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	<title>African Paper &#187; Ayuune Sule</title>
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		<title>KING AYISOBA: Work Hard</title>
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		<pubDate>Sat, 27 May 2023 06:05:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was immer man sich unter einem Titel wie &#8220;Work Hard&#8221; vorstellen mag – im Falle von King Ayisobas neuem Album, das in Zusammenarbeit mit der westafrikanischen Producerlegende Francis Ayamga, Arnold &#8220;Zea&#8221; de Boer und einer ganzen Reihe an weiteren Größen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/05/27/king-ayisoba-work-hard/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/04/GBCD134_front.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-35062" title="GBCD134_front" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/04/GBCD134_front-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Was immer man sich unter einem Titel wie &#8220;Work Hard&#8221; vorstellen mag – im Falle von King Ayisobas neuem Album, das in Zusammenarbeit mit der westafrikanischen Producerlegende <a title="This is Zologo Beat: Neue Compilation aus Ghana" href="http://africanpaper.com/2023/04/04/this-is-zologo-beat-neue-compilation-aus-ghana/">Francis Ayamga</a>, Arnold &#8220;<a title="ZEA: Witst Noch Dat D’r Neat Wie" href="http://africanpaper.com/2021/12/11/zea-witst-noch-dat-dr-neat-wie/">Zea</a>&#8221; de Boer und einer ganzen Reihe an weiteren Größen eingespielt wurde, steht er in erster Linie für einen aufgeweckten und nicht selten heiteren Kämpfergeist, der sich an vielen Stellen auf dem Fundament folkig grundierter Elektroklänge ganz energisch gegen <span id="more-35058"></span>Korruption und Misswirtschaft im eigenen Land Ghana und, wenn man den Texten folgt, in ganz Afrika richtet und sich dabei nicht scheut, heikle Themen anzusprechen.</p>
<p>King Ayisoba ist einer der Protagonisten des zeitgenössischen <a title="V.A.: This Is Kologo Power!" href="http://africanpaper.com/2016/04/30/v-a-this-is-kologo-power/">Kologo</a>-Stils, einer semi-traditionellen Musikrichtung, die sich vor einigen Jahren im Norden des westafrikanischen Landes herausgebildet hat. Im Zentrum steht das gleichnamige regional populäre Saiteninstrument, das europäische Ohren entfernt an ein Banjo erinnern kann und in den heutigen Spielweisen oft mit vitaler Elektronik und energischen Gesängen in <a title="V.A.: This is Frafra Power" href="http://africanpaper.com/2019/06/01/v-a-this-is-frafra-power/">Frafra</a>, Twi und Englisch kombiniert wird. Neben Stars wie <a title="AYUUNE SULE: We Have One Destiny" href="http://africanpaper.com/2018/03/24/ayuune-sule-we-have-one-destiny/">Ayuune Sule</a>, <a title="ATAMINA: Sycophantic Friends" href="http://africanpaper.com/2018/01/06/atamina-sycophantic-friends/">Atamina</a> und <a title="PRINCE BUJU: We Are In The War" href="http://africanpaper.com/2015/06/06/prince-buju-we-are-in-the-war/">Prince Buju</a> gehört King Ayisoba zu den international bekanntesten Exponenten dieser Musik.</p>
<p>Der Opener &#8220;Good Things God Knows&#8221; ist wie ein alarmierender Weckruf: Zackige Rhythmen, traditionelle Flöten, sanfte weibliche backing vocals und Ayisobas typisch kraftvolle Shouts rufen zum Kampf gegen die korrupten African leaders, denen der Meister bereits <a title="KING AYISOBA: Wicked Leaders" href="http://africanpaper.com/2014/08/09/king-ayisoba-wicked-leaders/">ein ganzes Album</a> gewidmet hat, und deklamieren das Grundsätzliche, das so gerne vergessen wird: &#8220;We need peace and love&#8221;. Einige Rapper und Dancehall-Künstler kommen schon in diesem ersten Minuten zu Wort, doch das letzte Wort haben Kinder.</p>
<p>Ayisoba weiß seine Stilmixtur immer wieder gut zu variieren, es gibt vom Schwerpunkt her elektronische, aber auch stärker akustisch instrumentierte Stücke, manche sind aggressiver und kämpferischer, andere wiederum sind etwas laidback und von der Stimmung gesetzt. In letzteren ist oft die Kologo deutlicher zu hören wie z.B in &#8220;Bossi labomé&#8221;, das auch durch seinen angenehmen Rhythmus und der Melodie des englisch gesungenen Refrains den vielleicht größten Pop-Appeal das Albums hat. Wesentlich aggressiver die Standpauke in &#8220;People talk too much&#8221;: Hier wird der Lärm des alltäglichen Geschwätzes quasi onomatopoetisch eingebaut und durch die Art des Gesangsvortrags und des Instrumentenspiels imitiert. Gegen Ende kommen immer neue multilinguale Facetten hinzu und der Song endet kurz vor dem thematisch angemessenen Burnout.</p>
<p>Jeder der Songs hat seine ganz eigenen Überraschungen in petto – diese können musikalischer Natur sein wie in &#8220;Nambe Sonne&#8221;, wo ein hypnotischer Takt wie in einer Collage auf das Fundament eines anrührenden geloopten Flötenspiel geklebt ist und mit diesem gemeinsam den Hintergrund für einen Text des Kollegen Atamina bildet. Das gilt aber auch für die weniger offensichtlich experimentellen Stücke wie das eingängige &#8220;Kokoko enter&#8221;, wo mit Kologo und heiteren Bläsern (oder sind es Synthies?) eines der besten Stücke zum Einstieg in den Kologo-Kosmos geschaffen wurde.</p>
<p>Wieder andere Stücke überzeugen besonderes über ihre Texte, so &#8220;Tribe&#8221;, das ein Plädoyer für die Bewahrung lokaler Sprachen und die entsprechende Bildung für Kinder darstellt, oder das Plädoyer für Widerstandsgeist in schweren Zeiten in &#8220;Abome&#8221;, das auf den Fundus lokaler Parabeln zurückgreift. Im abschließenden &#8220;Buri Malima&#8221; zeigen King Ayisoba und seine Crew noch einmal was sie können und schaffen im Zusammenspiel mit lokalen Folkmusikern an Blasinstrumenten und Drums den mitreisenden theatralischen Abschluss eines an Granteleien und offenen Plädoyers reichen Albums, das in Sound und Text ebenso streitbar wie hoffnungsfroh ist. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Glitterbeat Records</strong><!--/data/user/0/com.samsung.android.app.notes/files/clipdata/clipdata_bodytext_230414_160850_171.sdocx--></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1807320405/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>AYUUNE SULE: Putoo Katare Yire</title>
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		<pubDate>Sat, 29 May 2021 05:00:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Ayuune Sule]]></category>
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		<description><![CDATA[In gerade mal drei Jahren hat sich der ghanaische Sänger und Kologospieler Ayuune Sule vom Newcomer und Support-Act für King Ayisoba zum international angesehenen Solokünstler gewandelt, unter seinen Fans gilt er als einer der zugänglichsten und poppigsten Vertreter des Genres, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/05/29/ayuune-sule-putoo-katare-yire/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/05/ayuunesule2021.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-25550" title="ayuunesule2021" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/05/ayuunesule2021-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>In gerade mal drei Jahren hat sich der ghanaische Sänger und Kologospieler Ayuune Sule vom Newcomer und Support-Act für King Ayisoba zum international angesehenen Solokünstler gewandelt, unter seinen Fans gilt er als einer der zugänglichsten und poppigsten Vertreter des Genres, das nach seinem Hauptinstrument &#8211; eben das an eine Frühform des Banjos erinnernde Kologo &#8211; benannt ist.<span id="more-25549"></span> Mit &#8220;Putoo Katare Yire&#8221;, an dem einige hochkarätige Gäste mitwirken, steht seit Ende April sein neuestes Stück Vinyl in den Regalen. Bosheit hat kein Zuhause, so die deutsche Übersetzung des Titels, der auch einen der schalkhaft-heiteren Songs schmückt, doch das ist nur einer von vielen Slogans, die hier geschmettert werden.</p>
<p>Wie gewohnt geht es ohne Umschweife zur Sache: &#8220;Tezaa So Ndeyine&#8221; ist ein stimmungsvoll nach Drums, Bläsern und den hypnotischen Kologosaiten klingendes Protestlied gegen religiöse Bigotterie &#8211; Protest hat hier aber, trotz des nur zum Teil in der Landessprache Frafra, zum Teil auch in Englisch dargebotenen Textes mit seiner unverblümten Wortwahl nichts mit schlechter Laune zu tun. Die meist minimalen Tonfolgen des Saitenspiels erzeugen eine Entrücktheit, die in der schnellen Gangart aufwühlend wirkt und zusammen mit den anderen Komponenten, die allesamt gelöst, zackig und heiter zugleich daherkommen, ein ungemein kraftvolles Emotionsgemisch erzeugen können. An diesem wirkt neben Sängerin Florence Adone übrigens kein Geringerer als African Head Charge-Frontmann Bonjo Iyabinghi Noah mit.</p>
<p>Es ist schwer, einzelne Hits herauszupicken, da jeder Song ins Bein geht und im Ohr bleibt, und jeder ist als unmissverständliches Statement konzipiert. &#8220;Don&#8217;t Be Lazy&#8221; ist ein tanzwütiges Ritual zum Entschlacken von Krankheiten mit mehrstimmigem Gesang, Dynamik ist der Königsweg, und wer kann es einem verübeln, dabei an den italienischen Tarantella zu denken? In einer etwas gemächlicheren Gangart, aber mit kämpferischen Vocals ist &#8220;Life Is A Journey&#8221; ein echter Ohrwurm, zu dem die fast anheimelnden Flöten wesentlich beitragen. &#8220;Fighting Music&#8221;, wieder mit Noah sowie dem Kologo-Crooner Prince Buju, errichtet mit Synthies und widerspenstigen Rhythmen ein Bollwerk gegen Gewalt und bricht eine Lanze für den Dialog. Besinnlichere Töne haben aber, zumindest in den Worten, ebenso ihren Platz, so in &#8220;Yaalima Nyaane Yoo&#8221;, wo Sule und Gastsängerin Fausty Amoa Mabile von der Liebe zwischen Menschen und Gott singen. Dass dies kein abgegriffenes, hippieskes Thema sein muss und komplexer als man vielleicht denkt, wird vom Kontrast zwischen mystischen Flöten und aufwühlenden Rhythmen einmal mehr unterstrichen.</p>
<p>Das abschließende Stück ist dem Instrument selbst gewidmet, das der Musiker von seinem Großvater geerbt hat &#8211; eine derart leidenschaftliche Hommage an die Vergangenheit impliziert meist auch einen hoffnungsvollen Blick auf Künftiges, und in den Liner Notes wird &#8220;Putoo Katare Yire&#8221; ohnehin als &#8220;the sound of optimism and hope&#8221; beschrieben. Ich lasse mich da gern überzeugen.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=58558633/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>AYUUNE SULE: We Have One Destiny</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Mar 2018 06:56:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Welle an Kologomusik aus Ghana reißt nicht ab. Ayuune Sule spielt seit ein paar Jahren in der Band des hier bereits mehrfach vorgestellten King Ayisoba. Als er 2013 in dieser Konstellation erstmals in Europa auftrat, eröffnete er die Shows &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/03/24/ayuune-sule-we-have-one-destiny/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/02/ayuunesulewehaveonedestiny.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-14985" title="ayuunesulewehaveonedestiny" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/02/ayuunesulewehaveonedestiny-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Die Welle an Kologomusik aus Ghana reißt nicht ab. Ayuune Sule spielt seit ein paar Jahren in der Band des hier bereits mehrfach vorgestellten King Ayisoba. Als er 2013 in dieser Konstellation erstmals in Europa auftrat, eröffnete er die Shows mit einem kleinen Soloset und drückte Arnold de Boer von The Ex, der auch ein Label betreibt, sein Demo in die Hand. So nahm alles seinen Lauf, und zwei Jahre später erschien eine Single mit zwei Songs, beide in einem<span id="more-14984"></span> recht abgespeckten musikalischen Gewandt aus den repetitiv gespielten zwei Saiten des banjoartigen Geräts und einer angenehm samtigen Stimme.</p>
<p>Einer davon, „What a Man Can Do, a Woman Can Do More Better“, avancierte in Belgien zu einem Hit, der andere, das hypnotische „Who Knows Tomorrow?“, fand seinen Weg auf die Compilation „This is Kologo Power“. Seit kurzem ist das Albumdebüt des Musikers draußen, der in der südlichen Ashanti-Region des Landes, in der Stadt Kumasi, aufgewachsen ist – einem Teil Ghanas, in dem die Kologo-Tradition erst Einzug erhielt, nachdem sie vor ein paar Jahren zum lokalen Popphänomen avancierte. Man sagt, dass die dort populären Genres Asonto und Hiplife gut aus den Stücken herauszuhören sind, ein Hybridphänomen also, das in unseren Breiten sicher der vereinheitlichenden Vorstellung als „afrikanisch“ zum Opfer fallen wird.</p>
<p>Ayuune Sule ist der bislang poppigste der mir bekannten Kologo-Virtuosen, zumindest wenn er es will, und so warten einige Tracks mit einer anspruchsvollen Produktion und fabelhaften Arrangements auf. Die beiden ersten Songs liefern den Beweis: „Two Wrongs Don&#8217;t Make a Right“, ein politischer Song mit einer simplen Message an afrikanische Politiker: kooperiert!, besticht durch ein sauberes Klangbild, das den besten PAs standhalten sollte, und gekonnt eingesetzten Chorpassagen, die sich um die zwar hochtönende, und doch sanfte Stimme schmiegen. „What a Man Can Do, a Woman Can Do More Better“ wurde für&#8217;s Album in einen elektronischen Popsong verwandelt und besticht mit einem steppenden Rhythmus, zu Spielereien mit dem Vocoder gesellen sich weibliche Backing Vocals – passend zu Text und Kontext, denn der Song wurde ursprünglich für einen Event geschrieben, bei dem es um die Einforderung von mehr Arbeitsrechten für ghanaische Frauen ging.</p>
<p>Alle Tracks dieser Art haben einen freundlichen Sound, der sie immer auch kompatibel für&#8217;s massentaugliche Radio macht, und vermutlich klingen sie auch nur für nördliche Ohren so exotisch und immer noch leicht schräg. Etwas markanter ein Song wie „Keleke“, bei dem man die Kologo viel deutlicher heraushört, wozu allerdings auch ein leichter Dub-Effekt kommt, der den Track noch wesentlich hypnotischer macht. Für mich allerdings stellen ohnehin die Akustikstücke die Höhepunkte des Albums dar, denn wenn Sule will, spielt er die folkige Karte perfekt. „How to Get There“ und „Say Yine Ma“ sind extrem mitreißend in ihrer Deklamatorik und ihrem monotonen Minimalismus, das noch aus dem Ayisoba-Fundus stammende „Senyaane“, dessen Instrumentarium nur aus einer mit getrockneten Beeren gefüllten Rassel besteht, gehört in die gleiche Kategorie.</p>
<p>Sule, der sich auf den Fotokollagen im Digipack auch als Crossdresser und Veralberer von Geschlechterklischees präsentiert, singt auf Englisch und in (mindestens) einer der Landessprachen Ghanas, weswegen es nur ein Eindruck ist, dass er ähnlich politisch ist wie sein Kollege Atamina. Mehr noch als dieser verbindet er die Protesthaltung mit Popappeal, und vielleicht kommt ihm die Rolle des großen Genre-Verweigerers zu. Wie wenige andere seiner bekannten Zeitgenossen streckt er seine Fühler in alle möglichen Richtungen lokaler und überlokaler Pop- und Folkrichtungen aus. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.makkumrecords.nl/">Makkum Records</a> / <a href="https://www.rebelup.org/">Rebel Up Records</a></strong></p>
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