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	<title>African Paper &#187; Harbinger</title>
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		<title>CONSUMER ELECTRONICS: Airless Space</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Jul 2019 04:56:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Consumer Electronics]]></category>
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		<description><![CDATA[„Airless Space“ ist so etwas wie ein Kulminationspunkt der Entwicklung von Philip Bests reaktiviertem und seit etlichen Jahren in der festen Besetzung Best, seiner Frau Sarah Froelich und Russell Haswell agierenden Noiseprojekts. Schon auf dem 2014 veröffentlichten Album „Estuary English“ &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2019/07/13/consumer-electronics-airless-space/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/07/HARBINGER200.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-18181" title="HARBINGER200" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/07/HARBINGER200-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>„Airless Space“ ist so etwas wie ein Kulminationspunkt der Entwicklung von Philip Bests reaktiviertem und seit etlichen Jahren in der festen Besetzung Best, seiner Frau Sarah Froelich und Russell Haswell agierenden Noiseprojekts. Schon auf dem 2014 veröffentlichten Album<a href="http://africanpaper.com/2014/11/15/consumer-electronics-estuary-english/"> „Estuary English“ </a>gab es vereinzelt Momente, auf denen deutlich wurde, dass Rhythmus (in was für einer fragmentierten Form auch immer) zu einem Bestandteil des Klangbilds geworden war und auch der Klang insgesamt transparenter, minimalistischer wurde, man <span id="more-18180"></span>auf die brachialen Verzerrungen, die z.B. auf <a href="(https://www.discogs.com/de/Consumer-Electronics-Crowd-Pleaser/release/1759583">„Crowd Pleaser“</a>  noch dominierten, weitgehend verzichtete. Eine stärkerere elektronisch-rhyhtmisch-technoide Ausrichtung zeigte sich auf der „Repetition Reinforcement“12&#8221;. Best selbst schien sich schreitechnisch zurückzunehmen und schließlich trat Sarah als (Co-)Vokalistin auf.</p>
<p>Gleich das Eröffnungsstück „Body Mistakes“ charakterisiert, was auf weiten Teilen des Albums zu hören ist: Beats, ein paar Effekte im Hintergrund, leichte Dissonanzen und dazu dann das Geschrei Sarah Froelichs. Dieses Wüten, das in jeder ausgespuckten Silbe Froehlichs („we need real choices to sin/feel it /only now / fuckdoll limp“) manifest wird, wird kontrastiert mit der doch verhältnismäßig entspannten Musik, die ohne die Vocals durchaus zum Chillen einladen könnte. „Carnage Mechanics“, auch der Titel eines demnächst erscheinenden <a href="https://consumerelectronics.bigcartel.com/product/carnage-mechanics-t-shirt-pre-order">T-Shirts</a>, ist der erste Höhepunkt des Albums: Von einem gleichbleibenden Beat begleitet, klingt Best anfangs noch wie ein distanzierter Beobachter, der ein verstörendes Szenario entfaltet: „syria and southern turkey/impacts setting off car alarms/as men moan and twist/angles of meat/voids of skin and muscle“. Doch im weiteren Verlauf bricht seine Stimme, zittert er, scheinen die Emotionen kaum noch (er-)tragbar zu sein: „the ragged storm coming [...] survivors will self-censor/whatever the cost/in white trash bags/marked with the cross“.  Am Ende wird dann die zutreffende Diagnose gestellt: „life adapts/and grief is constant“. Vielleicht klang Best nie empathischer als auf diesem beeindruckenden Track, der wie eine Fortsetzung von <a href="https://soundcloud.com/diagonal-records/diag019-consumer-electronics-murder-the-masters">„Murder The Masters“</a> klingt. Auf „Play Therapy“ gibt es ein Duet: Best spricht/Froehlich scheit; untermalt wird das von Passagen, die an ein Theremin erinnern und einer Rhythmusmaschine, die wie Doktor Avalanche auf der „Damage Done“-Single einer inzwischen zur Parodie verkommenen Band aus Leeds klingt: „dark, unlit homes/and abandoned stadiums/caked with anthrax/under cool grey spurts of sky/and the small everyday evils“.</p>
<p>Es ist vielleicht bezeichnend, dass „Afterfits“, als das einzige Stück, das mit seinem hysterischen Verzerrungen an frühere Aufnahmen anknüpft und so klingt, als sei Yamazaki Takushi zum Jammen vorbeigekommen, weitgehend ohne (verständliche) Vocals auskommt. Auf dem fast viertelstündigen „Murder of JJ“ wechseln sich Best und Froelich erneut am Mikro ab, während die Bassdrum gleichmäßig zu hören ist. Wenn Sarah auf dem von kaputten Beats durchzogenen „we the makers“ schreit: „i want to do my job the best i can/i don&#8217;t fake it/i never fake it“, dann kann man das auch vielleicht als Kommentar auf ihre Rolle in Consumer Electronics lesen. „Locust“, erneut ein Duett, ist der Track, auf dem auch Best brüllt und deutlich macht, dass es keinen besseren Power Electronics-Vokalisten als ihn gibt: „malnunutrition and shock/the low-budget/wood of the cross/riddled/stabbed and flogged“. Musikalisch erinnert der Track an Rhythm Industrial. Am Ende des Tracks wird ein weiteres verstörendes Bild gezeichnet: &#8220;kids strung in chains from giant trees/as cops pose for snapshots beneath&#8221;. Vielleicht ein weiteres &#8220;everyday evil&#8221;?</p>
<p>„Airless space“ ist auf textueller Ebene ein polyvalentes Werk, das sich (allzu) eindeutigen Lesarten verweigert und man hat inzwischen den Eindruck, dass viele Leser, Hörer, Zuschauer Ambivalenzen, Uneindeutigkeiten und Leerstellen nicht ertragen können und sich nach einfach(st)en (Be-)Deutungen sehnen. Für all diejenigen, die verstehen (und akzeptieren), dass gute Kunst sich nicht in solch ein Prokrustesbett pressen lässt, für den sind die 60 auf Doppel-Vinyl gepressten Minuten eine Offenbarung. (JM)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://harbingersound.bigcartel.com/">Harbinger</a></strong></p>
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		<title>SUDDEN INFANT: Buddhist Nihilism</title>
		<link>https://africanpaper.com/2018/09/22/sudden-infant-buddhist-nihilism/</link>
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		<pubDate>Sat, 22 Sep 2018 04:39:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
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		<description><![CDATA[Dass Sudden Infant vor vier Jahren die wahrscheinlich tiefgreifendste Veränderung seit Bestehen des Projektes vollzogen hatte, hat sich mittlerweile sicher herumgesprochen. Seit „Wölfli&#8217;s Nightmare“ ist Sudden Infant ein Trio, und mit Bass und Schlagzeug im Gepäck klang die Musik seitdem &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/09/22/sudden-infant-buddhist-nihilism/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/07/SI-cover-front.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-15997" title="SI cover front" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/07/SI-cover-front-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Dass Sudden Infant vor vier Jahren die wahrscheinlich tiefgreifendste Veränderung seit Bestehen des Projektes vollzogen hatte, hat sich mittlerweile sicher herumgesprochen. Seit <a href="http://africanpaper.com/2014/08/30/sudden-infant-wolflis-nightmare/">„Wölfli&#8217;s Nightmare“</a> ist Sudden Infant ein Trio, und mit Bass und Schlagzeug im Gepäck klang die Musik seitdem auch organischer und weit weniger abstrakt als in den zweieinhalb Jahrzehnten, in denen Joke Lanz unter dem Namen allein arbeitete. Da der Schweizer auch vorher keineswegs immer gleich klang, blieb die Frage offen, inwieweit<span id="more-15996"></span> der neue Stil und das Line-up zukunftsweisend sein würden.</p>
<p>Für&#8217;s Erste hat sich die Frage nun beantwortet, denn das gerade erschienene „Buddhist Nihilism“ führt den damals eingeschlagenen Kurs vielleicht noch konsequenter fort als erwartet: Steht auf dem „Wölfli&#8217;s Nightmare“-Cover noch Lanz&#8217; Counterfeit mit stierenden Augen im Zentrum des Geschehens, so ist auf dem Nachfolger die ganze Band zu sehen, und auch musikalisch wirken die einzelnen Beiträge hier noch gleichmäßiger gewichtet – zumindest insofern, dass die vielen dunklen, an alte Filmscores erinnernden Soundscape-Elemente auf dem neuen Album kaum mehr eine Rolle spielen und einem überraschend eingängigen Bandsound Platz machen, den man getrost Postpunk nennen darf, vorausgesetzt man verwendet den Begriff nicht als schnöden Euphemismus für Retro Gothic ohne Schminke.</p>
<p>Dass „Buddhist Nihilism“ trotzdem Sudden Infant in Reinkultur ist, zeigt sich v.a. im Gesang und in den Texten. Viele Stücke sind Rundumschläge gegen eine wahre Enzyklopädie an großen und kleinen, tragischen und lächerlichen Missständen. In der altbekannten Lust am Aufzählen und Kontrastieren präsentiert „In this Moment“ einen Querschnitt des Weltgeschehens, das sich in der gleichen Sekunde ereignet: vom schwarzen Teenager, der in Baltimore erschossen wird über dreihundert Hunde, die gegen einen Baum pissen bis zur Frau, die allein in ihrem Bett das Zeitliche segnet – bis dass lärmendes Freakout dem rasenden Newsflash ein Ende setzt. Im funky Stakkato von „Rationality“ erwartet ein ganzer Kosmos – der Chef, der Magen, die Mutter, die Polizei – Vernunftentscheidungen. Bei einer derartigen Salve an Ratio wünscht man sich glatt die Romantik im Anarchogewand zurück.</p>
<p>Im anfangs noch trancehaft rituellen, später punkigen „100 Word Mantra“ wird in The Ex-Manier eine ganze Welt an Statussymbolen durch den Kakao gezogen, und wenn in „George Clooney“ die Stars und Role Models dieser Welt – u.a. auch Martin Luther King und Steve Underwood – an der Reihe sind, schielt eine kräftige Brise Dada ums Eck. Davon ist ohnehin reichlich vorhanden, in &#8220;Reim dich oder ich fress dich&#8221;-Versen von „Brownsville“ und „228“ oder in den genervt gähnenden Jammervocals eines schleppenden Abgesangs auf die Flut an Partytouristen im sommerlichen Berlin. Die interessantesten Stellen finden sich m.E. da, wo Sudden Infant auf jede Gefälligkeit pfeiffen und aggressiven Noiserock („Puppet Master“), hypnotisches Metallklappern („Hong Kong Nursery“) oder das von vielen früheren Arbeiten her bekannte Vater-Thema (im Cat Stevens-Cover „Maybe You&#8217;re Right“) einbringen.</p>
<p>Bleibt die Frage nach dem Buddhistischen Nihilismus. Für die einen ein Widerspruch in sich, für die anderen eine Tautologie, da im Buddhismus das Nichts und die Leere durchaus als positive Größe gelten, für wieder andere wahrscheinlich die Folge eines Annäherungsversuch an fremde Kulturen mit allzu westlichen Begriffen. Wieviel davon zumindest zwischen den Zeilen in dem so kraftvollen wie kurzweiligen Album steckt, überlasse ich dem Spürsinn der Hörer. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.harbingersound.com/">Harbinger Sound</a><br />
</strong></p>
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		<title>There&#8217;s always an underlying account of day-to-day life: Interview mit Sleaford Mods</title>
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		<pubDate>Sat, 31 May 2014 06:24:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zwei Männer, ein Laptop, Flüche, Wut; die von Andrew Fewarn komponierte Musik runtergebrochen auf das Allernötigste: ein paar Beats, Bass, ab und an ein Sample. Das genügt um die wortgewaltigen Schimpfkanonaden von Jason Williamson zu untermalen, der den East Midlands &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/05/31/theres-always-an-underlying-account-of-day-to-day-life-interview-mit-sleaford-mods/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/05/sleaford.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-8943" title="sleaford" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/05/sleaford.jpg" alt="" width="227" height="150" /></a><span style="font-family: Times New Roman,serif;"><span style="font-size: small;"><strong>Zwei Männer, ein Laptop, Flüche, Wut; die von Andrew Fewarn komponierte Musik runtergebrochen auf das Allernötigste: ein paar Beats, Bass, ab und an ein Sample. Das genügt um die wortgewaltigen Schimpfkanonaden von Jason Williamson zu untermalen, der den East Midlands einen Platz im aktuellen Popgeschehen zukommnen lässt. Der Zorn, der hier kanalisiert wird, lässt manche an eine<a href="http://www.punk77.co.uk/talkpunk/viewtopic.php?f=10&amp;t=45278&amp;p=357521"> 2014-Version von Punk</a> denken und neben den schon häufiger gezogenen Vergleichen zu Mark E. Smith kommen einem auch Steve Ignorant oder Philip Best in den Sinn. <span id="more-8901"></span>Dass die letzten beiden Alben des Duos, „Austerity Dogs“ und „Divide and Exit“, beim verdienten (Post)Industrial Label Harbinger erschienen sind, mag nur anfangs überraschen, ist dann aber genauso passend wie die Tatsache, dass Sleaford Mods im Oktober in London zusammen mit Consumer Electronics auftreten. </strong></span></span></p>
<p><a title="There’s always an underlying account of day-to-day life: An interview with Sleaford Mods" href="http://africanpaper.com/2014/05/31/theres-always-an-underlying-account-of-day-to-day-life-an-interview-with-sleaford-mods/"><strong>English version</strong></a></p>
<p><em><strong>Vielleicht ist es ein bisschen trivial, damit zu beginnen, aber es steckt eine Menge Wut in dem, was ihr macht. Vor ein paar Jahren sprach ich mit einem Freund und er sagte &#8220;ich höre mir keine aggressive Musik mehr an. Ich bin jetzt 40. Ich bin etwas zahmer geworden “. Ich denke, es gibt immer noch genügen Grund, wütend zu sein.</strong></em></p>
<p>Jason Williamson: Nein, das geht nicht weg.</p>
<p>Andrew Fearn: Nichts gegen deinen Freund, aber ein Freund meiner Cousine, der ansonsten Talk Talk und Ambientkram hört, war total begeistert, als wir uns bei einer Familienfeier kennenlernten. Er war total hin und weg von Sleaford Mods. Jeder Kerl ist nämlich angepisst, man vergisst das nur sehr leicht.<br />
J: Aber du hast die Wahl. Viele Leute versuchen, nicht nachzudenken.</p>
<p><em><strong>Ignoranz ist ein Segen.</strong></em></p>
<p>J: Ja, so sieht es aus.<strong><br />
</strong></p>
<p><em><strong>Würdet ihr sagen, dass das aktuelle politische Klima in Großbritannien eure letzte Platte beeinflusst hat?</strong></em></p>
<p>J: Ich mache das nun seit sieben Jahren, es war immer so.</p>
<p>A: Es war nie weg.</p>
<p>J: Es war nie wirklich lange verschwunden in diesem Land. Es ist immer ungerecht gewesen. In den letzten 30 Jahren hat es rapide zugenommen.</p>
<p>A: [zeigt auf einen Tisch mit Obst im Backstage] Eine Menge Wasser, Cola, Bananen, Obst. Du würdest das im Vereinigten Königreich nicht bekommen. Man würde einen Scheiß kriegen.  Was du bekommst ist eine verschlossene Tür, während du versuchst, in den Raum zu kommen. Das ist alles, was du bekommst (lacht).<strong><br />
</strong></p>
<p><em><strong>Ihr mögt deutsches Bier?</strong></em></p>
<p>A: Nicht nur deutsches Bier. Alles. Das Essen, die Leute, die Kultur. Die Infrastuktur.<br />
<em><strong>Vor Ewigkeiten verbrachte ich eine Zeit in Liverpool, und ich erinnere mich, dass ich oft im Tunnel von Birkenhead stecken blieb. Nachdem ich ein paarmal in Birkenhead war, bekam ich eine Vorstellung davon, worum es in der Zeile “it took a tattoeoed boy from Birkenhead to really really open her eyes“ von den Smiths geht. Wie denkt ihr heute über Morrissey?</strong></em></p>
<p>A: Also ich würde sagen, er sagt witzige Sachen und ist bisschen ein Blödmann.</p>
<p>J: Ein scheiß Moralprediger ist er.</p>
<p>A: Er hat etwas Cooles an sich. Er ist nach Amerika gezogen, nach LA, und ich denke, es schert ihn einen Scheiß, was wir denken.<strong><br />
</strong></p>
<p><em><strong>Kommen wir mal zu der Art, wie ihr eure Songs komponiert. Die Legende sagt, dass alles anfing, als jemand einen Black Metal-Loop spielte.</strong></em></p>
<p>J: Ja, das stimmt. Ich experimentierte vorher schon mit Spoken Words. Ich ging zurück ins Studio und versuchte, damit zu arbeiten.</p>
<p>A: Mein Part.</p>
<p>J.: Davor (beide lachen). So fing ich an, mehr solche Sachen zu schreiben, Loops zu benutzen. So fing es an.<strong><br />
<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/05/SSP_1338.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-8916" title="SSP_1338" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/05/SSP_1338-300x198.jpg" alt="" width="300" height="198" /></a></strong></p>
<p><em><strong>Eure zwei letzten Alben erschienen auf Harbinger. Wie kam es dazu? </strong></em></p>
<p>A: Du kennst Harbinger?<strong><br />
</strong></p>
<p><em><strong>Ja. Ich interessiere mich sehr für Postindustrial. Der Name machte mich also hellhörig.</strong></em></p>
<p>A: Wie kam dir das vor?<strong><br />
</strong></p>
<p><em><strong>Nun, zu Anfang war ich ein bisschen überrascht, aber nach eurer Show heute Abend, ergibt das schon Sinn.</strong></em></p>
<p>A: Manchmal bringt man uns mit den Pet Shop Boys in Verbindung. Als Kind war ich ganz verrückt nach Popmusik. Ich kannte die Welt jenseits davon nicht. Die Pet Shop Boys waren sehr wichtig für mich. Aber witzig heute, die Pet Shop Boys.</p>
<p>J: Sorry, wie war die Frage nochmal?<strong><br />
</strong></p>
<p><em><strong>Wegen des Labels.</strong></em></p>
<p>J: Wir spielten in einem Club namens Ravel, der Ravel Club, dort trafen  wir Steve [Underwood].</p>
<p>A: Der einzig gute Abend in Nottz.</p>
<p>J: Steve kam zu uns. Es war nur ich solo. Wir hatten seit einem Jahr nicht mehr zusammen gespielt, wir namhmen nur zusammen auf.</p>
<p>A: Ich hatte schon bisschen Musik gemacht, aber es war alles noch ganz frisch. Irgendwann kannten wir uns besser.. Dann gab es ein Festival in dem Club und er sah uns. So nahm alles seinen Lauf.<strong><br />
</strong></p>
<p><em><strong>Beim Konzert dachte ich, dass Musiker mit einem Laptop es sich oft dahinter <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/05/SSP_1255.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-8915" title="SSP_1255" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/05/SSP_1255-300x198.jpg" alt="" width="300" height="198" /></a>bequem machen und nur so tun, als würden sie viel machen. Bei euch ist es anders.</strong></em></p>
<p>A: Ja, so soll es sein. Ich hab mein ganzes Leben lang schon Musik in verschiedenen Projekten gemacht und hatte immer mit diesem Konzept zu schaffen. Es machte mir immer zu schaffen, wie sehr die dabei lügen. Niemand schert sich einen Dreck darum, wie du über deinem Laptop-Bildschirm aussiehst. Die Leute wollen mich lieber rumzappeln sehen.<strong><br />
</strong></p>
<p><em><strong>Du kennst offensichtlich alle Texte.</strong></em></p>
<p>(lacht)</p>
<p>J: Die Idee ist, das alles möglichst runter zu brechen. Wir benutzen nicht viele Instrumente. Er drückt bloß auf Play und das wars. Ich mache dann den Rest.<strong><br />
</strong></p>
<p><em><strong>Aber es passiert eine Menge.</strong></em></p>
<p>J: Es entsteht von selbst. Du umgibst dich einfach mit irgendwas.</p>
<p>A: Ich denke, unsere Elektronik ist ziemlich klaustrophobisch. Es ist kein Fake.<strong><br />
</strong></p>
<p><em><strong>Würdet ihr sagen, dass die Reaktionen in England anders sind als beispielsweise in Deutschland? Vielleicht achtet das englische Publikum mehr auf die Lyrics?</strong></em></p>
<p>J: In Englandgeht&#8217;s jetzt los.</p>
<p>A: Ja, so ist es. Bevor wir in Europa wahrgenommen wurden, waren die englischen Hörer ziemlich zynisch, was unsere Musik anging. Sie waren zu sehr auf alte Sachen fixiert. Jetzt funktioniert es.<strong><br />
</strong></p>
<p><em><strong>Könnt ihr bisschen was zu den Texten sagen? Wie kommt ihr in die entsprechende Stimmung?</strong></em><br />
<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/05/SSP_1247.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-8918" title="SSP_1247" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/05/SSP_1247-300x198.jpg" alt="" width="300" height="198" /></a></p>
<p>J: Manchmal ist es nur Geschwafel, machmal aber auch ein solides Thema, das mich ankotzt oder eine Person, die uns nervt. Einfach ein grundsätzliches Thema, über das wir quatschen, es kann mit einem witzigen Wort anfangen, manches ist auch erfunden, manches ist fantasiert, aber es gibt immer einen unterschwelligen Bezug zum Alltag.</p>
<p>A: Manches kommt uns sehr englisch vor, aber wahrscheinlich sind es Dinge, die jeder Mensch kennst. Es ist das, was wir machen. Deshalb haben wir auch keine Sorge, ob es auf Europa bezogen ist ode rnicht, wir sprechen einfach die Sprache der Leute. Wir machen uns keine Gedanken über Poesie.</p>
<p>J: Da geht nichts ab.</p>
<p>A: Da geht nichts ab. Es ist eine fürchterliche Zeit.</p>
<p>J: Musik ist Scheiße in England. Niemand macht irgendwas. Jeder denkt an seine Karriere. Wenn irgendwelche Leute aufgelesen werden und nur einen Funken Talent haben, wird das gleich aufgesogen bei irgendwelche Plattenfimen und in eine Profitmaschine verwandelt. Wir haben nur auf uns selbst gestellt mit unserem Manager Steve gemacht und er hat uns mit seinen Verbindungen in Europa uftritte verschafft and dadurch haben wir ein Publikum aufgebaut und in England hat sich die Presse draufgestürzt, weil wir hier aufgetreten sind. Wir haben einen Namen. Also Europa hat uns wirklich gut getan.<strong><br />
</strong></p>
<p><em><strong>Ich habe auf eurer Webseite gesehen,d ass euch sogar der BBC interviewt hat.</strong></em></p>
<p>J: Genau, BBC 6. Aber das ist in Nottingham. Mainstream-Medien sind ziemlich auf uns abgefahren, aber das war alles wegen der Konzerte in Brüssel oder in Deutschland, und dann sind wir zurück nach England und konnte auch da spielen. Es hat aus irgendwelchen Gründen weiter funktioniert. <strong></strong><em><strong></strong></em></p>
<p><em><strong>Es ist schon öfter über das Fluchen in den  Texten geschrieben worden. Ist das Fluchen  beabsichtigt oder passiert es einfach?</strong></em></p>
<p>J: Es ist etwas, das passiert. So rede ich eben auch. Ich wollte mich selbst rüberbringen und nicht irgendwelche scheiß netten Worte sagen. Es erreichte einen Punkt, an dem ich so frustriert war. Deswegen dachte ich, ich selbst zu sein und das ist meine größte Waffe. Man sollte Musik machen, die zu einem passt. Nicht versuchen jemand anderes zu sein. Deswegen erwischt es so viele Leute. Man ist vielleicht gut darin Songs zu schreiben, aber eine Melodie ist nur ein Teil. Man kann auch noch seine eigene Persönlichkeit drin haben.</p>
<p><em><strong>Eine Sache vielleicht noch. Ich glaube, ich hatte auf eurer Bandcamp-Seite gelesen, dass ihr früher in ein paar anderen Bands gespielt hattet, aber es gehasst habt. </strong></em></p>
<p>J: Ja, denn das war nicht ich selbst. Ich habe es deswegen gehasst, weil es nur damit zu tun hatte, einen Plattenvertrag zu bekommen. In einem Genre, das jeder schon zum Erbrechen gemacht hatte. Immer und immer wieder. Dann wurde es nach einer Weile so monoton und ich begann etwas mit spoken word. Da hatte ich eher einen Bezug zu, weil ich mehr Worte rauskriegen konnte. Das ist, als es den Samstag Nachmittag im Studio mit dem Loop passiert ist. Nummer eins: Das war interessant. Ich wurde darauf aufmerksam. Nummer zwei: Ich war mein eigener Herr. Ich musste mit niemandem Kompromisse eingehen. Ich konnte mein eigenes Ding durchziehen. Und mir wurde klar, dass ich ein guter Produzent bin. Ich konnte meine Ideen gut rüberbringen. Und es ist dann einfach so losgegangen.</p>
<p>(M.G.)</p>
<p><a href="http://www.sleafordmods.com/">Sleaford Mods</a></p>
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		<title>There&#8217;s always an underlying account of day-to-day life: An interview with Sleaford Mods</title>
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		<pubDate>Sat, 31 May 2014 06:22:47 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Sleaford Mods]]></category>

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		<description><![CDATA[It may be a bit trite to begin like that, but there&#8217;s a lot of anger in what you do. Years ago I talked with a friend of mine and he said: “I don&#8217;t listen to aggressive music anymore. I&#8217;m &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/05/31/theres-always-an-underlying-account-of-day-to-day-life-an-interview-with-sleaford-mods/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/05/SSP_50041.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-8921" title="SSP_5004" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/05/SSP_50041-300x198.jpg" alt="" width="300" height="198" /></a><em>It may be a bit trite to begin like that, but there&#8217;s a lot of anger in what you do. Years ago I talked with a friend of mine and he said: “I don&#8217;t listen to aggressive music anymore. I&#8217;m 40 now. I&#8217;ve mellowed a bit “. But I think you can still feel a lot of anger.</em></strong></p>
<p>Jason Williamson: No, it won&#8217;t go away.<br />
Andrew Fearn: No offense to your friend but a friend of my cousin, he likes Talk Talk and Ambient stuff but when I met him at some family thing, he was all over it. He was all over Sleaford Mods. Because every bloke is pissed off. People just choose to forget.<br />
J: But it&#8217;s your choice. A lot of people try not to think.<strong></strong></p>
<p><em><strong>Ignorance is bliss.</strong></em></p>
<p>J: Yeah. That&#8217;s it.<strong></strong></p>
<p><em><strong>Would you then say that the current political climate in Britain has influenced the last record?</strong></em></p>
<p><strong></strong>J: I&#8217;ve been doing this for seven years. It was always. You just had to feel the rock back then.<br />
Andrew Fearn: It&#8217;s never gone away.<br />
J: It&#8217;s never gone away for a long, long time in that country. It&#8217;s always been unjust. For the last thirty years it&#8217;s escalated rapidly.<br />
A: [points at the table with fruit backstage] Lots of water, coke, bananas, fruit. You wouldn&#8217;t get that in the UK. You wouldn&#8217;t get fuck all. What you get is a locked door while you&#8217;re trying to get into the room. That&#8217;s all you get (laughs).<strong></strong></p>
<p><strong><br />
<em>You enjoy German beer?</em><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/05/SSP_12551.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-8931" title="SSP_1255" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/05/SSP_12551-300x198.jpg" alt="" width="300" height="198" /></a></strong></p>
<p>A: Not just German beer. Everything. Food, people, the culture. The infrastructure.<strong></strong></p>
<p><em><strong>Ages ago I spent some time in Liverpool and I remember being stuck in the tunnel at Birkenhead quite often. After I had been to Birkenhead a couple of times I got an idea what the line “it took a tattoeoed boy from Birkenhead to really really open her eyes“ from the Smiths was about. How do you feel about Morrissey today?</strong></em></p>
<p>A: I mean, he says funny things and he is a bit of a twat.<br />
J: A fuckin&#8217; moral ass all the time.<br />
A: There&#8217;s something cool about him. He moved to America, to LA, and I think he wouldn&#8217;t give a fuck about all we think.<strong></strong></p>
<p><em><strong>Maybe let&#8217;s turn to the way you compose your songs. Legend has it that it all started when somebody played a Black Metal-loop.</strong></em></p>
<p>J: Yes, that&#8217;s true. I was experimenting with spoken word before that. I got back to the studio and try to work with it.<br />
A: My part.<br />
J.: Before (both laugh). So I started writing more in that vein. Using loops. That&#8217;s how it started.<strong></strong></p>
<p><em><strong>Your last two albums have been released on Harbinger. How did that happen? </strong></em></p>
<p>A: You know Harbinger?<strong></strong></p>
<p><em><strong>Yes. I&#8217;m quite interested in postindustrial. So that was a name that rang a bell.</strong></em></p>
<p>A: How did that feel for you then?<strong></strong></p>
<p><em><strong>Well, at the beginning I was a bit surprised but after hearing you tonight it makes sense.</strong></em></p>
<p>A: We sometimes get tagged with Pet Shop Boys. Because when I was a kid I was trapped in pop music. I didn&#8217;t know about a world outside of that. The Pet Shop Boys were quite important to me. But funny now, the Pet Shop Boys.<br />
J: Sorry, what was the question again?</p>
<p><em><strong>About the label.</strong></em></p>
<p>J: We used to play in a club called Ravel, the Ravel Club and that&#8217;s how we met Steve [Underwood].<br />
A: The only good night in Nottz.<br />
J: Steve came down. It was me solo. We didn&#8217;t do it together for about a year. We just used to record together.<br />
A: I had done some music. It was quite embryonic. After a time we got to know each other more.. Then they had a festival at the club and he saw it. Then it all kicked up from there.<strong></strong></p>
<p><em><strong>When I saw you live, I noticed that normally when you see people with a laptop, they are crouched behind it, pretending to a lot of stuff. With you it&#8217;s different.</strong></em></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/05/SSP_1279.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-8922" title="SSP_1279" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/05/SSP_1279-300x198.jpg" alt="" width="300" height="198" /></a>A: Yeah, that&#8217;s intentional. I&#8217;ve been making music all my life in various projects and they always struggled with that concept. I&#8217;ve always struggled with how they do that, how they lie. No one gives a fuck about you appearing over a laptop screen. People rather see me jiggling.<strong></strong></p>
<p><em><strong>You obviously know all the lyrics.</strong></em><br />
(laugh)</p>
<p>J: The idea is to do it stripped down. We don&#8217;t use many instruments. He just presses play and that&#8217;s it. And then I&#8217;ll do the rest.<strong></strong></p>
<p><em><strong>But there are a lot of things going on.</strong></em></p>
<p>J: It create itself. You just surround yourself with whatever.<br />
A: I think our electronic thing is very claustrophobic. It&#8217;s not a fake thing.<strong></strong></p>
<p><em><strong>Would you say that the reactions are different in England than in Germany for example? Maybe that the audience focuses more on the lyrics?</strong></em></p>
<p>J: In England now they are coming round to it.<br />
A: They are, yeah. Before we came to Europe the British audiences were very cynical about it. They were hanging on to the old stuff. It&#8217;s working now.<strong></strong></p>
<p><em><strong>Could you say a few words how the lyrics start? How do you get into the mood?</strong></em></p>
<p>J: Sometimes it&#8217;s gibberish, sometimes it&#8217;s a real solid subject about something that pisses me off or somebody that&#8217;s pissed us off. Just a general subject that we talk about, It could start with a funny word, some of it could be made up, some of it is fantastical but there&#8217;s always an underlying account of day-to-day life.<br />
A: Some of it that we think is very English but it&#8217;s probably something that everyone in the world knows. It&#8217;s s the thing that we do. That&#8217;s why we are not really having a problem being related to in Europe or anywhere else becuase we&#8217;re just talking people&#8217;s language. Being fancy about poetry or something. We&#8217;re not doing that.<br />
J: There&#8217;s nothing going on.<br />
A: There&#8217;s nothing going on. It&#8217;s a terrible time.<br />
J: Music&#8217;s shit in England. Nobody&#8217;s doing anything. Everybody&#8217;s a careerist. If people get picked up and&#8217;ve got an ounce of talent it just gets absorbed into whatever record company signed them on and it just gets turned into a machine to make profit. So we&#8217;ve come up strictly by ourselves with Steve our manager and he&#8217;s taken us through his conncetions in Europe for gigs and through that we built an audience and got back to England with the press and everybody pickin&#8217; up on it because we gigged over here, we&#8217;ve got a reputation. So Europe&#8217;s been good for us really.<strong></strong></p>
<p><em><strong>I saw on your website that even the BBC interviewed you.</strong></em></p>
<p>J: Yeah, BBC 6. But that&#8217;s in Nottingham. Mainstream media have picked us up quite a lot but it&#8217;s all through the gigging in Brussels, in Germany and then you go back and trying to play gigs in England. It just caught on for some reason.<strong></strong></p>
<p><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/05/SSP_8617.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-8923" title="SSP_8617" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/05/SSP_8617-300x198.jpg" alt="" width="300" height="198" /></a><em>People have written about the swearing in the lyrics. Is it intentional or something that just happens?</em></strong></p>
<p>J: It&#8217;s something that happens. It&#8217;s just the way I talk as well. I wanted to get across me as opposed to trying to do nice words and fuck all. It got to a point where I got so frustrated. So I just thought being me that&#8217;s been my greatest weapon. You should do music that suits you. Not try to be somebody else. That&#8217;s why so many people fall down. People may be good at writing songs but a melody will only carry so much. You could have your own personality in there as well.<strong></strong></p>
<p><em><strong>Maybe just one last thing. I think I read on your bandcamp site that you played in a couple of band sbefore and you hated it.</strong></em></p>
<p>J: Yeah. Because I hadn&#8217;t been myself. I hated it for the fact that it was just geared around trying to get a record deal. In a certain genre of music that everybody else had competely fucking done. Time and time again. Then after a while it got so monotonous and I got into spoken word a bit. So I could relate to that more because I could get more words out. That&#8217;s obviously when it happened that Saturday afternoon in the studio with the loop. Number one: That was interesting. It got my attention. Number two: I was my own boss. I didn&#8217;t have to compromise with anybody. I could just do my own thing. And I found that I was quite a good producer. I could get my ideas across really well. And it just escalated like that.</p>
<p>(M.G.)</p>
<p><a href="http://www.sleafordmods.com/">Sleaford Mods</a></p>
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