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	<title>African Paper &#187; Brutal Forms</title>
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		<title>ACRARTEP: Lateral Journey</title>
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		<pubDate>Sat, 21 Dec 2024 06:19:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Eugenio Petrarca]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein knarrender, nur leicht perkussiver Sound, der mit etwas Fantasie an verfremdete Wassertropfen erinnert, eröffnet eine dichte Szenerie von fast ASMR-artiger Qualität. Subtile Geräusche – ein Knistern, Knacken und Blubbern – bauen langsam ein elektrifiziertes Fundament auf, das sich kaum &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/12/21/acrartep-lateral-journey/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/12/lateraljourney.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-44111" title="lateraljourney" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/12/lateraljourney-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Ein knarrender, nur leicht perkussiver Sound, der mit etwas Fantasie an verfremdete Wassertropfen erinnert, eröffnet eine dichte Szenerie von fast ASMR-artiger Qualität. Subtile Geräusche – ein Knistern, Knacken und Blubbern – bauen langsam ein elektrifiziertes Fundament auf, das sich kaum merklich steigert und helfen mit, einen in die faszinierende Welt von &#8220;Lateral Journey&#8221;, dem aktuellen Tape von Acrartep zu ziehen, dessen <span id="more-44110"></span>Opener &#8220;A Walk in the Mud&#8221; gleich in die Mitte des Geschehens führt. Vordergründig minimal und repetitiv, ereignen sich im Hintergrund des Tracks kleine, kaum hörbare Entwicklungen, die Spannung erzeugen, um irgendwann in einen stilleren Schlussteil zu kippen, der jedoch in ständiger Bewegung bleibt: Winzige Details, die man erst beim genauen Hinhören entdeckt, machen schon dieses Stück zu einem durchaus komplexen Mikrokosmos.</p>
<p>Acrartep ist das Soloprojekt des Klangkünstlers Eugenio Petrarca, u.a. bekannt als Mitglied des Duos Ab Uno, einem Projekt, das sich längst einen Namen mit modularen Synthies und ethnographischen Klangdokumentationen gemacht hat. Mit Acrartep erweitert Petrarca sein künstlerisches Repertoire seit Jahren, seit Oktober liegt nun über Brutal Forms ein erster physischer Tonträger vor. &#8220;Lateral Journey&#8221; trägt die Handschrift eines Künstlers, der es versteht, Klang als narrative Kraft zu nutzen.</p>
<p>Das Motto des Albums – „Before you arrive, a monk must dream of an anchor, a tiger must die in Sumatra, nine men must die in Borneo.“ – könnte der Ausgangspunkt eines mysteriösen Thrillers sein. In ihrer reizvollen Unklarheit geben diese Andeutungen dem Werk eine zusätzliche Schicht von Rätselhaftigkeit. Musikalisch ist das Album geprägt von einer rohen und radikalen Herangehensweise, bei der dichte, dröhnende Klanglandschaften auf verzerrte Noisetexturen treffen, die eine hypnotische und bisweilen verstörende Atmosphäre schaffen. &#8220;It is Just a Memory from a Previous Life&#8221; beginnt mit zitternden, unruhigen Sounds, die in eine rauschende Hülle gepackt sind. Das &#8220;just&#8221; im Titel mag angesichts des Themas ironisch wirken, aber nicht nur aufgrund seiner relativen Kürze offenbart der Track durchaus eine gewisse lakonische Beiläufigkeit, welche die irritierenden Wirkung des leicht noisige Klang abmildert, und mit der Zeit entfaltet sich ohnehin eine eigentümliche Schönheit in den Vibrationen. Die repetitiven Muster scheinen beruhigend, doch plötzlich drängt sich der Klang stärker auf, wird fordernder und vielseitiger und intensiviert sein Spiel mit Wahrnehmung und Erwartung.</p>
<p>Mit &#8220;Placid Foam&#8221; kehrt Acrartep einer subtileren Klangästhetik zurück. Wellenförmige Summtöne und repetitives Rumoren verweben sich zu einer vielschichtigen Interaktion zwischen verschiedenen Zeitebenen: Langsame und schnellere Bewegungen laufen parallel und beeinflussen einander. In dieser dichten Struktur aus rauschenden, brummenden und knarrenden Sounds verbirgt sich eine ebenso bemerkenswerte Wärme, bevor auch dieses Stück sich zunehmend zu einem fast infernalischen Crescendo steigert. Mit &#8220;A Silence You Don’t Want to Hear&#8221; bietet Acrartep eine verstörende Perspektive auf den Begriff der Stille. Das Stück hätte, wäre es eine Minute länger, gut auf dieses John-Cage-Tribut gepasst, doch es hat auch die ernsthafte, bedrohliche Qualität, die auch einer unbehaglichen, unwillkommenen Stille zueigen ist. Die hektischen Klangdetails sind dünn, fast spitz, und rufen eine unterschwellige Spannung hervor. Schrilles und propellerartiges Rauschen mischen sich mit gebrochen rhythmischen Elementen, während verzerrte, stimmenähnliche Fragmente durch das Klangbild huschen und eine verstörende Illusion entfachen.</p>
<p>Das infernalische &#8220;Transition&#8221; hält die vielleicht heftigsten Momente des Albums bereit. Aquatische Blubbertöne verschmelzen mit brodelndem, rauchartigem Sound und stimmenähnlichen Details zu einer unentwirrbaren Einheit. Der Titel ist Programm: Übergänge sind selten einfach, und das Stück spiegelt diese Komplexität wider. Gegen Ende wird klar, dass gesampelte Stimmen aus einer medialen Aufnahme tatsächlich eine Rolle spielen. Das abschließende &#8220;No One Knocked on Your Door&#8221; beginnt warm und hypnotisch, ein Brummen legt den Grundton, während schmatzende, kratzende und rumpelnde Sounds sich dazwischen schieben. Doch auch diese Sounds entfalten, haben sie sich erst mal in der Komposition eingerichtet, einen diffuse Bedrohlichkeit, bis das Album abrupt in schrillen Grenzfrequenzen endet – eine offene Frage, die die Bewegung ohne klare Antworten beschließt. Selbstredend steckt in diesem plötzlichen Finale das potenzial für mindestens ein weiteres Album.</p>
<p>Diese Schlussgebung als Opera Aperta passt gut zum Rest, denn so sehr &#8220;Lateral Journey&#8221; durch seine Klanggestalt(und) überzeugt, begeistert es mehr noch durch seine narrativen Andeutungen, die immer wieder neu herausfordern, in die Tiefe der hier entworfenen Parallelwelt einzutauchen und sich von ihrer Mehrdeutigkeit tragen zu lassen. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Brutal Forms</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=399985698/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>CONURE: Zenith</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Apr 2024 06:31:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[15 Degrees Below Zero]]></category>
		<category><![CDATA[Brutal Forms]]></category>
		<category><![CDATA[Conure]]></category>
		<category><![CDATA[Mark Wilson]]></category>
		<category><![CDATA[Nihil Communication]]></category>

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		<description><![CDATA[Nach einem Vierteljahrhundert an regelmäßigen Releases und Performances kann man den auch bei 15 Degrees Below Zero und anderen Combos aktiven Kalifornier Mark Wilson alias Conure mittlerweile als verlässliche Institution in der Welt des experimentellen Noise bezeichnen. Zu den verbindenden &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/04/27/conure-zenith/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/04/zenith.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-40783" title="zenith" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/04/zenith-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Nach einem Vierteljahrhundert an regelmäßigen Releases und Performances kann man den auch bei <a title="15 DEGREES BELOW ZERO: Open Doors" href="http://africanpaper.com/2022/10/01/15-degrees-below-zero-open-doors/">15 Degrees Below Zero</a> und <a title="NIHIL COMMUNICATION: Live" href="http://africanpaper.com/2022/08/13/nihil-communication-live/">anderen Combos</a> aktiven Kalifornier Mark Wilson alias Conure mittlerweile als verlässliche Institution in der Welt des experimentellen Noise bezeichnen. Zu den verbindenden Elementen seiner primär auf Mikros, Mischpult, Loops und diversen Effekten basierenden Arbeiten zählt die <span id="more-40779"></span>Tendenz, den Fokus sowohl auf die momenthafte Beschaffenheit herausfordernder Sounds als auch auf ihre oft spannungsvolle, narative Dynamik zu lenken- eine Qualität, die niemals konstruiert wirkt und sich einfach aus dem Musikverständis des Künstlers heraus zu ergeben scheint.</p>
<p>Dieser Charakterzug findet sich auch in seinem jüngsten Release &#8220;Zenith&#8221;, das bereits vor elf Jahren, kurz nach Wilsons Umzug von der Bay Area nach Berlin, aufgenommen wurde und anscheinend seit dem in einer Schublade der Dinge harrte. &#8220;Zenith&#8221; wird vom Label als EP bezeichnet, aber man sollte dazu sagen, dass das bislang digital erschienene Release über eine Stunde lang ist &#8211; in einer Zeit, in der Hinz und Kunz jeden streambaren Einzeltrack als Single bezeichnen, würde wahrscheinlich der mit achteinhalb Minuten Spieldauer kürzeste Track dieser Veröffentlichung bereits als EP durchgehen. Man kommt hier also intensiv auf seine Kosten.</p>
<p>Das knapp halbstündige &#8220;The Zenith Greeted&#8221; eröffnet das Album mit anfangs leisem Rascheln, in das sich bald verhalltes motorisches Brummen mischt, das sich schnell jedoch als rasant und kompromisslos entpuppt. Eine rhythmische Struktur entfaltet sich, deren schnelle Abfolge von leicht verzerrtem Rauschen und alarmierenden Hochtönern in wellenförmigen Intervallen abtaucht und wieder deutlicher an die Oberfläche drängt. Trotz der nicht wirklich regelmäßigen Repetition der einzelnen Motive vermag sich eine hypnotisierende Wirkung einzustellen, die erst mit der deutlichen Steigerung des Stücks aufgehoben wird: Das Rauschen wird noisiger, kratzender, die Hochtöner schriller, und all dies geschieht in gut bemssenen Relationen, die keine allzu deutlichen Brüche, aber auch keine reine Gradualität zulassen. Hat der Track seinen Zenith erreicht, kann man noch über zehn Minuten im dynamischen Lärm baden.</p>
<p>Die drei folgenden Tracks von unterschiedlicher Länge entfalten eine ähnlich starke Intensität. &#8220;Exclamations Bewilderment&#8221; versprüht mit unpoliertem Brummen einen warmen Sound, der auch als Hintergrund für hohe Sinustöne herhält, die sich &#8211; nicht untypisch für Conure, der sich weit entfernt vom angesagten Lush Noise immer ein dezentes Moment bewahrt &#8211; durchaus noch diesseits der Schmerzgrenze bewegen. Aus diesen kristallisieren sich zwitschernde Töne und später schrilles Schleifen, die nicht die einzigen Komponenten bleiben, die auch diesem vordergründig statischeren Stück Bewegung verleihen. Das zu Beginn subtil-verhaltene &#8220;Stoppages&#8221; mischt die Illusionen aquatischen Plätscherns und hechelnd fauchender Stimmen in ein verrauschtes Szenario. Hier sind es in schwer greifbares Schaben und Hantieren gehüllte unregelmäßige Detonationen, die das Stück auf seinen Höhepunkt zutreiben.</p>
<p>Im schwindelerregenden zweiten Teil, der, abgesehen von seinem steilen Zenith, in seiner trockenen Klangbeschaffenheit kaum Ähnlichkeit mit seinem Vorgänger aufweist, findet die rasante Reise ihren Abschluss, und man stellt ganz erstaunt fest, wieder eine Stunde älter geworden zu sein &#8211; dies weil Conure auch hier ein Meister im Umgang mit Spannungskurven ist und darüber ein Händchen für die Transformation von Sounddetails hat, bei der vieles in verwandelter Form wiederkehrt und wenig verloren geht. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Brutal Forms</strong></p>
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