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	<title>African Paper &#187; Auf Abwegen</title>
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		<title>RLW: Minority Of The Dead</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Apr 2026 03:43:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Auf Abwegen]]></category>
		<category><![CDATA[Ralf L. Wechowsky]]></category>
		<category><![CDATA[rlw]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf „Minority Of The Dead“ stellt Ralf Wechowsky, der uns kürzlich noch mit dem Album &#8220;Fading Pictures&#8221; begeistert hatte, unter seinem RLW-Alias drei Stücke zusammen, deren Genese und Konzeption so wichtig sind, dass Informationen zu den einzelnen Stücken einen nicht &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2026/04/11/rlw-minority-of-the-dead/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/04/a2584136202_1x1_700.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-50773" title="a2584136202_1x1_700" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/04/a2584136202_1x1_700-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Auf „Minority Of The Dead“ stellt<a href="https://africanpaper.com/tag/ralf-l-wechowsky/"> Ralf Wechowsky</a>, der uns kürzlich noch mit dem Album <a href="https://africanpaper.com/2025/10/25/rlw-fading-pictures/">&#8220;Fading Pictures&#8221;</a> begeistert hatte, unter seinem RLW-Alias drei Stücke zusammen, deren Genese und Konzeption so wichtig sind, dass Informationen zu den einzelnen Stücken einen nicht unerheblichen Teil des CD-Artworks ausmachen: <span id="more-50772"></span>„From Failure To Failure“ war ursprünglich gedacht für ein anlässlich des 100. Geburtstags von John Cage geplantes Album. Eine Veröffentlichung wurde dann aber von Labelseite abgesagt. RLW schreibt, dass seine Überlegungen zu Cage dazu geführt hätten, über seinen „counterpart“ nachzudenken: Karlheinz Stockhausen. Die beiden weiteren auf der CD erhältlichen Stücke, „Body Logics“ und „Trahison“, sind dann auch inspiriert von dem 2007 verstorbenen Komponisten. Zehn Jahre später wurden diese drei Stücke überarbeitet und dann im letzten Jahr finalisiert.</p>
<p>Die CD wird eröffnet von „Body Logics“, inspiriert von Stockhausens früher Arbeit „Klavierstück I“ und Äußerungen Anthony Braxtons, in denen er die „body logics“ von Stockhausens Klavierstücken u.a. mit denen von James Brown und George Clinton verglich. RLW schreibt, er habe daraufhin zusätzlich zu den virtuellen Instrumenten wie etwa Orgel noch Stimmelemente in &#8220;Body Logics&#8221; integriert. Das Stück selbst beginnt mit hektischen, fragmentierten Passagen, die in ihrer scheinbaren Erratik an Stockhausens Komposition denken  lassen. Dann scheint die Aufnahme zu leiern, Stille, ein virtuelles Fagott setzt ein, es gibt dissonantes Fiepen, Stimmfragmente tönen in der Ferne.  Das darauf folgende „From Failiure to Failure“ ist inspiriert von einer 1992 gehaltenen Rede Cages über „Overpopulation and Art“, einem Text, dem von Wechowski attestiert wird, voller „unbroken optimism and naivety“ zu sein, damit nicht den Geschmack des Künstlers (oder des Verfassers dieser Zeilen) treffend, aber laut den Linernotes lebe das Stück von seinen inneren Widersprüchen. Der Zukunftsoptimismus Cages erinnere Wechowski an Genres wie Prog oder Techno, woraus die Entscheidung für die gewählten Instrumente (Mellotron und Perkussion) resultierte. Die Stimme Cages wird verzerrt, verschwindet im Äther, das Gesagte lässt sich nur erahnen, wird geschreddert, (vielleicht) ad absurdum geführt. Gegen Ende finden sich perkussive Elemente, dann hört man noch einmal Cages sagen: „From failure to failure [...] to the final victory.“  „Trahison!“ ist inspiriert von Stockhausens „Gesang der Jünglinge im Feuerofen“ (eine Komposition, die vor etlichen Jahren der Zusammenarbeit von <a href="https://africanpaper.com/tag/asmus-tietchens/">Asmus Tietchens</a> und <a href="https://africanpaper.com/tag/thomas-koner/">Thomas Köner</a> den Namen lieh). Wechowski fiel bei dem Stück der Kontrast zwischen elaborierter Elektroakustik und Momenten des Lächerlichen auf. Verwendung fand bei seiner Komposition dann Material einer Oper von Saint-Saëns &#8211; eventuell  Samson et Dalila?  Man hört wieder zerhäckselte Sounds, die klingen,  als ginge jemand durch Kies und griffe dann nach einem Instrument. Manche Passagen lassen an Wasser denken.</p>
<p>&#8220;Minority Of The Dead&#8221; ist ein Album hervorragender Geräuschmusik, das auch ohne die Hintergrundinformationen funktionieren kann. (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="www.aufabwegen.de/label/">Auf Abwegen</a></strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2043646709/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>MULTER: Pax Westphalica</title>
		<link>https://africanpaper.com/2026/01/31/multer-pax-westphalica/</link>
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		<pubDate>Sat, 31 Jan 2026 04:58:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Auf Abwegen]]></category>
		<category><![CDATA[Dirk Serries]]></category>
		<category><![CDATA[Hellmut Neidhardt]]></category>
		<category><![CDATA[Mal Hoeschen]]></category>
		<category><![CDATA[Thomas K. Geiter]]></category>
		<category><![CDATA[[Multer]]]></category>

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		<description><![CDATA[„Pax Westphalica“ ist kein neues Studioalbum von [Multer], sondern ein am 19.02.1999 aufgenommener Auftritt in Münster, der nun als ein auf 200 Exemplare limitiertes weißes Vinyl, von Dirk Serries gemastered, bei Auf Abwegen veröffentlicht wird.  Über die Entstehungsgeschichte von &#8220;Pax &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2026/01/31/multer-pax-westphalica/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/01/Multer.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-49781" title="Multer" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/01/Multer-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>„Pax Westphalica“ ist kein neues Studioalbum von [Multer], sondern ein am 19.02.1999 aufgenommener Auftritt in Münster, der nun als ein auf 200 Exemplare limitiertes weißes Vinyl, von <a href="https://africanpaper.com/tag/dirk-serries/">Dirk Serries </a>gemastered, bei<a href="https://africanpaper.com/tag/auf-abwegen/"> Auf Abwegen </a>veröffentlicht wird. <span id="more-49779"></span></p>
<p>Über die Entstehungsgeschichte von &#8220;Pax Westphalica&#8221;<a href="https://www.aufabwegen.de/label/archive/1153"> heißt</a> es von Bandseite: „While listening to old [Multer]-recordings for a potential 25 years anniversary edition we were highly impressed by the direct two track recording of this concert in 1999 due to both the concentrated and quiet audience and the setup of some of our songs, which were preversions for the following Neskt-10” release. All in all this concert is very intense, so instead of the anniversary edition we decided to release this concert“.</p>
<p>Eingespielt in der Dreierbesetzung Hellmut Neidhardt (der in den letzten Jahren als N zahlreiche Dronearbeiten veröffentlicht hat und uns zuletzt noch mit einer<a href="https://africanpaper.com/2025/03/29/n-118-bund-des-dritten-auges-13/"> CD</a> auf <a href="https://africanpaper.com/tag/drone-records/">Drone Records</a> begeisterte), Mal Hoeschen (der auf seinem Label Genesungswerk randständiger Musik eine Heimat bot) sowie dem 2024 verstorbenen Thomas K. Geiter (dem auch dieses Album gewidmet ist).</p>
<p>„Interferenz“ beginnt das Album mit anfangs repetetiven Drones, die nach und nach lauter werden, an- und wieder abschwellen, dann setzt Knirschen ein. Der hier erzeugten Stimmung wohnt durchaus ein Moment der Bedrohung inne. Das dann folgende „Weide“ enthält kaum hörbare Passagen, Glöckchen, Husten (des Publikums?), auf &#8220;Daun&#8221;, &#8220;Rotkraut&#8221; und &#8220;Lith&#8221; hört man Sounds wie ein Echolot,  Passagen, die an Sirenen denken lassen, dunkle Drones oder etwas, das wie ein Loop des Geräuschs eines Spielzeugkarusells klingt. „Neskt“ leitet die zweite Seite ein: Drones, Störgeräusche, Sprachsamples, ein Kind flüstert, zählt, es raschelt. Im Verlauf der zweiten Seite tauchen Glöckchen auf, mysteriöse Drones, kurzzeitig wunderschön melancholische, flächige Passagen, eine verzerrte Stimme schreit, bevor schließlich das Album/der Auftritt melodisch mit einer fast schon optimistischen Stimmung endet.</p>
<p>&#8220;Pax Westphalica&#8221;, vor dem oben angesprochenen „leisen Publikum“ aufgenommen, versetzt den Hörer in einen liminalen Raum mit Musik, die als etwas nicht immer (Be-)Greifbares zu hören ist. Eine sehr schöne Veröffentlichung. (MG)</p>
<p>Label: <a href="www.aufabwegen.de/label/">Auf Abwegen</a><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2244187341/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>ASMUS TIETCHENS / THORSTEN SOLTAU: Lichthöfe</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Jan 2026 03:16:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Asmus Tietchens]]></category>
		<category><![CDATA[Auf Abwegen]]></category>
		<category><![CDATA[Thorsten Soltau]]></category>

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		<description><![CDATA[Zuletzt hatte uns der Hamburger Asmus Tietchens mit der jünsgten Veröffentlichung seines anagrammatischen Projekts Statische Musen begeistert und wir attestierten, er erschaffe „Musik, der man durchaus das Attribut wunderschön verleihen kann.“ Im Laufe seiner langen Karriere hat Tietchens neben seinen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2026/01/17/asmus-tietchens-thorsten-soltau-lichthofe/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/01/a2320166277_10.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-49624" title="a2320166277_10" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/01/a2320166277_10-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Zuletzt hatte uns der Hamburger <a href="https://africanpaper.com/tag/asmus-tietchens/">Asmus Tietchens</a> mit der jünsgten Veröffentlichung seines anagrammatischen Projekts Statische Musen begeistert und wir <a href="https://africanpaper.com/2024/10/12/statische-musen-bubendey-memorialmusik-auf-eine-brache/">attestierten</a>, er erschaffe „Musik, der man durchaus das Attribut wunderschön verleihen kann.“</p>
<p>Im Laufe seiner langen Karriere hat Tietchens neben seinen zahlreichen Soloalben auch immer wieder mit anderen zusammengearbeitet, deren Klangmaterial er be- und verarbeitete. <span id="more-49623"></span></p>
<p>Er selbst sagte in der vor Jahren ebenfalls bei<a href="https://africanpaper.com/tag/auf-abwegen/"> Auf Abwegen</a> erschienenen „Monographie“ zum Thema Kollaborationen: „Zumeist bekomme ich Material angeliefert. […] Da es […], wenn ich mit jemandem zusammenarbeite, eigentlich immer um das Verändern von Sounds geht, muß es nolens volens so aussehen, daß ich Material angeliefert bekomme und es dann bearbeite.“ Hier ist das Ausgangsmaterial modulare Aufnahmen Thorsten Soltaus. Seine auf<a href="https://africanpaper.com/tag/drone-records/"> Drone</a> veröffentlichte CD <a href="https://africanpaper.com/2022/12/24/thorsten-soltau-gewachse-im-zwielicht/">„Gewächse im Zwielicht“</a> hatten wir hier besprochen.</p>
<p>Auf &#8220;Lichthöfe&#8221; <a href="https://aufabwegen.bandcamp.com/album/lichth-fe">geht es</a> konzeptionell um &#8220;the spaciality of sound and the stereo field, while still maintaining an improvisational character.“ Dabei sind die insgesamt 13 lapidar schlicht durchnummerierten Tracks durchaus heterogen: Da ist etwa der flirrende, hektische Opener. Es gibt kristallines Knrischen und Kratzen (&#8220;Lichthof 3&#8243;).  Mein Favorit ist vielleicht &#8220;Lichthof 5&#8243;, ein transparentes, fragil-tastendes  Stück, bei dem man an den Klang von Wasser erinnert wird. Bei dem leicht bedrohlichen &#8220;Lichthof 7&#8243; meint man, seltsame Vögel wären zu hören, während &#8220;Lichthof 8&#8243; metallischer klingt. Das unruhige &#8220;Lichthof 9&#8243; schabt an der Grenze zur Dissonanz, auf dem verspielten &#8220;Lichthof 10&#8243; klingt die Elektronik wie Vogelzwistschen; der teils hektische Track endet schließlich in Brummen. &#8220;Lichthof 12&#8243;,  das mit gut sieben Minuten längste Stück, beginnt kaum hörbar, entwickelt sich bis hin zu fast unanagenehmen Hochtönen und schrillen, kritallinen Sounds. Das das Album abschließende kurze, verspielte  &#8220;Lichthof 13&#8243; lässt an einen Spielzeugroboter denken. (MG)</p>
<p>Label: <a href="https://www.aufabwegen.de/label/">Auf Abwegen</a></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3337954929/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>ILLUSION OF SAFETY: Cancer</title>
		<link>https://africanpaper.com/2026/01/10/illusion-of-safety-cancer/</link>
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		<pubDate>Sat, 10 Jan 2026 05:06:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Auf Abwegen]]></category>
		<category><![CDATA[Dan Burke]]></category>
		<category><![CDATA[Illusion Of Safety]]></category>
		<category><![CDATA[Jim O'Rourke]]></category>
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		<description><![CDATA[Das um Dan Burke gruppierte Projekt Illusion Of Safety hat auf vielen Veröffentlichungen in den letzten Jahrzehnten verschiedenste Formen des Postindustrials gespielt: von einem rabiaten, äußerst unangenehmen von Sprachsamples durchzogenen Album wie „Bad Karma“, das damals und heute vielleicht noch &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2026/01/10/illusion-of-safety-cancer/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/01/a2059689238_16.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-49553" title="a2059689238_16" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/01/a2059689238_16-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Das um Dan Burke gruppierte Projekt<a href="https://africanpaper.com/tag/illusion-of-safety/"> Illusion Of Safety</a> hat auf vielen Veröffentlichungen in den letzten Jahrzehnten verschiedenste Formen des Postindustrials gespielt: von einem rabiaten, äußerst unangenehmen von Sprachsamples durchzogenen Album wie „Bad Karma“, das damals und heute vielleicht noch viel mehr eine angemessene Musik zur Zeit war bzw. ist, bis hin zu dem verhalteneren <a href="https://africanpaper.com/2022/02/05/illusion-of-safety-new-rules-same-game-less-instruction/">„New Rules, Same Game, Less Instruction“ </a>auf <a href="https://africanpaper.com/tag/drone-records/">Drone </a>vor ein paar Jahren. <span id="more-49551"></span></p>
<p>Das Album „Cancer“, aufgenommen zwischen November 1990 und Februar 1991, erschien erstmalig 1992 als CD auf <a href="https://africanpaper.com/tag/tesco/">Tesco </a>und wird nun auf <a href="https://africanpaper.com/tag/auf-abwegen/">Auf Abwegen</a> in einer neu gemastered Edition von 250 Exemplaren auf Vinyl wiederveröffentlicht. Ebenso wie auf der ursprünglichen Veröffentlichung sind alle Tracks unbetitelt, <a href="https://aufabwegen.bandcamp.com/album/cancer-2025-lp-remaster">allerdings</a>: „The original 1991 album sequence has been edited down from the original 60 minute CD program to fit on an LP“. Von Bandseite <a href="https://illusionofsafety.bandcamp.com/album/cancer">heißt </a>es über das Album: „Cancer“ „was mostly a group effort focused on a dark ambient atmospheric environment“ und wurde in einer sechsköpfigen, großen Besetzung bestehend aus Burke, Chris Block Mitch Enderle, Mark Klein, <a href="https://africanpaper.com/tag/jim-o%e2%80%99rourke/">Jim O&#8217;Rourke</a>, Mitch Enderle und Thymme Jones eingespielt. Das Cover zieren <a href="https://www.usgs.gov/landsat-missions/landsat-data-access">Landsat-Bilder</a> der Nasa.</p>
<p>Der erste Track beginnt kaum hörbar, dann lauter werdendem metallischen Klappern, Knartzen. Zwischendurch setzt ein fieser Hochton ein, der an einen Zahnarztbohrer denken lässt. Der zweite Track beginnt mit dissonantem Rauschen, das sich zu einer Kakophonie von Vogelgezwitscher aus der Hölle entwickelt und sich dann zu Noisegebrutzel verdichtet. Das dann folgende Stück fokussiert sich ebenfalls auf das Dissonante, ist aber etwas repetetiver. Anders ausgerichtet ist das Eröffnungsstück der B-Seite: Hier scheint ein Kirchenchoral bearbeitet worden zu sein, Glocken läuten und das Stück bekommt dadurch einen durchaus sakralen Charakter. Der insgesamt fünfte Track beginnt mit in der Ferne kaum wahrnehmbaren Dröhnen, eher zu erahnen als zu erhören, das sich dann fast schon zu symphonisch-orchestralem Dark Ambient entwickelt. Auf dem vorletzten Track hört man wieder bearbeitete Stimmen, die einen dunklen Choral intonieren. Der Abschlussstück ist ein von Thymme Jones gespieltes – nicht nur im Rahmen dieses Albums – relativ entspanntes Klavierstück, das das Album verhältnismäßig positiv ausklingen lässt.</p>
<p>&#8220;Cancer&#8221;, wie auch andere Veröffentlichungen von Illusion Of Safety, zeigt, was experimentelle Musik kann. (MG)</p>
<p>Label: <a href="https://www.aufabwegen.de/label/">Auf Abwegen</a></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3262977656/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>PAUL SCHÜTZE: The Mosaic Of Starlight Slips Back Like The Lid Of An Opening Eye</title>
		<link>https://africanpaper.com/2026/01/03/paul-schutze-the-mosaic-of-starlight-slips-back-like-the-lid-of-an-opening-eye/</link>
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		<pubDate>Sat, 03 Jan 2026 02:29:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Auf Abwegen]]></category>
		<category><![CDATA[Daniel Pennie]]></category>
		<category><![CDATA[Paul Schütze]]></category>

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		<description><![CDATA[Der gebürtige Australier Paul Schütze, der seit Jahren in England &#8211; lange London, nun an der Küste Kents -  lebt, war in den letzten Jahrzehnten in vielen Bereichen künstlerisch tätig und beschreibt sich selbst als „artist composer performer“. Neben der &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2026/01/03/paul-schutze-the-mosaic-of-starlight-slips-back-like-the-lid-of-an-opening-eye/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/12/a1877239617_161.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-49472" title="a1877239617_16" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/12/a1877239617_161-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Der gebürtige Australier Paul Schütze, der seit Jahren in England &#8211; lange London, nun an der Küste Kents -  lebt, war in den letzten Jahrzehnten in vielen Bereichen künstlerisch tätig und <a href="http://www.paulschutze.com/">beschreibt </a>sich selbst als „artist composer performer“. Neben der Musik (Klanginstallationen, Soundtacks) hat er sich visuell betätigt (Filme,<a href="http://www.paulschutze.com/photographs.html"> Fotografien</a>) und sogar Parfüms konzipiert. Es entstanden sowohl Soloalben als auch Zusammenarbeiten, <span id="more-49470"></span>wie etwa mit <a href="https://africanpaper.com/tag/thomas-koner">Thomas Köner</a>, er hat auch mit Bill Laswell oder <a href="https://africanpaper.com/tag/andrew-hulme/">Andrew Hulme</a> gearbeitet, um nur ein paar zu nennen.</p>
<p>Vor einigen Monaten erschien auf dem Kölner Label <a href="https://africanpaper.com/tag/auf-abwegen/">Auf Abwegen </a>mit dem recht poetisch betitelten „The Mosaic Of Starlight Slips Back Like The Lid Of An Opening Eye“ Schützes neues Album, das aus einem langen, auf zwei CDs verteilten Track besteht, der insgesamt etwa gut 90 Minuten lang ist. Schütze arbeitet hier mit Daniel Pennie zusammen, der in den Credits mit „bowed and ebow guitar, textures and loops“ angeführt ist, Schütze mit „electronic, steel drums, melodica“.</p>
<p>Konzeptionell knüpft es an das <a href="http://www.paulschutze.com/garden-of-instruments.html">„Garden of Instruments“</a>-Projekt an, dessen erster Teil bereits 1997 mit „Second Site“ begann. Auf der aktuellen Veröffentlichung geht es um „astronomical/architectural phenomena of the Janta Manta instruments.“, verweisend auf fünf Sternwarten, die im 18. Jahrhundert in Indien errichtet wurden. Schütze <a href="https://aufabwegen.bandcamp.com/album/the-mosaic-of-starlight-slips-back-like-the-lid-of-an-opening-eye">schreibt</a>: „for me they have always stood as monuments that collapse the illusions of time and place: non places that bend chronology and thinking in unprecedented ways; physical markers of paradigm shift and poly sensory exploration.“</p>
<p>Der erste Teil beginnt kaum hörbar mit an- und abschwellenden Basstönen; nach und nach kommen vereinzelte Sounds hinzu, irgendwann meint man Knirschen, Schaben, Wassergeräusche zu hören, es gibt Momente der Irritation und es entsteht fortwährend eine kaum greifbare Atmosphäre, eine Entrückung in eine andere, fast schon geisterhafte Welt, in der Instrumente kurz gegriffen werden, um dann wieder zu verschwinden. Dieses sehr organisch klingende Album changiert irgendwo in einem liminalen Raum zwischen Elektroakustik und (Dark) Ambient. Ob es gelingt, die Chronologie &#8211; wie oben angesprochen &#8211; zu &#8220;verzerren&#8221; sei dahingestellt, aber diese 90 Minuten fühlen sich definitiv kürzer an, was sicher sehr für dieses Album spricht. (MG)</p>
<p>Label: <a href="https://www.aufabwegen.de/label/">Auf Abwegen </a><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3186705518/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>AUTONISTER: One</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Feb 2025 05:09:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Aotonister]]></category>
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		<category><![CDATA[Strafe F. R.]]></category>
		<category><![CDATA[Strafe Für Rebellion]]></category>

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		<description><![CDATA[Ganz lapidar „One“ betitelt ist das erste Album des in Düsseldorf gegründeten Projekts Autonister, das aus Bernd Kastner, Siegfried Syniuga (die beide als Strafe für Rebellion, zuletzt verkürzt auf Strafe F.R. aufnehmen) und Detlef Klepsch von keit, ki lik il &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/02/08/autonister-one/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/02/a1368754505_10.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-44891" title="a1368754505_10" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/02/a1368754505_10-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Ganz lapidar „One“ betitelt ist das erste Album des in Düsseldorf gegründeten Projekts Autonister, das aus Bernd Kastner, Siegfried Syniuga (die beide als Strafe für Rebellion, zuletzt verkürzt auf <a href="http://africanpaper.com/tag/strafe-fur-rebellion/">Strafe F.R. </a>aufnehmen) und Detlef Klepsch von keit, ki lik il besteht. Ersterem Projekt attestierten wir hier noch anlässlich ihres ebenfalls auf <a href="http://africanpaper.com/tag/auf-abwegen/">Auf Abwegen</a>  erschienenen Albums „Soundless Spehre“: „Was bei <span id="more-44890"></span>allen acht Stücken auffällt, ist ein Moment des Skurrilen, des leichten Augenzwinkerns und zudem eine Fülle, ein Füllhorn an Brüchen und ganz eigenen Sounds.“</p>
<p>Bezüglich des neuen Projekts Autonister <a href="https://aufabwegen.bandcamp.com/album/one">heißt </a>es von Labelseite: „The main interest of the trio lies in the combination of open disruptions between simple and complex rhythms, sound and noise textures, different tempi as well as instrumental and vocal sound elements.“ In dieser Beschreibung finden sich schon durchaus Hinsweise zentrale Klangelemente, die das Album enthält, etwa häufig (teils rabiat-treibende) Rhythmen, aber auch (immer wieder) eine Kontrastierung von scheinbar disparaten Klängen.</p>
<p>Die Titel der insgesamt zwölf Stücke sind schlicht durchnummeriert: „ONE_01“, „ONE_02“ etc. Der Opener ist durchzogen von scheinbar zerhäckselten Sounds, hektischen Beats, Computerstimme, Unruhe, dann plötzlich ein Innehalten. Auf dem dritten Track hört man eine fragmeintierte Stimme, dann hektisch triebende Beats, Drum &#8216;n&#8217; bass auf Speed, aber zwischendurch auch eine Zurücknahme des Tempos. Track 4 verzichtet fast völlig auf Rhythmen, stattdessen Fiepen, Quieken, kaum festzumachende Geräusche, gurgelnde Stimmen. Auf Track 7 gibt es Sounds wie Vogelzwitschern, eine fortwährende Unruhe unter der Oberfläche und ambiente Passagen.</p>
<p>Manchmal meint man, das Album sei ein Hybrid aus <a href="http://africanpaper.com/tag/coil/">Coil </a>zu Zeiten der &#8220;Backwards&#8221;-Sessions und<a href="http://africanpaper.com/tag/asmus-tietchens/"> Asmus Tietchens</a>&#8216; Mengenserie, letztlich greift das aber zu kurz, um dieses herrlich heterogene Album zu beschreiben. (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://www.aufabwegen.de/label/">Auf Abwegen</a></strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=645061571/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>STATISCHE MUSEN: Bubendey Memorialmusik auf eine Brache</title>
		<link>https://africanpaper.com/2024/10/12/statische-musen-bubendey-memorialmusik-auf-eine-brache/</link>
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		<pubDate>Sat, 12 Oct 2024 05:36:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Asmus Tietchens]]></category>
		<category><![CDATA[Auf Abwegen]]></category>
		<category><![CDATA[Hematic Sunsets]]></category>
		<category><![CDATA[Statische Musen]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor einiger Zeit beendete Asmus Tietchens sein selbst so bezeichnetes „death lounge project“ Hematic Sunsets mit einem „Adieu“. Hematic Sunsets war sicher stärker von Humor geprägt als seine unter eigenem Namen veröffentlichten Alben – so erfuhr man auf dem letzten &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/10/12/statische-musen-bubendey-memorialmusik-auf-eine-brache/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/10/00001789226-1726921100-2127.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-42960" title="00001789226-1726921100-2127" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/10/00001789226-1726921100-2127.jpg" alt="" width="183" height="150" /></a>Vor einiger Zeit beendete <a href="http://africanpaper.com/tag/asmus-tietchens/">Asmus Tietchens </a>sein selbst so bezeichnetes „death lounge project“ Hematic Sunsets mit einem <a href="http://africanpaper.com/2021/01/16/hematic-sunsets-aroma-club-adieu/">„Adieu“</a>. Hematic Sunsets war sicher stärker von Humor geprägt als seine unter eigenem Namen veröffentlichten Alben – so erfuhr man auf dem letzten Tonträger etwa etwas über Hodenbaden und Mikadotanz. Das erste Album des Nachfolgeprojekts Statische Musen hieß <a href="http://africanpaper.com/2023/08/05/statische-musen-diskretion-funktionsmusik-fur-verrichtungsboxen/">„Diskretion“</a> und wurde im Untertitel als „Funktionsmusik für Verrichtungsboxen“ verortet; der nun ein Jahr später erschienene Nachfolger „Bubendey“ ist dagegen „Memorialmusik auf eine Brache“.</p>
<p><span id="more-42948"></span>Eingespielt von Tietchens und seinen drei anagrammatischen Alter Egos (Ute Massensicht, Ines Schmettsau und Senta Steumisch, die auch die Linernotes verfasste) knüpft &#8220;Bubendey&#8221; musikalisch sicher an den Vorgänger an, über den man hier lesen konnte: „Verglichen [mit Hematic Sunsets] ist die Musik von Statische Musen näher an anderen Werke Tietchens der letzten Jahre.“</p>
<p>Vielleicht sollte man bei den Linernotes beginnen, in der es um die titelgehende Brache geht. Die Industrie hinterließ an diesem Ort nach ihrem Rückzug „bizarre Ruinen“, die im Laufe der Jahre verfielen, der Boden war „kontaminiert[...]“, ließ das Schaffen von Wohnraum nicht zu. Dennoch wachsen, wie man lesen kann, inzwischen wieder „Gras und andere Pflanzen“ und „Birken bilden ein bescheidenes Gehölz“. Oder, wie es abschließend heißt: „Der Petroleumduft ist verweht.“ – Da meint man, vielleicht etwas überraschend, so etwas wie einen Moment des Optimismus herauszuhören.</p>
<p>Das erste Stück „Linie 62“, benannt nach der<a href="https://hadag.de/de/linien/62/"> Hamburger Linie</a>, die zum Bubendey-Ufer führt, ist reduziert, tastend, bis dann melodisch-flächige Sounds hinzukommen, die zwischenzeitlich fast schon dramatisch anschwellen und dann langsam abebben. „Die Brache“ ist geprägt von leicht melancholischen Klangflächen, die wie Wellen zu verebben scheinen. „Solanum dulcamara “ ist wahrlich ein (knapp 18-minütiger) „bittersüßer Nachtschatten“.  „Am Leuchtfeuer B 1582“, auf das <a href="http://www.baken-net.de/hh-bubendey-ufer.htm">Leuchtfeuer</a> am Bubendeyufer verweisend, klingt dagegen fast schon beschwingt. „Vis á vis“ ist wieder eine leicht melancholisches Stück und „Auf immer fort“ schließt das Album mit flächig-kristallinen Sounds ab.</p>
<p>Mit Statische Musen nähert sich Tietchens fast schon dem Ambient an und erschafft Musik, der man durchaus das Attribut wunderschön verleihen kann. (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://www.aufabwegen.de/label/">Auf Abwegen </a></strong><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3713276793/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Soundperformance und Vortrag: Julia Bünnagel und Till Kniola in Düsseldorf</title>
		<link>https://africanpaper.com/2023/08/31/soundperformance-und-vortrag-julia-bunnagel-und-till-kniola-in-dusseldorf/</link>
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		<pubDate>Thu, 31 Aug 2023 04:09:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Atelier Nele Waldert]]></category>
		<category><![CDATA[Auf Abwegen]]></category>
		<category><![CDATA[Julia Bünnagel]]></category>
		<category><![CDATA[Lama-Musik]]></category>
		<category><![CDATA[Till Kniola]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 22 September findet im Düsseldorfer Atelier Nele Waldert ein Solo-Auftritt der Bildhauerin, Soundperformerin und Installationskünstlerin Julia Bünnagel statt, bei der durch Ansägen, Lackierung und andere Modifikationen bearbeitete Schallplatten als Klangerzeuger zum Einsatz kommen. Im Programmtext heißt es &#8220;Julia Bünnagel &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/08/31/soundperformance-und-vortrag-julia-bunnagel-und-till-kniola-in-dusseldorf/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 22 September findet im Düsseldorfer Atelier Nele Waldert ein Solo-Auftritt der Bildhauerin, Soundperformerin und Installationskünstlerin <a href="http://www.juliabuennagel.de">Julia Bünnagel</a> statt, bei der durch Ansägen, Lackierung und andere Modifikationen bearbeitete Schallplatten als Klangerzeuger zum Einsatz kommen. Im Programmtext heißt es &#8220;Julia Bünnagel erschafft strukturelle Kompositionen, die sie aus makroskopischen Texturen zu Klanglandschaften verdichtet und ausladende Zustände von Noise und Beats entwickelt.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/08/fotor_1693404527988.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-37280" title="fotor_1693404527988" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/08/fotor_1693404527988.jpg" alt="" width="719" height="1032" /></a><span id="more-37278"></span></p>
<p>Sie spielt Live-Improvisationen mit modifizierten Schallplatten. Die veränderten Oberflächen der LPs, die gesägt, lackiert oder beklebt sind und so spezifische Geräusche erzeugen, werden ineinander gemischt, dass treibende rhythmische Klanglandschaften entstehen. Der Sound bewegt sich zwischen Geräuschen, Musikfragmenten und lauten, dreckigen Beats&#8221;. Zuvor hält der als Musikjournalist, Veranstalter und Labelbetreiber aktive Till Kniola a.k.a. DJ Zipo (<a href="http://www.aufabwegen.de">AufAbwegen</a>, <a title="Puce Mary, Christoph Heemann, Fabio Orsi, Brunhilde Ferrari u.a.: Gräuschwelten-Festival in Münster" href="http://africanpaper.com/2022/10/11/puce-mary-christoph-heemann-fabio-orsi-brunhilde-ferrari-u-a-grauschwelten-festival-in-munster/">Geräuschwelten</a> u.a.) einen thematisch passenden Vortrag über die Schallplatte als Objekt für künstlerische Arbeiten. Die Veranstaltung wird vom Atelier in Zusammenarbeit mit dem Verein Lama-Musik e.v. organisiert.</p>
<p>Freitag, 22.09.2023<br />
Beginn 20 Uhr<br />
Atelier Nele Waldert<br />
Kalkumer Str. 85<br />
40468 Düsseldorf</p>
<p><strong><a href="https://lama-musik.tumblr.com/">@ Lama-Musik e.V</a></strong>.<!--/data/user/0/com.samsung.android.app.notes/files/clipdata/clipdata_bodytext_230830_160330_194.sdocx--></p>
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		<title>STATISCHE MUSEN: Diskretion. Funktionsmusik für Verrichtungsboxen</title>
		<link>https://africanpaper.com/2023/08/05/statische-musen-diskretion-funktionsmusik-fur-verrichtungsboxen/</link>
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		<pubDate>Sat, 05 Aug 2023 05:45:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Asmus Tietchens]]></category>
		<category><![CDATA[Auf Abwegen]]></category>
		<category><![CDATA[Statische Musen]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach dem Ende des selbst so betitelten „death lounge project“ Hematic Sunsets mit dem Album „Aroma Club Adieu“ folgt mit Statische Musen ein weiteres ebenfalls aus weitgehend anagrammatischen Alter Egos Asmus Tietchens&#8216; (neben ihm Senta Steumisch, Suse Mittach sen.  -  &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/08/05/statische-musen-diskretion-funktionsmusik-fur-verrichtungsboxen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/08/Statische3.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-36802" title="Statische3" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/08/Statische3-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Nach dem Ende des selbst so betitelten „death lounge project“ Hematic Sunsets mit dem Album <a href="http://africanpaper.com/2021/01/16/hematic-sunsets-aroma-club-adieu/">„Aroma Club Adieu“</a> folgt mit Statische Musen ein weiteres ebenfalls aus weitgehend anagrammatischen Alter Egos <a href="http://africanpaper.com/tag/asmus-tietchens/">Asmus Tietchens</a>&#8216; (neben ihm Senta Steumisch, Suse Mittach sen.  -  M&#8217;Pei fällt da etwas heraus) bestehendes Projekt.</p>
<p>Der (Unter-)Titel des Albums wird in bierernster Diktion in den Linernotes erklärt: <span id="more-36799"></span>„Der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg begann 2021 nach dem Vorbild anderer Großstädte mit der Aufstellung von Verrichtsungsboxen.“ Von dem „Staatsrat<a href="https://www.youtube.com/watch?v=MeeAG7ILi0Q&amp;embeds_referring_euri=http%3A%2F%2Fsiegdervernunft.blogspot.com%2F&amp;source_ve_path=MjM4NTE&amp;feature=emb_title&amp;ab_channel=nwiese"> Dr. Kurt Euler</a>“ sei angeregt worden, „die Verrichtungsboxen mit therapeutisch wirksamen Klangtapeten auszustatten.“ Von den vier, zwischen 12 und 16 Minuten langen auf der CD enthaltenen Stücken wurde lediglich eine Version („Box 2“) akzeptiert, die anderen drei abgelehnt. Die angenommene Version habe „auf alle Beteiligten außerordentlich wohltuend und anregend“ gewirkt.</p>
<p>Auf „Box 1 (abgelehnt)“ hört man in Hintergrund ambientes Dröhnen und im Vordergrund fast so etwas wie erratischen Rhythmus. Das Stück ist durchzogen von einer gewissen Unruhe, so als ob sich undefinierbare Entitäten an verstimmten Gitarren versuchten. Bei der (angenommenen) „Box 2“ wird man zwischendurch durchaus an die sogenannten Hydrophonien der &#8220;<a href="http://africanpaper.com/2021/08/14/asmus-tietchens-seuchengebiete-4/">Seuchengebiete</a>&#8220;-Reihe erinnert, was vielleicht bzgl. der &#8220;Funktion&#8221; der Klänge nicht unpassend ist, vor allem dann, wenn man an den oben angesprochenen „anregenden“ Charakter des Stücks denkt. „Box 3 (abgelehnt)“ knüpft an die Vorgänger an, beeindruckt auch hier im Changieren zwischen Abstraktion und Melodik. Beendet wird das Album von „Box 4 (abgelehnt)“, einem Track, der leiser und zurückhaltender beginnt.</p>
<p>Die Hematic Sunsets-Aufnahmen waren voller kurioser, aber zum Teil natürlich durchaus „catchy“ Tracks“. Verglichen damit ist die Musik von Statische Musen näher an anderen Werke Tietchens der letzten Jahre. (MG)</p>
<p>Label: <a href="https://www.aufabwegen.de/label/">Auf Abwegen</a><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=4230451826/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>KONRAD KRAFT: Nifbin Circle</title>
		<link>https://africanpaper.com/2023/06/03/konrad-kraft-nifbin-circle/</link>
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		<pubDate>Sat, 03 Jun 2023 03:44:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Auf Abwegen]]></category>
		<category><![CDATA[Konrad Kraft]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach „Oval“ erscheint auf Auf Abwegen mit „Nifbin Circle“ das neue Album von Konrad Kraft und das insgesamt vierte auf dem kleinen Kölner Label. Kraft, bürgerlich Detlef Funder, dessen Pseudonym auf Conrad Schnitzler und Kraftwerk verweist,  beschreibt die Stücke als &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/06/03/konrad-kraft-nifbin-circle/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/06/a0752337594_16.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-35984" title="a0752337594_16" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/06/a0752337594_16-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Nach <a href="http://africanpaper.com/2020/01/04/konrad-kraft-oval/">„Oval“</a> erscheint auf<a href="http://africanpaper.com/tag/auf-abwegen/"> Auf Abwegen</a> mit „Nifbin Circle“ das neue Album von Konrad Kraft und das insgesamt vierte auf dem kleinen Kölner Label. Kraft, bürgerlich Detlef Funder, dessen Pseudonym auf<a href="https://kaput-mag.com/catch_de/konrad-kraft-die-angstgefuehle-des-kalten-kriegs/"> Conrad Schnitzler und Kraftwerk </a>verweist,  beschreibt die Stücke als „tracks with rudimentary melodies and rhythms“, resultierend aus der Arbeit mit „two apps on the iPad, [which] provided the basic structures and the sound space“. <span id="more-35983"></span></p>
<p>Tatsächlich ist schon direkt der Opener „Flabdragon Level 3“ ein verspielt klingendes Stück, das fast schon an ein Depeche Mode -Instrumental aus den frühen 80ern, so in etwa zur Zeit von „A Broken Frame“, klingt, das man vielleicht in einer alternativen Realität als B-Seite einer Single verwendet hätte. B-Seite nicht verstanden als etwas (nur) Sekundäres, sondern im Sinne von weniger kommerziell, aber eventuell spannender als die A-Seite. Es gibt ein tolles Zusammenspiel von perkussiven Momenten und leicht melancholischen Melodien. Das darauf folgende Titelstück mit bassartigen Sounds scheint aus vielen Schichten und Ebenen zu bestehen. „Fanznel Re“ ist mit Knistern und melodischen Flächen etwas reduzierter und erzeugt eine leicht dunkel-melancholische Atmosphäre. „Imrobial Connected“ besticht durch pulsierende flächige Sounds und pochende Rhythmik „Ilsimits II“ lässt kurzzeitig an Coils „Paranoid Inlay“ denken. Auf acht Stücken  kreiert Kraft eine ganz eigene wie eigenwillige Form von abstraktem Elektropop, dessen oben zitierte „rudimentären Melodien“, an denen er sich laut Selbstauskunft erstmalig seit 30 Jahren versuchte, überzeugen. (MG)</p>
<p>Label: <a href="https://www.aufabwegen.de/label/">Auf Abwegen</a><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=439209453/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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