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	<title>African Paper &#187; Nate Young</title>
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		<title>WOLF EYES: Dreams In Splattered Lines</title>
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		<pubDate>Sat, 29 Jul 2023 01:45:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Trotz wie üblich zahlreicher/unzähliger Veröffentlichungen in den letzten Jahren ist „Dreams In Splattered Lines“ das erste reguläre Vollzeitstudioalbum seit dem 2017 erschienenen „Undertow“. Über dieses Album hieß es hier: „Auf ihren letzten regulären Longplayern haben Wolf Eyes eine Politik der &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/07/29/wolf-eyes-dreams-in-splattered-lines/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/07/a0809163437_10.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-36676" title="a0809163437_10" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/07/a0809163437_10-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Trotz wie üblich zahlreicher/unzähliger Veröffentlichungen in den letzten Jahren ist „Dreams In Splattered Lines“ das erste reguläre Vollzeitstudioalbum seit dem 2017 erschienenen <a href="http://africanpaper.com/2017/03/18/wolf-eyes-undertow/">„Undertow“</a>. Über dieses Album hieß es<a href="http://africanpaper.com/2017/03/18/wolf-eyes-undertow/"> hier</a>: „Auf ihren letzten regulären Longplayern haben<a href="http://africanpaper.com/tag/wolf-eyes/"> Wolf Eyes</a> eine Politik der (musikalischen) Zurückhaltung verfolgt. […] Das heißt, dass die Eruption einem fast durchgängig transparenterem Klang gewichen ist, der (natürlich!) noch immer dissonant ist.<span id="more-36674"></span> Wolf Eyes arbeiten weiterhin mit Atonalität, allerdings ohne den Zuhörenden unter einem Soundwall zu begraben.“ Diese Zurückhaltung wird auch auf dem neuen Album fortgesetzt und zeigt sich in einem Minimalismus, der weit entfernt ist von den brutalen Eruptionen, wie sie sich exemplarisch auf den beiden auf<a href="https://www.subpop.com/artists/wolf_eyes"> Sub Pop</a> veröffentlichten Alben zeigten, mit denen Wolf Eyes kurzzeitig einem größeren Publikum bekannt wurden.</p>
<p>Zuletzt erschien noch auf ihrer Zusammenstellung <a href="http://africanpaper.com/2023/01/30/difficult-messages-zusammenstellung-von-wolf-eyes-und-freunden/">„Difficult Messages“</a>, auf der Zusammenarbeiten mit anderen Musikern aus dem Bandumfeld dokumentiert wurden und die sicher in einem ähnlichen (Klang-)Kosmos anzusiedeln ist wie das neue Album.</p>
<p>Nach dem Weggang des Gitarristen Jim Balijo bestehen Wolf Eyes jetzt wieder als Duo aus <a href="http://africanpaper.com/tag/nate-young/">Nate Young</a> und John Olson. Auf „Car Wash Two w/ Short Hands“ hört man Schritte, Wind scheint zu wehen, jemand singt etwas Unverständliches in der Ferne. Auf „Radio Box (Excerpt)“ hört man ein Quietschen, das vielleicht den von Olson gespielten „mutant reeds“ entlockt wurde. „Plus Warning“ hat Sprechgesang von Young, der von Kratzen und Pfeifen (so in etwa wie bei „Hamburger Lady“) untermalt wird: „ I tried to warn them“, kann man da hören. Synthgeblubber, das wie Sirenen klingt, und kaputte Beats durchziehen &#8220;Exploding Time&#8221;.  Auf „The Museums We Carry“ klingt etwas wie eine sich im Wind bewegende Schaukel, dazu Dissonanzen, Zischen, ein Blasinstrument. Bei „Pointerstare“ fragt man sich, ob es sich bei dem Geräusch um ein Instrument oder einen gequälten  Menschen handelt. „In Society“ kombiniert ein Blasinterument mit dem Geräusch von Vögeln und Schlägen auf eine Stahlfelder.</p>
<p>Auf 13 Vignetten &#8211; die Tracks sind alle zwischen zwei und drei Minuten lang &#8211; spielen Young und Olsen ihre ganz eigene Form von Industrial, die wenig mit Harsh Noise oder Power Electronics zu tun hat. Im Rahmen des (schon lange eingestellten) Seitenprojekts <a href="http://africanpaper.com/2011/08/31/demons-evocation/">Demons</a> habe ich vor vielen Jahren einmal von dystopsicher Musik gesprochen und auch wenn die musikalische Herangehensweise hier eine andere ist, so erweckt die gegenwärtige Ausrichtung von Wolf Eyes‘ Musik so, als habe jemand nach dem Zusammenbruch der Zivilisation versucht, aus den (Über-)Resten von Maschinen Instrumente zusammenzubauen. Diese fragmentierte Musik klingt vielleicht so, als hätten X-TG einen von Jandek gerimixten Soundtrack zu „The Road“ eingespielt. (MG)</p>
<p>Label: <a href="https://disciples.bandcamp.com/">Disciples </a><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3332078647/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Dreams In Splattered Lines: Neues von Wolf Eyes</title>
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		<pubDate>Tue, 09 May 2023 02:40:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ende Mai und somit pünktlich zum 25jährigen Band-Jubiläum bringen die aktuell aus Nate Young und John Olson bestehenden Wolf Eyes eine neue LP heraus. &#8220;Dreams In Splattered Lines&#8221;, dessen 13 Tracks in gewohnt respektlose Manier Einflüsse improvisierter DIY-Elektronik, des Fluxus, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/05/09/dreams-in-splattered-lines-neues-von-wolf-eyes/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ende Mai und somit pünktlich zum 25jährigen Band-Jubiläum bringen die aktuell aus Nate Young und John Olson bestehenden Wolf Eyes eine neue LP heraus. &#8220;Dreams In Splattered Lines&#8221;, dessen 13 Tracks in gewohnt respektlose Manier Einflüsse improvisierter DIY-Elektronik, des Fluxus, der Stadt New York, des Chicagoer Surrealismus und des Alltags im Mittleren Westen der USA verknüpf, enthält dem <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/05/dreams.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-35514" title="dreams" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/05/dreams.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-35502"></span>Label zufolge &#8220;A surreal dreamscape of disorienting sound collages, noise &amp; spoken word; thirteen perplexing narratives honed to razor-sharp precision&#8221;. Auf den bekannten Streamingdiensten sind bereits die Stücke &#8220;Engaged Withdrawal” “My Whole Life” und “Days Decay&#8221; zu hören &#8211; die Auswahl wird von Band und Label als Sampler mit dem Titel &#8220;Splinters of Shattered Time&#8221; bezeichnet, was im deutschsprachigen Raum für Verwirrung sorgen könnte. Das Album erscheint bei Disciples.<!--/data/user/0/com.samsung.android.app.notes/files/clipdata/clipdata_bodytext_230504_211823_800.sdocx--></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3332078647/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Difficult Messages: Zusammenstellung von Wolf Eyes und Freunden</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Jan 2023 07:29:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit „Difficult Messages“ erscheint jetzt als LP im durchsichtigen Vinyl und mit einem Zine eine Auswahl der Aufnahmen, die Nate Young und John Olson mit einer Reihe von Freunden (Alex Moskos, Gretchen Gonzales, Aaron Dilloway, Raven Chacon) aufgenommen haben und &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/01/30/difficult-messages-zusammenstellung-von-wolf-eyes-und-freunden/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit „Difficult Messages“ erscheint jetzt als LP im durchsichtigen Vinyl und mit einem Zine eine Auswahl der Aufnahmen, die Nate Young und John Olson mit einer Reihe von Freunden (Alex Moskos, Gretchen Gonzales, Aaron Dilloway, Raven Chacon) aufgenommen haben und die ursprünglich lediglich als ultralimitierte 7&#8221;es verfügbar waren.</p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/01/a0588833326_10.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-33592" title="a0588833326_10" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/01/a0588833326_10.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-33589"></span>„These collaborations between the core Wolf Eyes crew and friends was originally self-released as a series of super-limited 7” hand painted box sets, but now the core ‘hits’ have been compiled by Disciples for wider consumption.</p>
<p>Wolf Eyes&#8217; history with collaboration goes back almost 26 years. From the first Wolf Eyes w/Spykes concert that led to Olson joining the band to Smegma, Braxton, Richard Pinhas, Merzbow, Marshall Allen, and many more. Wolf Eyes has continued expanding musical ideas through collaboration and Difficult Messages is the first compilation of this practice.</p>
<p>Many of the bands on &#8216;Difficult Messages&#8217; exist inside an assemblage of a mail art tradition. Most of the music was made remotely and this allowed for deeper exploration into styles that might have been too uncomfortable to attempt face to face. Short Hands finds Nate Young, and Alex Moskos exchanging bass and guitar fragments with Olson’s reeds and tones overtop sculpted into odd rock songs. Wolf Raven touches on harsh electronics and pushes forward into postmodern ideas of composition. Time Designers is a duo of Alex Moskos and Nate Young using hacked drum machines and a &#8216;design&#8217; approach to organizing sound. U Eye finds Olson and Young alongside longtime collaborators Gretchen Gonzales and Aaron Dilloway for a scrape and tape session recorded by Warren Defever. Stare Case is Olson and Young in a non-Wolf duo. Perhaps the only &#8216;rules following&#8217; project these two have EVER had. The collection of audio tracks could be looked at as an exquisite corpse: a method by which a collection of words or images is collectively assembled. With this method over thirty tracks and four hundred paintings were created.“</p>
<p>@<a href="https://wolf-eyes.bandcamp.com/album/difficult-messages"> Bandcamp</a><br />
<iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3256281565/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>UNIVERSAL EYES / WOLF EYES: Two Civilized Centers</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Jan 2019 04:11:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf Lower Floor Music wird dieses Split-Tape von Wolf Eyes, die nach dem Weggang des Gitarristen James Baljo nun als Duo aus John Olsen und Nate Young agieren, und Universal Eyes, dem inzwischen aus Aaron Dilloway, Gretchen Gonzales, Olson und &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2019/01/19/universal-eyes-wolf-eyes-two-civilized-centers/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/01/Wolf-Eyes.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-16986" title="Wolf Eyes" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/01/Wolf-Eyes-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Auf Lower Floor Music wird dieses Split-Tape von Wolf Eyes, die nach dem Weggang des Gitarristen James Baljo nun als Duo aus John Olsen und Nate Young agieren, und Universal Eyes, dem inzwischen aus Aaron Dilloway, Gretchen Gonzales, Olson und Young bestehenden Projekt, veröffentlicht. Auch wenn die letzten Jahre von Wolf Eyes geprägt waren von einer klanglichen Reduktion und etwas weniger von Eruption und Brachialität, so war die auf den Tonträgern erzeugte Stimmung noch immer wenig optimistisch. <span id="more-16985"></span>Über das letzte reguläre Studioalbum &#8220;Undertow&#8221; <a href="http://africanpaper.com/2017/03/18/wolf-eyes-undertow/">hieß es auf diesen Seiten</a>: „[T]atsächlich führt einen die Musik (auch) auf diesem Album in ein urbanes, wüstes Niemandsland, in eine analog-akustische Höllenlandschaft.&#8221;</p>
<p>„C.Centers One“, der 17-minütige Beitrag von Wolf Eyes knüpft passagenweise durchaus an dieses Album oder an die &#8220;Strange Days II&#8221;-EP an: Pochen, Dissonanzen, ein gequältes Saxophon und Wassergeräusche scheinen in einer menschenleeren und menschenfernen Landschaft zu ertönen. Dann setzen so etwas wie Rhythmus und Nate Youngs Sprechgesang ein. Das klingt durchgängig desolat, so dass sich der Titel allenfalls ironisch lesen lässt. Viel eher scheint es, als sei es, dass „the centre cannot hold;/Mere anarchy is loosed upon the world,/The blood-dimmed tide is loosed, and everywhere/The ceremony of innocence is drowned“. Nach den Vorfällen in North Carolina hatten sich die eigentlich nur bedingt explizit politischen Wolf Eyes klar positioniert und dann auch Aufnahmen für die in Charlottesville von einem <a href="https://static.independent.co.uk/s3fs-public/thumbnails/image/2018/11/29/17/james-fields.jpg">vermeintlichen Herrenmenschen</a> überfahrenen Heather Heyer unter dem recht eindeutigen Titel<a href="https://wolf-eyes.bandcamp.com/album/no-hate"> „No Hate“</a> veröffentlicht.</p>
<p>Die zwei Beiträge von Universal Eyes sind von der Stimmung nah an dem Wolf Eyes-Beitrag, sind insgesamt vielleicht etwas ambienter, wenn man das auch nicht als Hinweis auf ein gefälliges Klangbild sehen sollte. Auf „Civilized Two“ brodelt und wabert es unter der Oberfläche und man verspürt  fortwährend eine Unruhe, die auch dem dröhnenden „Civilized Three“ innewohnt. Die beiden Stücke könnten auch ein Soundtrack für das Frühwerk von Tobe Hooper sein. Und auch hier stellt sich die Frage, was/wer zivilisiert ist. Vielleicht ist dieses Tape auch einfach nur eine aurale Repräsentation<a href="https://cdn.theatlantic.com/assets/media/img/mt/2016/07/RTR3EJDQ/lead_720_405.jpg?mod=1533691835"> Detroits</a>, wo Wolf Eyes beheimatet sind, oder von anderen Städten des<a href="https://www.theatlantic.com/business/archive/2016/07/rust-belt-survival/492155/"> Rust Belts</a>. (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://wolfeyes.net/main.html">Lower Floor Music</a></strong></p>
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		<title>WOLF EYES: Undertow</title>
		<link>https://africanpaper.com/2017/03/18/wolf-eyes-undertow/</link>
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		<pubDate>Sat, 18 Mar 2017 07:35:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Auf ihren letzten regulären Longplayern haben Wolf Eyes eine Politik der (musikalischen) Zurückhaltung verfolgt. Die Jahre über hat die Band auch immer wieder „research and development“- CD-Rs, Tapes, Lathecuts etc. veröffentlicht, wobei die Zahl in den letzten Jahren abgenommen hat, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2017/03/18/wolf-eyes-undertow/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/03/Wolf-Eyes5060384611839.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-13493" title="Wolf Eyes5060384611839" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/03/Wolf-Eyes5060384611839-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Auf ihren letzten regulären Longplayern haben Wolf Eyes eine Politik der (musikalischen) Zurückhaltung verfolgt. Die Jahre über hat die Band auch immer wieder<a href="http://www.factmag.com/2013/06/10/a-healthy-supply-of-lsd-that-was-a-big-part-of-it-nate-young-on-the-past-present-and-future-of-wolf-eyes/2/"> „research and development“</a>- CD-Rs, Tapes, Lathecuts etc. veröffentlicht, wobei die Zahl in den letzten Jahren abgenommen hat, &#8220;Undertow&#8221; knüpft aber an die letzten regulären Alben an: Auf allen fünf Stücken wird ohne allzu große Brachialität eine unangenehme, dystopische Atmosphäre erzeugt.<span id="more-13491"></span> Als musikalische Referenzpunkte kann man Throbbing Gristles „Cease to Exist“, Nate Youngs schon länger eingestelltes Projekt Demons oder aber das von John Olson und Young vor einigen Jahren betriebene „Blues roots duo“ <a href="https://www.youtube.com/watch?time_continue=105&amp;v=8vTUUk-jhnw">Stare Case</a> nennen. Das heißt, dass die Eruption einem fast durchgängig transparenterem Klang gewichen ist, der (natürlich!) noch immer dissonant ist. Wolf Eyes arbeiten weiterhin mit Atonalität, allerdings ohne den Zuhörenden unter einem Soundwall zu begraben. Dabei können sie auch noch immer etwas ruppiger klingen, was Stücke auf anderen Veröffentlichungen beweisen, wie etwa das rockige „Enemy Ladder“ vom letzen Album oder <a href="https://vimeo.com/174352700">„I am a Problem</a>, auf dem Wolf Eyes klingen, als würden sie ein Stück von <a href="http://africanpaper.com/2013/06/22/tara-handles-the-earth-elements-i-handle-the-fire-elements-ein-interview-with-clay-rendering/">Clay Rendering</a> covern – der Band des ehemaligen Bandmitglieds Mike Connelly.</p>
<p>Die Band selbst bezeichnet auf ihrer Bandcamp-Seite ganz allgemein ihre Musik als  <a href="https://wolf-eyes.bandcamp.com/">„homemade post-nuclear terror &amp; claustrophobic atmospheres“</a>, was vielleicht etwas dick aufgetragen klingt, aber tatsächlich führt einen die Musik (auch) auf diesem Album in ein urbanes, wüstes Niemandsland, in eine analog-akustische Höllenlandschaft. Schon das das Album eröffnende Titelstück mit Bassspuren, leicht atonalem Feedback und dem Sprechgesang Nate Youngs legt die das Album dominierende Stimmung fest: „the place is never gonna change“, intoniert er. Dabei klingt Young auf den zwei Stücken, auf denen er singt/spricht, etwas nach Jandek (der bei einem<a href="https://www.youtube.com/watch?v=W9QrDGROGug"> Auftritt</a> auch einmal vom ehemaligen Wolf Eyes-Mitglied Aaaron Dilloway unterstützt wurde). „Laughing Tides“ besteht aus unruhigem Knarzen, Lachen, Hochtönen &#8211; nach knapp zwei Minuten ist der Spuk vorbei. „Texas“ wird von einem dissonanten Blasinstrument durchzogen, man hört Knirschen und glaubt, dass irgendwo in der Ferne Türen schlagen und Maschinen ächzen. „Empty Island“ entfaltet weniger Inselidylle als latente Bedrohung; das Stück wird geprägt von James Baljo E-Gitarre. Der Höhepunkt des Albums ist der Abschlusstrack „Thirteen“: Auf 14 Minuten findet sich so etwas wie ein Resümee des Bisherigen. Untermalt von Olsons Saxophon (?) und Baljos Gitarre deklamiert Young: „ I count every deceit/as they repeat/like receipts of doom&#8221;. Manch einer mag Free Jazz-Elemente erkennen, aber wenn, dann ist da in etwa so viel Jazz enthalten wie auf Bowies &#8220;★&#8221;. &#8220;Undertows&#8221; <a href="https://soundcloud.com/wolfeyes-tripmetal/undertow"> „sea-bottom R&amp;B sound lurch“ </a>kann ohne Weiteres für sich (be)stehen.</p>
<p>Die Herangehensweise der Band mit ihren zahlreichen selbstbetriebenen DIY-Labeln- “Undertow” erscheint auf dem neu gegründeten Lower Floor Music- hatte immer etwas Anarchisches – politisch im eigentlichen engen Sinn war die Band insofern eher indirekt. Bezeichenderweise <a href="http://wolfeyes.net/main.htm">sagt</a> Young aber inzwischen: “We have never been activists, but in this day in age, it has become clear that we need to use our music as a carrier signal to fight against all forms of prejudice. Rather than boycotting North Carolina, we are excited to participate in building a network of artists and activists by collaborating with Moogfest.&#8221; Wolf Eyes haben sich in ihrer dystopischen Landschaft nicht gemütlich eingerichtet, sondern haben (wohl unweigerlich) die Zeichen der Zeit erkannt. (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://wolf-eyes.bleepstores.com/release/81138-wolf-eyes-undertow">Lower Floor Music</a></strong></p>
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		<title>WOLF EYES: No Answer &#8211; Lower Floors</title>
		<link>https://africanpaper.com/2013/04/27/wolf-eyes-no-answer-lower-floors/</link>
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		<pubDate>Sat, 27 Apr 2013 05:27:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit Wolf Eyes Ende der 90er – damals noch als Soloprojekt von Nate Young &#8211; debüttierten, war der Rezipient oft fassungslos ob der Flut der Veröffentlichungen – natürlich nicht nur, aber auch auf den Labels, die von jedem einzelnen Mitglied &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2013/04/27/wolf-eyes-no-answer-lower-floors/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/04/Wolf-Eyes.jpeg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-6830" title="Wolf Eyes" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/04/Wolf-Eyes-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Seit Wolf Eyes Ende der 90er – damals noch als Soloprojekt von Nate Young &#8211; debüttierten, war der Rezipient oft fassungslos ob der Flut der Veröffentlichungen – natürlich nicht nur, aber auch auf den <span style="text-decoration: none;"><span style="font-weight: normal;">Labels, die von jedem einzelnen Mitglied betrieben wurden (auf John Olsons American Tapes, auf Hanson Records </span></span><span style="color: #000080;"><span lang="zxx"><span style="color: #000000;"><span style="text-decoration: none;"><span style="font-weight: normal;">d</span></span></span></span></span><span style="color: #000080;"><span lang="zxx"><span style="color: #000000;"><span style="text-decoration: none;">es 2005 ausgestiegenen Aaron Dilloway</span></span></span></span>, auf Gods of Tundra, das von Mike Connelly betrieben wird, der die Band vergangenes Jahr verließ und auf Youngs AA Records).<span id="more-6828"></span> Es hatte einerseits etwas Sympathisches, da der Arbeitsprozess sich so oft gut nachvollziehen ließ, gleichzeitig meinte man aber auch manchmal den Hauch des Beliebigen zu verspüren, da der Eindruck entstand, jeder Jam werde auf Tape/CD-R/Vinyl oder Lathe gebannt. Das war aber sicher nicht der Grund, warum die Rezeption in Deutschland nie so war wie z.B. in den USA. Man hatte den Eindruck, dass die Band von den einschlägigen Industrialmailordern wie auch (teils dadurch bedingt) vom typischen Industrialhörer ignoriert wurde, was vielleicht eher damit zu tun hatte, dass Wolf Eyes amerikanischem Hardcore sicher ebenso viel schuldeten wie Throbbing Gristle und ihre Auftritte etwas Vitaleres hatten als die der vor Bildern von Richard Ramirez et al posierenden „Klistierbeutelverherrlichern und Swastikanten“ (Tietchens). Vielleicht schrillte bei dem einen oder anderen durch die zwei auf Sub Pop veröffentlichten Alben „Burned Mind“ und „Human Animal“ auch der Hipsteralarm.</p>
<p>„No Answer-Lower Floors“ ist der erste reguläre Longplayer seit dem 2009 erschienenen Album „Always Wrong“ auf Hospital Productions und wurde von Young, Olson, dem Neuzugang Jim Balijo sowie den beiden Gästen Dilloway und Conelly eingespielt. Man sollte nun vielleicht nicht von Introspektion reden, aber auf dem auf De Stijl veröffentlichten neuen Album wird das Brachiale, Eruptive, das viele Tonträger der Band prägt(e), zurückgefahren. Der Opener „Choking Files“ beginnt mit monotoner Perkussion, in die fiese Störgeräusche, die ab und an an einen Zahnarztbohrer (<a href="http://www.youtube.com/watch?v=dG5Qk-jB0D4">„Is it safe?“</a> möchte man fast rufen) denken lassen, einbrechen und Youngs Sprechgesang untermalen. „Born Liar“ ist musikalisch ähnlich, beginnt aber etwas rabiater. Auch hier wird das Stück durch die monotone Perkussion strukturiert. Bizarrerweise besteht das Titelstück lediglich aus zerhackter Stimme und einer Noisespur, die an TGs „IBM“ denken lässt &#8211; nach eineinhalb Minuten ist allerdings alles schon vorbei. Das melodischste Stück des Albums ist „Chattering Lead“, auf dem Youngs fast schon konventioneller Gesang von flächigen Klängen durchzogen wird, die dem Stück einen leichten Soundtrackcharakter geben. Der Höhepunkt des Albums ist das lange „Confession of the Informer“, das mit minimalem Bass beginnt, dann tauchen vereinzelte Geräusche auf, eine Stimme setzt ein, murmelt Unverständliches. Auf diese minimalistische, zwölfminütige, extrem unangenehme Klanglandschaft trifft die Bezeichnung „dystopische Musik“, die ich für Youngs <a href="http://africanpaper.com/2011/08/31/nate-young-regression/">&#8220;Regression&#8221;-Projekt</a> gebraucht habe, ebenfalls mehr als zu. Das ist vielleicht eines der stärksten Stücke Geräuschmusik, die ich in den letzten Monaten gehört habe. Sucht man Referenzpunkte, dann könnte man sagen, dass das Stück klingt, als ob Olsens und Youngs (selbst so betiteltes) „Blues roots duo“ Stare Case TGs „Hamburger Lady“ covern würden. Das abschließende instrumentale „Warning Sign“ ist dagegen etwas atonaler und hat durch die Loopstruktur repetetiven Charakter.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">Die insgesamt das Album charakterisierende Zurückhaltung, die Reduktion und Konzentration auf wenige Klangquellen, ist extrem effektiv und zeigt eine Band, die vielleicht auf den ersten Blick (alters)milder agiert als zuvor, auf den zweiten Blick aber die adäquate(re) Form gewählt hat, um den Hörer zu irritieren.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">M.G.</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><strong>Label: <a href="http://www.destijlrecs.com/">De Stijl </a></strong></p>
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		<title>NATE YOUNG: Regression</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Aug 2011 20:14:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Demons]]></category>
		<category><![CDATA[Nate Young]]></category>
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		<description><![CDATA[Nate Young hat in den letzten Jahren zusammen mit bei den großartigen DEMONS gezeigt, dass er neben dem erratischen und manchmal etwas beliebig klingenden Werk der WOLF EYES konzentriert instrumentale, atmosphärisch dichte Musik ohne allzu große Schockeffekte oder Brachialität erzeugen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/08/31/nate-young-regression/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/Nate-Young-150x150.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-561" title="Nate-Young-150x150" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/Nate-Young-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Nate Young hat in den letzten Jahren zusammen mit bei den großartigen DEMONS gezeigt, dass er neben dem erratischen und manchmal etwas beliebig klingenden Werk der WOLF EYES konzentriert instrumentale, atmosphärisch dichte Musik ohne allzu große Schockeffekte oder Brachialität erzeugen kann; “Regression“ knüpft an die bisherigen Werke von DEMONS an:<span id="more-560"></span></p>
<p>Das ist Musik für “[d]as Ziel der Geschichte – […] das verwitternde Ruinenfeld“ (U. Horstmann).  Es schabt, fiept, analoge Synths pulsieren, wobei manche Passagen fast schon kontemplativ genannt werden können, das letzte unbetitelte Stück deutet sogar so etwas wie Rhythmus an –  nur , wer soll hier noch tanzen? “Regression“ ist letztlich dystopische Musik; das ist die potapokalyptische Ruhe(losigkeit), die kommt, nachdem das Ich schon lange zur Pfütze geworden ist (um eine Formulierung Artauds in einem anderen Zusammenhang zu verwenden).</p>
<p>(M.G.)</p>
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		<title>DEMONS: Evocation</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Aug 2011 20:12:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Demons]]></category>
		<category><![CDATA[Nate Young]]></category>
		<category><![CDATA[Steve Kenny]]></category>
		<category><![CDATA[Wolf Eyes]]></category>

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		<description><![CDATA[Hinter diesem – was Projektnamen wie auch Titel des Albums anbelangt – gelinde gesagt klischeehaften Auftreten verbergen sich Nate Young und Steve Kenny, ersterer u.a. bei WOLF EYES tätig. Merkt man bei diesem in den letzten Jahren auch durch die &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/08/31/demons-evocation/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/Demons-Evocation.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-601" title="Demons-Evocation" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/Demons-Evocation.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Hinter diesem – was Projektnamen wie auch Titel des Albums anbelangt – gelinde gesagt klischeehaften Auftreten verbergen sich Nate Young und Steve Kenny, ersterer u.a. bei WOLF EYES tätig. Merkt man bei diesem in den letzten Jahren auch durch die beiden auf Sub Pop veröffentlichten Alben relativ populär gewordenen Projekt neben dem Einfluss THROBBING GRISTLES (vor allem) auch starke Metal- und Hardcoreeinflüsse, sind DEMONS davon meilenweit entfernt.<span id="more-600"></span></p>
<p>Statt Gitarren haben sich die beiden Musiker mit (ur)alten Synthesizern beschäftigt, um diesen Geräusche zu entlocken, die wahrlich Musik aus der Todesfabrik erzeugen: Es fiept, brummt, die Maschinen scheinen zu brüllen, was gerade beim Opener “Firewalk“ zu beeindruckenden (be)unruhigen(den) Resultaten führt. “Pre-Existence“ ist dagegen weniger aufwühlend, scheint vielmehr nach Wind zu klingen, der durch eine entmenschte urbane Wüste weht. Natürlich hat das leichten Retrocharakter (im WIRE sprach ein Rezensent von “retrofuturism“), aber dennoch wirken die vier Tracks nicht allzu “verspätet“. Wenn man filmische Vergleiche sucht, dann ließe sich sagen, dass manche Dark Ambient-Alben mit ihrem Einsatz von Chorälen etc. als Soundtrack für Hammerfilme dienen könnten, Filme also, die mit der Wahl ihrer Sujets (Vampire, Werwölfe) und Settings (düstere Schlösser etc.) stark in der Vergangenheit verwurzelt waren und durch krassere, realistischere Gewaltdarstellungen das Publikum faszinieren wollten, während “Evocation“ dann der Soundtrack für die Filme wäre, die in den 70ern den Horror ins Zentrum Amerikas verlagerten (Wes Cravens Frühwerke, Tobe Hoppers “Texas Chainsaw Massacre“ etc.).</p>
<p>(M.G.)</p>
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