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	<title>African Paper &#187; Fat Cat</title>
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		<title>KEELEY FORSYTH: The Hollow</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Jun 2024 03:44:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Colin Stetson]]></category>
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		<description><![CDATA[Vor einiger Zeit kam bei einer Diskussion im weiteren Bekanntenkreis die Frage auf, ob es heute noch (neue) Musik ge(/ä)be, die einen noch genauso begeistert, wie man das früher erlebt habe. Da klang so eine gewisse Art der musikalischen Erschöpfung &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/06/01/keeley-forsyth-the-hollow/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/05/a3308192095_16.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-41270" title="a3308192095_16" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/05/a3308192095_16-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Vor einiger Zeit kam bei einer Diskussion im weiteren Bekanntenkreis die Frage auf, ob es heute noch (neue) Musik ge(/ä)be, die einen noch genauso begeistert, wie man das früher erlebt habe. Da klang so eine gewisse Art der musikalischen Erschöpfung und Ernüchterung gepaart mit etwas Kulturpessimismus an. Dass es noch neue Musik gibt, die es wert ist, entdeckt und gehört zu werden, zeigen wir auf diesen Seiten hoffentlich jede Woche wieder aufs Neue, aber insbesondere <a href="http://africanpaper.com/tag/keeley-forsyth/">Keeley Forsyths</a> „The Hollow“ sollte man all denen ans Herz bzw. Ohr legen, die glauben, heutzutage könne einen Musik nicht mehr so tief treffen, wie das mit 18 etc. der Fall war.<span id="more-41268"></span></p>
<p>Die Britin, die auch als Schauspielerin tätig ist, hatte uns schon mit ihrem 2020 veröffentlichten Debüt „Debris“<a href="http://africanpaper.com/2020/01/25/keeley-forsyth-debris/"> beeindruckt</a>: „Man muss für Musik, die sich nicht dem Mainstream andient, nicht direkt Scott Walker als Vergleich ins Feld führen, denn vielleicht verstellt das nur den Blick auf ein beeindruckendes Debütwerk, das auf acht Songs die titelgebenden psychischen &#8216;Trümmer&#8217; vor dem Hörer ausbreitet.“ Auch der Nachfolger <a href="http://africanpaper.com/2022/04/16/keeley-forsyth-limbs/">„Limbs“ </a>knüpfte qualitativ daran an: „Sucht man Vergleiche und Referenzen, die dieses Album natürlich nicht nötig hat, könnte man durchaus auf Tara Burke verweisen oder aber auch darauf, wie im Spätwerk David Sylvians (natürlich bei komplett anderer Instrumentierung und Arrangements) Stimme und Musik zusammenkommen.“</p>
<p>Auch auf dem inzwischen dritten Album – zwischendurch erschien noch eine EP – ist ihre Stimme im, ist sie das Zentrum des Albums. Wenn man bedenkt, dass Forsyth vor ein paar Jahren erkrankt war und eine Zeitlang ihre Zunge nicht bewegen konnte, so wirken all ihre Aufnahmen mit ihrer unglaublichen physischen Präsenz wie ein Gegenpol zu der brutalen Fakzitität der organischen Auflösungsprozesse, die uns alle irgendwann erledigen. Das Artwork ihrer bisherigen Veröffentlichungen rückte dann auch konsequenterweise den Körper bzw. Teile von ihm immer wieder ins Zentrum des Bildes.</p>
<p>&#8220;The Hollow“ ist <a href="https://keeleyforsyth.bandcamp.com/album/the-hollow">beeinflusst</a> von der Landschaft, die sie von ihrem Studio aus sehen konnte: „The moors, visible from her studio window, impact upon a music that feels made of these places: windswept, rain-soaked and blinking through the low-lit landscape. The album&#8217;s title derives from discovering a long-abandoned mining shaft whilst out walking &#8211; the past lurking within and haunting the present we now occupy.“ Das Album beginnt mit „The Answer“ und ihre Stimme scheint noch dunkler zu klingen, wird nur von einer fast schon sakralen Orgel untermalt. Das mehrstimmig gesungene Titelstück erinnert anfangs an einen gregorianischen Choral, begleitet vom Ticken einer Uhr. „It&#8217;s hopeless“, „There&#8217;s no help here“, hört man sie singen. Zwischendurch ist ihre Stimme leicht verfremdet, flächige Streicherpassagen setzen ein. Im dazugehörigen <a href="https://www.youtube.com/watch?v=H9H8D_6vRbc">Video </a>sieht man Schwarzweiß-Aufnahmen einer ruinösen Landschaft. „Come And See“ wird eingeleitet von bedrohlichen Cellopassagen, auf „Eve“ singt sie zu dunkler Streicherbegleitung: „A cold wind seeps the world within“. Auf „Turning“ scheint sie fast atemlos zu sein, intoniert Silben, dazu dann das dynamische Saxophonspiel von Colin Stetson: „My breath leaks from this hole“. „A Shift“ beschreibt, wie sie ihre Kleidung anzieht: &#8220;I take both arms and I construct the best way to enter“, „I perform hands/I create structures“. „Slush“ ist von Harmoniumdrones durchzogen, auf „Do I Breathe“ bestimmt ein Klavier das Klangbild, die Streicher auf &#8220;In The Corner“ klingen wie Sirenen und der Körper wird zu &#8220;crossroads of flesh&#8221;. Der Abschluss des Albums fällt dann mit dem Pianostück &#8220;Creature“ verhältnismäßig sanft aus. „The Hollow“ ist wie die beiden Vorgänger eine in beiderlei Wortsinn schwere Musik, die einen aber umso mehr berührt. Francis Bacon<a href="https://www.theguardian.com/books/article/2024/may/06/francis-bacon-a-self-portrait-in-words-by-michael-peppiatt-review-glimpses-of-a-demon-driven-genius"> sagte </a>einmal, sein Thema sei der &#8220;human cry [...], the coagulation of pain and despair” (MG)</p>
<p>Label: 130701 / <a href="https://fatcat.online/">FatCat </a><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1682602239/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>IAN WILLIAM CRAIG: Red Sun Through Smoke</title>
		<link>https://africanpaper.com/2020/04/18/ian-william-craig-red-sun-through-smoke/</link>
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		<pubDate>Sat, 18 Apr 2020 06:24:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<category><![CDATA[130701]]></category>
		<category><![CDATA[Fat Cat]]></category>
		<category><![CDATA[Ian William Craig]]></category>

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		<description><![CDATA[Von all den Künstlern, die in ihren Arbeiten (sich auflösende) Tape(loop)s integrierten, unterschied sich der in Vancouver ansässige Craig immer dadurch, dass der Fokus bei ihm meistens auf den Song gelegt war. „Red Sun Through Smoke“, sein – je nach &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2020/04/18/ian-william-craig-red-sun-through-smoke/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/04/a0602461506_16.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-20786" title="a0602461506_16" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/04/a0602461506_16-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Von all den Künstlern, die in ihren Arbeiten (sich auflösende) Tape(loop)s integrierten, unterschied sich der in Vancouver ansässige Craig immer dadurch, dass der Fokus bei ihm meistens auf den Song gelegt war. „Red Sun Through Smoke“, sein – je nach Zählweise – mitlerweile achtes Album, ist reduziert und um das Klavier zentriert. <span id="more-20785"></span></p>
<p>Der Entstehungskontext wird auf Craigs Bandcampseite extensiv erläutert: Craig <a href="https://ianwilliamcraig.bandcamp.com/album/red-sun-through-smoke">schreibt</a>, dass er aufgrund der Waldbrände, von denen British Columbia heimgesucht wurde, sein Aufnahmeequipment zu einer kleinen Hütte, die seinem Großvater gehörte, der inzwischen in einem Pflegeheim lebte, transportierte. Während der Aufnahmen verstarb dieser – u.a. weil sich der Zustand seiner Lungen durch die Auswirkungen der Brände noch weiter verschlechterte. Hier fielen also eine persönliche und eine ökologische Katastrophe zusammen. Dazu führte Craig eine Fernbziehung zwischen zwei Kontinenten. Ob es notwendig ist, all das über die Genese des Albums zu wissen, um es angemessen zu rezipieren, sei dahingestellt, aber ich denke, „Red Sun Through Smoke“ ist eine enorm starke Veröffentlichung, die auch ohne jedwedes Kontextwissen bestehen kann/könnte.</p>
<p>„Red Sun Through Smoke“ beginnt mit dem kurzen choralartigen „Random“. „The Smokefallen“ setzt ein mit verrauschten, immer wieder abbrechenden und neueinsetzenden Pianofiguren, die dann in Noise untergehen. Craigs Gesang klingt wie eine Mischung aus Roland Orzabal und<a href="http://africanpaper.com/tag/david-ahlen/"> David Åhlén</a>, so auch auf „Weight“, das einen fast schon sakralen Charakter hat. Auch hier bricht zwischendurch Rauschen ein. Das leiernde „Comma“ wird von fragilem Gesang durchzogen. „Condx QRN“ ist das vielleicht experimentellste Stück des Albums: Das durchaus bedrohliche Brummen und Dröhnen, in dem man eine Stimme erahnen kann, lässt fast schon an Industrial denken. „Mountains Astray“ ist dagegen eine verhältnismäßig straighte Klaviernummer. Das tief melancholische „Last of the Lantern Oil“ mit seinen verrauschten Pianopassagen klingt, als habe Tor Lundvall Coils „The Dreamer is Still Asleep“ auf einem defekten Tapedeck gecovered. Das Leiern und die Auflösungsprozesse gehen dann in „Supper“ über: „We had grief for supper“ intoniert Craig mit zerbrechlicher Stimme. „Open Like a Loss“ ist vielleicht Craigs Version eines gregorianischen Chorals. Die wunderschöne Ballade „Stories“ schließt das Album ab.</p>
<p>Das Verrauschte der Aufnahmen gibt den insgesamt 12 Stücken etwas Zerbrechliches, Temporäres, wobei Craig vor dem Hintergrund der persönlichen Tragödie zutreffenderweise auf die Begrenztheit von Kunst(werken) hinweist: “Every poem pales in comparison to life”. (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://www.fat-cat.co.uk/">130701 </a></strong></p>
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