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	<title>African Paper &#187; Johannes Schebler</title>
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		<title>HUI: s/t</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Nov 2025 03:43:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Debüt-EP des Duos Hui zeigt zwei Musiker, die aus den Erfahrungen in verschiedenen Projekten schöpfen können und hier ihre gemeinsame Vorliebe für das Jonglieren mit verspielter Elektronik bündeln. Johannes Schebler ist in Projekten wie Baldruin und Bands wie Gryke &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/11/29/hui-st/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/11/hui.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-49190" title="hui" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/11/hui-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Die Debüt-EP des Duos Hui zeigt zwei Musiker, die aus den Erfahrungen in verschiedenen Projekten schöpfen können und hier ihre gemeinsame Vorliebe für das Jonglieren mit verspielter Elektronik bündeln. Johannes Schebler ist in Projekten wie Baldruin und Bands wie Gryke Püye, Yayoba und Freundliche Kreisel aktiv, Sven Fritz arbeitet unter dem Namen Ervin Omsk, ist Mitglied von Like A Stuntman und zudem als <span id="more-49188"></span>visueller Künstler und Gestalter tätig. Zusammen entwickeln sie ein Format, das bewusst zwischen Kontrolle und Übermut pendelt.</p>
<p>Die Stücke wirken verspielt, geprägt von Synthies, kleinteiligen Geräuschen und kurzen Rumpel- und Pfeifmomenten in sorgsam polierter Beschaffenheit, die dem ganzen den launigen Charm kindlichen Spielzeugs verleiht. Vieles klingt zunächst wie heilloses Durcheinander, mit hohen Tönen, Hupen, Rasseln und einzelnen Stimmfragmenten, doch in der fortlaufenden Sprunghaftigkeit zeigt sich ein konstantes Grundmuster. Manche Passagen erinnern an das Justieren am Radiosender, an kurze Aufwallungen, die fast abreißen und flugs Raum für Neues schaffen. An anderer Stelle entsteht ein spannungsvoller Verlauf, in dem Rollendes, Klingelndes und ein tiefes Brummen aufscheinen, bisweilen wieder durchdrungen von (der Illusion von?) Stimmen. &#8220;Gedanken einer Sprungfeder&#8221;, &#8220;Vierte Wand&#8221;, &#8220;Festplatten Fail&#8221;, &#8220;Knoten und Kanten&#8221; und &#8220;Unerhörtes Haupt&#8221; lauten die Titel der Stets unter den Dreiminutengrenze angesiedelten Tracks &#8211; sprachliche Marker, die vielleicht nicht immer ganz offensichtlich mit den jeweiligen Inhalten korresponieren, diese aber mit zusätzlichen Assoziationen bereichern.</p>
<p>Ein anderer Moment der EP verbindet Durcheinander aus eng gesetzten Miniaturen mit flächigen Momenten. Unter der Oberfläche bleibt vieles in Bewegung, bis plötzlich ein heiteres, klassisches Motiv auftaucht, dessen fließende Struktur von rumpelnden und kratzenden Sounds begleitet wird. Auch hier tauchen helle Pieptöne auf, und bisweilen klingelt etwas wie ein obskurer Automat, und immer wieder wirken einzelne Elemente wie in Zeitraffer abgespielt. Gelegentlich schimmern rezitierende Stimmen und orchestrale Andeutungen durch, während sich eingängige, eindringliche Melodien um das dichte Material legen und kurz erahnen lassen, wie diese Motive in einem geordneteren Rahmen wirken würden. Zweifelsohne könnte dies nie den charmanten Reiz von Huis Umsetzung erreichen.</p>
<p>Vielleicht liegt die große Stärke von Hui tatsächlich in etwas, das manchen Künstlern und Musikern etwas vorschnell attestiert wird, so dass man es gar nicht mehr so gerne aus der Kiste holt, nämlich die Versöhnung von Diametralem &#8211; Struktur und Unordnung, Reduktion und Komplexität, formale Präzision und die Freude am Überbordenden, spielerische Offenheit und klare Gestaltungslust: Alles dies liegt recht nah beeinander in er Welt von Schebler und Fritz, und man sollte gespannt sein, wie sich ihre Kunst auf Albumlänge macht. (U.S.)</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=673569317/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>The Vertical Luminous: Neue LP von F.Ampism</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Nov 2025 05:54:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[F.Ampism]]></category>
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		<description><![CDATA[Am 5. Dezember erscheint mit &#8220;The Vertical Luminous&#8221; das neue Album des britischen Klangkündtlers F.Ampism über Hive Mind Records. Das Werk eröffnet eine vielschichtige Klangwelt aus Synthesizer-Experimenten, verspielten Flötenmotiven, Field Recordings und collageartigen Strukturen, die zwischen Musique Concrète, Free Jazz &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/11/01/the-vertical-luminous-neue-lp-von-f-ampism/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 5. Dezember erscheint mit &#8220;The Vertical Luminous&#8221; das neue Album des britischen Klangkündtlers F.Ampism über Hive Mind Records. Das Werk eröffnet eine vielschichtige Klangwelt aus Synthesizer-Experimenten, verspielten Flötenmotiven, Field Recordings und collageartigen Strukturen, die zwischen Musique Concrète, Free Jazz und elektronischer Abstraktion changieren. Dabei verschwimmen die Grenzen zwischen organischen und künstlichen Klängen, alles scheint in Bewegung und zugleich voneiner subtilen Intensität getragen.<a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/10/theverticalluminous.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-48747" title="theverticalluminous" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/10/theverticalluminous.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-48746"></span></p>
<p>Vom Label heißt es: &#8220;A dayglo collection of synth experiments, found sounds and musique concrète sound collage, The Vertical Luminous blurs all lines between the organic and the electronic, each piece shimmers with a sense of wide-eyed curiosity and lightness, tying the album together into a bubbling, serene gift to the world. Listening to The Vertical Luminous feels a little like tuning in to the secret noises of the microscopic world, the hum and flutter of atoms, molecules, and micro-organisms as they dance just beyond the limits of our perception&#8221;. F.Ampism, hinter dem der in Brighton lebende Musiker und Künstler Paul Wilson steht, ist unter anderem Teil der Projekte Kaloja, Yayoba und Bolide, das Artwork zu &#8220;The Vertical Luminous&#8221; stammt von seinem Yayoba-Kollegen Johannes Schebler (Baldruin). Es erscheint als LP und zum Download.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2036552758/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>GRYKE PYJE: Crepuscular Elixirs</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Sep 2025 05:44:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Schon die ersten Töne lassen keinen Zweifel daran, dass hier etwas eigentümlich Magisches angerührt wurde. Die Stücke auf Grykë Pyjes aktuellem Longplayer &#8220;Crepuscular Elixirs&#8221; wirken wie seltsame Gebräue, die zwischen Alchemie und verspielter Geräuschkunst changieren – rätselhaft, manchmal schroff und &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/09/13/gryke-pyje-crepuscular-elixirs/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/08/crepusculareslexirs.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-47869" title="crepusculareslexirs" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/08/crepusculareslexirs-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Schon die ersten Töne lassen keinen Zweifel daran, dass hier etwas eigentümlich Magisches angerührt wurde. Die Stücke auf Grykë Pyjes aktuellem Longplayer &#8220;Crepuscular Elixirs&#8221; wirken wie seltsame Gebräue, die zwischen Alchemie und verspielter Geräuschkunst changieren – rätselhaft, manchmal schroff und konsequent von einer schalkhaften Schrägheit durchzogen. Schon der Albumtitel deutet an, dass es um Elixiere geht, die von den beiden Klangkünstlern Jani Hirvonen und Johannes Schebler nicht im <span id="more-47868"></span>gleißenden Licht, sondern in der Dämmerung gebraut werden, im Grenzland zwischen Wirklichkeit und Illusion.</p>
<p>Das kurze Eröffnungsstück setzt gleich in voller Lautstärke ein: chorartige Spuren, orchestrale und verspielte Motive, schrille Akzente und ein leises, vielleicht vom Hörer nur eingebildetes Gemurmel im Hintergrund. Trotz der Dichte zeichnet sich eine Melodie ab, begleitet von vielfältigem Ornament. Der englische Begriff &#8220;Cauldron&#8221; im Titel bedeutet Hexenkessel, und genau so wirkt diese erste Miniatur: Als ob alles auf einmal brodelt, zischt und sich miteinander verbindet, nur ein wenig kratziger, ungeschliffener als bei Yayoba, mit denen Hirvonen und Schebler ja parallel arbeiten, und von denen ungefähr zeitgleich eine Art Schwesteralbum erschienen ist.</p>
<p>Im zweiten Stück schlägt sich dieses Prinzip in pochenden Rhythmen nieder, dazu blubbernde Sounds, geheimnisvolles Brummen, Klingen und Rasseln. Menschliche Stimmen scheinen auf, manchmal gar eine hochjauchzende Sopranistin, um gleich wieder als Einbildung zu verpuffen. Die Vielzahl der Details erzeugt akustische Täuschungen, bevor das Ganze in einem motorischen Dröhnen mündet. Im Folgenden entfaltet sich ein Kaleidoskop aus knisternden, flammengleichen Klängen, metallischen Sounds, Blubbern, Pfeifen und halbverborgenen folkloristischen Anklängen. Spuren der klassischen elektronischen Avantgarde treten hervor, gelegentlich mit retrofuturistischem Einschlag, der eine entrückte, bisweilen sci-fi-hafte Atmosphäre entstehen lässt. Verspielte Synthie-Passagen wirken launig, dabei bleibt die Musik nie widersprüchlich, sondern entwickelt sich trotz plötzlicher Wendungen organisch weiter.</p>
<p>Dunkles Brummen, Knarren und dröhnende Texturen machen deutlich, dass dieses Album rauer und düsterer ausfällt als das Werk von Yayoba – weniger eingängig, dafür bissiger und überdrehter. Immer wieder entstehen komplexe rhythmische Strukturen, die durch illusionäre Stimmen, hörspielartige Elemente und subtile Instrumentalfarben – etwa eine querflötenähnliche Linie – ergänzt werden. An anderer Stelle tauchen allgemein gerne als &#8220;ethno&#8221; bezeichnete Trommelmuster auf, die aber rasch von elektronischen Schichten verschluckt werden. Rückwärtspassagen, beschleunigte Spuren und eine Fülle an kleinen Details lassen die Stücke wie eine akustische Wunderkammer wirken, die an Reizüberflutung leidende Zeitgenossen nur mit einer veritablen Dosis Ritalin betreten sollten. Auch aquatisch-elektrisierte Klänge sowie launige Zirkusmelodien und taumelnde, tanzende Rhythmen mit plötzlichen Taktwechseln gehören zu diesem Spektrum.</p>
<p>Was sich durchzieht, ist ein Spiel mit Illusionen: Geräusche wirken vertraut und entgleiten doch wieder, Stimmen blitzen auf, ohne fassbar zu sein. Die Inspiration aus Tierlauten – das Hämmern eines Spechts, das Quaken von Fröschen, das Schaben von Ameisen – wurde hier nicht naturalistisch umgesetzt, sondern zu rhythmischen Grundmustern verfremdet, die als Ausgangspunkte für ganze Miniaturwelten dienen. Daraus entsteht etwas, das von einem Bandcampnutzer als &#8220;alien symphonies to the ones that left us here&#8221; beschrieben wurde: eine fremdartige, manchmal bissig-launige Musik, die an fiktive Rituale ebenso erinnert wie an akustische Experimente im Labor.</p>
<p>Grykë Pyje – das deutsch-finnische Duo aus Jani Hirvonen (Uton) und Johannes Schebler (Baldruin) – hat in den vergangenen Jahren bereits einiges veröffentlicht und sich mit Alben wie &#8220;Collision and Coalescence&#8221; oder &#8220;Squirlich Stroll&#8221; einen respektablen Ruf erarbeitet. Mit &#8220;Crepuscular Elixirs&#8221; haben sie eine detailreiche, überbordende Arbeit entstehen lassen, die das Spielerische gekonnt mit dem Dunklen verbindet und die Linie ihrer bisherigen Veröffentlichungen konsequent weiterführt, dabei aber noch verschlungener, dichter und eigenwilliger wirkt.</p>
<p>Ein Hexenkessel also voller Blubbern, Brodeln und eigentümlicher Elixiere, die man nicht so schnell wieder aus dem Ohr bekommt. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Artetetra</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2714306679/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>YAYOBA: Sensory Sensei</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Sep 2025 05:56:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Bisweilen liegt die Besonderheit einer Musik weniger in großen Gesten als in der Art, wie kleinste Details ineinander greifen. Schon beim ersten Hören von Yayobas schon vor einigen Monaten erscheinenem Tape &#8220;Sensory Sensei&#8221; fällt auf, wie stark die einzelnen Bausteine &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/09/06/yayoba-sensory-sensei/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/08/sensorysensei.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-47866" title="sensorysensei" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/08/sensorysensei-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Bisweilen liegt die Besonderheit einer Musik weniger in großen Gesten als in der Art, wie kleinste Details ineinander greifen. Schon beim ersten Hören von Yayobas schon vor einigen Monaten erscheinenem Tape &#8220;Sensory Sensei&#8221; fällt auf, wie stark die einzelnen Bausteine nicht nur nebeneinanderstehen, sondern sich ineinander verschieben und so einen vielschichtigen, oft überraschenden Klangstrom <span id="more-47865"></span>erzeugen. Titel und Musik funktionieren dabei wie zwei Folien, die man übereinanderlegt: erst in der Kombination wird die ganze Bildhaftigkeit deutlich.</p>
<p>Hinter Yayoba stehen Paul Wilson (F. Ampism), Jani Hirvonen (Uton) und Johannes Schebler (Baldruin, und ich nenne von allen dreien nur die wahrscheinlich bekanntesten Projekte), die seit ihrer Gründung u.a. mit modularen Synthies, Perkussion und bearbeiteten Field Recordings experimentieren. Mit ihrem <a title="YAYOBA: A Maze of Glass" href="https://africanpaper.com/2024/11/09/yayoba-a-maze-of-glass/">Debütalbum &#8220;A Maze Of Glass&#8221;</a>, das auf Not Not Fun erschienen ist, haben sie bereits ein deutlich erkennbares Profil entwickelt und viel Aufmerksamkeit in den experimentellen Biotopen dieser Welt gewonnen.</p>
<p>Der Auftakt des Nachfolgerns, &#8220;Apocryphal Stories&#8221;, tastet sich mit verspielten Synthies, künstlichem Vogelgezwitscher und kernigem Brummen noch suchend voran, beinahe wie ein launiges Justieren am Frequenzregler. Mit &#8220;The Burning Of The Desert Seeds&#8221; wird die Stimmung entrückter – fließend, ambient, mit einer kaum greifbaren Sopranistin, die immer wieder tremolierend auf der Bildfläche erscheint, ohne je zum Zentrum zu werden. Hier zeigt sich bereits das Prinzip, das sich durch das Album zieht: weniger geschlossene Songs als vielmehr collagierte Sequenzen, in denen Motive gereiht und nebeneinandergestellt werden und der Fokus auf das Marginale gelenkt wird, das manchmal den ganzen Track ausfüllt. &#8220;Churning Mind&#8221; wirkt wie von innen nach außen gestülpt: rückwärts anmutende Klänge, bimmelnde und quietschende Details, fast wie eine Spieluhr im Traumzustand.</p>
<p>&#8220;Mirror Bounce Experience&#8221; schlägt rauere Töne an, bleibt aber in seiner comichaften Künstlichkeit quirlig und verspielt. &#8220;Born Before&#8221; wiederum baut auf gezeitenhaften Intervallen, kombiniert mit tropisch anmutendem Zirpen und Summen – folkloristische Anklänge sind erkennbar, jedoch immer gefiltert durch eine klar künstliche Ästhetik. Das zentrale &#8220;The Radiant Glow Of Essence&#8221; entfaltet dagegen Pathos im besten Sinne, getragen von Brummen, Glöckchen und orchestral wirkenden Flächen. Spätestens hier zeigt sich, dass das Album nicht nur kleinteilige Spielerei ist, sondern durchaus auch Verdichtung kennt. &#8220;Infinite Reflections&#8221; wirkt zunächst wie ein kurzes Interludium aus Quaken, Hämmern und Bimmeln, das jedoch organisch in eine fließendere Struktur übergeht.</p>
<p>Sehr kurz, fast skizzenhaft bleibt &#8220;Chattering Flower Spirits&#8221;, ehe &#8220;Dance Along The Pilgrim Path&#8221; cinematisch subtile Spannung aufbaut mi Handdrums und orchestralen Andeutungen im Hintergrund. &#8220;Wisdom Keepers&#8221; betont eine ernstere Seite: ein ambientes Fließen, das dennoch viel Sperriges mitführt, detailreich und verschachtelt. &#8220;Corporeal Incarnation Forming&#8221; wiederum ist von sumpfiger, aquatischer Atmosphäre durchzogen, in der sich Quaken und Zirpen mit bimmelnden Akzenten verbinden. Zum Abschluss verwebt &#8220;Waking-Dream Illusions&#8221; tremolierende Klänge, Stimmenreste und ein entrücktes Schweben zwischen Halbwach- und Traumzustand – ein cinematisch wirkendes Finale.</p>
<p>Auffällig ist, wie stark die Titel der Stücke und des Albums selbst die Wirkung der Musik mitprägen. Sie verweisen auf spirituell-mythologische Anklänge, auf Naturbilder, Spiegelungen und Bewusstseinszustände. Begriffe wie &#8220;Apocryphal Stories&#8221;, &#8220;Wisdom Keepers&#8221; oder &#8220;Corporeal Incarnation Forming&#8221; greifen auf ein Vokabular zurück, das religiöse und esoterische Erzähltraditionen anklingen lässt, während andere Wahrnehmung und Selbstbezug thematisieren. Zusammengenommen entsteht so eine Art Rahmenhandlung, die sich wie eine zweite Folie über die Klänge legt – eine semantische Struktur, die die Musik nicht erklärt, aber vertieft. Selbst der Albumtitel &#8220;Sensory Sensei&#8221; lässt sich in diesem Sinne lesen: ein &#8220;Lehrer der Wahrnehmung&#8221;, der weniger Inhalte vermittelt, als vielmehr Formen des Hörens und Erlebens anleitet oder sich gar selbst in diesen findet.</p>
<p>Was dieses Album ebenfalls besonders macht, ist seine erkennbare Signatur im Klangcharakter. Nichts ist kantig oder kratzig, alles wirkt geschmeidig geglättet, bunt, quirlig, cartoonhaft und bisweilen verträumt schön. Zugleich aber ist &#8220;Sensory Sensei&#8221; extrem detailverliebt, die Fülle an kleinen Motiven und die Geschwindigkeit, mit der sie erscheinen, ist beeindruckend. Ob man davon überwältigt oder beglückt wird, mag am eigenen Geschmack liegen. Für den Verfasser dieser Zeilen überwiegt klar die zweite Reaktion: selten hört man Musik, die derart spielrisch-künstlich ist und dabei doch so stimmig wirkt. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Ruralfaune</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2813144406/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>BALDRUIN: Mosaike der Imagination</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Nov 2024 06:53:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Johannes Scheblers Projekt Baldruin hatte uns zuletzt mit dem Album „Relikte aus der Zukunft“ begeistert, er selbst war uns in einem etwas anderen Zusammenhang erst letzte Woche als ein Drittel des Projekts Yayoba, dem hier attestiert wurde, „surreale Exotica“ zu &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/11/16/baldruin-mosaike-der-imagination/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/11/a1763583964_16.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-43649" title="a1763583964_16" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/11/a1763583964_16-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><a href="http://africanpaper.com/tag/johannes-schebler/">Johannes Scheblers </a>Projekt <a href="http://africanpaper.com/tag/baldruin/">Baldruin</a> hatte uns zuletzt mit dem Album <a href="http://africanpaper.com/2023/08/12/baldruin-relikte-aus-der-zukunft/">„Relikte aus der Zukunft“</a> begeistert, er selbst war uns in einem etwas anderen Zusammenhang erst letzte Woche als ein Drittel des Projekts <a href="http://africanpaper.com/2024/11/09/yayoba-a-maze-of-glass/">Yayoba</a>, dem hier attestiert wurde, „surreale Exotica“ zu spielen, erneut begegnet. <span id="more-43647"></span></p>
<p>Der Titel des neuen Baldruin-Albums gibt schon einen guten Hinweis, wie das darauf Enthaltene zu verstehen ist, enthält das Album doch 17 kurze Stücke, die als Mosaik(-Teile) eines Ganzen verstanden werden können. Vor zwei Jahren fiel der Begriff „Miniaturen“ bei der Beschreibung des 2022 erschienenen Albums <a href="http://africanpaper.com/2022/12/17/baldruin-kleine-freuden/">„Kleine Freuden“</a>, was natürlich nicht verstanden werden sollte, als handele es sich bei den Stücken um etwas Sekundäres, zu gehaltvoll und eigen(ständig) ist diese Musik.</p>
<p>Das zweiminütige „Zwischen Planeten“ eröffnet das Album: eine melancholische Fläche, die mit analogen Synth erzeugt worden zu sein scheint, man muss kurzzeitig an den Klang eines Harmoniums denken, dazu einzelne, leicht mysteriöse Sounds. Auch auf „Stimme des Wegelagerers“  hört man Analogsynthsounds, die fast schon eine Art Kindermelodie spielen, bevor dann eine flüsternde Stimme einsetzt. Worte sind auch auf „Aus dem Feuer, aus dem Licht“ zu hören, wo der Titel immer wieder geflüstert wird, dazu ertönen seltsame Stimmen von schattenhafte Wesen. „Immer wieder im Kreis“ dagegen ist von Perkussion und leicht dissonanten Spielzeugsounds, so als ob etwas aufgezogen würde, durchzogen. Auf „In den Tiefen“ kann man eine leicht sakrale Orgel hören, auf &#8220;Gemeinsam hindurch&#8221; getragene Streicher. Das dunkle Summen und die sakralen Stimmen auf &#8220;Mit vebundenen Augen&#8221; lassen entfernt an <a href="http://africanpaper.com/2012/07/27/dead-can-dance-anastasis/">Dead Can Dance </a>zur Zeit von &#8220;Aion&#8221; denken,  bei dem Zusammenspiel von Perkussion und Flöten auf „Purpur-Trank“ meint man,<a href="http://africanpaper.com/tag/ka-baird/"> Ka Baird</a> sei zum Musizieren dazugekommen.</p>
<p>Das leicht perkussive „Der verwunschene Hain“ ließe sich vielleicht auch programmatisch lesen, denn alle der einzelnen Mosaikteile haben gemein, dass sie aus einer ganz anderen Welt zu kommen scheinen, erzeugen einen „Blick nach drüben“ &#8211; wo auch immer das sein mag. Baldruin erzeugen liminale Musik, Schwellen und Grenzen überschreitend.</p>
<p>Label: <a href="https://www.quindirecords.it/">Quindi Records</a><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2591027228/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>YAYOBA: A Maze of Glass</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Nov 2024 07:24:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/09/amazeofglass.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-42831" title="amazeofglass" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/09/amazeofglass-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Mit &#8220;A Maze of Glass&#8221; entführt das von den Soundbastlern Paul Wilson (F.Ampism, Bolide, Triple Heater), Jani Hirvonen (Uton, Grykë Pyje) und Johannes Schebler (Baldruin, Freundliche Kreisel, ebenfalls Grykë Pyje) gegründete Trio Yayoba seine Hörer mit einem Mosaik aus modularen Synthiesounds, vielgestaltiger Perkussion und bearbeiteten Field Recordings auf eine klangliche Odyssee durch ferne Regionen. Dass es sich dabei <span id="more-42830"></span>um die fantastischen Landschaften eines abenteuerlustigen Geistes handelt, steht jedoch von Beginn an außer Frage. Wollte man Phrasen erfinden, dann wäre surreale Exotica wohl das Schlagwort der Stunde.</p>
<p>Schon der Opener &#8220;Radiant Reflections&#8221; versetzt den Hörer in eine fremdartige Welt aus Flöten und Synthies, die streckenweise an ein Pfeifkonzert tropischer Vögel erinnern. Die Klänge wirken, als würden sie durch einen Urwald hallen, während die rhythmischen Elemente dezent und hypnotisch an eine Kamerafahrt durch eine Fantasielandschaft erinnern. Dieser exotische, entrückte Ansatz zieht sich durch das gesamte Album und wird durch allerlei echte und gefühlte Referenzen an zahllose Musiktraditionen jenseits der westlichen Kernländer immer wieder neu umgesetzt. Das ist &#8211; auch &#8211; Musik für den einen Typen, der den ganzen Arte Tetra-Labelkatalog besitzt und daneben das Cover von Nurse With Wounds &#8220;A Sucked Orange&#8221; an die Wand gepinnt hat.</p>
<p>Immer wieder besticht die Musik durch nostalgische Synthieparts, die in manchen Passagen mit launig blubbernden Details, mit rhythmischen Klickern und sanftem Gerumpel angereichert sind. Feinste Geräusche klopfen sanft aneinander und lassen eine Atmosphäre entstehen, die trotz der dichten Klangschichten niemals aufdringlich wirkt. Bisweilen bringen filigrane Details, die auf entrückten Klangfundamenten entstehen, frische rhythmische Strukturen hervor. Immer wieder flattert und zwitschert und quiekt und quakt es, zwischendrin trillert eine Flöte, klingeln Glöckchen, singen himmlische Chöre, brummt eine herzige Tuba oder pocht eine organisch pulsierenende Handtrommel, wobei man vermuten darf, dass ein großer Teil dessen sich einer erfolgreichen Illusionsbildung verdankt oder schlicht eine Fata Morgana in den Gehörgängen des Publikums ist. Nicht selten kommt auch eine gehörige Portion Spannung in die Musik, wenn es leiser und tastender und zögerlicher wird.</p>
<p>Besonders intensive Momente finden sich in &#8220;Uniformity and Dispersal&#8221;, das u.a. durch ein sanft gespieltes, an ein Saxophon erinnerndes Blasinstrument eine neue, kaum greifbare Atmosphäre entstehen lässt. Hier schafft es das Trio, sich in den Schichten der Klänge zu verlieren, bis diese wie in dem vielleicht zerbrochenen Glas des Albumtitels unzählige Male gespiegelt werden. Das Stück entwickelt sich weiter zu einem fesselnden Mix aus sirenenartigen Klängen und rhythmischen Elementen, die Erinnerungen an einen venezianischen Saltarello wachrufen.</p>
<p>Das Album als Ganzes ist wie ein Labyrinth aus Klangstrukturen, in dem jede Ecke und jede Wendung neue Überraschungen bereithält und oftmals nur ganz kurz anklingen lässt, wie um zu zeigen, dass die Geschichte an jeder Weggabelung auch einen ganz anderen Verlauf nehmen könnte. Von der fast orchestralen Opulenz in &#8220;Strange Morning&#8221; bis hin zu den flächigen, fast traumverlorenen Klängen von &#8220;Shapeshifter’s Dream&#8221;, zeigt sich die Wandelbarkeit der Musik – oftmals im Einklang mit dem, was die Titel der Stücke ankündigen. Und gerade dass sich viele der Sounds als sanft und doch plastisch erweisen, demonstriert, dass hier drei Musiker mit einem feinsinnigen Gehör am Werk sind.</p>
<p>Doch dieses Können ist längst nicht alles, denn ein großer Teil der Qualitäten von &#8220;A Maze of Glass&#8221; verdankt sich den Ideen und wahrscheinlich auch dem Geschmack, den Schebler, Hirvonen und Wilson offenkundig teilen, denn auch wenn man das Album nicht auf den Aspekt Exotica reduzieren muss, darf man festhalten, dass Fernweh seit dem europäischen Genrefilmen der 70er selten so unverkrampft umgesetzt und in surreale Psychedelik gepackt wurden wie auf diesem Tape.</p>
<p><strong>Label: Not Not Fun</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=206826198/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>BRANNTEN SCHNÜRE: Aprilnacht</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Sep 2024 04:41:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit dem Album &#8220;Aprilnacht&#8221;, das vor einigen Wochen von Aguirre Records neu aufgelegt wurde, machte das von dem Würzburger Christian Schoppik gegründte Projekt Brannten Schnüre vor zehn Jahren erstmals auf Albumlänge von sich reden. Wie man lesen kann, war das &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/09/14/brannten-schnure-aprilnacht/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/08/aprilnacht.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-42199" title="aprilnacht" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/08/aprilnacht-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Mit dem Album &#8220;Aprilnacht&#8221;, das vor einigen Wochen von Aguirre Records neu aufgelegt wurde, machte das von dem Würzburger Christian Schoppik gegründte Projekt Brannten Schnüre vor zehn Jahren erstmals auf Albumlänge von sich reden. Wie man lesen kann, war das damals als Tape erschienener Album stark beeinflusst und inspiriert von den Texten des deutschen Philosophen und Schriftstellers Friedrich Alfred Schmidt Noerr, der zahlreiche Werke über <span id="more-42197"></span>Mystik, aber auch über mythologische Themen verfasst hat. Was Schoppik wohl besonders inspirierte, war Noerrs Versuch, mythologische Elemente, die er im Zusammenhang des Konflikts zwischen christlicher und vorchristlicher Zeit untersuchte, auf eine Weise zu bewahren, die nichts elegisches, nostalgisches in sich trägt. All dies floss in die üppig mit Gitarren, Streichern, Akkordeon, Klarinetten, Hörnern, Glockenspielen und einigem mehr instrumentierten Ode an.den Frühling und dessen Stimmung ein, als die &#8220;Aprilnacht&#8221; gedacht war.</p>
<p>Was schon zu Beginn im eröffnenden Stück &#8220;Goldne Abendsonne, Wie Bist Du Schön&#8221; auffällt ist der Reichtum sowohl an atmosphärischen Nuancen als auch an klanglichen Ideen. Das cinematisch anmutende Szenario von dreieinhalb Minuten, das mit spannend tremolieren Violinen oder ähnlichem beginnt, gestaltet sich, nachdem immer mehr helle Dröhnung hinzukommt, als sehr emotional aufgeladen und von einer durchaus physischen Substantialität. In der aufgewühlten Stimmung macht sich bald ein Eindruck von etwas trunkenem bemerkbar, als wäre die ganze Szenerie, die viele wahrscheinlich als surreal beschreiben würden, wie ein Kleidungsstück auf links gedreht. Aus dem klanglichen Substrat schält sich irgendwann ein kehliger Stimmeinsatz heraus, der zu einem fast jaulenden Weinen anschwellt. So, zwischen Tarzanschrei und Gebetsruf, kann man die Abendsonne erleben.</p>
<p>Gleichwohl man das ganze Album als eine Art Einheit betrachten und hören kann (und sollte), gibt es in den einzelnen Stücken ganz unterschiedliche Schwerpunkte. In einigen Tracks nimmt das Aufgewühlte, Spannungsgeladene einen sehr großen Raum ein. Trotz der stabilen dunklen Geerdetheit ist bei dem mehrschichtig aufgebauten Titelstück ein von hellem Pfeifen eingeleitetes sirrendes Saitenspiel am dominantesten zu erleben. Auf ganz andere Weise kehrt diese Aufgewühltheit in der tremolierend schwankenden Klanglandschaft von &#8220;Mutter Maria Zwischen den Himmeln&#8221; wieder, wo ein strömendes Akkordeon durch alle möglichen Stockungen und Rückwärtspassagen hinweg dröhnt, bis ein untergründiges Flüstern wie der Klang freigelegter Nerven einen liturgisch anmutenden Schluss einleitet. Dramatisch dröhnende Momente und eine trippelnde Perkussion setzen das Fundament für einen jaulenden Klagegesang der &#8220;Nie kann ohne Worte deinen Glanz ich sehen&#8221; ähnlich aufwühlend geraten lässt.</p>
<p>Wenn &#8220;Requiem für eine Ringelnatter&#8221; die Dramatik am meisten auf die Spitze treibt, kommt in das hörspielhafte Szenario mit seinem berührenden Kinderreimen über die Klänge eines martialischen Schlachtenlärms ein dionysisches Moment hinzu,, dass dem Nachruf für einen schlängelndes Wesen eine ungewöhnliche Note verleiht, die nur diese selbst vielleicht adäquat verstehen kann (ein weiterer Nachruf gilt später einem Schwalbennest und kommt mit seinem ornamentalen Flötenspiel und dem bewusst dilettantischen Gesang ausgesprochen berührend daher). Andere Stücke setzen noch mehr auf das sinnliche Moment, so die beiden Teile des folkigen &#8220;Urin deiner Blüten&#8221;: überall summt und brummt es, und was anfangs noch als bedrohlich wahrgenommen werden könnte, weiß sich schnell als beruhigende Kulisse aus warmen Klängen für das Murmeln und AMSR-taugliche Flüstern der wenigen, mantraartig wiederholten Worte. Nicht nur hier ist übrigens auch eine weibliche Stimme zu hören, gleichwohl Katie Rich, die später zu Brannten Schnüre stoßen woll, noch nicht in den Credits genannt wird.</p>
<p>Nach dem Aufgehen der Morgensonne über einem lichtdurchfluteten Gestrüpp aus chaotisch anmutendem Saitenspiel gehören die letzten Minuten der Besinnlichkeit, die ein entrücktes, imrpovisierten Gitarrenpicking zu erzeugen weiß &#8211; und so endet ein Album, das wahrscheinlich für viele, die Folksongs und experimentelle Klangkunst als getrennte Welten betrachten und erst recht für alljene, die für die hohe Kunst des fragmentverliebten Provisoriums kein Ohr haben, eine Herausforderung darstellt. Für alle freilich, die sich auf die inneren Gesetztmäßigkeiten einer solchen Musik einlassen, könnte es eine Wunderkammer sein, in der man immer neue Schätze findet.</p>
<p><strong>Label: Aguirre Records</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=4013419305/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>BALDRUIN: Relikte aus der Zukunft</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Aug 2023 05:16:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor gerade einmal acht Monaten brachte Johannes Schebler alias Baldruin mit &#8220;Kleine Freuden&#8221; ein Album heraus, das trotz seiner Opulenz und vor allem wegen der geschlossenen Kompaktheit der einzelnen Stücke ganz im Zeichen der fast schon intim anmutenden Miniatur stand. &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/08/12/baldruin-relikte-aus-der-zukunft/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/07/relikteausderzukunft.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-36542" title="relikteausderzukunft" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/07/relikteausderzukunft-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Vor gerade einmal acht Monaten brachte Johannes Schebler alias Baldruin mit <a title="BALDRUIN: Kleine Freuden" href="http://africanpaper.com/2022/12/17/baldruin-kleine-freuden/">&#8220;Kleine Freuden&#8221;</a> ein Album heraus, das trotz seiner Opulenz und vor allem wegen der geschlossenen Kompaktheit der einzelnen Stücke ganz im Zeichen der fast schon intim anmutenden Miniatur stand. Seit einigen Wochen steht mit &#8220;Relikte aus der Zukunft&#8221; nun ein neuer Longplayer in den Regalen, der im Vergleich dazu wie ein Gegenzoom wirkt und die Aufmerksamkeit auf die großen und <span id="more-36540"></span>breiten Zusammenhänge richtet. Schon der Titel könnte zu einem handlungsreichen Film passen, und zu Tracks wie &#8220;Hintenherum&#8221;, &#8220;Wurzeltrank&#8221; oder &#8220;Ritt auf der Silberechse&#8221; könnte man sich fantastische Science Fiction-Stoffe der surrealen Art ausdenken.</p>
<p>Die ersten Minuten des Albums verbreiten eine erwartungsvolle Stimmung: Es klappert und rumpelt, und über einem Sound, der nach Syntie klingt, erklingt das Trillern verschiedener Klangquellen, die Flöten, Klarinetten und ein Saxophon sein könnten, im Zusammenspiel mit flatternden Flügelschlägen aber sofort an verfremdete Vogelstimmen denken lassen. Halbversteckte Glockenschläge im Hintergrund leiten über in ein sakraler anmutendes Setting mit tiefen Tastentönen und etwas, das an Choräle erinnert, und man wundert sich, dass all dies – laut Begleittext – überwiegend einem Midi-Keyboard entstammen soll.</p>
<p>Sanft bimmelnde Glöckchen, spannungsvolle Cellodrones, quirlige Sounddetails, die wie Gummi quietschen; ein vermutlich asiatisches Saiteninstrument, dass mit seinen kreisenden Bewegungen eine entsprechende Melodie anstimmt und weitere folkig eingefärbte Klänge; alarmierende Hochtöner über dunklen, aus der Ferne hörbaren Paukenschlägen; desolate Sounds, die für kurze Momente an Industrial erinnern; sogar eine vervielfachte menschliche Stimme vor einer Kulisse aus Gebimmel und rauschenden Motoren – die klanglichen Details und motivischen Ideen sind in diesem Album beinahe Legion und im ständigen Wandel begriffen. Ist man erstmal vollends in diese Welt eingetaucht, dann halluziniert man vielleicht noch einige dazu. Wenn man also so etwas wie einen roten Faden sucht, dann findet man ihn woanders, z.B. in der aufgeweckten Neugier, die in der Reise durch die verschiedenen Klangwelten spürbar ist. Da scheint man dem Entdecken einer Kultur beizuwohnen, deren Zeichen man wie ein Schwamm aufsaugt, während die eigentliche Erforschung und Kartografierung noch ansteht. Die einzelnen Szenarien wirken wie Momentaufnahmen im Stadium des ersten faszinierten Eindrucks.</p>
<p>Neben &#8220;Insel der Hoffnung&#8221;, dass in all seiner Verträumtheit und mit gebrochenen Rhythmen so etwas wie der &#8220;Hit&#8221; des Albums sein könnte, gibt es weitere Wegmarken. Das wäre z.B &#8220;Wilde Reise&#8221;, eine von rumpelnden Trommelwirbeln und entrückten Flötensounds begleitete Fahrt über Stock und Stein. Außerdem &#8220;Vorherbestimmt&#8221;, das mit seinen pulsierenden Orchestralsounds wie ein dramatischer Stummfilmscore klingt, der von allerlei destruktivem Klirren begleitet wird und in seiner ganz eigenen Schönheit doch unangetastet bleibt. Vielleicht findet sich auch in dieser Tendenz zur Zerfleddertheit, an deren Grenze sich fast alle Stücke bewegen, und die immer durch eine solide Grundsubstanz eingehegt und zusammengehalten wird, ein Schlüssel zur klanglichen Grund-DNA dieses beeindruckenden Albums.</p>
<p><strong>Label: Buh Records </strong><!--/data/user/0/com.samsung.android.app.notes/files/clipdata/clipdata_bodytext_230719_170007_514.sdocx--></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3168358619/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>BALDRUIN: Kleine Freuden</title>
		<link>https://africanpaper.com/2022/12/17/baldruin-kleine-freuden/</link>
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		<pubDate>Sat, 17 Dec 2022 00:35:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[mappa editions]]></category>

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		<description><![CDATA[Fast haben sie etwas von einer Enzyklopädie en miniature, die &#8220;Kleinen Freuden&#8221; von Baldruin &#8211; ein Name, der vielleicht auf Baldrian und Balduin anspielt, garantiert aber den baldigen Ruin verkündet und das Klangkunstprojekt des Künstlers und Ambient-Poltergeistes Johannes Schebler ziert, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/12/17/baldruin-kleine-freuden/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/12/kleinefreuden.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-32692" title="kleinefreuden" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/12/kleinefreuden-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Fast haben sie etwas von einer Enzyklopädie en miniature, die &#8220;Kleinen Freuden&#8221; von Baldruin &#8211; ein Name, der vielleicht auf Baldrian und Balduin anspielt, garantiert aber den baldigen Ruin verkündet und das Klangkunstprojekt des Künstlers und Ambient-Poltergeistes Johannes Schebler ziert, der außerdem noch in den Combos <a title="Neues von Grykë Pyje im Dezember" href="http://africanpaper.com/2021/11/22/neues-von-gryke-pyje-im-dezember/">Grykë Pyje</a> und <a href="https://stroomtv.bandcamp.com/album/freundliche-kreisel">Freundliche Kreisel</a> mitwirkt. &#8220;Kleine Freuden&#8221; enthält ganze 34 Stücke mit <span id="more-32684"></span>assoziationsreichen (und bisweilen schalkhaft verspielten) Titeln, deren längstes eine Spieldauer von 1.20 Minuten hat und die es immer wieder schaffen, einen schon in dieser kurzen Zeit zu bannen und ganz in die jeweilige Miniaturwelt zu ziehen.</p>
<p>Die kleine Szenarien offenbaren alle ihre eigenen Wesenszüge und Stimmungsbilder, dennoch zeichnen sich mit der Zeit gemeinsame Tendenzen ab, die dem ganzen einen erkennbaren Rahmen geben: Helle, silbrig-ambiente Dröhnung bildet oft das Fundament für ausnehmend schöne Melodiefragmente auf Synthies ebenso wie auf den unterschiedlichsten klassischen Instrumenten, man meint Akkordeon, Piano und Streicher zu hören. Mit ihren Reminiszenzen an mittelalterliche und sonstige Alte Musik lassen diese Melodien eine märchenhafte Atmosphäre entstehen, die durch Spieluhren und ähnliches noch untermauert wird.</p>
<p>Das kann im Einzelfall eine halbdunkle Entspanntheit induzieren, doch sind aufgeweckte und aufwühlende Momente keineswegs selten. Rasseln und Handdrums können wie in &#8220;Taumel&#8221; einen geheimnisvollen und vom Klang her &#8220;gedubbten&#8221; Ritualismus evozieren. In manchen Momenten scheint aber auch Gefahr im Verzug, wenn monumentale Elektronik die Pferde scheu macht oder &#8211; wie in &#8220;Schon wieder erleuchtet&#8221; &#8211; als dystopisch anmutender Maschinenlärm aus tiefen Kellern empordringt. Mysteriöse Schritte und undeutliche, teils geflüsterte Stimmen tun ihr übriges, und doch sind die Szenen nie frei von Wohlklängen und euphorischen Harmonien. Die im Titel genannten Freuden indes sind frei nach William Blakes <em>Sprichwörtern der Hölle</em> stets solche, die nicht lachen.</p>
<p>Manch einer würde sich das eine oder andere Stück länger wünschen, und auch der Rezensent hat dieses Problem bei manchen Tracks durch die Dauerschleife notdürftig gelöst. Das waren beispielsweise &#8220;Mach die Augen zu&#8221;, wo einfachste, tremolierende Tonfolgen eine Entrücktheit erzeugen, für die andere eine halbe LP-Seite gebraucht hätten. Ferner &#8220;Verstimmt&#8221; mit seiner leicht orientalisierenden Sci Fi-Orgel oder &#8220;Stille Nacht&#8221; mit seinen aquatischen, von Froschquaken oder ähnlichem durchzogenen Sounds.</p>
<p>All dem zum Trotz hat man doch bei mehr oder weniger allen Stücken den Eindruck, für wenige Augenblicke in eine in sich vollständige Welt zu tauchen, statt eine Skizze &#8211; oder schlimmer: eine schlichte Präsentation von Motiven &#8211; zu hören. In genau diesem Sinne ist &#8220;Kleine Freuden&#8221; eine perfekte Platte für die besinnliche Zeit. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Mappa Editions</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2198623569/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Neues von Grykë Pyje im Dezember</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Nov 2021 04:42:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die slowakischen Mappa Editions bringen kurz vor den Feiertagen das vierte Album des deutsch-finnischen Duos Grykë Pyje heraus &#8211; das Projekt wurde vor rund zehn Jahren von den Klangkünstlern Jani Hirvonen und Johannes Schebler gegründet, die von ihren Stammprojekten Uton &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/11/22/neues-von-gryke-pyje-im-dezember/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die slowakischen Mappa Editions bringen kurz vor den Feiertagen das vierte Album des deutsch-finnischen Duos Grykë Pyje heraus &#8211; das Projekt wurde vor rund zehn Jahren von den Klangkünstlern Jani Hirvonen und Johannes Schebler gegründet, die von ihren Stammprojekten Uton und Baldruin und weiteren Kollaborationen her bekannt sind. In sechzehn Abschnitten entwirft &#8220;Squillich Stroll&#8221; ein vielgestaltiges Soundnarrativ, das einen ganz eigenen Ort zwischen ambienter Dröhnung, surrealer Weltmusik und hörspielartigen Ansätzen beanspruchen kann. <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/11/squirlichstroll.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-27841" title="squirlichstroll" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/11/squirlichstroll.jpg" alt="" width="1177" height="1200" /></a><span id="more-27839"></span>Als Dokument einer fantastischen Reise durch eine urzeitlich anmutende Welt voller bizarrer Chimären zeichnet &#8220;Squillich Stroll&#8221; ein Setting, dessen Schönheit immer wieder Raum für Dramatisches und Verstörendes lässt. Das Album erscheint digital und als LP auf &#8216;transviolettem&#8217; Vinyl. Zudem veröffentlichen Mappa in Zusammenarbeit mit dem chilenischen Tape-Label Nonlocal Research das Doppel-Tape &#8220;The Fantastic World of Grykë Pyje&#8221;, das mit &#8220;Squillich Stroll&#8221; und &#8220;Collision and Coalescence&#8221; beide auf Mappa erschienenen Alben des Duos enthält. Beide Releases enthalten Artwork von Mevlana Lipp.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2976278396/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p>&#8220;On uncharted areas of medieval maps where potential dangers were thought to exist, the inscription &#8220;Here be dragons&#8221; was used to warn as much as to tempt explorers willing to cross limits. Myth awaited them as a blank page of dormant territory, yet also to be proved unlike and reinvented. In such pliable borders, wonder had the favorable conditions to blend experience and imagination, crafting creatures with an eye instead of a bellybutton, arms instead of ears and ears instead of fingers, hypnotizing spirals where a mouth should have been. These chimeras, though fictitious, allowed explorers to express their delusions along with their fears. &#8220;Here be dreams&#8221;, we hear nightmares. Here be mushrooms the size of pyramids that sing lullabies for mountains. Here be talking roads that lead to volcanoes throats and spit you back to flight. Here be art of bending trees into braided bridges like in Meghalaya, and the time gap between seed and living ruins.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/11/The-Fantastic-World-of-Grykë-Pyje.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-27842" title="The Fantastic World of Grykë Pyje" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/11/The-Fantastic-World-of-Grykë-Pyje.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a></p>
<p>Let that be the compass, the astrolabe. Yet, the music in Squirlich Stroll comes with these journeys already embraced, unraveling as a story told by wanderers visiting town, nourishing fantasy. The sonic language and diction employed here are crystal clear. Sounds are sharp and pure. Growls, howls, shrieks, tingles, rattles, moans, excretions and even hymns sung by landscape and creatures alike do not run over each other. There is no chaos, but ambience, cohabitation. The duo masters dramaturgy, providing every voice with focused turns and character, guarding their parley with caution and care, convoking them mainly through soothing synth melodies that enable an analgesic, sedative mood. Clusters of sounds gathered are articulated through the album with the inherent luminosity and required stability to accomplish what peaks in, as the title of the final track reads, a new dawn.  &#8221; (Mappa)</p>
<p><strong>@ <a href="https://linktr.ee/mappaeditions">Mappa</a> | <a href="https://nonlocalresearch.bandcamp.com/album/the-fantastic-world-of-gryk-pyje">Nonlocal</a></strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=4279032994/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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