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	<title>African Paper &#187; Mai Mai Mai</title>
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		<title>MAI MAI MAI: Rimorso</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Apr 2022 04:50:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Mai Mai Mai]]></category>
		<category><![CDATA[Maple Death Records]]></category>

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		<description><![CDATA[Als der Römer Toni Cutrone vor ungefähr zehn Jahren sein Projekt Mai Mai Mai startete, taten ihm einige Unrecht, indem sie die ersten musikalischen Lebenszeichen, allem voran das Debüt &#8220;Theta&#8221;, als kurzlebigen Abklatsch angesagter Musikmoden wie Chillwave abtaten. In den &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/04/30/mai-mai-mai-rimorso/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/04/rimorso.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-29494" title="rimorso" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/04/rimorso-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Als der Römer Toni Cutrone vor ungefähr zehn Jahren sein Projekt Mai Mai Mai startete, taten ihm einige Unrecht, indem sie die ersten musikalischen Lebenszeichen, allem voran das Debüt &#8220;Theta&#8221;, als kurzlebigen Abklatsch angesagter Musikmoden wie Chillwave abtaten. In den folgenden Alben, die in regelmäßigen Intervallen die Studiotore verließen, konnte er nicht nur ein kreatives Händchen für feinsinnige Kompositionen und ein <span id="more-29492"></span>souveränes Wissen um andockbare Bestände elektronischer Psychedelik demonstrieren, sondern auch eine mythologisch bewanderte Erzählstimme.</p>
<p>&#8220;Rimorso&#8221; kann man guten Gewissens als sein bislang &#8220;größtes&#8221; im Sinne von umfangreichstes und aufwendigstes Werk bezeichnen, und es hält mit seinen zahlreichen Gästen und dem Einsatz der menschlichen Stimme einiges an Neuerungen bereit. &#8220;Rimorso&#8221;, dessen elektronisch-akustischer Sound in fast jedem Track zu einem verqueren Clubhit taugen würde, ist eines der Alben, deren Konzept, wenn man es denn so nennen will, vage und andeutungshaft genug bleibt, um ausreichend Offenheit und Dynamik zu wahren, und doch genügend kleine Wegweiser offenbart, die auf ein diffus vorhandenes Thema deuten.</p>
<p>Alle Tracks auf &#8220;Rimorso&#8221; sind in einem Setting zuhause, das in seiner klanglichen und atmosphärischen Ausgestaltung an der Schnittstelle von Vergangenheit und Zukunft, von ländlicher Tradition und technoidem Futurismus zuhause ist, und wenn man einzelne Songs heranzoomt, könnte man versucht sein, ihre Motive an allen restlichen Ecken des Albums wiederzufinden. In der Tat ist so etwas wie ein kämpferisches Aufbegehren des Abseitigen, verkörpert durch weibliche Figuren, ein Motiv, das sich an einigen Stellen des Albums findet und sich mit allem anderen verträgt. Ganz im Zentrum der Aufmerksamkeit steht es in &#8220;Fimmene Fimmene&#8221;, in dem Cutrone und Gastsängerin Vera di Lecce (Nidi d&#8217;Arac) einem alten Protestsong süditalienischer Tabakarbeiterinnen neues Leben einhauchen. Ein schlichter Paukrhythmus verschmilzt mit den fast monotonen Proklamationen, deren melodische Zurückhaltung dem Song eine besondere Kraft verleiht.</p>
<p>Variationen eines solchen Gestus finden sich in &#8220;Musica Nova&#8221;, bei dem ein vager Bläsersound und fisselige Elektronik ganz ohne dicke Beats ein Uptempo erzeugen, das um den ungreifbar im Raum schwebenden Gesang Nzirias tanzt. Auch in &#8220;Sind&#8221;, bei dem Mai Mai Mai gleich mit mehreren Gästen viele Register filmreifer Spannungsmomente zu einer großen Geste verbindet: Pulsierene Pauken während der Ruhe vor dem Sturm, expressiver Sopran, ritueller Noise, rhytmische Rezitation wie bei einem Abzählreim und einiges mehr. Vielleicht am meisten bei den drei aufeinanderfolgenden Tracks &#8220;Il Cativo Passato&#8221; (Die schlimme Vergangenheit), &#8220;Il Futuro Perduto&#8221; (Die verlorene Zukunft) und &#8220;Rimorso&#8221;, bei denen z.T. erratischer Noise auf einen Chorgesang trifft, der einer afrikanischen Tradition entstammen könnte.</p>
<p>Aus diesen Passagen ein allzu gut fassbares Konzept zu machen, käme einer unnötigen Eselsbrücke gleich, und einige Momente &#8211; z.B. &#8220;Nostalgia&#8221;, in welchem sich die freundliche Stimme der Libanesin Youmna Saba gegenüber einem Brodeln behauptet, das sich mehr und mehr zur Lärmkulisse steigert, mehr noch in &#8220;Mediterranean Gothic&#8221; mit den spacigen Urwald-Sounds von Mike Cooper, das auch auf eines seiner eigenen Alben gepasst hätte &#8211; sprechen ebenfalls dagegen. Und doch bleibt nach den zischelnden Becken Lino Capra Vaccinas im abschließenden &#8220;Antiche Memorie&#8221; der Eindruck, dass Vergangenheit und Zukunft in dieser im besten Sinne merk-würdigen Musik etwas näher zusammengerückt sind. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Maple Death Records</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=738338115/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Klaustrophobie: Compilation u.a. mit Mantenna, Slow Slow Loris, Von Tesla, Luciano Lamanna, Mai Mai Mai</title>
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		<pubDate>Fri, 22 May 2020 04:09:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Klang]]></category>
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		<category><![CDATA[Von Tesla]]></category>

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		<description><![CDATA[Das römische Veranstaltungshaus und Label Klang a.k.a. Klang Roma hat als Quarantäne-Carepaket und Mittel zum Spendensammeln den hier vorliegenden Sampler zusammengestellt, der neben zahlreichen Größen der italienischen Experimentalmusik und Electronica auch einige internationale Geheimtipps enthält. Nicht wenige darunter standen bereits &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2020/05/22/klaustrophobie-compilation-u-a-mit-mantenna-slow-slow-loris-von-tesla-luciano-lamanna-mai-mai-mai/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das römische Veranstaltungshaus und Label Klang a.k.a. Klang Roma hat als Quarantäne-Carepaket und Mittel zum Spendensammeln den hier vorliegenden Sampler zusammengestellt, der neben zahlreichen Größen der italienischen Experimentalmusik und Electronica auch einige internationale Geheimtipps enthält. Nicht wenige darunter standen bereits auf der Bühne in den Räumlichkeiten nahe der Via Prenestina.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/05/klaustrophobie.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-21222" title="klaustrophobie" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/05/klaustrophobie.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-21220"></span>&#8220;As a music space and reality, basically we are not that able to do something really helpful for people’s health and safety, but we do strongly believe that just like music celebrates the most beautiful moments of our lives, it can be one of the best ways to overcome the worst as well. This is why we are doing our best to keep things alive, trying to entertain our public by arranging some online initiatives and to provide an escape tool from anxiety and fears, but also from boredom and discouragement.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1120951831/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p>We think this kind of proposals are the key to keep people inside their homes without going crazy and make all this pass over as soon as possible. All tracks are previously unreleased works or specific-made alternative versions of already existing tunes the artists, both from Italy and from the rest of the world, decided to share with us for this purposal. Klang is a venue in Rome focused on experimental music, as well as a multifunctional space and a sort of open artistic collective, whose aim is to share culture and art in all their declinations as much as it’s in our hands. Basically, a place/non-place where things happen, as we like to define it.&#8221; (Klang Roma)</p>
<p><strong><a href="https://www.facebook.com/klangroma">Facebook</a> <strong>|</strong> <a href="https://www.instagram.com/klangroma/">Instagram</a> <strong>|</strong> <a href="https://www.gofundme.com/f/w73r8k?fbclid=IwAR0uOVRep8RSkgxOcThm_gvTOS36R5ZW1ZVCaZdymL7U87-N7otkDZYkKOw">Gofundme</a></strong></p>
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		<title>Ancestral: Mai Mai Mai, XMTR, Lithium, Angelic Sintesis und Acratep im Hanger 49</title>
		<link>https://africanpaper.com/2019/01/30/ancestral-mai-mai-mai-xmtr-ario-und-lithium-im-hanger-49/</link>
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		<pubDate>Wed, 30 Jan 2019 10:24:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am 28. Feburar bringen die Veranstalter von Ancestral Futuro Remoto den Römer Toni Cutrone alias Mai Mai Mai ins Berliner Hangar 49. In den letzten Jahren deckte der Producer, der auch von Noiserock-Acts wie Trouble Vs. Glue her bekannt ist &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2019/01/30/ancestral-mai-mai-mai-xmtr-ario-und-lithium-im-hanger-49/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 28. Feburar bringen die Veranstalter von Ancestral Futuro Remoto den Römer Toni Cutrone alias Mai Mai Mai ins Berliner Hangar 49. In den letzten Jahren deckte der Producer, der auch von Noiserock-Acts wie Trouble Vs. Glue her bekannt ist und nebenbei den Dal Verme-Club und das Nofi-Label betreibt, eine Bandbreite zwischen minimaler Electronica und experimentellem Noise ab, und hatte dabei immer das Okkulte, Mythologische im Blick. Ebenfalls live zu sehen ist das audiovisuelle Projekt XMTR, abegrundet wird das Programm durch DJ-Sets von Lithium (Ancestral) und anderen.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/01/ancestral.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-17027" title="ancestral" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/01/ancestral.jpg" alt="" width="960" height="639" /></a><span id="more-17026"></span></p>
<p>Donnerstag, 28.02.2019<br />
Einlass: 21 Uhr<br />
Hangar 49<br />
Holzmarktstr. 15-18<br />
10179 Berlin</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/events/252218709011116/"><strong>Event @ Facebook</strong> </a></p>
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		<title>MAI MAI MAI: Phi</title>
		<link>https://africanpaper.com/2016/11/19/mai-mai-mai-phi/</link>
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		<pubDate>Sat, 19 Nov 2016 04:52:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Boring Machines]]></category>
		<category><![CDATA[Lino Capra Vaccina]]></category>
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		<category><![CDATA[Telaio Magnetico]]></category>
		<category><![CDATA[Toni Cutrone]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor Jahren hob Toni Cutrone, der bislang in diversen noisigen Rockformationen spielte, sein Soloprojekt aus der Taufe und beglückte die Musikwelt als Mai Mai Mai mit der „Mediterranean Trilogy“, die die Frühzeit des griechisch-römischen Kulturkreises als maritime Lebenswelt erforschte. Teil &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/11/19/mai-mai-mai-phi/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/10/BM070_LP.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-12829" title="BM070_LP" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/10/BM070_LP-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Vor Jahren hob Toni Cutrone, der bislang in diversen noisigen Rockformationen spielte, sein Soloprojekt aus der Taufe und beglückte die Musikwelt als Mai Mai Mai mit der „Mediterranean Trilogy“, die die Frühzeit des griechisch-römischen Kulturkreises als maritime Lebenswelt erforschte. Teil dieses archaischen Symbolkosmos war ein zwischen rhythmischem Lärm und retrolastiger Elektronik verorteter Sound, der dem südlichen Setting einen kühlen, aquatischen Beigeschmack verpasste. Nach „Tetra“ und „Delta“ erschien noch<span id="more-12828"></span> das Tape „Petra“, das offenbar nicht Teil der Trilogie war, obwohl die Thematik gepasst hätte. Aber wer weiß, vielleicht wurde das Konzept auch erweitert. Jedenfalls kommt dieses nun mit „Phi“ zum Abschluss.</p>
<p>Vergleicht man „Phi“ mit den vorherigen Releases, dann stellt man fest, dass die Entwicklung hin zu lärmender Opulenz weitergeführt wird, dass das Klangbild trotz harscher Aggression jedoch immer weniger ungeschlachte Züge trägt. Gleich bleibt das weiträumige maritime Kolorit in der Stimmung und der Wahl der field recordings. So beginnt schon der Auftakt mit beschaulichen Wellen und Möwen, die die unterschiedlichsten Narrative romantischer Abenteuer channeln. Doch über die bald folgenden hektischen Samples und mit Hilfe des Folkmusikers Luca Venitucci geht das Ganze schnell in reißerisches Dröhnen über, üppig gespickt mit Ethnobeats und Noispartikeln.</p>
<p>Auf der ersten Seite gebärdet sich die Reise durchaus holprig und anstrengend, angsteinjagende Schreie und aggressive Beats zerren an den Nerven, oft erweisen sich verschiedene Takte als nicht im Einklang mit einander, erstrecht nicht mit den Vocals und den Soundwellen, die sie umgeben. Das langgezogene „Bakkois“ ist hypnotisch wie das Atmen eines Biestes, das besser nicht erwacht, das fatalistische Gemurmel drumherum macht es auch nicht beruhigender. Trotz Zerfledderung gibt es Passagen reinsten Rhythm Noise&#8217;, der allerdings nicht stumpf stampfend maschinenhaft daherkommt, sondern durch exotische Zitate und afrikanischen Gesang alle Klischees umgeht.</p>
<p>Eine weitere Überraschung zuguterletzt gibt es in den beiden finalen Tracks, denn dort tritt als weiterer Gast kein Geringerer als Lino Capra Vaccina hinzu, der in den 70ernin Progbands wie Telaio Magnetico und Aktuala (manche nennen sie die italienische Third Ear Band) seine Meriten verdiente. Mit ekstatischen Ritualtrommeln und wahnwitzigem Gehämmer verschafft er dem Album, das als LP bei Boring Machines und als Tape bei Not Not Fun erscheint, einen furiosen Schlusspunkt. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.boringmachines.it/">Boring Machines</a> / <a href="http://www.notnotfun.com/">Not Not Fun</a></strong></p>
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		<title>OCCULTO presents: ONGAPALOOZA (10 yrs of Boring Machines) im West Germany, Berlin</title>
		<link>https://africanpaper.com/2016/05/18/occulto-presents-ongapalooza-10-yrs-of-boring-machines-im-west-germany-berlin/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 May 2016 08:54:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Alice Cannava]]></category>
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		<description><![CDATA[Vor zehn Jahren wurde in der italienischen Kleinstadt Treviso das kleine Label Boring Machines gegründet. Zu der Zeit ahnte wahrscheinlich niemand, dass das Projekt einmal zu einer der rührigsten Institutionen der alternativen Musikgeschichte Italiens werden sollte. Zahlreiche jüngere Bands aus &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/05/18/occulto-presents-ongapalooza-10-yrs-of-boring-machines-im-west-germany-berlin/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor zehn Jahren wurde in der italienischen Kleinstadt Treviso das kleine Label Boring Machines gegründet. Zu der Zeit ahnte wahrscheinlich niemand, dass das Projekt einmal zu einer der rührigsten Institutionen der alternativen Musikgeschichte Italiens werden sollte. Zahlreiche jüngere Bands aus den unterschiedlichsten Regionen des Landes und aus verschiedenen Genres zwischen Psychedelia, Drone, Noiserock und electronica debütierten dort oder brachten dort zumindest ihre ersten im größeren Rahmen vertriebenen Aufnahmen heraus, zu den bekanntesten zählen La Piramide di Sangue, Father Murphy, Heroin in Tahiti, Mai Mai Mai, Squadra Omega, Cannibal Movie, Mamuthones oder die in Berlin lebede Musikerin DuChamp. Aber auch altgedientere Musiker wie Z&#8217;ev oder Simon Ballestrazzi veröffentlichten bei Boring Machines. In einer Reihe Events feiert das Label nun sein zehnjähriges Bestehen, eines der Festivals mit ausschließlich Boring Machines-Bands wird im Juni vom Berliner Oculto-Magazin im Kreuzberger West Germany veranstaltet. Der Name Ongapalooza referiert auf den Namen des Labelgründers Onga sowie auf eine nordamerikanische Pferderasse namens Apalooza.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/05/ongapalooza.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-12192" title="ongapalooza" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/05/ongapalooza.jpg" alt="" width="669" height="294" /></a><span id="more-12191"></span>&#8220;Ongapalooza is the itinerant festival that Boring Machines will bring around during 2016. After the first party in Rome at Thalassa, and right after the party at Musica Nelle Valli, the BM troops will take over Berlin at West Germany for two nights of great music with a line up of Berlin residents and Italian travelers. The event is hosted by our friends of Occulto.&#8221;</p>
<p>03.06.2016, 21 Uhr<br />
Von Tesla<br />
Claudio Rocchetti<br />
Jealousy Party</p>
<p>04.06.2016, 21 Uhr<br />
Passed<br />
Mai Mai Mai<br />
Du Champ</p>
<p>West Germany<br />
Skalitzer Str. 133<br />
10999 Berlin</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/events/964130493671469/">Event @ Facebook</a></p>
<p>CLAUDIO ROCCHETTI<br />
Thirteen years ago Claudio Rocchetti started venting all the noise he could make with a couple of walkman, a mixer and some other gimcrackery. Today, his beloved instruments haven&#8217;t changed much, just the addition of a couple of minimal synths, but his growth as a composer of noisy stories has been slow and relentless as pouring lava which, after the explosions and lapilli in the sky, starts to go downhill. I have the pleasure to have an album of his amongst the releases of the label, with a record about which I said &#8220;the break-everything noisy boy has learned how to dose the force like a modern Skywalker and now his tracks seems to land from another planet.&#8221; He has a new album out and his new set is incredibly good!</p>
<p>JEALOUSY PARTY<br />
When Jealousy Party started to make music they were ahead of their times, and they invented and refined a unique style they called the Punca. 2016, more than 20 years later, they still retain a personal style ahead or lateral of many of the things you&#8217;re exposed to, which blends broken electronica, free jazz, vocalism, body language. Composed of a core duo of Mat Pogo and WJM Meatball, their performances saw the group extend to a trio, a quartet or even a septet. Jealousy Party’s music escape any classification, being capable to blend together free-jazz improvisation with proto-funk, vocal dadaism and primordial voodoo-rock with glitch electronica. A very colourful range of sounds which reaches his full effect in their explosive live shows. Bringing together James Brown, Kid606 and Art Ensemble of Chicago? Yes We Can.</p>
<p>VON TESLA<br />
Von Tesla is the moniker of Marco Giotto aka Be Invisible Now!, who already released an album and a split with Expo ’70 on Boring Machines in the past. With the new project he has already released some music on a very limited tape on Tulip Records (Claudio Rocchetti’s imprint), an e-release on Enklav plus various other sounds on his website.<br />
Von Tesla uses a wide range of analogue machines and samplers to investigate all the different aspects of beat-driven electronic music. He does it from an unexpected point of view, using asymmetrical rhythms and pulses as sounds.</p>
<p>DU CHAMP<br />
DuChamp is an Italian scientist, musician and curator based in Berlin, religiously devoted to drone. Drone is related to a precise childhood memory: the sound of the hair dryer, that her mother used to fix her hair. That was the sound of care, bliss, and infinite love. DuChamp uses different instruments (bass guitar, baritone guitar, keyboard, accordion) to find the closer one to the hair dryer she have in her memory. She released her debut album on Boring Machines and a split tape with Felicia Atkinsons on Idiosyncratics.<br />
As a musician DuChamp is involved in several collaborative projects &#8211; Fausto Maijstral and Xantene among others. She runs the tape label Kitchen Leg, she organizes gigs for artists she loves and she is the co-curator of the Berlin based Occulto Fest.</p>
<p>MAI MAI MAI<br />
Mai Mai Mai is the materialization of a travel in time and space. Born on a little island of the Aegean Sea around 30 years ago, since childhood Mai Mai Mai followed his parents around Europe and the Near East, assimilating the different cultures, atmospheres and sonorities of the places he was involuntarily taken to &#8211; short periods of time that were intense enough to leave indelible traces. His solo project is the transposition of those experiences into music and sounds: a mix of drone and ambient, steamy and fat beats, field recordings and soundscapes which lead to ancient and arcane ages, on the border between East and West. In this space/time travel Mai Mai Mai seeks for a story, an identity, a face. Mai Mai Mai has toured extensively in many countries, including whole Europe, US, Brasil, Russia and recently China, playing in many clubs and festivals such as the Liverpool International Festival of Psychedelia.</p>
<p>PASSED<br />
Passed is a ritual which marks the existence of an individual and takes him to a point of no return where perpetuation and sonic layering are the medium towards the discovery of a new awareness. A gash over the rediscovery of his nature, death as a compulsory transition to rebirth and the overcoming of the dualities which regulate and limit the human existence. Through sampling in real time floor-tom, voice and synths, the listener is buried under layers of percussions, drones and mantras, dragged further down to exorcise the fear of what one is in nature. Only by confronting with death it&#8217;s possible to be rebirth under a new soul, in a surreal dimension, screaming and shouting the new conquer: “We stand upright/Our head above the heavens/Our feet below the hells”.</p>
<p>BORING MACHINES<br />
Boring Machines is an independent label run by Onga. Boring Machines takes primarily care of music made by Italian musicians living anywhere, often functioning as a talent scout (fuck talent shows BTW) and releasing first operas to support young artists. In the latest ten years Boring Machines released almost 70 records in various formats, including works from internationally renowned artists like Father Murphy, Heroin in Tahiti, Squadra Omega, Fabio Orsi, Mamuthones and many others. 2016 marks the 10th anniversary of the label, with celebrations held in various cities.</p>
<p>OCCULTO<br />
Occulto is an independent magazine edited, designed and published by Italian born, Berlin based Alice Cannava, that explores new possibilities in the popularisation of science in connection to other fields such as the visual arts, parascientific theories and history of ideas. Occulto affirms the cultural value of scientific knowledge and the potential of an interdisciplinary approach opened to deviance and irony. Alice Cannava co-curates the yearly Berlin festival Occulto Fest and organises with love a program of concerts in Berlin focused on experimental projects &#8211; because also scientists need to listen to good music.&#8221;</p>
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		<title>Searching for Subterranean Sounds. Interview mit Silvia und Andrea von Yerevan Tapes</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Jun 2015 08:55:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Abgesehen von der ursprünglichen Bedeutung als Ettikett rangiert die Semantik des Begriffs &#8220;Label&#8221; zwischen Plattenfirma und Marke, und auch in weniger kommerziellen Nischen kann man viele Labels dahingehend unterscheiden, welche der beiden Bedeutungen ihnen eher entspricht. Zum einen gibt es &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2015/06/06/searching-for-subterranean-sounds-interview-mit-silvia-und-andrea-von-yerevan-tapes/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/05/yerevantapes5338467923.png"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-10332" title="yerevantapes5338467923" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/05/yerevantapes5338467923-150x150.png" alt="" width="150" height="150" /></a>Abgesehen von der ursprünglichen Bedeutung als Ettikett rangiert die Semantik des Begriffs &#8220;Label&#8221; zwischen Plattenfirma und Marke, und auch in weniger kommerziellen Nischen kann man viele Labels dahingehend unterscheiden, welche der beiden Bedeutungen ihnen eher entspricht. Zum einen gibt es die Labels, die innerhalb eines nicht allzu eng gefassten Spektrums eine gute Bandbreite an Acts verlegen, ohne dass es eine klar erkennbare Hausphilosophie und eine deutliche ästhetische Linie gäbe. Auf der anderen Seite<span id="more-10329"></span> gibt es solche, die durch einen wiedererkennbaren Sound, oft aber auch durch außermusikalische Kriterien wie die visuelle Gestaltung einen Rahmen schaffen, der das Image der Bands mitprägt und der Veröffentlichungsgeschichte erst ihren roten Faden gibt. So gibt es dann fraglos einen typischen 4AD-Stil, aber das selbe von PIAS zu behaupten wäre Unsinn. Auch Yerevan Tapes aus Bologna zählt klar zur zweiten Kategorie. Das Label, das erwartungsgemäß v.a. Tapes, gelegentlich aber auch Vinyl in angemessener Limitierung verlegt, wurde vor vier Jahren von <a href="http://africanpaper.com/tag/avant-records/">AVANT!</a>-Chef Andrea Napoli und seiner aus Armenien stammenden Partnerin Silvia Anhayt gegründet. Die Tonträger erscheinen stets in einer ebenso schönen wie irritierenden Gestaltung, die stets die gleiche Handschrift erkennen lassen. Was die Musik und die oft von Silvia selbst gestalteten Designs verbindet, ist eine Überblendung von (oft mystisch-religiöser) Tradition und einem spielerischen Popart-Gestus, dem jeder Hang zur platten Persiflage fehlt. Yerevan Tapes steht auch dafür, dass vieles möglich ist, wenn man nur die richtige DIY-Haltung an den Tag legt und einen sicheren Blick für Passendes hat. Dazu passt irgendwie auch die unkomplizierte Art, mit der die beiden ihre Arbeit im folgenden Interview vorstellen.<br />
</strong></p>
<p><a title="Searching for Subterranean Sounds. Interview with Silvia and Andrea of Yerevan Tapes" href="http://africanpaper.com/2015/06/06/searching-for-subterranean-sounds-interview-with-silvia-and-andrea-of-yerevan-tapes/"><strong>English version</strong></a></p>
<p><strong><em>Soweit ich weiß habt ihr in Bands wie z.B. His Electro Blue Voice gespielt und eine Hälfte von euch betreibt das Label Avant! Records. Später habt ihr dann Yerevan gegründet. Wie kam es dazu, dass ihr euch neben der eigenen Musik auch für die Labelaktivität entschieden habt?</em></strong></p>
<p>Genau genommen war nur Andrea in His Electro Blue Voice involviert, und zwar als Drummer vom ersten Tag bis zum 2013er Full Length-Album auf Sub Pop. Avant! Records macht er seit 2007. Wir haben Yerevan Tapes zusammen 2011 ins Leben gerufen mit der Intention, neue, bisher unerhörte Sounds zu erforschen.</p>
<p><em><strong>Wo lagen eure musikalischen Wurzeln? Gab es eine Art Musikszene, der ihr angehörtet?</strong></em></p>
<p>Wir mögen unterschiedliche musikalische Hintergründe haben, aber nach mehreren Jahren des gemeinsamen Hörens brauchten wir beide etwas neues, etwas, das tiefer, künstlerischer und spirituell fordernder ist. Genau da liegt das Fundament, auf dem Yereven Tapes seine ersten Schritte unternahm.</p>
<p><strong><em><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/06/YER014_UMANZUKI.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-10379" title="YER014_UMANZUKI" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/06/YER014_UMANZUKI-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Ich habe den Eindrucke, dass die Labels, v.a. Yerevan, mehr ein eigenes Kunstprojekt als ein Unternehmen ist. Sehr ihr das ähnlich?</em></strong></p>
<p>Meinstens entstehen Indielabels ja aus Leidenschaft, oft noch mit einen gewöhnlichen Job nebenbei, um etwas Geld einzubringen. So etwas lässt genügend Raum, um eine spezielle Identität entstehen zu lassen und die notwendige Freiheit, um die besten Inhalte zu wählen. Im Falle von Yerevan ging es uns darum, etwas mit einer starken Identität aufzubauen, wo Musik, Gestaltung und die symbolische Kommunikation eins sind.</p>
<p><strong><em>Wenn ihr ie ästhetische Vision von Yerevan Tapes skizzieren sollten, wie würdet ihr die auf den Punkt bringen?</em></strong></p>
<p>Wie unser Motto sagt, sind wir ein &#8220;Kassetten- und Vinyl-Label für heilige Klänge&#8221;. Das heißt wir sind auf der Suche nach Musikprojekten, die ihre eigene Vision des Heiligen einbringen, ihre Weltanschauung, ganz egal, auf welche Art. Wenn man sich unseren Katalog anschaut, fallen einem vielleicht mehr die Unterschiede zwischen den Künstlern als die Ähnlichkeiten ins Auge, aber sie alle verbindet ein gemeinsames Ziel.</p>
<p><strong><em>Eure beiden Labels unterscheiden sich nicht nur im Hinblick auf das Medium (Avant! meist Vinyl, Yerevan meist Tape), sondern auch ein Stückweit im Hinblick auf die Stilauswahl, denn Avant! hat einen starken Fokus auf Post-Punk/Dark-Pop, während auf Yerevan im weitesten Sinne experimentelle und psychedelische Musik erscheint. Hat sich das eher ergeben oder denkt ihr, dass die Musikarten und die Tonträgermedien gerade so zusammenpassen?</em></strong></p>
<p>Das Tape ist ein fast schon natürliches Medium für experimentelle Musik seit den 70ern, wenn nicht schon länger. So ist es keine Überraschung, dass es bei YT unsere erte Wahl war. Es ist preiswerter, es ist leichter weltweit zu vertreiben und es gibt dir die Möglichkeit, Material von obskuren Künstlern herauszubringen, ohne dich mit den Schwierigkeiten einer Vinl-Produktion herumschlagen zu müssen. Gleichzeitig, ebenso wie in der Post-Punk/Dark-Pop-Welt, ist das Tape seit einiger Zeit als Medium zurückgekehrt. Bislang haben wir drei Vinylveröffentlichungen gemacht und planen noch mehr in der nächsten Zeit.</p>
<p><strong><em><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/05/yt1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-10338" title="yt1" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/05/yt1.jpg" alt="" width="694" height="352" /></a>Bands wie Father Murphy, Bird People, G.G. Rosacroce oder German Army machen etwas sehr verschiedenes, aber ihr sagtet ja bereits, dass es auch eine Art Verbindung gibt. Worin, denkt ihr, liegt die?</em></strong></p>
<p>Wie gesagt haben sie sicher sehr unterschiedliche Stile, und doch ist es gar nicht so schwer zu sehen,w as sie zusammenhält. Ihre Suche nach unterirdischen Klängen mag in unterschiedlichen künstlerischen Resultaten enden, aber was sie antreibt, scheint das gleiche zu sein: der Drang nach einer spirituellen Suche.</p>
<p><em><strong>Gibt es irgendwelche Begrenzugen in eurem Spektrum an Stilrichtungen, gibt es eine musikalische No Go-Area, oder würdet ihr prinzipiell Musik aus allen Genres herausbringen?</strong></em></p>
<p>Natürlich gibt es Grenzen, wir würden zum Beispiel nicht Punkrock oder Heavy Metal veröffentlichen, zugleich geht es aber nicht streng nach Musikstilen, da es mehr darum geht, ob etwas zu dem passt, was wir mit YT ausdrücken möchten. So lange wir das gefühl haben, dass es an das anknüpft, was wir machen, ziehen wir es in Betracht.</p>
<p><strong><em>Gibt es für euch eine Lieblingsveröffentlichung auf Yerevan, die eine besondere Bedeutung für euch hat?</em></strong></p>
<p>So rhetorisch sich das anhört, wir haben keine Lieblingsveröffentlichung, da jede ihre eigene Identität und ihre spezielle Geschichte hat. Hinter jeder Aufnahme, die wir herausbringen, gibt es eine Verbindung, die so persönlich wie möglich ist, eine Verbindung zur Musik, aber auch zu den Künstlern, die sie geschaffen haben. Aus verschiedenen Gründen sind wir bislang von allen begeistert.</p>
<p><strong><em><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/05/rosacroce.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-10339" title="rosacroce" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/05/rosacroce-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Artwork spielt eine große Rolle nicht nur in der Gestaltung der Tapes, sondern auch auf euren Webseiten, und es gibt dort immer eine Menge religiöser und ritueller Symbole aus verschiedenen Kulturen zu sehen. Woher kommt dieses Interesse?</em></strong></p>
<p>Obwohl wir Einflüsse aus religiösen und künstlerischen Ausdrucksweisen verschiedener Orte und Zeiten sammeln, haben wir ein besonderes Auge für die cinematischen Resultate, die armenische Filmemacher aus der Sowietzeit erreicht hatten. Die Tatsache, dass Silvia einen Abschluss in Kulturanthropologie hat, spielt sicher eine starke Rolle in Yerevan Tapes&#8217; ästhetischer Suche.</p>
<p><em><strong>Könntet ihr ein paar armenische Filme nennen, die euch besonders beeindruckt haben?</strong></em></p>
<p>Sicher. Die Kassettencover auf Yerevan kommen direkt aus einem bestimmte räumlich-zeitlichen Kontext. Und es sind nicht nur armenische Filme, auch manchmal georgische oder ukrainische; der Punkt ist, dass sie alle aus einer bestimmten Zeit und einem bestimmten Zusammenhang kommen: Die sowietischen länder der späten Siebziger und deren spezifische Kosmogonien. In der Art, wie sie die Welt präsentieren, ist etwas, das eine starke Verbindung zu unserem Label hat. Um eine Vorstellung davon zu vermitteln, nenne ich nur einige wenige, neben dem ziemlich bekannten Sergej Paradžanov und seiner großartigen Filmografie (all seine Filme sind perfekte Juwelen in einer ganz eigenen Art, v.a. &#8220;Shadows of Forgotten Ancestors&#8221; (1964) den ich sehr liebe), ich kann außerdem &#8220;Wishing Tree&#8221; (1976) von Tengiz Abuladze empfehlen sowie zwei Kurzfilme von Artavazd Pelešjan: &#8220;Inhabitants&#8221; (1970) und &#8220;Seasons&#8221; (1975).</p>
<p><strong><em>So beantwortet sich auch schon die Frage, die ich euch als nächstes gestellt hätte. Der Name der armenischen Hauptstadt wurde nicht nur aus &#8220;exotischen&#8221; Gründen gewählt&#8230;<br />
</em></strong></p>
<p>Wie gesagt resutierte eine erste Schwärmerei aus Silvias akademischen Studien armenischer Kultur, Sprache und vor allem Geschichte. Wir denken, der gewählte Name steht für etwas, das eine Brücke zwischen hier und dort bauen kann. Es hätte nicht zwangsläufig Yerevan sein müssen, aber in jedem Fall ein Toponym, denn wir finden, dass Ortsnamen starke und weitreichende Begriffe sind.</p>
<p><strong><em>Experimentelle oder als psychedelisch bezeichnete Musikarten gibt es schon lange. Was denkt ihr zeichnet gerade heutige Vertreter solcher Genres aus, und was könnte der Grund sein, dass solche Musik wieder populärer geworden ist?</em></strong></p>
<p>Vielleicht ist der starke mystische Reiz psychedelischer Musik einer der Gründe, warum sie sich nach so vielen Jahren immer noch hält. Trommeln auf tribale Art und tiefe Drones üben eine unmittelbare Macht auf unsere Seelen aus. Musikmoden kommen und gehen, aber es wird immer Raum geben, mit Klängen zu experimentieren.</p>
<p><strong><em>Viele jüngere Psychbands beschäftigen sich heute mit esoterischen und okkulten Dingen, aber oft in Kombination mit einer spielerischen oder auch ironischen Note. Bei vielen schlägt dann gleich der Hipsteralarm, aber denkt ihr, dass solche Themen vielleicht sogar vitaler daherkommen, wenn sie nicht zu ernst angegangen werden?</em></strong></p>
<p>Wir möchten nicht gerne als zu ernst wahrgenommen werden, aber gleichzeitig denken wir nicht, dass wir sehr ironisch mit unserer Ikonografie umgehen. Wir verbinden religiöse Symbole gerne mit zeitgenössischem Artwork, aber das ist nicht witzig gemeint. Wir suchen nur nach einem neuen Kontext für diese zeitlosen Bilder.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/06/shadows-of-forgotten-ancestors.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-10378" title="shadows-of-forgotten-ancestors" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/06/shadows-of-forgotten-ancestors-1024x762.jpg" alt="" width="584" height="434" /></a></p>
<p><strong><em>Wie denkt ihr über eine tag wie Italian Occult Psychedelia, der in der Presse teilweise auch für Bands von eurem Label verwendet wird?</em></strong></p>
<p>Wir denken, dass es sich als sehr gutes Schlagwort erwiesen hat, um unterschiedliche Bands aus unterschiedlichen Stilrichtungen unter einen Hut zu bringen. Wie bei allem ist der Begriff kein perfektes Mittel, aber war sicher hilfreich dabei, den italienischen Sound von heute zu exportieren.</p>
<p><strong><em>Hierzulande wurde immer nur punktuell über italienische Musik berichtet, auch wenn es schon immer zahlreiche Veröffentlichungen gegben hat. In den letzten Jahren hat sich das ein wenig gewandelt und die Leute bekommen Wind von der Vielzahl italienischer Musik. Habt ihr eine Idee, wie es zu diesem Wandel gekommen sein könnte?</em></strong></p>
<p>Wir denken nur, dass das, was du sagst, unseren Standpunkt trifft. Manchmal braucht es kleine Strategien, damit Sachen besser funktionieren.</p>
<p><em><strong>Ihr habt zuletzt ein Tape der Electronica-Producer Zone Demersale veröffentlicht. Was steht sonst noch bei Yerevan Tapes auf dem Plan? Irgendwelche neuen Entdeckungen?</strong></em></p>
<p>Gerade vor diesem Interview haben wir eine brandneue Vinyl-12” EP namens &#8220;Porta&#8221; von dem aus der Toskana stammenden Trio Umanzuki herausgebracht. Dies ist unser letztes Release vor dem Sommer, aber wir kommen zurück mit mehr Tapes und Vinyl, nicht nur vonitalienischen Künstlern und auch mehr elektronisch orientiert.</p>
<p><strong><em>Vielen Dank für das Interview.</em></strong></p>
<p>(U.S.)</p>
<p><a href="http://www.yerevantapes.com/">Yerevan Tapes</a></p>
<p><a href="https://yerevantapes.bandcamp.com/">YT @ Bandcamp</a></p>
<p><a href="https://soundcloud.com/yerevan-tapes">YT @ Soundcloud</a></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/YerevanTapes">YT @ Facebook</a></p>
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		<title>Searching for Subterranean Sounds. Interview with Silvia and Andrea of Yerevan Tapes</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Jun 2015 08:54:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[As far as I know you both played in bands such as His Electro Blue Voice and one of you is also running Avant! Records. Later on you formed Yerevan. When and how did you decide to do publishing activities &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2015/06/06/searching-for-subterranean-sounds-interview-with-silvia-and-andrea-of-yerevan-tapes/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>As far as I know you both played in bands such as His Electro Blue Voice and one of you is also running Avant! Records. Later on you formed Yerevan. When and how did you decide to do publishing activities besides your own music?</em></strong></p>
<p>Actually only Andrea used to be involved in His Electro Blue Voice, having been drummer in the band from day one until 2013‘s full-length album on Sub Pop. He also runs Avant! Records since 2007. Together we started Yerevan Tapes in 2011 with the intent to explore new sounds previously unexperienced.</p>
<p><em><strong>Where have your music roots been? Was there some sort of a subcultural scene you were part of?</strong></em></p>
<p>We may come from different musical background but after several years of listenings we both felt we needed something new, something deeper more artistically and spiritually engaging. That’s exactly the kind of ground Yereven Tapes took its first steps from.</p>
<p><strong><em><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/06/YER014_UMANZUKI.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-10379" title="YER014_UMANZUKI" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/06/YER014_UMANZUKI-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>I have the impression that the labels, Yerevan even more, is rather some art concept of its own than a business. Would you agree?</em></strong></p>
<p>Most of indie labels come out of passion, often with an ordinary job on the side to bring some money in. This leaves enough room to grow a specific identity and the necessary freedom to choose the best contents.Speaking of Yerevan, we felt the need to build something with a strong aesthetical identity where music, medias and symbolic communication were one.</p>
<p><strong><em>If you had to scetch the artistic vision you follow with Yerevan, how would you express it?</em></strong></p>
<p>As our motto states, we are a “cassette and vinyl record label for sacred sounds”. It means we’re chasing those music projects who can deliver their own vision of the sacred, their Weltanschauung, no matter how. When one takes a look at our catalogue he might feel the differences rather than the similarities between the artists, but they all share a common aim.</p>
<p><strong><em>Your two labels differ not only in terms of the medium (Avant! mostly vinyl, Yerevan mostly tape), but also bit in terms of styles, as Avant! has some focus on post punk/dark pop and Yerevan is more into the experimental and psychedelic in the broadest sense of the words. Did this just happen or do you think, style and medium fit for some reason?</em></strong></p>
<p>The tape is some sort of natural media for experimental music since the 70s, if not earlier. So it comes as no surprise that we felt it as our primal support as YT. It’s cheaper, it’s easier to distribute worldwide, it gives you the opportunity to release material from obscure artists without having to face the difficulties of a vinyl record production. At the same time, just as in the post punk/dark pop realm the tape has recently came back as music medium, we on our end have done 3 vinyl releases already and we are planning to have more for the near future.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/05/yt1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-10338" title="yt1" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/05/yt1.jpg" alt="" width="694" height="352" /></a></p>
<p><strong><em>Bands like Father Murphy, Bird People, La Piramide or German Army play quite different styles, but do you think there&#8217;s a read thread, some artistic or spiritual element that combines them?</em></strong></p>
<p>As we said above, they surely have different styles but at the same time, we think it is kind of easy to see what connects them together. Their search for subterranean sounds may end in different artistic solutions but what moves them seems to be the same: a quest for spiritual inquiry.</p>
<p><em><strong>Are there any limits in the range of styles, is there kind of a stylistic no go area, or would you potentially release music from any genre?</strong></em></p>
<p>Of course there are boundaries, as we will not release punk rock or heavy metal music for instance, at the same time is not strictly a matter of pure musical style performed while it is about how much it does fit within what we are looking to express with YT. As long as we think it bonds with what we are doing we may consider it.</p>
<p><strong><em>Is there something like a favourite release that has a special meaning to you?</em></strong></p>
<p>As rhetorical as this may sound, we have no favourite release as each one has its own identity and particular history. Behind every records we put out there is a connection as much personal as possible, with the music and the artist who created it. For different reason we are exited about every one of them so far.</p>
<p><strong><em><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/05/rosacroce.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-10339" title="rosacroce" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/05/rosacroce-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Artwork plays a stong role not only in the tape design but also on your web spaces, and there is a lot of religious and ritualist symbols from all over the world. How is your interest in this, and where is the relation to your concept and the music?</em></strong></p>
<p>While we may collect influence from religious and artistic expressions from different places and times, we have a special eye for the kind of cinematic results that Soviet Armenia directors achieved. The fact that Silvia graduated in Cultural Anthropology surely played a strong role within the YT quest for aesthetics.</p>
<p><em><strong>Could you give us an example or two for Armenian movies that have influenced you?</strong></em></p>
<p>Surely. The Yerevan cassette-tape covers come straight from a particular time and space. And not only Armenian movies, sometimes Georgian or Ukrainian ones too; the point is that they all belong to a specific period and context: the soviet lands between sixties and late seventies and its cosmogony. There’s something in the way they represent the world that somehow has a strong link to us as label. In a very concise list just to get the idea, besides the well-known Sergej Paradžanov and his marvellous filmography (all his movies are perfect gems in their own way, especially Shadows of Forgotten Ancestors (1964) which I’m particularly fond of), I can recommend Wishing Tree (1976) by Tengiz Abuladze, and two short movies by Artavazd Pelešjan: Inhabitants (1970) and Seasons (1975).</p>
<p><strong><em>So this already answers my next question &#8211; you didn&#8217;t chose the name of the Armenian capital for mere exotic reasons&#8230;</em></strong></p>
<p>Like we just said, a first infatuation came from Silvia’s University studies, one on Armenian culture, language and history in particular. We think the name we chose stands for something able to build bridges between Here and There. It might not have been Yerevan, but it would have been a toponym in any case as we think toponyms are thick and widespread words.</p>
<p><strong><em>Several psychedelic and experimental music styles exist now for a long time. What do you think are the main qualities of such music today, and what could be the reason that it became a bit more popular again?</em></strong></p>
<p>Probably it’s the strong mystical appeal that psychedelic music hosts that managed to make it last through all these years. Tribal approach to the drumming and deep drones always have a direct power on our souls. Music fashions come and go, but there’s always room for experimenting in sounds.</p>
<p><strong><em>A lot of younger psych bands today deal with esoteric and occult motifs, but often combined with some playful or ironic note. Some people would say that this is a sign of hipster stuff, but do you think that such topics are more vital when they are not too serious?</em></strong></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/06/shadows-of-forgotten-ancestors.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-10378" title="shadows-of-forgotten-ancestors" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/06/shadows-of-forgotten-ancestors-1024x762.jpg" alt="" width="584" height="434" /></a>We don’t wish to be looked as too serious but at the same time we don’t think we are much ironic about our iconography. We like to blend religious symbols with contemporary artwork, but we do not mean it in a funny way. We just look to create a new context for those everlasting icons.</p>
<p><strong><em>What is your opinion on a tag like Italian Occult Psychedelia, which is somehow also applied to bands of your label by the music press?</em></strong></p>
<p>We think it has proved itself to be a great tag to gather different bands with different styles under one common vessel. As with everything it‘s no perfect tool, but it surely has been helpful to export the current Italian sound abroad.</p>
<p><strong><em>In our country, the media dealt only punctually with Italian music, yet there was a huge output of releases for a long time. In the last years, this changed a bit and people become aware of the variety of Italian stuff. Do you have an idea about this change?</em></strong></p>
<p>We only can think that what you say proves our point. Some times it takes a little stratagem to make things work properly.</p>
<p><em><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/05/yerevantapes5338467923.png"><img class="alignright size-medium wp-image-10332" title="yerevantapes5338467923" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/05/yerevantapes5338467923-300x300.png" alt="" width="300" height="300" /></a>Your newest release is a tape by electronica producers Zone Demersale. What are your plans for Yerevan in the nearer future? Any new explorations?</strong></em></p>
<p>Right as we speak we have put out a brand new vinyl record, the 12” EP Porta by Tuscany-based trio Umanzuki. This is our last release before the summer, after which we will be back with more tape and vinyls, not only by Italian artists and also more electronics-oriented.</p>
<p>(U.S. &amp; A.K.)</p>
<p><a href="http://www.yerevantapes.com/">Yerevan Tapes</a></p>
<p><a href="https://yerevantapes.bandcamp.com/">YT @ Bandcamp</a></p>
<p><a href="https://soundcloud.com/yerevan-tapes">YT @ Soundcloud</a></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/YerevanTapes">YT @ Facebook</a></p>
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		<title>MAI MAI MAI: Petra</title>
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		<pubDate>Sat, 23 May 2015 06:26:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als Toni Cutrone alias Mai Mai Mai vor ein paar Jahren im Umfeld des römischen Experimental-Underground auftauchte und zu seiner musikalischen Reise durch ein mediterranes Altertum aufbrach, konnte man das ganze noch als liebenswürdiges Fake betrachten, war die verspielte und &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2015/05/23/mai-mai-mai-petra/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/05/Andreco_petra1_B_WEB.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-10306" title="Andreco_petra1_B_WEB" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/05/Andreco_petra1_B_WEB.jpg" alt="" width="150" height="202" /></a>Als Toni Cutrone alias Mai Mai Mai vor ein paar Jahren im Umfeld des römischen Experimental-Underground auftauchte und zu seiner musikalischen Reise durch ein mediterranes Altertum aufbrach, konnte man das ganze noch als liebenswürdiges Fake betrachten, war die verspielte und zugleich kühl-analoge Musik doch recht nah an damals gerade gehypter Retro-Electronik Marke Chill Wave angesiedelt, und die Oddysse durch das östliche Mittelmeer als Hintergrundgeschichte klang verdächtig nach einem Nerd, der gerade in seinen verblassten Erinnerungen an den Griechisch- und Lateinunterricht herumkramt.<span id="more-10305"></span></p>
<p>Nachdem nun nach „Theta“ (Boring Machines, 2013) und „Delta“ (Yerevan Tapes, 2014) das (abgesehen von einer Split mit Lunar Lodge) dritte Werk des Römers draußen ist, hat sich das Puzzle schon merklich vervollständigt. In der Zwischenzeit beteiligten sich verschiedene Gäste an dem Projekt und variierten das Klangbild in eine organischere Richtung, der Inhalt bekommt mehr und mehr Konturen und irgendwann fragte man sich, ob all dies nicht doch von echten Obsessionen kündet. Immer wieder bildet das Meer mit seiner Weite und Tiefe und all seinen Gefahren den symbolträchtigen Hintergrund von Cutrones musikalischen Irrfahrten, und stets ist es ein vage gefasster Ort, der das Zentrum des Geschehens bestimmt.</p>
<p>Für den Rahmen ist bei Cutrone natürlich ein Blick in die jeweiligen Booklets mit Bildern und Texten notwendig. Aus den Andeutungen erfährt man, dass an es sich bei den imaginären Plätzen um Durchgangsorte handelt, an denen eine schemenhafte Rite de Passage stattfindet und die Geschichte ihre zentrale Wendung nimmt. Das Setting in neuen Album „Petra“ (gr. „Stein) ist ganz von derjenigen Materie geprägt, die dem maritimen Element am gegensätzlichsten ist, doch gibt es kaum einen maritimen Mythos ohne zerklüftete Meerengen und mit Schotter übersähte Strände, ohne rettendes Festland und Felsen, die die Gefahr noch verstärken und Monster wie Skylla und Charybdis beheimaten.</p>
<p>Die visuelle Seite des zwölfseitigen Booklets zeigt Cutrone erneut in der Rolle als Reisender, der stets maskiert oder mit verstecktem Gesicht auftritt, wie um sich als altertümlicher Everyman zu inszenieren, aber wer weiß das schon. Wie bei früheren Fotoillustrationen verschwindet der Held hinter den Gegenständen, und da es diesmal Steine sind, verschmilzt er noch deutlicher als zuvor mit dem kargen, zerklüfteten Raum, der der eigentliche Protagonist der Bilderserie ist. Man könnte hier theoretisch die Brücke zur Musik schlagen, freilich mit dem Einwand, das die Auflösung des Menschen und seiner Stimme im Mosaik aus entsubjektovoerten Klängen in noisiger Electronica keine Ausnahme darstellt.</p>
<p>Eine deutlichere Brücke vom Visuellen zum Auditiven bildet die Tatsache, dass „Petra“ das klanglich bislang härteste und trockenste Album des Zyklus ist. Es kommt ohne die geschmeidigen Klarinetten und Orgeln des Vorgängers aus und knüpft mít kühlen Sounds und abgehackten Rhythmen wieder mehr ans Debüt an, nur die flächige Grundstruktur der Kompositionen verhindert, dass sich hier ein simpler Kreis schließt. „Bassae“ ist purer Lärm und entwickelt sich über einen Zeitraum von zehn Minuten zu einem gespenstischen Rhythm Noise, das zentrale Titelstück verknüpft unaufgeräumt klappernde Perkussion mit psychopathischen Samples und taucht die Szenerie in eine rituelle Atmosphäre, die Vermählung flüssiger und knochentrockener Materie gelingt dann im von Field Recordings beherrschten „Pelagos“ mittels eines harmlos wirkenden Rinnsals, dass sich einem kleinteiligen Split- und Steinchaos mehr und mehr bemächtigt.</p>
<p>„Petra“ ist ein weiteres Kapitel dieser geheimnisvollen Formation, bei der man nie weiß, ob es sich doch nur ein gekonnter Spaß mit vermeintlich Bedeutsamem handelt, und liegt 400 einseitig bespielten Picture-LPs vor.</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.corpoc.com/">CORPOC</a></strong></p>
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		<title>HEROIN IN TAHITI: Canicola</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Jul 2014 07:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn Musiker die Sonne, die Flora und die regionalen Bräuche ihrer Länder besingen, endet das nicht selten im Postkartenkitsch, v.a. wenn es sich bei dem Land auch noch um ein beliebtes Touristenziel handelt. Wer Heroin in Tahiti kennt, weiß allerdings, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/07/19/heroin-in-tahiti-canicola/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/07/HITCANICOLA.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-9126" title="HITCANICOLA" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/07/HITCANICOLA.jpg" alt="" width="150" height="206" /></a>Wenn Musiker die Sonne, die Flora und die regionalen Bräuche ihrer Länder besingen, endet das nicht selten im Postkartenkitsch, v.a. wenn es sich bei dem Land auch noch um ein beliebtes Touristenziel handelt. Wer Heroin in Tahiti kennt, weiß allerdings, dass sie unter exotischem Charme etwas anderes verstehen, denn ihre im Zeitlupen-Surfsound beschworenen Südseesettings strahlten eine dreckige Düsternis aus, die mehr mit einem Neo Noir-Streifen gemein hat als mit einem auf Hawaii spielenden Elvis-Schinken. Wer die römische Band in den Jahren ihres Bestehens etwas genauer verfolgt hat, der erinnert sich vielleicht daran, dass sie sich auch schon ihrer italienischen Heimat gewidmet haben. <span id="more-9125"></span>Erst im letzten Jahr lieferten sie die Musik zu <a href="https://www.youtube.com/watch?v=9ewVfM8tk2g">einem grobkörnig verwaschenen Kurzporträt der Region Basilicata</a>, das vom sporadisch filmenden Noisemusiker Torba gedreht wurde. Mit seinen unberechenbaren Schnitten und seinem Fokus auf Marginalia ist dieses dekonstruierte Idyll keineswegs an den Durchschnittstouri adressiert.</p>
<p>Auf dem neuen Tape widmet das Duo sich erstmals konzeptuell dem Thema Italien und folgt dabei den Spuren des hierzulande nur Spezialisten bekannten Anthropologen und Religionsforschers Ernesto de Martino (1908-1965), dessen Themen von antiken Kulten bis hin zu volkstümlichen Bräuchen und den mythisch-religiösen Subtexten des modernen italienischen Lebens reichen. &#8220;Canicola&#8221; ist nach eigenen Angaben der Sonne, dem Aberglauben und dem gelbgoldenen Korn Italiens gewidmet und macht schon im ersten Stück klar, dass die Hitze hier siedend ist und die porträtierte Kultur einen obsessiven, wahnhaften Unterton aufweist. Beim Titelstück, das die erste Seite komplett ausfüllt, offenbaren sich Heroin in Tahiti erst mit der Zeit, wenn sie irgendwann nach diversen Breaks mit doomigen Zeitlupenriffs und den vertrauten WahWahs jeden Zweifel ausräumen, dass sie es sind. Weite Strecken des Stücks jedoch bedienen einen Computersound mit 80er Jahre-Charme, den man vielleicht noch eher beim Kollegen Mai Mai Mai erwartet hätte. Im groben Soundbrei der kreisenden Elektronik erscheint die Sonne kaum lichtspendend, die Hitze, die sie verbreitet, hat eher etwas von drückender Schwüle als von maritimer Frische, und die einzigen unmissverständlich italienisch anmutenden Details scheinen die versteckten Giallosounds zu sein, die sich zwischen Dröhnen und funkigen Einsprengseln finden (oder überhört werden). Willkommen also in einem modernen Italien, das einem hier keinesfalls auf dem Serviertablett des Fremdenverkehrs präsentiert wird. Etwas mehr Abwechslung tut sich in den kurzen Fragmenten der zweiten Tapeseite auf. Eine verfremdete Spieluhr greift die cineastischen Assoziationen des ersten Teils auf und kombiniert sie mit nicht weniger filmisch konnotierbaren Desert Rock-Gitarren. Ihr fatalistische Picking taucht an einigen Stellen erneut auf, verschmilzt mit nervigen Vögeln und allerhand noisigem Dröhnen, in “La Madonna” verwandelt es sich vollens in eine Klangwand, die zusammen mit einer gesampleten Arie und einem monoton-schleppenden Rhythmus den größten Kracher des Tapes hervorbringt.</p>
<p>Nach dem Longplayer-Debüt “Death Surf” (Boring Machines), dem Split mit Ensemble Economique (No=Fi) und der Single auf Yerevan Tapes demonstrieren Heroin in Tahiti mit “Canicola” erneut ohne Pause, dass sie sich kaum auf ihreen Lorbeeren ausruhen und ihren Sound v.a. zu variieren wissen. Der leicht hörspielartige Grundtenor des Tapes gelingt ebenso gut wie die Evokation eines für viele ungewöhnlichen, mythischen Italiens. Sollte demnächst wieder ein rockiger Slow Tempo-Nachfolger von “Death Surf” auf dem Plan stehen, wäre das dennoch zu begrüßen. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.nofirecordings.blogspot.com">No=Fi</a></strong></p>
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		<title>MAI MAI MAI: Δέλτα (Delta)</title>
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		<pubDate>Sat, 24 May 2014 05:43:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mai Mai Mai ist eine moderne Abenteuergeschichte, eine Art Odyssee durch eine analoge mediterrane Welt, in der der mythische Held, sein Name ist Toni, allerhand Dinge zu meistern hat, die für den Rezipienten vage und abstrakt bleiben müssen. Dies ist &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/05/24/mai-mai-mai-%ce%b4%ce%ad%ce%bb%cf%84%ce%b1-delta/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/05/mmmdelta.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-10310" title="mmmdelta" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/05/mmmdelta-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Mai Mai Mai ist eine moderne Abenteuergeschichte, eine Art Odyssee durch eine analoge mediterrane Welt, in der der mythische Held, sein Name ist Toni, allerhand Dinge zu meistern hat, die für den Rezipienten vage und abstrakt bleiben müssen. Dies ist v.a. dem Medium der Geschichte geschuldet, denn Mai Mai Mai ist weder Epos, noch Film, noch Balladensammlung, sondern ein weitgehend instrumental gehaltenes, elektronisches Musikprojekt – diesmal unterstützt durch eine handvoll Gäste, die das Album “Delta” ein gutes Stück vom Vorgänger “Theta” abheben.<span id="more-8757"></span></p>
<p>Die Homer-Assoziationen sollen hier keinen Bildungsbombast einbringen, der dem an Witch House erinnernden, im Ganzen aber durchaus facettenreichen Stil inadäquat wäre. Sie drängen sich aber dennoch anhand von Titeln, Samples und Soundzitaten auf, die nach dem Debüt nun auch den Nachfolger in ein mediterranes Setting zwischen Rom, Athen und Byzanz versetzen. Die Route dieses zweiten Reiseabschnittes ist nur vage bekannt, da einer der vier Songs den Titel “Βυζάντιον (Byzàntion)” trägt. Sie beginnt im Trubel einer gewittrigen Nacht, während Eispickelhandclaps versuchen, so etwas wie Struktur einzubringen. Ob die akuraten Rhythmen dem Unwetter und v.a. dem nur noch latent anthropomorphen Grummeln im Hintergrund Einhalt gebieten können? Eher nicht, denn Donato Epiros Kannibalenorgel verleiht der Szene schnell eine derart schicksalsschwere Färbung, das jeder Kontrollversuch illusorisch bleiben muss.</p>
<p>In jedem der rund zehnminütigen Stücke bilden die nichtelektronischen Beigaben ein strukturelles oder atmosphärisches Gegengewicht zum technoiden Rahmen. Mal vermittelt (orthodoxer?) Chorgesang ein Gefühl von Spiritualität und bildet zugleich einen roten (Ariadne-)Faden durch eine ansonsten noisig zerfetzte Klanggestalt. Ethnolastige Handdrums und die Klarinette Gianni Giublena Rosacroces (La Piramide di Sangue) dringen durch den Reibeisenambient von “τετρακτύς (tetraktys)” und sorgen für fast schon folkige Entspannung. Im letzten, subtilsten Stück mischen Computerkitschfragmente das Düstere, aber auch jeden Eindruck von Ursprünglichkeit auf.</p>
<p>Am Ende der knappen Dreiviertelstunde ist man um einige Erlebnisse reicher und doch so klug als wie zuvor, auch was den Veröffentlichungstermin angeht. In den Liner notes wird betont, dass die LP am 24. Mai, dem Tag des griechischen <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Thargelia">Thargelia-Festes</a>, erscheint. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://yerevantapes.blogspot.de/">Yerevan Tapes</a></strong></p>
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