<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>African Paper &#187; Freundliche Kreisel</title>
	<atom:link href="http://africanpaper.com/tag/freundliche-kreisel/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://africanpaper.com</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Wed, 29 Apr 2026 04:16:54 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2</generator>
		<item>
		<title>BALDRUIN: Mosaike der Imagination</title>
		<link>https://africanpaper.com/2024/11/16/baldruin-mosaike-der-imagination/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2024/11/16/baldruin-mosaike-der-imagination/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 16 Nov 2024 06:53:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Baldruin]]></category>
		<category><![CDATA[Freundliche Kreisel]]></category>
		<category><![CDATA[Johannes Schebler]]></category>
		<category><![CDATA[Quindi Records]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=43647</guid>
		<description><![CDATA[Johannes Scheblers Projekt Baldruin hatte uns zuletzt mit dem Album „Relikte aus der Zukunft“ begeistert, er selbst war uns in einem etwas anderen Zusammenhang erst letzte Woche als ein Drittel des Projekts Yayoba, dem hier attestiert wurde, „surreale Exotica“ zu &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/11/16/baldruin-mosaike-der-imagination/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/11/a1763583964_16.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-43649" title="a1763583964_16" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/11/a1763583964_16-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><a href="http://africanpaper.com/tag/johannes-schebler/">Johannes Scheblers </a>Projekt <a href="http://africanpaper.com/tag/baldruin/">Baldruin</a> hatte uns zuletzt mit dem Album <a href="http://africanpaper.com/2023/08/12/baldruin-relikte-aus-der-zukunft/">„Relikte aus der Zukunft“</a> begeistert, er selbst war uns in einem etwas anderen Zusammenhang erst letzte Woche als ein Drittel des Projekts <a href="http://africanpaper.com/2024/11/09/yayoba-a-maze-of-glass/">Yayoba</a>, dem hier attestiert wurde, „surreale Exotica“ zu spielen, erneut begegnet. <span id="more-43647"></span></p>
<p>Der Titel des neuen Baldruin-Albums gibt schon einen guten Hinweis, wie das darauf Enthaltene zu verstehen ist, enthält das Album doch 17 kurze Stücke, die als Mosaik(-Teile) eines Ganzen verstanden werden können. Vor zwei Jahren fiel der Begriff „Miniaturen“ bei der Beschreibung des 2022 erschienenen Albums <a href="http://africanpaper.com/2022/12/17/baldruin-kleine-freuden/">„Kleine Freuden“</a>, was natürlich nicht verstanden werden sollte, als handele es sich bei den Stücken um etwas Sekundäres, zu gehaltvoll und eigen(ständig) ist diese Musik.</p>
<p>Das zweiminütige „Zwischen Planeten“ eröffnet das Album: eine melancholische Fläche, die mit analogen Synth erzeugt worden zu sein scheint, man muss kurzzeitig an den Klang eines Harmoniums denken, dazu einzelne, leicht mysteriöse Sounds. Auch auf „Stimme des Wegelagerers“  hört man Analogsynthsounds, die fast schon eine Art Kindermelodie spielen, bevor dann eine flüsternde Stimme einsetzt. Worte sind auch auf „Aus dem Feuer, aus dem Licht“ zu hören, wo der Titel immer wieder geflüstert wird, dazu ertönen seltsame Stimmen von schattenhafte Wesen. „Immer wieder im Kreis“ dagegen ist von Perkussion und leicht dissonanten Spielzeugsounds, so als ob etwas aufgezogen würde, durchzogen. Auf „In den Tiefen“ kann man eine leicht sakrale Orgel hören, auf &#8220;Gemeinsam hindurch&#8221; getragene Streicher. Das dunkle Summen und die sakralen Stimmen auf &#8220;Mit vebundenen Augen&#8221; lassen entfernt an <a href="http://africanpaper.com/2012/07/27/dead-can-dance-anastasis/">Dead Can Dance </a>zur Zeit von &#8220;Aion&#8221; denken,  bei dem Zusammenspiel von Perkussion und Flöten auf „Purpur-Trank“ meint man,<a href="http://africanpaper.com/tag/ka-baird/"> Ka Baird</a> sei zum Musizieren dazugekommen.</p>
<p>Das leicht perkussive „Der verwunschene Hain“ ließe sich vielleicht auch programmatisch lesen, denn alle der einzelnen Mosaikteile haben gemein, dass sie aus einer ganz anderen Welt zu kommen scheinen, erzeugen einen „Blick nach drüben“ &#8211; wo auch immer das sein mag. Baldruin erzeugen liminale Musik, Schwellen und Grenzen überschreitend.</p>
<p>Label: <a href="https://www.quindirecords.it/">Quindi Records</a><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2591027228/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2024/11/16/baldruin-mosaike-der-imagination/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>BRANNTEN SCHNÜRE: Aprilnacht</title>
		<link>https://africanpaper.com/2024/09/14/brannten-schnure-aprilnacht/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2024/09/14/brannten-schnure-aprilnacht/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 14 Sep 2024 04:41:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Agnes Beil]]></category>
		<category><![CDATA[Aguirre]]></category>
		<category><![CDATA[Baldruin]]></category>
		<category><![CDATA[Brannten Schnüre]]></category>
		<category><![CDATA[Christian Schoppik]]></category>
		<category><![CDATA[Diamantener Oberhof]]></category>
		<category><![CDATA[Freundliche Kreisel]]></category>
		<category><![CDATA[Johannes Schebler]]></category>
		<category><![CDATA[Katie Rich]]></category>
		<category><![CDATA[SicSic]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=42197</guid>
		<description><![CDATA[Mit dem Album &#8220;Aprilnacht&#8221;, das vor einigen Wochen von Aguirre Records neu aufgelegt wurde, machte das von dem Würzburger Christian Schoppik gegründte Projekt Brannten Schnüre vor zehn Jahren erstmals auf Albumlänge von sich reden. Wie man lesen kann, war das &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/09/14/brannten-schnure-aprilnacht/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/08/aprilnacht.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-42199" title="aprilnacht" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/08/aprilnacht-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Mit dem Album &#8220;Aprilnacht&#8221;, das vor einigen Wochen von Aguirre Records neu aufgelegt wurde, machte das von dem Würzburger Christian Schoppik gegründte Projekt Brannten Schnüre vor zehn Jahren erstmals auf Albumlänge von sich reden. Wie man lesen kann, war das damals als Tape erschienener Album stark beeinflusst und inspiriert von den Texten des deutschen Philosophen und Schriftstellers Friedrich Alfred Schmidt Noerr, der zahlreiche Werke über <span id="more-42197"></span>Mystik, aber auch über mythologische Themen verfasst hat. Was Schoppik wohl besonders inspirierte, war Noerrs Versuch, mythologische Elemente, die er im Zusammenhang des Konflikts zwischen christlicher und vorchristlicher Zeit untersuchte, auf eine Weise zu bewahren, die nichts elegisches, nostalgisches in sich trägt. All dies floss in die üppig mit Gitarren, Streichern, Akkordeon, Klarinetten, Hörnern, Glockenspielen und einigem mehr instrumentierten Ode an.den Frühling und dessen Stimmung ein, als die &#8220;Aprilnacht&#8221; gedacht war.</p>
<p>Was schon zu Beginn im eröffnenden Stück &#8220;Goldne Abendsonne, Wie Bist Du Schön&#8221; auffällt ist der Reichtum sowohl an atmosphärischen Nuancen als auch an klanglichen Ideen. Das cinematisch anmutende Szenario von dreieinhalb Minuten, das mit spannend tremolieren Violinen oder ähnlichem beginnt, gestaltet sich, nachdem immer mehr helle Dröhnung hinzukommt, als sehr emotional aufgeladen und von einer durchaus physischen Substantialität. In der aufgewühlten Stimmung macht sich bald ein Eindruck von etwas trunkenem bemerkbar, als wäre die ganze Szenerie, die viele wahrscheinlich als surreal beschreiben würden, wie ein Kleidungsstück auf links gedreht. Aus dem klanglichen Substrat schält sich irgendwann ein kehliger Stimmeinsatz heraus, der zu einem fast jaulenden Weinen anschwellt. So, zwischen Tarzanschrei und Gebetsruf, kann man die Abendsonne erleben.</p>
<p>Gleichwohl man das ganze Album als eine Art Einheit betrachten und hören kann (und sollte), gibt es in den einzelnen Stücken ganz unterschiedliche Schwerpunkte. In einigen Tracks nimmt das Aufgewühlte, Spannungsgeladene einen sehr großen Raum ein. Trotz der stabilen dunklen Geerdetheit ist bei dem mehrschichtig aufgebauten Titelstück ein von hellem Pfeifen eingeleitetes sirrendes Saitenspiel am dominantesten zu erleben. Auf ganz andere Weise kehrt diese Aufgewühltheit in der tremolierend schwankenden Klanglandschaft von &#8220;Mutter Maria Zwischen den Himmeln&#8221; wieder, wo ein strömendes Akkordeon durch alle möglichen Stockungen und Rückwärtspassagen hinweg dröhnt, bis ein untergründiges Flüstern wie der Klang freigelegter Nerven einen liturgisch anmutenden Schluss einleitet. Dramatisch dröhnende Momente und eine trippelnde Perkussion setzen das Fundament für einen jaulenden Klagegesang der &#8220;Nie kann ohne Worte deinen Glanz ich sehen&#8221; ähnlich aufwühlend geraten lässt.</p>
<p>Wenn &#8220;Requiem für eine Ringelnatter&#8221; die Dramatik am meisten auf die Spitze treibt, kommt in das hörspielhafte Szenario mit seinem berührenden Kinderreimen über die Klänge eines martialischen Schlachtenlärms ein dionysisches Moment hinzu,, dass dem Nachruf für einen schlängelndes Wesen eine ungewöhnliche Note verleiht, die nur diese selbst vielleicht adäquat verstehen kann (ein weiterer Nachruf gilt später einem Schwalbennest und kommt mit seinem ornamentalen Flötenspiel und dem bewusst dilettantischen Gesang ausgesprochen berührend daher). Andere Stücke setzen noch mehr auf das sinnliche Moment, so die beiden Teile des folkigen &#8220;Urin deiner Blüten&#8221;: überall summt und brummt es, und was anfangs noch als bedrohlich wahrgenommen werden könnte, weiß sich schnell als beruhigende Kulisse aus warmen Klängen für das Murmeln und AMSR-taugliche Flüstern der wenigen, mantraartig wiederholten Worte. Nicht nur hier ist übrigens auch eine weibliche Stimme zu hören, gleichwohl Katie Rich, die später zu Brannten Schnüre stoßen woll, noch nicht in den Credits genannt wird.</p>
<p>Nach dem Aufgehen der Morgensonne über einem lichtdurchfluteten Gestrüpp aus chaotisch anmutendem Saitenspiel gehören die letzten Minuten der Besinnlichkeit, die ein entrücktes, imrpovisierten Gitarrenpicking zu erzeugen weiß &#8211; und so endet ein Album, das wahrscheinlich für viele, die Folksongs und experimentelle Klangkunst als getrennte Welten betrachten und erst recht für alljene, die für die hohe Kunst des fragmentverliebten Provisoriums kein Ohr haben, eine Herausforderung darstellt. Für alle freilich, die sich auf die inneren Gesetztmäßigkeiten einer solchen Musik einlassen, könnte es eine Wunderkammer sein, in der man immer neue Schätze findet.</p>
<p><strong>Label: Aguirre Records</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=4013419305/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2024/09/14/brannten-schnure-aprilnacht/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Gespensterland: Anthologie mit Brannten Schnüre, Baldruin, Kirschstein, Freundliche Kreisel und Balint Brösel</title>
		<link>https://africanpaper.com/2023/08/14/gespensterland-anthologie-mit-brannten-schnure-baldruin-kirschstein-freundliche-kreisel-und-balint-brosel/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2023/08/14/gespensterland-anthologie-mit-brannten-schnure-baldruin-kirschstein-freundliche-kreisel-und-balint-brosel/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 14 Aug 2023 05:09:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Baldruin]]></category>
		<category><![CDATA[Balint Brösel]]></category>
		<category><![CDATA[Brannten Schnüre]]></category>
		<category><![CDATA[bureau B]]></category>
		<category><![CDATA[Freundliche Kreisel]]></category>
		<category><![CDATA[Grykë Pyje]]></category>
		<category><![CDATA[Kirschstein]]></category>
		<category><![CDATA[Läuten der Seele]]></category>
		<category><![CDATA[Quirlschlängle]]></category>
		<category><![CDATA[Sugalo]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=36967</guid>
		<description><![CDATA[Eines der interessantesten, kreativsten und natürlich geheimnisvollsten musikalischen Biotope aus dem deutschsprachigen Raum, der im fränkischen Würzburg um Personen wie den auch als bildender Künstler aktiven Johannes Schebler, Christian Schoppik und Katie Rich gewachsene und mittlerweile in diverse Himmelsrichtungen diffundierte &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/08/14/gespensterland-anthologie-mit-brannten-schnure-baldruin-kirschstein-freundliche-kreisel-und-balint-brosel/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Eines der interessantesten, kreativsten und natürlich geheimnisvollsten musikalischen Biotope aus dem deutschsprachigen Raum, der im fränkischen Würzburg um Personen wie den auch als bildender Künstler aktiven Johannes Schebler, Christian Schoppik und Katie Rich gewachsene und mittlerweile in diverse Himmelsrichtungen diffundierte Freundeskreis, wird nun von einem größeren Label &#8211; den Hamburgern von Bureau B &#8211; vorgestellt und auf einer Compilation gewürdigt. Die nach einem Song von Schoppik und Schebler benannte Anthologie &#8220;Gespensterland&#8221; enthält fünfzehn Stücke der eng miteinander verbandelten und sich partiell überschneidenden Projekte Brannten Schnüre, Baldruin, Kirschstein, Freundliche Kreisel und Balint Brösel und bietet in einer beachtlichen Variationsbreite schlafliedartige Folkongs, cinematisch anmutende Krautreferenzen, fantastisch-märchenhafte Sujets, ungewöhnliche Arrangements auf z.T. alten Instrumenten, retrograde Elektronik, subtile <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/08/gespensterland.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-36968" title="gespensterland" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/08/gespensterland.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-36967"></span></p>
<p>Dröhnung, liebliche Schrägheit und einiges mehr, wobei all diese Komponenten sich an vielen Stellen überlappen und interessante Synthesen eingehen. Durchgehend fällt eine Liebe zum (auch verbal) Altbackenen auf, das stets liebenswürdig daherkommt und durch seine experimentelle Verwurstung immer mal die Frage aufkommen lässt, on hinter all dem vielleicht ein dadaistischer Schalk seine Späße treibt. Das vom Label verwendete Bild des Pilzgeflechtes ist sehr treffend bei der Beschreibung des Biotops, zu dem auch das hier nicht vertretene Projekt Läuten der Seele gehört, und das nicht nur hinsichtlich der Verwobenheit der beteiligten Künstler in verschiedenen Projekten, sondern auch was interne und externe Referenzen angeht &#8211; da wären Referenzen an Klassiker der populären und unterschlagenen Musik wie das von Simon and Garfunkle her bekannte Traditional &#8220;Scarborough Fair&#8221; oder an den Hit &#8220;Disco&#8221; der nordeutschen Kassettenuntergrund-Combo Sugalo aus den frühen 80ern. Da wären ferner Kollaborationen, gemeinsame Veröffentlichungen und andere Zusammentreffen, die mehr als ein Jahrzehnt lang mit internationalen Projekten wie Uton, Niedowiezanie, Novy Svet oder Mushroom&#8217;s Patience stattfanden und die interessante Wegweiser zum Kern der Ästhetik(en) dieser Projekte darstellen.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2675451836/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p>Über all diese stilistischen und referenziellen Aspekte hinaus ist in der Musik deutlich zu spüren, dass sie von einem Kreis verwandter Köpfe stammt, die auf ihre leise exzentrische Art ein ebenso interessantes Gruppenphänomen hervorbringen wie der vom Label genannte Great Complotto aus dem norditalienischen Pordedone, die katalanische Nueva Guardia, die Genialen Dilettanten, die italienische Occult Psychedelia und wie sie alle heißen. &#8220;Gespensterland&#8221; erscheint am 18. August als LP, CD und zum Download.</p>
<p><a href="https://shop.tapeterecords.com/va-gespensterland-3909"><strong>@ Bureau B</strong> </a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2023/08/14/gespensterland-anthologie-mit-brannten-schnure-baldruin-kirschstein-freundliche-kreisel-und-balint-brosel/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>BALDRUIN: Relikte aus der Zukunft</title>
		<link>https://africanpaper.com/2023/08/12/baldruin-relikte-aus-der-zukunft/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2023/08/12/baldruin-relikte-aus-der-zukunft/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 12 Aug 2023 05:16:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Baldruin]]></category>
		<category><![CDATA[Buh Records]]></category>
		<category><![CDATA[Freundliche Kreisel]]></category>
		<category><![CDATA[Johannes Schebler]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=36540</guid>
		<description><![CDATA[Vor gerade einmal acht Monaten brachte Johannes Schebler alias Baldruin mit &#8220;Kleine Freuden&#8221; ein Album heraus, das trotz seiner Opulenz und vor allem wegen der geschlossenen Kompaktheit der einzelnen Stücke ganz im Zeichen der fast schon intim anmutenden Miniatur stand. &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/08/12/baldruin-relikte-aus-der-zukunft/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/07/relikteausderzukunft.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-36542" title="relikteausderzukunft" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/07/relikteausderzukunft-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Vor gerade einmal acht Monaten brachte Johannes Schebler alias Baldruin mit <a title="BALDRUIN: Kleine Freuden" href="http://africanpaper.com/2022/12/17/baldruin-kleine-freuden/">&#8220;Kleine Freuden&#8221;</a> ein Album heraus, das trotz seiner Opulenz und vor allem wegen der geschlossenen Kompaktheit der einzelnen Stücke ganz im Zeichen der fast schon intim anmutenden Miniatur stand. Seit einigen Wochen steht mit &#8220;Relikte aus der Zukunft&#8221; nun ein neuer Longplayer in den Regalen, der im Vergleich dazu wie ein Gegenzoom wirkt und die Aufmerksamkeit auf die großen und <span id="more-36540"></span>breiten Zusammenhänge richtet. Schon der Titel könnte zu einem handlungsreichen Film passen, und zu Tracks wie &#8220;Hintenherum&#8221;, &#8220;Wurzeltrank&#8221; oder &#8220;Ritt auf der Silberechse&#8221; könnte man sich fantastische Science Fiction-Stoffe der surrealen Art ausdenken.</p>
<p>Die ersten Minuten des Albums verbreiten eine erwartungsvolle Stimmung: Es klappert und rumpelt, und über einem Sound, der nach Syntie klingt, erklingt das Trillern verschiedener Klangquellen, die Flöten, Klarinetten und ein Saxophon sein könnten, im Zusammenspiel mit flatternden Flügelschlägen aber sofort an verfremdete Vogelstimmen denken lassen. Halbversteckte Glockenschläge im Hintergrund leiten über in ein sakraler anmutendes Setting mit tiefen Tastentönen und etwas, das an Choräle erinnert, und man wundert sich, dass all dies – laut Begleittext – überwiegend einem Midi-Keyboard entstammen soll.</p>
<p>Sanft bimmelnde Glöckchen, spannungsvolle Cellodrones, quirlige Sounddetails, die wie Gummi quietschen; ein vermutlich asiatisches Saiteninstrument, dass mit seinen kreisenden Bewegungen eine entsprechende Melodie anstimmt und weitere folkig eingefärbte Klänge; alarmierende Hochtöner über dunklen, aus der Ferne hörbaren Paukenschlägen; desolate Sounds, die für kurze Momente an Industrial erinnern; sogar eine vervielfachte menschliche Stimme vor einer Kulisse aus Gebimmel und rauschenden Motoren – die klanglichen Details und motivischen Ideen sind in diesem Album beinahe Legion und im ständigen Wandel begriffen. Ist man erstmal vollends in diese Welt eingetaucht, dann halluziniert man vielleicht noch einige dazu. Wenn man also so etwas wie einen roten Faden sucht, dann findet man ihn woanders, z.B. in der aufgeweckten Neugier, die in der Reise durch die verschiedenen Klangwelten spürbar ist. Da scheint man dem Entdecken einer Kultur beizuwohnen, deren Zeichen man wie ein Schwamm aufsaugt, während die eigentliche Erforschung und Kartografierung noch ansteht. Die einzelnen Szenarien wirken wie Momentaufnahmen im Stadium des ersten faszinierten Eindrucks.</p>
<p>Neben &#8220;Insel der Hoffnung&#8221;, dass in all seiner Verträumtheit und mit gebrochenen Rhythmen so etwas wie der &#8220;Hit&#8221; des Albums sein könnte, gibt es weitere Wegmarken. Das wäre z.B &#8220;Wilde Reise&#8221;, eine von rumpelnden Trommelwirbeln und entrückten Flötensounds begleitete Fahrt über Stock und Stein. Außerdem &#8220;Vorherbestimmt&#8221;, das mit seinen pulsierenden Orchestralsounds wie ein dramatischer Stummfilmscore klingt, der von allerlei destruktivem Klirren begleitet wird und in seiner ganz eigenen Schönheit doch unangetastet bleibt. Vielleicht findet sich auch in dieser Tendenz zur Zerfleddertheit, an deren Grenze sich fast alle Stücke bewegen, und die immer durch eine solide Grundsubstanz eingehegt und zusammengehalten wird, ein Schlüssel zur klanglichen Grund-DNA dieses beeindruckenden Albums.</p>
<p><strong>Label: Buh Records </strong><!--/data/user/0/com.samsung.android.app.notes/files/clipdata/clipdata_bodytext_230719_170007_514.sdocx--></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3168358619/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2023/08/12/baldruin-relikte-aus-der-zukunft/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
