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	<title>African Paper &#187; Iran</title>
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		<title>Noise Against the Silence: Umfangreiche Compilation von Teheraner Noise à Noise-Label</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Jan 2023 04:31:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das iranische Label Noise à Noise bringt zum Auftakt des westlichen Kalenderjahres eine umfangreiche Compilation in vier Teilen heraus. Ein Großteil der Beitragenden der von Soheil Soheili produzierten und von den Art Directors Franziska Buhre und Erfan Dorri begleiteten Sammlung &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/01/09/noise-against-the-silence-umfangreiche-compilation-von-teheraner-noise-a-noise-label/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das iranische Label Noise à Noise bringt zum Auftakt des westlichen Kalenderjahres eine umfangreiche Compilation in vier Teilen heraus. Ein Großteil der Beitragenden der von Soheil Soheili produzierten und von den Art Directors Franziska Buhre und Erfan Dorri begleiteten Sammlung sind iranische und exiliranischer Acts, aber auch eine Reihe an internationalen Künstlern aus dem Freundeskreis des Labels sind dabei. Hierzulande etwas bekanntere Namen wie Arshan Najafi, Soheil Soheili, Blatta Joux, Chem XP, Leonie Roessler, Ali Balighi, Silo Portem, Cedrik Fermont, Ehsan Saboohi, Katharina Stadler, Ibukun Sunday, Jesus Valeni, Alya Al Sultani und Kian Hossein bilden nur einen Teil des Line-ups, das nur wenig Überschneidung mit <a href="http://africanpaper.com/tag/iran/">anderen bei uns besprochenen iranischen Releases</a> hat und so einmal mehr von der Größe der dortigen Musik-Szenen zeugt. <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/01/noise-a-noise-23-cover-.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-33286" title="noise a noise 23 cover" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/01/noise-a-noise-23-cover-.jpg" alt="" width="3000" height="3000" /></a><span id="more-33243"></span>Obwohl das Label den Begriff Noise gleich zweimal trägt und er zudem im Titel vorkommt, ist die musikalische Ausrichtung (das Label spricht von &#8220;Noise and Glitch, Contemporary and Avant-Garde, Ambient and Drone, and Field Recordings&#8221;) keineswegs nur brachial orientiert. So gibt es hypnotische Dröhnung mit allerlei Störgeräuschen, die aus dem Fundus von Radiowellen kommen könnten; zur Unkenntlichkeit verfremdete Stimmen; fast clubtaugliche dunkle Electronica; subtile, endzeitliche Metallperkussion vor der Kulisse elektronischer Hochtöner; glitchige Expositionen wichtiger politischer Schlagworte; dunkle Soundkollagen basierend auf Samples und Effekten; ebenso dunkles, maschinelles Brummen und mysteriöses Hantieren; hörspielartige Szenarien, die sich in bedrohlich prasselnden Lärm steigern; lyrischer Sopran, überblendet mit keuchendem Atem und einigem mehr, das die<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/01/noiseanoise23.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-33244" title="noiseanoise23" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/01/noiseanoise23.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a></p>
<p>menschliche Stimme vermag; aus den Fugen geratene Orchestralsounds &#8211; und einiges mehr. Der begleitende Neujahrsgruß eröffnet weitere aktuelle Dimensionen: &#8220;We wish everyone a year with more peace, more equality, physical and emotional safety, and the right to speak your mind wherever you are&#8221;. Die Compilation ist zunächst digital über Bandcamp erhältlich und kann entweder in zwei separaten Teilen oder komplett erworben werden, eine Hardcopy-Edition ist ebenfalls im Gespräch.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2157103285/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>9T ANTIOPE: Nocebo</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Nov 2019 06:27:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jeder weiß, was ein Placebo-Effekt ist, doch weniger bekannt ist, dass es diesen auch in einer negativen Ausprägung gibt. Mediziner sprechen dann von einem Nocebo-Effekt, wenn der Glaube eines Patienten an die Wirkungslosigkeit einer Behandlung so stark ist, dass die &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2019/11/08/9t-antiope-nocebo/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/05/9tantiopenocero.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-17673" title="9tantiopenocero" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/05/9tantiopenocero.jpg" alt="" width="150" height="195" /></a>Jeder weiß, was ein Placebo-Effekt ist, doch weniger bekannt ist, dass es diesen auch in einer negativen Ausprägung gibt. Mediziner sprechen dann von einem Nocebo-Effekt, wenn der Glaube eines Patienten an die Wirkungslosigkeit einer Behandlung so stark ist, dass die erhoffte Wirkung tatsächlich ganz oder in Teilen ausbleibt. In manchen Fällen von Resignation, die eine Begleiterscheinung vieler schwerer Krankheiten oder Verletzungen ist, kann dieser Zweifel geradezu intendiert sein.<span id="more-17672"></span></p>
<p>Das von sägendem und rumpelndem Noise eröffnete Tape, das 9T Antiope jüngst unter diesem Namen herausbrachten und beim Berliner CTM-Festival zusammen mit visuellen Arbeiten des Künstlers Rainer Kohlberger uraufführten, lotet Momente dieses Wirklichkeit schaffenden Zweifels und des manchmal damit zusammenhängenden Rückzugs ins Koma aus und hat im Zusammenhang mit dem Tod des Bruders von Sängerin Sara Bigdeli Shamloo einen sehr persönlichen Hintergrund. Atmosphärisch ist es eine aufwühlende und zugleich beklemmende Angelegenheit, und als genau dies ist es wohl auch gedacht.</p>
<p>Ähnlich wie <a title="9T ANTIOPE / SIAVASH AMINI: Harmistice" href="http://africanpaper.com/2019/05/11/9t-antiope-siavash-amini-harmistice/">ihre mittlerweile über Hallow Ground veröffentlichte Kollaboration mit Siawash Amini</a> ist die episodische Klanglandschaft, deren Zusammenhang nur durch die Kapazität der Tapeseiten unterbrochen ist, im Grenzland zwischen Wach- und Traumzustand angesiedelt. Doch das Hin- und Herrumpeln der bisweilen brachialen Sounds, der Baustellenlärm, das perfekt gestaltete Bohren, Sägen, Rattern und Gluckern wirkt noch bedrohlicher. In diesem Szenario wirkt Shamloos rezitierter innerer Monolog wie letzte Worte einer Kapitulation vor etwas, das auf (fragwürdige?) Namen wie Schicksal, Konsequenz, Realität etc. hört.</p>
<p>Aufblitzende Hochtöner (deren Effekt den Namen ihres Vorgängerprojektes Migrane Sq. in Erinnerung rufen) und ein monotoner, taktloser Rhythmus evozieren eine &#8220;klinische&#8221; Atmosphäre, in die destruktiven Sounds, die so explosiv wie niederdrückend wirken, misschen sich diffuse Echos akustischer Instrumentierung sowie Zitate religiöser Gesänge, und selbst das heftige Rauschen bekommt irgendwann einen etherischen Touch. Dieser lässt das Tape irgendwann (mit einem kleinen Hofnungsschimmer?) ausklingen.</p>
<p>Die aus Shamloo und Soundartist Nima Aghiani bestehenden 9T Antiope, deren Bandname wohl eine Abwandlung des Asteroiden (90) Antiope darstellt und zugleich auf verschiedene Figuren der Griechischen Mythologie zurückgeht, sind derzeit eine der vielversprechendsten und ideenreichsten Lärmformationen jenseits ausgetretener Szenepfade, wo man in verlässlicher Routine einem im Grunde saturierten Publikum gibt, was es begehrt, Verortungsversuche unter Ambient, Drone, Noise oder Industrial zielen letztlich ins Leere, auch wenn sie alle einigermaßen passen.</p>
<p>&#8220;Nocebo&#8221; knüpft an das vor knapp zwei Jahren erschienene &#8220;Isthmus&#8221; an und ist mit diesem als Teil einer Trilogie gedacht, deren Zusammenhang sich vielleicht mit dem dritten Part erschließt. Nicht nur darauf darf man gespannt sein. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="Purple Tape Pedigree">Purple Tape Pedigree</a></strong></p>
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		<title>9T ANTIOPE / SIAVASH AMINI: Harmistice</title>
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		<pubDate>Sat, 11 May 2019 02:58:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es gibt sicher Angstträume, die von bedrückender Stille sind. Handeln solche Träume vom Krieg, so ist ihnen wahrscheinlich eher eine laute, von schrillem Lärm und heftigen Detonationen durchsetzte Tonspur angemessen. &#8220;Harmistice&#8221;, dessen Titel ein Wortspiel zwischen &#8220;harm&#8221; und &#8220;armstice&#8221; (Waffenstillstand) &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2019/05/11/9t-antiope-siavash-amini-harmistice/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/05/HG1902_front.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-17667" title="HG1902_front" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/05/HG1902_front-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Es gibt sicher Angstträume, die von bedrückender Stille sind. Handeln solche Träume vom Krieg, so ist ihnen wahrscheinlich eher eine laute, von schrillem Lärm und heftigen Detonationen durchsetzte Tonspur angemessen. &#8220;Harmistice&#8221;, dessen Titel ein Wortspiel zwischen &#8220;harm&#8221; und &#8220;armstice&#8221; (Waffenstillstand) darstellt, erzählt von solchen Träumen und wählt dazu eine dunkle, über weite Strecken industriell-noisige Klanggestalt. Der eindringlichste Faktor dabei<span id="more-17666"></span> sind allerdings die Gesangs- und Textbeiträge der Sängerin Sara Bigdeli Shamloo, in denen die Nachtgesichte wie Ereignisse der äußeren Welt in der Rückschau erzählt werden.</p>
<p>Die Titel der vier Tracks, die auf Assonanzen beruhen und immer eine Farbe im Zentrum haben, unterstreichen den sinnlichen Aspekt der Traumwahrnehmung, die sich gleich zu Beginn von &#8220;Blue as in Bleeding&#8221; als hochtönender Aufruhr zu erkennen gibt. Immer dichter werdende Klangschichten aus elektronischem und akustischem Material füllen bald den ganzen Raum, stürmisches Rauschen und eine losbrechende Eislawine gewähren lupenreines Uneasy Listening, das durch die taktlosen Beatansätze in keiner Weise &#8211; denn kaum eine Richtung deutet sich an &#8211; gemindert und von dem Kontrast der anfangs sanft anmutenden Vocals sogar noch verstärkt wird.</p>
<p>Shamloos Gesang, der immer wieder hinter rumpelndem Lärm zu verschwinden droht und am Ende doch die Oberhand behält, ist von der unverkitschten Klarheit klassischer Folksängerinnen, könnte mit feinsinnigem Ambient, wie ihn Fovea Hex spielen, oder mit Pop in der Art von Fever Ray funktionieren. Hier wirkt er vordergründig oft kontrastierend, doch meist ist er &#8211; auch natürlich mittels der Worte, die apokalyptiche Szenarien ausmalen, die aus allen spätmodernen Kriegen stammen könnten &#8211; Teil des paralysierenden Tumults. So beispielsweise in dem von zersägenden Lärmschleifen eingeleiteten &#8220;Purple as in Pain&#8221;, wo abgeklärte Rezitation ganz intim am Ohr erklingt und doch mit den hektischen Explosionen und der aufscheuchenden Sirene zu einer Einheit verschmilzen. Oder in &#8220;Black as in Burst&#8221;, wo sie nah am Flüsterton, als solcher aber laut in den Vordergrund gemischt sind, und so das erst mit der Zeit in Noise übergehnde Kreisen und Kratzen übertönen. &#8220;Silver as in Silence&#8221; scheint mit digitalen Gewehrsalven, elektrifiziertem Gesang und einem kreisenden Akustiksound, der an eine Tandora erinnert, die beklemmende Stimmung der vorigen Stücke noch einmal zusammenzufassen.</p>
<p>&#8220;Harmistice&#8221; wurde von den beiden in Paris lebenden Iranern Sara Bigdeli Shamloo und Nima Aghiani und ihrem in Teheran lebenden Landsmann Siavash Amini in Mail Art-Manier produziert und ist eine beeindruckende Wegmarke in den Laufbahnen der Beteiligten, die aufmerksame Leser unserer Seite schon von der Compilation &#8220;Girih&#8221; her kennen, auf der beide Acts und <a href="https://soundcloud.com/sara-bigdeli-shamloo">Shamloos Soloprojekt SarrSew</a> vertreten sind.</p>
<p><strong>Label: <a href="https://hallowground.com/">Hallow Ground</a></strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=982956912/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/track=3585279038/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>SABA ALIZADEH: Scattered Memories</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Feb 2019 05:20:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Hossein Alizadeh]]></category>
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		<description><![CDATA[Erinnerungen, die man als zersplittert und bruchstückhaft erlebt, sind selten so klar und eindringlich wie die Kompositionen, die der iranische Musiker Saba Alizadeh auf seinem ersten Soloalbum „Scatteted Memories“ zusammengestellt hat. Es handelt sich dabei um Nacharbeiten verschiedener Stücke, die &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2019/02/16/saba-alizadeh-scattered-memories/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/01/sabaalizadeh.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-17036" title="sabaalizadeh" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/01/sabaalizadeh-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Erinnerungen, die man als zersplittert und bruchstückhaft erlebt, sind selten so klar und eindringlich wie die Kompositionen, die der iranische Musiker Saba Alizadeh auf seinem ersten Soloalbum „Scatteted Memories“ zusammengestellt hat. Es handelt sich dabei um Nacharbeiten verschiedener Stücke, die er in den letzten Jahren komponiert und aufgeführt hat, und die so Teil eines ungeordneten musikalischen Erinnerungngsfundus sind.<span id="more-17035"></span></p>
<p>Alizadeh entstammt einer renommierten Teheraner Musikerfamilie, sein Vater Hossein ist ein auch international bekannter Komponist und Saiten-Virtuose und einer der wichtigsten Vertreter der Neuen Musik auch außerhalb des Mittleren Ostens. Saba entdeckte schon früh die Kamancheh als sein Instrument – ein traditionelles persisches Streichinstrument vom Klangvolumen einer Violine, die unter deren Einfluss zwar ihre Saitenzahl irgendwann von drei auf vier erhöht hat, im Gegensatz zu ihr aber während des Spiels gedreht wird, was ihrem Sound eine wabernde, wellenförmige Qualität und so einen zusätzlich orientalischen Touch gibt. Saba sah sich aber schon früh als einen experimentell arbeitenden Elektroakustiker, der die traditionellen Spielweisen zwar beherrscht, diese aber gerne mit gesampleten Klängen und elektronischen Soundscapes verknüpft. Nach ausgedehnten akademischen Studien und einigen Kollaborationen präsentiert er seinen Stil nun erstmals auch im Alleingang.</p>
<p>„Scattered Memories“, das letztes Jahr im Iran veröffentlicht wurde und seit neuestem über Karlrecords auch in Europa auf Vinyl erhältlich ist, hat eine ganz eigentümliche Atmosphäre, auch wenn die Machart der Kompositionen vordergründig an die mediterrane Folk-Elektronik von Acts wie Crete und Niedowierzanie erinnern mag. Die Tracks wirken in ihrer Eindringlichkeit und aufgrund ihrer bildreichen Titel wie ausschnitthafte Momentaufnahmen aus größeren Geschichten, was zu Alizadehs zweitem Standbein als Fotograf passt.</p>
<p>„Blood City“ ist ein grandioses Intro, nach dessen Intensität man sich wundert, dass die folgenden Stücke im Vergleich nicht blass wirken: Der Klang der Kamancheh, der wohl durch dezente Bearbeitung so wundgescheuert anmutet, entfaltet in minimaler Tonfolge eine Melodie von entrückter Wehmut und ist eingehüllt in kühle, elektronische Klangschichten, die das Emotionale der Musik noch deutlicher hervorheben. Es gibt viele Zugänge zu diesem Album, einer fungiert über den vielfältigen und zugleich unterschiedlich starken Einsatz des zentralen Instruments, das oft nicht ganz vom Hintergrund abzugrenzen ist. In „Dream“ erklingt es als einlullendes Pizzicato und tritt mit xylophonartigen Klängen in einen eigenwilligen Dialog zwischen Konfrontation und Harmonie. In „Colors Wove Me in Tehran“ ist es kaum auszumachen hinter dem tremolierenden Minimalismus, der den Raum immer mehr ausfüllt, bis ein mysteriöses chorartiges Toning den vorderen Bühnenrand übernimmt.</p>
<p>Ob man die IDM-artigen, beinbrecherischen Takte in „Laden Dead End“ oder das Wabern der Kamancheh in „Greetings to Earthfire“ in den Fokus nimmt, die hörspielartigen Spoken Words in „Would You Remember Me“ oder die wunderschönen Pickings, die im Schlusstrack „Fluid“ an ein Banjo erinnern – über jedes Stück ließe eine längere Abhandlung schreiben. In <a href="https://www.radioeins.de/programm/sendungen/mofr1921/interviews/saba-alizadeh.html">einem vor einiger Zeit geführten Radio-Interview</a> enthüllte Alizadeh die vielfältigen Verweisschichten in „Elegy of Water“: Das zwischen aquatischen Feldaufnahmen und verschiedenen organisch anmutenden Dröhnwellen oszillierende Stück basiert primär auf der Verwendung einer traditionellen Holzgeisel, mit der sich fromme Schiiten beim jährlichen Ashura-Fest – in Gedenken an das Martyrium ihres verehrten Imams Hussein, einem Enkel des islamischen Propheten – geiseln, während andere sich mit ihren Fästen auf die Brust schlagen und Verse skandieren. Es wirkt provokant, dieses Objekt für Musik zu verwenden, gleichwohl die Selbstgeiselungen ebenfalls musikaliche, z.B. rhythmische Elemente aufweisen. In der besagten Geschichte fiel der Imam beinahe dem Verdursten zum Opfer, so dass Wasser in seiner Verehrung immer einen große Rolle spielte. Viele heutige Iraner erinnern in Phasen der Wasserknappheit daran. So schließt sich der Kreis und lässt doch viele Fragen offen.</p>
<p>Mit und ohne Hintergründe, die man bei vielen Tracks ohnehin bloß erahnen kann, ist „Scattered Memories“ ein großartiges Stück elektroakustisher Soundart zwischen Elektronik und progressiver Weltmusik. Ich würde es als bisheriges Album des Jahres küren, wenn dieses nicht noch so lächerlich jung wäre. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://karlrecords.bandcamp.com/">Karlrecords</a></strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1798017941/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/track=3284192680/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>V.A.: Girih. Iranian Sound Artists Volumes I &#8211; IV</title>
		<link>https://africanpaper.com/2018/12/22/v-a-girih-iranian-sound-artists-volumes-i-iv/</link>
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		<pubDate>Sat, 22 Dec 2018 04:32:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Zabte Sote]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf ganzen vier Tapes mit insgesamt zweiundvierzig Tracks präsentiert das Label Zabte Sote einen extensiven Einblick in die in unseren Breiten nur wenig bekannte, aber in den letzten Jahren zu beachtlicher Größe angewachsene experimentelle Musikszene Irans und ihrer Ableger im &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/12/22/v-a-girih-iranian-sound-artists-volumes-i-iv/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/10/ghiri.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-16524" title="ghiri" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/10/ghiri-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Auf ganzen vier Tapes mit insgesamt zweiundvierzig Tracks präsentiert das Label Zabte Sote einen extensiven Einblick in die in unseren Breiten nur wenig bekannte, aber in den letzten Jahren zu beachtlicher Größe angewachsene experimentelle Musikszene Irans und ihrer Ableger im Rest der Welt, wo viele Iraner seit der Revolution Ende der 70er im Exil leben. Was jeden, der irgendein Faible für Noise, Soundart und experimentierfreudige Elektronik hat, beeindrucken muss, ist die große Bandbreite an kreativen Ansätzen, die diese lokale Community zu bieten hat.<span id="more-16523"></span></p>
<p>Obwohl man auf der Compilation weder Gefälliges, noch reines Lärmgedresche zu hören bekommt, ist der hier gespannte Bogen zwischen filigran und derb ziemlich weit. Da wären zum einen vielschichtige und feingewebte Soundscapes, denen das titelgebende Girih, ein traditionelles Deckenmuster religiöser Bauwerke, gut zu Gesicht steht. Zu ihnen gehört gleich der Opener &#8220;Farewell, Warden&#8221; vom in Frankreich ansässigen Projekt SarrSew: Leicht folkige Stimmtupfer einer Sängerin, die mit etwas Fantasie an Fovea Hex erinnert, nehmen anfangs fast a capellaartig den gesamten Raum ein, während sich unter ihnen nach und nach ein Teppich aus elektrifizierten Zikaden und dezentem Dröhnen ausbreitet, der allerdings in ein alles zerschredderndes Gitarrenfeedback überleitet &#8211; ein großartiger Auftakt. Mir der gleichen Sängerin, aber etwas sperrigeren Sounds, zählt auch der Beitrag von 9T Antiope in diese Kategorie, ebenso das schön meldierte Ambientstück von Ixuol, dessen verfremdete Saitenklänge an Crete und Niedowierzanie erinnern, und das auf den ersten Blick sehr traditionell anmutende Saitenmuster in Aso Kohzadis &#8220;Neyrizan&#8221;. Die ambienten Beiträge knüpfen dann auch ganz gut an <a href="http://africanpaper.com/2018/12/22/v-a-visions-of-darkness-2cd-edition/">die Compilation &#8220;Visions of Darkness&#8221;</a> an, mit der Unexplained Sounds Group und Cold Spring im letzten Jahr einen etwas engeren Fokus auf die persische Dark Ambient-Szene richteten.</p>
<p>Auf der anderen Seite des Spektrums finden sich zwar ebenso fein gestaltete, doch von der Gangart und Klangbeschaffenheit her harsche Tracks, die mal auf düsteren Drones basieren, manchmal aber auch die Hektik eines technoiden Rhythm Noise aufweisen &#8211; so z.B. die organisch düsteren Cellodrones, die in Phers &#8220;In Evil Hour&#8221; in abgründiges Grollen übergehen oder die martialische Monumentalität voll kalter Detonationen und Kāves &#8220;Ash Industry&#8221;. Der Höhepunkt an verzerrtem Harsh Noise findet sich in Shaahin Saba Dipoles &#8220;Overtones&#8221;. Ash Koosha spielt mit filigranen Synthies und steigert diese in (intelligenteren) Aggrotech, Bescolour lässt seine originellen Rhythmen im passend betitelten &#8220;Simplexity&#8221; durch einen virtuellen Großraumclub donnern, Saba Alizadeh (Sohn eines berühmten Komponisten und Tar-Spielers und selbst Virtuose des geigenartigen Kamancheh) verknüpft zahllose Samples zu einer verspielt-rhythmischen Kollage und in Aria Rostamis &#8220;Delaram&#8221; preschen die niemals zu fett gestalteten Takte so heiter nach vorn, dass es fast an eine Cheerleaderparade erinnert.</p>
<p>Zwischen diesen Eckpunkten sind alle denkbaren Graustufen vertreten, von filigranen Rhythmen und orchestralen Gitarrendrones über organische Rumpelkollagen bis zu Stimmexperimenten aller Art und hochfrequenten Attacken auf die Trommelfelle. Wer sich also von der Vielzahl an unbekannten Namen nicht abschrecken lässt, wird auf den vier Kassetten, die es sowohl in der Box mit dickem Booklet als auch einzeln gibt, reichlich belohnt. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://zabtesote.bandcamp.com">Zabte Sote</a></strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1778703253/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>V.A.: Visions of Darkness (2CD-Edition)</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Dec 2018 04:29:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Cold Spring]]></category>
		<category><![CDATA[Iran]]></category>
		<category><![CDATA[Unexplained Sounds Group]]></category>

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		<description><![CDATA[Compilations, die eine Reihe verwandter Genres aus einem bestimmten, auf dem Musikglobus noch eher unerforschten Land abdecken, bilden unter neuen Tonträgern längst ein Segment für sich, und auch wenn solche Zusammenstellungen der Musik oft etwas von der verdiente Aufmerksamkeit bringen, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/12/22/v-a-visions-of-darkness-2cd-edition/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/11/visionsofdarknessiniraniancontemporarymusic.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-16726" title="visionsofdarknessiniraniancontemporarymusic" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/11/visionsofdarknessiniraniancontemporarymusic-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Compilations, die eine Reihe verwandter Genres aus einem bestimmten, auf dem Musikglobus noch eher unerforschten Land abdecken, bilden unter neuen Tonträgern längst ein Segment für sich, und auch wenn solche Zusammenstellungen der Musik oft etwas von der verdiente Aufmerksamkeit bringen, besteht andererseits immer die Gefahr, dass sich nur die überschaubare Gruppe derer angesprochen fühlt, die aus Interesse am Fremden gerne mal über den eigenen Tellerrand schauen wollen. <span id="more-16725"></span>Für Leute, die einfach interessante Musik in vertrauter Machart suchen, stellt dieser Fremdheitsbonus oft eine Hürde dar, und gerade in den düsteren Szenen ist stereotypes Denken da weit verbreitet. Selbstverständlich ist das schade, und die vorliegende Sammlung dunkler Elektronik aus dem Iran hat einiges auf veritablem Niveau zu bieten.</p>
<p>Ganz passend für einen Sampler mit dem Titel &#8220;Visions of Darkness&#8221; nehmen nächtliche Soundscapes ambienter Prägung einen großen Raum ein &#8211; Acts wie Nojan, Alphaxone, Anunnaki Signal, Reza Solatipour und Hossein RangCha produzieren Dark Ambient in Reinkultur: je nach Ausrichtung als entspannte Dröhnung, leicht verzerrt oder an der Grenze zur Neoklassik. Andere wie DSM und Ali Phi variieren dies in eine rituelle Reichtung, die in Saint Abdullahs &#8220;Unforgotten Promises&#8221; mit hektischen Stimmsamples und metallenem Geprassel ihre Vollendung findet. Zu den Höhepunkten der Sammlung zählen die Tracks des auch hierzulande nicht unbekannten Morego Dimmer: Als Xerxes the Dark kreiert er mit Regensamples, Glockenläuten und düsteren Gesängen ein Szenario, das zwischen Lustmord und Rainson d&#8217;Etre angesiedelt ist. Während dieser Beitrag immer wieder in Death Industrial zu kippen droht, wirkt sein an Cello erinnerndes Dronestück mit Nyctalllz organischer, aber kaum weniger finster und bedrohlich.</p>
<p>Neben Soundscapes zwischen orientalischen Folkeinflüssen (Limen) und krautig-psychedelischer Elektronik (XSIX, Soheil Soheili, S.S.M.P., Crows in the Rain, Downtown of HongKong) sowie staubtrockenen Gitarrenwänden (Rhonchus) bilden experimentierfreundig kollagierte Kompositionen einen weiteren Schwerpunkt: Narcissa Kasraï vom Kasraï MusicLab baut einen filigranen Irrgarten aus papiernen Sounds, in dem man erst mit der Zeit Orientierung findet. Während idft mit ihrem bestialischen Knurren und Schmatzen weitgehend unidentifizierbar bleiben, changieren PooYar zwischen schwermütigen Pianoparts und einer Plethora an gesampleten Sounds, bei denen ein wahrer Urwald voller Vögel die Oberhand hat. Der abschließende und zugleich längste Track von Mehdi Behbudi &amp; Vahide Sistaani fällt mit deinen entspannten Spoken Words in Farsi über monumentalem Dröhnen und etlichen Samples eher in die Kategorie Hörbuch.</p>
<p>So begeistert &#8220;Visions of Darkness&#8221; nicht nur durch die Qualität, sondern auch durch die Bandbreite der Musik, für deren Feinschliff übrigens Martin Bowes (Attrition) verantwortlich zeichnet. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://unexplainedsoundsgroup.bandcamp.com">Unexplained Sounds Group</a> / <a href="http://coldspring.co.uk/">Cold Spring</a></strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1134598358/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/track=2377638731/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>MARJAN FARSAD: Blue Flowers</title>
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		<pubDate>Fri, 09 Nov 2018 07:08:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Iran]]></category>
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		<description><![CDATA[Marjan Farsad ist eine interessante Grenzgängerin und verbindet in ihren stimmungsvollen Folksongs Einflüsse aus unterschiedlichen Traditionen auf eine Art, dass man meinen könnte, die einzelnen Komponenten hätten nie ohne einander existiert. Der deutlichste rote Faden, der sich durch das Debüt &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/11/09/marjan-farsad-blue-flowers/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/10/mfbf1.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-16474" title="mfbf" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/10/mfbf1.jpg" alt="" width="168" height="150" /></a>Marjan Farsad ist eine interessante Grenzgängerin und verbindet in ihren stimmungsvollen Folksongs Einflüsse aus unterschiedlichen Traditionen auf eine Art, dass man meinen könnte, die einzelnen Komponenten hätten nie ohne einander existiert.<span id="more-16471"></span></p>
<p>Der deutlichste rote Faden, der sich durch das Debüt der in New York lebenden Sängerin zieht, ist der klare, doch nie allzu liebliche Gesang in ihrer Muttersprache Farsi &#8211; wer mit dem Klang des Persischen vertraut ist, denkt bei den mal schwermütigen, mal fast poppig-beschwingten Songs vielleicht an iranische Sängerinnen wie Hayedeh oder Googoosh, andere dagegen erkennen auf den ersten Blick vielleicht erst mal wenig Orientalisches in der Musik, schon weil der warme und zugleich elegante Klang dieser Sprache hierzulande wenigen vertraut ist und sich somit regional kaum zuordnen lässt. Dabei findet sich einiges an vorderasiatischen Instrumenten und Spielweisen auf Blue Flowers, doch in der ganz eigenen Stilmixtur ragen sie nicht ganz so offensichtlich hervor.</p>
<p>„Khoneeye Ma”, die einzige Single-Auskopplung, ist eine berührende und mit Klavier und Streicherbegleitung recht opulent gestaltete Akustikballade im Walzertakt. Hier besingt die im Exil aufgewachsene Sängerin ihre über die Jahre ins Mythische entrückte, doch nach wie vor identitätsstiftende iranische Heimat in nostalgisch anmutenden Bildern. Daneben findet man auch einige etwas sprödere Songs von gleicher emotionaler Ausdruckskraft. „Golhaye Abi”, der Titelsong des Albums, ist ein anrührender Chanson, der ohne jede Politur auskommt, die Italiener von Roma Amor haben ganz ähnliche Songs im Repertoire. „Porteghale Man” erinnert fast ein bisschen an die folkigeren Stücke von Marissa Nadler, obwohl hier ein schwer zu fassender mediterranen Ton hinzukommt. „Afsaneh” (ein Mädchenname, der Legende bedeutet) ist mit seinen feierlichen Akkorden und der repetitiven Melodieführung der vielleicht schwermütigste Song des Albums und ein gelungenes Beispiel an Zufalls-Neofolk.</p>
<p>Farsad, die selbst auf einigen Songs Gitarre spielt, und ihre Band geben den Stücken einen Sound mit vielen Facetten. Neben orientalischen Melodien, westlichen Folkeinflüssen und Spuren verschiedener Musik der 60er Jahre fühlt man sich bei den Arrangements mit Akkordeon, Streichern und Mandoline, aber auch bei den etwas schmissigeren Takten einiger Songs oft an osteuropäische Musik erinnert. „Dishab” ist eines dieser schneller gespielten Stücke und behält doch seinen melancholischen Ton bei, in den sich allerdings auch etwas Euphorisches mischt &#8211; ein veritabler Ohrwurm und einer der Höhepunkte des Albums, dicht gefolgt von den leidenschaftlichen Violinparts von „Setareye Soheil”, die an alte Gypsi Tunes erinnern. Setzt das Klavier ein, klingt der Song derart nach den 60ern, dass man sich wie auf einer Zeitreise in einen vorrevolutionären Iran vorkommt, in dem bei weitem nicht alles gut war, aber immerhin Frauen öffentlich singen durften. Heute tun sie dies meist in der internationalen Diaspora, und Farsad zählt zu den neuen Hoffnungsträgerinnen persischer Songwriterkunst.</p>
<p>„Black Flowers” erschien bereits vor ein paar Jahren, die Ideen der Songs sollen noch weiter in der Vergangenheit liegen. Empfehlenswert sind sie nach wie vor, zumal sie hierzulande recht unbekannt sind und Gerüchten zufolge bald <a href="https://iranian.com/2018/11/07/female-iranian-singer/">eine neue Platte ansteht &#8211; diese soll, wie bei vielen Folksängerinnen der letzten Jahre, etwas elektronischer ausfallen, aber</a> das mus ja nichts schlechtes heißen. (U.S.)</p>
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		<title>V.A.: Deeyah Presents Iranian Woman</title>
		<link>https://africanpaper.com/2014/06/07/v-a-deeyah-presents-iranian-woman/</link>
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		<pubDate>Sat, 07 Jun 2014 05:58:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Azam Ali]]></category>
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		<description><![CDATA[Für Menschen mit westlicher Allgemeinbildung ist Iran ein äußerst schwer zu interpretierendes Land. Viele sehen in der multiethnischen Republik eine autoritäre Theokratie mit halbdemokratischen Zügen, einen Staat, in dem finstere Gremien die Fäden ziehen und gerade in der Zeit nach &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/06/07/v-a-deeyah-presents-iranian-woman/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/05/iranianwoman.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-8954" title="iranianwoman" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/05/iranianwoman.jpg" alt="" width="167" height="150" /></a>Für Menschen mit westlicher Allgemeinbildung ist Iran ein äußerst schwer zu interpretierendes Land. Viele sehen in der multiethnischen Republik eine autoritäre Theokratie mit halbdemokratischen Zügen, einen Staat, in dem finstere Gremien die Fäden ziehen und gerade in der Zeit nach der Revolution etliche Greueltaten zu verantworten hatten. Andere wiederum betrachten den zwischen Zentralasien und der arabischen Halbinsel gelegenen Staat als ein Land mit einer reichhaltigen Kultur, in dem sich allen Repressionen zum Trotz eine ernstzunehmende und v.a. wachsende Zivilgesellschaft herausgebildet hat, und weisen zugleich auf seinen Charakter als Projektionsfläche westlicher Obsessionen hin. Dass beides stimmt, bedeutet<span id="more-8952"></span> nicht, dass man sich bei dem Thema neutral positionieren muss, doch man sollte seine Ansichten sorgfältig fundieren, sollte die kulturellen und sozialen Unterschiede zu anderen, oft weitaus instabileren Länder der Region kennen und konstruktive Kritik von solcher unterscheiden können, die bloß anderen Ideologien das Wort redet.</p>
<p>Unterhält man sich mit Iranern oder iranischstämmigen Menschen, wird schnell klar, wie komplex die oftmals einseitig geführten Debatten zu dem Thema eigentlich sind. Establishment und Opposition bilden keine monolitischen Blöcke, nicht jeder Ruf nach mehr Freiheit ist pro-westlich und nicht jeder gläubige iranische Moslem ist für &#8220;das Regime&#8221;. Dass die recht entspannte Situation iranischer Juden neben der eher entmutigenden Situation der Baha&#8217;i steht, dass eine recht hohe Zahl an Studentinnen und Akademikerinnen rigiden Kleidungsvorschriften für Frauen gegenübersteht, macht das Thema nicht einfacher.</p>
<p>All dies sollte man auch im Hinterkopf behalten, um den Sampler „Iranian Woman“ zu beurteilen, eine Sammlung traditioneller Lieder mit weiblichem Gesang, den die norwegisch-afghanische Künstlerin und Menschenrechtsaktivistin Deeyah Khan vor ein paar Monaten zusammengestellt hat. Nachdem die Kuratorin unter dem Titel &#8220;Nordic Woman&#8221; zunächst ihre neue Heimat musikethnologisch erkundete, richtete sie ihren Blick bald wieder in Richtung der muslimischen Welt und widmete das Folgeprojekt dem Kampf iranischer Frauen um persönliche Rechte und künstlerische Selbstbestimmung. Schon die optische Gestaltung der CD schlägt einen Bogen zurück in archaische Zeiten, im Booklet berichtet sie ferner von einer dreitausendjährigen Geschichte „weiblicher“ Musik in der Region, die sich aus den unterschiedlichsten kulturellen und religiösen Grundlagen speist, und derzeit starken Repressionen durch das religiös konservative Establishment unterliegt. Viele der vertretenen Musikerinnen leben dann auch in der internationalen Diaspora.</p>
<p>Ich bin kein Kenner der iranischen oder überhaupt der vorderasiatischen Musik, bei der die Grenze zwischen Hoch- und Volkskultur, zwischen höfischer Kunstmusik und den zahlreichen populären Formen gänzlich anders gezogen werden muss als in der westlichen Tradition, so dass auch der Begriff der Folklore, der sich hier fraglos anbietet, als Produkt der Weltmusik-Industrie infrage gestellt werden sollte. Die hier vertretene Musik kommt dem Bedürfnis nach einer geheimnisvollen und zugleich eingängigen orientalischen Exotik jedoch stark nach. Mit anderen Worten: Bei der gelungenen Gratwanderung aus Urtümlichkeit und Schöngeisterei blieb nur wenig Platz für wirklich Raues und Ungeschliffenes, so dass die Compilation sicher auch den Geschmack der Leser hochglänzender Jazz- und Folkmagazine treffen muss. Was sich beinahe konsequent durch die Stunde Musik zieht, ist ein sehnsuchtsvoll melancholischer Grundton, der das Gleichgewicht zwischen Herbheit und Eleganz in einer Weise aufrecht erhält, wie es im Okzident nur in Ausnahmen gelingt.</p>
<p>In diesem klanglich-atmosphärischen Modus lassen die Schwestern <a href="http://www.mahsavahdat.com/">Mahsa und Marjan Vahdat</a> in ihren beiden Stücken Klagegesänge über dem wabernden Teppich verwehter Blattblasinstrumente erklingen, <a href="http://www.parissa.org/01_home/home.htm">Parissa</a> singt fast a capella, erst bei genauerem Hinhören erkennt man im Hintergrund den Klang tiefer Oud-Saiten. Die vielleicht prominenteste weil von zahlreichen Filmmusiken (leider auch zum eher unfreiwillig komischen Propaganda-Quark &#8220;300&#8243;) her bekannte <a href="http://www.azamalimusic.com/main.php">Azam Ali</a> verzichtet hier vollends auf Elektronik und klingt schon deshalb traditionelller denn je, wohingegen der versponnene Gesang Rahas mit der fragilen Instrumentierung europäische Ohren an Fádo erinnern mag. Nur für Momente gerät die Musik etwas rhythmischer &#8211; etwa in den aufwühlenden Songs von <a href="http://www.mamak-khadem.com/sn/videos">Mamak Khadem</a> und <a href="http://www.sepidehraissadat.com/media/">Sepideh Raissadat</a>, deren von Handtrommeln begleitete Tremoli zu den Höhepunkten des Samplers zählen. Interessant ist auch die gelegentliche Nähe zur Musik des indischen Subkontinents, und sei es nur im Klang der Saiten bei Fariba, Yasna u.a. Schon sprachlich sind sich die beiden Regionen ja sehr nah, und die Geschichtsbücher lehren uns, dass zur Zeit der perischen Safawiden und der indischen Moguln, zeitgleich zum europäischen Barock, ein reger Kulturaustausch zwischen beiden Völkern vonstatten ging.</p>
<p>Als Konzept ist „Iranian Woman“ nicht leicht zu beurteilen. Die Beiträge geben einen guten Einblick in verschiedene Spielarten iranischer Musik und verdeutlichen, dass es da &#8211; etwas pathetisch gesagt &#8211; eine weibliche Stimme gibt, die darum ringt, Gehör zu finden, an welchem Ort der Welt auch immer. Vielleicht ist die Sammlung aus diesem Grund sehr auf westliche Bedürfnisse nach Exotik zugeschnitten, was gestandene Orientalismuskritiker in der Nachfolge Edward Saids dazu bringen könnte, nach kritischer Theorieart die Nase zu rümpfen. Dem steht jedoch entgegen, dass viele der Beiträge schlicht wunderschön sind. Jeder Dead Can Dance-Fan übrigens, der hieran keinen Gefallen findet, ist ein hoffnungsloser Gruftie und sollte besser mit Arcana vorlieb nehmen. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Heilo</strong></p>
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