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	<title>African Paper &#187; Italian Occult Psychedelia</title>
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		<title>Searching for Subterranean Sounds. Interview mit Silvia und Andrea von Yerevan Tapes</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Jun 2015 08:55:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Abgesehen von der ursprünglichen Bedeutung als Ettikett rangiert die Semantik des Begriffs &#8220;Label&#8221; zwischen Plattenfirma und Marke, und auch in weniger kommerziellen Nischen kann man viele Labels dahingehend unterscheiden, welche der beiden Bedeutungen ihnen eher entspricht. Zum einen gibt es &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2015/06/06/searching-for-subterranean-sounds-interview-mit-silvia-und-andrea-von-yerevan-tapes/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/05/yerevantapes5338467923.png"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-10332" title="yerevantapes5338467923" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/05/yerevantapes5338467923-150x150.png" alt="" width="150" height="150" /></a>Abgesehen von der ursprünglichen Bedeutung als Ettikett rangiert die Semantik des Begriffs &#8220;Label&#8221; zwischen Plattenfirma und Marke, und auch in weniger kommerziellen Nischen kann man viele Labels dahingehend unterscheiden, welche der beiden Bedeutungen ihnen eher entspricht. Zum einen gibt es die Labels, die innerhalb eines nicht allzu eng gefassten Spektrums eine gute Bandbreite an Acts verlegen, ohne dass es eine klar erkennbare Hausphilosophie und eine deutliche ästhetische Linie gäbe. Auf der anderen Seite<span id="more-10329"></span> gibt es solche, die durch einen wiedererkennbaren Sound, oft aber auch durch außermusikalische Kriterien wie die visuelle Gestaltung einen Rahmen schaffen, der das Image der Bands mitprägt und der Veröffentlichungsgeschichte erst ihren roten Faden gibt. So gibt es dann fraglos einen typischen 4AD-Stil, aber das selbe von PIAS zu behaupten wäre Unsinn. Auch Yerevan Tapes aus Bologna zählt klar zur zweiten Kategorie. Das Label, das erwartungsgemäß v.a. Tapes, gelegentlich aber auch Vinyl in angemessener Limitierung verlegt, wurde vor vier Jahren von <a href="http://africanpaper.com/tag/avant-records/">AVANT!</a>-Chef Andrea Napoli und seiner aus Armenien stammenden Partnerin Silvia Anhayt gegründet. Die Tonträger erscheinen stets in einer ebenso schönen wie irritierenden Gestaltung, die stets die gleiche Handschrift erkennen lassen. Was die Musik und die oft von Silvia selbst gestalteten Designs verbindet, ist eine Überblendung von (oft mystisch-religiöser) Tradition und einem spielerischen Popart-Gestus, dem jeder Hang zur platten Persiflage fehlt. Yerevan Tapes steht auch dafür, dass vieles möglich ist, wenn man nur die richtige DIY-Haltung an den Tag legt und einen sicheren Blick für Passendes hat. Dazu passt irgendwie auch die unkomplizierte Art, mit der die beiden ihre Arbeit im folgenden Interview vorstellen.<br />
</strong></p>
<p><a title="Searching for Subterranean Sounds. Interview with Silvia and Andrea of Yerevan Tapes" href="http://africanpaper.com/2015/06/06/searching-for-subterranean-sounds-interview-with-silvia-and-andrea-of-yerevan-tapes/"><strong>English version</strong></a></p>
<p><strong><em>Soweit ich weiß habt ihr in Bands wie z.B. His Electro Blue Voice gespielt und eine Hälfte von euch betreibt das Label Avant! Records. Später habt ihr dann Yerevan gegründet. Wie kam es dazu, dass ihr euch neben der eigenen Musik auch für die Labelaktivität entschieden habt?</em></strong></p>
<p>Genau genommen war nur Andrea in His Electro Blue Voice involviert, und zwar als Drummer vom ersten Tag bis zum 2013er Full Length-Album auf Sub Pop. Avant! Records macht er seit 2007. Wir haben Yerevan Tapes zusammen 2011 ins Leben gerufen mit der Intention, neue, bisher unerhörte Sounds zu erforschen.</p>
<p><em><strong>Wo lagen eure musikalischen Wurzeln? Gab es eine Art Musikszene, der ihr angehörtet?</strong></em></p>
<p>Wir mögen unterschiedliche musikalische Hintergründe haben, aber nach mehreren Jahren des gemeinsamen Hörens brauchten wir beide etwas neues, etwas, das tiefer, künstlerischer und spirituell fordernder ist. Genau da liegt das Fundament, auf dem Yereven Tapes seine ersten Schritte unternahm.</p>
<p><strong><em><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/06/YER014_UMANZUKI.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-10379" title="YER014_UMANZUKI" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/06/YER014_UMANZUKI-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Ich habe den Eindrucke, dass die Labels, v.a. Yerevan, mehr ein eigenes Kunstprojekt als ein Unternehmen ist. Sehr ihr das ähnlich?</em></strong></p>
<p>Meinstens entstehen Indielabels ja aus Leidenschaft, oft noch mit einen gewöhnlichen Job nebenbei, um etwas Geld einzubringen. So etwas lässt genügend Raum, um eine spezielle Identität entstehen zu lassen und die notwendige Freiheit, um die besten Inhalte zu wählen. Im Falle von Yerevan ging es uns darum, etwas mit einer starken Identität aufzubauen, wo Musik, Gestaltung und die symbolische Kommunikation eins sind.</p>
<p><strong><em>Wenn ihr ie ästhetische Vision von Yerevan Tapes skizzieren sollten, wie würdet ihr die auf den Punkt bringen?</em></strong></p>
<p>Wie unser Motto sagt, sind wir ein &#8220;Kassetten- und Vinyl-Label für heilige Klänge&#8221;. Das heißt wir sind auf der Suche nach Musikprojekten, die ihre eigene Vision des Heiligen einbringen, ihre Weltanschauung, ganz egal, auf welche Art. Wenn man sich unseren Katalog anschaut, fallen einem vielleicht mehr die Unterschiede zwischen den Künstlern als die Ähnlichkeiten ins Auge, aber sie alle verbindet ein gemeinsames Ziel.</p>
<p><strong><em>Eure beiden Labels unterscheiden sich nicht nur im Hinblick auf das Medium (Avant! meist Vinyl, Yerevan meist Tape), sondern auch ein Stückweit im Hinblick auf die Stilauswahl, denn Avant! hat einen starken Fokus auf Post-Punk/Dark-Pop, während auf Yerevan im weitesten Sinne experimentelle und psychedelische Musik erscheint. Hat sich das eher ergeben oder denkt ihr, dass die Musikarten und die Tonträgermedien gerade so zusammenpassen?</em></strong></p>
<p>Das Tape ist ein fast schon natürliches Medium für experimentelle Musik seit den 70ern, wenn nicht schon länger. So ist es keine Überraschung, dass es bei YT unsere erte Wahl war. Es ist preiswerter, es ist leichter weltweit zu vertreiben und es gibt dir die Möglichkeit, Material von obskuren Künstlern herauszubringen, ohne dich mit den Schwierigkeiten einer Vinl-Produktion herumschlagen zu müssen. Gleichzeitig, ebenso wie in der Post-Punk/Dark-Pop-Welt, ist das Tape seit einiger Zeit als Medium zurückgekehrt. Bislang haben wir drei Vinylveröffentlichungen gemacht und planen noch mehr in der nächsten Zeit.</p>
<p><strong><em><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/05/yt1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-10338" title="yt1" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/05/yt1.jpg" alt="" width="694" height="352" /></a>Bands wie Father Murphy, Bird People, G.G. Rosacroce oder German Army machen etwas sehr verschiedenes, aber ihr sagtet ja bereits, dass es auch eine Art Verbindung gibt. Worin, denkt ihr, liegt die?</em></strong></p>
<p>Wie gesagt haben sie sicher sehr unterschiedliche Stile, und doch ist es gar nicht so schwer zu sehen,w as sie zusammenhält. Ihre Suche nach unterirdischen Klängen mag in unterschiedlichen künstlerischen Resultaten enden, aber was sie antreibt, scheint das gleiche zu sein: der Drang nach einer spirituellen Suche.</p>
<p><em><strong>Gibt es irgendwelche Begrenzugen in eurem Spektrum an Stilrichtungen, gibt es eine musikalische No Go-Area, oder würdet ihr prinzipiell Musik aus allen Genres herausbringen?</strong></em></p>
<p>Natürlich gibt es Grenzen, wir würden zum Beispiel nicht Punkrock oder Heavy Metal veröffentlichen, zugleich geht es aber nicht streng nach Musikstilen, da es mehr darum geht, ob etwas zu dem passt, was wir mit YT ausdrücken möchten. So lange wir das gefühl haben, dass es an das anknüpft, was wir machen, ziehen wir es in Betracht.</p>
<p><strong><em>Gibt es für euch eine Lieblingsveröffentlichung auf Yerevan, die eine besondere Bedeutung für euch hat?</em></strong></p>
<p>So rhetorisch sich das anhört, wir haben keine Lieblingsveröffentlichung, da jede ihre eigene Identität und ihre spezielle Geschichte hat. Hinter jeder Aufnahme, die wir herausbringen, gibt es eine Verbindung, die so persönlich wie möglich ist, eine Verbindung zur Musik, aber auch zu den Künstlern, die sie geschaffen haben. Aus verschiedenen Gründen sind wir bislang von allen begeistert.</p>
<p><strong><em><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/05/rosacroce.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-10339" title="rosacroce" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/05/rosacroce-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Artwork spielt eine große Rolle nicht nur in der Gestaltung der Tapes, sondern auch auf euren Webseiten, und es gibt dort immer eine Menge religiöser und ritueller Symbole aus verschiedenen Kulturen zu sehen. Woher kommt dieses Interesse?</em></strong></p>
<p>Obwohl wir Einflüsse aus religiösen und künstlerischen Ausdrucksweisen verschiedener Orte und Zeiten sammeln, haben wir ein besonderes Auge für die cinematischen Resultate, die armenische Filmemacher aus der Sowietzeit erreicht hatten. Die Tatsache, dass Silvia einen Abschluss in Kulturanthropologie hat, spielt sicher eine starke Rolle in Yerevan Tapes&#8217; ästhetischer Suche.</p>
<p><em><strong>Könntet ihr ein paar armenische Filme nennen, die euch besonders beeindruckt haben?</strong></em></p>
<p>Sicher. Die Kassettencover auf Yerevan kommen direkt aus einem bestimmte räumlich-zeitlichen Kontext. Und es sind nicht nur armenische Filme, auch manchmal georgische oder ukrainische; der Punkt ist, dass sie alle aus einer bestimmten Zeit und einem bestimmten Zusammenhang kommen: Die sowietischen länder der späten Siebziger und deren spezifische Kosmogonien. In der Art, wie sie die Welt präsentieren, ist etwas, das eine starke Verbindung zu unserem Label hat. Um eine Vorstellung davon zu vermitteln, nenne ich nur einige wenige, neben dem ziemlich bekannten Sergej Paradžanov und seiner großartigen Filmografie (all seine Filme sind perfekte Juwelen in einer ganz eigenen Art, v.a. &#8220;Shadows of Forgotten Ancestors&#8221; (1964) den ich sehr liebe), ich kann außerdem &#8220;Wishing Tree&#8221; (1976) von Tengiz Abuladze empfehlen sowie zwei Kurzfilme von Artavazd Pelešjan: &#8220;Inhabitants&#8221; (1970) und &#8220;Seasons&#8221; (1975).</p>
<p><strong><em>So beantwortet sich auch schon die Frage, die ich euch als nächstes gestellt hätte. Der Name der armenischen Hauptstadt wurde nicht nur aus &#8220;exotischen&#8221; Gründen gewählt&#8230;<br />
</em></strong></p>
<p>Wie gesagt resutierte eine erste Schwärmerei aus Silvias akademischen Studien armenischer Kultur, Sprache und vor allem Geschichte. Wir denken, der gewählte Name steht für etwas, das eine Brücke zwischen hier und dort bauen kann. Es hätte nicht zwangsläufig Yerevan sein müssen, aber in jedem Fall ein Toponym, denn wir finden, dass Ortsnamen starke und weitreichende Begriffe sind.</p>
<p><strong><em>Experimentelle oder als psychedelisch bezeichnete Musikarten gibt es schon lange. Was denkt ihr zeichnet gerade heutige Vertreter solcher Genres aus, und was könnte der Grund sein, dass solche Musik wieder populärer geworden ist?</em></strong></p>
<p>Vielleicht ist der starke mystische Reiz psychedelischer Musik einer der Gründe, warum sie sich nach so vielen Jahren immer noch hält. Trommeln auf tribale Art und tiefe Drones üben eine unmittelbare Macht auf unsere Seelen aus. Musikmoden kommen und gehen, aber es wird immer Raum geben, mit Klängen zu experimentieren.</p>
<p><strong><em>Viele jüngere Psychbands beschäftigen sich heute mit esoterischen und okkulten Dingen, aber oft in Kombination mit einer spielerischen oder auch ironischen Note. Bei vielen schlägt dann gleich der Hipsteralarm, aber denkt ihr, dass solche Themen vielleicht sogar vitaler daherkommen, wenn sie nicht zu ernst angegangen werden?</em></strong></p>
<p>Wir möchten nicht gerne als zu ernst wahrgenommen werden, aber gleichzeitig denken wir nicht, dass wir sehr ironisch mit unserer Ikonografie umgehen. Wir verbinden religiöse Symbole gerne mit zeitgenössischem Artwork, aber das ist nicht witzig gemeint. Wir suchen nur nach einem neuen Kontext für diese zeitlosen Bilder.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/06/shadows-of-forgotten-ancestors.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-10378" title="shadows-of-forgotten-ancestors" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/06/shadows-of-forgotten-ancestors-1024x762.jpg" alt="" width="584" height="434" /></a></p>
<p><strong><em>Wie denkt ihr über eine tag wie Italian Occult Psychedelia, der in der Presse teilweise auch für Bands von eurem Label verwendet wird?</em></strong></p>
<p>Wir denken, dass es sich als sehr gutes Schlagwort erwiesen hat, um unterschiedliche Bands aus unterschiedlichen Stilrichtungen unter einen Hut zu bringen. Wie bei allem ist der Begriff kein perfektes Mittel, aber war sicher hilfreich dabei, den italienischen Sound von heute zu exportieren.</p>
<p><strong><em>Hierzulande wurde immer nur punktuell über italienische Musik berichtet, auch wenn es schon immer zahlreiche Veröffentlichungen gegben hat. In den letzten Jahren hat sich das ein wenig gewandelt und die Leute bekommen Wind von der Vielzahl italienischer Musik. Habt ihr eine Idee, wie es zu diesem Wandel gekommen sein könnte?</em></strong></p>
<p>Wir denken nur, dass das, was du sagst, unseren Standpunkt trifft. Manchmal braucht es kleine Strategien, damit Sachen besser funktionieren.</p>
<p><em><strong>Ihr habt zuletzt ein Tape der Electronica-Producer Zone Demersale veröffentlicht. Was steht sonst noch bei Yerevan Tapes auf dem Plan? Irgendwelche neuen Entdeckungen?</strong></em></p>
<p>Gerade vor diesem Interview haben wir eine brandneue Vinyl-12” EP namens &#8220;Porta&#8221; von dem aus der Toskana stammenden Trio Umanzuki herausgebracht. Dies ist unser letztes Release vor dem Sommer, aber wir kommen zurück mit mehr Tapes und Vinyl, nicht nur vonitalienischen Künstlern und auch mehr elektronisch orientiert.</p>
<p><strong><em>Vielen Dank für das Interview.</em></strong></p>
<p>(U.S.)</p>
<p><a href="http://www.yerevantapes.com/">Yerevan Tapes</a></p>
<p><a href="https://yerevantapes.bandcamp.com/">YT @ Bandcamp</a></p>
<p><a href="https://soundcloud.com/yerevan-tapes">YT @ Soundcloud</a></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/YerevanTapes">YT @ Facebook</a></p>
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		<title>Searching for Subterranean Sounds. Interview with Silvia and Andrea of Yerevan Tapes</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Jun 2015 08:54:02 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[As far as I know you both played in bands such as His Electro Blue Voice and one of you is also running Avant! Records. Later on you formed Yerevan. When and how did you decide to do publishing activities &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2015/06/06/searching-for-subterranean-sounds-interview-with-silvia-and-andrea-of-yerevan-tapes/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>As far as I know you both played in bands such as His Electro Blue Voice and one of you is also running Avant! Records. Later on you formed Yerevan. When and how did you decide to do publishing activities besides your own music?</em></strong></p>
<p>Actually only Andrea used to be involved in His Electro Blue Voice, having been drummer in the band from day one until 2013‘s full-length album on Sub Pop. He also runs Avant! Records since 2007. Together we started Yerevan Tapes in 2011 with the intent to explore new sounds previously unexperienced.</p>
<p><em><strong>Where have your music roots been? Was there some sort of a subcultural scene you were part of?</strong></em></p>
<p>We may come from different musical background but after several years of listenings we both felt we needed something new, something deeper more artistically and spiritually engaging. That’s exactly the kind of ground Yereven Tapes took its first steps from.</p>
<p><strong><em><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/06/YER014_UMANZUKI.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-10379" title="YER014_UMANZUKI" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/06/YER014_UMANZUKI-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>I have the impression that the labels, Yerevan even more, is rather some art concept of its own than a business. Would you agree?</em></strong></p>
<p>Most of indie labels come out of passion, often with an ordinary job on the side to bring some money in. This leaves enough room to grow a specific identity and the necessary freedom to choose the best contents.Speaking of Yerevan, we felt the need to build something with a strong aesthetical identity where music, medias and symbolic communication were one.</p>
<p><strong><em>If you had to scetch the artistic vision you follow with Yerevan, how would you express it?</em></strong></p>
<p>As our motto states, we are a “cassette and vinyl record label for sacred sounds”. It means we’re chasing those music projects who can deliver their own vision of the sacred, their Weltanschauung, no matter how. When one takes a look at our catalogue he might feel the differences rather than the similarities between the artists, but they all share a common aim.</p>
<p><strong><em>Your two labels differ not only in terms of the medium (Avant! mostly vinyl, Yerevan mostly tape), but also bit in terms of styles, as Avant! has some focus on post punk/dark pop and Yerevan is more into the experimental and psychedelic in the broadest sense of the words. Did this just happen or do you think, style and medium fit for some reason?</em></strong></p>
<p>The tape is some sort of natural media for experimental music since the 70s, if not earlier. So it comes as no surprise that we felt it as our primal support as YT. It’s cheaper, it’s easier to distribute worldwide, it gives you the opportunity to release material from obscure artists without having to face the difficulties of a vinyl record production. At the same time, just as in the post punk/dark pop realm the tape has recently came back as music medium, we on our end have done 3 vinyl releases already and we are planning to have more for the near future.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/05/yt1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-10338" title="yt1" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/05/yt1.jpg" alt="" width="694" height="352" /></a></p>
<p><strong><em>Bands like Father Murphy, Bird People, La Piramide or German Army play quite different styles, but do you think there&#8217;s a read thread, some artistic or spiritual element that combines them?</em></strong></p>
<p>As we said above, they surely have different styles but at the same time, we think it is kind of easy to see what connects them together. Their search for subterranean sounds may end in different artistic solutions but what moves them seems to be the same: a quest for spiritual inquiry.</p>
<p><em><strong>Are there any limits in the range of styles, is there kind of a stylistic no go area, or would you potentially release music from any genre?</strong></em></p>
<p>Of course there are boundaries, as we will not release punk rock or heavy metal music for instance, at the same time is not strictly a matter of pure musical style performed while it is about how much it does fit within what we are looking to express with YT. As long as we think it bonds with what we are doing we may consider it.</p>
<p><strong><em>Is there something like a favourite release that has a special meaning to you?</em></strong></p>
<p>As rhetorical as this may sound, we have no favourite release as each one has its own identity and particular history. Behind every records we put out there is a connection as much personal as possible, with the music and the artist who created it. For different reason we are exited about every one of them so far.</p>
<p><strong><em><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/05/rosacroce.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-10339" title="rosacroce" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/05/rosacroce-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Artwork plays a stong role not only in the tape design but also on your web spaces, and there is a lot of religious and ritualist symbols from all over the world. How is your interest in this, and where is the relation to your concept and the music?</em></strong></p>
<p>While we may collect influence from religious and artistic expressions from different places and times, we have a special eye for the kind of cinematic results that Soviet Armenia directors achieved. The fact that Silvia graduated in Cultural Anthropology surely played a strong role within the YT quest for aesthetics.</p>
<p><em><strong>Could you give us an example or two for Armenian movies that have influenced you?</strong></em></p>
<p>Surely. The Yerevan cassette-tape covers come straight from a particular time and space. And not only Armenian movies, sometimes Georgian or Ukrainian ones too; the point is that they all belong to a specific period and context: the soviet lands between sixties and late seventies and its cosmogony. There’s something in the way they represent the world that somehow has a strong link to us as label. In a very concise list just to get the idea, besides the well-known Sergej Paradžanov and his marvellous filmography (all his movies are perfect gems in their own way, especially Shadows of Forgotten Ancestors (1964) which I’m particularly fond of), I can recommend Wishing Tree (1976) by Tengiz Abuladze, and two short movies by Artavazd Pelešjan: Inhabitants (1970) and Seasons (1975).</p>
<p><strong><em>So this already answers my next question &#8211; you didn&#8217;t chose the name of the Armenian capital for mere exotic reasons&#8230;</em></strong></p>
<p>Like we just said, a first infatuation came from Silvia’s University studies, one on Armenian culture, language and history in particular. We think the name we chose stands for something able to build bridges between Here and There. It might not have been Yerevan, but it would have been a toponym in any case as we think toponyms are thick and widespread words.</p>
<p><strong><em>Several psychedelic and experimental music styles exist now for a long time. What do you think are the main qualities of such music today, and what could be the reason that it became a bit more popular again?</em></strong></p>
<p>Probably it’s the strong mystical appeal that psychedelic music hosts that managed to make it last through all these years. Tribal approach to the drumming and deep drones always have a direct power on our souls. Music fashions come and go, but there’s always room for experimenting in sounds.</p>
<p><strong><em>A lot of younger psych bands today deal with esoteric and occult motifs, but often combined with some playful or ironic note. Some people would say that this is a sign of hipster stuff, but do you think that such topics are more vital when they are not too serious?</em></strong></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/06/shadows-of-forgotten-ancestors.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-10378" title="shadows-of-forgotten-ancestors" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/06/shadows-of-forgotten-ancestors-1024x762.jpg" alt="" width="584" height="434" /></a>We don’t wish to be looked as too serious but at the same time we don’t think we are much ironic about our iconography. We like to blend religious symbols with contemporary artwork, but we do not mean it in a funny way. We just look to create a new context for those everlasting icons.</p>
<p><strong><em>What is your opinion on a tag like Italian Occult Psychedelia, which is somehow also applied to bands of your label by the music press?</em></strong></p>
<p>We think it has proved itself to be a great tag to gather different bands with different styles under one common vessel. As with everything it‘s no perfect tool, but it surely has been helpful to export the current Italian sound abroad.</p>
<p><strong><em>In our country, the media dealt only punctually with Italian music, yet there was a huge output of releases for a long time. In the last years, this changed a bit and people become aware of the variety of Italian stuff. Do you have an idea about this change?</em></strong></p>
<p>We only can think that what you say proves our point. Some times it takes a little stratagem to make things work properly.</p>
<p><em><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/05/yerevantapes5338467923.png"><img class="alignright size-medium wp-image-10332" title="yerevantapes5338467923" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/05/yerevantapes5338467923-300x300.png" alt="" width="300" height="300" /></a>Your newest release is a tape by electronica producers Zone Demersale. What are your plans for Yerevan in the nearer future? Any new explorations?</strong></em></p>
<p>Right as we speak we have put out a brand new vinyl record, the 12” EP Porta by Tuscany-based trio Umanzuki. This is our last release before the summer, after which we will be back with more tape and vinyls, not only by Italian artists and also more electronics-oriented.</p>
<p>(U.S. &amp; A.K.)</p>
<p><a href="http://www.yerevantapes.com/">Yerevan Tapes</a></p>
<p><a href="https://yerevantapes.bandcamp.com/">YT @ Bandcamp</a></p>
<p><a href="https://soundcloud.com/yerevan-tapes">YT @ Soundcloud</a></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/YerevanTapes">YT @ Facebook</a></p>
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		<title>METZENGERSTEIN: Albero Specchio</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Mar 2015 06:27:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als Edgar Allen Poe sich für sein fiktives Adelsgeschlecht den Namen Metzengerstein ausdachte, hatte er sicher die mysteriöse Tiefgründigkeit und zugleich kantige Härte im Sinn, die Fremdsprachler seit jeher mit dem Deutschen assoziieren. In den 90ern taufte sich ein Buchverlag &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2015/03/28/metzengerstein-albero-specchio/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/02/metzengerstein.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-9917" title="metzengerstein" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/02/metzengerstein-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Als Edgar Allen Poe sich für sein fiktives Adelsgeschlecht den Namen Metzengerstein ausdachte, hatte er sicher die mysteriöse Tiefgründigkeit und zugleich kantige Härte im Sinn, die Fremdsprachler seit jeher mit dem Deutschen assoziieren. In den 90ern taufte sich ein Buchverlag auf diesen Namen, und dass sich erst vor wenigen Jahren eine Band so nannte, ist fast schon etwas verwunderlich, denn er würde zu so ziemlich allem passen, was irgendwie finster und sperrig klingt, von Black Metal über Goth bis mit etwas Fantasie hin zu dunklem Crustcore.<span id="more-9916"></span></p>
<p>Die realen Metzengerstein, die sich vor ein paar Jahren im Umland von Florenz gründeten, spielen einen dunklen, teilweise ambienten und dann doch wieder aufwühlenden Psychedelicsound von stark cinematischer Qualität, und ihr Debüt „Albero Specchio“, das gerade auf Vinyl wiederveröffentlicht wurde, ist, wie bereits ein Kollege schrieb, „a relentless soundtrack“. In diesem Score, dessen Film noch gedreht werden müsste und durchaus sollte, reihen sich mysteriös hauchende Stimmen an ebenso geheimnisvolle Melodiebögen auf undefinierbaren Instumenten, spacige Midtempodrums treffen auf drogenschwangere Twangs und Delays, und wenn kräftige Trommelwirbel mit der Zeit immer mehr Spannung erzeugen, ahnt man, dass dies kein Film über vulgär grunzende Monster wäre. Die einschüchternde Ruhe zwischen den heftigeren Passagen verortet das Szenario eindeutig im Subtilen, ebenso die nur andeutungsweise im Hintergrund zeternden Bläser. Ein Giallo, möchte man vermuten, vielleicht in der Art von Argentos „Profondo Rosso“, aber man verbietet sich an der Stelle den Goblin-Vergleich, nicht weil er unplausibel wäre, sondern weil der Bezug fast schon zu deutlich ist. Dazu würden auch die Sitarklänge nur bedingt passen, die an ein traditionelles Indien gemahnen, das mit einem Hippie-Idyll in Goa wahrscheinlich so wenig zu tun hat wie mit dem aggressiven Ökonomismus des Subkontinents heute.</p>
<p>Viel leises Chaos, das von Zeit zu Zeit ins Monströse kippt – in diesem Rahmen haben Metzengerstein ihre eigene Handschrift gefunden, die sich hoffentlich bald in einem Nachfolgealbum in neuen Facetten offenbaren wird. Gerne auch wieder mit Donato von Cannibal Movie, der auch hier – wie bei so vielen gelungenen italienischen Undergroundplatten – mit im Boot saß.</p>
<p><strong>Label: HARSH</strong></p>
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		<title>FATHER MURPHY: Croce</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Mar 2015 07:40:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Chiara Lee]]></category>
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		<description><![CDATA[In unserem Interview kündigten Father Murphy bereits vor einem knappen Jahr ihr neues Album &#8220;Croce&#8221; an und erwähnten, dass sie sich &#8211; trotz ihrer ansonsten englischsprachigen Texte &#8211; für den Titel entschieden hatten, weil er im Italienischen wesentlich kantiger klingt &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2015/03/14/father-murphy-croce/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/03/fm_croce_cover-150x150.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-10012" title="fm_croce_cover-150x150" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/03/fm_croce_cover-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>In unserem <a title="I believe each one of us has to deal with a personal void. Interview mit Father Murphy" href="http://africanpaper.com/2014/04/12/i-believe-each-one-of-us-has-to-deal-with-a-personal-void-interview-mit-father-murphy/">Interview</a> kündigten Father Murphy bereits vor einem knappen Jahr ihr neues Album &#8220;Croce&#8221; an und erwähnten, dass sie sich &#8211; trotz ihrer ansonsten englischsprachigen Texte &#8211; für den Titel entschieden hatten, weil er im Italienischen wesentlich kantiger klingt als das vergleichsweise softe englische &#8220;Cross&#8221;. Das war schon deshalb eine treffende Wahl, da auch die Musik rau und kantig klingt, genau so, wie man es von dem Duo aus Veneto, das eine düstere Form des Noiserock spielt, auch erwartet. Doch er ist auch eine gute Wahl wegen seines Symbolgehalts. Wenn Federico und Chiara als<span id="more-9864"></span> Father Murphy ihre verzweifelten und zugleich heroischen Schreie in die Welt schleudern und von Suche und Verlorenheit künden, so ist die ambivalente Auseinandersetzung mit ihrem katholischen Erbe stets präsent, auch dann, wenn sich das indirekt und im Hintergrund abspielt. Manchmal reichen bestimmte Begriffe und symbolbelandene Geräusche, um eine Stimmung zu konnotieren, die ohne diese Kulisse eine ganz andere Färbung hätte.</p>
<p>Filtert man &#8220;Croce&#8221; durch diese Zerrissenheit, dann erscheinen weite Teile des Albums wie eine zeitgenössische Version der <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Dark_Night_of_the_Soul">&#8220;dark night of the soul&#8221;</a>, und das gleich von der ersten Sekunde an: Wie eine Performance, die unmittelbar nach dem plötzlichen Fall des Vorhangs beginnt, wirft einen &#8220;Blood Is Thicker Than Water&#8221; gleich in die Mitte des stakkatohaften Geschehens, in dem die beiden ihre heroisch-zynischen Stimmen im Chor erschallen lassen, untermalt von sägenden, grobkörnigen Noisegitarren. Chiaras beschwörender Gesang steht mehr denn je im Zentrum, in &#8220;A Purpose&#8221; ergänzt Federico sie mit unheimlichen, gutturalen Stimmen, und letztlich ist es v.a. das Hypnotische, das die insgesamt doch eher schwierige Musik zugänglich macht.</p>
<p>Saitenschnarren, metallenes Gerassel und finstere Bläsersounds erinnern in manchen Tracks an ihre eher soundscapige <a href="http://africanpaper.com/2014/05/31/father-murphy-veronica-azzinari-nozze-chimiche-booklet-und-12/">EP mit Veronica Azzinari</a> und unterstreichen die okkulte Atmosphäre, die der Band seit jeher nachgesagt wird, und es ist schon bezeichnend, dass die erste harmonischere Stelle dann eintritt, wenn Chiaras zombifiziert wiederholte Frage &#8220;Can you take it?&#8221; in ein fatales &#8220;You can take it!&#8221; überleitet. Aber es ist nicht die einzige freundliche Lichtung, denn v.a. die zweite Seite macht klar, dass das christliche Symbol um Schuld, Opfer und Erlösung für Father Murphy nicht nur Anlass zur Schwarzmalerei und zum Suhlen in Absurdität ist. Song für Song verschwindet immer mehr das Hysterische, Desperate aus der Musik, stellenweise streifen die hinteren Stücke beinahe so etwas wie Pop, und das finale &#8220;They won&#8217;t hurt you&#8221; klingt fast wie eine furiose Feier des Lichtes am Ende eines Tunnels. Das mutet teleologisch an, was durchaus beabsichtigt sein kann.</p>
<p>Und so ist &#8220;Croce&#8221; tatsächlich ein christliches Album, das eine von Leid und Schmerz erfüllte Heilsgeschichte subjektiv inszeniert und rituell durchlebt? Ich möchte soweit nicht gehen, denn Father Murphy sind ein weiteres mal viel zu abstrakt und unberechenbar, um irgendwem etwas vorzukauen oder gar zu predigen, nach wie vor schneiden sie Themen bloß an und lassen eine großartig inszenierte Atmosphäre für sich sprechen. Und auch das Zerrissene wäre mit einer solchen Eindeutigkeit nicht unter einen Hut zu bringen, sie wären nicht mehr Father Murphy, gäben sie es auf. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://theflenser.com/">The Flenser</a></strong></p>
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		<title>URNA: Couchemar</title>
		<link>https://africanpaper.com/2015/01/31/urna-couchemar/</link>
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		<pubDate>Sat, 31 Jan 2015 07:28:20 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Hinter dem Namen Urna versteckt sich der italienische Ritualdröhner Gianluca Martucci, der neben der Musik auch als Maler und Tattoo Artist aktiv ist und bereits Artwork für Kinit Her gestaltet hat. Dass seine bisherigen Alben hierzulande, trotz Signings bei Slaughter &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2015/01/31/urna-couchemar/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/01/URNA_Cauchemar_fronte.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-9759" title="URNA_Cauchemar_fronte" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/01/URNA_Cauchemar_fronte.jpg" alt="" width="150" height="209" /></a>Hinter dem Namen Urna versteckt sich der italienische Ritualdröhner Gianluca Martucci, der neben der Musik auch als Maler und Tattoo Artist aktiv ist und bereits Artwork für Kinit Her gestaltet hat. Dass seine bisherigen Alben hierzulande, trotz Signings bei Slaughter Productions oder den rührigen Brave Mysteries, etwas untergegangen sind, mag eventuell auch dem unscheinbaren Namen geschuldet sein. Dem sollte man allerdings abhelfen, und sein neues Tape könnte da einen guten Einstieg bieten.<span id="more-9758"></span></p>
<p>Laut Label verfolgt das 4 Track-Tape inhaltlich ein klar umrissenes Konzept und ist dem Dokumentieren und Exorzieren von Alpträumen gewidmet. Falls es um Martuccis eigene Nachtbesichte geht, so scheint er sie vor allem an seine Hörer weitergeben zu wollen, doch das macht gar nichts, denn m. E. hält sich der Schrecken auf „Couchemar“ ohnehin in Grenzen. Der Opener ist von der doomigen Schwere einer basslastigen Noisewand geprägt, die ein ordentliches Pathos aufbietet, um die Schicksalsschwere bestmöglich zu ästhetisieren. Durch jede Menge Unvorhergesehenes wird das Stück zwar spannender, wirkt daher aber auch weniger bedrückend: Melodieansätze lockern das Drone auf, das Klingeln einer Triangel (?) lässt kleine Lichtungen entstehen, Beckenrasseln nährt die Erwartung, dass hinter der nächsten Ecke sicher nichts Unspannendes lauert. Das Rasseln und Rauschen der Becken leitet dann auch über in das nächste, wesentlich ruhigere und subtilere Stück. Dezente Riffs, hintergründiges Rumoren und verfremdete Schreie dominieren auch den Rest, der die Schönheit des Angstraumes langsam in meditative Ruhe überführt.</p>
<p>Eine faszinierende, hypnotische Auszeit bietet „Couchemar“, so alptraumhaft wie ein besserer Gruselfilm, und ob das Ganze eher exorziert oder unterhält, ist vielleicht Neigungssache. Schon bald kann man sich in unseren Breiten davon auch live ein eigenes Bild machen, u.a. tritt Urna <a href="https://www.facebook.com/events/398833293631119/">am 03.02. zusammen mit Human Larvae und anderen im Berliner Loophole</a> auf. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://yerevantapes.blogspot.de/">Yerevan Tapes</a></strong></p>
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		<title>HEROIN IN TAHITI: Canicola</title>
		<link>https://africanpaper.com/2014/07/19/heroin-in-tahiti-canicola/</link>
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		<pubDate>Sat, 19 Jul 2014 07:00:21 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Wenn Musiker die Sonne, die Flora und die regionalen Bräuche ihrer Länder besingen, endet das nicht selten im Postkartenkitsch, v.a. wenn es sich bei dem Land auch noch um ein beliebtes Touristenziel handelt. Wer Heroin in Tahiti kennt, weiß allerdings, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/07/19/heroin-in-tahiti-canicola/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/07/HITCANICOLA.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-9126" title="HITCANICOLA" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/07/HITCANICOLA.jpg" alt="" width="150" height="206" /></a>Wenn Musiker die Sonne, die Flora und die regionalen Bräuche ihrer Länder besingen, endet das nicht selten im Postkartenkitsch, v.a. wenn es sich bei dem Land auch noch um ein beliebtes Touristenziel handelt. Wer Heroin in Tahiti kennt, weiß allerdings, dass sie unter exotischem Charme etwas anderes verstehen, denn ihre im Zeitlupen-Surfsound beschworenen Südseesettings strahlten eine dreckige Düsternis aus, die mehr mit einem Neo Noir-Streifen gemein hat als mit einem auf Hawaii spielenden Elvis-Schinken. Wer die römische Band in den Jahren ihres Bestehens etwas genauer verfolgt hat, der erinnert sich vielleicht daran, dass sie sich auch schon ihrer italienischen Heimat gewidmet haben. <span id="more-9125"></span>Erst im letzten Jahr lieferten sie die Musik zu <a href="https://www.youtube.com/watch?v=9ewVfM8tk2g">einem grobkörnig verwaschenen Kurzporträt der Region Basilicata</a>, das vom sporadisch filmenden Noisemusiker Torba gedreht wurde. Mit seinen unberechenbaren Schnitten und seinem Fokus auf Marginalia ist dieses dekonstruierte Idyll keineswegs an den Durchschnittstouri adressiert.</p>
<p>Auf dem neuen Tape widmet das Duo sich erstmals konzeptuell dem Thema Italien und folgt dabei den Spuren des hierzulande nur Spezialisten bekannten Anthropologen und Religionsforschers Ernesto de Martino (1908-1965), dessen Themen von antiken Kulten bis hin zu volkstümlichen Bräuchen und den mythisch-religiösen Subtexten des modernen italienischen Lebens reichen. &#8220;Canicola&#8221; ist nach eigenen Angaben der Sonne, dem Aberglauben und dem gelbgoldenen Korn Italiens gewidmet und macht schon im ersten Stück klar, dass die Hitze hier siedend ist und die porträtierte Kultur einen obsessiven, wahnhaften Unterton aufweist. Beim Titelstück, das die erste Seite komplett ausfüllt, offenbaren sich Heroin in Tahiti erst mit der Zeit, wenn sie irgendwann nach diversen Breaks mit doomigen Zeitlupenriffs und den vertrauten WahWahs jeden Zweifel ausräumen, dass sie es sind. Weite Strecken des Stücks jedoch bedienen einen Computersound mit 80er Jahre-Charme, den man vielleicht noch eher beim Kollegen Mai Mai Mai erwartet hätte. Im groben Soundbrei der kreisenden Elektronik erscheint die Sonne kaum lichtspendend, die Hitze, die sie verbreitet, hat eher etwas von drückender Schwüle als von maritimer Frische, und die einzigen unmissverständlich italienisch anmutenden Details scheinen die versteckten Giallosounds zu sein, die sich zwischen Dröhnen und funkigen Einsprengseln finden (oder überhört werden). Willkommen also in einem modernen Italien, das einem hier keinesfalls auf dem Serviertablett des Fremdenverkehrs präsentiert wird. Etwas mehr Abwechslung tut sich in den kurzen Fragmenten der zweiten Tapeseite auf. Eine verfremdete Spieluhr greift die cineastischen Assoziationen des ersten Teils auf und kombiniert sie mit nicht weniger filmisch konnotierbaren Desert Rock-Gitarren. Ihr fatalistische Picking taucht an einigen Stellen erneut auf, verschmilzt mit nervigen Vögeln und allerhand noisigem Dröhnen, in “La Madonna” verwandelt es sich vollens in eine Klangwand, die zusammen mit einer gesampleten Arie und einem monoton-schleppenden Rhythmus den größten Kracher des Tapes hervorbringt.</p>
<p>Nach dem Longplayer-Debüt “Death Surf” (Boring Machines), dem Split mit Ensemble Economique (No=Fi) und der Single auf Yerevan Tapes demonstrieren Heroin in Tahiti mit “Canicola” erneut ohne Pause, dass sie sich kaum auf ihreen Lorbeeren ausruhen und ihren Sound v.a. zu variieren wissen. Der leicht hörspielartige Grundtenor des Tapes gelingt ebenso gut wie die Evokation eines für viele ungewöhnlichen, mythischen Italiens. Sollte demnächst wieder ein rockiger Slow Tempo-Nachfolger von “Death Surf” auf dem Plan stehen, wäre das dennoch zu begrüßen. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.nofirecordings.blogspot.com">No=Fi</a></strong></p>
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		<title>FUTEISHA: Dannato</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Jul 2014 05:15:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Man kann Futeishas „Dannato“-Tape nicht im engeren Sinne als Apokalyptic Folk bezeichnen, und doch sollte der Bezug zu dieser Traditionslinie nicht unterschlagen werden. Nicht, weil Juan Scassa, einer der Gitarristen von La Piramide di Sangue, in seinem Soloprojekt molllastige Akustiksongs &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/07/05/futeisha-dannato/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/06/futeishadannato.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-9080" title="futeishadannato" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/06/futeishadannato-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Man kann Futeishas „Dannato“-Tape nicht im engeren Sinne als Apokalyptic Folk bezeichnen, und doch sollte der Bezug zu dieser Traditionslinie nicht unterschlagen werden. Nicht, weil Juan Scassa, einer der Gitarristen von La Piramide di Sangue, in seinem Soloprojekt molllastige Akustiksongs spielt und schon im Titel (gr. „thanatos“) auf letzte Dinge deutet. Auch nicht bloß, weil der aus Argentinien stammende Turiner neben anderen Vorlieben auch auf die alte World Serpent-Schule schwört. Eher deshalb, weil man unter Futeishas mystischen Psychedelia heute Dark Folk verstehen könnte, wenn sich die Dinge in den greater times etwas anders entwickelt hätten und sich die<span id="more-8847"></span> „hippieske“ Seite v.a. bei Current 93 (man denke etwa an &#8220;Horsey&#8221; oder an einige Stücke, die zunächst auf der Compilation &#8220;Emblems&#8221; einen Platz fanden) etwas besser gegen den szeneprägenden Stock im Arsch durchgesetzt hätte.</p>
<p>All dies wäre sicher auch dann der Rede wert, wenn Futeisha nicht schon im Opener unmissverständlich auf einen Klassiker bezug genommen hätte, einen Song, der einen Hindugott als Diktator auf einem weißen Pferd durch die Landschaft eines absurden Acidwestern traben lässt, begleitet von Beckenrauschen und monotonem Geschrammel. „Temujin“ heißt das Ganze und referiert auf einen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Temujin?title=Temujin&amp;redirect=no">Herrscher</a>, dessen kriegerische Taten ebenfalls eine apokalyptische Dimension hatten. Es ist nicht der einzige Song, der Asiatisches anklingen lässt, was bei dem Namen des Projektes auch nicht wundert &#8211; Futeisha war im Japan der 1960er eine abwertende Bezeichnung für als Outlaws betrachtete koreanische Migranten und wurde von politischen Aktivisten aus dieser Community bald als positive Eigenbezeichnung umgemünzt.</p>
<p>Der Sprung zum nächsten Stück zeigt, wie heterogen der noch frische Sound Futeishas ist, denn „Lamento Funebre per Tutti noi“ klingt mit seinem schwermütigen Saitenspiel viel lieblicher, ornamentaler, springt von der Dystopie zur mittelalterlich anmutenden Utopie. Der weitere Verlauf des Tapes erscheint wie eine episodische Pilgerfahrt durch Totentanzlandschaften, begleitet von einer Musik, die Lofi als positive Qualität betrachtet und kleine Unstimmgkeiten im Takt und in den Lautstärkenverhältnissen nicht nur in Kauf nimmt, sondern bewusst anzusteuern scheint. Unterwegs wird man in die verschiedensten Stimmungsszenarien geworfen, von okkulter Lagerfeuerromantik über den Schauplatz eines nächtlichen Roadmovie bis hin zum chaotischen finalen Showdown, bei dem Futeishas Sound für Momente in reine Gewaltmusik kippt. Unterstützt wird Scassa dabei von einer ganze Reihe an Kollaborateuren, deren fantasievolle Namen sämtlich aus den mysteriösen Tiefen Afrikas und des mittleren Ostens stammen, und von denen einige vermutlich sogar real sind. Sehr real ist Scassas Schwester Paula von der Rockband JC Satán, die das liebevoll gestaltete Artwork im Geiste Pieter Brueghels angefertigt hat.</p>
<p>Die filmische Assoziationen sind hier nicht nur der Fantasie des Rezensenten geschuldet, denn die Szenenfolge ist von zahlreichen Sprach- und Geräuschsamples durchzogen. Die machen „Dannato“ zu einer wahren Fundgrube für cineastische Fährtensucher, die hier ebenso auf ihre Kosten kommen sollten wie aufgeschlossene Neofolker, Freude der &#8220;Occult Psychedelia&#8221; und Boring Machines-Afficionados. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.brigadisco.it">Brigadisco</a>/<a href="http://oldbicyclerecords.blogspot.com">Old Bicycle Records</a></strong></p>
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		<title>MAI MAI MAI: Δέλτα (Delta)</title>
		<link>https://africanpaper.com/2014/05/24/mai-mai-mai-%ce%b4%ce%ad%ce%bb%cf%84%ce%b1-delta/</link>
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		<pubDate>Sat, 24 May 2014 05:43:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mai Mai Mai ist eine moderne Abenteuergeschichte, eine Art Odyssee durch eine analoge mediterrane Welt, in der der mythische Held, sein Name ist Toni, allerhand Dinge zu meistern hat, die für den Rezipienten vage und abstrakt bleiben müssen. Dies ist &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/05/24/mai-mai-mai-%ce%b4%ce%ad%ce%bb%cf%84%ce%b1-delta/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/05/mmmdelta.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-10310" title="mmmdelta" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/05/mmmdelta-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Mai Mai Mai ist eine moderne Abenteuergeschichte, eine Art Odyssee durch eine analoge mediterrane Welt, in der der mythische Held, sein Name ist Toni, allerhand Dinge zu meistern hat, die für den Rezipienten vage und abstrakt bleiben müssen. Dies ist v.a. dem Medium der Geschichte geschuldet, denn Mai Mai Mai ist weder Epos, noch Film, noch Balladensammlung, sondern ein weitgehend instrumental gehaltenes, elektronisches Musikprojekt – diesmal unterstützt durch eine handvoll Gäste, die das Album “Delta” ein gutes Stück vom Vorgänger “Theta” abheben.<span id="more-8757"></span></p>
<p>Die Homer-Assoziationen sollen hier keinen Bildungsbombast einbringen, der dem an Witch House erinnernden, im Ganzen aber durchaus facettenreichen Stil inadäquat wäre. Sie drängen sich aber dennoch anhand von Titeln, Samples und Soundzitaten auf, die nach dem Debüt nun auch den Nachfolger in ein mediterranes Setting zwischen Rom, Athen und Byzanz versetzen. Die Route dieses zweiten Reiseabschnittes ist nur vage bekannt, da einer der vier Songs den Titel “Βυζάντιον (Byzàntion)” trägt. Sie beginnt im Trubel einer gewittrigen Nacht, während Eispickelhandclaps versuchen, so etwas wie Struktur einzubringen. Ob die akuraten Rhythmen dem Unwetter und v.a. dem nur noch latent anthropomorphen Grummeln im Hintergrund Einhalt gebieten können? Eher nicht, denn Donato Epiros Kannibalenorgel verleiht der Szene schnell eine derart schicksalsschwere Färbung, das jeder Kontrollversuch illusorisch bleiben muss.</p>
<p>In jedem der rund zehnminütigen Stücke bilden die nichtelektronischen Beigaben ein strukturelles oder atmosphärisches Gegengewicht zum technoiden Rahmen. Mal vermittelt (orthodoxer?) Chorgesang ein Gefühl von Spiritualität und bildet zugleich einen roten (Ariadne-)Faden durch eine ansonsten noisig zerfetzte Klanggestalt. Ethnolastige Handdrums und die Klarinette Gianni Giublena Rosacroces (La Piramide di Sangue) dringen durch den Reibeisenambient von “τετρακτύς (tetraktys)” und sorgen für fast schon folkige Entspannung. Im letzten, subtilsten Stück mischen Computerkitschfragmente das Düstere, aber auch jeden Eindruck von Ursprünglichkeit auf.</p>
<p>Am Ende der knappen Dreiviertelstunde ist man um einige Erlebnisse reicher und doch so klug als wie zuvor, auch was den Veröffentlichungstermin angeht. In den Liner notes wird betont, dass die LP am 24. Mai, dem Tag des griechischen <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Thargelia">Thargelia-Festes</a>, erscheint. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://yerevantapes.blogspot.de/">Yerevan Tapes</a></strong></p>
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		<title>LA PIRAMIDE DI SANGUE: Sette</title>
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		<pubDate>Sat, 03 May 2014 00:02:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[La Piramide di Sangue sind ein Unikat, das in der heutigen Psychedelia- und Stoner-Szene einen eigenen Platz beanspruchen kann, auch wenn es sicher etliche gibt, die sich in der Tradition von Embryo oder der Third Ear Band wähnen und ausladende, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/05/03/la-piramide-di-sangue-sette/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/04/piramidesette.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-8699" title="piramidesette" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/04/piramidesette-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>La Piramide di Sangue sind ein Unikat, das in der heutigen Psychedelia- und Stoner-Szene einen eigenen Platz beanspruchen kann, auch wenn es sicher etliche gibt, die sich in der Tradition von Embryo oder der Third Ear Band wähnen und ausladende, experimentelle Rockstrukturen mit orientalischen Elementen garnieren. Was das Turiner Septett, das aus einer doppelten Rockbesetzung und einem Klarinettisten besteht, hervorhebt, ist eine kraftvolle und unberechenbare Aufbruchstimmung, bei der man dankbar sein kann, dass das Ganze zumindest nicht durchgehend auf Metal hinausgelaufen ist. Dies traf<span id="more-8697"></span> bereits auf den Erstling &#8220;Tebe&#8221; zu, dessen Stücke noch einer Lust am Mäandern nachgingen und sich durch so mache süßliche Nebelschwade schlängelten.</p>
<p>Im etwas weniger Wellenförmigen, Ornamentalen, findet sich einer der zentralen Unterschiede beim Nachfolger &#8220;Sette&#8221;, und irgendwie ist dies auch eine Entsprechung zum klaren, etwas weniger nebelverhangenen Artwork von Fred Zotta, der glatt ein künstlerischer Zwillingsbruder des berüchtigten Skinner sein könnte. Eine Platte, die so aussieht, macht Spaß, und bei Mitgliedern, die sich Ayatollah Kebab nennen und Projekte wie Craxi Driver betreiben, wundert das kaum.</p>
<p>„Sette“ ist keine Platte, die Schritt für Schritt erkundet werden will und sich mit Einführendem aufhält. Vielmehr scheinen einem schon die ersten Takte zu sagen, dass es hier laut und grindig und pathetisch zugeht, dass es dröhnt und kracht und gelegentlich rauscht und dass es trotz allem keine zuverlässige Statik gibt, denn im Hinblick auf Takt und Tempo, Dichte und Schwere ist der Wechsel die eigentliche Konstante. Die Sahnehaube auf all dem ist einmal mehr die Klarinette, die geschwungen repetitive Arabesken ausführt und manchmal an ein Gitarrensolo erinnert. Sie ist der eigentliche Melodiegarant, das schöngeistige Ornament im elektrifizierten Stampfen und Dröhnen, und bisweilen, wie in „Jetem“, evoziert ihr Spiel einen derart schönen Orientalismus, dass man die plötzliche Rauschexplosion schon erwartet, die den Song recht heavy enden lässt.</p>
<p>Der laute, rasante Anfang, dieses donnernde mit der Tür ins Haus fallen darf natürlich nicht darüber hinweg täuschen, dass sich im Laufe der Platte eine ganze Reihe an Feinheiten zu erkennen geben, die den einzelnen Stücken – dem vorsichtig tastenden, von Handdrums geprägten „Esoterica Porta Palazzo“, dem schweren, metallischen „Reggio Galassia“, dem von rhythmischen Kontrasten in Bewegung gehaltenen „Aperti Alle Sette“ &#8211; ihren jeweils eigenen Charakter verleihen.</p>
<p>Fraglos, Exotismus kann man kritisieren – je mehr, je ernster er gemeint ist. La Piramide di Sangue scheren sich nicht um solche Konventionen und nähern sich dem schönen Schein auf eine anarchische Art, die sich mit Landsleuten wue Mombu oder Donato Epiro messen kann. Dem romantischen Träumer strecken sie damit ebenso die Zunge entgegen wie dem überkorrekten Universalisten, der das kulturell Fremde schützen will, indem er es ignoriert. Der Titel bezieht sich eventuell auf die Zahl der Bandmitglieder. Einer dieser glorreichen Sieben, nur soviel zum mitschreiben, bringt übrigens in Bälde ein psychedelisches Dark Folk-Album unter dem Projektnamen Futeisha heraus. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.boringmachines.it">Boring Machines</a>/<a href="http://www.soundofcobra.com/">Sound of Cobra</a></strong></p>
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		<title>HEROIN IN TAHITI: Peplum 7&#8242;</title>
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		<pubDate>Sat, 03 May 2014 00:00:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Heroin In Tahiti]]></category>
		<category><![CDATA[Italian Occult Psychedelia]]></category>
		<category><![CDATA[Phil Collins]]></category>
		<category><![CDATA[Yerevan Tapes]]></category>

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		<description><![CDATA[Doomige Keyboards, verwegene Twangs und ein langsamer, tiefschwarzer Groove – Heroin in Tahiti, die beiden Doomsurfer aus Rom bleiben sich treu, präsentieren nach dem Split mit Ensemble Economique ihr nächtes Lebenszeichen und erweitern das Tape-Label Yerevan mit dem untypischen Medium &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/05/03/heroin-in-tahiti-peplum-7/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/04/HiT_COVER1.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-8551" title="use this to design your 7&quot; vinyl record covers" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/04/HiT_COVER1-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Doomige Keyboards, verwegene Twangs und ein langsamer, tiefschwarzer Groove – Heroin in Tahiti, die beiden Doomsurfer aus Rom bleiben sich treu, präsentieren nach dem <a href="http://africanpaper.com/2013/04/13/ensemble-economique-heroin-in-tahiti-split-lp/">Split mit Ensemble Economique</a> ihr nächtes Lebenszeichen und erweitern das Tape-Label Yerevan mit dem untypischen Medium einer schön gestalteten schwarzen 7&#8221;.<span id="more-8549"></span></p>
<p>Vor allem die erste Seite mit dem Titelstück knüpft an frühere Aufnahmen wie „Surf Giants on Dope“ vom <a href="http://africanpaper.com/2012/04/28/heroin-in-tahiti-death-surf/">Albumdebüt</a> an und präsentiert die typische, aber rare Mischung aus kernigen, griffigen Gitarren und einem perfekt ausgestalteten Klangteppich aus erdigem Dröhnen und monotoner, metallischer Perkussion. Mit der Zeit kristallisieren sich immer mehr Feinheiten heraus. Begleitet von sanften Mellotron-Klängen verwandeln sich die monotonen Riffs in verhaltene Soli, und mit der Zeit wirkt der Song immer dynamischer, ohne wirklich im Tempo anzuziehen. Fast zwangsläufig stellen sich cineastische Assoziationen an, denen wohl auch das Label erlag, als es „Lee Van Cleef&#8217;s ominous face wandering in a fucked up Roman borgata“ halluzinierte. Weckt das verwegene Szenario von „Peplum“ noch Assoziationen zu einem düsteren amerikanischen Road Movie, so erscheint mir die oft genannte Referenz zu italienischen Filmkomponisten wie Morricone oder Nicolai auf dem Stück der B-Seite erstmals deutlich greifbar. „Alo“ (das Teil einer <a href="http://www.museum-ludwig.de/de/mediathek/phil_collins_in_every_dream_home_a_heartache">Austellung des Künstlers Phil Collins</a> war, bei der auch Beiträge von David Sylvian, Laetitia Sadier, Pye Corner Audio und Demdike Stare zu hören waren) verbindet die bandtypische Mixtur aus Elektronik und grobkörnig-verwackelten Gitarren mit bis zur Entmenschlichung verrauschten Vocals und einer Spieluhr, die Giallofilme wie <a href="http://www.blue-underground.com/product.php?product=145">Aldo Lados „The Child/Who Saw Her Die“</a> in Erinnerung ruft. Unberechnebarer denn je malen die Soli faszinierende Melodien, die das Stück beim finalen Panoramaschwenk spannend und geheimnisvoll enden lassen.</p>
<p>Heroin in Tahiti sind Teil einer kreativen italienischen Musikergeneration, die jüngst in Form eines Genrenamens ein griffiges Ettikett erhielt. Es sei ihnen (und vielen ihrer Kollegen) gegönnt, dass dies die mediale Resonnanz vergrößert, ohne durch allzu inflationäre Nennung einen solch ermüdenen Verlauf zu begünstigen, wie er sich damals beim New Weird America-Phänomen einstellte.</p>
<p>Tolle kleine Veröffentlichung, die auf fünfhundert geschmackssichere Nerds wartet und auf künftiges, eventuell wieder längeres, gespannt macht. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://yerevantapes.blogspot.de/">Yerevan Tapes </a></strong></p>
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