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	<title>African Paper &#187; Camerata Mediolanense</title>
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		<title>Transformation ist ein Leitmotiv in meinem Leben. Ein Interview mit Daniela Bedeski von RosaRubea</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Sep 2026 05:14:43 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Über zehn Jahre sind seit &#8220;Chrysalide&#8221; vergangen, dem bisher jüngsten Studioalbum der im Raum Mailand ansässigen Band RosaRubea. In dieser Zeit hat Daniela Bedeski, die auch als Lehrerin und in der Astrologie aktive Gründerin und Sängerin des Projektes, die Combo &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2026/09/05/transformation-ist-ein-leitmotiv-in-meinem-leben-ein-interview-mit-daniela-bedeski-von-rosarubea/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span dir="auto"><span dir="auto"><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/08/Screenshot-2026-08-24-1042451.png"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-52245" title="Screenshot 2026-08-24 104245" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/08/Screenshot-2026-08-24-1042451-150x150.png" alt="" width="150" height="150" /></a>Über zehn Jahre sind seit <a title="ROSARUBEA: Chrysalide" href="https://africanpaper.com/2015/10/10/rosarubea-chrysalide/">&#8220;Chrysalide&#8221;</a> vergangen, dem bisher jüngsten Studioalbum der im Raum Mailand ansässigen Band RosaRubea. In dieser Zeit hat Daniela Bedeski, die auch als Lehrerin und in der Astrologie aktive Gründerin und Sängerin des Projektes, die Combo zu einem offenen, experimentierfreudigen Kollektiv ausgebaut, das Klang, Sprache und spirituelle Suche auf ganz eigene Weise verbindet. Nun kehrt RosaRubea mit &#8220;Biancanæve&#8221; (dt. &#8220;Schneewittchen&#8221;) zurück – ein Album, das <span id="more-52244"></span>Mythologie, kollektive Trauer und die Suche nach Erneuerung in musikalische Bilder übersetzt, angereichert mit satter Elektronik, Piano sowie neuen Instrumenten wie Oud, Saxophon und Akkordeon. Um dies, aber auch um zahlreiche andere aktuelle und vergangene Zusammenarbeiten und einiges mehr geht es in unserem kürzlich geführten Interview.</span></span></strong></p>
<p><strong><a title="Transformation is a leitmotif in my life. An interview with Daniela Bedeski of RosaRubea" href="https://africanpaper.com/2026/09/05/transformation-is-a-leitmotif-in-my-life-an-interview-with-daniela-bedeski-of-rosarubea/">Englisch</a> | <a title="La trasformazione è un leitmotiv nella mia vita. Una intervista con Daniela Bedeski de RosaRubea" href="https://africanpaper.com/2026/09/05/la-trasformazione-e-un-leitmotiv-nella-mia-vita-una-intervista-con-daniela-bedeski-de-rosarubea/">Italienisch</a></strong></p>
<p><em><strong><span dir="auto"><span dir="auto">U. Du wurdest bisher selten in deutschsprachigen Ländern interviewt: Möchtest du uns erzählen, wie dein Werdegang als Musikerin und insbesondere Sängerin begann? Gab es einen bestimmten Moment oder eine Phase in deinem Leben, in der du erkanntest, dass Musik für dich mehr als nur ein Hobby war?</span></span></strong></em></p>
<p><span dir="auto"><span dir="auto">D. Musik war schon immer Teil meines Lebens: Als kleines Kind erinnere ich mich, dass meine Welt aus Klängen bestand; durch die Klänge trat ich in Beziehung zu allem um mich herum – Klänge, die Musik, Worte, Silben, Töne waren. Aus dem Plattenspieler oder Kassettenrekorder drangen die Stimmen italienischer Sängerinnen und Sänger wie Adriano Celentano, Nada, Patti Pravo, Ornella Vanoni, Milva, Dalidà, Caterina Caselli und Mia Martini: Ihre Stimmen verzauberten mich; ich verpasste keine Folge von „Canzonissima“, dem damaligen italienischen Gesangswettbewerb. Durch die Klänge veränderte sich die Welt, und ich veränderte mich mit ihr: Es ergab Sinn. Ich begann sehr früh aufzutreten und überwand meine Schüchternheit: Mit sechs Jahren, in einer Ferienkolonie, stand ich vor tausend Kindern auf der Bühne und bekam ein Mikrofon an die Hand. Als Kind nahm ich alles auf: Lieder, die ich sang, Dialoge, die ich aufsagte, Rollenspiele, Naturgeräusche. In der Schule organisierte ich Aufführungen mit Tanz, Gesang und Choreografien. Als Jugendliche hatte ich weitere Inspirationsblitze: Patti Smith hatte mich tief berührt. Musik hat mich schon immer gerufen: Nennen wir es DAIMON.</span></span></p>
<p><em><strong><span dir="auto"><span dir="auto">F: Du bist auch als Lehrerin für verschiedene Sprachen tätig. Wie beeinflusst deine Beziehung zu Sprachen deine Arbeit als Sängerin und Songschreiberin?</span></span></strong></em></p>
<p><span dir="auto"><span dir="auto">D. Ich war schon immer von Fremdsprachen und Musik fasziniert: Als Kind lernte ich Sprachen sehr leicht; es war für mich ganz normal, Englisch oder Italienisch zu sprechen, ich wiederholte einfach, was ich hörte. Der Klang fremder Sprachen hat mich schon immer in seinen Bann gezogen. Eine Sprache ist eine Brücke zwischen zwei Welten. Wenn ich komponiere, entstehen Worte und Musik in der Regel gemeinsam, als Einheit. Je nachdem, was ich ausdrücken möchte, entsteht ein Lied in einer Sprache – Englisch, Italienisch, Französisch, manchmal Deutsch –, die für mich klanglich stimmig ist. Manchmal entscheide ich mich auch für ein Cover in der Originalsprache, und in diesem Fall kann es sich auch um ein Lied handeln, dessen Text in einer Sprache ist, die ich nicht gut beherrsche, aber trotzdem aussprechen kann.</span></span></p>
<p><em><strong><span dir="auto"><span dir="auto">U. Wie kam es zu deinem wichtigsten Musikprojekt, RosaRubea, und welche künstlerische Idee steckte dahinter?</span></span></strong></em></p>
<p><span dir="auto"><span dir="auto">D. RosaRubea entstand ursprünglich als Duo mit dem Elektronikmusikkomponisten Pino Carafa und mir um das Jahr 2008. Im September eines Sabbatjahres reiste ich mit Pinos Musik an die Küste Liguriens, zu der ich zunächst Melodie und Text auf Französisch hinzufügte. Weitere englische Texte stammen aus Gedichten verehrter Autoren wie T. S. Eliot, dem wir den Titel unseres Debütalbums „The Fire and the Rose“ verdanken, der einer Strophe seines Gedichts „Little Gidding“ entlehnt ist. Wieder andere Texte sind meine eigenen italienischen Gedichte, die ich vertont habe. Damals, nach langjähriger Tätigkeit als Sängerin bei der Camerata Mediolanense und anderen Ensembles, verspürte ich einen tiefen kreativen Drang, sicherlich auch bedingt durch schmerzliche Verluste. So entstand das Projekt RosaRubea ganz spontan. Es ging um den Willen, dem Wunsch nach Verbundenheit mit der Welt Form und Ausdruck zu verleihen und dabei den Kern des transformativen Prozesses von Geburt, Tod und Wiedergeburt des Seins zu erreichen.</span></span></p>
<p><em><strong><span dir="auto"><span dir="auto">U. Der Name RosaRubea verweist eindeutig auf alchemistische Symbolik. Was bedeutet er für dich? Diese Themen spielten auch in einigen Liedern Ihres Projektes „De L&#8217;Amor Sospeso E De L&#8217;Amor Rubeo“ eine wichtige Rolle.</span></span></strong></em></p>
<p><span dir="auto"><span dir="auto">D. Transformation ist ein Leitmotiv in meinem Leben; ja, sie ist eine Konstante im Leben eines jeden Menschen, nur bemerken die meisten sie nicht wirklich, denken nicht darüber nach oder leben ihr Dasein eher stagnierend und oberflächlich oder begnügen sich damit, sich von ihr treiben zu lassen, ohne sie wirklich zu bewohnen, wenn nicht sogar zeitweise. RosaRubea ist das alchemistische Rubedo, also die Phase vor der Verwandlung von unedlem Metall in Gold: Es verweist daher auf einen fundamentalen Moment im Prozess der Materietransformation, der in der Alchemie mit dem Prozess der spirituellen Transformation einhergeht – denn Materie und Geist sind keineswegs getrennt – hin zu einem lebendigen, pulsierenden Kern; tatsächlich bedeutet das Erreichen des alchemistischen Goldes am Ende eines feinen, geschickten Transformationsprozesses für den Alchemisten, das Elixier des Lebens zu erhalten, vielleicht das Bewusstsein, eins mit dem Kosmos zu sein, in Transformation hin zu höheren Sphären. „De l&#8217;Amor suspend e de l&#8217;Amor rubeo“ ist eine Sammlung von Gedichten von mir, die in Zusammenarbeit mit Cropcircle vertont und von dem verstorbenen Maler Massimo Bertocchi und der Digitalkünstlerin Valentina Mangieri illustriert wurden; natürlich ist auch hier das Thema der Metamorphose mit ihrem Prozess von Geburt, Tod und Wiedergeburt von grundlegender Bedeutung.<a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/08/IMG_9604-highres.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-52239" title="IMG_9604-highres" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/08/IMG_9604-highres.jpg" alt="" width="2473" height="1744" /></a></span></span></p>
<p><em><strong><span dir="auto"><span dir="auto">U. Du arbeitest derzeit an einem neuen Album mit dem Titel „Biancanæve“, das noch in diesem Jahr erscheinen wird, elf Jahre nach deinem Album „Chrysalide“. Wie unterscheidet sich das neue Werk von deinem vorherigen, und in welchem ​​Verhältnis steht es zu Elementen, mit denen du vertraut bist? Hat sich deine künstlerische Perspektive seitdem wesentlich verändert?</span></span></strong></em></p>
<p><span dir="auto"><span dir="auto">D. Ich glaube nicht, dass sich die künstlerische Perspektive verändert hat. Der Ausdrucksdrang ist im Grunde derselbe geblieben: der Wunsch zu kommunizieren und zu teilen, und die grundlegende Idee, dass Kunstschaffen sowohl den Künstler als auch den Betrachter verändert. Es stimmt jedoch, dass seit „Chrysalide“ einige Zeit vergangen ist, und auch ich habe mich entwickelt. Wir alle haben individuelle und kollektive Erfahrungen gemacht, die uns geprägt haben, und ich glaube, das wird sich in unserem neuen Album widerspiegeln. „Biancanæve“ hat den vergifteten Apfel gekostet, in dieser mehr denn je kranken Zeit; die Hexe ist eine kopflose Hydra, die Blut erntet, der Körper schreit überall, der Schleier schützt, wie der Chrysalis-Kokon, und kündigt eine Wiedergeburt an. Verglichen mit unseren früheren Werken suchen Text und Musik hier nach sich selbst. Gesang und gesprochenes Wort verschmelzen oder wechseln sich ab, denn, wie ich in einem unserer Lieder singe: „Die Vernunft versagt, ich glaube, Musik kann die Hölle, die wir durchmachen, nicht beschreiben.“ In „Biancanæve“ erscheinen neue Sprachen auf der Suche nach einer Begegnung mit neuer Musik. Hier hat sich die kollektive Dimension erweitert: Aus der „Chrysalide“ hat sich der Schmetterling selbst geboren und sucht nach einer größeren, tieferen, höheren Perspektive.</span></span></p>
<p><em><strong><span dir="auto"><span dir="auto">U. Du hast die Rolle neuer Instrumente wie Oud, Saxophon und Akkordeon sowie neue Stimmregister erwähnt. Wie haben diese Elemente den Sound von RosaRubea verändert?</span></span></strong></em></p>
<p><span dir="auto"><span dir="auto">D. In „Biancanæve“ ist die Elektronik – vom exzellenten Yann Turrini – generell präsenter als in „Chrysalide“. Dort sind die erwähnten Instrumente integriert oder wechseln sich kontrapunktisch ab, wie Aufrufe an einen geheimnisvollen Hintergrund, der neu gewoben und wie ein Mosaik aus verschiedenen kulturellen und stilistischen Identitäten zusammengesetzt werden will. Diese stehen nicht im Gegensatz zueinander, sondern verschmelzen zu einer kollektiven Chorkomposition, die mitunter von Momenten intimer Lyrik geprägt ist. So spielt beispielsweise das Klavier eine wichtige Rolle: Seit einigen Jahren spiele ich wieder Klavier und habe mich daher oft selbst begleitet. Einige Lieder des aktuellen Albums, die ich selbst eingespielt habe, entstanden aus Gedichten von mir, die ich später vertonte. Im Vergleich zu „Chrysalide“ gibt es hier mehr Klangforschung, würde ich sagen, mal hin zu einer ungewohnten Trockenheit, mal hin zur Verschmelzung von Instrumental- und Vokalklängen.</span></span></p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/rQ3T0ok9pbU?si=Xkx2c4Wikk7e_HVm" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><em><strong><span dir="auto"><span dir="auto">U. Welche persönlichen und kollektiven Themen werden uns im Album begegnen?</span></span></strong></em></p>
<p><span dir="auto"><span dir="auto">D. Ich möchte ungern zu viel über die Themen des kommenden Albums verraten, aber ich kann sagen, dass sich ein Kreislauf ganz natürlich herausgebildet hat – vom Individuum zum Kollektiv und wieder zurück zum Individuum. Beide sind eng miteinander verbunden, zumindest vermute ich, dass es so wahrgenommen werden wird. Stimmen aus der Antike und der jüngeren Vergangenheit durchziehen das Album. Ich wage zu behaupten, dass „Biancanæve“ ein zeitloses Album ist, das aus unserer Zeit hervorgegangen ist.</span></span></p>
<p><em><strong><span dir="auto"><span dir="auto">U. Deine Musik auf „Chrysalide“ umfasste ein breites Spektrum an Genres, irgendwo zwischen Kammermusik, Psychedelic und Chanson. War diese stilistische Offenheit von Anfang an beabsichtigt oder hat sie sich eher organisch entwickelt? Ich vermute, dass einiges davon auch heute noch hörbar ist, vielleicht sogar noch deutlicher.</span></span></strong></em></p>
<p><span dir="auto"><span dir="auto">D. Wenn man etwas erschafft, folgt man nicht absichtlich einem vorgegebenen Weg, sondern ist einfach dazu berufen, ein Netz zu spinnen, das sich auf geheimnisvolle Weise entwickelt, während man sich selbst zusammen mit ihm erschafft: Offenheit ist der charakteristische Stil von RosaRubea und dies wird auf unserem kommenden Album wahrscheinlich noch deutlicher zutage treten.</span></span></p>
<p><em><strong><span dir="auto"><span dir="auto">F: Würdest du RosaRubea als eine Band mit fester Besetzung beschreiben oder eher als ein offenes Projekt mit wechselnden Mitwirkenden? Welche Musiker sind diesmal an den Aufnahmen beteiligt?</span></span></strong></em></p>
<p><span dir="auto"><span dir="auto">D. Im Laufe der Zeit hat sich RosaRubea zu dem entwickelt, was ich gerne als „experimentelles elektroakustisches Musikkollektiv“ bezeichne, also definitiv ein offenes Projekt, dessen Kern jedoch seit Jahren von einigen wenigen festen Musikern gebildet wird: neben mir natürlich dem Gründer des Ensembles, Yann Turrini, der als Arrangeur eine wichtige Rolle spielt, Ermanno Fabbri, ein talentierter und sehr feinfühliger Gitarrist, der auf dem kommenden Album auch Oud spielt, und Zeno Gabaglio, der Magier des akustischen und elektrischen Cellos, mit dem wir uns aufgrund unserer ähnlichen Experimentierfreude immer verbunden gefühlt haben. Außerdem haben wir in „Biancanæve“ den außergewöhnlichen Schlagzeuger und Perkussionisten Fabrizio Carriero, den herausragenden Akkordeonisten Nadio Marenco, die vielseitige Saxophonistin Azzurra Buccoliero vom Projekt Nebüla, die auch bei einem Stück Backing Vocals beisteuert, und den fantasievollen Musiker und Songwriter Pier Adduce, der hier Slide-Gitarre und Mundharmonika spielt, zu Gast gehabt; Auf dem Album spielte dann abwechselnd mit mir am Klavier der engagierte und einfühlsame Federico Martinoni, der vor einem Jahr zum Ensemble stieß. Möglicherweise wird sich uns noch ein weiterer bedeutender Musiker anschließen, aber das können wir noch nicht mit Sicherheit sagen. </span></span><br />
<span dir="auto"><span dir="auto"> Ich möchte auch die Grafikdesigner, Künstler und Fotografen erwähnen, die mit uns zusammenarbeiten oder zusammengearbeitet haben, da RosaRubea ein Multimedia-Projekt ist: Das Cover und die Aquarelle in „The Fire and the Rose“ stammen vom verstorbenen Maler Massimo Bertocchi, die außergewöhnlichen Bilder in „Chrysalide“ von Luca Baldi, während das gesamte Grafikdesign für „Biancanæve“ von der exzellenten Anna Taschini gestaltet wurde.<a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/08/rr.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-52332" title="rr" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/08/rr.jpg" alt="" width="4000" height="2666" /></a></span></span></p>
<p><em><strong><span dir="auto"><span dir="auto">U. Neben RosaRubea betreibst auch ein Projekt mit dem gerade erwähnten Akkordeonisten Nadio Marenco, das sich auf europäische Volksmusik, insbesondere aus dem frühen 20. Jahrhundert, konzentriert. Ist dieses Projekt noch aktiv? Und was reizt dich an diesen Neuinterpretationen?</span></span></strong></em></p>
<p><span dir="auto"><span dir="auto">D. Ja, das Projekt ist noch aktiv. Wir denken auch darüber nach, gemeinsam mit anderen talentierten Musikern ein Album zu veröffentlichen. Nadio und ich lernten uns kennen, als wir während einer Show mit Moni Ovadia bei David Maria Turoldo ein paar Mal zusammen auf der Bühne standen. Ich sang damals nicht nur im Ensemble Vocale In… Canto als Chorsängerin, sondern auch „Lili Marleen“ als Solistin mit Nadio Marenco und Maurizio Dehò (dem verstorbenen Geiger). Wir interpretierten das Stück, ohne es vorher geprobt zu haben. Mir wurde sofort klar, dass eine außergewöhnliche Verbindung bestand, auch dank Nadio Marencos beeindruckender musikalischer Sensibilität und seines unglaublichen Talents. Schließlich konnte ich mir vorstellen, ihm vorzuschlagen, das lang gehegte Repertoire des Berliner Kabaretts zusammenzustellen, das ich so definiert hatte. Es basiert hauptsächlich auf Kompositionen von Friedrich Hollænder, Kurt Weill und Hans Eisler aus der ersten Nachkriegszeit, später bis zum Zweiten Weltkrieg und sogar noch etwas darüber hinaus. So fügten wir einige Lieder italienischer und russischer Komponisten hinzu. Unser Hauptanliegen war es, den Geschmack einer Zeit, der Weimarer Republik, wieder aufleben zu lassen – einer Zeit, die von unglaublicher künstlerischer Fruchtbarkeit und politischer sowie sozialer Lebendigkeit geprägt war, mit ihrer respektlosen, spielerischen Ironie und ihrer bissigen Satire, aber auch ihrer tragischen und subtil melancholischen Seite. Ich denke hier an „Der Blaue Engel“, meisterhaft interpretiert von Marlene Dietrich in ihrer Rolle als die sinnliche und skrupellose Lola Lola. Die Zeiten haben sich geändert, die Bettler der Dreigroschenoper sind nicht mehr dieselben, aber im Grunde haben sich die Verhaltensmuster nicht verändert, und die moderne Menschheit erlebt im Zeitalter der Globalisierung einen kollektiven Horror unter ständiger diktatorischer Bedrohung; deshalb finde ich Kurt Weill, Bertolt Brecht und Hans Eisler sehr relevant.</span></span></p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/8zUF_xx9fXQ?si=p4qEErVtnvhIZlov" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><em><strong><span dir="auto"><span dir="auto">U. In diesem Projekt interpretierr ihr auch das Lied „O Gorizia tu sei maledetta“, das eine sehr berührende und trostlose Perspektive auf den Krieg und das Schicksal einfacher Soldaten vermittelt. Kannst du uns etwas über die Geschichte hinter diesem Stück erzählen und welche Bedeutung es für dich hat? Das Thema scheint, soweit ich es verstehe, wieder aktuell zu sein – und wann war es das nicht?</span></span></strong></em></p>
<p><span dir="auto"><span dir="auto">D. „Gorizia“ ist ein berührendes, anonym verfasstes Lied aus dem Ersten Weltkrieg. Es entstand spontan unter den italienischen Truppen während der blutigen Schlacht um Görz, wo im August 1916 Zehntausende italienische und österreichische Soldaten fielen. Es schildert die harte Realität der Front im Gegensatz zur damaligen Regimerhetorik. Der Text prangert die Militärkommandeure und die konformistische Bourgeoisie, die den Krieg unterstützte, scharf an und bezeichnet den Krieg als sinnloses Blutvergießen (im Italienischen: „verkauftes Fleisch“). Es heißt, wer es während des Krieges sang, sei des Defätismus beschuldigt und habe sofort getötet werden können. „Gorizia“ wurde aufgrund seines subversiven und pazifistischen Charakters lange Zeit zensiert. Im Laufe der Zeit wurde es wiederentdeckt und von bekannten italienischen Folksängerinnen wie Giovanna Marini, Lucilla Galeazzi und Rosa Balistreri aufgenommen. </span></span><br />
<span dir="auto"><span dir="auto"> Dieses Lied liegt mir besonders am Herzen, wie auch andere Antikriegs- und Protestlieder im Allgemeinen: Ich hörte sie zum ersten Mal dank meines Vaters, eines Freigeistes mit einer Leidenschaft für Geschichte, und sie berührten mich sofort durch ihr Pathos. Sowohl die Familie meines Vaters als auch die meiner Mutter erlitten im Zweiten Weltkrieg schwere Verluste.</span></span></p>
<p><em><strong><span dir="auto"><span dir="auto">U. Du warst viele Jahre lang die Leadsängerin der Camerata Mediolanense. Wie hat diese Erfahrung dich als Künstlerin geprägt? Und hat sich deine Herangehensweise an Musik verändert, seit du deine eigene künstlerische Vision mit RosaRubea entschlossener verfolgst?</span></span></strong></em></p>
<p><span dir="auto"><span dir="auto">D. Camerata Mediolanense hat eine wichtige Rolle in meinem Leben gespielt, meine Zusammenarbeit mit ihnen dauerte fast zwanzig Jahre. Es war eine prägende Erfahrung, die uns als Künstler und Freunde verband und in der wir Momente großer kreativer Intensität, lustige wie tragische Episoden unserer Jugend teilten. Einige von ihnen kannte ich schon seit dem Studium; wir teilten den gleichen Geschmack, die gleichen Interessen, die gleichen Wahlfächer, Reisen nach London, die ganze „Gothic“- und Underground-Szene, perkussive und gesangliche Experimente. Der gemeinsam beschrittene Weg hat einen langen Abschnitt meines Lebens geprägt, auch unser Leben in Mailand, unserer Heimatstadt – einem Mailand, das sich mittlerweile deutlich verändert hat. Als Künstlerin hat mich all das durchdrungen; ich glaube, dass ich in den Jahren mit ihnen die Kraft und Intensität ihrer Musik sehr spontan vokal, körperlich und szenisch interpretiert habe. Elena ist eine sehr talentierte und sensible Komponistin; Die Interpretation ihrer Musik, sei es das Singen von Versen Petrarcas, Dantes oder Torquato Tassos, war für mich immer eine Herausforderung. Ich habe mich stimmlich als Sopranistin, aber auch als Altistin, immer wieder selbst herausgefordert. Ich habe meine Stimme gefunden, mit ihr experimentiert und mich in die Töne, in die Worte hineinversetzt. Ich habe mich auf der Bühne vertraut gemacht – die mir zwar nicht fremd war –, aber mit der Camerata auf Tournee durch Europa, insbesondere Deutschland, konnte ich jedes Mal meine verschiedenen Stimmen entdecken, da mir das Publikum seine Energie und seine Wertschätzung zurückgab. </span></span><br />
<span dir="auto"><span dir="auto"> Mit RosaRubea, meinem eigenen Projekt, das ich nun schon seit fünfzehn Jahren betreibe – trotz der langen Pause seit unserem letzten Album „Chrysalide“ von 2015 –, habe ich mich neben dem Gesang und der Bühnenpräsenz auch mit dem kompositorischen Aspekt auseinandergesetzt: Das bedeutete, tief in meine Seele einzutauchen, in die Erfahrungen, die mein Leben geprägt haben, und manchmal einen Weg zu finden, Trauer und Verluste zu verarbeiten und ihnen so eine umfassendere symbolische Bedeutung zu verleihen. Gleichzeitig habe ich mich intensiv mit der Suche nach Sinn auseinandergesetzt, die, wie bereits erwähnt, heute immer umfassender und kollektiver wird. Im Vergleich zu Camerata Mediolanense ist RosaRubea meiner Meinung nach stärker auf innovative Vielseitigkeit und Experimentierfreude ausgerichtet, was uns auf natürliche Weise dazu anregt, unsere Umgebung zu betrachten und uns selbst zu hinterfragen, auch in der Musik.<a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/08/IMG_2879-highres.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-52240" title="IMG_2879-highres" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/08/IMG_2879-highres.jpg" alt="" width="2744" height="4116" /></a></span></span></p>
<p><em><strong><span dir="auto"><span dir="auto">U. Du hast dich in den letzten Jahren sehr intensiv und systematisch mit Astrologie beschäftigt und arbeitest nun auch offiziell als Astrologin. Was hat dich dazu bewogen, dein persönliches Interesse zum Beruf zu machen? Und was fasziniert dich am meisten an dieser Arbeit?</span></span></strong></em></p>
<p><span dir="auto"><span dir="auto">D. Die Leidenschaft für die Astrologie begleitet mich seit meiner Jugend; in jüngerer Zeit habe ich mich systematisch damit auseinandergesetzt, um mein Wissen zu vertiefen. Dies führte schließlich zur Entscheidung, die akkreditierte italienische Schule CIDA (Italienisches Zentrum für Astrologie) zu besuchen, wo ich mein Diplom in Astrologie und damit auch eine berufliche Qualifikation erwarb. </span></span><br />
<span dir="auto"><span dir="auto"> Ich habe immer eine Verbindung zum „Ganzen“ gespürt, das die Astrologie, ein sehr altes Wissen, in ihren vielfältigen Facetten und Verbindungen zu anderen Wissensformen so treffend zum Ausdruck bringt und die Menschen tief mit dem Kosmos verbindet. Ich denke, die astrologische Analyse ist ein wertvolles Mittel zur Selbsterkenntnis, das das Leben als Ganzes respektiert. Ein Beruf, der mit den eigenen Bestrebungen, der eigenen Sensibilität und Denkweise übereinstimmt, muss Sinn ergeben. Für mich ist die Astrologie in ihrer professionellen Dimension besonders hilfreich, da sie dank ihrer symbolischen Sprache neue Wege zum Verständnis des Selbst in der Beziehung zum Anderen eröffnet. Genau das fasziniert mich an astrologischen Beratungen: das Entstehen möglicher neuer Geometrien der Existenz dank der Analyse von Zeit, Raum und der Qualität der wirkenden Energie.</span></span></p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/angurV-50TQ?si=-cgW0oSG7sEIfiOI" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><em><strong><span dir="auto"><span dir="auto">U. Du bist gleichzeitig Sängerin, Musikerin, Autorin und Astrologin: Sind das für dich unterschiedliche Ausdrucksformen oder Teile eines gemeinsamen künstlerisch-spirituellen Prozesses?</span></span></strong></em></p>
<p><span dir="auto"><span dir="auto">D. Es sind Ausdrucksformen, jede mit ihren spezifischen Merkmalen, die aber alle den Wunsch teilen, dem Sein eine neue Form zu geben und Verbindungen zu schaffen: Durch Musik, Poesie und auch Astrologie existieren wir nicht mehr nur als Individuen, sondern leben in Synergie nicht nur mit anderen Menschen, sondern auch mit anderen Existenzformen. Musik ist Zahl, sie ist numerische Beziehung, übersetzt in Klang, wahrgenommen durch unsere Sensibilität. In der Astrologie ist die Raum-Zeit-Beziehung, hier ebenfalls im Wesentlichen numerisch, fundamental. Das poetische Wort hat viel mit der Musik gemeinsam und teilt mit der Astrologie die Verwendung von Symbolen. All diese Künste, diese Ausdrucksformen, sind für mich eine Möglichkeit zur spirituellen Erforschung in einem völlig offenen Sinne.</span></span></p>
<p>Interview: U.S., Übersetzung: U.S. und A.Kaudaht</p>
<p>Fotos: Anna Lucylle Taschini</p>
<p><strong>Daniela Bedeski @ <a href="https://www.instagram.com/danielabedeski">Instagram</a> | <a href="https://www.facebook.com/danielabedeski">Facebook</a> | <a href="https://www.youtube.com/thesussuria">YouTube</a></strong></p>
<p><strong>RosaRubea @ <a href="https://www.instagram.com/rosarubeaofficial">Instagram</a> | <a href="https://www.facebook.com/rosarubeaproject">Facebook</a> | <a href="https://www.youtube.com/rosarubea">YouTube</a></strong></p>
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		<pubDate>Sat, 05 Sep 2026 05:14:30 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[More than ten years have passed since &#8220;Chrysalide&#8221;, the most recent studio album to date from the Milan-based band RosaRubea. During this time, Daniela Bedeski—the project’s founder and vocalist, who is also active as a teacher and astrologer—has transformed the &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2026/09/05/transformation-is-a-leitmotif-in-my-life-an-interview-with-daniela-bedeski-of-rosarubea/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span dir="auto"><span dir="auto"><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/08/Screenshot-2026-08-24-104245.png"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-52238" title="Screenshot 2026-08-24 104245" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/08/Screenshot-2026-08-24-104245-150x150.png" alt="" width="150" height="150" /></a>More than ten years have passed since <a title="ROSARUBEA: Chrysalide" href="https://africanpaper.com/2015/10/10/rosarubea-chrysalide/">&#8220;Chrysalide&#8221;</a>, the most recent studio album to date from the Milan-based band RosaRubea. During this time, Daniela Bedeski—the project’s founder and vocalist, who is also active as a teacher and astrologer—has transformed the group into an open, experimental collective that blends sound, language, and spiritual quest in a unique way. Now, RosaRubea returns with <span id="more-52237"></span>&#8220;Biancanæve&#8221;—an album that translates mythology, collective grief, and the quest for renewal into musical imagery, enriched by new instruments such as the oud, saxophone, and accordion. Our recent interview covers this release, as well as numerous other past and present collaborations and much more.</span></span></strong></p>
<p><strong><a title="Transformation ist ein Leitmotiv in meinem Leben. Ein Interview mit Daniela Bedeski von RosaRubea" href="https://africanpaper.com/2026/09/05/transformation-ist-ein-leitmotiv-in-meinem-leben-ein-interview-mit-daniela-bedeski-von-rosarubea/">German</a> | <a title="La trasformazione è un leitmotiv nella mia vita. Una intervista con Daniela Bedeski de RosaRubea" href="https://africanpaper.com/2026/09/05/la-trasformazione-e-un-leitmotiv-nella-mia-vita-una-intervista-con-daniela-bedeski-de-rosarubea/">Italian</a></strong></p>
<p><em><strong><span dir="auto"><span dir="auto">U. You&#8217;ve rarely been interviewed in German-speaking countries until now: would you like to tell us how your journey into music, and specifically into singing, began? Was there a particular moment or phase in your life when you realized that music was more than just an interest for you?</span></span></strong></em></p>
<p><span dir="auto"><span dir="auto">D. Music has always been part of my life: as a little child I remember my world was made of sounds; through the sounds I entered into a relationship with everything around me, sounds that were music, words, syllables, tones. From the record player or the cassette player came out the voices of some Italian singers, Adriano Celentano, Nada, Patti Pravo, Ornella Vanoni, Milva, Dalidà, Caterina Caselli, Mia Martini: their voices bewitched me; I wouldn&#8217;t miss an episode of “Canzonissima”, Italian singing contest of the time. Through the sounds the world would change and so would I: it made sense. I started to perform very soon, overcoming my shyness: at the age of six, in a summer colony, I was put on the microphone on stage, in front of one thousand children. When I was a child, I used to record everything, songs I would sing, dialogues I would recite, playing various roles, sound of nature. At school I would set up performances with dance, songs, choreographies. As an adolescent I had other flashes of inspiration: Patti Smith got into my blood. Music has always called me: let&#8217;s call it DAIMON.</span></span></p>
<p><em><strong><span dir="auto"><span dir="auto">Q. You also teach languages. How does your relationship with languages ​​influence your work as a singer-songwriter?</span></span></strong></em></p>
<p><span dir="auto"><span dir="auto">D. I have always been fascinated by foreign languages ​​as well as by music: when I was a child I would also learn languages ​​very easily; it was just normal for me to speak either English or Italian, I would simply repeat what I heard; the sound of foreign languages ​​has always captured me. A language is a world, the bridge between one world to another; when I compose, generally words and music are created together, as a whole, so, according to what I feel I want to communicate, a song is created in a language – English, Italian, French, sometimes German – that to me resonates with its music. Sometimes I decide to do a cover in its original language, and in this case it might also be a song whose lyrics are in a language I do not know well but that I can pronounce anyway.</span></span></p>
<p><em><strong><span dir="auto"><span dir="auto">U. How did your main musical project, RosaRubea, come about, and what was the artistic idea behind it?</span></span></strong></em></p>
<p><span dir="auto"><span dir="auto">D. RosaRubea started out in its initial nucleus as a duo, with Pino Carafa, electronic music composer, and myself, in around 2008 when, in the month of September of a sabbatical year, I went to the seaside in Liguria with some music by Pino, to which I started adding melody and lyrics, in French first of all; other lyrics, in English, were taken from poems by beloved authors like TS Eliot, whom we owe the title of our debut album, “The Fire and the Rose”, taken from a verse of one of his poems (“Little Gidding”); still other lyrics are poems of mine in Italian, set to music. That was a time in my life when, already active for long years as a singer with Camerata Mediolanense and other ensembles, I felt a deep creative urge, certainly also due to painful losses in my life, therefore RosaRubea project was born very spontaneously. It was a matter of the will to give shape and voice to a desire of communion with the world reaching the very heart of the transformative process of birth-death-rebirth of being.</span></span></p>
<p><em><strong><span dir="auto"><span dir="auto">U. The name RosaRubea clearly alludes to alchemical symbolism. What does it mean to you? These themes also played a significant role in some songs on your debut album, &#8220;De L&#8217;Amor Sospeso E De L&#8217;Amor Rubeo.&#8221;</span></span></strong></em></p>
<p><span dir="auto"><span dir="auto">D. Transformation is a leitmotif in my life; indeed it is a constant in everybody&#8217;s life, only most of the people do not really notice it, they do not think about it or live their existence in a more stagnant and superficial way or are contented with letting themselves be passed through without really inhabiting it, if not at intervals. RosaRubea is the alchemical Rubedo, that is the phase preceding the transformation of base metal into gold: therefore it refers to a fundamental moment in the matter transformation process which, in alchemy, goes with the spiritual transformation process – as matter and spirit are by no means disjoint – towards a living, pulsating core; in fact reaching alchemic Gold at the end of a delicate, skillful transformation process for the alchemist means getting the elixir of life, which is perhaps the awareness of being one with the cosmos, in transformation, towards higher spheres. “De l&#8217;Amor suspend e de l&#8217;Amor rubeo”, though, is not RosaRubea&#8217;s debut album but a collection of poems by myself set to music in collaboration with Cropcircle and illustrated by the late painter Massimo Bertocchi and the digital artist Valentina Mangieri; of course here also the theme of metamorphosis with its process of birth-death-rebirth is of fundamental importance.<a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/08/IMG_9604-highres.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-52239" title="IMG_9604-highres" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/08/IMG_9604-highres.jpg" alt="" width="2473" height="1744" /></a></span></span></p>
<p><em><strong><span dir="auto"><span dir="auto">U. You&#8217;re currently working on a new album called &#8220;Biancanæve,&#8221; which will be released later this year, eleven years after your album &#8220;Chrysalide.&#8221; How will the new work differ from your previous one, and how does it relate to elements you&#8217;re familiar with? Has your artistic perspective changed significantly since then?</span></span></strong></em></p>
<p><span dir="auto"><span dir="auto">D. I do not think that the artistic perspective has changed, basically, the expressive urge is the same, with the desire to communicate and share and the underlying idea that making art transforms both the artist and the user. It is true, though, that some time has passed since “Chrysalide”, and so I have, we all have made both individual and collective experiences that have left their mark on us, and I believe this will be evident in our new album. “Biancanæve” has tasted the poisoned apple, in this more than ever sick time; the witch is a headless hydra that reaps blood, the body cries everywhere, the veil protects, just like the Chrysalis cocoon, and announces a rebirth. Compared to our previous work, in this one lyrics and music are in search of themselves, in fact singing and spoken word here often blend or alternate since, as I sing in one of our tracks, “The reason fails, I think that music cannot tell the hell we&#8217;re going through”. New languages ​​appear in “Biancanæve”, in search of an encounter with a new music. Here the collective dimension has widened: from the “Chrysalide” the butterfly has given birth to itself and is looking for a larger, deeper, higher perspective.</span></span></p>
<p><em><strong><span dir="auto"><span dir="auto">U. You mentioned the role of new instruments like the oud, saxophone, and accordion, and you also mentioned new vocal registers. How have these elements changed RosaRubea&#8217;s sound?</span></span></strong></em></p>
<p><span dir="auto"><span dir="auto">D. In “Biancanæve” in general there is a more significant presence of electronics – by the excellent Yann Turrini – than in “Chrysalide”, which the instruments you mention are integrated with or alternate as if in counterpoint, like calls to an arcane backdrop to be woven anew, a mosaic to be reassembled, made up of different cultural and stylistic identities that do not stand in opposition to each other but become part of a collective choral composition, marked at times by moments of more intimate lyricism; in this case, for example, the piano plays an important role: for a couple of years now I have resumed my piano studies, so I have often accompanied myself on the piano and some songs, that in the present album I have chosen to play myself, were just born from some poems of mine which I would later set to music. Compared to “Chrysalide”, here there is more sound research I would say, sometimes towards an unprecedented dryness, some others towards the instrumental and vocal intertwining.</span></span></p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/rQ3T0ok9pbU?si=aMrssHtp5tnxSCOI" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><em><strong><span dir="auto"><span dir="auto">U. What personal and collective themes will we encounter in the album?</span></span></strong></em></p>
<p><span dir="auto"><span dir="auto">D. I&#8217;d rather not reveal too much about the themes of the forthcoming album, surely I can say that a circular path emerged naturally, from the individual to the collective then again to the individual; they are both strongly linked, though, as I think it will be perceived. Voices from the ancient and the more recent past weave through the album. I dare say that “Biancanæve” is a timeless album born of our times.</span></span></p>
<p><em><strong><span dir="auto"><span dir="auto">U. Your music on “Chrysalide” spanned a wide range of genres, somewhere between chamber music, psychedelia, and chanson. Was this stylistic openness intentional from the beginning, or did it develop more organically? I suspect some of it can still be heard today, perhaps even more so.</span></span></strong></em></p>
<p><span dir="auto"><span dir="auto">D. When you create you do not intentionally follow a path, you are simply called to spin a web that mysteriously generates as you generate yourself together with it: openness is the signature style of RosaRubea and this will probably be even more evident in our forthcoming album.</span></span></p>
<p><em><strong><span dir="auto"><span dir="auto">Q. Would you describe RosaRubea as a stable band with a defined lineup, or more of an open-ended project with changing collaborators? Which musicians are involved in the recordings this time around?</span></span></strong></em></p>
<p><span dir="auto"><span dir="auto">D. Over time RosaRubea has revealed itself what I like to call an “experimental electro-acoustic music collective”, so certainly an open project, whose core, though, for years now has been made by a few permanent musicians: besides me, of course, the founder of the ensemble, Yann Turrini, with an important role as an arranger, at the electronics, Ermanno Fabbri, talented and really sensitive guitarist playing also the oud in the forthcoming album, and Zeno Gabaglio, the magician of the acoustic and electric cello, with whom we have always been resonating for a similar attitude towards experimentation. Besides, in “Biancanæve” we have hosted the extraordinary drummer and percussionist Fabrizio Carriero, the immense accordionist Nadio Marenco, the versatile saxophonist Azzurra Buccoliero in art Nebüla, also backing vocals in one track, the imaginative musician and songwriter Pier Adduce, here playing the slide guitar and the harmonica; in the album, then, alternating with me at the piano, played the collaborative and caring Federico Martinoni, who joined the ensemble one year ago. One major musician may join us in the collaboration, but we still cannot say for sure. </span></span><br />
<span dir="auto"><span dir="auto"> I also want to mention the graphic designers, artists and photographers collaborating or that have collaborated with us, since RosaRubea is a multimedia project: The cover and the watercolors in “The Fire and the Rose” are by the late painter Massimo Bertocchi, the extraordinary pictures in “Chrysalide” are by Luca Baldi while the whole graphic design for “Biancanæve” is by the excellent Anna Taschini.<a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/08/rr.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-52332" title="rr" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/08/rr.jpg" alt="" width="4000" height="2666" /></a></span></span></p>
<p><em><strong><span dir="auto"><span dir="auto">U. In addition to RosaRubea, you also run a project with accordionist Nadio Marenco, focusing on European folk music, especially from the early 20th century. Is this project still active? And what attracts you to these reinterpretations?</span></span></strong></em></p>
<p><span dir="auto"><span dir="auto">D. Yes, the project is still active, we are also thinking of releasing an album together, with the collaboration of other talented musicians. Nadio and I met for the first time while sharing the stage a couple of times during a show with Moni Ovadia on David Maria Turoldo when, besides joining the Ensemble Vocale In… Canto as a chorister, I sang “Lili Marleen” as a soloist with Nadio Marenco and Maurizio Dehò (late violinist); we interpreted it without even rehearsing it: I realized at once there was an extraordinary connection, thanks also to Nadio Marenco&#8217;s formidable musical sensitivity and incredible talent. I could finally foresee the possibility of proposing him to set up the long time cherished repertoire that I defined of Berliner Kabarett, since it mainly draws from the compositions by Friedrich Hollænder, Kurt Weill, Hans Eisler of the First Post-War period first of all and then until the Second World War and even a little further; thus we added a few songs by Italian and Russian composers. We were basically interested in proposing again the taste of a time, that of the Weimar Republik, marked by an incredible artistic fertility and political and social liveliness, with its irreverent playful irony and its scathing satire but also its tragic and subtly melancholy vein; I am thinking here of “Der Blaue Engel” masterfully interpreted by Marlene Dietrich in her role as the sensual and ruthless Lola Lola. Times have changed, the beggars of “The Beggar&#8217;s Opera” are no longer the same, but basically the modes of behavior haven&#8217;t changed and modern humanity, in the era of globalisation, is living a thorough collective horror, under constant dictatorial menace; therefore I find Kurt Weill, Bertolt Brecht, Hans Eisler very relevant.</span></span></p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/8zUF_xx9fXQ?si=p4qEErVtnvhIZlov" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><em><strong><span dir="auto"><span dir="auto">U. In this project you also perform the song &#8220;O Gorizia tu sei maledetta,&#8221; which conveys a very touching and desolate perspective on war and the fate of ordinary soldiers. Can you tell us something about the story behind this piece and what it means to you personally? The theme, from what I understand, seems timely again, and when has it not been?</span></span></strong></em></p>
<p><span dir="auto"><span dir="auto">D. “Gorizia” is a touching anonymous song of the First World War. It was born spontaneously among the Italian troops during the bloody Sixth Battle of the Isonzo for the taking of Gorizia where, in August 1916, tens of thousands of Italian and Austrian soldiers died; it tells the harsh reality of the front, in contrast with the regime rhetoric of the time. Its lyrics fiercely attack the military commanders and the conformist bourgeoisie that supported the conflict, defining war a useless bloodshed (here in Italian “sold meat”). It is said that those who were found guilty of singing it during the war were accused of defeatism and could be instantly killed. “Gorizia” has been censored for long for its subversive and pacifist nature. Over time it has been proposed again and recorded by famous Italian singers of Italian folk music, among whom Giovanna Marini, Lucilla Galeazzi and Rosa Balistreri. </span></span><br />
<span dir="auto"><span dir="auto"> I am particularly fond of this song, as of other antiwar and protest songs in general: I used to listen to them for the first time thanks to my father, a free spirit with a passion for history, and they immediately touched me for their pathos. Both my father and my mother&#8217;s family suffered heavy losses during the Second World War.</span></span></p>
<p><em><strong><span dir="auto"><span dir="auto">U. You were the lead singer of the Camerata Mediolanense for many years. How did that experience shape you as an artist? And has your approach to music changed since you&#8217;ve more determinedly pursued your artistic vision with RosaRubea?</span></span></strong></em></p>
<p><span dir="auto"><span dir="auto">D. Camerata Mediolanense has played an important part in my life, my collaboration with them lasted nearly twenty years; it has certainly been a thorough experience, that involved us both as artists and friends sharing moments of great creative intensity, funny or tragic episodes of our youth; with some of them we had known each other since we were university students, we shared the same tastes, interests, elective affinities, journeys to London, all the “gothic” and underground universe, percussive and singing experimenting: the path followed together has marked a long period of my life, also of our life in Milan, our native town, a Milan that has decidedly changed its face nowadays. As an artist all this has passed through me; during the years with them I think I have very spontaneously interpreted vocally, physically, scenically the power and the intensity of their music. Elena is a very talented and sensitive composer; interpreting her music, either singing Petrarca&#8217;s or Dante&#8217;s or Torquato Tasso&#8217;s verses, has always challenged me, I put myself on the line vocally as a soprano but also as a contralto, I found my voice, I played with it, getting into those notes, those words. I became familiar with the stage, that was not unfamiliar to me, though, but where with the Camerata, touring Europe, especially Germany, I found each time my multiple voices, as the audience gave me back its energy, its appreciation. </span></span><br />
<span dir="auto"><span dir="auto"> With RosaRubea, which is my own project, for fifteen years now, though with the long break since our last record, “Chrysalide”, of 2015, I have also compared with the compositional aspect, besides the vocal aspect and the scenic appearance: that has meant going deeply into my soul, into the experiences that have marked my life, sometimes trying to find a pacification to grieves or losses that would thus find a wider symbolic representation and, at the same time, delving deeply into the expression of the search for a meaning that, as I was saying, today is becoming wider, collective. Compared with Camerata Mediolanense, I think RosaRubea is more oriented towards an innovative versatility and experimentation, which constitutes a natural challenge to look around and question ourselves, also in music.<a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/08/IMG_2879-highres.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-52240" title="IMG_2879-highres" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/08/IMG_2879-highres.jpg" alt="" width="2744" height="4116" /></a></span></span></p>
<p><em><strong><span dir="auto"><span dir="auto">U. You&#8217;ve studied astrology very intensively and systematically in recent years and now officially work as an astrologer. What prompted you to transition from a personal interest to professional practice? And what fascinates you most about astrological consultations?</span></span></strong></em></p>
<p><span dir="auto"><span dir="auto">D. The passion for astrology has accompanied me since adolescence; more recent is its systematic study to further deepen its knowledge with the consequent decision of attending the Italian accredited school CIDA (Italian Center Of Astrology), where I got my Diploma in Astrology, thus also a professional qualification. </span></span><br />
<span dir="auto"><span dir="auto"> I have always felt a connection with the “whole”, that astrology, a very ancient knowledge, well expresses in its multiple facets and links with other forms of knowledge, deeply connecting human beings and cosmos: I think astrological analysis is a precious means of knowledge of the self, respecting life as a whole. A profession, to be aligned with one&#8217;s own aspirations, sensitivity and way of thinking, has to make sense; to me, astrology, in its professional dimension, is especially helpful since, thanks to its symbolic language, it opens new paths to the understanding of the self in the relationship with the other, which is what fascinates me of astrological consultations: the rise of possible new geometries of existence, thanks to the analysis of time, space, the quality of the energy at play.</span></span></p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/angurV-50TQ?si=-cgW0oSG7sEIfiOI" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><em><strong><span dir="auto"><span dir="auto">U. You are a musician, poet, and astrologer at the same time: are these separate forms of expression for you or parts of a shared artistic-spiritual process?</span></span></strong></em></p>
<p><span dir="auto"><span dir="auto">D. They are forms of expression each with its own specific features and yet sharing the desire of giving a new shape to being, creating connections: through music, poetry and also astrology, we no longer exist only as single individuals but rather live in synergy not only with other human beings but also with other forms of existence; music is number, it is numerical relationship translated into sound perceived by our sensitivity, in astrology the space-time relationship, here also essentially numerical, is fundamental, the poetical word has much in common with music and with astrology it shares the use of symbol. All these arts, these forms of expression, to me are an opportunity for spiritual investigation, in a completely open sense.</span></span></p>
<p>Interview: U.S.</p>
<p>Photos: Anna Lucylle Taschini</p>
<p><strong>Daniela Bedeski @ <a href="https://www.instagram.com/danielabedeski">Instagram</a> | <a href="https://www.facebook.com/danielabedeski">Facebook</a> | <a href="https://www.youtube.com/thesussuria">YouTube</a></strong></p>
<p><strong>RosaRubea @ <a href="https://www.instagram.com/rosarubeaofficial">Instagram</a> | <a href="https://www.facebook.com/rosarubeaproject">Facebook</a> | <a href="https://www.youtube.com/rosarubea">YouTube</a></strong></p>
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		<title>La trasformazione è un leitmotiv nella mia vita. Un’intervista a Daniela Bedeski di RosaRubea</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Sep 2026 05:14:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sono trascorsi oltre dieci anni dall&#8217;uscita di &#8220;Chrysalide&#8221;, l&#8217;album in studio più recente della band RosaRubea, attiva nell&#8217;area di Milano. In questo arco di tempo, Daniela Bedeski – fondatrice e cantante del progetto, nonché insegnante ed esperta di astrologia – &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2026/09/05/la-trasformazione-e-un-leitmotiv-nella-mia-vita-un-intervista-a-daniela-bedeski-di-rosarubea/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><strong><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/08/Screenshot-2026-08-24-1042452.png"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-52250" title="Screenshot 2026-08-24 104245" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/08/Screenshot-2026-08-24-1042452-150x150.png" alt="" width="150" height="150" /></a>Sono trascorsi oltre dieci anni dall&#8217;uscita di <a title="ROSARUBEA: Chrysalide" href="https://africanpaper.com/2015/10/10/rosarubea-chrysalide/">&#8220;Chrysalide&#8221;</a>, l&#8217;album in studio più recente della band RosaRubea, attiva nell&#8217;area di Milano. In questo arco di tempo, Daniela Bedeski – fondatrice e cantante del progetto, nonché insegnante ed esperta di astrologia – ha trasformato il gruppo in un collettivo aperto e sperimentale, capace di coniugare suono, parola e ricerca spirituale in modo del tutto originale. Ora i RosaRubea tornano <span id="more-52248"></span>con &#8220;Biancanæve&#8221;, un album che traduce in immagini sonore la mitologia, il lutto collettivo e la ricerca di rinnovamento, arricchendo il tutto con strumenti inediti quali oud, sassofono e fisarmonica. Di questo lavoro, ma anche di numerose altre collaborazioni (passate e presenti) e di molto altro ancora, parliamo nell&#8217;intervista che segue..</strong></strong></p>
<p><strong><a title="Transformation is a leitmotif in my life. An interview with Daniela Bedeski of RosaRubea" href="https://africanpaper.com/2026/09/05/transformation-is-a-leitmotif-in-my-life-an-interview-with-daniela-bedeski-of-rosarubea/">Inglese </a>| <a title="Transformation ist ein Leitmotiv in meinem Leben. Ein Interview mit Daniela Bedeski von RosaRubea" href="https://africanpaper.com/2026/09/05/transformation-ist-ein-leitmotiv-in-meinem-leben-ein-interview-mit-daniela-bedeski-von-rosarubea/">Tedesco</a></strong></p>
<p><em><strong>U. Finora sei stata intervistata raramente nei paesi di lingua tedesca: ti piacerebbe raccontarci come è iniziato il tuo percorso nella musica, e in particolare nel canto? C&#8217;è stato un momento o una fase particolare della tua vita in cui hai capito che la musica era per te più di un semplice interesse?</strong></em></p>
<p>D. La musica è parte della mia vita da sempre: da che ho memoria di me bambina ricordo un mondo fatto di suoni; attraverso i suoni entravo in sintonia con il tutto, suoni che erano musica, voce, parole, sillabe, toni. Dal giradischi o dal mangianastri uscivano le voci di alcuni cantanti italiani, Adriano Celentano, Nada, Patti Pravo, Ornella Vanoni, Milva, Dalidà, Caterina Caselli, Mia Martini: le loro voci mi stregavano; non perdevo una Canzonissima, programma di gara canora italiana di allora. Attraverso i suoni il mondo si trasformava, e io con lui: prendeva un senso. Cominciai presto a esibirmi, vincendo la mia timidezza: in colonia estiva, a sei anni, mi misero subito al microfono su un palcoscenico, dinnanzi a un migliaio di bambini. Fin da piccola, registravo tutto, brani che interpretavo, dialoghi che recitavo impersonando vari ruoli, suoni della natura. A scuola organizzavo spettacoli, con balli, canti, coreografie. Da adolescente ebbi altre folgorazioni: Patti Smith mi entrò nel sangue. La musica da sempre mi chiama: chiamiamola DAIMON.</p>
<p><em><strong>U. Insegni anche lingue. In che modo il tuo rapporto con le lingue influenza la tua attività di cantautrice?</strong></em></p>
<p>D. Le lingue, al pari della musica, da sempre mi ammaliano: da bambina apprendevo anche queste con molta naturalezza; per me era normale parlare in italiano piuttosto che in inglese, semplicemente ripetevo ciò che sentivo; il suono delle lingue straniere ha sempre esercitato un grande fascino su di me. Una lingua è un mondo, il ponte verso un mondo altro; quando compongo, generalmente parole e musica nascono insieme, come un tutto, così, a seconda di ciò che sento di voler comunicare, una canzone nasce in una lingua &#8211; inglese, francese, italiano, talvolta tedesco &#8211; che per me risuona con la sua musica. Altre volte, decido di interpretare un brano altrui nella sua lingua originale, e in questo caso si può trattare anche di lingue che non conosco bene, ma le cui parole riesco comunque a pronunciare.</p>
<p><em><strong>U. Come è nato il tuo progetto musicale principale, RosaRubea, e qual era l&#8217;idea artistica alla base?</strong></em></p>
<p>D. RosaRubea nacque nel suo nucleo originario embrionale come duo, tra Pino Carafa, compositore di musica elettronica, e me, intorno al 2008 quando, nel mese di settembre di un anno sabbatico, portai con me al mare in Liguria alcune musiche di Pino, cui cominciai ad aggiungere melodie e parole, anzitutto in francese; altri testi, in inglese, erano di autori che amo, come T. S. Eliot, da un verso del quale prende il titolo l’album di debutto di RosaRubea, “The Fire and The Rose”; altri ancora sono mie poesie in italiano, musicate.<br />
Quello fu un momento della mia vita in cui, già attiva da lunghi anni come interprete con la Camerata Mediolanense e altri ensemble, avvertii una particolare urgenza espressiva, complici senz’altro esperienze assai dolorose di perdita, lutti, perciò molto spontaneamente prese vita il progetto RosaRubea. Si trattava di una volontà di dare forma e voce a un desiderio di comunione con il mondo che andasse al cuore del processo trasformativo di nascita-morte-rinascita dell’essere.</p>
<p><em><strong>U. Il nome RosaRubea allude chiaramente al simbolismo alchemico. Che significato ha per te? Tali temi hanno giocato un ruolo significativo anche in alcune canzoni dell&#8217;album di debutto &#8220;De L&#8217;Amor Sospeso E De L&#8217;Amor Rubeo”.</strong></em></p>
<p>D. La trasformazione è un leitmotiv nella mia vita; in realtà lo è nella vita in generale, di chiunque, solamente la maggior parte non ci fa troppo caso, non ci si sofferma, oppure vive in modo più statico e superficiale l’esistente o si accontenta di lasciarvisi attraversare senza abitarlo davvero, se non a tratti. La RosaRubea è la Rubedo alchemica, ovvero la fase che precede la trasformazione del metallo vile in oro: allude dunque a un momento fondamentale nel processo di trasformazione della materia che, in alchimia, va di pari passo con la trasformazione dello spirito, poiché i due non sono affatto disgiunti, in direzione di un centro vivo e pulsante; non a caso ottenere l’Oro alchemico al termine di un delicato e sapiente processo di trasformazione per l’alchimista significa ottenere l’elisir di lunga vita, che è forse la consapevolezza di essere uno con il cosmo, in trasformazione, verso sfere più alte. “De l’Amor sospeso e de l’Amor rubeo” non è tuttavia l’album di debutto di RosaRubea, bensì una mia raccolta di poesie musicate in collaborazione con Cropcircle e illustrate dal fu pittore Massimo Bertocchi e dalla digital artist Valentina Mangieri; certamente il tema della metamorfosi con il suo processo di nascita-morte-rinascita anche qui è fondamentale.<a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/08/IMG_9604-highres.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-52239" title="IMG_9604-highres" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/08/IMG_9604-highres.jpg" alt="" width="2473" height="1744" /></a></p>
<p><em><strong>U. Attualmente stai lavorando a un nuovo album intitolato &#8220;Biancanæve&#8221;, che uscirà entro la fine dell&#8217;anno, undici anni dopo il tuo album &#8220;Chrysalide&#8221;. In che modo il nuovo lavoro si differenzierà dal precedente e in che modo si ricollega agli elementi a te familiari? La tua prospettiva artistica è cambiata in modo significativo da allora?</strong></em></p>
<p>D. Non credo che la prospettiva artistica di fondo sia cambiata, l’urgenza espressiva è la medesima, con il desiderio di comunicare e condividere, e l’idea di fondo che fare arte trasformi tanto chi la crea quanto chi ne fruisce. Vero è che del tempo è passato da “Chrysalide”, dunque io stessa, noi stessi abbiamo attraversato esperienze, individuali e collettive, che ci hanno segnati, e questo penso si percepisca nel nostro nuovo lavoro. “Biancanæve” ha mangiato la mela avvelenata, in questo nostro tempo più che mai malato; la strega è un’idra acefala che miete sangue, il corpo urla da ogni parte, il velo protegge, come già il bozzolo della Crisalide, e prelude a una rinascita. Rispetto al precedente lavoro, in quest’ultimo la parola, non di rado tra il parlato e il cantato, si cerca ancor più poiché, come canto in uno dei brani, “The reason fails, I think that music cannot tell the hell we’re going through.” (“La ragione vien meno, penso che la musica non riesca a dire l’inferno che stiamo attraversando”). Nuove lingue si affacciano in “Biancanæve”, in cerca di un incontro con una nuova musica. Qui la dimensione collettiva si è dilatata: dalla “Chrysalide” si è partorita la farfalla e cerca una comunione più ampia, più fonda, più alta.</p>
<p><em><strong>U. Hai accennato al ruolo di nuovi strumenti come l&#8217;oud, il sassofono e la fisarmonica, e hai anche parlato di nuovi registri vocali. In che modo questi elementi hanno modificato il suono di RosaRubea?</strong></em></p>
<p>D. In “Biancanæve” rispetto a “Chrysalide” in generale vi è una presenza molto più significativa dell’elettronica &#8211; ad opera dell’eccellente Yann Turrini &#8211; cui gli strumenti che citi si integrano o si alternano a mo’ di contrappunto, come richiami a un’arcana tela di fondo da tessere nuovamente, un mosaico da ricomporre, fatto di diverse identità, culturali e stilistiche, che non si contrappongono, ma divengono parti di una composizione corale, collettiva, a volte segnando tuttavia momenti di un lirismo più intimo; in questo caso, per esempio, il pianoforte ha un ruolo importante: da un paio d’anni ho ripreso i miei studi di piano, perciò mi sono spesso accompagnata ad esso e alcuni brani, che in questo disco ho voluto suonare io stessa, sono proprio nati da mie poesie in seguito musicate. Rispetto a “Chrysalide”, mi sento di dire che la ricerca sonora si è fatta maggiore, a volte in direzione di un’asciuttezza inedita, altre dell’intreccio strumentale e vocale.</p>
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<p><strong><em>U. Quali temi personali e collettivi incontreremo nell’album?</em></strong></p>
<p>D. Preferisco non svelare troppo circa le tematiche dell’album, certamente posso dire che in modo naturale si è generato un percorso circolare, dal personale al collettivo al personale; entrambi sono fortemente legati, tuttavia, come penso si percepirà. Voci dal passato, più lontano e più recente, intessono l’album. E mi sento di aggiungere che “Biancanæve” è un album senza tempo figlio del nostro tempo.</p>
<p><em><strong>U. La tua musica in “Chrysalide” spaziava in un ampio ventaglio di generi, a metà strada tra la musica da camera, la psichedelia e la chanson. Questa apertura stilistica era intenzionale fin dall&#8217;inizio, oppure si è sviluppata in modo più organico? Sospetto che se ne possa ancora percepire una parte oggi, forse persino in misura maggiore.</strong></em></p>
<p>D. Quando si crea non si va intenzionalmente in una direzione, semplicemente si è chiamati a tessere una trama che misteriosamente si genera con noi: l’apertura stilistica è una cifra che ci contraddistingue, come RosaRubea, e probabilmente lo si percepirà in misura ancora maggiore nel nuovo lavoro.</p>
<p><em><strong>U. Descriveresti RosaRubea come una band stabile con una formazione definita, o piuttosto come un progetto aperto con collaboratori che cambiano nel tempo? Quali musicisti sono coinvolti nelle registrazioni questa volta?</strong></em></p>
<p>D. Nel corso del tempo RosaRubea si è rivelata quello che ora amo definire un “collettivo musicale sperimentale elettro-acustico”, dunque senz’altro un progetto aperto, il cui nucleo centrale tuttavia da anni è costituito da alcuni musicisti stabili nell’organico: oltre a me, naturalmente, che del progetto sono promotrice, Yann Turrini, con un ruolo importante di arrangiatore, all’elettronica, Ermanno Fabbri, talentuoso e assai sensibile chitarrista, qui alle prese anche con l’oud, e Zeno Gabaglio, il mago del violoncello, acustico ed elettrico, con cui vibriamo da sempre in risonanza per affinità nella sperimentazione. In “Biancanæve” inoltre abbiamo accolto lo straordinario batterista e percussionista Fabrizio Carriero, l’immenso Nadio Marenco alla fisarmonica, la versatile Azzurra Buccoliero, in arte Nebüla, al sassofono, che ci ha offerto tra l’altro la sua intensa seconda voce nella title track, l’originale, fantasioso musicista e cantautore Pier Adduce, che da un paio d’anni a questa parte ci accompagna dal vivo in veste di  chitarrista (e armonicista), insieme a Ermanno, e che qui ha dato il suo apporto con l’armonica a bocca e con la chitarra slide; nel disco, poi, alternandosi a me al piano, si è unito l’attento e assai collaborativo Federico Martinoni, che da un anno si è unito stabilmente al progetto. È possibile si aggiunga almeno un altro collaboratore di gran pregio, poiché i lavori non sono ancora chiusi, ma naturalmente non lo diamo ancora per scontato.<br />
Desidero infine menzionare i collaboratori alla grafica e all’immagine, poiché RosaRubea è in effetti un progetto multimediale: l’immagine di copertina e gli acquerelli in “The Fire and the Rose” sono del fu pittore Massimo Bertocchi, le straordinarie realizzazioni fotografiche in “Chrysalide” sono a firma Luca Baldi, mentre tutto il progetto grafico di “Biancanæve” è opera dell’eccellente Anna Taschini.<a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/08/rr.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-52332" title="rr" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/08/rr.jpg" alt="" width="4000" height="2666" /></a></p>
<p><em><strong>U. Oltre a RosaRubea, gestisci anche un progetto con il fisarmonicista Nadio Marenco, incentrato sulla musica popolare europea, soprattutto dei primi del Novecento. Questo progetto è ancora attivo? E cosa ti attrae di queste reinterpretazioni?</strong></em></p>
<p>D. Certamente il progetto è ancora vivo, si parla anche di realizzare un disco insieme, con la collaborazione di altri valenti musicisti. Nadio ed io ci siamo conosciuti condividendo il palco in un paio di occasioni durante uno spettacolo con Moni Ovadia su David Maria Turoldo in cui, oltre a unirmi come corista all’Ensemble Vocale In…Canto, interpretai come solista “Lili Marleen”, così all’impronta, senza provarla: capii subito che c’era un’intesa straordinaria, complici la rara sensibilità musicale e l’enorme talento di Nadio Marenco. Finalmente intravidi la possibilità di proporgli di mettere insieme un repertorio a me tanto caro, che definii di Kabarett Berlinese, poiché principalmente attinge alle composizioni di Friedrich Hollænder, Kurt Weill, Hans Eisler, anzitutto del Primo Dopoguerra dunque, per spingersi a ridosso e fino in piena Seconda Guerra Mondiale, poi anche oltre; vi aggiungemmo così alcuni brani di autori italiani e russi. Essenzialmente ci interessava riproporre il sapore di un’epoca di grande fertilità artistica e fermento politico-sociale, quale fu quella della Repubblica di Weimar, con la sua irriverente e giocosa ironia e la sua satira graffiante, ma anche la sua vena sottilmente malinconica e tragica; penso qui all’Angelo Azzurro magistralmente interpretato da Marlene Dietrich nel personaggio sensuale e spietato di Lola Lola. I tempi sono cambiati, gli straccioni de l’”Opera da Tre Soldi” non sono più gli stessi, tuttavia le modalità comportamentali fondamentalmente non sono cambiate e l’umanità contemporanea, nell’era della globalizzazione, vive in pieno orrore collettivo, con minacce dittatoriali che sono ormai divenute realtà quotidiana; pertanto trovo molto attuali un Kurt Weill, un Bertolt Brecht, un Hans Eisler.</p>
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<p><em><strong>U. In questo progetto interpreti anche il brano &#8220;O Gorizia tu sei maledetta&#8221;, che trasmette una prospettiva molto toccante e desolata sulla guerra e sul destino dei soldati semplici. Puoi raccontarci qualcosa della storia che si cela dietro questo pezzo e cosa significa per te personalmente? Il tema, a quanto ho capito, sembra di nuovo attuale, e quando mai non lo è stato?</strong></em></p>
<p>D. “Gorizia” è un toccante brano di autore anonimo risalente alla Prima Guerra Mondiale. Nata spontaneamente tra le truppe italiane durante la sanguinosa Sesta Battaglia dell’Isonzo per la conquista di Gorizia dove, nell’agosto del 1916, morirono decine di migliaia di soldati italiani e austriaci, la canzone racconta la dura realtà del fronte, a differenza della retorica dell’epoca. Il testo attacca duramente i comandi militari e la borghesia che sosteneva il conflitto, definendo la guerra un inutile spargimento di &#8220;carne venduta&#8221;. Si dice che chi veniva sorpreso a cantare questa canzone durante la guerra era accusato di disfattismo e poteva essere fucilato all&#8217;istante.<br />
“Gorizia” è stata a lungo censurata per la sua natura sovversiva e pacifista. Negli anni è stata poi riproposta e incisa da celebri interpreti della musica popolare italiana, tra cui Giovanna Marini, Lucilla Galeazzi e Rosa Balistreri.<br />
A questo brano sono particolarmente affezionata, come ad altre canzoni antimilitariste e in generale di protesta: le ascoltai da bambina grazie a mio padre, spirito libero e appassionato di storia, e mi colpirono subito, per la loro drammaticità. Sia la famiglia di mio padre che quella di mia madre subirono perdite importanti durante la Seconda Guerra Mondiale.</p>
<p><em><strong>U. Sei stata la cantante solista della Camerata Mediolanense per molti anni. Come ti ha plasmata quell&#8217;esperienza come artista? E il tuo approccio alla musica è cambiato da quando persegui con maggiore determinazione la tua visione artistica con RosaRubea?</strong></em></p>
<p>D. La Camerata Mediolanense è stata una parte importante della mia vita, quasi ventennale la collaborazione con loro; certamente si è trattato di un’esperienza a tutto tondo, che ci ha coinvolti come artisti, come amici, con cui si sono condivisi momenti di alta intensità creativa, episodi buffi o drammatici, della nostra gioventù; con alcuni di loro ci si conosceva dai tempi dell’università, ci accomunavano studi, gusti, interessi, affinità elettive, viaggi a Londra, tutto l’universo “gothic” e sotterraneo, le sperimentazioni musicali percussive e canore: il percorso effettuato insieme ha segnato un lungo tratto di vita, anche di vita milanese, appunto, di una Milano che ora ha cambiato decisamente volto. Come artista tutto questo mi ha attraversata; negli anni con loro in modo molto naturale sul palco penso di avere restituito vocalmente, fisicamente, scenicamente la potenza e l’intensità della loro musica. Elena è una compositrice di grande sensibilità e talento; interpretare la sua musica, che fosse cantando le parole di Petrarca o di Dante o Torquato Tasso, mi ha sempre piacevolmente messa alla prova, vocalmente mi sono messa in gioco nel registro lirico di soprano ma anche in quello di contralto, ho trovato una mia voce, ci ho giocato, calandomi sempre in quelle note, in quelle parole. Pensavo così a indossare gli abiti che si confacessero a quell’atmosfera, alla gestualità che la restituisse. Ho preso confidenza con il palcoscenico, che già non mi era estraneo, ma dove con la Camerata, in giro per l’Europa, specie per la Germania, ho ritrovato di volta in volta le mie tante voci, mentre il pubblico mi restituiva la propria energia, il proprio plauso.<br />
Con RosaRubea, che è il mio progetto, da una quindicina d’anni a questa parte, pur con lo iato che ci separa dall’ultimo disco, “Chrysalide”, del 2015, mi sono confrontata anche con l’aspetto compositivo, oltreché con quello canoro e scenico: ciò ha significato andare più in profondità nel mio animo, nelle esperienze che mi hanno direttamente segnata nella vita, tentare di trovare talvolta una pacificazione a dolori o lutti personali che frattanto acquisivano così una veste simbolica e più ampia, e nel contempo nell’espressione di una ricerca di senso che oggi, come dicevo, si fa più vasta, collettiva. Rispetto alla Camerata Mediolanense, credo RosaRubea sia maggiormente votata a una versatilità e a una sperimentazione di sapore meno “classico”, e ciò costituisce una naturale sfida a guardarci attorno e a interrogarci, anche in musica.<a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/08/IMG_2879-highres.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-52240" title="IMG_2879-highres" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/08/IMG_2879-highres.jpg" alt="" width="2744" height="4116" /></a></p>
<p><em><strong>U. Hai studiato astrologia in modo molto intenso e sistematico negli ultimi anni e ora lavori ufficialmente come astrologa. Cosa ti ha spinto a passare da un interesse personale alla pratica professionale? E cosa ti affascina di più delle consulenze astrologiche?</strong></em></p>
<p>D.  La passione per l’astrologia mi accompagna sin dall’adolescenza; più recente è il suo studio sistematico per approfondirne ulteriormente la conoscenza con la conseguente decisione di seguire una scuola italiana e riconosciuta quale è il CIDA (Centro Italiano Di Astrologia) grazie al quale ho ottenuto una certificazione qualificante anche a livello professionale.<br />
Ho sempre avvertito una connessione con il “tutto”, che l’astrologia, sapere antichissimo, ben esprime, nelle sue molteplici sfaccettature e connessioni con altre forme di sapere, ponendo esseri umani e cosmo in profonda relazione: trovo l’indagine astrologica un prezioso strumento di conoscenza di sé, nel rispetto della vita tutta. Una professione, per essere soddisfacente e allineata alle aspirazioni, al pensiero, alla sensibilità di un individuo, occorre sia latrice di senso; l’astrologia, per me, nella dimensione della relazione professionale, è quantomai utile poiché, con il suo ricchissimo linguaggio simbolico, apre nuove strade alla conoscenza di sé nel confronto con l’altro, che è ciò che mi affascina delle consulenze astrologiche: l’emergere di nuove, possibili geometrie dell’esistenza, grazie all’indagine del tempo, del luogo, della qualità dell’energia in campo.</p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/angurV-50TQ?si=-cgW0oSG7sEIfiOI" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><em><strong>U. Sei musicista, poeta e astrologo allo stesso tempo: queste sono per te forme di espressione separate o parti di un processo artistico-spirituale condiviso?</strong></em></p>
<p>D. Sono forme di espressione ciascuna con le proprie specificità, tuttavia sono accomunate dal desiderio di dare nuova forma all’essere, creando connessioni: attraverso la musica, la poesia, e anche l’astrologia, noi non esistiamo più soltanto come singoli, ma viviamo in sinergia, oltre che con altri esseri umani, anche con altre forma di esistenza; la musica è numero, relazione numerica tradotta in suono percepita dalla nostra sensibilità, in astrologia la relazione spazio-temporale, anche qui essenzialmente numerica, è fondamentale, la parola poetica ha molto in comune con la musica e con l’astrologia condivide l’uso del simbolo. Tutte queste arti, queste forme di<br />
espressione, sono per me occasione di indagine spirituale, in totale apertura di senso, mai di chiusura.</p>
<p>Intervista: U.S.</p>
<p>Fotos: Anna Lucylle Taschini</p>
<p><strong>Daniela Bedeski @ <a href="https://www.instagram.com/danielabedeski">Instagram</a> | <a href="https://www.facebook.com/danielabedeski">Facebook</a> | <a href="https://www.youtube.com/thesussuria">YouTube</a></strong></p>
<p><strong>RosaRubea @ <a href="https://www.instagram.com/rosarubeaofficial">Instagram</a> | <a href="https://www.facebook.com/rosarubeaproject">Facebook</a> | <a href="https://www.youtube.com/rosarubea">YouTube</a></strong></p>
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		<title>CAMERATA MEDIOLANENSE: Atalante Fugiens</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Jun 2024 02:57:32 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Das nach der leichtfüßigen Atalante, deren Name viele wahrscheinlich schon assoziativ in der Welt der antiken Mythen verorten, benannte neue Album von Camerata Mediolanense beginnt mit einem Kracher: Schon die lateinischen Verse, mit denen Sängerin Desiree Corapi das Werk in &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/06/29/camerata-mediolanense-atalante-fugiens/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/06/atalantafugienscameratamediolanense.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-41601" title="atalantafugienscameratamediolanense" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/06/atalantafugienscameratamediolanense-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Das nach der leichtfüßigen Atalante, deren Name viele wahrscheinlich schon assoziativ in der Welt der antiken Mythen verorten, benannte neue Album von Camerata Mediolanense beginnt mit einem Kracher: Schon die lateinischen Verse, mit denen Sängerin Desiree Corapi das Werk in einem hellen und zugleich kraftvollen Sopran in hymnenhaftem Ton eröffnet, bündelt trotz Molltonart und einer liturgischen Melodieführung eine wache, forsche Energie, in die sich die <span id="more-41599"></span>anderen Sängerinnen Carmen D&#8217;Onofrio und Chiara Rolando, die donnernden Pauken und die orchestrale Elektronik scheinbar wie von selbst einfügen und eine Stimmung entstehen lassen, die in den leisen Tönen des <a title="CAMERATA MEDIOLANENSE: Le Vergini Folli" href="http://africanpaper.com/2017/11/11/camerata-mediolanense-le-vergini-folli/">Vorgängers &#8220;Le Vergini Folli&#8221;</a> nur latent zu spüren war, die aber auf dynamischen Klassikern der Gruppe von &#8220;Musica Reservata&#8221; bis &#8220;Vertute, Honor, Bellezza&#8221; zumindest musikalisch bestens gepasst hätte. Es handelt sich bei dem eröffneten Stück um den Song &#8220;Embryo Ventosa&#8221;, der bereits seit Jahren auf Konzerten gespielt wird und schnell zu einem heimlichen Lieblingsstück vieler Fans wurde.</p>
<p>Der Text des Stücks und aller folgenden Stücke auf der Platte entstammt einem bedeutenden alchemistischen Werk des frühen 17. Jahrhunderts aus der Feder des deutschen Arztes, Dichters und Okkultisten Michael Maier, das ebenfalls den Titel <em>Atalanta Fugiens</em> trägt – ein bedeutendes emblematisches (heute würde man auch sagen multimediales) Werk, das in fünfzig Kapiteln zahlreiche Aspekte der Alchemie und der spirituellen Suche erörtert und dabei Poesie, philosophische Reflexion, Illustrationen des Schweizer Kupferstechers Matthäus Merian und musikalische Partituren, bei denen wohl der englische Madrigalkomponist John Farmer einflussreich war, zusammenbringt. Über die Inhalte der fünfzig Embleme findet sich allerhand Differenziertes auf Papier und im Netz, die Versöhnung und Vermählung von Gegensätzen, aber auch die Wichtigkeit der Vermeidung von Extremen, die sich als Hindernisse auf dem alchemistischen Weg erweisen können, sind wichtige und wiederkehrende Motive und sollen hier als einzige exemplarisch genannt werden.</p>
<p>Der Atalante-Mythos, der in den <em>Metamorphosen</em> Ovids wahrscheinlich seine bekannteste Überlieferung erhalten hat, ist dem Ganzen als kurze Parabel vorangestellt. In dieser wird die mythische Heldin als eine sportliche und etwas asketisch wirkende Jägerin und Läuferin vorgestellt, die aufgrund ihrer Schönheit zahlreiche Verehrer hatte, sich aber der Ehe verweigern wollte. Ihre zahlreichen  Verehrer forderte sie zu einem Wettlauf heraus &#8211; gewinnt der Anwärter, gehört ihm ihre Hand, gewinnt sie, musste der Verehrer sein Leben lassen. Nur Hippomenes, der weder unambitioniert war, noch allzu obsessiv an seinem Ziel hing, schaffte es, sie mit einem Trick zu überlisten. Auch hier geht es also um die Vermeidung von Extremen und so etwas wie einen goldenen Mittelweg, wie ihn in der abendländischen Philosophie unter anderem Aristoteles in seiner <em>Nikomarischen Ethik</em> propagierte.</p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/zEf0iLPbP5o?si=_akFksaisGKAAQ0b" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p>Im Unterschied zu vielen bisher bekannten Vertonungen des Stoffs, die sich mehr oder weniger an die Partituren aus dem Buch gehalten haben, entschieden sich Camerata Mediolanense bzw deren Komponistin und Songschreiberin Elena Previdi für ein musikalisch eigenständiges Werk, das bis auf den abschließenden Track, der tatsächlich eine originalgetreue Umsetzung ist, auf Eigenkompositionen setzt, die die musikalischen Ideen des Werks sicher als Inspirationsquelle nutzten, ansonsten aber den Stoff der zehn hier ausgewählten Embleme auf eigene Art umsetzt.</p>
<p>&#8220;Embryo Ventosa&#8221; erzählt die Geschichte von der Geburt des Schwefels, das zur Entstehungszeit des Buches gerade erst entdeckt wurde. In Maiers Lyrik wird das Element als Embryo beschrieben, der im Schoß des Boreas, des mächtigen Nordwindes heranwächst und aufgrund seiner Giftigkeit und Explosivität nicht nur ein enormes Potenzial, sondern auch gewaltige Risiken in sich birgt. Diese Ambiguität lässt sich bei genauerem Hinhören auch in dem Stück erkennen, das neben seiner mitreißenden Wucht, die sich v.a. nach mehreren ruhigen Passagen mit Carmens Sologesang offenbart, nicht nur subtile unterschwellige Dissonanzen transportiert, sondern auch eine zwiespältige Hypnotik. Diese wird noch deutlicher in dem Videoclip von Luca Rossato, in dem v.a. die trommelnden Recken Manuel Aroldi, Marco Colombo, Trevor Ameisi und Giancarlo Vighi etwas gewollt Zombifiziertes ausstrahlen. Dennoch wirk das Stück aus der Totalen betrachtet versöhnlich, und man muss derartige Vermählungen von Gegensätzlichem in den folgenden Stücken nicht lange suchen. &#8220;Rosetum&#8221;, das mit Trommelwirbeln beginnt, sich dann aber als eher schleppendes Mittempostück mit cinematischen Streicherpassagen entpuppt, offenbart eine exzentrisch anmutende Dramatik. Chiara eröffnet den Italienisch und Latein kombinierenden Gesangsteil mit einer ergriffen-ergreifenden Rezitation, in die sich nach und nach die anderen Stimmen einklinken. Zu Beginn von &#8220;Rupa Cava&#8221; könnte man meinen, die Melodie des Windembryos zu erkennen, doch das ist nur eine kurze Fata Morgana, aus der sich ein von folkigen Glocken und zischelnden Becken getragener Ritualsound schält. Carmens Stimme, die in anderen Stücken fast wie eine Fackel leuchtet, wird hier wie aus einem anderen Raum ins Zentrum des Gesdhehens geweht, die anderen &#8211; auch männliche &#8211; Stimmen kommen hinzu. Der Bariton der männlichen Sänger hat seinen großen, proklamatorischen Moment in &#8220;Corallus&#8221;, das mit seinen martialischen Pauken, die an ein Standgericht erinnern, und seinem reißerischen Verlauf die monumentalsten Momente des Albums entstehen lässt.</p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/bq8ghPei69M?si=3IvNNMb9QIE79z-J" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p>Um den Schwefel dreht sich auch der Hintergrund des Stücks &#8220;Hermaphroditus&#8221;, das gewissermaßen eine Fortstetzung von &#8220;Embryo Ventosa&#8221; und ein weiteres Highlight des Albums ist. Hier wird aus dem Sulfur und Quecksilber– stellvertretend für andere Gegensätze wie Sonne und Mond, heiß und kalt, Blut und Milch, Gold und Silber und letztlich dem männlichen und dem weiblichen – ein göttliches Zwitterwesen geschaffen, das symbolisch für die Überwindung des Konfliktes zwischen Delirium und Vernunft im alchemischen Prozess steht. Hinter den Acapellagesang, mit dem Desiree das Stück feierlich einleitet, schiebt sich der Klang eines im Camerata-Kosmos schon bekannten Cembalos, das irgendwann sein Tempo und seine Stoßrichtung findet und zum Hintergrund wunderbar miteinander verschmelzender weiblicher und männlicher Gesänge wird. In dem schunkeligen Walzertakt verbirgt sich dabei bis zum Ende etwas trunken eruptives, das an frühere Stücke wie &#8220;Mi vuoi&#8221; erinnert, und das hier später noch einmal in dem thematisch verwandten &#8220;Mercurius&#8221; wiederkehrt. In diesem kommt in dem Arrangement aus Streichern, Akkordeon, einem schnell gespielten Cembalo und zum Teil verstellten Stimmen ein populärmusikalisches Element hinzu, ich könnte mir den Song wunderbar in einer Version mit Marc Almond und Ernesto Tomasini vorstellen.</p>
<p>&#8220;Viktor quadrupedum&#8221;, das in einem kurzen Interludium mythologische Szenen wie in einem symbolistischen Panorama an einem vorbeiziehen lässt, und &#8220;Arpir&#8221; in welchem eine von einer Kinderstimme gelesene Rezitation von marschierenden Paukenrhythmen vorangetragen wird, repräsentieren die soundscapige Seite des Albums. Vor dem harmonischen Zusammenspiel der Gegensätze in Form der verschiedenen Stimmen in &#8220;Alta Venonosa&#8221;, das das Album ganz im Geiste von Maiers eigenen Ideen zum Abschluss bringt, stehen in &#8220;Draco&#8221;, das einer der Ourobouros-Gestalten des Bandes gewidmet ist, noch einmal die rauen und dystopischen Töne im Zentrum des Geschehens. Ein verrauscht-noisiger Unterton unter der spannungsgeladenen Perkussion lässt apokalyptischen Szenen entstehen wie man sie aus älteren Nummern wie &#8220;Balcani in Fiamme&#8221; kennt, und wenn später Trillerpfeifen und deklamatorische Shouts dazukommen erinnert man sich etwas deutlicher, dass die schöngeistige, ornamentale Seite der Gruppe immer nur eine Seite ihrer in der Hinsicht janusköpfigen Musik gewesen ist.</p>
<p>Mit &#8220;Atalanta Fugiens&#8221; ist Camerata Mediolanense ein &#8220;esoterisches&#8221; Konzeptalbum gelungen, wie es <a href="http://africanpaper.com/tag/elijahs-mantle/">Elijah&#8217;s Mantle</a> in ihren innovativsten Tagen nicht besser gekonnt hätten, und das zusammen mit <a title="V.A.: Magnum Opus Collectio Series – Rubedo" href="http://africanpaper.com/2023/05/13/v-a-magnum-opus-collectio-series-rubedo/">dem von Mirco Magnani kuratierten &#8220;Magnum Opus Collectio Series&#8221; </a>für eine gewachsenen Interesse an der Alchemie eventuell im italienischen Kulturraum stehen könnte. Die inhaltlichen Aspekte und ihre Umsetzung sollten Ideengeschichtler &#8211; am besten jenseits einer Kulturwissenschaft, die seit Jahrzehnten die immergleiche Konstrukthaftigkeit in allem sucht &#8211; beurteilen. Musikalisch kann man das Album nur als erstklassige Arbeit betrachten und als Beweis, dass es bisweilen ein paar Jahre dauern muss, bis ein solches vollendet ist. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Auerbach Tonträger / Prophecy Productions</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=4147134318/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Atalanta Fugiens: Angekündigtes Album von Camerata Mediolanense</title>
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		<pubDate>Fri, 05 Apr 2024 06:09:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die italienishe Ausnahmeformation Camerata Mediolanense kündigt für den kommenden Sommer ein neues Album mit dem Titel &#8220;Atalanta Fugiens&#8221; an. Während die Gruppe in den vergangenen Jahren immer wieder Konzerte gegeben hat, ist der neue Longplayer das erste längere Lebenszeichen aus &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/04/05/atalanta-fugiens-angekundigtes-album-von-camerata-mediolanense/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die italienishe Ausnahmeformation Camerata Mediolanense kündigt für den kommenden Sommer ein neues Album mit dem Titel &#8220;Atalanta Fugiens&#8221; an. Während die Gruppe in den vergangenen Jahren immer wieder Konzerte gegeben hat, ist der neue Longplayer das erste längere Lebenszeichen aus dem Studio seit <a title="CAMERATA MEDIOLANENSE: Le Vergini Folli" href="http://africanpaper.com/2017/11/11/camerata-mediolanense-le-vergini-folli/">dem 2017 erschienenen &#8220;Le Vergine Folli&#8221;</a>. Im Unterschied zu diesem, bei dem der von insgesamt vier meist solo zu hörenden Stimmen getragene Gesang oft nur vom Klavier und dezenten Streichern begleitet wurde, baut &#8220;Atalanta Fugiens&#8221; wieder auf einer üppigeren und wechselhafteren Instrumentierung auf, in der Cembalo, Akkordeon, Perkussion, Chorgesang und einiges mehr zu Einsatz kommt und so auch eine Brücke zu den wuchtigeren, hymnenartigen Kompositionen früherer Arbeiten geschlagen wird.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/04/atalantafugiens.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-40614" title="atalantafugiens" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/04/atalantafugiens.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-40437"></span></p>
<p>Der Kern der Beteiligten ist von früheren Aufnahmen her einschlägig bekannt, in alphabetischer Reihenfolge sind dies Carmen D&#8217;Onofrio, Desiree Corapi, Chiara Rolando, Elena Previdi, Giancarlo Vighi, Manuel Aroldi, Marco Colombo und Trevor Ameisi &#8211; Musikerinnen und Musiker, die oftmals noch mit weiteren, ganz unterschiedlichen Projekten aktiv sind. Wie die meisten Aufnahmen der Formation folgt auch &#8220;Atalanta Fugiens&#8221; in seinen Motiven einem deutlich erkennbaren Konzept und greift auf ein historisches Thema zurück &#8211; namentlich auf das gleichnamige Buch des <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Maier_(Alchemist)">paracelsischen Arztes und Alchemisten Michael Maier</a> aus dem Jahr 1617 mit zahlreichen Illustrationen des schweitzer Kupferstechers Matthäus Merian, das neben einem mythologisch-allegorischen Rahmen eine parabelhafte Theorie der rosenkreuzerischen Geistesschulung präsentierte. Unter den Stücken sind auch die bereits auf zahlreihen Konzerten erprobten &#8220;Rupe Cava&#8221;, &#8220;Victor Quadrupedum&#8221; und v.a. &#8220;Embryo Ventosa&#8221; zu finden, das längst zu einem heimlichen Favoriten vieler Fans geworden ist. Camerata Mediolanense, deren Name im latinisierten Italienisch soviel wie Kammermusiker aus Mailand bedeutet, bestehen seit den frühen 90ern und waren von Beginn an in zahlreiche Kulturkontexte der Region Mailand verwoben, die Bandbreite reicht vom</p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/04/atalantafugiens1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-40438" title="atalantafugiens1" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/04/atalantafugiens1.jpg" alt="" width="1312" height="1230" /></a></p>
<p>Conservatorio Giuseppe Verdi, an welchem Gründerin Elena Previdi forscht und lehrt und auch einíge weitere Mitglieder ihre Ausbildung erhalten haben, bis zu den Postpunk- und Experimentalmusikszenen weit über die Lombardei hinaus. Entsprechend vielgestaltig ist ihr stilistisches Spektrum, welches Musik der Renaissance und des Barock mit Populärmusik des 20. Jahrhunderts, Filmmusik und Einflüssen zeitgenössischer Subkulturen verbindet. Das in vielen ihrer Songs zu findende Zusammenspiel von wunderschönen Sopranstimmen und reißerischen Drums zählt zu ihren Markenzeichen. Das Album erscheint in verschiedenen Formaten beim Prophecy-Ableger Auerbach Tonträger, live werden sie das Material u.a. über Pflingsten gleich zweimal beim WGT in Leipzig vorstellen.</p>
<p><a href="https://en.prophecy.de/artists/camerata-mediolanense/"><strong>@ Prophecy</strong> </a></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=988726817/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>CAMERATA MEDIOLANENSE: Le Vergini Folli</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Nov 2017 07:54:38 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Im Laufe ihrer mittlerweile bald fünfundzwanzig Jahre umspannenden Karriere haben die Mailänder Kammermusiker um Komponistin und Musikwissenschaftlerin Elena Previdi immer wieder Veränderungen zugelassen und wahrscheinlich auch angestrebt. Eine der Konstanten im bisherigen Werk war die Zusammenführung alter Musikarten schwerpunktmäßig aus &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2017/11/11/camerata-mediolanense-le-vergini-folli/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/10/cameratamediolanenseverginifolli.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-14464" title="cameratamediolanenseverginifolli" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/10/cameratamediolanenseverginifolli-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Im Laufe ihrer mittlerweile bald fünfundzwanzig Jahre umspannenden Karriere haben die Mailänder Kammermusiker um Komponistin und Musikwissenschaftlerin Elena Previdi immer wieder Veränderungen zugelassen und wahrscheinlich auch angestrebt. Eine der Konstanten im bisherigen Werk war die Zusammenführung alter Musikarten schwerpunktmäßig aus Renaissance und Barock mit einer Dynamik, die an Post Industrial-Kollektive wie Test Dept und <a href="http://africanpaper.com/2017/06/17/officine-schwartz-colonna-sonora-di-remanium-dentaurum-cr-co-mo-cd-dvd-reissue/">Officine Schwartz</a>, aber auch an reißerische Filmscores erinnerte und oft<span id="more-14463"></span> hymnenartige Züge trug. Auf ihren Platten kann man sich wie in einem symbolistischen Gemälde fühlen, nur um sich Minuten später in einem Monumentalfilm wiederzufinden, und nicht selten überblenden sich beide Szenerien auf immer wieder neue Art. Dass dies nie wie ein zusammengekleisterter Stilhybrid wirkte, ist eine nennenswerte Leistung und selbstverständlich mit abgegriffenen Wörtern wie Neoklassik kaum zu fassen.</p>
<p>Eine weitere Konstante war das Zusammenspiel von männlichem und weiblichem Gesang, seit dem zweiten Album „Campo di Marte“ primär verkörpert durch die Stimmen von Daniela Bedeski und dem umtriebigen Trevor a.k.a. 3Vor. Dass Daniela nach „Vertute, Honor, Bellezza“, dem bislang elektronischsten Album, die Camerata verließ, bedeutete einen markanten Schnitt, der sicher von den meisten Fans bedauert wurde. Will man trotzdem etwas Positives darin sehen, so kann man festhalten, dass es durch diesen Bruch gewissermaßen zu einer kreativen Vervielfältigung kam, denn während<a href="http://africanpaper.com/2015/10/10/rosarubea-chrysalide/"> Daniela ihr RosaRubea-Projekt</a> zu einer festen Band ausbaute und in der Zwischenzeit ein überaus gelungenes Album herausgebracht hat, hat sich auch die Camerata neu formiert und die Lücke mit gleich drei neuen Sängerinnen gefüllt.</p>
<p>Man könnte nun auf die Idee kommen, dass hier auf Quantität gesetzt wurde, doch solche Bedenken konnten schon auf den Konzerten der letzten Jahre zerstreut werden, denn die Sängerinnen Desiree Corapi, Carmen D&#8217;Onofrio und Chiara Rolando entpuppen sich als sehr verschiedenartiges Gespann, bei dem sich die einzelnen Stimmen wunderbar ergänzen. Desiree Corapi, eine Studentin des Conservatorio G.Verdi di Milano, an dem Elena Previdi unterrichtet, singt in einem klaren, unmanirierten Sopran, ihrer berührenden, oft versöhnlich anmutenden Stimme kommt mittlerweile ein großer Anteil des Gesangs zu. In Chiaras Gesang ist ein erdiger und zugleich poptauglicher Ton beigemischt. &#8220;Soprano Punk&#8221; Carmen machte als einzige der drei schon länger von sich reden und sang u.a. bei Argine und Ballo Delle Castagne. Ihr aufwühlender lyrischer Sopran ist eines der großen Ornamente der Camerata und schraubt sich immer wieder in lichte Höhen empor, um besondere Akzente zu setzen.</p>
<p>Weibliches spielt auf dem neuen Album „Le Vergine Folli“ &#8211; „Die närrischen Jungfrauen“ &#8211; nicht nur eine stimmliche, sondern auch eine inhaltliche Rolle. Alle acht Tracks sind Gedichtvertonungen, und das Thema Frau, ihr Image und ihre fragile, oft gebrochene „Reinheit“ zieht sich in unterschiedlicher Deutlichkeit leitmotivisch durch alle Texte, die entweder von heute weitgehend unbekannten italienischen Dichterinnen wie Vittoria Aganoor Pompilj oder Isabella di Morro stammen, oder aus der Feder des berühmten Dichters der frühen Renaissance, Francesco Petrarca, der schon auf „Madrigali“ und besonders „Vertute, Honor, Bellezza“ eine Rolle spielte, und dessen Lobgesänge auf die geheimnisvoll entrückte Madonna Laura eine ganze lyrische Tradition begründeten. Mit „Canzone alla Vergine“ und „Vergine Bella“ gab es auch in der letzten Phase schon Stücke, in denen dieses Thema vorkommt, und die man trotz ihres religiöseren Inhalts als Vorläufer des neuen Albums betrachten kann.</p>
<p>Vielleicht wäre es etwas überinterpretiert, den getragenen, diesmal auf wuchtige Perkussion fast völlig verzichtenden Musikstil auch auf den stark weiblichen Schwerpunkt der Songs zu beziehen – bei der Instrumentierung jedenfalls nimmt „Le Vergine Folli“ eine Sonderstellung ein, denn erstmals steht das Piano, genauer Klaviere von Steinway &amp; Sons und andere Flügel aus der Zeit um 1900, im Zentrum des Geschehens, Streicher und leichte elektronische Bearbeitung ergänzen den Sound. Die beiden ersten Stücke umfassen bereits die Bandbreite des Stils: „Lacrime de Gioia“ beginnt fast soundscapig verweht und entpuppt sich als opulentes, impressionistisches Schattenidyll mit verhalltem Chorgesang, vor dessen Kulisse die Stimme Carmens aufscheint, bevor alle Stimmen der Camerata kurz zu Wort kommen. „ Scrissi Con Stile Amaro“ dagegen mit Chiara am Mikro exponiert in feierlicher Simplizität Stimme, Piano und Violine in ihrem Minimalismus gleichermaßen, ein anrührendes Lied über das Glück, das wie einige andere Songs an die Cembalostücke auf früheren Alben erinnert.</p>
<p>Es fällt schwer, einzelne Songs hervorzuheben: „Mi Vuoi“ mit Carmens virtuosem Leadgesang, ein dunker, gegen Ende atemloser Chanson mit mittelalterlichen Anklängen, begeistert ebenso wie das erschütternd eindringliche Traumgebilde „Notte Ancora“, der buchstäblich petrarkistische Walzer „Pace Non Trovo“ mit dem Duett zwischen Desiree und Trevor ebenso wie „Dolce Salire“, dessen verzauberte Pianospur interessante Harmonien mit dem kräftigen Bariton Trevors entstehen lässt. Und da ist noch nichts zu „Quando l&#8217;Sol“ gesagt, dem melancholischen Abschluss, der für vier Minuten eine ganze Welt zu versöhnen vermag.</p>
<p>Eine subtile Spannung aus Reinheit und kleinen, störenden Details, aus teilweise wahnhafter Sehnsucht und einer ruhigen, an Herbststimmung erinnernden Einkehr durchzieht dieses Album, und obwohl man sich bei den närrischen Jungfrauen vielleicht etwas anderes vorgestellt hatte, passt bei genauerem Hinhören doch alles wunderbar zusammen – ein Eindruck, der sich angesichts der Lyrics sicher noch verstärkt, die in der Liebhaber-Edition zusammen mit einer Bonus-CD und anderen Beigaben gleich in fünf Sprachen zu finden sind. Aus der aktuellen Richtung auf die Zukunft der Camerata Mediolanense zu schließen, halte ich für gewagt, ganz abschwören dürfen sie dem perkussiven Bombast ohnehin nicht, denn sicher will nicht nur ich irgendwann den Kracher „Embryo Ventosa“ einmal auf Platte hören. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://prophecy.de">Auerbach Tonträger / Prophecy</a></strong></p>
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		<title>ROSARUBEA: Chrysalide</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Oct 2015 05:17:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/09/rosarubelachrysalide.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-10944" title="rosarubelachrysalide" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/09/rosarubelachrysalide.jpg" alt="" width="167" height="150" /></a>Ich musste bei RosaRubeas neuem Album &#8220;Chrysalide&#8221; an die Novelle &#8220;Morpho Eugenia&#8221; von Antonia Byatt denken, in dem die Verpuppung einer Raupe und ihre letztliche Verwandlung in einen Schmetterling &#8211; eingebunden in die Geschichte eines dämonischen Familiengeheimnisses &#8211; symbolisch für die Verwandlungen steht, ohne die Leben kein Leben wäre. &#8220;Chrysalide&#8221;, das nach dem Puppenstadium des Schmetterlings benannt ist und sich musikalisch erst gar nicht zwischen entrückter Kammermusik und erdiger Psychedelia entscheiden will, widmet sich ganz den vielfältigen Verwandlungen, die der Biologie, aber auch der<span id="more-10943"></span> geistigen und seelischen Entwicklung eines Menschen ihre Dynamik verleihen. An vielen Passagen des textlich mehrsprachigen Albums lugt das Morbide um die Ecke. Dass es dennoch ein vitales und freudvolles Werk geworden ist, scheint Teil des Konzeptes zu sein.</p>
<p>Der Ausgangspunkt dieser Reise durch ebenso romantisches wie psychedelisches Terrain scheint eine sinnbildliche Ruine zu sein. Dass &#8220;Chrysalide&#8221; ausgerechnet an einem 11. September veröffentlicht wurde, darf man dabei wohl nicht überdeuten, auch dass das Album Daniela Bedeskis erstes größeres Werk seit ihrem Austritt als Frontfrau von Camerata Mediolanense ist, eignet sich wohl eher als Biografismus. Die wehmütig-melancholischen Auftakte der einzelnen Songs dagegen verdeutlichen dies jedoch umso mehr, ebenso das Covermotiv, das ein verfallenes Zimmer in einem einst herrschaftlichen Gebäude zeigt. Durch die Inszenierung des Schauplatzes ist jedoch längst etwas Neues daraus entstanden, ebenso wie die Songs immer peu a peu an Kraft gewinnen und zu einer einzigen Feier des Lebens geraten &#8211; &#8220;once the cocoon broken, with the rush of new wings is transfigured into a music of desire&#8221;, wie es im Labelinfo heißt.</p>
<p>Nicht unpassend für ein dem Wandel gewidmetes Album sind einige der Songs von markanten Brüchen und Wechseln geprägt. Mal sind es Wechsel der Klangfülle wie beispielsweise in &#8220;Hekla&#8221;, wo der dynamische Bandsound den fließenden Pianoteppich auflöst und eine Dynamik schafft, die bestens zu Danielas aufwühlendem Sopran passt. Oder es sind Wechsel des Tempos, wie sie in &#8220;Flood&#8221; stattfinden, das zunächst sehr leise beginnt und keinen Zweifel daran lässt, dass man hier nur die Ruhe vor dem Sturm erlebt. Ob es nur die Symbolik des Textes ist, die vom Sterben und Werden spricht, und die Andeutungen an ein Ungeborenes – schon vor dem Einsetzen der Drums wird klar, dass dies kein verklärendes Stück ist, und dass Danielas Stimme wirklich groß ist, zeigt sich selbst in den Passagen, in denen ihr Vortrag nah an Spoken Words ist.</p>
<p>Zwischen Kunstlied und Down- bzw. Midtempo Psychedelia ist einiges möglich, und so finden sich im weiteren Verlauf Stücke mit spanisch anmutenden Zupfgitarren, erdige Chansons nach Art der 60er, soundscapige Dunkelheit in &#8220;Orpheus&#8221; und mit &#8220;Window Pain&#8221; ein Stück mit äußerst schrillen Momenten. Und es wäre kein Konzeptalbum über Verwandlung und Neugeburt, wären nicht auch ein paar Neuinterpretationen dabei wie „A blue Bird in Scarlett Spring&#8221; vom vorigen Album oder eine Interpretation von Nicos &#8220;König&#8221;, dessen von Akzent durchbrochenes Deutsch das Ergreifende des Songs nur steigert. Es gibt nicht viele, die Nico covern können, und der größte Fehler wäre es, ihre Stimme und Gesangsart zu imitieren. Davon ist RosaRubeas Version jedoch weit entfernt.</p>
<p>Ich will den Vergleich zu Danielas früherer Hauptband nicht überstrapazieren, doch überzeugt &#8220;Chrysalide&#8221; mich im Grunde sogar mehr als das letzte Camerata-Album. Während bei der älteren Band zum Schluss die orchestralen Elemente immer opulenter und geschliffener wurden und damit umso deutlicher zeigten, dass es Elektronik ist, die dieser Musik eben nur bedingt zu Gesicht steht, gehen RosaRubea hier bei aller Eindringlichkeit dezent vor und geben v.a. dem Gesang den Raum, den er verdient. Ganz nebenbei sollte mittlerweile auch klar sein, dass die Band gut ohne die Neoklassik-Schablone auskommt. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.oldeuropacafe.com/">OEC</a></strong></p>
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		<title>ALMAGEST!: Messier Objects</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Oct 2013 00:17:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/10/almagestmessierobjects.jpeg"><img class="alignleft size-full wp-image-7681" title="almagestmessierobjects" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/10/almagestmessierobjects.jpeg" alt="" width="150" height="150" /></a>Die Gruppe Almagest! wurde erst im letzten Jahr gegründet, doch man muss nicht einmal besonders italophil sein, um dem Lineup zu entnehmen, dass es sich um eine Allstar-Combo aus gestandenen Musikern handelt. Im Zentrum des Geschehens steht Sänger und Performer Ernesto Tomasini, der – vermutlich eher aufgrund als trotz seines Charismas – nie ein Soloalbum herausgebracht hat, sondern die Zusammenarbeit mit ebenso markanten Musikern bevorzugt. Hinlänglich bekannt sind zudem die Turiner Fabrizio Palumbo und Paul Beauchamp, deren Stammbands Larsen und Blind Cave Salamander ebenfalls von dynamischen Konstellationen zehren. Ebenfalls kein unbekannter ist der Mailänder Evor Ameisi, dessen Soloprojekt Northgate<span id="more-7680"></span> nur einen Teil seiner Aktivitäten abdeckt. Alle vier Virtuosen (die noch von zwei Studiomusikern an der Elektronk unterstützt werden) haben bereits zusammen gearbeitet, vor allem die „Canes Venaciti“-Kollaboration zwischen Palumbo und Tomasini kann als Vorläufer von Almagest! betrachtet werden.</p>
<p>Das Albumdebüt „Messier Objects“, benannt nach einem <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Messier-Katalog">vom Astronomen Charles Messier zusammengestellten Katalog an Himmelskörpern</a>, ist ein merkwürdiger, aber keinesfalls reizloser Hybrid aus poppigen, melodramatischen Songsansätzen und gewagten Klangexperimenten, bei denen Musical-Pathos, dröhnende Klangflächen und deftiger Bluesrock keine Gegensätze darstellen. Dass alle Beteiligten in unterschiedlichen Kontexten aktiv sind, mag seinen Teil zu dem beeindruckenden Stilhybriden beitragen, mehr noch allerdings scheint mir der Spaß am Zerlegen von Songstrukturen der Hauptgrund für das irgendwie dann doch harmonische Durcheinander zu sein. Der Titel des Openers „Dolci Momenti“ ist dabei nicht einmal ironisch zu verstehen, denn trotz des schrägen Bläsereinsatzes ist der Auftakt ein schönes Variete-Stück, der sirenenhafte Gesang zeichnet Tomasini einmal mehr als großartigen Falsettsänger aus. Die Reminiszenzen an Kleinkunst, bei Tomasini ohnehin nichts seltenes, kommen mehrfach zum Zug, vielleicht am Gelungensten im balladesken, ja fast hippiesken „Under Here“, dessen trauriger Text in der ergriffenen Stimmung paradoxerweise etwas Erhebendes bekommt.</p>
<p>Dass es auf „Messier Objects“ u.a. um die Dekonstruktion von Popstrukturen geht, wird am deutlichsten in zwei Coverversionen, die zudem zeigen, dass das Zerlegen und Neu-Zusammensetzen von bekanntem Material zu ganz unterschiedlichen Resultaten führen kann. Die Interpretation von Duran Durans „The Chauffeur“ verleiht dem Song vor allem etwas Überreales. Von der Klangfülle her wirkt der Song gewollt unfertig, und auch kompositorisch meint man Züge eines verfremdend Provisorischen zu erkennen. Wenn sich die klanglichen Leerräume mit Palumbos psychedelischem Orgelspiel und den stets nur ein Stück überdreht wirkenden Falsettpassagen Tomasinis füllen, entsteht der Eindruck, dass durch Reduktion und gleichzeitige Überzeichnung das Wesentliche des Songs herausgekitzelt wird, dass man beim stylishen Original eher zu überhören neigt &#8211; man müste auch ein trauriger Geselle sein, wenn man angesichts des <a href="http://vimeo.com/9976137">Videos</a> dazu über Strukturen nachdenkt. Ein einlullendes Interludium, das nur mit Walzertakt noch beschaulicher ausfallen könnte, leitet sogleich über in den drogengeschwängerten Jefferson Airplane-Hit „White Rabbit“. Ich will hier keine Intention unterstellen, doch meines Erachtens dokumentiert die Version vor allem die bedauerliche Obsoletheit eines einst mutigen (gegen)kulturellen Entdeckergeistes: Der Trip wirkt mittelmäßig, die Phrasen scheinen verbraucht und die Transgression – die die Welt zwar prägte, doch längst nicht in dem Maße, wie sie es sich erträumte – ist zu einer Altherrensache herabgekommen. Dies ist keineswegs als Kritik gemeint, denn gerade auch angesichts <a href="http://www.youtube.com/watch?v=89OT7R3KQoA">eines früheren „Breaking the Law“-Covers</a> halte ich diese Musiker für berufen, sich auf originelle Weise an der klassischen Ära des Rock mit all ihrer Größe und Banalität abzuarbeiten. Ein Bad Trip ganz anderer Art verschafft einem – nomen est omen – „Night Mares“, bei dem Beauchamps singende Säge des schönsten Blues zersägt, bis das ganze zu einem geschwätzigen Hörspiel verkommt, aus dem man mit Händel geweckt wird.</p>
<p>Mir ist nicht bekannt, ob Almagest! weiterhin in Erscheinung treten wird, oder ob es doch bei dem temporären Projekt bleiben wird. Nicht nur aus Geschmacksgründen würde ich mich über eine Fortführung freuen, denn dafür gäbe es durchaus Relevanzkriterien. Das stichhaltigste ist wohl, dass sich alle vier Musiker unverkennbar einbringen, „Messier Objects“ jedoch kaum wie irgendeines ihrer anderen Projekte klingt. Gerade von Tomasini wird gelegentlich behauptet, dass es sich bei der Intensität seines Gesangs fast erübrige, ob ihm Othon Mataragas&#8217; Klavierspiel oder beispielsweise die Soundart Andrew Liles&#8217; zur Seite steht. Bei manchen Stücken mag man das so sehen können, vergleicht man aber das zerfledderte Klangbild Amalgest!s mit der elaborierten Klanggestalt von Othon und Tomasinis „Impermanence“, dann werden die Unterschiede überdeutlich. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://touretterecords.com/">Tourette</a></strong></p>
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