes Gespür für das Spannungsfeld zwischen Chaos und Struktur offenbart.</p>
<p>Der Auftakt &#8220;Beat Beat Drums&#8221; lässt keinen Zweifel daran, dass die niederländische Band, deren Wurzeln tief in der Anarchoszene der Achtziger stecken, nichts an Schärfe eingebüßt hat. Ein sperriger Rhythmus, der zu beginn überraschenderweise (und für den Rezensenten vermutlich zunächst abschreckenderweise, wäre der nicht längst vertraut mit den Eskapaden der Band) an Nu Metal erinnert, gibt den Ton an, wird dann aber von treibenden Snares aufgefangen. Der Gesang wechselt von kämpferischen Shouts zu melodischeren Passagen, während die Gitarren sich zunehmend in noisige Verzerrung und sirenenhafte Soli auflösen. Es ist ein Stück, das die Intensität der des Albums bereits zu Beginn direkt auf die Spitze treibt. Mit &#8220;Monday Song&#8221; folgt ein Kontrast, ein getragenes, vergleichsweise melancholisches Stück, das viel Raum für Reflexion lässt. Der Text evoziert Bilder von aufsteigenden Geistern und bedrohlicher Weite, während der Gesang eine eigentümliche, fast entrückte Dringlichkeit vermittelt. Auch &#8220;The Evidence&#8221; schlägt eine erneut andere Richtung ein: Hier dominiert ein rauer, bluesrockiger Einschlag mit einer rohen, beinahe exzessiven Energie.</p>
<p>&#8220;Spider and Fly&#8221; beginnt leichtfüßig, fast verspielt mit entspannten Drums, wird aber durch die markanten Gitarren und den fast rezitativen Gesang geerdet. Der Text zeichnet eine surreale, zugleich allegorische Szene: eine Spinne, die Netze spinnt, Wände, die flüstern. Es ist ein Stück, das mit seiner ruhigen Eindringlichkeit eine hypnotische Wirkung entfaltet. Besonders herausragend ist &#8220;Circuit Breaker&#8221;, das sich mit knarrenden Gitarren und einer verspielt-hölzernen Drumarbeit in die Gehörgänge bohrt und klopft. Der Gesang setzt erst spät ein und entwickelt sich zu einer Art Mantra, das sich um die (gesellschaftsbezogene?) Frage dreht, was alles in uns verborgen bleiben sollte.<br />
<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/03/EX149-tour-poster.jpeg"><img class="aligncenter size-full wp-image-45479" title="EX149 tour poster" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/03/EX149-tour-poster.jpeg" alt="" width="905" height="1280" /></a>Auf der zweiten Seite des Albums markiert &#8220;Wheel&#8221; einen Höhepunkt. Der von Katherina Bornefeld geschriebene und gesungene Track entfaltet mit seinem zyklischen Motiv, seinen folkigen Rasseln und der feierlich-ernsten Atmosphäre eine faszinierende Tiefe. Die Struktur und der Gesang erinnern an das legendäre britische Folkrevival und Bands wie Pentangle und Steeleye Span, die Gitarrenbasis bleibt jedoch unverkennbar im klanglichen Universum von The Ex verankert. Thematisch kreist das Stück um Unbeständigkeit und Wandlung, um den Zerfall alter Strukturen und den Drang nach Erneuerung. &#8220;The Loss&#8221; schaltet wieder in den drängenden, hämmernden Modus um: Der eigenwillige Takt und die aggressiven Shouts von Arnold de Boer treiben das Stück voran. &#8220;In The Rain&#8221; beginnt scheinbar ruhig, doch bald kippt die Stimmung. Die Gitarre sägt, der Rhythmus wird hektisch und schafft eine Unruhe, die perfekt mit den assoziativen, bissigen Textbildern harmoniert.</p>
<p>Mit &#8220;The Apartment Block&#8221; und &#8220;Great!&#8221; findet das Album seinen Abschluss. Ersteres ist beinahe instrumental, verspielt und kraftvoll zugleich, während das finale Stück mit quirliger Energie und lakonischem Humor endet und so dem Album einen mehr als adäquaten Schlusspunkt gibt. &#8220;If Your Mirror Breaks&#8221; wirkt, so kann man schon nach einem Hördurchgang konstatieren, auf mehreren Ebenen: Die bandtypische Mischung aus eruptiven, ruppigen Momenten und unerwarteten, fast elegischen Passagen lässt eine Spannung entstehen, die stets unaufgelöst bleibt, und ein politischer oder meinetwegen gesellschaftlicher Subtext schwingt immer mit, ohne sich je aufzudrängen.</p>
<p>Ein mehr als genießbares Album also, dem man sich am besten ohne die gängigen Erwartungen annähert. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Ex Records</strong></p>
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		<title>Neue 7&#8243; und Niederlandetour von The Ex</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Sep 2024 04:15:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In wenigen Wochen bringen The Ex in der Besetzung Terrie Gessels, Arnold de Boer und Andy Moor eine neue 7&#8243;-Single mit zwei Songs heraus. Forsche Punkvocals an der Grenze zum Poetry Slamtreffen auf gebrochene Rhythmen und launige melodische Egitarren und &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/09/09/neue-7-und-niederlandetour-von-the-ex/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In wenigen Wochen bringen The Ex in der Besetzung Terrie Gessels, Arnold de Boer und Andy Moor eine neue 7&#8243;-Single mit zwei Songs heraus. Forsche Punkvocals an der Grenze zum Poetry Slamtreffen auf gebrochene Rhythmen und launige melodische Egitarren und verströhmen eine räudige, kämpferische Energie, die das Zeug hätte, ein ganzes Album hindurch zu bestehen. Im Anschluss gibt es &#8211; siehe unten &#8211; eine kleine Tour durch die Niederlande, die auch für die reisefreudigeren unserer Leser interessant sein könnte.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/09/great-the-evidence.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-42468" title="great-the-evidence" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/09/great-the-evidence.jpg" alt="" width="800" height="800" /></a><span id="more-42458"></span></p>
<p>&#8220;Few bands are as focused on potential challenges, on what is yet to come, as The Ex. Which is pretty remarkable for a band celebrating 45 years of existence, a turbulent journey filled with an impressive series of highlights. However, nostalgia has never been this band’s forte, as they like no other succeed in reinventing themselves, finding new alliances and fascinating challenges along the way. Stay out of that comfort zone for long enough and it just might disappear. The pandemic was a standstill for many, including The Ex. Or perhaps it was more a kind of recharging, as the band is back on national and international stages with new music, ready to return to the studio. So, in 45 years they did more than 2000 concerts in 45 countries. It was time for a new 45rpm 7” single. From the brand-new set they are playing full-on this year, they picked two blinking tracks&#8221;. (The Ex Records)</p>
<p><strong>@ <a href="https://theex.nl/news.html">Home</a> | <a href="https://theex.bandcamp.com/">Bandcamp</a></strong></p>
<p>Tourdaten:</p>
<p>19.09. &#8211; Eindhoven, Effenaar<br />
20.09. &#8211; Utrecht, dBs<br />
21.09. &#8211; Landgraaf, Oefenbunker<br />
25.09. &#8211; Amsterdam, Paradiso<br />
26.09. &#8211; Groningen, VERA<br />
27.09. &#8211; Tilburg, Murf/Murw festival<br />
23.11. &#8211; Amsterdam, Bimhuis/EX-45 Festival<br />
24.11. &#8211; Nona, Mechelen/EX-45 Festival</p>
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		<title>Zea und Freunde mit neuem Dub Remix-Album</title>
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		<pubDate>Mon, 05 Feb 2024 06:41:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Makkum Records bringen in einigen Tagen zusammen mit dem Kölner Krachladen-Label ein Dub Remix-Abum zu aus verschiedenen Zeiträumen stammenden Stücken von Arnold de Boer alias Zea unter dem Titel &#8220;Wat Ik Dacht Toen Ik Lag&#8221; heraus. Neben de Boers The &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/02/05/zea-und-freunde-mit-neuem-dub-remix-album/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Makkum Records bringen in einigen Tagen zusammen mit dem Kölner Krachladen-Label ein Dub Remix-Abum zu aus verschiedenen Zeiträumen stammenden Stücken von Arnold de Boer alias Zea unter dem Titel &#8220;Wat Ik Dacht Toen Ik Lag&#8221; heraus. Neben de Boers The Ex-Weggefährten  Andy Moor sind verschiedene Producer aus dem deutschsprachigen Raum beteiligt, namentlich Desmond Denker, Phanton, <a title="YÜRKE: Not Available" href="http://africanpaper.com/2024/01/06/yurke-not-available/">Yürke</a>, Dubby King Knarf a.k.a. Knarf Rellöm, Istari Lasterfahrer und Begritty. Das Album ercheint als LP und zum Download. <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/01/zeathedubremixalbum.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-39326" title="zeathedubremixalbum" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/01/zeathedubremixalbum.jpg" alt="" width="591" height="602" /></a><span id="more-39325"></span></p>
<p>&#8220;How could we resist the spasmodic schizoid psychedelic menace of that devilish Dutch juggernaut called Zea. This bastardised twelve inch slab of wax has Zea sonically re-assessed, dissected and twisted in side out. And it had to happen, it had to be made. &#8216;Standing up I forgot what came to mind when I was lying on the kitchen floor. Standing up I forgot what came to mind, something I tried to remember before.&#8221; It&#8217;s the punky pop intro of the song &#8216;Staande ben ik vergeten wat ik dacht toen ik lag&#8217;, the Dutch translation of the first sentence of the song that provided the title for this collection of remixes. Zea, a.k.a. Arnold de Boer, a musician who skips sitting down, who either jumps or lies on the floor fumbling with a dictaphone trying to remember the ideas that just came to mind jumping around from the couch straight into the kitchen, trying to write the next song while cooking spicy food that makes his head explode. It&#8217;s all inthere, everyone is in there; shrinking people, growing people, dead people. And all &#8220;Sub specie ludens&#8221; (from the perspective of human play).<br />
<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/01/Zea-by-Rosa-van-Ederen.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-39327" title="Zea by Rosa van Ederen" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/01/Zea-by-Rosa-van-Ederen.jpg" alt="" width="469" height="312" /></a><br />
Andy Moor and Arnold de Boer are in a band together called The Ex, and hey share a love of dub, grime, dubstep, drum &amp; bass, breakcore and much more. And so does good friend and Dusseldorfs labelowner Michael Heiber from Krachladen Dub, who, on a dreary winter evening in a pandemic lockdown came up with the idea for this project. Zea, with his obstinate breakpop sampler-guitar-voice combination, shared the stage with many off-kilter electronic music artist from 1-Speed Bike to Felix Kubin to Jason Forrest (who all remixed Zea back in 2004) to recently Japanese OLOLOLOP and Arakawa Atsushi. And with his friends Desmond Denker (Cologne), Knarf Rellöm, (Hamburg) and Istari Lasterfahrer (Hamburg). So the logic behind this album isn&#8217;t far from a friendship being celebrated and the music is very close to a fundamental experience of wonder and joy. Lay this record down and see what comes to mind. Did we say it&#8217;s essential? It&#8217;s essential&#8221;. (Krachladen Dub/Makkum Records)</p>
<p>Foto Rosa van Ederen</p>
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		<title>KING AYISOBA: Work Hard</title>
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		<pubDate>Sat, 27 May 2023 06:05:34 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Was immer man sich unter einem Titel wie &#8220;Work Hard&#8221; vorstellen mag – im Falle von King Ayisobas neuem Album, das in Zusammenarbeit mit der westafrikanischen Producerlegende Francis Ayamga, Arnold &#8220;Zea&#8221; de Boer und einer ganzen Reihe an weiteren Größen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/05/27/king-ayisoba-work-hard/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/04/GBCD134_front.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-35062" title="GBCD134_front" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/04/GBCD134_front-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Was immer man sich unter einem Titel wie &#8220;Work Hard&#8221; vorstellen mag – im Falle von King Ayisobas neuem Album, das in Zusammenarbeit mit der westafrikanischen Producerlegende <a title="This is Zologo Beat: Neue Compilation aus Ghana" href="http://africanpaper.com/2023/04/04/this-is-zologo-beat-neue-compilation-aus-ghana/">Francis Ayamga</a>, Arnold &#8220;<a title="ZEA: Witst Noch Dat D’r Neat Wie" href="http://africanpaper.com/2021/12/11/zea-witst-noch-dat-dr-neat-wie/">Zea</a>&#8221; de Boer und einer ganzen Reihe an weiteren Größen eingespielt wurde, steht er in erster Linie für einen aufgeweckten und nicht selten heiteren Kämpfergeist, der sich an vielen Stellen auf dem Fundament folkig grundierter Elektroklänge ganz energisch gegen <span id="more-35058"></span>Korruption und Misswirtschaft im eigenen Land Ghana und, wenn man den Texten folgt, in ganz Afrika richtet und sich dabei nicht scheut, heikle Themen anzusprechen.</p>
<p>King Ayisoba ist einer der Protagonisten des zeitgenössischen <a title="V.A.: This Is Kologo Power!" href="http://africanpaper.com/2016/04/30/v-a-this-is-kologo-power/">Kologo</a>-Stils, einer semi-traditionellen Musikrichtung, die sich vor einigen Jahren im Norden des westafrikanischen Landes herausgebildet hat. Im Zentrum steht das gleichnamige regional populäre Saiteninstrument, das europäische Ohren entfernt an ein Banjo erinnern kann und in den heutigen Spielweisen oft mit vitaler Elektronik und energischen Gesängen in <a title="V.A.: This is Frafra Power" href="http://africanpaper.com/2019/06/01/v-a-this-is-frafra-power/">Frafra</a>, Twi und Englisch kombiniert wird. Neben Stars wie <a title="AYUUNE SULE: We Have One Destiny" href="http://africanpaper.com/2018/03/24/ayuune-sule-we-have-one-destiny/">Ayuune Sule</a>, <a title="ATAMINA: Sycophantic Friends" href="http://africanpaper.com/2018/01/06/atamina-sycophantic-friends/">Atamina</a> und <a title="PRINCE BUJU: We Are In The War" href="http://africanpaper.com/2015/06/06/prince-buju-we-are-in-the-war/">Prince Buju</a> gehört King Ayisoba zu den international bekanntesten Exponenten dieser Musik.</p>
<p>Der Opener &#8220;Good Things God Knows&#8221; ist wie ein alarmierender Weckruf: Zackige Rhythmen, traditionelle Flöten, sanfte weibliche backing vocals und Ayisobas typisch kraftvolle Shouts rufen zum Kampf gegen die korrupten African leaders, denen der Meister bereits <a title="KING AYISOBA: Wicked Leaders" href="http://africanpaper.com/2014/08/09/king-ayisoba-wicked-leaders/">ein ganzes Album</a> gewidmet hat, und deklamieren das Grundsätzliche, das so gerne vergessen wird: &#8220;We need peace and love&#8221;. Einige Rapper und Dancehall-Künstler kommen schon in diesem ersten Minuten zu Wort, doch das letzte Wort haben Kinder.</p>
<p>Ayisoba weiß seine Stilmixtur immer wieder gut zu variieren, es gibt vom Schwerpunkt her elektronische, aber auch stärker akustisch instrumentierte Stücke, manche sind aggressiver und kämpferischer, andere wiederum sind etwas laidback und von der Stimmung gesetzt. In letzteren ist oft die Kologo deutlicher zu hören wie z.B in &#8220;Bossi labomé&#8221;, das auch durch seinen angenehmen Rhythmus und der Melodie des englisch gesungenen Refrains den vielleicht größten Pop-Appeal das Albums hat. Wesentlich aggressiver die Standpauke in &#8220;People talk too much&#8221;: Hier wird der Lärm des alltäglichen Geschwätzes quasi onomatopoetisch eingebaut und durch die Art des Gesangsvortrags und des Instrumentenspiels imitiert. Gegen Ende kommen immer neue multilinguale Facetten hinzu und der Song endet kurz vor dem thematisch angemessenen Burnout.</p>
<p>Jeder der Songs hat seine ganz eigenen Überraschungen in petto – diese können musikalischer Natur sein wie in &#8220;Nambe Sonne&#8221;, wo ein hypnotischer Takt wie in einer Collage auf das Fundament eines anrührenden geloopten Flötenspiel geklebt ist und mit diesem gemeinsam den Hintergrund für einen Text des Kollegen Atamina bildet. Das gilt aber auch für die weniger offensichtlich experimentellen Stücke wie das eingängige &#8220;Kokoko enter&#8221;, wo mit Kologo und heiteren Bläsern (oder sind es Synthies?) eines der besten Stücke zum Einstieg in den Kologo-Kosmos geschaffen wurde.</p>
<p>Wieder andere Stücke überzeugen besonderes über ihre Texte, so &#8220;Tribe&#8221;, das ein Plädoyer für die Bewahrung lokaler Sprachen und die entsprechende Bildung für Kinder darstellt, oder das Plädoyer für Widerstandsgeist in schweren Zeiten in &#8220;Abome&#8221;, das auf den Fundus lokaler Parabeln zurückgreift. Im abschließenden &#8220;Buri Malima&#8221; zeigen King Ayisoba und seine Crew noch einmal was sie können und schaffen im Zusammenspiel mit lokalen Folkmusikern an Blasinstrumenten und Drums den mitreisenden theatralischen Abschluss eines an Granteleien und offenen Plädoyers reichen Albums, das in Sound und Text ebenso streitbar wie hoffnungsfroh ist. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Glitterbeat Records</strong><!--/data/user/0/com.samsung.android.app.notes/files/clipdata/clipdata_bodytext_230414_160850_171.sdocx--></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1807320405/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Soyokaze: Spontanes Jam mit Olololop, Arakawa Atsushi und Zea</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Feb 2023 04:59:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In den nächsten Tagen kommt ein spontan zustandegekommenes kraftvolles Jam der beiden japanischen Acts Olololop und Arakawa Atsushi sowie dem Gitarristen Arnold de Boer alias Zea auf Tape heraus. Die dreiköpfige Band aus Hokkaido und der Klangkünstler aus Fukushima waren &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/02/27/soyokaze-spontanes-jam-mit-olololop-arakawa-atsushi-und-zea/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In den nächsten Tagen kommt ein spontan zustandegekommenes kraftvolles Jam der beiden japanischen Acts Olololop und Arakawa Atsushi sowie dem Gitarristen Arnold de Boer alias Zea auf Tape heraus. Die dreiköpfige Band aus Hokkaido und der Klangkünstler aus Fukushima waren vorigen Herbst in Amsterdam und spielten auf dem Festival zur Dreißigjahfeier der renommierten Konzertlocation OCCII. <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/02/MR36_front.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-34131" title="MR36_front" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/02/MR36_front.jpg" alt="" width="1876" height="1876" /></a><span id="more-34129"></span>Da die vier Musiker noch ein paar freie Tage zur Verfügung hatten, schlug der ebenfalls auftretende Zea einen gemeinsamen Studiotag im Katzwijm Studio vor, das in einer alten Scheune irgendwo im ländlichen Nirgendwo eingerichtet wurde. Ausgestattet mit Gitarre, Saxophon, Perkussion, Midi-Drums, Tambourin, Sample-Equipment und Mikrofon ging man zu Werke und schaute, wie sich die Dinge entwickelten: &#8220;We decided to bring all instruments, set up and play and have it recorded, without any arrangements or preparation&#8221;, so Zea. &#8220;It was the first time we met, we hardly knew each other’s music, strengths nor weaknesses, but curiosity led the way. After a quick soundcheck we just started to play, to improvise, to listen and respond. After a short break we discussed the idea of using vocals&#8221;. Die Idee hatte ihre Vorgeschichte, denn nur einige Tage zuvor entdeckte Zea die Lyrik des niederländischen Dichters Sybren Polet. <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/02/All-artists-in-studio.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-34132" title="All artists in studio" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/02/All-artists-in-studio.jpg" alt="" width="384" height="312" /></a>&#8220;The minimal approach and playful way of Olololop&#8217;s Masaru controlling the &#8216;drum robot&#8217; and the sample wizardry of Arakawa Atsushi made me think of Polet&#8217;s Machine Poems. I looked them up and found a wonderful translation into English by André Lefevere. I took one of the poems, we started playing and all of a sudden, we were creating a song. It was a hot sunny day and all what happened musically felt like a fresh wind, a breeze; &#8220;Soyokaze&#8221; in Japanese. Listening back to the recordings a week later, after the big OCCII celebration, we decided to release this completely new music on both our labels in Europe and Japan and put it out on cassette&#8221;. Als eine solche erscheint das Album am 3. März auf den beiden Labels Makkum und Tissue Box.<!--/data/user/0/com.samsung.android.app.notes/files/clipdata/clipdata_bodytext_230226_121514_772.sdocx--></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3154110166/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=780183596/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>It&#8217;s Quiet: Neue Kollaboration von Zea und Xavier Charles</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Sep 2022 05:18:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Arnold de Boer]]></category>
		<category><![CDATA[G.W. Sok]]></category>
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		<description><![CDATA[Makkum Records und Protagoniste bringen Ende des Monats ein neues Tape mit gemeinsamen Aufnahmen von Sänger und Gittarist Arnold de Boer alias Zea und dem französischen Klarinettisten Xavier Charles heraus. Die neun Songs &#8211; zum Teil neu arrangierte Stücke aus &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/09/13/its-quiet-neue-kollaboration-von-zea-und-xavier-charles/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Makkum Records und Protagoniste bringen Ende des Monats ein neues Tape mit gemeinsamen Aufnahmen von Sänger und Gittarist Arnold de Boer alias Zea und dem französischen Klarinettisten Xavier Charles heraus. Die neun Songs &#8211; zum Teil neu arrangierte Stücke aus Zeas Repertoire, zum Teil Coverversionen und immer begleitet von Charles&#8217; Instrument &#8211; wurden früher im Jahr auf einer gemeinsamen Tour eingespielt und in einem Take aufgenommen. Die beiden verbindet eine Vergangenheit in The Ex, darüber hinaus veröffentlichten sie bereits vor zehn Jahren die gemeinsame 7&#8243; &#8220;Bourgeois Blues&#8221;.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/09/fotor_1662735914814.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-31204" title="fotor_1662735914814" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/09/fotor_1662735914814.jpg" alt="" width="719" height="711" /></a><span id="more-31201"></span></p>
<p>&#8220;There are songs from Zea’s Frisian albums (West Frisian is De Boers first language), a cover version of Norma Tanega’s You’re Dead, some new songs (The queen’s feet, What should we do with our bodies), the Ethiopian song Sethed Seketelat with lyrics from ex-The Ex singer G W Sok and there’s a new version of It’s Quiet. That song appears on the 7” too and it’s the first song that De Boer and Charles more or less wrote together. While on tour with Getatchew Mekuria they stayed at a cottage on the French country side (a sleeping place after a festival). Drinking a glass of wine and looking at the stars, Charles muttered “You know, it can be very quiet on the French countryside, but there will always be a dog barking nearby and a motorcycle in the distance.” And he was right, a minute later they heard a dog barking followed by a speeding motorbike in the distance. Zea went inside, grabbed a pen and a piece of paper and wrote it down. They started naming more things from daily life that disturb silence and that’s how the song came together.&#8221; (Makkum / Protagoniste)<!--/data/user/0/com.samsung.android.app.notes/files/clipdata/clipdata_bodytext_220909_170018_501.sdocx--></p>
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		<title>ZEA: Witst Noch Dat D&#8217;r Neat Wie</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Dec 2021 03:13:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der in Amsterdam lebende Arnold de Boer, der meist unter dem Namen Zea unterwegs ist, ist ein Meister einfacher Strukturen, in dessen Songs und Soundscapes kein Ton und kein ornamentaler Schnickschnack zu viel vorkommt und die musikalische Suppe versalzt. Oft &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/12/11/zea-witst-noch-dat-dr-neat-wie/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/12/MR33_front.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-27998" title="MR33_front" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/12/MR33_front-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Der in Amsterdam lebende Arnold de Boer, der meist unter dem Namen Zea unterwegs ist, ist ein Meister einfacher Strukturen, in dessen Songs und Soundscapes kein Ton und kein ornamentaler Schnickschnack zu viel vorkommt und die musikalische Suppe versalzt. Oft meint man folkige Muster in seinem Gitarrenspiel herauszuhören, doch gibt es gleichzeitig immer den Widerhall von etwas Urbanem, das einem bewusst macht, dass<span id="more-27997"></span> Zeas Ursprünge in wesentlich raueren Gefilden liegen. Seine Mitgliedschaft bei the Ex wird von vielen gleich im ersten Satz erwähnt.</p>
<p>Sein vor kurzem erschienenes Album &#8220;Witst noch dat d&#8217;r neat wie&#8221; &#8211; dt. &#8220;Weißt du noch, dass es nichts gibt&#8221; &#8211; knüpft an sein vor vier Jahren erschienenes Album &#8220;Moarn gean ik dea&#8221; an. Beide stechen aus seinem bisherigen Werk durch die Verwendung einer Sprache heraus, die außerhalb ihrer Region wenigen bekannt ist, nämlich des Westfriesischen. Es handelt sich bei dieser keineswegs um einen Dialekt, sondern um die zweite Amtssprache der niederländischen Provinz Fiesland, in der de Boer seine Kindheit und Jugend verbrachte. Der weitgereiste De Boer kam vermutlich nicht aus reiner Nostalgie oder Heimatverbundenheit auf die Idee, in seiner eigentlichen Muttersprache zu singen, sondern aus einem stark ausgeprägten Interesse an Sprachen generell. Auf &#8220;Witst noch dat d&#8217;r neat wie&#8221; vertont er eigene Lyrics und Texte regionaler Autorinnen und Autoren wie Bert Schierbeek, Hans Faverey, Anne Wadman und Benjamin Mays.</p>
<p>Wie schon auf dem erwähnten Vorgänger erweist sich Zea auch hier &#8211; falls man das als ein des Friesischen unkundiger behaupten darf &#8211; als grandioser Liedermacher, der den Songe durch seinen ungeschminkten Gesang trotz einer häufigen Nähe zur Rezitation etwas ungemein Kraftvolles gibt, das keine dicken Verstärker braucht, um nur mit akustischer Gitarre und Percussion von Zeit zu Zeit ein exzessives Punkfeeling aufkommen zu lassen &#8211; stets haben die mal melancholischen, mal aufwühlenden Stücke den anrührenden Charme von Homerecordings. Darüber hinaus sind die Songs immer wieder anders aufgestellt: Hypnotisierende Songs, die fast an lichtscheue Akustikprojekte wie Boduf Songs erinnern, wechseln sich ab mit Blues-Nummern, feurig schmetterndem Flammenco, Spoken Words über galloppierendem Fingerspiel, leidenschaftlichen Chansons &#8211; der eine Songs, der mir gleich bekannt vorkam, entpuppte sich als eine großartig pastorale Version in Friesisch von Jacques Brels &#8220;Ne me quitte pas&#8221; &#8211; und fetzigen Schuhplattlern mit aggressiven Shouts.</p>
<p>Die Texte sind in mehreren Sprachen abgedruckt, was für viele dann eine ansonsten unbeleuchtete Komponente erhellt, und wer das Temperament dieser Musik in vollem Umfang genießen will, der sollte nach den Terminen seiner gerade stattfindenen Tournee umschauen. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Makkum Records / Subroutine Records</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=134413051/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>ARNOLD DE BOER: Minimal Guitar</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Jan 2021 03:26:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Arnold de Boer]]></category>
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		<description><![CDATA[Einer der positiven Aspekte des ansonsten nicht so großartigen letzten Jahres war, dass man gezwungenermaßen aus vielen Gewohnheiten gerissen wurde und schon um der Langeweile zu entgehen entweder allein oder im kleinen Kreis Aktivitäten außerhalb des gewohnten Trotts nachging. Einsame &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/01/09/arnold-de-boer-minimal-guitar/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/12/MR31_front.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-23622" title="MR31_front" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/12/MR31_front-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Einer der positiven Aspekte des ansonsten nicht so großartigen letzten Jahres war, dass man gezwungenermaßen aus vielen Gewohnheiten gerissen wurde und schon um der Langeweile zu entgehen entweder allein oder im kleinen Kreis Aktivitäten außerhalb des gewohnten Trotts nachging. Einsame Wanderungen in der eigentlich vertrauten Umgebung, die sich schnell als gar nicht so einsam herausstellen konnten, waren eine der Beschäftigungen, die schnell an Beliebtheit gewannen.<span id="more-23621"></span></p>
<p>Auch der Musiker Arnold De Boer (Zea, The Ex) entschloss sich vor ein paar Monaten, die täglichen Mails, die oft schlechte Nachrichten enthielten, vorerst unbeantwortet zu lassen und stattdessen seine Wahlheimat Amsterdam von einer weniger bekannten Seite zu erkunden. Über mehrere Tage hinweg wanderte er Strecken an der ringförmigen Stadtautobahn entlang, ließ Baustellen, Industrieanlagen, Grünflächen, Friedhöfe mit all ihren versteckten Details und ihrem ganz eigenen Charme auf sich wirken. Abends, wenn die Stimmung noch nachwirkte, setzte er sich mit der Akustikgitarre ins Heimstudio und improvisierte ganz ähnlich seinen Wanderungen ein paar Motive. Von den unmittelbar mitgeschnittenen Aufnahmen fanden acht Stücke ihren Weg auf das vorliegende Album, sein erstes Instrumentalsolo, dessen Titel dazu alles sagt. Auf hundert CDs und zweihundert LPs ist &#8220;Minimal Guitar&#8221; zu haben und nach dreihundert Streams will der Meister das Werk bereits wieder aus dem Netz nehmen.</p>
<p>Auch wenn der Opener &#8220;A region with a degree in redemption&#8221; betitelt ist, beginnt die Sammlung bereits mit dem ersten Anschlag rustikal und einfach, unprätentiöse Figuren auf der Gitarre holen einen auf den geerdeten Grund, wo man sich zunächst vorsichtig umsieht. Erst &#8220;Bike ride with Agape&#8221; bringt nach einem fast meditativen Auftakt Bewegung ins Spiel, das hypnotische Fingerspiel erinnert fast an die geheimnisvollen Stücke von Boduf Songs. Das hochtönende &#8220;Rapprochement&#8221; dagegen umgibt wieder eine Aura des Wartens, man nimmt die Umgebung auf und wartet ab, was diese mit einem macht. Schon die ersten Tracks demonstrieren eine Vielfalt an Stimmungen und Gangarten, die manch einer mit diesen begrenzten Mitteln nicht einmal auf Albumlänge hinbekommen hätte, denn Minimalismus ist ja leider oft ein willkommener Deckmantel für Ideenarmut. Hier geht es ähnlich kurzweilig weiter: Mal entwickelt sich aus neugierigem Kreisen eine stetiger Takt, begleitet von einer Melodie, die entfernt an mittelalterliche Musik erinnert. Dann wieder wird aus einem gelösten Andante ein drängender Nervenkrieg, und wer in dem Titel &#8220;Who is here is from here&#8221; die Ausrufezeichen vermisst, der findet sie umso energischer in den aggressiv gezupften Saiten des Songs.</p>
<p>Wer in de Boers Statements dazu von einzelnen Orten ließt, bekommt vielleicht Lust, angeregt von der Musik ein anderes Amsterdam kennenzulernen als das aus den üblichen &#8220;50 Things to do in&#8230;&#8221;-Videos auf YouTube. Oder auf ähnliche Art seine eigenen Orte zu erkunden. Zeit jedenfalls, mal wieder eine Lanze für den Flaneur zu brechen. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Makkum Records</strong></p>
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		<title>ZEA / OSCAR JAN HOOGLAND: Summing</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Apr 2020 05:40:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als Oscar Jan Hoogland um die Jahrtausendwende herum anfing, die Amsterdamer Improvszene mir Klavier und elektrifiziertem Klavichord aufzumischen, war Arnold de Boer, der sich solo und gelegentlich auch mit Anhang Zea nennt, dort schon längst eine bekannte Figur, hatte Trompete &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2020/04/04/zea-oscar-jan-hoogland-summing/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/03/MR29_front.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-20381" title="12inch_3mm.indd" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/03/MR29_front-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Als Oscar Jan Hoogland um die Jahrtausendwende herum anfing, die Amsterdamer Improvszene mir Klavier und elektrifiziertem Klavichord aufzumischen, war Arnold de Boer, der sich solo und gelegentlich auch mit Anhang Zea nennt, dort schon längst eine bekannte Figur, hatte Trompete und Drums weitgehend an den Nagel gehängt, sang und spielte Gitarre in zahlreichen Konstellationen, wenn er nicht gerade Konzerte und Festivals organisierte. <span id="more-20380"></span>Später sollte er bei The Ex eingestiegen und nebenbei so etwas wie ein inoffizieller Botschafter von Musik aus Ländern wie Ghana und Äthiopien werden.</p>
<p>Daneben war er Dozent für Soziologie und hatte eines Tages den jüngeren Hoogland in seinem Seminar sitzen. So kamen die beiden ins Gespräch und griffen nun in regelmäßigen Abständen immer wieder gemeinsam zu ihren Instrumenten und jammten sich durch alle Musikrichtungen von Jazz bis Punk, von Folk bis Noiserock und allen irgendwo dazwischen liegenden Lofi-Regionen.</p>
<p>&#8220;Summed&#8221; ist das bisher größte Dokument ihrer gemeinsamen Abenteuer und dem Namen und den vielfältigen Interessen der beiden entsprechend eine Wundertüte an schrägen Ideen: Deftig-doomige Riffs über stilvollem Lofi-Knistern und jaulenden Sirenen; freudliche Vocals, die eine englisch anmutende Depristimmung versprühen; noisige Kratzgitarren über ratternden Presslufthämmern; ein krähender Hahn &#8211; der vom Cover &#8211; sagt ein klimperndes Honkytonk-Piano an; ein Taschensaxophon spielt eine wehmütige Melodie, in die Hoogland mit nachlässiger Coolness einstimmt; flatternde Propeller als Kulisse für eine anmutige, orientalische Flötenweise &#8211; bis tiefgrummelnde Saiten aus der Postpunk-Mottenkiste zu einer Reflexion über die eigene Überflüssigkeit überleitet. Dann wieder jungenhafte Nonchalance in aller Abgründigkeit, und all dies eingespielt und aufgenommen in einem Take.</p>
<p>&#8220;The Little Man Upon The Stair&#8221; scheint mir das Herzstück des irgendwie doch kohärenten Sammelsuriums zu sein, denn mit seinen fast versteckten und doch treibenden Beats und seinen eiernden Bläsersounds, die an eine Schalmei erinnern, mehr noch im leicht gehetzten Gesang, durch den der Punk herauszuhören ist, steckt so etwas wie das Album im kleinen. Dann gibt es einen Bruch, und alles klingt in mysteriös wabernden Sounds (Theremin? Singende Säge?) aus. Ich wäre in jedem Fall für eine Fortsetzung, am besten in ein paar Jahren, nachdem die beiden sich wieder in allen möglichen und unmöglichen Verbindungen ausgetobt haben.</p>
<p><strong>Label: Makkum Records / Paltenbakkerij / Klanggalerie</strong></p>
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		<title>ZEA: Agency 7&#8243;</title>
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		<pubDate>Wed, 29 May 2019 15:33:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Arnold de Boer ist vielen als Gitarrist von The Ex und als Chef des nach seinem westfriesischen Geburtsort Makkum benannten Labels bekannt, mit dem er &#8211; nicht nur, aber durchaus auch &#8211; zu einem internationalen Botschafter ghanaischer Counter Culture geworden &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2019/05/29/zea-agency/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/05/arnolddeboeragency.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-17788" title="arnolddeboeragency" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/05/arnolddeboeragency-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Arnold de Boer ist vielen als Gitarrist von The Ex und als Chef des nach seinem westfriesischen Geburtsort Makkum benannten Labels bekannt, mit dem er &#8211; nicht nur, aber durchaus auch &#8211; zu einem internationalen Botschafter ghanaischer Counter Culture geworden ist. Neben diesen und anderen Dingen sollte nicht unterschlagen werden, dass er auch ein Soloprojekt namens Zea betreibt und in gewissen Abständen zuckersüße Polemiken herausbringt. So wie die gerade erschienene Single.<span id="more-17787"></span></p>
<p>Wenn es um die Vermüllung der Meere, die Zerstörung der Artenvielfalt und den Raubbau an den Ressourcen unseres Planeten geht, ist der Mensch unter den Lebensformen bekanntlich Spitzenreiter. Man hat es oft gehört, und während die simple Feststellung aus dem Mund von Politikern oder der Feder von Journalisten redundant wirkt, macht sie sich in polemischen Biss verpackt immer wieder gut. Mit dezent rumpelnden Pappschachteltakten im Hintergrund, frohsinnig-folkigem Gitarrenspiel a la John Renbourn und ebenso fidelem Gesang spielt de Boer in &#8220;Agency&#8221;, dessen Titel wohl im Sinne von Agenda gemeint ist, Szenarien wie die weltrettende Vernichtung der Menschheit, ein Parlament der Tiere und Pflanzen und vieles mehr durch, und alles wirkt wie eine spontane humorige Schimpftirade, die man nicht anders als mit &#8220;so ist&#8217;s&#8221; quittieren kann.</p>
<p>&#8220;My First Friends Were Animals&#8221; auf der zweiten Seite ist etwas weniger simpel gestrickt und ungleich voller und krachiger vom Sound. darüber hinaus auch recht zackig in seinem hypnotischen Keilhackenbeat, in dessen unerbittlichen Vorwärtsdrang sich einiges hinzumischt: Tierstimmen? Ein oud-artiges, orientalisch klingendes Instrument? Definitiv de Boers mit Echoeffekten verfremdete Stimme, mit der er nur mäßig verständliche Verse aus John Lennons &#8220;Give Peace a Chance&#8221; zitiert und erneut der selbstgefälligen Krone der Schöpfung &#8211; dem einzigen Tier, das nicht Tier genannt werden will &#8211; ein paar Zacken herausbricht.</p>
<p>&#8220;I am not defending nature, I am nature defending itself&#8221;, schleudert er dem Status Quo des Anthropozän entgegen, und wem das noch nicht kämpferisch genug ist, der sollte sich auf jeden Fall auf eines der Konzerte seiner gerade beginnenden Europatour begeben.</p>
<p><strong>Label: Makkum Records / Subroutine Records</strong></p>
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