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	<title>African Paper &#187; Juan Scassa</title>
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		<title>FUTEISHA: Attorno a me le Ombre</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Jan 2022 06:32:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Chiærichetti Æditore Ræcordings]]></category>
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		<category><![CDATA[Juan Scassa]]></category>

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		<description><![CDATA[Futeisha, das in den letzten Jahren wenig aktive Projekt des früheren La Piramide di Sangue-Gitarristen Juan Scassa, verewigt auf dem vorliegenden Tape seine zweite Konzertaufnahme, diesmal mitgeschnitten bei der bislang letzten Show 2016, bei der die Band als Trio auftrat. &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/01/08/futeisha-attorno-a-me-le-ombre/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/12/a1085750021_16.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-28169" title="a1085750021_16" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/12/a1085750021_16-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Futeisha, das in den letzten Jahren wenig aktive Projekt des früheren <a title="LA PIRAMIDE DE SANGUE: Tebe" href="http://africanpaper.com/2012/08/21/la-piramide-de-sangue-tebe/">La Piramide di Sangue</a>-Gitarristen Juan Scassa, verewigt auf dem vorliegenden Tape seine zweite Konzertaufnahme, diesmal mitgeschnitten bei der bislang letzten Show 2016, bei der die Band als Trio auftrat. Wie gewohnt gibt es eine abenteuerliche Fahrt über Stock und Stein durch das nächtliche Land eines kollagenhaften, mediterran angehauchten Dark Folk.<span id="more-28168"></span></p>
<p>Was sich als rau, abgeklärt und paradoxerweise trotzdem nah am &#8211; hoffentlich inszenierten &#8211; Wahnsinn entpuppen wird, beginnt als von noisigem Feedback umhüllte Urschreitherapie, bei der man den nietzscheanischen Albtraum &#8220;Enfer amusical&#8221; vom &#8220;<a title="FUTEISHA: Alegria y Duelos de mi Alma" href="http://africanpaper.com/2016/05/28/futeisha-alegria-y-duelos-de-mi-alma/">Alegrias y Duelos di mi Alma</a>&#8220;-Album zunächst kaum wiedererkennt. Alle drei Alben Futeishas werden im Verlauf des Konzertes gewürdigt, doch weiter geht es zunächst mit &#8220;Notturno&#8221; vom gleichnamigen Tape, bei dem ein strömendes &#8211; diatonisches &#8211; Akkordeon auf Bauchtanzrhythmen und anmutige Zupfgitarren trifft. Fast ein Idyll, trotz all dem verwegenen Nihilismus, der hier unausgesprochen durch die Luft schwirrt und geisterhafte Fratzen schneidet.</p>
<p>Schöne folkige Momente gibt es immer wieder: im Rondell &#8220;Dannato&#8221; vom ebenso betitelten <a title="FUTEISHA: Dannato" href="http://africanpaper.com/2014/07/05/futeisha-dannato/">Debüt</a>, das in die letzten Minuten eines Showdowns passen würde, oder auch bei einer neuen Version des anrührenden Akkordeonstücks &#8220;Curento 93&#8243;. &#8220;El Camino de los Sueños&#8221; knüpft für Augenblicke an die besinnliche Stimmung an und klingt zunächst wie eine bedächtige Prozession, doch gehetztes Klappern und ein fast beängstigend ekstatisches Jaulen, Hecheln und Brabbeln demonstrieren, um welche Art Träume es sich handelt und führen so in eine ganz andere Richtung. Der aufgescheuchte Wahn bleib letztlich bei &#8220;Absolute Evil&#8221; und dem reißerischen &#8220;Nel Roseto&#8221; bestehen. Das Resultat ist ein seltsam verklärter Rattlesnake-Punk.</p>
<p>Das apokalyptische &#8220;Temujin&#8221; liefert den eigentlichen epischen Abspann, doch wie um zu signalisieren, das längst nicht alles gesagt ist, dringt noch ein Hidden Track aus den Lautsprechern und verabschiedet die hoffentlich begeisterten Zuschauer und Zuhörer mit spanischen Gitarren und leidenschaftlichem Klappern auf etwas, dass die nicht vorhandenen Kastagnetten würdig vertritt. Tolles Tape, so mein kurzes Fazit, das ich vor allem überzeugten Sound Fetischisten empfehle, weil ich die so gerne ärgere. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Chiærichetti Æditore Ræcordings</strong><!--/data/user/0/com.samsung.android.app.notes/files/clipdata/clipdata_bodytext_211224_175511_062.sdocx--></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1274540701/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Armageddon has already happened. Interview mit Juan Scassa von Futeisha und La Piramide Di Sangue</title>
		<link>https://africanpaper.com/2017/08/19/armageddon-has-already-happened-interview-mit-juan-scassa-von-futeisha-und-la-piramide-di-sangue/</link>
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		<pubDate>Sat, 19 Aug 2017 08:14:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Futeisha]]></category>
		<category><![CDATA[Juan Scassa]]></category>
		<category><![CDATA[La Piramide Di Sangue]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit seinem derzeit wichtigsten Steckenpferd Futeisha spielt der in Turin lebende Argentinier Juan Scassa eine sperrig-schöne Mischung aus sanften, mediterranen Folkklängen, unberechenbarem psychedelischen Lärm und hörspielartigen Sequenzen. Was diese Musik vom gängigem Dark Folk unterscheidet, ist das Fehlen aller betulicher &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2017/08/19/armageddon-has-already-happened-interview-mit-juan-scassa-von-futeisha-und-la-piramide-di-sangue/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/08/futeisha4.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-14177" title="futeisha4" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/08/futeisha4-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Mit seinem derzeit wichtigsten Steckenpferd Futeisha spielt der in Turin lebende Argentinier Juan Scassa eine sperrig-schöne Mischung aus sanften, mediterranen Folkklängen, unberechenbarem psychedelischen Lärm und hörspielartigen Sequenzen. Was diese Musik vom gängigem Dark Folk unterscheidet, ist das Fehlen aller betulicher Biederkeit, und mit ihren bissig nihilistischen Untertönen ist sie ein idealer Vertreter einer Richtung, für die David Tibets Begriff &#8220;Cartoon Apocalypse&#8221; recht gut passen würde. Im folgenden Interview<span id="more-14085"></span> berichtet Scassa über seine Zeit bei den bekannten Psych Rockern La Piramide Di Sangue, über die Anfänge Futeishas, über sein zweites Standbein in der Welt der Comics und das geplante neue Album, das aus Coverversionen bekannter Current 93-Songs auf Japanisch besteht.</strong></p>
<p><a title="Armageddon has already happened. Interview with Juan Scassa of Futeisha and La Piramide Di Sangue" href="http://africanpaper.com/2017/08/19/armageddon-has-already-happened-interview-with-juan-scassa-of-futeisha-and-la-piramide-di-sangue/"><strong>English version</strong></a></p>
<p><em><strong>Ich habe zum ersten mal im Zusammenhang mit La Piramide di Sangue von dir gehört, aber ich bin sicher, du hast schon vorher Musik gemacht. Was waren deine ersten Aktivitäten? Gibt es ältere Projekte, die du immer noch empfehlen würdest?</strong></em></p>
<p>Ich begann mit Stefano Isaia (Movie Star Junkies, Lame, etc.) an seinem ersten Gianni Giublena Rosacroce-Tape zu arbeiten, das 2011 bei Yerevan Tapes herauskam, und kurz darauf begann La Piramide. Stefano ist ein großartiger Musiker und das Album ist wirklich inspirierend. Das Pseudonym Dedalo66, das ich verwende, stammt von diesem Release.</p>
<p>In der Zeit davor, 2008, hatte ich eine Lo Fi-Band, Dirty Sanchez. einmal spielten wir in einem Squad und wUrden von einem Skinhead angemacht. Vielleicht waren einige der Songs nicht so schlecht, aber wir hatten überhaupt keine Erfahrung. Mit Andrea, einem aus der Band, naHmen wir unter dem Namen Jennifer ein paar Noise Concrete-Tapes auf. Keine gute Musik, aber gute Erinnerungen.</p>
<p><em><strong>Ist Musik das Medium, mit dem du angefangen hattest? Hast du eine akademische Ausbildung in irgend einem kreativen Bereich, oder bist du eher Autodidakt?</strong></em></p>
<p>Ich lernte klassische Gitarre, als ich noch auf dem Gymnasium war, aber meine Art zu Spielen ist ziemlich punkig DIY. Ich schreibe Comics, man findet mich im Underground Comics Expo, wo ich mit meinem Kumpanen Daniele “Michelangelo Della Sborra” La Placa Porno-Nihilist-Strips verkaufe. Ich definiere mich nicht als Musiker, Schreiber oder Künstler. Ich bevorzuge Kultur-Agitator.</p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/o5q-tLkAXm0" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><em><strong>Warst du Gründungsmirglied von La Piramide? Wie habt ihr euch kennen gelernt, und was waren eure ersten Pläne und Ideen?</strong></em></p>
<p>Wie gesagt, Stefano nahm gerade sein erstes Soloalbum als Gianni Giublena Rosacroce auf und fragte, ob ich etwas klassische Gitarre beisteuern würde. Er dachte schon über eine neue Psych Rock-Band nach, und so sprachen wir mit ein paar Freunden: Kebab (Craxi Driver, Murdercock), Jena (Six mistake, Licenza di Collina), Krano (Vermillion Sands, Krano), Stefano Lopiccolo (Love Boat) und Walter (King Suffy Generator). Wir arrangierten die Songs neu in einer rockigeren Art… Insofern war La Piramide di Sangue quasi eine Pyramide mit einem Fundament aus Stein und Metall mit Stefanos Klarinette oben drauf.</p>
<p><em><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/08/futeisha1.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-14179" title="futeisha1" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/08/futeisha1-300x223.jpg" alt="" width="300" height="223" /></a>Wie war deine Rolle in der Band abgesehen von der eines Gitarristen? Warst du an der Komposition beteiligt, oder war das Ganze ohnehin mehr ein Improv-Jam?</strong></em></p>
<p>Das wechselt von Song zu Song. Wir haben viel gejammt, aber meistens entstanden die Songs aus einer von Stefanos Melodien, und dann wurde der Rest dazu arrangiert.</p>
<p><em><strong>Nach den Alben &#8220;Tebe&#8221; und &#8220;Sette&#8221; und einigen Konzerten wurde es etwas ruhiger um euch. Ist es, weil ihr eine große Band seid und an unterschiedlichen Orten lebt? Denkst du, es wird irgendwann noch mal weiter gehen?</strong></em></p>
<p>Es ist sehr schwierig, eine Band mit sieben Mitgliedern zu managen, mehr noch, wenn jeder noch eine Menge anderer Projekte hat. Als unser Drummer nach Sardinien gezogen ist, ist La Piramide in eine Art Dauerkoma gefallen. Ich denke nicht, dass wir noch einmal spielen werden, was echt schade ist, denn wir hätten noch ein neues Album mit großartigen Songs aufzunehmen.</p>
<p><em><strong>Was kannst du uns über die Geburt von Futeisha erzählen, welches wohl heute dein Hauptprojekt ist?<br />
</strong></em></p>
<p>Futeisha wurde 2010 in Kyoto geboren, als wir konkrete Sounds und Stimmen aufnahmen und bearbeiteten. Zu der Zeit spielte ich ein einer Punkband namens Flat Sucks. Es gibt ein paar alte Futeisha-Alben, wie &#8220;Simulacra&#8221;, zwischen 2010 und 2014, als &#8220;Dannato&#8221; herauskam, aber die sind alle eher schlecht aufgenommen und nicht wirklich interessant.</p>
<p><em><strong>War Futeisha zunächst als ein Soloprojekt gedacht, oder doch eher als etwas offenes? Später hast du ja mit einigen Gastmusikern gearbeitet.</strong></em></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/08/futeisha3.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-14180" title="futeisha3" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/08/futeisha3-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Als großer Fan der englischen Dark Folk-Szene wollte ich die Band so organisieren, wie David Tibet oder Douglas Pierce es gemacht haben. Siehst du, hier in Turin gibt es eine Art Szene mit Gruppen wie Movie Star Junkies und Oaxaca, und es ist wirklich cool mit Freunden zu spielen. Auf &#8220;Dannato&#8221; haben mir Krano, Vinz (MST, Vernon Selavy, Heart of Snake), Maria (GGG, Space Aliens from Outers Space, Lame) und andere sehr geholfen, und ich bin ihnen für immer dankbar dafür.</p>
<p><em><strong>Soweit ich weiß, bezeichnet der Name Futeisha eine koreanische Minderheit in Japan und war ursprünglich ein abwertender Begriff. Was hat es damit auf sich?</strong></em></p>
<p>&#8220;Futeisha (不逞社, &#8220;The Outlaws&#8221;) war eine anarchistische Gruppierung, die 1919 in Japan von Park Yeol und Kaneko Fumiko gegründet wurde. Futeisha nahmen satirisch Bezug auf die Behandlung der Kreaner durch die Behörden, von denen sie als Unruhestifter verunglimpft wurden: Futei senjin (不逞鮮人), der Unruhe stiftende Koreaner. Park wurde am 2. September 1923 ohne Anklage verhaftet, einen Tag nach dem großen <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/1923_Great_Kantō_earthquake">Kantō Erdbeben</a>. Zwei Tage später wurde Kaneko ebenfalls verhaftet. Basierend auf wenigen Indizien wurden sie des Hochverrats und wegen eines geplanten Bombenattentats auf Konprinz Hirohito angeklagt. Beide wurden schuldig gesprochen und am 25. März 1926 zum Tode verurteilt, doch ihr Todesurteil wurde von Kaiser Showa in eine lebenslängliche Freiheitsstrafe umgewandelt. Kaneko starb am 23. July 1926 im Gefängnis, vermutlich durch Selbstmord&#8221;. (<a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Park_Yeol">Wikipedia</a>)</p>
<p><em><strong>Du hast ein großes Interesse an Japan und der (Sub-)Kultur aus der Region. Was sind deine wichtigsten Referenzen, und welche Rolle spielen sie in deiner Musik?<br />
</strong></em></p>
<p>Ich hab an der Uni Japanisch studiert und arbeite als Übersetzer aus dem Japanischen. Ich lebte als Student ein Jahr in Kyoto. Ich vermisse Japan wirklich. Ich mag die Strenge und den ritualistischen Aspekt einiger traditioneller Musik und auch der Kultur wirklich sehr. Zweifellos sind einige Meister der Literatur wie Mishima Yukio, Ishikawa Jun oder Abe Kobo weit mehr als bloße Referenzen in meiner Musik.</p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/M5341F0V-Eo" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><em><strong>Wie du mir letztens erzähltest, arbeitest du gerade an einem Current 93-Tributealbum mit allen Lyrics in Japanisch, gesungen von einem japanischen Sänger. Was kann man da erwarten?</strong></em></p>
<p>Wir übersetzen die Texte ins Japanische und werden eines der schrägsten Alben überhaupt herausbringen. Hirayama Yu ist ein Musiker aus dem Harsh-Noise/Cut-up-Bereich, ein Autor (er schrieb mehrere Bücher über Industrial und experimentelle Musik und über Mangaka, daneben betreibt er ein kleines Label namens Suikazura (Japanisch für &#8220;Efeu&#8221;).</p>
<p><em><strong>In dem Song &#8220;Temujin&#8221; auf &#8220;Dannato&#8221; habt ihr schon auf Current 93 angespielt, und der Live-Track &#8220;Curento 93&#8243; verweist wohl &#8211; abgesehen dass er ein Volkstanz ist &#8211; ebenfalls auf diese Band. David Tibet und seine sich immer wieder neu erfindene Gruppe zählen tatsächlich zu den einflussreichsten Underground-Bands der letzten Jahrzehnte. Was macht sie für dich so herausragend?</strong></em></p>
<p>“Curento” ist ein traditioneller Volkstanz und ein Musikstück aus dem Piemont. es war ein Witz, den Song so umzubenennen. Ich denke, ein radikaler Bezug zu Kunst generell macht David Tibets c93 zu einer der außergewöhnlichsten Bands: eine perfekte und furchteinflößende Mischung aus Tradition und Avantgarde. Die Art, wie Tibet Musik spielt, ist in gewisser Weise dem Theater von Antonin Artaud verwand, wie eine kontinuierliche Enthüllung des inneren und beängstigenden Selbst des Menschen.</p>
<p><em><strong>Gibt es andere einflussreiche Künstler oder aktuelle Favouriten, die du empfehlen kannst?</strong></em></p>
<p>Oh! Es gibt eine Menge guter Musiker. Ich weiß nur, dass ich Jonathan Richman sehr mag.</p>
<p><em><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/08/futeisha2.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-14183" title="futeisha2" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/08/futeisha2-300x240.jpg" alt="" width="300" height="240" /></a>Ein Hauptelement in Futeisha ist das Zusammenspiel von starken Kontrasten, so gibt es beispielsweise pastorale, mittelalterlich klingende Gitarrenstücke, gefolgt von dystopischem Noise. In all diesem Wirrwarr scheint es aber immer etwas vitales, humorvolles zu geben. Würdest du zustimmen? </strong></em></p>
<p>Gegenüberstellung von Gegensätzen hat mich immer schon interessiert. Es ist eine der wesentlichen Eigenschaften des Lebens generell. Der Folksound, wie z.B. die klassische Gitarre, in einer rauen Noise-Umgebung, erforscht das Menschliche in einer &#8220;Halber Mensch&#8221;-Wirklichkeit. Aber die Landschaft in Futeisha ist pessimistisch: Armageddon hat längsst stattgefunden. Die Erforschung der Vergangenheit ist nur Nostalgie, die ästhetische Erforschung eines Menschen, der nicht mehr sein kann.</p>
<p><em><strong>Obwohl es Folkelemente in Futeisha gibt, spielt ihr nur selten Songs im strikten Sinne des Wortes, oft haben die Aufnahmen auch etwas von Film und Hörspiel. Ist das so gewollt?</strong></em></p>
<p>Ich konstruiere gerne simple Melodien und erschaffe &#8220;Räume&#8221; und &#8220;Stimmungen&#8221;, um den Tod der Seele zu beschreiben.</p>
<p><em><strong>Euer Album &#8220;Sulla Via Del Re Nel Ritorno&#8221; dokumentiert eines eurer wenigen Konzerte, die Atmosphäre erscheint um einiges ritualistischer als die Studioaufnahmen. Wie kann man sich eure Konzerte vorstellen?</strong></em></p>
<p>Ich versuche, Antonin Artauds Idee des Theaters der Grausamkeit zu erforschen im Sinne einer &#8220;primitiven zeremoniellen Erfahrung, intendiert um das menschliche Unbewusste zu befreien und dem Menschen sich selbst zu enthüllen&#8221;.</p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/ZTUgu9Cn0wo" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><em><strong>Ein weiteres Standbein von dir ist die Webseite &#8220;Becomix&#8221;, eine Art Blog-Datenbank für Comics. Was ist das für ein Projekt, und wie groß soll es werden?</strong></em></p>
<p>Ich arbeite in einer Datenbank für Comics, die auch eine Art Marktplatz ist, wo jeder seine Sammlung selbst verwalten sowie kaufen und verkaufen kann. Wie es das auch bei anderen medien gibt, aber halt nur für Comics. Ich weiß nicht, wie groß es werden wird, aber meine Kollegen machen wirklich eine gute Arbeit. Hoffentlich habe ich morgen einen Job, hahaha. Seit einiger Zeit schreibe ich über Comics, und eine bekannte Webseite, Lo Spazio Bianco, hat mir eine Zusammenarbeit angeboten, worauf ich sehr stolz bin.</p>
<p>In der Zwischenzeit arbeiten Daniele und ich an einem neuen Buch, das von 90er Jahre-Scifi-Mangas und Burroughs inspiriert ist. Ich hoffe, es erscheint 2019.</p>
<p><em><strong>Wenn du einen roten Faden benennen müsstest, der deine Musik mit deinem Comics und Illustrationen verbindet, was wäre das?</strong></em></p>
<p>Die Auslöschung jeglicher Gewissheiten des Alltags.</p>
<p><a href="https://futeisha.bandcamp.com/"><strong>FUTEISHA @ Bandcamp</strong></a></p>
<p><a href="https://www.becomix.me/becomix/default/index?page=1"><strong>Becomix</strong></a></p>
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		<title>Armageddon has already happened. Interview with Juan Scassa of Futeisha and La Piramide Di Sangue</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Aug 2017 08:09:35 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[With his main endeavor Futeisha, Turin-based Argentine guitarist Juan Scassa plays an oblique but beautiful blend of soft, Mediterranean folk sounds, psychedelic noise and radio play-like sequences. What distinguishes his music from common &#8220;dark folk&#8221; standards is the absence of &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2017/08/19/armageddon-has-already-happened-interview-with-juan-scassa-of-futeisha-and-la-piramide-di-sangue/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/08/futeisha4.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-14177" title="futeisha4" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/08/futeisha4-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>With his main endeavor Futeisha, Turin-based Argentine guitarist Juan Scassa plays an oblique but beautiful blend of soft, Mediterranean folk sounds, psychedelic noise and radio play-like sequences. What distinguishes his music from common &#8220;dark folk&#8221; standards is the absence of any tame romanticism, and with its snappy nihilistic undertones it is an ideal representative of a direction, for which David Tibet&#8217;s term &#8220;cartoon apocalypse&#8221; would fit quite well. In the following interview, Scassa talks about his involvement with the notorious psych rockers La Piramide di Sangue, about the beginnings of Futeisha, about his second mainstay in the world of comics and the planned new album, which consists of cover versions of notable Current 93 songs in Japanese.</strong></p>
<p><em><strong>I first came in contact with you in the context of La Piramide di Sangue, but I&#8217;m sure you did music before. So what were your first endeavors in music? Any old projects you would still recommend?</strong></em></p>
<p>I’ve started to work with Stefano Isaia (Movie Star Junkies, Lame, ecc) for the first tape of Gianni Giublena Rosacroce, out on Yerevan Tapes in 2011, and then La Piramide began. Stefano is a great musician and the album is really inspiring. The moniker Dedalo666, that I used to use came from this release.</p>
<p>Some time before, in 2008, I’ve played in a lo-fi band, Dirty Sanchez. Once we played in a squat and we got insulted by some skin. Maybe some of the songs werenot so bad, but we had absolutely no experience. With my band-mate Andrea we recorded some noise-concrete tapes under the moniker Jennifer. No good music, but good memories.</p>
<p><em><strong>Is music your basic default setting as an artist, or did you start with visual stuff? Did you have an academic teaching, or is your approach more of an autodidact sort?</strong></em></p>
<p>I studied classic guitar when I was at high school, but I practice a very punkish DIY approach.</p>
<p>I’m writing comics, you can find me in underground comics expo selling porno-nihilist strips with my mate Daniele “Michelangelo della Sborra” La Placa. I don’t define myself as musician, writer or artist. I’d prefer cultural agitator.</p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/o5q-tLkAXm0" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><em><strong>Were you a founding member of La Piramide? How did you guys meet? If you had a (vague) concept of the music and the symbolism, how would you describe it?</strong></em></p>
<p>As I said, Stefano was recording his first solo album as Gianni Giublena Rosacroce and asked to me to ad some classic guitar. He was already thinking to form a new psychedelic-rock band, so we spoke with some friends of us: Kebab (Craxi Driver, Murdercock), Jena (Six mistake, Licenza di Collina), Krano (Vermillion Sands, Krano), Stefano Lopiccolo (Love Boat) and Walter (King Suffy Generator). We rearranged the songs in a more rock attitude… so La Piramide di Sangue was actually a pyramid with a heavy metal stone base and the Stefano&#8217;s clarinet on the top.</p>
<p><em><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/08/futeisha1.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-14179" title="futeisha1" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/08/futeisha1-300x223.jpg" alt="" width="300" height="223" /></a>How was your role in the group apart from playing the guitar? Did you take part in the composition process, or was it more jam-like improv anyway?</strong></em></p>
<p>It depends song by song. We used to jam, but usually songs came out from some melody of Stefano and then the other contributions were arranged all together.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><strong>After the albums &#8220;Tebe&#8221; and &#8220;Sette&#8221; and a couple of concerts it got a bit quiet. Is it, because it&#8217;s a seven piece and the members live at different places? Will it in the one or other form go on in the future?</strong></em></p>
<p>I&#8217;s very difficult to manage a seven member band, even more when everyone has a lot of other projects. Since our drummer moved Sardegna, La Piramide is in a kind of non-recovering coma. I don’t think we’ll play anymore, and it’s really a pity, because still we have a new album of great songs to record.</p>
<p><em><strong>What can you tell us about the birth of Futeisha, which, as I guess, is your main project today? Was there a background story of it, or some previous adventure that lead in that direction?</strong></em></p>
<p>Futeisha was born in Kyoto 2010, recording concrete sounds, voices and manipulating sounds. I was playing guitar in a punk band called Flat Sucks at the time. There are some old Futeisha albums, like &#8220;Simulacra&#8221;, between 2010 and 2014, when &#8220;Dannato&#8221; come out, but they were recorded really bad and are not interesting at all.</p>
<p><em><strong>Was it conceived as a solo project or as an open one? Seems you soon decided to works with a number of collaborators.</strong></em></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/08/futeisha3.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-14180" title="futeisha3" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/08/futeisha3-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Since I’m a big fan of England&#8217;s dark folk scene, I’ve decided to manage a band like David Tibet or Douglas Pierce did it. You see, here in Turin there is a kind of scene with bands like Movie Star Junkies and Oaxaca and it’s really cool to play with friends. In &#8220;Dannato&#8221;, Krano, Vinz (MST, Vernon Selavy, Heart of Snake), Maria (GGG, Space Aliens from Outers Space, Lame) and other helped me very much. I’ll be forever grateful for that.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><strong>As far as I know the name Futeisha refers to a Korean minority in Japan and was originally a derogative term. What can you tell us about this subject?</strong></em></p>
<p>&lt; Futeisha (<span style="font-family: Lucida Sans Unicode;">不逞社</span>, &#8220;The Outlaws&#8221;) was an anarchist group founded by Park Yeol and Kaneko Fumiko in Japan in 1919. Futeisha satirized the way Koreans were referred to by the authorities as troublemakers. Futei senjin (<span style="font-family: Lucida Sans Unicode;">不逞鮮人</span>), or the unruly Korean. Park was arrested without charge on September 2, 1923, the day after the <span style="color: #0000ff;"><a href="https://en.wikipedia.org/wiki/1923_Great_Kantō_earthquake"><span style="color: #000000;">Great Kantō earthquake</span></a></span>. Two days later Kaneko was also detained by police. Based on thin evidence they were eventually charged with <span style="color: #0000ff;"><a href="https://en.wikipedia.org/wiki/High_treason"><span style="color: #000000;">high treason</span></a></span> for plotting a bomb attack upon the wedding of <span style="color: #0000ff;"><a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Hirohito"><span style="color: #000000;">Crown Prince Hirohito</span></a></span>. Both were convicted and sentenced to death on March 25, 1926, but their sentences were <span style="color: #0000ff;"><a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Commutation_of_sentence"><span style="color: #000000;">commuted</span></a></span> to life imprisonment by the <span style="color: #0000ff;"><a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Emperor_Shōwa"><span style="color: #000000;">Emperor Shōwa</span></a></span>. Kaneko died in prison on July 23, 1926, reportedly by suicide. &gt; <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Park_Yeol">from Wiki</a></p>
<p><em><strong>Seems you have a general interest in Japan and Far Eastern counter culture. What are your main references in that context and what role does this play in your music?<br />
</strong></em></p>
<p>I studied Japanese at University and I’m a translator of Japanese. I lived in Kyoto for one year as a student. I miss Japan very much. I very like the austerity and the ritualistic aspect of some traditional music and culture. Undoubtedly some grandmasters of literature, like Mishima Yukio, Ishikawa Jun or Abe Kobo, are not just main refences for the music.</p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/M5341F0V-Eo" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><em><strong>As you told me recently, you are about to record a Current 93 tribute album with all lyrics in Japanese sung by a Japanese singer. As I&#8217;m sure you won&#8217;t just change the language, what can we expect?</strong></em></p>
<p>We want to translate the songs into Japanese and record one of the weirdest album ever. Hirayama Yu is a mucisian who does harsh-noise cut-up stuff, writer (he wrote several books about the Industrial and Experimental, mangaka and runs a little label Suikazura (in Japanese &#8220;Honeysuckle&#8221;).</p>
<p><em><strong>In &#8220;Temujin&#8221; on the first Futeisha tape you already referred to Current 93, and the live piece &#8220;Curento 93&#8243; seems &#8211; apart from being a folk dance &#8211; also to allude ironically to this band. Indeed, David Tibet and his ever changing group is one of the most influential underground groups of the last decades. What would you say makes them so outstanding?</strong></em></p>
<p>“Curento” is kind of a traditional music and dance piece from the Piemonte Valleys. It was a joke to re-name the song in this way. I think a radical approach to art in general makes David Tibet’s c93 one of the most outstanding bands: a perfect and creepy mix of tradition and avantgarde. The way Tibet does music is in some way related to the theatre of Antonin Artaud, like a continuous revelation of the inner and scary self of the human being.</p>
<p><em><strong>Are there other influential artists or contemporary favourites that you would recommend?</strong></em></p>
<p>Oh! There are really a lot of good musicians. I just know I like Jonathan Richman very much.</p>
<p><em><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/08/futeisha2.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-14183" title="futeisha2" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/08/futeisha2-300x240.jpg" alt="" width="300" height="240" /></a>One major element in Futeisha seems to be the combination of some quite far contradictions, for instance you can hear mediaeval pastoral guitar pieces followed by dystopian noise. But in all their confusing darkness, there is always something vital and humorous in these sudden changes. Would you agree, and is this also a bit how you see the world? </strong></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Contradiction is a topic that has always inspired me. It is one of the main features of life itself. Folk sounds, like the classic guitar, in a harsh noise environment is a research of humanism in a halber mensch reality. But the landscape in Futeisha is pessimistic: Armageddon has already happened. The reseach of the past is just a nostalgic, an estethic research of a human being that can be no more.</p>
<p><em><strong>Although there is this folkish element in Futeisha, you hardly play songs in the strict sense of the word, often I notice a strong filmic or radio play like narrative. Is this intended?</strong></em></p>
<p>I like to construct simple melodies and to create musical “rooms” or “moods” to describe the death of the soul.</p>
<p><em><strong>Your album &#8220;Sulla Via Del Re Nel Ritorno&#8221; is a recording of one of a few Futeisha concerts, and from the atmosphere it sounded way more ritualistic than the studio recordings. How can we imagine Futeisha shows?</strong></em></p>
<p>I try to research Antonin Artaud’s idea of Theater of Cruelty as &#8220;a primitive ceremonial experience intended to liberate the human subconscious and reveal man to himself&#8221;. Certainly Michele Guglielmi (Oaxaca, I Residenti), Ivan Grosso (Oaxaca) and Ottavio Boglione arranged my songs with both traditional and electronic instruments creating a really magical atmosphere. It was really something to play with them.</p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/ZTUgu9Cn0wo" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><em><strong>Your second field of activity is the website &#8220;Becomix&#8221;, a kind of blog database for comics. What can you tell us about this project and how big do you like it to grow?</strong></em></p>
<p>I’m working in a database/marketplace for comics, where everyone can manage his collection and buy/sell comics. Just like other sites, but exclusivelly in comics. I don’t know how big it could become, but my collegues did a really special SEO working. Hope to have a job tomorrow eheheh. In the main time I started to write about comics, and recently, an important site, like Lo Spazio Bianco, asked my collaboration. I’m very proud of it.</p>
<p>In the maintime with Daniele we’re working on a new book inspired by 90s sci-fi manga and Burroughs. It will be published in 2019, I hope.</p>
<p><em><strong>If you had to name the most combining element in your different music projects and your work for comics and illustrations, what would it be?</strong></em></p>
<p>Eradication of every day certainty.</p>
<p><a href="https://futeisha.bandcamp.com/"><strong>FUTEISHA @ Bandcamp</strong></a></p>
<p><a href="https://www.becomix.me/becomix/default/index?page=1"><strong>Becomix</strong></a></p>
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		<title>FUTEISHA: Last Nihilist</title>
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		<pubDate>Sat, 10 Sep 2016 06:57:39 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Wäre „Last Nihilist“ ein Filmtitel, was für ein Streifen würde sich wohl hinter den zwei Wörter verbergen? Geht man nach den vielen Andeutungen, die das so betitelte Tape von Futeisha spicken, erhält man keine allzu deutlichen Hinweise zu Schauplatz und &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/09/10/futeisha-last-nihilist/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/08/futeishalastnihilist.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-12581" title="futeishalastnihilist" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/08/futeishalastnihilist.jpg" alt="" width="150" height="219" /></a>Wäre „Last Nihilist“ ein Filmtitel, was für ein Streifen würde sich wohl hinter den zwei Wörter verbergen? Geht man nach den vielen Andeutungen, die das so betitelte Tape von Futeisha spicken, erhält man keine allzu deutlichen Hinweise zu Schauplatz und Handlung, zu divergent erscheinen der japanische Name, der argentinisch-italiensiche Background des Künstlers und das musikalische Mosaik aus Elementen von südländichem Folk und Lärm, und der Schweinkram auf dem Cover steht auch für alles und nichts. Nur dass die Stimmung zwichen raubeiniger Abgeklärtheit und Wahnsinn changiert, ist offensichtlich.<span id="more-12580"></span></p>
<p>Doch Schluss mit der Gedankenspielerei, denn „Last Nihilist“ ist das nunmehr dritte auf Tape erschienene Studiowerk des als Futeisha firmierenden Juan Scassa in gewohnt kollagenhafter Manier, bei der wunderschöne mediterrane Gitarren und Mandolinen auf Klagegesänge und wüsten Lärm treffen. Versteht man die Linber notes richtig, dann enthält „Last Nihilist“ gleich je ein Album pro Seite unter den Titeln „Absolute Evil&#8221; und „Agata y Afrodisia&#8221;.</p>
<p>Was das Ganze dann so geheimnisvoll macht, sind die vielen kleinen Details, die sich aber durch beide Kapitel gleichermaßen ziehen – schwer verständliches Flüstern, das einen mit der entsprechenden Gitarren- oder Orgelbegleitung direkt in einen imaginären Bava-Film katapultiert, metallenes Scheppern, das Krakeelen von Verrückten, das in einem verzweifelten „Madre di Dios“ kulminiert. Oft bewegt sich das hörspielartige Szenario an der Grenze zur Derangiertheit, doch immer wenn man denkt, diese nun überschritten zu haben, kittet Scassa den Riss mit Schönheit, mal mittels einer entrückten Flöte, mal mit arabischem A capella-Gesang.</p>
<p>Dass Scassas andere Band La Piramide di Sangue wohl aus Zeitgründen nur in größeren Abständen aktiv ist, kommt Futeisha immer wieder zugute, denn der kollagenhafte Dark Folk verfeinert ich immer mehr und wirkt hier in sich so stimmig wie nie zuvor. Ich hoffe, dass es ähnliche Werke in Zukunft auch mal auf Vinyl zu hören geben wird. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://bindusound.tumblr.com">Bindu Sound</a></strong></p>
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		<title>FUTEISHA: Alegria y Duelos de mi Alma</title>
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		<pubDate>Sat, 28 May 2016 05:06:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Artetetra]]></category>
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		<description><![CDATA[Mit diesem Tape, benannt nach dem Freuden und Kämpfen seiner Seele, zieht uns Juan Scassa in das amusikaliche Inferno von Futheisha &#8211; verfremdete Schreie, klirrendes Material, zermalmendes und zermalendes, schepperndes und schabendes: Scassa, der sich mit La Piramide di Sangue, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/05/28/futeisha-alegria-y-duelos-de-mi-alma/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/05/futeishaalegrias.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-12174" title="futeishaalegrias" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/05/futeishaalegrias-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Mit diesem Tape, benannt nach dem Freuden und Kämpfen seiner Seele, zieht uns Juan Scassa in das amusikaliche Inferno von Futheisha &#8211; verfremdete Schreie, klirrendes Material, zermalmendes und zermalendes, schepperndes und schabendes: Scassa, der sich mit La Piramide di Sangue, den großen Orientalisten des italienischen Psych Rock, einer Ästhetik des Schönen verschrieben hat, macht ernst mit seinem eigenen Projekt Futeisha, das man beim Debüt „Dannato&#8221; noch für eine einmalige Hommage an eine okkulte apokalyptische Folklore halten konnte.<span id="more-12173"></span></p>
<p>Der Strudel, der „Alegria..&#8221; unter dem Titel „Enfer Amusical&#8221; eröffnet, ist in all seinem geschepper noch von fast gleitender Art, doch das heterogene, zusammengewürfelte, das für die Musik des in Turin lebenden Argentiniers so tyisch ist, macht sich schon nach kurzer Zeit bemerkbar.</p>
<p>Rhythmen von tribaler Gangart, die den noisigeren German Army ebenso ähneln wie einer imaginären Stammestradition, werden zum Fundament und Schrittmacher einer verwunschenen Gitarrenmelodie, die ärgerlichen leeren Räume zwischen den filigranen Pickings und den Taktschlägen werden bald ausgefüllt von einem warmen, mediterranen Akkordeon. Später arrangiert sich punkiges Bassbrummen mit den psychedelischen Kreisbewegungen einer Sitar, während eine gehetzte Stimme auf Spanisch etwas über Blut stammelt.</p>
<p>Der Strudel, in dem alptraumhaftes Geflüster mit lieblichen Folkmelodien verschwimmt und der close-ups auf kollagierten Schrott und entspannte Kamerafahrten durch ein staubiges Idyll in Schwarzweiß überblendet und der experimentelles und traditionelles auf eine Art in Balance hält, wie man es sonst nur bei manchen Novy Svet-Aufnahmen oder bei den Kolaborationen zwischen Wakeford und Stapleton findet &#8211; er fasst so etwas wie die Essenz einer magisch aufgeladenen Uminterpretation einer Welt wie sie ist, wiedergegeben in den vielfältigen Schattierungen eines südländischen, romanischen Kolorits. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Old Bicycle Records/Artetetra</strong></p>
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		<title>FUTEISHA: Sulla Via Del Re Nel Ritorno</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Mar 2016 06:39:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Juan Scassa ist einer der Mannen von La Piramide Di Sangue und hat vor gut einem Jahr mit seinem Soloprojekt Futeisha debütiert. Mit dem Album „Dannato&#8221; wäre er vermutlich als spätes Wunderkind des Neofolk gefeiert worden, wenn es bei einem &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/03/26/futeisha-sulla-via-del-re-nel-ritorno/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/futeishalive.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-11883" title="futeishalive" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/futeishalive-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Juan Scassa ist einer der Mannen von La Piramide Di Sangue und hat vor gut einem Jahr mit seinem Soloprojekt Futeisha debütiert. Mit dem Album „Dannato&#8221; wäre er vermutlich als spätes Wunderkind des Neofolk gefeiert worden, wenn es bei einem entsprechenden Label herausgekommen wäre, denn solche Kriterien sind mittlerweile der am ehesten ausschlaggebende Faktor für Genrezuweisungen dieser Art &#8211; vorausgesetzt man besingt die entsprechenden Themen und lässt, wenn man aus Italien kommt, ab und an ein Akkordeon im<span id="more-11882"></span> Dreivierteltakt anklingen. Scassa &#8211; nur so viel Biografisches an der Stelle &#8211; stammt genau genommen aus Argentinien und zog erst später nach Turin, wo er schnell ein Teil des lokalen Underground und später des sogenannten Italian Occult Psychedelia-Phänomens wurde.</p>
<p>Das nach Thanatos benannte Album ließ mit seinen zahlreichen Samples, seinem entrückten Fingerstyle und den rituellen Loops schon erahnen, dass Scassas Interesse an dunkler Folklore kein einmaliges Experiment bleiben sollte. Im noch jungen Jahr legt er nun gleich zweimal nach, neben einem neuen Album erscheint dieser Konzertmitschnitt vom letzten Sommer nun auf Tape und als Download. „Sulla Via Del Re Nel Ritorno&#8221; enthält neben drei unveröffentlichten Stücken (die auch auf dem neuen Studioalbum nicht enthalten sind) primär Songs vom Debüt, die allerdings meist wesentlich schmissiger und druckvoller daher kommen und sich teilweise auch in der Länge unterscheiden. Grund dafür sind neben der kreativen Freiheit auch eine Reihe an Gastmusikern, die mit auf der Bühne standen.</p>
<p>Was die Aufnahme v.a. auszeichnet, ist der klare Sound und die sparsamen Publikumsgeräusche, die wenn vorhanden allerdings den Eindruck von der anscheinend recht intimen Atmosphäre des Konzertes untermauern, das im Vorprogramm von Father Murphy in einer urigen Turiner Location stattfand. Der Einsatz einer Quetschkommode passt perfekt, und mit seiner rituell-repetitiven Melodik fürgt sich das Akkordeon ganz gut in den typischen Futeisha-Stil und prägt gleich zwei der herausragenden neuen Tracks: „Curento 93&#8243;, das auf einen alten okzitanischen Volkstanz namens „Courento&#8221; oder „Curento&#8221; referiert, aber auch Elemente des Mazurka enthält (was muss man mehr zu seinem Titel sagen?), gerät schon nach wenigen Takten zu einem großartigen Ohrwurm. Diesen Song bitte demnächst gleich auf Albumlänge! In eine ähnliche Richtung geht das ebenfalls neue „Nibelungen&#8221;, bei dem  Gitarre und hausbackene Holzperkussion hinzu kommen.</p>
<p>Diese Stücke knüpfen ganz gut an Albumtracks wie „Il Colore Verde&#8221; an, dessen Sprachsample zwar eingespielt wird, wohingegen das asiatisch klingende Saitenspiel einem wesentlich dynamischeren Sound mit Quetschkommode und Klampfe das Feld räumt, und bei Tracks wie dem mittelalterlich angehauchten „Lamento Funebre per Tutti noi&#8221; und dem Titelsong des Debüts entsteht durch Klangfülle und die warme Flächigkeit der Instrumentierung eine leicht bedrogte und somit noch mystsichere Stimmung als bei den kollagenhafteren Studioversionen. Vom Easy listening-Flair in „Morte In Spiaggia&#8221; bleibt wenig erhalten, auch wenn die melodische Gitarre durch die Ritzen der fast noisigen Perkussion noch durchschimmert. Lärmend und zerfleddert ist dann auch der infernalische Ausklang des ganzen.</p>
<p>Mehr zum neuen Album in Kürze, und etwas später soll Scassa dann auch selbst zu Wort kommen. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://lonktaar.blogspot.de/">Lonktaar Rec</a></strong></p>
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		<title>FUTEISHA: Dannato</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Jul 2014 05:15:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Man kann Futeishas „Dannato“-Tape nicht im engeren Sinne als Apokalyptic Folk bezeichnen, und doch sollte der Bezug zu dieser Traditionslinie nicht unterschlagen werden. Nicht, weil Juan Scassa, einer der Gitarristen von La Piramide di Sangue, in seinem Soloprojekt molllastige Akustiksongs &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/07/05/futeisha-dannato/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/06/futeishadannato.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-9080" title="futeishadannato" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/06/futeishadannato-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Man kann Futeishas „Dannato“-Tape nicht im engeren Sinne als Apokalyptic Folk bezeichnen, und doch sollte der Bezug zu dieser Traditionslinie nicht unterschlagen werden. Nicht, weil Juan Scassa, einer der Gitarristen von La Piramide di Sangue, in seinem Soloprojekt molllastige Akustiksongs spielt und schon im Titel (gr. „thanatos“) auf letzte Dinge deutet. Auch nicht bloß, weil der aus Argentinien stammende Turiner neben anderen Vorlieben auch auf die alte World Serpent-Schule schwört. Eher deshalb, weil man unter Futeishas mystischen Psychedelia heute Dark Folk verstehen könnte, wenn sich die Dinge in den greater times etwas anders entwickelt hätten und sich die<span id="more-8847"></span> „hippieske“ Seite v.a. bei Current 93 (man denke etwa an &#8220;Horsey&#8221; oder an einige Stücke, die zunächst auf der Compilation &#8220;Emblems&#8221; einen Platz fanden) etwas besser gegen den szeneprägenden Stock im Arsch durchgesetzt hätte.</p>
<p>All dies wäre sicher auch dann der Rede wert, wenn Futeisha nicht schon im Opener unmissverständlich auf einen Klassiker bezug genommen hätte, einen Song, der einen Hindugott als Diktator auf einem weißen Pferd durch die Landschaft eines absurden Acidwestern traben lässt, begleitet von Beckenrauschen und monotonem Geschrammel. „Temujin“ heißt das Ganze und referiert auf einen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Temujin?title=Temujin&amp;redirect=no">Herrscher</a>, dessen kriegerische Taten ebenfalls eine apokalyptische Dimension hatten. Es ist nicht der einzige Song, der Asiatisches anklingen lässt, was bei dem Namen des Projektes auch nicht wundert &#8211; Futeisha war im Japan der 1960er eine abwertende Bezeichnung für als Outlaws betrachtete koreanische Migranten und wurde von politischen Aktivisten aus dieser Community bald als positive Eigenbezeichnung umgemünzt.</p>
<p>Der Sprung zum nächsten Stück zeigt, wie heterogen der noch frische Sound Futeishas ist, denn „Lamento Funebre per Tutti noi“ klingt mit seinem schwermütigen Saitenspiel viel lieblicher, ornamentaler, springt von der Dystopie zur mittelalterlich anmutenden Utopie. Der weitere Verlauf des Tapes erscheint wie eine episodische Pilgerfahrt durch Totentanzlandschaften, begleitet von einer Musik, die Lofi als positive Qualität betrachtet und kleine Unstimmgkeiten im Takt und in den Lautstärkenverhältnissen nicht nur in Kauf nimmt, sondern bewusst anzusteuern scheint. Unterwegs wird man in die verschiedensten Stimmungsszenarien geworfen, von okkulter Lagerfeuerromantik über den Schauplatz eines nächtlichen Roadmovie bis hin zum chaotischen finalen Showdown, bei dem Futeishas Sound für Momente in reine Gewaltmusik kippt. Unterstützt wird Scassa dabei von einer ganze Reihe an Kollaborateuren, deren fantasievolle Namen sämtlich aus den mysteriösen Tiefen Afrikas und des mittleren Ostens stammen, und von denen einige vermutlich sogar real sind. Sehr real ist Scassas Schwester Paula von der Rockband JC Satán, die das liebevoll gestaltete Artwork im Geiste Pieter Brueghels angefertigt hat.</p>
<p>Die filmische Assoziationen sind hier nicht nur der Fantasie des Rezensenten geschuldet, denn die Szenenfolge ist von zahlreichen Sprach- und Geräuschsamples durchzogen. Die machen „Dannato“ zu einer wahren Fundgrube für cineastische Fährtensucher, die hier ebenso auf ihre Kosten kommen sollten wie aufgeschlossene Neofolker, Freude der &#8220;Occult Psychedelia&#8221; und Boring Machines-Afficionados. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.brigadisco.it">Brigadisco</a>/<a href="http://oldbicyclerecords.blogspot.com">Old Bicycle Records</a></strong></p>
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