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	<title>African Paper &#187; Lili Refrain</title>
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		<title>Lili Refrain auf Tour in Europa</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Feb 2026 04:41:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Lili Refrain]]></category>

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		<description><![CDATA[Anlässlich der Veröffentlichung ihres neuen Albums &#8220;Nagalite&#8221;, das am 27. März über Subsound Records erscheint, geht Lili Refrain auf ausgedehnte Europatournee. Die in Rom lebende Multiinstrumentalistin, Komponistin und Performerin verbindet in ihrem seit 2007 bestehenden Soloprojekt rituelle Ansätze mit Aspekten &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2026/02/19/lili-refrain-auf-tour-in-europa/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anlässlich der Veröffentlichung ihres neuen Albums &#8220;Nagalite&#8221;, das am 27. März über Subsound Records erscheint, geht Lili Refrain auf ausgedehnte Europatournee. Die in Rom lebende Multiinstrumentalistin, Komponistin und Performerin verbindet in ihrem seit 2007 bestehenden Soloprojekt rituelle Ansätze mit Aspekten von Folk, Minimal Music, Metal und einigem mehr, schichtet <a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/02/lrtour26.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-50053" title="lrtour26" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/02/lrtour26.jpg" alt="" width="1080" height="1350" /></a><span id="more-50052"></span></p>
<p>E-Gitarre, Stimme, Percussion und Synthesizer live über Loopstations und verzichtet dabei, wie es u.a. auf ihrer Webseiten heißt, vollständig auf Computer oder vorproduzierte Tracks. Ihre Auftritte entfalten eine rituelle, hypnotische Intensität, die sich nun auch im neuen Werk, dessen Titel sowohl auf Schlangen als auch auf Stein referiert, fortsetzt &#8211; einer vierteiligen Suite über Metamorphose und Transformation als bewusste Bewegung weg von Wiederholung und Erstarrung.</p>
<p>20.03. Roma, IT – Defrag w/ Saor<br />
21.03. Verona, IT – Damage Inc Live Club w/ Saor<br />
22.03. Milano, IT – Slaughter Club w/ Saor<br />
27.03. Empoli, IT – Teatro Che Non C&#8217;è<br />
28.03. Torino, IT – Ziggy Club<br />
02.04. Leeds, UK – Brudenell Social Club<br />
03.04. North Shields, UK – Three Tanners Bank<br />
04.04. Glasgow, UK – Hug &amp; Pint<br />
05.04. Huddersfield, UK – Parish<br />
06.04. Bristol, UK – The Gryphon<br />
07.04. Cambridge, UK – Portland Arms<br />
08.04. Nottingham, UK – Bodega<br />
10.04. Hamburg, DE – Hafenklang<br />
12.04. Berlin, DE – Urban Spree<br />
13.04. Lodz, PL – Cultural Centre<br />
14.04. Krakow, PL – Alchemia<br />
15.04. Katowice, PL – Piaty Dom<br />
16.04. Prague, CZ – Cross<br />
19.04. Tilburg, NL – Roadburn Festival<br />
16.05. Bruxelles, BE – Obsidian Dust Festival</p>
<p><strong><a href="https://www.lilirefrain.com/">@ Lili Refrain </a></strong></p>
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		<title>Nagalite: Neue LP von Lili Refrain</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Feb 2026 03:48:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Lili Refrain]]></category>
		<category><![CDATA[Subsound Records]]></category>

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		<description><![CDATA[Am 27. März erscheint bei Subsound Records mit &#8220;Nagalite&#8221; ein neues Werk von Lili Refrain. Die Veröffentlichung ist als Suite in vier Teilen angelegt und versteht sich als in sich geschlossener Zyklus. Ausgangspunkt ist, wie man vom Label erfährt, die &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2026/02/13/nagalite-neue-lp-von-lili-refrain/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 27. März erscheint bei Subsound Records mit &#8220;Nagalite&#8221; ein neues Werk von Lili Refrain. Die Veröffentlichung ist als Suite in vier Teilen angelegt und versteht sich als in sich geschlossener Zyklus. Ausgangspunkt ist, wie man vom Label erfährt, die Vorstellung einer imaginären, schlangenartigen Metamorphose, gedacht als Prozess der Veränderung, der Körper, Erinnerung und historische Gegenwart miteinander verbindet. Die vier Teile beziehen sich jeweils auf unterschiedliche alchemistische Zustände und formulieren eine musikalische Reflexion über eine Zeit, in der Gewalt und Krieg zunehmend normalisiert erscheinen. Dem setzt &#8220;Nagalite&#8221;, wie es ferner heißt, die Idee von Wandlung entgegen, verstanden als bewusste Abkehr von Wiederholung und Leiden.<a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/01/nagalite.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-49792" title="nagalite" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/01/nagalite.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-49791"></span></p>
<p>Der Titel verbindet den aus dem Sanskrit stammenden Begriff &#8220;Naga&#8221; für die wissensvermittelnde Schlange mit &#8220;Lite&#8221;, abgeleitet vom griechischen Wort für Stein. Daraus entsteht das Bild eines beständigen, zugleich lebendigen Wesens, das Transformation verkörpert. Alle Stücke wurden von Lili Refrain geschrieben und eingespielt, unter Einsatz von Stimme, Gitarre, Bass, Synthies sowie akustischer und elektronischer Percussion. Im Spannungsverhältnis zwischen melodischen Mustern, Hypnotik und evokativem Gesang knüpft sie dabei auch an frühere Arbeiten an. Die Produktion entstand gemeinsam mit Stefano Morabito, der die Aufnahmen, den Mix und das Mastering im 16th Cellar Studio in Rom übernahm. Artwork und Gestaltung stammen von Nicola Alessandrini. Das Album erscheint in verschiedenen Vinyl-Editionen sowie als CD und zum Download.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1627258229/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Live in London &#8211; Hammersmith Apollo: Konzertaufnahme von Lili Refrain auf Vinyl</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Aug 2024 04:48:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Lili Refrain]]></category>
		<category><![CDATA[Subsound Records]]></category>

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		<description><![CDATA[Anfang September erscheint auf Subsound das erste Live-Album der italienischen Vokalistin und Musikerin Lili Refrain &#8211; auf dem im Londoner Hammersmith Apollo mitgeschnittenen Werk sind fünf Stücke vertreten, vier davon entstammen ihr3m vor gut zwei Jahren erschienenen Album &#8220;Mana&#8221;, von &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/08/19/live-in-london-hammersmith-apollo-konzertaufnahme-von-lili-refrain-auf-vinyl/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anfang September erscheint auf Subsound das erste Live-Album der italienischen Vokalistin und Musikerin Lili Refrain &#8211; auf dem im Londoner Hammersmith Apollo mitgeschnittenen Werk sind fünf Stücke vertreten, vier davon entstammen ihr3m vor gut zwei Jahren erschienenen <a title="LILI REFRAIN: Mana" href="http://africanpaper.com/2022/08/20/lili-refrain-mana/">Album &#8220;Mana&#8221;</a>, von dem es auf diesen Seiten hieß: &#8220;&#8216;Mana&#8217; ist schamanistischer ausgefallen als alle bisherigen Releases der Musikerin und stellt aufgrund ihres weniger auf Gitarren, dafür auf einer Mischung aus <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/08/refr.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-42076" title="refr" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/08/refr.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-42074"></span></p>
<p>elektronischen und traditionell weltmusikalischen Klangquellen basierendem Instrumentarium einen weiteren Paradigmenwechsel dar&#8221;. Neben der regulären Version gibt es eine limitierte Deluxe-Edition, die neben der LP eine Bluray, ein Shirt und weitere Merchandiseartiken enthält. Außerdem ist eine weitere Tour geplant, auf der die Musikerin auch mehrmals im deutschsprachigen Raum Station machen wird. Die Tourdaten sind auf Bandcamp gelistet, wo das Werk auch vorbestellt werden kann.</p>
<p><strong>@ <a href="https://lilirefrain.bandcamp.com/album/live-in-london-hammersmith-apollo">Bandcamp</a> | <a href="https://subsoundrecords.bigcartel.com/product/lili-refrain-live-in-london-hammersmith-apollo">Subsound</a></strong></p>
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		<title>Pàthei Màthos: 2-LP von Sarram auf Subsound</title>
		<link>https://africanpaper.com/2023/08/15/pathei-mathos-2-lp-von-sarram-auf-subsound/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Aug 2023 05:48:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Dalila Kayros]]></category>
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		<category><![CDATA[Tobias Vethake]]></category>
		<category><![CDATA[Valerio Marras]]></category>

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		<description><![CDATA[Valerio Marras bringt Anfang nächsten Monats eine Doppel-LP seines Soloprojektes Sarram heraus. Der Titel &#8220;Pàthei Màthos&#8221; stammt aus einer Chorpassage von Aischylos&#8217; Agamemnon-Drama und bedeutet soviel wie Lernen durch Leiden. Sarrams Umsetzung des Konzepts mündet in einer dunkel dröhnenden Musik &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/08/15/pathei-mathos-2-lp-von-sarram-auf-subsound/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Valerio Marras bringt Anfang nächsten Monats eine Doppel-LP seines Soloprojektes Sarram heraus. Der Titel &#8220;Pàthei Màthos&#8221; stammt aus einer Chorpassage von Aischylos&#8217; Agamemnon-Drama und bedeutet soviel wie Lernen durch Leiden. Sarrams Umsetzung des Konzepts mündet in einer dunkel dröhnenden Musik mit zahlreichen Details, die sich dem Einsatz verschiedener Instrumente &#8211; Gitarre, Synthesizer, Zither, Salterium und diverse Objekte &#8211; und Effekte verdanken.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/07/a2704028092_65.jpeg"><img class="aligncenter size-full wp-image-36600" title="a2704028092_65" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/07/a2704028092_65.jpeg" alt="" width="700" height="700" /></a><span id="more-36599"></span></p>
<p>In den Worten des Labels: &#8220;Musically speaking is a deep trip in the darkness sorrounded by ethereal voices, floating cellos, pulsing soundwaves, crushing and doom-ish layers: an authentic mix of experiences and feelings&#8221;. Zu Klanggestalt und Atmosphäre tragen auch die Gäste bei, die in einzelnen Tracks ihre Auftritte haben. Das wäre zum einen Tobias Vethake (Sicker Man) mit elektronischen und akustischen Celloparts, zum anderen Vocals von Dalila Kayros und Lili Refrain &#8211; die schamanisch anmutenden Gesänge der letzteren vor dunklen, infernalischen Klangwolken sind bereits in einem vorab veröffentlichten Stück zu hören. Das Album erscheint bei Subsound Records.<!--/data/user/0/com.samsung.android.app.notes/files/clipdata/clipdata_bodytext_230721_194703_729.sdocx--></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3349974578/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>LILI REFRAIN: Mana</title>
		<link>https://africanpaper.com/2022/08/20/lili-refrain-mana/</link>
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		<pubDate>Sat, 20 Aug 2022 06:01:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit feierlich elektrisierendem Orgelpathos und einer zum Chor multiplizierten Stimme beginnt Lili Refrains aktuelles Album &#8220;Mana&#8221;, dessen ethnorituelles Pulsieren zusammen mit den hallunterlegten Gesangspassagen so große Gesten entstehen lässt, dass man ganz vergessen könnte, wie kompakt die meisten der neun &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/08/20/lili-refrain-mana/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/07/fotor_1659120644293.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-30742" title="fotor_1659120644293" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/07/fotor_1659120644293-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Mit feierlich elektrisierendem Orgelpathos und einer zum Chor multiplizierten Stimme beginnt Lili Refrains aktuelles Album &#8220;Mana&#8221;, dessen ethnorituelles Pulsieren zusammen mit den hallunterlegten Gesangspassagen so große Gesten entstehen lässt, dass man ganz vergessen könnte, wie kompakt die meisten der neun Songs eigentlich sind.<span id="more-30741"></span></p>
<p>Die römische Sängerin und Gitarristin trat vor etwa 10 Jahren in unseren Fokus, als gerade <a title="LILI REFRAIN: 9" href="http://africanpaper.com/2011/08/31/lili-refrain-9/">ihr Album &#8220;9&#8243;</a> bei Trips und Träume erschienen ist, ein stark akustisch geprägtes Werk, das wie eine verhaltene Dekonstruktion klassischer Americana anmutete. Über die Jahre wurde ihre Musik elektronischer, rockiger und gleichsam abstrakter und erinnerte zum Teil an eine looplastige Hommage der Minimal Music auf klassischen Psychrock und Doom Metal. In derartigen Kreisen konnte sie dann auch ihre Fan-Gemeinde merklich vergrößern.</p>
<p>&#8220;Mana&#8221; ist schamanistischer ausgefallen als alle bisherigen Releases der Musikerin und stellt aufgrund ihres weniger auf Gitarren, dafür auf einer Mischung aus elektronischen und traditionell weltmusikalischen Klangquellen basierendem Instrumentarium einen weiteren Paradigmenwechsel dar. In den nach exotisch klingenden Begriffen wie &#8220;Abi Tapu&#8221;, &#8220;Ki&#8221; oder &#8220;Eikyou&#8221; betitelten Stücken verbreiten sich mal in erschöpften Flüstertönen, mal in kraftvoller Proklamation Gesänge über pulsierende Paukenschläge, ambiente Soundscapes und hypnotische Bimmelorgien wie über von zerklüfteten Tälern durchzogene weite Landschaften, entfalten sich in Fantasiesprachen, konzentrieren sich in Ausrufen wie &#8220;hey ho!&#8221;, geben sich fast monströs beängstigend, dann jagen sie als lyrischer Sopran über das holprige Gelände treibender Rhythmen.</p>
<p>Man sollte das Album als Einheit betrachten. Nichtsdestoweniger ist &#8220;Traveller&#8221;, eines der wenigen englisch betitelten Stücke, ein hervorhebenswerter Kraftsong: Seine pulsierend hypnotische Rhythmik baut sich nach und nach auf, während verfremdete Flüstervocals als die eigentlich treibende Kraft fungieren. Irgendwie erinnern die fast lieblichen Bimmelgitarren, die dem Ganzen die feine Krone aufsetzen, nicht als erste ein wenig an den Song &#8220;Ipnotica&#8221; vom bereits erwähnten &#8220;9&#8243;-Album, das fast so etwas wie eine Blaupause einiger Leitmotive erscheint.</p>
<p>Alles treibt hier auf einen klimax knarriger Gitarrenriffs zu, auf den ein klarer und diesmal unmissverständlich Stimmeinsatz folgt: &#8220;come wonder with me away from the sad world. Danach ist nur noch Raum für das große, verwehte Finale.</p>
<p><strong>Label: Subsound Records</strong><!--/data/user/0/com.samsung.android.app.notes/files/clipdata/clipdata_bodytext_220729_205146_293.sdocx--></p>
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		<title>LILI REFRAIN: Kawax</title>
		<link>https://africanpaper.com/2014/01/18/lili-refrain-kawax/</link>
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		<pubDate>Sat, 18 Jan 2014 07:13:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Eden Ahbez]]></category>
		<category><![CDATA[Inferno Sci Fi Grind 'n Roll]]></category>
		<category><![CDATA[Lili Refrain]]></category>
		<category><![CDATA[Shippinghead]]></category>
		<category><![CDATA[Subsound Records]]></category>

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		<description><![CDATA[Noch in den 90ern lag zwischen Rock und Minimal Music ein Abgrund, und die Vorstellung, dass eine Musik beides zugleich sein könnte, wäre den meisten wohl absurd erschienen. Das änderte sich bekanntlich, als das Erbe von Pionieren wie LaMonte Young, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/01/18/lili-refrain-kawax/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/11/lilirefrainkawax.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-7852" title="lilirefrainkawax" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/11/lilirefrainkawax-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Noch in den 90ern lag zwischen Rock und Minimal Music ein Abgrund, und die Vorstellung, dass eine Musik beides zugleich sein könnte, wäre den meisten wohl absurd erschienen. Das änderte sich bekanntlich, als das Erbe von Pionieren wie LaMonte Young, schon weitergetragen durch Innovatoren wie Glenn Branca, im Mainstream ankam und die unterschiedlichsten Genres hervorbrachte. Lili Refrain zählt zu denen, die in beiden Welten zuhause sind. Ihre früheste musikalische Leidenschaft galt Rock und Metal, irgendwann entwickelte sie – die Auseinandersetzung mit Theorie wird ihren Teil dazu beigetragen haben – ein Interesse an der Repetition, am endlosen<span id="more-7851"></span> Dröhnen und an der Inklusion unterschiedlichster Motive in kunstvolle Klangmosaiken. Letzteres sollte sich in ihrer eigenen Musik schon bald als eine veritable Loopmaschine entpuppen.</p>
<p>Hätte man ihrem letzten Album, einer Hommage an die Musen mit dem Titel „9“, mit etwas Fantasie noch einen leichten Folktouch attestieren können, so fehlen auf „Kawax“ akustische Elemente weitestgehend. An die Stelle von „Desertsnake Ballads“ tritt neuerdings eine noch schwerere Ladung dröhnenden Feedbacks, dessen doomiger Beigeschmack zusammen mit dem an Gruppen wie Menace Ruin erinnernden Gesang gleich zu Beginn im Abstrakten aufgelöst wird. Das an den Albumtitel anspielende „Kowox“ fällt mit einem enervierend altbackenen Gitarrensolo mit der Tür ins Haus, allerdings ist die Tonfolge viel zu repetitiv um prollig zu wirken, und über kurz oder lang verschwindet sie ohnehin unter einer massiven Dröhnwand. Viel eher behaupten sich die Heavy-Anleihen in martialischen Riffs und heroischen Melodien, die bald die Oberhand haben, doch Refrain scheint ein gutes Gespür dafür zu haben, wie weit sie gehen kann, ohne dass doch noch ein Song daraus wird. Immer wieder deuten Aspekte in diese klassische Richtung – auch Außermusikalisches wie der Titel „666 Burns“ oder das Artwork, dessen Symmetrie der Symbolik wiederum eine stark artifizielle Note verleiht – doch niemals geht die Künstlerin in die Falle der Retromanie und Pseudo-Authentizität.</p>
<p>Neben urigen Rock-Motiven ist europäische Kunstmusik eine weitere Säule ihres Repertoires. Zugleich demonstrieren die entsprechenden Stücke, dass Refrain eine talentierte Sängerin ist, die auch in weniger experimentellen Musiksparten zu überzeugen wüsste. In „Goya“ mischen sich Operngesang und kräftige Chorpassagen mit einem fast punkigen Bandsound, der sich in „Elephants on my Pillow“ verselbständigt. Wie es scheint, hat sie auch beim New Wave, bei The Damned und Andam Ant ihre Hausaufgaben gemacht. Ein besonderer Moment ist ihre Neuinterpretation von Eden Ahbez&#8217; Evergreen „Nature Boy“, den sie regelrecht zerfetzt und wie ein krudes Puzzle neu zusammensetzt. Stets werden bestimmte Passagen des schlichten Textes wie im Zoom hervorgehoben, wiederholt, überblendet, kontrastiert und in einen Klagegesang transformiert. Am Ende beschleicht einen das Gefühlt, dass erst so herum – bei allem Respekt vor den Umsetzungen von Nat King Cole, Bowie oder In Gowan Ring – ein Schuh daraus wird.</p>
<p>Bei all diesen Bezügen und Lilis „postmoderner“ Verwurstung müsste „Kawax“ eigentlich ungemein nerdig klingen, verkopft obendrein, und heiteres Referenzenraten wäre angesagt. Dass dem nicht so ist, könnte daran liegen, dass bei all der Umgestaltung des Materials dessen Energie nicht verloren gegangen ist und stets die Liebe zur Musik durchscheint. Schon deshalb ist „Kawax“ auch kein simpler Meta-Rock für selbsternannte Auskenner.</p>
<p><strong>Label: <a href="http://subsoundrecords.bigcartel.com">Subsound</a></strong></p>
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		<title>A Powerful Channel of Catharsis. An Interview with Lili Refrain</title>
		<link>https://africanpaper.com/2013/10/26/a-powerful-channel-of-catharsis-an-interview-with-lili-refrain/</link>
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		<pubDate>Sat, 26 Oct 2013 10:14:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Lili Refrain]]></category>
		<category><![CDATA[Shippinghead]]></category>
		<category><![CDATA[Trips und Träume]]></category>

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		<description><![CDATA[Let&#8217;s start in a conventional way: How was it as you started playing music, did you have a classical education, and when did you start the project that we know as „Lili Refrain“? I started playing guitar when I was &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2013/10/26/a-powerful-channel-of-catharsis-an-interview-with-lili-refrain/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Let&#8217;s start in a conventional way: How was it as you started playing music, did you have a classical education, and when did you start the project that we know as „Lili Refrain“?</strong></em></p>
<p>I started playing guitar when I was 14, I&#8217;ve never taken lessons but I would love to have a classical education. I’m an autodidact and I learned to play trying to emulate the guitarists that I liked more at that time. One of the first riffs I learned was Fade to Black, I loved the day when I learned it all! My solo project started in 2006 when I focused my interest on research about stratification. I started doing experiments of overlapping sound with tape, multitrack and sequencer. The desire to bring this project also in live performance made me enter in the universe of the loop in real time, and it was absolute a revolution!</p>
<p><em><strong>In your live performances you often use loop techniques, and let the music go its own way. There are recordings where you even leave stage and communicate, while the music goes on playing. On other occasions it is as if you jam with yourselves. Would you say that this has something of an ideal middle way between having control (as a solo musician) and staying flexible (as a part of something that is independent from your control)?</strong></em></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/10/lilirefrain564.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-7777" title="lilirefrain564" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/10/lilirefrain564-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>The loop technique allows me to create innumerable orchestrations of myself leaving me free to control everything or improvise on sound layering that I create in real time. Certainly this use of loops requires a great form of control, especially rhythmic. Just change an accent or wrong a time and the song becomes something else. I really like to leave interact this kind of rigor with the absolute unpredictability of events although my control component is also present during the radical improvisations. This freedom and flexibility is the reason why I don’t use any backing tracks created previously.</p>
<p><em><strong>Refering to the previous question: Which idea of an artist do you prefer – the artist as the creator and author of his work, or the artist as a kind of channel, through which beauty and energy flow?</strong></em></p>
<p>All living beings are channels through which energy flows, in my opinion the artist is one who cannot help but hold these energies, working with them through his personal feelings to sublimate them in something different such as music, poetry, paint, dance or theatre&#8230;and redefine reality sharing all this with the others. Rather than a creator is a bridge<span style="font-family: Symbol,serif;"></span>between the invisible and visible, between something very quiet and something screaming&#8230;<span style="font-family: Symbol,serif;"></span>is a re-creator</p>
<p><em><strong>If you had to decide whether you exclusively use your voice or your guitar, which one would you choose?</strong></em></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/10/lilirefrain.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-7778" title="lilirefrain" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/10/lilirefrain-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>This question upsets me sincerely! Before &#8220;9&#8243; I replied without delay that I could never do without my guitar, <span style="font-family: Symbol,serif;"></span>it has always been the instrument through which I expressed and it was crucial for my new album that as been a work emotionally very important and very intense for me. Now that “9” is out, I think I&#8217;m also ready for an instrument like voice. I recently discovered this universe and I’m madly in love with it! The voice is an instrument much more intimate and unpredictable, I believe it takes great courage to use it seriously, but of course, I plan to do it.</p>
<p><em><strong>Have you used your voice always like that? Was there something that made you stop “conventional” singing or was it something gradual?</strong></em></p>
<p>If for “conventional” singing you mean the use of words, I can tell you that I never felt the need to entrust my voice to the use of verbs at the moment.<span style="font-family: Symbol,serif;"></span>I prefer to trust instinct, belly, and let my voice free to express itself in all its possibilities, from screams to whispers, from the lyrical drama to the irony of certain falsetto <span style="font-family: Symbol,serif;"></span>just like children when they are caught by strong emotions&#8230; Certainly having listened some compositions of G. Ligeti like his “<em>Aventures</em>” and “<em>Nouvelles Aventures</em>” was very important and was a real enlightenment to me <span style="font-family: Symbol,serif;"></span>in this direction .</p>
<p><em><strong>Maybe it&#8217;s already a music journalism cliché to talk about „voice used like an instrument“, but it&#8217;s obvious that you have a strong focus on the onomatopoetical use of language and on echolalia. Do you think that the most important and profound expressions are made by the sound/form of words rather than by semantics?</strong></em></p>
<p>Oh! “Onomatopoetical” is a fantastic word!!!! More than a matter of importance is a matter of choice I think. For me music is a language closely related to emotion rather than semantic and of course, I like the sound of certain syllables, I like to use the roughness of some phonemes or the sensitivity of certain vowels. For me is not important if they have a semantic meaning, what interests me is the strength of their gestures.<span style="font-family: Symbol,serif;"></span>I think the sound of laughter has no need of the word &#8220;laughter&#8221; to be better understood&#8230;</p>
<p><em><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/10/lilipraline.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-7779" title="lilipraline" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/10/lilipraline.jpg" alt="" width="242" height="243" /></a>As I played your video of „Nature Boy“ to a friend who only knew the classical versions of the song, he first thought you intended to negotiate the original, but later revised his impression. What was the reason for interpreting this song and what is your opinion to the romantic philosophy that is carried in it?</strong></em></p>
<p><em>Nature Boy</em> is a song that always has a strong impact on me although I always listened the instrumental versions and I didn’t know the lyrics&#8230;<span style="font-family: Symbol,serif;"></span>What I like about this song is its evocative nature. I decided to use it also with its text as a perfect interlude between the two parts of my live that represent the invocation of emotion and technique, “<em>Ipnotica</em>” and “<em>Imitatio</em>”. Regarding the message of this song I absolutely agree that the only thing that really matters is “<em>just to love and be loved in return</em>”!</p>
<p><em><strong>I experience your music as way powerful, but with a strong undertone of desperate rage, which makes it even more energetic. Do you believe in a cathartic function of music?</strong></em></p>
<p>Of Course! Music has always been a powerful channel of catharsis, for me is the best way to express every personally feeling that I live, from happiness to despair.</p>
<p>“<em><strong>Polyphylla Fullo” seems to present a very painful experience (at least your singing seems to indicate that). Can you say a few words about that song?</strong></em></p>
<p>“Polyphylla Fullo” is a song which I am very attached. Is part of my first CDr and is the song with which I like to introduce my live performance<span style="font-family: Symbol,serif;"></span>complete with explanatory panel. Is a song<span style="font-family: Symbol,serif;"></span>dedicated to one of my favourite insects. The Polyphylla Fullo is one of the few Coleoptera that live in trees instead of on earth and eating pine needles instead of dung.<span style="font-family: Symbol,serif;"></span>Is a kind of outsider who prefer a better life, probably more difficult to live. For what is pleasant to sit outside the group, this is always a rather painful&#8230;</p>
<p><em><strong>One of the most energetic pieces is the „Nine Guitar Symphony“. It&#8217;s already from 2006, has it been on your debut CDr? Do you plan to re-release these works?</strong></em></p>
<p>I am extremely pleased that you ask me about this track because this is the pieces from which all my solo project is started! It<span style="font-family: Symbol,serif;"></span>is a superposition of nine classical guitars and was one of my first experiments with overlapping sound. I recorded it at home, using a multitrack tape, without making any use of loop or any post-production.<span style="font-family: Symbol,serif;"></span>When I felt the need to present my solo project also in live form, I bought a new electric guitar that I immediately called “9” that, thanks to this song, represented to me the symbol of multiplicity.<span style="font-family: Symbol,serif;"></span>I didn’t know that after two albums will born! I’d like to re-release it, also during a live performance, but I need of nine different guitarists!</p>
<p><em><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/10/lilirefrainbig-200x300.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-7780" title="lilirefrainbig-200x300" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/10/lilirefrainbig-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a>Why did you dedicate your album to the nine muses?</strong></em></p>
<p>As I said before “9” is the name of my guitar and is mainly to it that my album is dedicated.<span style="font-family: Symbol,serif;"></span>Nevertheless the number “9” has a very wide symbology, including the number of the Muses. The first part of my album contains an “Invocation” and surely the first song, “<em>INCIPIT</em>- <em>number 9</em>”, want to make a propitiatory tribute to them.</p>
<p><em><strong>The album contains nine songs, whose titles all consist of a word with the initial „I“, which is the ninth letter of the alphabet. Does this also refer to an interest in the sound of language?</strong></em></p>
<p>Not exactly.<span style="font-family: Symbol,serif;"></span>This album is principally an initiatory journey through three stages. Each stage contains three other phases.<span style="font-family: Symbol,serif;"></span>The choice to coincide the number of tracks and the initial letters of its titles to the number “9” is totally aesthetic.</p>
<p><em><strong>Numerology and the three parts „Invocazione“, „Iniziatione“ and „Incantesimo“ suggest also a occult interest. Is there any reference to this?</strong></em></p>
<p>Of course. The symbolism and alchemy that revolve around number “9”<span style="font-family: Symbol,serif;"></span>are too strong to be not considered.<span style="font-family: Symbol,serif;"></span>But numerology is a discourse rather complex to be addressed in a few lines without being banal&#8230;. We could talk about that in the tarot the ninth major arcane is the Hermit,<span style="font-family: Symbol,serif;"></span>who has the awareness of light and shadow. It is the number associated with the months of human creation and in some literature is associated with the Devil according to the hypothesis that Jesus Christ has died after nine hours of agony&#8230;<span style="font-family: Symbol,serif;"></span>Mainly I focused my attention on the numerical symbolism related to initiation. This album is an autobiography and a personal reflection about emotional and contrapuntal possibilities of overlapping sound. The division into three parts consisting each of three pieces is more a metaphor about the route I have undertaken with my music until now<span style="font-family: Symbol,serif;"></span></p>
<p><em><strong>Your music sometimes shows traces of several Americana styles (also a title like “Desertsnake ballad” goes in that direction). Are there any influences from American artists? Do artists like Jarboe mean something to you?</strong></em></p>
<p>I didn’t know Jarboe before your question! She reminded me a bit &#8216;Diamanda Galas that is an artist that I really adore! I listen to a lot of music and the list of American artists is as long as that for Europeans. Rock was born in America, who was not affected? In Europe was born what is called “classical music” and I really adore composers such as Gesualdo, Bach, Beethoven, Stravinsky&#8230; when I think of my main influences I can talk to you about the <em>Third Movement</em><em> </em>of the Vivaldi’s <em>Summer</em> played by an heavy metal band with many deleay!</p>
<p><em><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/10/Lili+Refrain.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-7781" title="Lili+Refrain" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/10/Lili+Refrain-203x300.jpg" alt="" width="203" height="300" /></a>Your music was once described as “Espers jamming with a post-me(n)tal attitude, but with the Southern Lord blackened mood”. How comfortable do you feel with such a description?</strong></em></p>
<p>Ahahahah!!!<span style="font-family: Symbol,serif;"></span>Often people who try to describe something not definable in a genre can create very funny chimeras! I like to use the term SHIPPINGHEAD to define my music, a border land where nightmares and sweet dreams are interwoven, switching between redundancy, minimalism, lyricism and of course, my background comes from metal and I don’t keep it hidden!</p>
<p>(M.G. &amp; U.S.)</p>
<p><a href="http://lilirefrain.blogspot.de/">Lili Refrain @ Blogspot</a></p>
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		<title>A Powerful Channel of Catharsis. Interview mit der Musikerin Lili Refrain</title>
		<link>https://africanpaper.com/2011/08/31/lili-refrain-interview/</link>
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		<pubDate>Wed, 31 Aug 2011 20:35:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Lili Refrain]]></category>
		<category><![CDATA[Shippinghead]]></category>
		<category><![CDATA[Three-Legged Cat]]></category>
		<category><![CDATA[Trips und Träume]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Rede vom Verschmelzen des Künstlers mit seinem Werk muss nicht zwangsläufig ein Gemeinplatz sein. Die junge römische Musikerin Lili Refrain jedenfalls, die unlängst ein Album namens “9” aufnahm und ihrer Gitarre widmete, behandelt ihr Instrumentarium beinahe wie ein lebendes &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/08/31/lili-refrain-interview/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/lilirefraintop.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1207" title="lilirefraintop" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/lilirefraintop.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Die Rede vom Verschmelzen des Künstlers mit seinem Werk muss nicht zwangsläufig ein Gemeinplatz sein. Die junge römische Musikerin Lili Refrain jedenfalls, die unlängst ein Album namens “9” aufnahm und ihrer Gitarre widmete, behandelt ihr Instrumentarium beinahe wie ein lebendes Wesen, sich selbst benennt sie auf der anderen Seite nach einem musikalischen Begriff. Immer scheint die Musik selbst Thema ihrer Arbeiten zu sein, klingt sie doch in einigen ihrer Songtitel ebenso an wie in häufigen zitathaften Rückgriffen auf bekannte und weniger bekannte Stationen der Musikgeschichte. <span id="more-1206"></span>Im Interview erweist sie sich darüber hinaus als ausgesprochen reflektierte Gesprächspartnerin, was die Machart und die mögliche Wirkung ihrer Werke betrifft. Selbstredend muss der Hörer nicht firm sein in den Theorien des Performativen oder der alchemistischen Konnotation von Zahlen, um von Lilis Musik berührt zu sein. Dass ihre Aufnahmen schwer zu kategorisieren sind, kommt unter anderem im folgenden Interview zur Sprache – Verortungen in den Überschneidungsbereichen zwischen psychedelisch angehauchtem Folk, klassischem Rock und experimenteller Musik sind aber dennoch legitim, wenn man denn Begriffe dieser Art nicht allzu eng fasst. Bemerkenswert ist die für eine Einzelkünstlerin überraschende Energie, die sie mehr oder weniger allein mit ihrer akustisch wie verstärkt gespielten Gitarre und ihrer Stimme hervorbringt. An einigen Stellen mag man geneigt sein zu vergessen, dass man es nicht mit einer mehrköpfigen Band zu tun hat. Dies wird vor allem auch bei den Aufnahmen einiger Live-Performances deutlich, die im Netz zu finden sind, und die auf zukünftige Auftritte auch in unseren Breiten hoffen lassen.</strong></p>
<p><a title="A Powerful Channel of Catharsis. An Interview with Lili Refrain" href="http://africanpaper.com/2013/10/26/a-powerful-channel-of-catharsis-an-interview-with-lili-refrain/"><strong>Read the English version </strong></a></p>
<p><em><strong>Lass uns ganz altbacken beginnen: Wann hattest du mit der Musik begonnen, hattest du eine klassische Ausbildung genossen und wann ging es los mit dem Projekt, das wir als “Lili Refrain” kennen?</strong></em></p>
<p>Ich fing mit dem Gitarrespielen an, als ich vierzehn war. Ich hatte nie Unterricht, aber ich hätte gerne eine klassische Ausbildung erhalten. Ich bin reine Autodidaktin und ich begann damit, die Gitarristen nachzuspielen, die ich damals am meisten mochte. Eines der ersten Riffs, die ich drauf hatte, war aus „Fade to Black“ von METALLICA, ich liebte den Tag, als ich das alles gelernt hatte. Mein Soloprojekt begann 2006, als sich mein Interesse mehr darauf richtete, das Anordnen von Klangschichten zu erkunden. Ich begann mit überlagerten Sounds zu experimentieren, mit Tape, Mehrspurrekorder und Sequenzer. Das Verlangen, das auch auf der Bühne umzusetzen war mein Eintritt in die Welt der Loops in Echtzeit, es war für mich absolut eine Revolution!</p>
<p><em><strong>Wenn du bei Konzerten Looptechniken benutzt, lässt du der Musik oft ihren ganz eigenen freien Lauf, und manchmal wirkt es wie eine Art Jammen mit dir selbst. Denkst du es gibt einen idealen Mittelweg zwischen der Kontrolle, die man als Solokünstler über die Performance hat und der Flexibilität, wenn man eher Teil von etwas Größerem ist?</strong></em></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/lilirefrain564.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-1208" title="lilirefrain564" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/lilirefrain564-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>Die Looptechniken erlauben mir zahlreiche Orchestrierungen meiner selbst, sie lassen mir die Freiheit, alles zu kontrolieren oder mit Soundschichten in Echtzeit zu improvisieren. Auf jeden Fall erfordert der Gebrauch von Loops eine großes Maß an Kontrolle, vor allem was den Rhythmus betrifft. Ändere den Akzent ein bisschen oder schätze die Zeit falsch ein, und schon wird der Song zu etwas ganz anderem. Ich mag es, die darin enthaltene Rogorosität mit der absoluten Unvorhersehbarkeit der Ereignisse interagieren zu lassen, wenngleich die Kontrollkomponente auch während radikaler Improvisationen präsent ist. Diese Freiheit und Flexibilität ist der Grund, weshalb ich niemals fertige Aufnahmen in die Konzerte integriere.</p>
<p><em><strong>Im Bezug auf die vorherige Frage: Welche Vorstellung vom Künstler ist dir näher – die vom Künstler als Schöpfer eines Werks oder die vom Künstler als einer Art Kanal, durch den Schönheit und Energie fließen?</strong></em></p>
<p>Alle Lebewesen sind Kanäle, durch die Energie fließt, der Künstler ist meines Erachtens jemand, der nicht anders kann, als diese Energie festzuhalten, und durch seine eigenen Gefühle mit ihr zu arbeiten und sie zu etwas anderes zu sublimieren, etwas wie Musik, Poesie, Malerei, Tanz oder Theater.. und die Wirklichkeit neu zu erfinden, indem er all dies mit anderen teilt. Eher als einen Schöpfer würde ich ihn als eine Brücke bezeichnen zwischen dem Unsichtbaren und dem Sichtbaren, zwischen etwas sehr Leisem und dem Schrei – er ist ein Wieder-Schöpfer!</p>
<p><em><strong>Wenn du zu entscheiden hättest, dich entweder auf deine Stimme oder auf die Gitarre zu konzentrieren, was würdest du wählen?</strong></em></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/lilirefrain.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-1209" title="lilirefrain" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/lilirefrain-300x200.jpg" alt="" width="300" height="200" /></a>Diese Frage bringt mich zur Zeit ernsthaft durcheinander! Vor “9″ antwortete ich ohne zu zögern dass ich niemals ohne meine Gitarre Musik machen könnte, sie war seit jeher das Instrument, durch das ich mich am besten ausdrücken konnte. Sie war wesentlich für mein neues Album, das ein sehr wichtiges und intensives Werk für mich ist. Jetzt, wo “9” draußen ist, denke ich, dass ich nun auch bereit bin für ein Instrument wie die Stimme. Ich habe dieses Universum erst vor kurzem entdeckt und mich wahnsinnig verliebt in die Möglichkeiten, die damit verbunden sind. Die Stimme ist ein sehr viel intimeres und vor allem ein unberechenbares Instrument, ich denke, dass es sehr viel Mut erfordert, sie ernsthaft einzusetzen. Ich habe aber in jedem Fall vor, das zu tun.</p>
<p><em><strong>Hast du deine Stimme schon immer auf diese Weise gebraucht? Gab es etwas, dass dich davon abbrachte, auf “konventionelle” Art zu singen, oder war es eher etwas graduelles?</strong></em></p>
<p>Wenn ihr mit “konventionelle Art zu singen“ den Gebrauch von Wörtern meint, so kann ich sagen, dass ich bisher noch nie meiner Stimme den Gebrauch von Sprache anvertraut hatte. Ich ziehe es vor, dem Instinkt bzw. dem Bauch zu vertrauen und meiner Stimme freien Lauf zu lassen in all ihren Möglichkeiten – vom Schreien bis zum Flüstern, vom lyrischen Drama bis zum ironischen Klang eines gewissen Falsetts, das man von Kindern her kennt, die von starken Gefühlen übermannt werden.. Auf jeden Fall war es eine wichtige Erfahrung, bestimmte Kompositionen von G. Ligeti zu hören. Seine “Aventures” und “Nouvelles Aventures” haben meinen Horizont sehr in diese Richtung erweitert.</p>
<p><em><strong>Dir scheint stattdessen die “onomatopoetische” Seite der Sprache sehr wichtig zu sein. Denkst du, dass der Klang bzw. die Form von Wörtern mehr ausdrückt als ihre Semantik?</strong></em></p>
<p>Oh ja, “onomatopoetisch” ist ein fantastisches Wort!!!! Mehr als eine Sache der Wichtigkeit ist dies aber, wie ich denke, eine Frage der persönlichen Neigung. Für mich ist Musik eine Sprache, die sehr nah an den Gefühlen ist, viel mehr als die Semantik <strong>(die Onomatopoesie ist ein Stilmittel, bei dem außersprachliche Klänge lautmalerisch nachempfunden werden; das können Ausrufen wie “päng!” sein, aber auch ein Wort wie “meckern” erinnert klanglich schon leicht an das Gemecker einer Ziege – Anm.d.Red) </strong>. Und ja, ich mag den Klang bestimmter Silben, ich mag den Gebrauch von Rauheit bestimmter Phoneme oder die Sinnlichkeit bestimmter Vokale. Für mich ist es nicht wichtig, ob sie eine spezielle Bedeutung haben, was mich interessiert ist die Kraft ihrer Gesten. Ich denke, der Klang des Lachen braucht das Wort “Lachen” nicht, um besser verstanden zu werden…</p>
<p><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/lilipraline.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-1271" title="lilipraline" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/lilipraline.jpg" alt="" width="242" height="243" /></a><em>Zu deinen Liveshows zählt auch eine experimentelle Version des Klassikers “Nature Boy”, den viele in den Interpretationen von Nat King Cole und David Bowie kennen. Als ich es kürzlich einem Freund vorspielte, dachte er zunächst, du wolltest den Song durch den Kakao ziehen, revidierte aber hinterher seinen Eindruck. Was war der Anlass zu dieser Neuinterpretation, und wie denkst du über die in dem Song anklingende Philosophie?</em></strong></p>
<p>“Nature Boy” ist ein Lied, das schon immer eine große Wirkung auf mich hatte, und das obwohl ich früher nur die Instrumentalversion kannte und nichts über den Text wusste. Was ich an dem Lied schätze ist seine evokative Natur. Ich hatte mich entschieden, es in meine Performances einzubauen, weil es anscheinend ein perfektes Zwischenspiel ist zwischen dem Heraufbeschwören von Emotion und Kunstfertigkeit – “Ipnotica” und “Imitatio”. Was die Botschaft des Liedes betrifft, so stimme ich absolut überein, dass sie das einzige anspricht, das wirklich von Bedeutung ist: “just to love and be loved in return”!</p>
<p><em><strong>Deine Musik ist sehr kraftvoll, hat aber auch einen verzweifelten Unterton, der die Energie noch zu verstärken scheint. Glaubst du an die kathartische Funktion von Musik?</strong></em></p>
<p>Ganz sicher! Musik war seit jeher ein starker Kanal der Katharsis, für mich ist sie der beste Weg, jedes persönliche Gefühl auszudrücken, von Freude bis zu Verzweiflung.</p>
<p><em><strong>“Polyphylla Fullo” scheint auf eine sehr schmerzvolle Erfahrung zu referieren (zumindest erweckt dein Gesang diesen Eindruck). Kannst du ein paar Worte zu diesem Lied sagen?</strong></em></p>
<p>“Polyphylla Fullo” <strong>(was eine Art Blatthornkäfer bezeichnet, die in Deutschland Walker oder Türkischer Maikäfer genannt wird – Anm.d.Red.)</strong> ist ein Song, der mir sehr nah ist. Es ist auf meiner ersten CDr enthalten und ist der Song, mit dem ich meine Liveshows einleite. Es ist einem meiner Lieblingsinsekten gewidmet – Polyphylla Fullo ist einer der wenigen Käfer, die auf Bäumen und nicht auf der Erde leben und sich von Kiefernnadeln ernähren anstatt von Dung. Das Tier ist ein Außenseiter, der ein besseres Leben vorzieht, auch wenn es vielleicht schwieriger zu führen ist. Es ist immer ziemlich schmerzhaft, außen vor zu sein für etwas, dass man will und das einem wichtig ist..</p>
<p><em><strong>Eines deiner kraftvollsten Stücke heißt „Nine Guitar Symphony“ und stammt aus dem Jahr 2006. War das auch auf deiner Cdr, und planst du diese Arbeiten nochmals zu veröffentlichen?</strong></em></p>
<p>Ich bin sehr froh, dass ihr mich nach diesem Lied fragt, denn mit genau diesem Stück hatte ich mein Soloprojekt gestartet! Es ist eine Kollagen von neun klassischen Gitarrenspuren und war mein erstes Experiment mit überlappenden Sounds. Ich hatte es zuhause mit einem Mehrspur-Rekorder aufgenommen ohne die Hilfe von Loops und ohne irgendwelche Post-Produktion. Als ich den Drang verspürte, meine Solosachen auch Live darzubieten, kaufte ich mir eine neue E-Gitarre und nannte sie sofort “9”, weil die Zahl dank dieses Songs für mich ein Symbol der Vielfalt war. Ich würde es gerne neu veröffentlichen, auch im Rahmen von Performances, aber ich brauche dafür neun unterschiedliche Gitarristen!</p>
<p><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/lilirefrainbig-200x300.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-1211" title="lilirefrainbig-200x300" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/lilirefrainbig-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a><em>Bezieht sich die Zahl auch auf die neun Musen der antiken Mythologie?</em></strong></p>
<p>Wie gesagt ist “9” der Name meiner Gitarre, und ihr ist mein Album hauptsächlich gewidmet. Dennoch hat die Zahl “9” eine sehr weite Symbolbedeutung, die auch die Zahl der Musen einschließt. Der erste Teil meines Albums enthält eine “Beschwörung”, und der erste Song, “INCIPIT- number 9”, soll eine Ehrerbietung an sie darstellen.</p>
<p><em><strong>Alle neun Songs deines Albums beginnen mit einem „I“, dem neunten Buchstaben des Alphabets. Ging es dabei auch um den Klang?</strong></em></p>
<p>Nicht wirklich. Das Album ist im Prinzip eine Initiationsreise durch drei Stadien. Jedes Stadium enthält wiederum drei Phasen. Die Entscheidung, die Anzahl der Songs und die Initialen ihrer Titel in der Zahl “9” zusammen fallen zu lassen, war rein ästhetisch motiviert.</p>
<p><em><strong>Die numerologische Komponente und die drei „Invocazione“, „Iniziatione“ and „Incantesimo“ benannten Teile implizieren ein okkultes Interesse. Gibt es da einen Bezug?</strong></em></p>
<p>Definitiv. Die Symbolik und Alchemie rund um die Zahl “9” sind zu stark um sie nicht zu registrieren. Doch Numerologie ist ein zu komplexer Diskurs, um ihn in wenigen Zeilen abzuhandeln ohne dabei banal zu werden… Wir könnten darüber reden, dass im Tarot das neunte große Arkanum der Eremit ist, der über Licht und Schatten weiß. Es ist die Zahl, die mit den Monaten der menschlichen Schöpfung assoziiert ist, und in mancher Literatur wird sie auch mit dem Teufel in Verbindung gebracht, bezogen auf die Hypothese, dass Jesus Christus nach neun Stunden der Agonie starb… Ich konzentrierte mich primär auf den symbolischen Bezug zur Initiation. Das Album ist autobiografisch, und primär eine persönliche Reflexion über die emotionalen Möglichkeiten überlappender Sounds. Die Einteilung in drei Teile, die wiederum aus drei Stücken bestehen, ist mehr eine Metapher über den Weg, den ich mit meiner Musik bis jetzt gegangen bin.</p>
<p><em><strong>Deine Musik klingt manchmal sehr amerikanisch (auch ein Titel wie “Desertsnake ballad” erweckt diesen Eindruck). Gibt es Einflüsse von amerikanischen Künstlern? Bedeuten dir Musiker wie Jarboe etwas?</strong></em></p>
<p>Ich wusste nichts über Jarboe vor dieser Frage! Sie erinnert mich ein bisschen an Diamanda Galás, eine Künstlerin, die ich sehr verehre! Ich höre eine Menge Musik und die Liste der amerikanischen Künstler, die ich mag, ist so lang wie die der Europäer. Rock wurde in Amerika geboren, doch wer wurde nicht davon infiziert? In Europe wurde geboren, was man gemeinhin “Klassische Musik” nennt, und ich verehre Komponisten wie Gesualdo, Bach, Beethoven, Stravinsky… Wenn ich über meine wichtigsten Einflüsse nachdenke, dann muss ich den dritten Satz von Vivaldis „Sommer“ nennen – aber gespielt von einer Heavy Metal-Band mit viel Delay!</p>
<p><em><strong>Dein Label beschreibt deine Musik als “Espers jamming with a post-me(n)tal attitude, but with the Southern Lord blackened mood”. Wie gut kommst du mit solchen Beschreibungen klar?</strong></em></p>
<p>Ahahahah!!! Wenn Leute etwas beschreiben müssen, das nicht hundertprozentig in ein bestimmtes Genre passt, erschaffen sie oft witzige Chimären! Ich benutze gerne den Ausdruck SHIPPINGHEAD, um meine Musik zu charakterisieren, ein Grenzland, in dem Alpträume und süße Träume ineinander verwoben sind, wo sich Wiederholung, Minimalismus und das Lyrische begegnen. Und mein Hintergrund kommt vom Metal, und ich habe nicht vor, das zu verstecken!</p>
<p><em><strong>Was muss man sich unter “Shippinghead” vorstellen?</strong></em></p>
<p>Das ist nicht so leicht zu erklären, aber ich versuche es: Alles begann damit, dass so viele Leute fragten, was für eine Art Musik ich mache, und ich nie richtig wusste, was ich antworten sollte. Eines Tages, während einer exzessiven Loopbeschallung in meiner Wohnung, sagte ein sizilianischer Freund, der gerade zu Besuch war und schon ganz erschöpft war von dieser ganzen Redundanz “ich weiß, was für eine Art Musik du machst: Du spielst SCIPPA TESTA!”. Es war ein Witz, aber für mich war es eine Offenbarung. In Sizilien ist es eine Art geflügeltes Wort, das verwendet wird, wenn eine Person sehr betrunken ist und seine mentalen Funktionen nicht mehr unter Kontrolle hat. Wörtlich heißt es einfach “abgeschnittener Kopf”. Musik, und vor allem exzessive Wiederholung kann zu ähnlich veränderten Bewusstseinszuständen führen wie Drogen. Denk nur an die Kraft von Mantras zum Bespiel. Mit Loops ist es das gleiche, man könnte meine Musik ja als ein etwas komplexeres Mantra bezeichnen.<br />
Zum Konzept von “SHIPPINGHEAD”: Es ist nur ein Wortspiel, dass auf der Assonanz zwischen “SCIPPA” und “SHIPPING” basiert, und auf der Gemeinsamkeit zwischen “kopflos” und “schiffbrüchig”. Vielleicht kann man meine Musik ja so sehen – “like a ship which helps to SHIP your HEAD away and leaves you shipwrecked in your soul…”</p>
<p>(M.G. &amp; U.S.)</p>
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		<title>LILI REFRAIN: 9</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Aug 2011 20:15:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[LILI REFRAIN ist eine junge römische Gitarristin und Sängerin, die bisher vor allem im eigenen Land von sich reden machte. Vor rund zwei Jahren erschien ein schlicht „Lili Refrain“ betiteltes Debütalbum auf CDr, das die Künstlerin wohl ohne weitere Unterstützung &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/08/31/lili-refrain-9/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/lilirefrain9.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-1204" title="lilirefrain9" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/lilirefrain9-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>LILI REFRAIN ist eine junge römische Gitarristin und Sängerin, die bisher vor allem im eigenen Land von sich reden machte. Vor rund zwei Jahren erschien ein schlicht „Lili Refrain“ betiteltes Debütalbum auf CDr, das die Künstlerin wohl ohne weitere Unterstützung aufnahm, und das erwartungsgemäß in unseren Breiten kaum beachtet wurde. <span id="more-1203"></span></p>
<p>Auch an mir ging die Scheibe bislang vorbei, wobei mich die Informationen, die ich später bei ihrem Label bekam, schon neugierig machten – dort ist von Lilis ersten Stimmexperimenten im Rahmen sakraler Musik die Rede, von energiegeladener psychedelischer Gitarrenarbeit, von hypnotischen Loops und pastoralen Ruhephasen. Von Einflüssen, die von GYÖRGY LIGETI bis zu 70er-Jahre Rock und Metal reichen. Zu guter Letzt wird ihre Musik noch, zugegebenermaßen etwas schematisierend, als Drone-Metal-Variante vom Folksound der ESPERS beworben. Das ist natürlich alles in allem eine hohe Messlatte für ihre erste reguläre CD, die nach der Zahl der Musen schlicht „9“ betitelt ist und vor wenigen Wochen beim Label <em><span style="font-size: xx-small;">TRIPS UND TRÄUME</span></em> in Koproduktion mit <em><span style="font-size: xx-small;">THREE LEGGED CAT</span></em> erschien. Dabei handelt es sich erneut um eine Soloarbeit, Lili wartet diesmal mit „Guitars, Voices, Bow on Steel &amp; Bass“ auf und bringt ein Werk zustande, das, um es vorweg zu nehmen, ungemein kraftvoll ausgefallen ist und wie die ausgereifte Arbeit einer routinierten Band wirkt.</p>
<p>Die Platte ist in drei Abschnitte mit je drei Song gegliedert, die das ganze in einen ritualistischen Kontext setzen oder zumindest einen derartigen Eindruck erwecken – der erste Abschnitt ist mit „Invocazione“ (Beschwörung) überschrieben. Der Opener „Incipit (Number 9)“ beginnt wie alle Stücke des Albums mit dem Buchstaben „I“, dem neunten Laut des Alphabets, und bietet ein  erwartungsvoll stimmendes Ambient-Intro. Schon kurz nach dem Auftakt ergreift eine zurückhaltende Stimme das Wort, doch den Großteil des akustischen Raumes nimmt eine hypnotisch wirkende Klangfläche ein, die, gleichwohl elektronisch bearbeitet, weit mehr ist als alles, was ein abgewirtschafteter Begriff wie „Dark Ambient“ suggerieren mag. Im weiteren Verlauf ergänzt Lili das Klangbild durch deutlicher zu erkennenden Gesang, der klassisch anmutet – was für den Unkundigen zunächst für Italienisch gehalten werden mag, entpuppt ich als Schall und Wahn, als verhalten ekstatische Feier der Lautmalerei. Schon bei diesem Intro basiert alles auf musikalischen Prinzipien wie Loop, Variation und Steigerung, was im Verlauf beibehalten wird. Auch kleine Rockzitate klingen bereits an. Der zweite Song, „Ipnotica (Desertsnake Ballad)“, beginnt zunächst recht zaghaft mit dezentem aber eindringlichem Finger Picking beinahe im MICHAEL CASHMORE-Stil (und der Vergleich ist nicht willkürlich gewählt). Stufenweise verwandelt der Song sich aber in den nächsten Minuten in ein Stück ekstatisch aufpeitschenden Desert Folks, der durch die lautmalerischen Vocals, die auf der ganzen CD nur selten in Textvortrag herkömmlicher Art übergehen, an Kraft und Entrücktheit noch gewinnt. Der Titel dieses frühen Höhepunktes ist hier Programm, denn der Song ist in der Tat hypnotisch und beschwört eine fesselnde Geisterstadtatmosphäre herauf, die natürlich auch irgendwie italienisch ist, wenn man an den Italo-Western denkt. Auch andere Stücke beginnen zunächst sparsam und repetitiv. „Imitatio“ erinnert mit einer sich einprägenden Skala an Tönen an die so genannte Minimal Music. Gitarren kommen hinzu, zunächst Soli mit einschmeichelnden Melodien, dann wird das Spiel verzerrter, krachiger, alles mündet in Rock, der jedoch völlig neu kontextualisiert erscheint. Nachdem der Song sich erst einmal richtig aufgebaut hat, ist er ein großartiges Beispiel an Fülle und Intensität.</p>
<p>Der zweite Teil trägt den Titel „Iniziazione“ und beginnt mit dem Stück „Insultura (On Trembling Earth)“, welches dann endgültig die rockige Seite von Lilis Kunst repräsentiert. Es gibt recht bald BLACK SABBATH-artige Stoner-Riffs, allerdings wartet der Hörer unter Umständen vergebens auf Drumeinsatz oder bekannte Strukturen wie das gängige Schema von Strophen und Refrain. Doch bei dem keinesfalls improvisiert wirkenden Fragmentcharakter des Songs hat man nicht im Mindesten das Gefühl, das etwas fehlen würde, im Gegenteil wird auch hier wieder Fülle geboten, denn dem Titel entsprechend zittert die Erde wirklich wie unter einer Naturgewalt, die sich nur langsam wieder beruhigt und einige kleine Nachbeben nach sich zieht. Ich möchte jetzt nicht auf alle Stücke des Albums eingehen, obwohl hier eine große Vielfalt vorliegt, mit der man sich ausgiebig befassen könnte. Es wiederholen sich folkige Improvisationsfeuer auf der akustischen Gitarre, Stücke, die an slawische Volkstänze erinnern, oder Passagen, die von opernhaften Echolalien geprägt sind und (als vielleicht am ehesten italienische Parts) Assoziationen zu Arien bei Monteverdi und Cavalli wecken. Dabei ist die Struktur nicht nur von Wiederholung und Variation geprägt, sondern auch von sprunghaften Brüchen, bei denen ein Stück schon mal komplett seine Richtung wechseln kann und entweder in ein hörspielartiges Sample, in ein rhythmisches Gewitter (Man vergleiche auch den entsprechenden Untertitel „Compulsive Techno Massacre“.) oder in das kunstvoll eingewobene Kinderlied „Fra. Martino“ (Bruder Jakob) mündet, bei dem Lilis verfremdete Stimme ganz kurz wie ein  Kinderchor erklingt.</p>
<p>Was nach dem Ende des „Incantesimo“ betitelten dritten Teiles bleibt, ist der Eindruck eines sehr kraftvollen Albums, bei dem Kategorien wie die schon angeführten Begriffe Psychedelic, Stonerrock und Minimal Music zu kurz greifen, obwohl die Musik ihrer durchaus würdig ist. Denn sagen wir&#8217;s ehrlich – seit Jahren schmückt sich jede zweite Akustikcombo, die ein bisschen mehr macht als biederes Akkordeschrammeln, mit dem Begriffsfetisch „Psychedelic“, und selbst da, wo es dann ein bisschen dröhnender zugeht, wird einem meist Entspannungsmusik geboten. Das ist hier keineswegs der Fall, Refrains Songs treten in alle Ärsche und sind so vielgestaltig wie ein spontanes Jam zwischen DIAMANDA GALÁS, ERNESTO TOMASINI, SIX ORGANS OF ADMITTANCE und ELECTRIC WIZARD, irgendwo in der Wüste von New Mexico. Ich geb&#8217;s zu, ich konnte nicht widerstehen, eine italienische Review durch den Babelfish zu jagen. Zwischen dem informativen Kauderwelsch um Südliche Herren und Postfelsen, das ich erwartungsgemäß ausgespuckt bekam, fand sich auch dieser in seiner Einfachheit rührende Satz, der viel mehr sagt als alle Verquastheiten über Semiotik, die man hier anschließen könnte: „Sie ist ein Gitarrenspieler, und sie lässt gern die Gitarre erklingen!“ Hoffen wir, dass das so bleibt. (U.S.)</p>
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