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	<title>African Paper &#187; Nikos Fokas</title>
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		<title>BLACK LESBIAN FISHERMEN: The Twelve Kalikantzari of Yule</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Feb 2025 04:06:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das Album &#8220;The Twelve Kalikantzari of Yule&#8221; der Black Lesbian Fishermen ist eine beeindruckende Hommage an die mystische Folklore Südosteuropas. Dieses Projekt, das während der Julzeit auf der griechischen Insel Euböa entstand, stellt zwölf dämonische Wesen, die sogenannten Kalikantzari, in &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/02/15/black-lesbian-fishermen-the-twelve-kalikantzari-of-yule/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/01/blf.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-44414" title="blf" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/01/blf-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Das Album &#8220;The Twelve Kalikantzari of Yule&#8221; der Black Lesbian Fishermen ist eine beeindruckende Hommage an die mystische Folklore Südosteuropas. Dieses Projekt, das während der Julzeit auf der griechischen Insel Euböa entstand, stellt zwölf dämonische Wesen, die sogenannten Kalikantzari, in den Mittelpunkt. Inspiriert von Athanasios Veloudios’ seltenem Werk über Kobolde und Luft-Elfen, widmet sich das Projekt diesen schelmischen Dämonen, die zwischen Weihnachten und Epiphanias aus der <span id="more-44412"></span>Unterwelt auftauchen, um Chaos zu verbreiten. Jede der zwölf Kompositionen ist einer dieser Wesenheiten gewidmet, die mit fesselnden Klangbildern und begleitenden Kunstwerken porträtiert werden. Die stets zwischen Psychedelic, Folk und Ritualismus changierende Band, im Kern bestehend aus R. Loftiss, Alan Trench, Nikos Fokas und Stelios Romuliadis und hier unterstützt von einer Vielzahl von Gastkünstlern, schafft es, jeder der zwölf rauen Nächte eine eigene klangliche und erzählerische Identität zu verleihen.</p>
<p>Die Gruppe, die das Album aufgrund seiner stilistischen Einzigartigkeit und auch aufgrund der vielen Gäste genau genommen nur &#8220;präsentiert&#8221;, hat sich nicht nur audiovisuell, sondern auch kuratorisch hervorgetan, indem sie während dieser Zeit täglich ein Stück über Bandcamp veröffentlichte, begleitet von launigen Beschreibungen der jeweiligen Figur. Diese einzigartige Herangehensweise unterstreicht die liebevolle Detailarbeit und die Freude am Geschichtenerzählen, die das Projekt auszeichnet. Gleich der Eröffnungstitel, der Madrakoukos &#8211; einem ziegenfüßigen dämonischen Frauenjäger &#8211; gewidmet ist, setzt den Ton. Feierliche Orgelklänge werden ergänzt durch griechische Rezitation und einen dynamischen Wechsel zu Gesang und rhythmischen Gitarren. Die rustikale Authentizität von Giorgos Kariotis’ Stimme hebt diesen Einstieg besonders hervor. Rasseln und Flöten durchziehen die Komposition, während man das Gefühl hat, mitten in einer märchenhaftenen Geschichte voll von anarchisch-zotigem Humor zu stehen. Mit &#8220;H Horevtra&#8221;, die der Tänzerin und Femme Fatale des Kalikantzari-Mythos gewidmet ist, wird die Atmosphäre düsterer und intensiver. Hier treffen dämonische Schreie auf treibende Rhythmen und orientalisch anmutende Melodien, die eine entfesselte Energie verbreiten. Die klangliche Palette wirkt fast wie ein Ausbruch des Chaos – passend zu der gefährlichen, verführerischen Natur der Horevtra.</p>
<p>Ein Höhepunkt des Albums ist sicher &#8220;O Lykokantzaros&#8221;, ein Stück, das die feine Balance zwischen archaischer Stimmung und emotionaler Tiefe findet. Evelyna Trenchs junge, klare Stimme, begleitet von dem gezupften Klang eines Psalteriums und einer melancholischen Melodie, verleiht dieser Komposition eine entrückte Schönheit. Doch das Album kennt auch seine ungestümen und chaotischen Momente. In &#8220;O Gourlos&#8221;, dem Zyklopen gewidmet, der alles zerbricht, führen die Black Lesbian Fishermen in eine Welt voller rumpelnder Geräusche und krächzender Stimmen. Das nächtliche, wilde Treiben wird hier fast körperlich spürbar. Ebenso faszinierend ist &#8220;O Triklopodis&#8221;, wo ein wilder, neofolkiger Klang auf teuflisches Geschrei trifft, das wie ein Echo aus der Ferne die Szenerie aufmischt. Die meist griechischen, bisweilen auch englischen Texte, oft rezitiert oder in Sprechgesang verpackt, erzählen mit derbem Humor und einer Spur von Schrecken von den Eigenheiten der jeweiligen Kalikantzari. So wirkt der Fäden schneidende Stravolaimis, dargestellt von Alan Trench, nicht nur bedrohlich, sondern auch wie ein subtiler Hinweis auf die Macht des Abschieds und Neubeginns.</p>
<p>Jeder Titel wird begleitet von einem Kunstwerk der auch als Illustratorin aktiven Musikerin R. Loftiss, die durch ihre charakteristischen Linolschnitte im Folk Art-Stil, die immer wieder an Illustrationen aus der Zeit zwischen Art Nouveau und Expressionismus erinnern ohne in eine dieser Schubladen wirklich zu passen, den schelmischen und geheimnisvollen Charakter der Kalikantzari visuell einfängt. Diese Drucke, teils nummeriert und signiert, ergänzen das Gesamtwerk und machen das Album auch zu einem visuellen Erlebnis, und gerade (aber nicht nur) die visuelle Präsentation des froschartigen Vatrakoukos weckt Erinnerungen an die visuelle Seite ihres eigenen Projektes The Grey Field Recordings. Musikalisch beeindruckt die Band durch die Verschmelzung von traditionellen Elementen und solchen einer elektrifizierten modernen Populärmusik meist psychedelischer Prägung. Die Instrumentierung reicht von archaischen Zupfinstrumenten wie dem Psalterium bis hin zu elektrischen Gitarren und Synthesizern. Die Zusammenarbeit mit Künstlern wie den Rezitatoren Giorgos Kariotis und Nikolaos Lymperopoulos bereichert das Projekt zusätzlich, wobei die individuelle Handschrift jedes Mitwirkenden spürbar bleibt.</p>
<p>Am Ende bleibt ein Gefühl der Faszination für die dunkle Folklore und den spielerischen Geist der Kalikantzari, denn die Black Lesbian Fishermen schaffen es, den Spuk dieser dämonischen Wesen nicht nur musikalisch, sondern auch emotional erfahrbar zu machen. Mit &#8220;The Twelve Kalikantzari of Yule&#8221; haben sie ein Werk geschaffen, das gleichermaßen unterhält und inspiriert und das man kaum erwarten kann, in der nächsten Julzeit wiederzuentdecken. (U.S.)</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1825314088/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>THE GRAY FIELD RECORDINGS: The 9 of Knifes</title>
		<link>https://africanpaper.com/2024/07/13/the-gray-field-recordings-the-9-of-knifes/</link>
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		<pubDate>Sat, 13 Jul 2024 02:59:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Alan Trench]]></category>
		<category><![CDATA[Kosmische Boy]]></category>
		<category><![CDATA[Nikos Fokas]]></category>
		<category><![CDATA[Rendeece]]></category>
		<category><![CDATA[Temple Music]]></category>
		<category><![CDATA[The Gray Field Recordings]]></category>

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		<description><![CDATA[Vor gut einem Jahr erweckte die in Griechenland lebende Folk- und Experimentalmusikerin R.Loftiss, die sich in den vergangenen Jahren an zahlreichen, zum Teil selbst mitgegründete Projekten wie Howling Larsens und den Black Lesbian Fishermen beteiligte, ihr in den Nullerjahren ausgesprochen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/07/13/the-gray-field-recordings-the-9-of-knifes/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/06/cover.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-41399" title="cover" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/06/cover-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Vor gut einem Jahr erweckte die in Griechenland lebende Folk- und Experimentalmusikerin R.Loftiss, die sich in den vergangenen Jahren an zahlreichen, zum Teil selbst mitgegründete Projekten wie <a title="HOWLING LARSENS / NICK LYMPEROPOULOS: Poemandres" href="http://africanpaper.com/2021/02/27/howling-larsens-nick-lymperopoulos-poemandres/">Howling Larsens</a> und den <a title="BLACK LESBIAN FISHERMEN: The Metaphysics of Natron" href="http://africanpaper.com/2019/11/23/black-lesbian-fishermen-the-metaphysics-of-natron/">Black Lesbian Fishermen</a> beteiligte, ihr in den Nullerjahren ausgesprochen aktives Projekt The Gray Field Recordings aus einem elfährigen Dornröschenschlaf. &#8220;She Sleeps to the Sound of Knifes&#8221;, das in seinem hörspielartigen, experimentierfreudigen Folksound so sehr an die früheren Werke anknüpfte, dass man ihm die lange <span id="more-41397"></span>Pause nicht allzu deutlich anmerkte, klang streckenweise genauso furchteinflößend wie es der Albumtitel suggerierte. &#8220;Was sich wie ein roter Faden durch das Album zieht, ist ein bisweilen apokalyptisch anmutender Zug, dessen Pessimismus aber doch eher aufrüttelnd als resigniert wirkt&#8221;, hieß es in <a title="THE GRAY FIELD RECORDINGS: She Sleeps to the Sound of Knifes" href="http://africanpaper.com/2023/06/17/the-gray-field-recordings-she-sleeps-to-the-sound-of-knifes/">der Besprechung auf unseren Seiten</a>.</p>
<p>Mit &#8220;The 9 of Knifes&#8221; ist gerade so etwas wie ein Remix-Album erschienen, auf dem eine Handvoll Musiker aus dem persönlichen Umfeld des Projektes ausgewählte Stücke des Albums durch ihren ganz persönlichen Fleischwolf drehen und die klangliche und stilistische Gestalt das Albums &#8211; je nach Rezipienten-Gusto &#8211; zur Unkenntlichkeit oder zur Kenntlichkeit entstellen.</p>
<p>Der griechische Musiker und Soundartist Nikos Fokas, Bandkollege aus den Black Lesbian Fishermen, eröffnet das Projekt mit einem relativ nah am Original gehaltenen Mix des schon auf einem früheren Album vorliegenden &#8220;Nancy&#8217;s Song to Charly&#8221;, bei den die schlichte Melodie der Violine besonders nah am Ohr wirkt, ähnlich wie die Stimme von Loftiss&#8217; Tochter Evia, die einen Text von Doris Lessing vorträgt. Vielleicht kommt das bedrohliche Szenario, bei dem ein weibliches Subjekt sich in einem beklemmenden Albtraum wiederfindet, in der eher dezenten Klanggestaltung besonders deutlich zum Vorschein. Etwas unmittelbarer und direkter treten diese bedrohlichen Aspekte in einem weiteren Mix des ebenfalls griechischen Klangkünstlers Rendeece auf den Plan, der mit dunklen, verrauschten Sounds, etwas wie dem Bellen eines furchteinflößenden Tieres und allerhand Verfremdungseffekten aufwartet.</p>
<p>Während Fokas die schönen geistigen Momente, die dem der Feder von Partner Alan Trench entstammenden Song &#8220;Sarah Bishop&#8221;, der von einer Einsiedlerin aus der Zeit des amerikanischen Bürgerkrieges handelt, eine gewisse Märchenhaftigkeit und damit einen subtilen doppelten Boden geben reduziert, und durch eine eher raue, verfremdete Dröhnung ersetzt, setzt er beim Titelsong des Originals wieder mehr auf Reduktion. Zumindest wirken die alptraumhaften Tierstimmen, die dem <a title="ANDREW LILES: Animal Magick" href="http://africanpaper.com/2016/02/13/andrew-liles-animal-magick/">Bestiarium Andrew Liles</a>&#8216; entstammen könnten, hier etwas gebändigt und in ein trockeneres Soundgewand gepackt. Die harsche Ambientkulisse in &#8220;Sunlight is the Colour&#8221;, welches das ursprüngliche Album wie einen unguten Traum eröffnete, ersetzt er durch verspieltere hintergründige Sounds, die fast einen gewissen Acidcharakter haben, dessen blubbernde Texturen etwas stärker mit Loftiss&#8217; Textrezitation zu einer Art Einheit verschmelzen. Ähnliches kann man von &#8220;Verdant Green&#8221; sagen, dessen Kopfschmerzen induzierende donnernde Metallperkussion seinerzeit mit den fast poppigen Vocals interessante Kontraste entstehen ließen– all dies kommt hier etwas weniger demonstrativ zum tragen, ist beiläufiger, baut mehr auf Understatement. Der tanzbare zweite Teil des Stücks stellt dagegen eine wirkliche Überraschung da.</p>
<p>Das experimentellere &#8220;Sex Flowers&#8221;, dass im Original trunken dröhnt und tremoliert und so nach und nach die eindringliche Rezitation einhüllt, ist hier im Remix von Alan Trenchs Temple Music-Duo beinahe doppelt so lang und lässt mit seinen hektischen Metallsounds und seinen überraschenden Wendungen ein alarmierendes Gefühl entstehen. Der Producer mit dem Namen Kosmischeboy nimmt sich des epischen &#8220;Wilderness takes over&#8221; an, dessen &#8220;anthropofugale&#8221; Schilderung einer menschenleeren Flora und Fauna das Album abschloss. Auch im Remix behält dieser Song seine episches Atmosphäre, wirkt aber um Längen eingängiger und könnte mit den hellen Drums ein ruhiges Moment in einem Rockalbum bilden.</p>
<p>Den Schlussteil nimmt eine wieder von Rendeece vorgenommene Bearbeitung der hörspielhafen Hawthorne-Adaption &#8220;Rappacini&#8217;s Daughter&#8221; ein, über die ich beim Original schrieb: &#8220;Der thematische Rahmen ist eher durch die vielfache Anspielung auf die gleichnamige Novelle von Nathaniel Hawthorne gegeben: in der Geschichte geht es um einen berühmten Arzt, der so sehr an der Nähe seiner Tochter hängt dass er sie sukzessive mit dem Gift verschiedener Pflanzenarten infiltriert, um die dadurch immunisierte selbst zu einem tödlichen Gift zu machen für alle, die mit ihr in Berührung kommen. In dem Stück liegt, das ein faszinierendes urzeitlich-sumpfiges Szenario mit Insektenzirpen und Froschquaken entwirft, liegt zumindest scheinbar der Fokus auf den verwendeten Pflanzen, doch wer die Geschichte kennt weiß, dass es die – hier nicht ganz unpassend durch einen Mann der Renaissance verkörperte – Wissenschaft ist, die die Natur missbraucht und der Tochter und ihrem Liebhaber ein eigenes Leben verwehrt&#8221;. Die aktuelle Version ist definitiv dumpfer, schwüler, schmerzhafter, ätzender  und scheint vor allem die Vergiftungserfahrung in Musik zu übersetzen: Alles scheint sich unter einem zentimeterdicken Film abzuspielen und die Stimme wirkt bereits so erschöpft, dass man sie bereits in einem leblosen Zwischenzustand wähnt.</p>
<p>So schließt das Album wesentlich falistischer als es mit &#8220;Wilderness takes over&#8221; gewesen wäre. Nachdem das Stück gegen Ende noch einmal an Aggressivität zulegt, endet &#8220;The 9 of Knifes&#8221; im Flüsterton und mit einigen großen Fragezeichen. Und so kann man durch die neuen Versionen das Album und seine ursprüngliche Atmosphäre wie durch eine unebene Fensterscheibe mit einigen Rissen betrachten: mit etwas Fantasie und einem guten Gespür für die dahinterliegende Szenerie kann man sich auch hier ein gutes Bild von der ursprünglichen Musik machen. Ob es bei überarbeiteten Versionen immer darum gehen muss, ist eine andere Frage. Beide Versionen sollten für sich stehen.</p>
<p><strong>Label: <a href="https://www.reverbworship.com/">Reverb Worship</a></strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2565866830/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Nensha: Neues Album von Nikos Fokas und Arve Henriksen</title>
		<link>https://africanpaper.com/2022/04/12/nensha-neues-album-von-nikos-fokas-und-arve-henriksen/</link>
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		<pubDate>Tue, 12 Apr 2022 02:07:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Arve Hendriksen]]></category>
		<category><![CDATA[Nikos Fokas]]></category>
		<category><![CDATA[Underflow Records]]></category>

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		<description><![CDATA[Underflow Records bringen ein gemeinsames Album des griechischen Klangkünstlers Nikos Fokas und des norwegischen Trompeters Arve Henriksen heraus, inhaltlich ist das im Grenzland zwischen Jazz, diversen weltmusikalischen Richtungen und experimentellen Klangkünsten beheimatete Werk der Idee der Gedankenfotografie gewidmet, deren japanische &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/04/12/nensha-neues-album-von-nikos-fokas-und-arve-henriksen/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Underflow Records bringen ein gemeinsames Album des griechischen Klangkünstlers Nikos Fokas und des norwegischen Trompeters Arve Henriksen heraus, inhaltlich ist das im Grenzland zwischen Jazz, diversen weltmusikalischen Richtungen und experimentellen Klangkünsten beheimatete Werk der Idee der <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Thoughtography">Gedankenfotografie</a> gewidmet, deren japanische Bezeichnung Nensha dem Album den Titel gibt. <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/04/nensha.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-29390" title="nensha" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/04/nensha.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-29389"></span></p>
<p>&#8220;Nensha&#8221; entpuppt sich mit der Zeit als opulentes Album, was u.a. damit zu tun hat, dass die beiden sich keineswegs nur auf den Einsatz von Gitarre und Synthies bzw. Trompete und Klarinette beschränken und einige weitere Klangquellen zu Wort kommen lassen.Beide sind allerdings auch seit jeher begeisterte Kollaborateure und haben auch hier ein weiteres Ensemble von fünf Köpfen ins Boot geholt, die Bass, Gitarre, Drums und Stimme beisteuern. Neben Nikos Papavranoussis und Petros Lamprides sind mit Stratis Sgourelis, Giorgos und v.a. Anna Linardou einige in unseren Seiten bereits bekannte Namen vertreten. &#8220;Nensha&#8221; erscheint dieser Tage auf CD und im Download.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1254042215/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>VAULT OF BLOSSOMED ROPES: Etidorhpa</title>
		<link>https://africanpaper.com/2021/11/13/vault-of-blossomed-ropes-etidorhpa/</link>
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		<pubDate>Sat, 13 Nov 2021 06:08:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Anna Linardou]]></category>
		<category><![CDATA[Giorgos Varoutas]]></category>
		<category><![CDATA[John Uri Lloyd]]></category>
		<category><![CDATA[Nikos Fokas]]></category>
		<category><![CDATA[Stelios Romaliadis]]></category>
		<category><![CDATA[Tadoma]]></category>
		<category><![CDATA[Vassilios Filippakopoulos]]></category>
		<category><![CDATA[Vault of Blossomed Ropes]]></category>

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		<description><![CDATA[Vault of Blossomed Ropes zählen mit Lüüp und den Black Lesbian Fishermen zu den großen Gemeinschaftsprojekten im musikalischen Underground des Großraums Athen. Was die vier Beteiligten &#8211; Anna Linardou, Nikos Fokas, Stelios Romaliadis, Giorgos Varoutas &#8211; auf ihrem neuen Album &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/11/13/vault-of-blossomed-ropes-etidorhpa/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/11/etidorhpa.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-27618" title="etidorhpa" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/11/etidorhpa-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Vault of Blossomed Ropes zählen mit Lüüp und den Black Lesbian Fishermen zu den großen Gemeinschaftsprojekten im musikalischen Underground des Großraums Athen. Was die vier Beteiligten &#8211; Anna Linardou, Nikos Fokas, Stelios Romaliadis, Giorgos Varoutas &#8211; auf ihrem neuen Album &#8220;Etidorhpa&#8221; mit relativ wenigen Instrumenten auf die Beine bringen, muss sich in Sachen Opulenz und Abwechslung keineswegs hinter den Erzeugnissen üppigerer Gruppen verstecken.<span id="more-27615"></span></p>
<p>Das etwas zungenbrecherisch betitelte Album startet noch recht zaghaft wie eine getragene Ambientplatte, in deren Texturen sanfter, aber keineswegs süßlicher Frauengesang verwoben ist. Gefahr ist im Verzug, wenn ein Hubschrauber durch die von zirpenden Zikaden erfüllte Nacht kreist, und kurz darauf legt sich eine doomige Schwere über den primär aus Samples kunstvoll zusammenmontierten Schauplatz.</p>
<p>Ein mystisch okkulter Grundtenor offenbart sich selbst dann, wenn man sich der Musik ohne weitere Hintergrundinformationen nähert. Nicht nur, wenn Linardou vor elektroakustischer Soundkulisse auf englisch aus einem &#8220;alchemistischen Brief&#8221; vorliest, denn auch das Soundgemenge, bei dem kurz darauf Bläser, Stimme und gesampelte Sounds zu einem &#8220;elektrifizierten Wald&#8221; oder zumindest einer unentwirrbar wirkenden Einheit verschmelzen, haftet der Eindruck von etwas Magischem an. Nicht nur bei dem Gesang, der in &#8220;The Cry From A Distance&#8221; an ein tibetisches Ritual erinnert und kurz darauf in atemloses Hecheln übergeht, bleibt dieser Eindruck bestehen, denn auch die schlicht-schönen Gitarrenparts, die sich in &#8220;Motion of Matter&#8221; aus einer knackenden und rauschenden Klangwelt herauswinden, haben die alchemistische Aura einer sich stets transformierenden Welt. Ein ähnlicher Eindruck entsteht wenig später, wenn sich Annas Stimme schnell und hastig aus einer steinernen Gerölllandschaft herauswindet, und den Rest der Klänge verzaubert – Die Musik auf &#8220;Etidorhpa&#8221; ist eine Musik des Vermengens, Legierens, Hereinbrechens und Herauskristallisierens.</p>
<p>Dass das Quartett die Hörer in eine unterirdische Parallelwelt entführt, ist keine bloße Floskel, denn der Titel, der – für alle, denen es ähnlich dem Rezensenten nicht unmittelbar aufgefallen ist – rückwärts buchstabiert Aphrodite bedeutet, ist einem mystischen Science-Fiction-Roman des amerikanischen Apothekers und Autors John Uri Lloyd aus dem Jahr 1895 entlehnt. In diesem wird die Geschichte der Entführung eines etwas farblosen, ebenfalls pharmazeutisch tätigen Mannes in eine Höhle im ländlichen Kentucky erzählt, von wo aus er ins Innere der Erde weiterreist. Dort werden ihm von Mitgleidern einer Geheimgesellschaft nach und nach alchemistische Geheimnisse offenbart, deren Ziel die Überwindung der Materialität ist &#8211; ein Aspekt, der im schwebenden Sound des abschließenden &#8220;The End of Earth&#8221; gekonnt umgesetzt wird. Wie Vault of Blossomed Ropes zu diesem Thema stehen, ob sie ein rein &#8220;kulturelles&#8221; oder ein ernsthaft esoterisches Interesse an dem Stoff haben, bleibt offen, und entsprechend wird den Rezipienten hier auch einiges gezeigt und zugleich wenig gepredigt.</p>
<p>Doch auch ohne diesen Überbau hat man es auf &#8220;Etidorhpa&#8221; mit einem ausgesprochen spannenden und in vielen Passagen emotional berührenden Klangkunstalbum zu tun, und müsste ich einzelne Tracks hervorheben, dann wären es vermutlich gerade die wehmütigen Stücke, in denen Romaliadis&#8217; Flötenspiel eine wesentliche Rolle spielt &#8211; der summende, orientalisierende Ambient des Titelstücks, die von den Flöten halb zugedeckte Geröllhalde in &#8220;Looking Backward&#8221; und v.a. &#8220;Vitalized Darkness&#8221;: Hier weckt die mit viel Atemluft gespielte Flöte eine asiatische Assoziation, doch wenn in den folgenden Abschnitten düsteres Rauschen und vermengte Gitarren die Führung übernehmen, tritt Annas Atem ganz an den vorderen Bühnenrand und steigert sich ein weiteres mal in einen geradezu apokalyptischen Sturm.</p>
<p>&#8220;Etidorhpa&#8221; ist Vassilios Filippakopoulos gewidmet, dem vor einigen Monaten verstorbenen Betreiber des Athener Underflow-Labels, bei dem es zu seinen Lebzeiten vielleicht herausgekommen wäre. Dass das (sub-)kulturelle Leben in der Gegend auf dem von Leuten wie Filippakopoulos geschaffenen Fundament weiter gedeiht &#8211; auch dafür ist dieses Album ein großartiger Beleg. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Tadoma</strong></p>
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		<title>BLACK LESBIAN FISHERMEN: The Metaphysics of Natron</title>
		<link>https://africanpaper.com/2019/11/23/black-lesbian-fishermen-the-metaphysics-of-natron/</link>
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		<pubDate>Sat, 23 Nov 2019 03:37:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es gibt Musik, deren geheimnisvolles, mitunter okkultes Charisma daher rührt, dass sie wenig von sich preisgibt und sich ausgesprochen kryptisch und reduziert zeigt. Ohne den vielen gelungenen Beispielen dafür unrecht tun zu wollen, muss man sagen, dass diese Masche mittlerweile &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2019/11/23/black-lesbian-fishermen-the-metaphysics-of-natron/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/11/blftmon.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-19427" title="blftmon" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/11/blftmon-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Es gibt Musik, deren geheimnisvolles, mitunter okkultes Charisma daher rührt, dass sie wenig von sich preisgibt und sich ausgesprochen kryptisch und reduziert zeigt. Ohne den vielen gelungenen Beispielen dafür unrecht tun zu wollen, muss man sagen, dass diese Masche mittlerweile schon etwas zu gängig ist und außerdem leicht umzusetzen, wenn die Ansprüche dabei nicht allzu hoch sind. Die in Athen und auf der benachtbarten Insel Euböa ansässigen Black Lesbian Fishermen, trotz des Ortes im Namen eine<span id="more-19425"></span> internationale Truppe, machen genau das Gegenteil: Ohne übermäßig opulent zu sein bringt ihre ritualistische, immer leicht folkig eingefärbte Psychedelik die unterschiedlichesten Elemente unter einen Hut, Elemente die eigentlich heterogen und sperrig wirken müssten, doch auf wundersame Weise immer harmonieren.</p>
<p>Dass ihr neuer Longplayer &#8220;The Metaphysics of Natron&#8221; an das vor vier Jahren erschienene Debüt &#8220;Etopic Apiary&#8221; anknüpft, ist keinesfalls schlimm. Wieder wird hier gekommt zwischen fast anheimelnden Folkarrangements und dröhnender Elektronik, zwischen dezenten Songansätzen und surrealen Soundscapes changiert. Die Antwort, in welche Richtung die Reise nun gehen soll, deutet sich immer mal vage an, wird aber nie wirklich gewährt. Mit &#8220;To Sic a Goddess&#8221; beginnt das Album recht besinnlich mit dem klaren Gesang R. Loftiss&#8217;, dessen sanfte Melodramatik in ein Folkmusical der 70er passen würde. Durch das eruptive Herausstoßen der Worte und einen ambienten Hintergrund, an dem wahrscheinlich Soundbastler Nikos Fokas und Querflötist Stelios Romaliadis einen wesentlichen Anteil haben, bekommt das Stück jedoch den Charme eines verdrehten Krautrock-Klassikers. Auf mystische Anspielungen im Text folgt immer dichteres Bimmeln und Dröhnen, bis der Song fast lärmend ausklingt.</p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/DPW-7xvoTB0" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p>Alle Stücke des Albums sind von einer feinsinnigen Detailverliebtheit, was in einigen Momenten deutlich im Vordergrund steht &#8211; so z.B. im verhuscht vor sich hinschnippenden und rumpelnden &#8220;Lox on Krax&#8221;, bevor es zu einer shoegazigen Dröhnlandschaft wird, oder im bimmelnden Sirup von &#8220;You Find the Noise&#8221; dessen Titel fast paradoxerweise von einer fragilen Kinderstimme angesagt wird, bevor es sich in ein raues Spacerock-Brett verwandelt. Andere Stücke wie das progressiv-angejazzte &#8220;Third Rubic&#8221; mit der deutlichen Handschrift von Stratis Sgourellis fallen treibender aus und hätten durch den harmonischen Frauengesang veritable Popsongs werden können, wenn so etwas denn in der surrealen Parallelwelt der Fishermen möglich wäre. Diese Welt offenbart sich vielleicht am besten dort, wo Gesang und melodisches Gitarrenspiel nur noch wie exotische Blätter und Blüten aus einem Gemisch bizarrer Sounds ragen. Solche Momente wären den Kollagen von Nurse With Wound, bei denen Gitarrist Alan Trench bereits mitwirkte, würdig. Höhepunkt dessen ist &#8220;Pigs Before Strawberries&#8221; mit seiner elektrifizierten, vom quakenden Fröschen durchtönten Sumpflandschaft aus schillernder Vorzeit.</p>
<p>Als die Black Lesbian Fishermen erstmals von sich reden machten, hielten manche sie für ein Projekt befreundeter Musiker, die in der Hauptsache bei Temple Music, Grey Field Recordings, Lüüp, Howling Larsens oder Vault of Blossomed Ropes spielen. Dass sie in eher größeren Abständen auftraten, schien das zu bestätigen. Dass &#8220;The Metaphysics of Natron&#8221; den roten Faden aber so gekonnt fortführt und in ähnlicher Weise die unterschiedlichsten Möglichkeiten anzapft, sollte Grund genug sein, in ihnen eine feste Band zu sehen. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://underflow.gr/">Underflow</a></strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=716068008/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>ANNA LINARDOU: Heterotopia</title>
		<link>https://africanpaper.com/2019/07/20/anna-linardou-heterotopia-2/</link>
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		<pubDate>Sat, 20 Jul 2019 06:09:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Unterschied zur Utopie, dem Nichtort als Fantasieprodukt, existiert die Heterotopie tatsächlich. Sie ist der andere, alternative Ort, an dem Dinge nach anderen Regeln ablaufen als in der gewohnten Umgebung. Als Refugium oder Transitort bietet die Heterotopie die Möglichkeit, spezielle &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2019/07/20/anna-linardou-heterotopia-2/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/06/annalinardouheterotopia.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-18067" title="annalinardouheterotopia" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/06/annalinardouheterotopia-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Im Unterschied zur Utopie, dem Nichtort als Fantasieprodukt, existiert die Heterotopie tatsächlich. Sie ist der andere, alternative Ort, an dem Dinge nach anderen Regeln ablaufen als in der gewohnten Umgebung. Als Refugium oder Transitort bietet die Heterotopie die Möglichkeit, spezielle Erfahrungen zu machen oder ungewohnte Dinge auszuleben. Oft ist sie nur im übertragenden Sinne ein topografischer Ort, der ebenso gut für einen Rahmen, ein Umfeld oder auch einen Zustand des Bewusstseins stehen kann.<span id="more-18271"></span></p>
<p>Dass die griechische Sängerin und Stimmkünstlerin Anna Linardou ihr Solodebüt „Heterotopia“ genannt hat, hat sicher viele Gründe, aber dass sie hier vieles auf ganz eigene Art umsetzt ist sicher ebenso relevant wie die Tatsache, das sie seit jeher an ganz unterschiedliche musikalischen Orten zuhaue ist. Linardou hat modernen Gesang studiert und in den letzten Jahren immer wieder sowohl als experimentelle Stimmperformerin als auch als traditionelle Sängerin von sich reden gemacht, interpretierte melodramatische Songs und Musiktheaterstücke des Komponisten Mikis Theodorakis, arbeitete mit lokalen Musikern und ist Teil von Bands wie Vault of Blossomed Ropes, dem Improv-Duo Liminal Vanguard und dem Kollektiv Lüüp, mit dem sie bereits mit Attila Csihar auf der Bühne stand.</p>
<p>In der Tat eröffnet der Titelsong „Heterotopia“ nicht nur das Album, sondern auch eine ganz eigene Parallelwelt, in der Linardou und ihr wichtigster Begleitmusiker Giorgos Varoutas mittels Mikro, Sample- und Looptechnik ein weiträumiges Mosaik aus zwitschernden, pfeifenden, flüsternen und manchmal auch in schönem Sopran gesungenen Stimmbeiträgen bauen. Hier fühlt man sich wie in einem riesigen Baum, in dem von oben, unten und allen Seiten ihre Stimme aus zahllosen unsichtbaren Mikrophonen dringt. Manchmal melodisch, immer harmonisch offenbart das virtuelle Vogelkonzert doch auch eine unterschwellige Hektik, die die Fragilität der Musik durchscheinen lässt.</p>
<p>Der sanft-gedoppelte Gesang in „Apopse sto spitaki mou“ könnte dazu nicht gegensätzlicher ausfallen, das gleiche gilt für die entspannten Dröhnflächen, die Glocken und die entrückte Flöte, die ihre Stimme begleiten. Doch auch dieser griechische Klassiker – ein Folksong aus den athamanischen Bergen im Süden der ionischen Provinz, wie die Liner Notes verraten – erfährt seine Wiederbelebung in dekonstruierter Form, bei der die Sängerin sich immer wieder in verschiedenen Gesangstechniken begleitet. Linardous Weg ist, alten Liedern aus unterschiedlichen Zeiten, Sprachen und Kulturen eine parallele Existenz zu geben. Das arabische Schlaflied „Yalla Tnam Rima“, das man in einer schönen Version von Fairuz kennt, behält seine Ernsthaftigkeit und sein orientalisches Flair, bekommt durch eine leicht derangierte Wusseligkeit aber eine ganz eigene Note. Eine fast aggressive Emotionalität durchzieht das kurdische „Ahmado“, an dem weitere Musiker aus dem Dunstkreis von Lüüp und den Black Lesbian Fishermen beteiligt sind. Das Stück beginnt fast a capella, doch bald kommen klassische Instrumente zu Wort, bis es am Ende in einer rumpelnden Soundlawine ausklingt. Das italienische „Alla Campagnola“, das Alan Lomax in den 50ern auf einer seiner Forschungsreisen fand und archivierte, behält trotz improvisierten Gerassels viel von seinem urig-ländlichen Charakter, und Linardou scheint hier die dudelsackartigen Bläser der klassischen Umsetzungen mit ihrer Stimme nachzuzeichnen.</p>
<p>Es ist schwer, die Künstlerin in eine Schublade zu packen. Hat man sich darauf geeinigt, sie vielleicht als eine Art missing link zwischen Ka Baird und Lisa Gerrard zu sehen oder einen Vergleich zu Künstlerinnen wie Alessandra Eramo oder Audrey Chen zu ziehen, überrascht sie mit dem verschrobenen Apallachian Song „Littel Sparrow“, der auf spröde Art das Leid der Liebe beklagt. Das aus dem 14. Jahrhundert stammende „Le Harpe de Melodie“ leitet über in das elektronisch getaktete „Rosa’s Tune“, das „Heterotopia“ mit santur-Begleitung und viel Melodrama ausklingen lässt.</p>
<p>Aufgrund Linardous vieler Kollaborationen und Auftritte ist „Heterotopia“ nur bedingt ein Debüt, und man merkt es der Musik an, denn die Vielgestaltigkeit wirkt nicht wie zusammengeschustert oder am Reisbrett entworfen – es scheint eher, als habe sie in eine Kiste gegriffen, aus der sie mit vollen Händen schöpfen kann, und wo sie all die Schätze aufbewahrt hat, die sie seit ihrer Kindheit auf den Wanderungen in ihrer persönlichen Heterotopie angesammelt hat, von denen sie auf ihrer Bandcamp-Seite erzählt. Und auch wenn sie nur einen einzigen Song in ihrer Muttersprache singt, ist diese Heterogenität auch etwas, das dem subtilen Palimpsest der griechischen Kultur und ihrem Ort zwischen Orient und Okzident, West- und Osteuropa entspricht. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://underflow.gr/">Underflow</a></strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=688810108/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>TEMPLE MUSIC: Further, Faster, Closer, Slower</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Feb 2018 07:46:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Temple Music entstand 1995 als eine Art Pendant der Folkband Orchis, kurze Zeit später stieg Steve Robinson mit ein und bildete fortan zusammen mit Alan Trench den Kern der Band. Was von Journalisten, auch hier, gern als leicht abstrahierte Psychedelia &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/02/17/temple-music-further-faster-closer-slower/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/02/tmfurther.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-14978" title="tmfurther" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/02/tmfurther-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Temple Music entstand 1995 als eine Art Pendant der Folkband Orchis, kurze Zeit später stieg Steve Robinson mit ein und bildete fortan zusammen mit Alan Trench den Kern der Band. Was von Journalisten, auch hier, gern als leicht abstrahierte Psychedelia mit zerfleddertem Folktouch und einem stets magischen Unterton beschrieben wird, entpuppt sich auf den einzelnen Veröffentlichungen, unter denen die Konzertmitschnitte keineswegs eine Nebenrolle spielen, als ein sehr wandlungsfähiges Gebräu. Man<span id="more-14977"></span> vergleiche nur den morbiden Score von &#8220;Soon you Will all Die..&#8221; mit den verrauschten Post Punk-Anleihen auf &#8220;Children of the Sun&#8221; oder der brodelnden Gitarrendröhnung auf &#8220;Epoxes&#8221;.</p>
<p>Dem Grundcharakter der Band, der bei allen Wandlungen deutlich spürbar, aber schwer zu orten ist, könnte man sich vielleicht bei dem gerade erschienenen Album &#8220;Further, Faster, Closer, Slower&#8221; annähern, denn dieses ist die wohl abwechslungsreichste Veröffentlichung von Temple Music seit der Gründung und scheint beinahe all ihre Facetten gleichermaßen zu offenbaren. Das Wort &#8220;neu&#8221; muss man hier allerdings relativieren, denn &#8220;Further, Faster, Closer, Slower&#8221; entstand bereits vor knapp drei Jahren, fiel kurz drauf einem Festplattenunfall zum Opfer und wurde kürzlich, nachdem einigen Daten doch noch gerettet werden konnten, aus seinen Einzelteilen neu zusammengesetzt. Wie dem sei, nun ist es da, wenn auch leider bislang nur als Download, und es schillert grandios.</p>
<p>Das getragen stimmungsvolle Fingerspiel, die kopfhängerische Pastoralität der Gitarrenfiguren, erinnern zu Beginn noch an die Folkwurzeln der mittlerweile in Griechenland ansässigen Band, doch all das entfaltet sich unter einem dichten, verrauschten Film, in dem verfremdete Stimmen und bedrohliches Tierfauchen ineinanderfließen. „Further“, wie der irritierende Opener betitelt ist, bildet einen widersprüchlichen Auftakt, wenn schleppende &#8220;funky&#8221; Perkussion und verdrehte Riffs mit trunkenen Imperativen wie „faster to the end, to the end!“ kontrastiert werden – man denkt da eher an den Vater mit seinem Kind, der den Hof noch mit Mühe erreicht, doch all das hat seinen Reiz, weil es hinter all dem dennoch eine kräftige, wenn auch subtile Vorwärtsbewegung gibt. Fatal oder vital, die Frage bleibt obsolet.</p>
<p>Auch in den folgenden Stücken scheint es immer um eine Art Reise, eine Hin- oder Fortbewegung zu gehen, in „Within“ erscheint diese aber als verzweifelte Flucht ins Innere, wo alles, auch die Richtung der rückwärtsgespielten Passagen, das alptraumhafte Hecheln und der infernalische Engelschor auf links gedreht erscheint. Der deutlichste Szenenwechsel erfolgt mit „Pretty“, in dem ein vergnügtes Kind zu spanisch anmutenden Gitarrenklängen planscht und lacht. Die Schwalbenschar, die in „Swallowing Air“ Propellergeräusche übertönet, scheint sich ebenfalls zu einer Reise nach Süden zu formieren, ihr Aufruhr ist ekstatisch und laut und fügt sich doch wie von Zauberhand in die Urwaldrhythmen und die typischen Trench-Gitarren, die man schon von Orchis her kennt. An diese erinnert unweigerlich auch das schlaftrunkene „The Maid in the Moor“, mit seiner getragenen Zwölfsaitigen der einzige „Folksong“ des Albums. „Nova, Nova, Nova“, ein Battle zwischen drei „Novation“ Bass-Stationen ist dagegen ein Kontrastprogramm mit aufgetürmtem Feedbacklärm.</p>
<p>Zu den Grundintentionen des Albums scheint ein kosmischer Spacerock-Vibe zu zählen, doch Temple Music scheinen ebenso gegen alle Genre-Sklaverei zu rebellieren und die Standards zu brechen, wo sie nur können. Nachdem ihnen dies auf eine runde halbe Stunde gelungen ist, zeigen sie in den letzten zwei Stücken noch mal, was sie nach Old School-Manier können. „Intrastate“, bei dem man nicht mit einem Hawkwind-Vegleich kommen muss, aber kann, ist ein Uptempo-Monster von einer Verfolgungsjagd, „Spacedrive“, das im Stream nicht erhältlich ist und als eine Art DL-Bonus fungiert, übertrifft dies noch an trunkenem Groove. Das erschöpfende Ende, das in „Further“ angekündigt wurde, ist hiermit erreicht, und der Hörer um ein sattes kosmisches Erlebnis reicher. „Further, Faster, Closer, Slower“ sollte jedem Fan der etwas experimentierfreundigeren Psych Rock-Aberteuer, denen DIY noch etwas bedeutet, ein Fest sein. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://cryptanthus.bandcamp.com/">Crypthantus</a></strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1779841349/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" seamless><a href="https://templemusic1.bandcamp.com/album/further-faster-closer-slower">Further, Faster, Closer, Slower by Temple Music</a></iframe></p>
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		<title>If you’re writing music, you write what’s inside of you. Interview mit der Musikerin und Kuratorin R. Loftiss</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Mar 2016 07:20:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als im vergangenen Jahrzehnt grade Folkmusik in aller Munde war, gerieten neben den großen Hypes und dem obligatorischen Mittelmaß auch ein paar obskure Gewächse in den Fokus, denen aufgrund ihrer Sperrigkeit und ihrer Unscheinbarkeit die Aufmerksamkeit großer Magazine versagt blieb. &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/03/12/if-you%e2%80%99re-writing-music-you-write-what%e2%80%99s-inside-of-you-interview-mit-der-musikerin-und-kuratorin-r-loftiss/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/gray-field-recordings.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-11766" title="gray-field-recordings" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/gray-field-recordings.jpg" alt="" width="255" height="170" /></a><strong>Als im vergangenen Jahrzehnt grade Folkmusik in aller Munde war, gerieten neben den großen Hypes und dem obligatorischen Mittelmaß auch ein paar obskure Gewächse in den Fokus, denen aufgrund ihrer Sperrigkeit und ihrer Unscheinbarkeit die Aufmerksamkeit großer Magazine versagt blieb. Zu diesen Gewächsen zählte auch das Projekt mit dem mysteriösen Namen The Gray Field Recordings, dessen Musik nur schwer einzuordnen war: Neben filigranen Melodien auf der</strong><span id="more-11722"></span> <strong>akustischen Gitarre finden sich rituelles Getrommel und evokativer Sprechgesang, und hinter all dem, hinter den lieblichen wie den spröden Seiten dieser Musik meint man einen okkulten Subtext zu erahnen, wie er selten so unprätentiös ins Werk gesetzt wurde. Die Frau hinter diesem Projekt, Rebecca Loftiss, ist auch sonst eine umtriebige Person. Neben ihrem Soloprojekt betreibt sie das Label AntiClock, auf der in kleiner Stückzahl Aufnahmen von ähnlich gearteten Bands erscheinen, bei denen sie selbst nicht selten mitmischt. Loftiss lebt seit einigen Jahren mit ihrer Familie auf der griechischen Insel Euböa. Mit ihrem Mann Alan Trench, dem ehemaligen Word Serpent-Mitgründer und als Musiker bekannt von Gruppen wie Orchis und Temple Music, spielt sie in mehreren Bands und sorgt ihn ihrer neuen Heimat nicht nur musikalisch für Bewegung: Ihr jüngstes Projekt ist der Charity-Sampler „In The Cities Of Your Eyes&#8221;, dessen Erlös verschiedenen</strong> <strong>Flüchtlingslagern auf den Dodekanes-Inseln zukommt. Über all dies und mehr haben wir sie im folgenden Interview befragt.</strong></p>
<p><a title="If you’re writing music, you write what’s inside of you. Interview with musician and curator R. Loftiss" href="http://africanpaper.com/2016/03/12/if-you%e2%80%99re-writing-music-you-write-what%e2%80%99s-inside-of-you-interview-with-musician-and-curator-r-loftiss/"><strong>English Version</strong></a></p>
<p><em><strong>Du machst als Musikerin und drumherum sehr viel und arbeitest oft gleichzeitig an verschiedenen Sachen. Mit was bist du im Moment beschäftigt?</strong></em></p>
<p>Gerade arbeite ich zusammeen mit Lizi Bates in unserer neuen Band Karyae. Ebenfalls arbeite ich mit meinem Mann am neuen Album der Howling Larsons. Im Fall von The Gray Field Recordings ist es ein sehr langsamer Prozess, es verschwindet nie wirklich aus meinen Gedanken, aber es ist dennoch nichts, was mir leicht von der Hand geht.</p>
<p><em><strong>Was kannst du uns über die Ideen und Beweggründe hinter der von dir kuratierten Charity-Compilation „In The Cities Of Your Eyes&#8221; erzählen? Gab es einen bestimmten Impuls, der dich dazu inspirierte?</strong></em></p>
<p>Nun, ja&#8230; wir haben immer wieder in den Nachrichten gesehen, was abging, und es wurde immer schlimmer. Die Bilder von Kindern, die an Land gespült wurden, waren alptraumhaft. Ich dachte, „Ich muss etwas tun, das passiert gerade hier, jetzt&#8221;. Aber ich habe ein kleines Kind und kann es nicht mit auf die Inseln nehmen, und allein zuhause lassen kann ich sie auch nicht. Wir haben nicht viel Geld, das wir spenden könnten, was können wir also tun? Nun, ich habe Musik. Und so dachte ich, dass ich dies dazu nutzen könnte, um Geld aufzutreiben und für die entsprechende Aufmerksamkeit zu sorgen. Meine Musik ist nicht sehr bekannt und ich habe niemals Geld damit verdient, deshalb dachte ich, es wäre das beste, ein paar bekanntere mit ein paar unbekannteren Musikern zusammen zu bringen. Die Idee war, etwas echtes, berührendes auf die Beine zu bringen, etwas intensives, weil wir die Situation kennen&#8230; kein „We Are The World&#8221;-Scheiß&#8230; nichts albernes.</p>
<p>Die Grichen sind unglaublich, denn sie tun dies aus reiner Herzlichkeit und &#8211; das sage ich aus großem Respekt &#8211; weil sie Griechen sind. Es wäre undenkbar, dass die Griechen diese Leute an ihren Küsten einfach leiden und sterben ließen. Aber die Griechen haben momentan selbst mit einer enormen wirtschaftlichen Krise zu tun. Das war und ist nach wie vor extrem schwierig für sie, sie haben genau genommen nichts und tun dennoch ihr äußerstes, um den Flüchtlingen zu helfen. Insofern sind die griechischen Inseln der beste Ort, um etwas zu spenden und ihnen unser Album zu widmen.</p>
<p><em><strong>Mit welchen Organisationen arbeitet ihr zusammen?</strong></em></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/inthecitiesofyoureyes.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-11767" title="inthecitiesofyoureyes" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/inthecitiesofyoureyes-298x300.jpg" alt="" width="298" height="300" /></a>Matina Katsevelli, die so etwas wie die Göttin oder die Heilige des Lagers in Leros ist, hat großartige Fotos zum Album beigesteuert. Andere verfassten Geschichten aus den Lagern auf Leros, Lesbos und Samos. Graeme Swinton, von dem auch das Coverfoto stammt, hat sich um das Grafikdesign und das Layout gekümmert, so dass die ganze Sache letztlich perfekt war.</p>
<p>Was die Spenden angeht&#8230; wir konnten etwas für die <a href="http://gogetfunding.com/help-the-refugees-in-samos">Flüchtlinge auf der Insel Samos </a>spenden, außerdem für das<a href="https://www.facebook.com/Leros-Solidarity-Network-Team-UK-1477725875863752"> Leros Solidarity Network</a>, sowie <a href="http://uareuk.com">über die Organisation UAREUK nach Chios</a>.</p>
<p>Wir hoffen, dass wir künftig auch etwas <a href="http://www.lighthouserelief.org/">nach Lesbos spenden können über Lighthouse Relief</a> und/oder <a href="http://www.seaofsolidarity.org/">Sea of Solidarity</a>. Außerdem hoffen wir, etwas über <a href="http://kos-solidarity.com/">Kos Solidarity</a> nach Kos spenden zu können.</p>
<p><em><strong>Du bist vor einigen Jahren ebenfalls nach Griechenland gezogen. Geht es dir auch darum, dich nicht aufgrund deiner privilegierten Situation von den Flüchlingen abzuheben? </strong></em></p>
<p>Mein Umzug nach Griechenland war eine Einwanderung. Ich hatte viele Optionen, ich wollte auswandern, aber ich könnte immer noch zurückgehen, wenn ich wollte. Die Flüchtlinge sind, nun, Flüchtlinge&#8230; Sie laufen vor dem Krieg und vor einem unvorstellbaren Grauen davon, man kann das nicht vergleichen. Ich denke, es gibt da das Problem, oder vielleicht wird es auch von einigen Medien so forciert, die Flüchtlinge Einwanderer zu nennen. Die meisten von denen wollen ihre Heimat gar nicht verlassen, sie kamen nicht nach Europa, um einen guten Job zu bekommen, sich niederzulassen und ein gutes Leben zu führen. Sie wissen nicht einmal, was die Zukunft bringen wird. Sie wissen nur, dass sie keine unmittelbare Zukunft haben in was auch immer für einem kaputten Land, aus dem sie geflohen sind.</p>
<p><em><strong>Wie kam das Line-up der beteiligten Musiker zusammen? Gab es bestimmte Kriterien für die Teilnahme?</strong></em></p>
<p>Nun, das wichtigste Kriterium war, dass sie gut sein sollten. Sie sollten Bands sein, die ich respektiere und, wie ich finde, in einer kohärenten Art zusammen passen. Ich wollte außerdem verhindern, das die Compilation übermäßig lang wird, weswege ich leider ein paar sehr gute Künstler ausschließen musste. Ich hatte die meisten Musiker gefragt, ob sie ein Stück beisteuern könnten, das das Leben der Flüchtlinge oder die Situation allgemein reflektiert.</p>
<p><em><strong>Wie erfolgreich war das Projekt bislang?</strong></em></p>
<p>Für ein digitales Release läuft es wirklich gut, es funktioniert wesentlich besser, als ich erwartet hatte. Natürlich wünschte ich, dass es noch erfolgreicher wäre, aber letztlich bin ich zufrieden mit der bisherigen Resonnanz. Wir hatten schon ein paar Reviews und vor kurzem wurden wir in einem griechischen Radioprogramm namens Dialogos gespielt und vorgestellt, das weltweit sendet.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/naturaewithin.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-11768" title="naturaewithin" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/naturaewithin.jpg" alt="" width="720" height="540" /></a></p>
<p><em><strong>Gab es auch kritische Kommentare?</strong></em></p>
<p>Überraschenderweise nicht&#8230; nicht wirklich. Es gab ein paar Künstler, die nicht mitmachen wollten, ohne ihre Gründe zu nennen. Es gab ein paar Magazine und Radiosender, die nie auf unsere Kontaktaufnahme reagiert hatten. Es gibt ein Magazin von fragwürdigem Charakter, bei dem sich ALLE Redakteure geweigert hatten, den Sampler zu besprechen&#8230; auf meine hämische Art fand ich das eher amüsant. Und es sind, was zu erwarten war und zugleich entäuschend ist, vor allem amerikanische Magazine und Radiosender, die für so etwas anscheinend keine Zeit haben. Ob das nun am Thema liegt, oder daran, dass sie einfach keine gute Musik mögen, weiß ich nicht. Ich denke aber, dass sich viele Leute als eher feige erweisen, wenn es darum geht, seine ehrliche Meinung zu sagen, und diese Meinung dann in Frage gestellt werden kann.</p>
<p><em><strong>Wie sehr unterscheidet sich für dich das Leben in deiner alten Heimat in Oklahoma von dem Leben in Südeuropa? Gibt es Auswirkungen auf deine musikalischen Aktivitäten?</strong></em></p>
<p>Je nachdem, worauf man achtet, kann es sehr unterschiedlich, aber auch sehr ähnlich sein. Ich liebe Oklahoma wirklich sehr, aber ich habe letztlich die amerikanische Politik und den Kapitalismus hassen gelernt&#8230; es macht mich nur noch krank. Die Griechen sind (generell) wirklich fantastische Leute. Sie sind nicht paranoid und neurotisch. Sie sind sehr bodenständig und aufgeschlossen. Außerdem besitzen sie eine große Aufgeschlossenheit gegenüber Kunst. Es ist das Ursprungsland unserer Kunst und Philosophie, deshalb wird so etwas hier ernst genommen. In Amerika könnte ich nicht einmal meine Freunde dazu bringen, zu den Shows zu gehen, die ich für lau veranstalte. Hier kommt jeder&#8230; sie gehen auch zu Konzerten, wenn ihnen die Musik nicht einmal gefällt, nur weil es neu und interessant ist. Wir leben zum Beispiel in diesem kleinen Dorf. Wir hatten ein Konzert im älteren Teil des Ortes angekündigt. Es war an einem etwas abgelegenen Platz, und wir hatten nicht viel Werbung dafür gemacht, außerdem war es eher experimentell mit gewissen esoterischen Elementen drin. Wir sagten den Leuten im Dorf, dass sie vielleicht mit der Musik nicht so viel anfangen könnten, aber tatsächlich war das ganze Dorf anwesend! Sogar der Bäcker und seine Familie! Es war unglaublich. So macht es viel mehr Spaß aufzutreten, denn du weißt, dass die Leute kommen&#8230; es ist einfach keine Zeitverschwendung.</p>
<p>Was die gemeinsamen Dinge angeht&#8230; Ich komme von einer kleinen Ackerbau-Stadt in Oklahoma und nun leben wir in einem sehr kleinen landwirtschaftlich organisierten Dorf. Jeder kennt jeden und weiß was er so treibt. Das Wetter ist auch ähnlich. Und die Zeit hat diese merkwürdige Angewohnheit, ganz langsam zu vergehen, wenn sie eigentlich etwas Tempo machen sollte, und zu schnell zu vergehen, wenn sie etwas langsamer verstreichen sollte.</p>
<p><em><strong>Habt ihr viele neue Freunde in Euböa gefunden und betrachtet ihr euch mittlerweile schon als Teil der lokalen Gemeinschaft?</strong></em></p>
<p>Wir haben ein paar Freundschaften geschlossen, aber um ehrlich zu sein, bin ich doch ein ziemlicher Eremit. Was die Teinahme an der Gemeinschaft angeht, ja, ich denke wir sind auf jeden Fall ein Teil unserer Dorfgemeinschaft. Wie gesagt ist es ein sehr kleiner Ort und jeder kennt jeden. Aber wir versuchen auch, an all den lokalen Festivitäten teilzunehmen, und unsere Tochter wurde hier getauft (was den Einheimischen sehr viel bedeutet). Sogar der Priester sagt „hi&#8221; zu uns, wenn er uns herumlaufen sieht.</p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/z7Q-_lFvxoo" frameborder="0" width="420" height="315"></iframe></p>
<p><em><strong>Sind dein Label AntiClock und dein Projekt The Gray Field Recordings noch richtig aktiv?</strong></em></p>
<p>Ah, genau die Frage&#8230; Ich hatte etwas Angst, dass jemand fragen würde, ob es AntiClock noch gibt, so dass ich mich entscheiden müsste, ob&#8230; Ich bin immer noch nicht sicher. AntiClock ist etwas, worauf ich wirklich sehr stolz und wovon ich zugleich sehr entäuscht bin. Ich kann mich nicht entscheiden, ob es immer noch wirklich notwendig ist. Manchmal scheint es, als ob ich zu viel hineinstecke und viel zuwenig zurückkommt. Ich meine das nicht im Bezug auf Geld&#8230; denn ich hab nie wirklich Geld damit verdient, aber ich meine was die Zufriedenheit betrifft. Verstehst du, was ich meine?</p>
<p><em><strong>Ja..</strong></em></p>
<p>Auf der anderen Seite jedoch sehe ich wirklich keinen Grund, es komplett aufzugeben. Noch nicht. Ein Freund sagte mir letztens, dass Durchhalten das einzige ist, worauf es ankommt.</p>
<p><em><strong>Ich finde, er hat Recht.</strong></em></p>
<p>Gray Field Recordings wird es immer geben, so lange ich lebe, aber ich kann nicht sicher sagen, ob ich jemals noch einmal etwas herausbringen werde. Ich meine, ich arbeite ständig an Songs&#8230; Das braucht allerdings eine Menge Zeit&#8230; und wenn ich dann denke, dass ich genug zusammen habe, und wenn das auch gut zusammen passt und bedeutsam erscheint, werde ich es als Album herausbringen. Ich glaube, ich bin tatsächlich unglaublich faul, was das betrifft.</p>
<p><em><strong>Aber du würdest The Grey Field Recordings nach wie vor als dein Hauptprojekt bezeichnen&#8230;<br />
</strong></em></p>
<p>The Gray Field Recordings ist mein persönlichstes Projekt, so nehme ich dann an, dass es auch mein „Hauptprojekt&#8221; ist, insofern es etwas ist, das ich gar nicht nicht sein kann. The Howling Larsons, Karyae, Black Lesbian Fishermen&#8230; All dies sind Projekte, an denen ich in letzter Zeit ziemlich viel gearbeitet habe, um etwas nach vorn zu bewegen. Ich sehe es nicht so, dass ich The Gray Field Recordings aufgebe, wenn ich Musik mit anderen Bands mache, es ist eher so, dass ich das miteinander vermähle.</p>
<p><em><strong>Wie sehr referiert The Gray Field Recordings wirklich auf die Technik von „field recordings&#8221;? Gibt es da eine Geschichte hiner dem Namen?</strong></em></p>
<p>Es gibt nicht so sehr viele Feldaufnahmen in The Gray Field Recordings&#8230; es gab mehr davon in dem frühen Zeug. Der Name hat nicht so viel mit Feldaufnahmen zu tun, mehr mit einem hypnagogischen Ort&#8230; ein graues Feld&#8230; wenngleich es schon auch ein Spiel mit Ideen war.</p>
<p><em><strong>In vielen Reviews wird deine Musik oft mit Worten beschrieben, die etwas eher Abstraktes implizieren &#8211; surreal, traumartig, soundscapig, ich selbst hab einige Sachen mit Hörspielen verglichen. Das klingt dann immer ein bisschen so, als wäre Folkmusik jenseits einfacher Songstrukturen modern und nicht-traditionell. Stört dich so etwas, oder siehst du dich auch manchmal als Modernisiererin oder Innovatorin?</strong></em></p>
<p>Nein, ich denke nicht, es war nie meine Absicht. Ich kümmere mich auch nicht wirklich darum, als was ich gesehen werden könnte. Es ist wichtig zu wissen, das man nie so wichtig ist. Die Musik, die ich mache, erscheint mir einfach notwendig&#8230; Nicht dass ich denken würde, sie sei wichtig für andere, aber sie ist wichtig für mich, es ist ein Spiel und es kommt einfach so wie es kommt&#8230; Ich könnte Popmelodien spielen, aber wahrscheinlich ziemlich schlechte.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/rloftiss.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-11770" title="rloftiss" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/rloftiss.jpg" alt="" width="720" height="540" /></a></p>
<p><em><strong>In deinen folkorientierten Arbeiten gehst du gerne etwas unberechenbarer vor und magst Ecken und Kanten. Denkst du, dass Folk heute oft etwas zu nett und harmlos klingt?</strong></em></p>
<p>Ich kann nicht einmal verstehen, was heute so „Folkmusik&#8221; genannt wird. Es scheint, als würde jedes Arschloch mit einer Akustikgitarre auf einmal Folk spielen. In Wirklichkeit leidet heute die meiste Musik unter der kommerziellen Vorstellung davon, wie Musik zu klingen hat. Die sollten eher unter meiner Vorstellung von dem leiden, wie Musik zu klingen hat! Nein, im Ernst, es ist egal, wie Musik genannt wird. Genrevorstellungen verändern sich die ganze Zeit. Was ich für wichtig halte ist, dass du schreibst, was in dir ist, wenn du Musik schreibst. Die „nette und harmlose&#8221; Musik, denke ich, kommt eher von der Vorstellung, was „sicher&#8221; und konsumierbar ist. Was wirklich schade ist, denn meistens heißt das, dass nur noch stagnierende Musik verbreitet wird&#8230; es ist die Kopie einer Kopie einer Kopie. Musik, die für sich selbst steht, ist Information, und wenn du nur Kopien vorgesetzt bekommst, heißt das letztlich, das nichts rüberkommt. Es ist nur immer wieder die gleiche Message. Labels, Musiker und Hörer sollten musikalisch einfach mehr riskieren. Manche der schönsten und wichtigsten Musik ist immer noch begraben in der Obskurität.</p>
<p><em><strong>Hat Avantgarde-Musik (in einem breiteren Sinne inklusive Psychedelia, Krautrock etc.) in deiner musikalischen Sozialisation eine Rolle gespielt?</strong></em></p>
<p>Ja, aber solche Sachen kamen bei mir viel später. Ich fing zuerst nur an, mit Sounds herumzuspielen, weil mein Vater damals Toningenieur war. Er brachte mir bei, wie man Tonbänder zusammenklebt und Sachen rückwärts aufnimmt. Dann war da mein Bruder, der sich sehr für Punkmusik interessierte (Black Flag, The Ramones, Circle Jerks), und ich liebte alles, was er liebte. Er spielte Gitarre, und so wollte ich auch Gitarre spielen. Mein Großvater spielte ebenfalls Gitarre. Er machte dreckige Folksongs und ich liebte ebenfalls alles, was er machte. So nahm ich dann ein bisschen Gitarrenunterricht. Dann spielte mir mein Onkel das Album „Better An Old Demon Than A New God&#8221; vor, als ich gerade dreizehn war. Es war eine Compilation, die Giorno Poetry Systems herausbrachten, und es waren William Burroughs, Lydia Lunch und Psychic TV drauf. Es war Psychic TV, die ich gerade zum ersten mal hörte, und ich dachte „wow, das ist etwas großartiges!&#8221; und von da an ging alles seinen Gang. Ich gründete meine erste Band mit fünfzehn, sie hieß J.U.N.K. Wir machten Punk oder auch Experimentelles, worauf wir gerade Lust hatten. Wir konnten keine Instrumente richtig spielen, aber wir wussten, wie man Sounds macht, und so machten wir Sounds auf die bestmögliche Art und hatten großen Spaß dabei. Ich denke, das mache ich noch immer so.</p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/A3-tTvqGQio" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><em><strong>Mit deinem Ehemann Alan betreibst du die Band Howling Larsens und zusammen mit einigen griechischen Musikern habt ihr die Black Lesbian Fishermen gegründet. Was kannst du uns über die Hintergründe dieser Gruppen sagen? Wird es mit den Fishermen weiterhin Releases geben? </strong></em></p>
<p>The Howling Larsons ist unser eher folkorientiertes Projekt. Das war anfangs gar nicht so vorgesehen, aber irgendwie führte es genau dahin. Wir kannten uns schon sehr lange, so dass es einfach Sinn machte, zusammen Musik aufzunehmen. Anfangs fragte Alan nur, ob ich etwas zu Temple Music beitragen würde und ich fragte ihn, ob er an ein paar Tracks von The Gray Field Recordings mitmachen wollte, und auf einmal hatten wir ein paar Songs, die weder zu dem einen, noch zu dem anderen Projekt passten, und so fingen wir an, zusammen als The Howling Larsons zu spielen.</p>
<p>The Black Lesbian Fishermen&#8230; ursprünglich war das ein Projekt von Nikos Fokas and Alan. Ich beteiligte mich dann später an dem Beutezug zusammen mit Stratis Sgourellis unserem Quoten-Lesbier. Wir machen hauptsächlich improvisierte experimentelle Musik, die eine Menge Ritualmagie enthält. Für mich ist es eine große Entlastung, ich werde unglaublich nervös, wenn ich etwas aufführe, aber das Improvisieren gibt mir genug Freiraum, so dass ich nicht solche Angst haben muss, es zu versauen. Wir werden hoffentlich bald neue Alben mit beiden Projekten aufnehmen, und planen außerdem einige Liveshows diesen Mai.</p>
<p><em><strong>Auf dem Debüt der Black Lesbian Fishermen sprichst du einen Text von Crowley aus dem Umfeld seines kurzlebigen Lamp of the Invisible Light-Ordens. Wenn Crowley erwähnt wird, geht es oft um seine Skandale und Provokationen, und immer noch wird er fälschlicherweise als „satanisch&#8221; abgestempelt. Auf der anderen Seite gibt es nicht wenige Versuche, seine Theorien und Praktiken im Kontext einer „seriösen&#8221; Spiritualität und Psychologie zu betrachten. Wie wichtig ist das Okkulte für dein Leben und für deine Musik?</strong></em></p>
<p>Das Okkulte generell ist sehr wichtig in meinem Leben und meinen Arbeiten&#8230; es gibt da eine Menge Rituelles vermischt mit ein bisschen Absurdität. Was Crowley angeht&#8230;er war ein verrückter, manipulativer Bastard, aber er hatte Momente, in denen seine Schriften nett (wenn auch etwas pompös) waren. Er war wichtig für mich, als ich jünger war und dem Mysterium des Okkulten erlegen war, und Crowley war einfach der am ehesten zugängliche. Ich denke nicht, dass seine Arbeiten seriöse Spiritualität sind, aber ich sehe, dass einige Leute seriöse Spiritualität aus seinem Werk zu ziehen verstehen.. zum Beispiel Israel Regardie, Lon Milo DuQuette, Robert Anton Wilson (wenn auch indirekt durch Regardie). Aber ich mag den Gedanken, dass man Spiritualität auf der Rückseite einer Cerealienbox finden kann&#8230; es zählt nicht, woher es kommt, alles was zählt, ist was es für dich bedeutet.</p>
<p><em><strong>Wie wird das neue Howling Larsens-Album werden und was denkst du, wann es herauskommen wird?</strong></em></p>
<p>Wir spielen mit der Idee, ein Album mit Folk-Covers zu machen mit Songs über den Tod. Aber das steckt alles noch in den Kinderschuhen, und wir sind noch nicht wirklich sicher, in welche Richtung es letztlich gehen wird. Ich hoffe, wir haben es zum Ende des Jahres fertig. Ich muss einfach meinen Hintern hochkriegen. Alan ist ein wirklich guter Musiker und schreibt die ganze Zeit über an nuen Songs. Ich finde es etwas schwieriger, dran zu bleiben.</p>
<p>(U.S./A. Kaudaht)</p>
<p><strong><a href="https://www.facebook.com/grayfieldrecordings/">The Gray Field Recordings @ Facebook</a></strong></p>
<p><strong><a href="https://www.facebook.com/howlinglarsons">Howling Larsons @ Facebook</a></strong></p>
<p><strong><a href="https://www.facebook.com/groups/1482851371926368/">Black Lesbian Fishermen @ Facebook</a></strong></p>
<p><strong><a href="https://www.facebook.com/Temple-Music-256212474409378/">Temple Music @ Facebook</a></strong></p>
<p><strong><a href="http://inthecitiesofyoureyes.bandcamp.com/releases">In The Cities Of Your Eyes @ Bandcamp</a></strong></p>
<p><strong><a href="https://anticlock.greedbag.com/">AntiClock Records</a></strong></p>
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		<title>If you’re writing music, you write what’s inside of you. Interview with musician and curator R. Loftiss</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Mar 2016 07:11:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[You&#8217;re a very passionate person in the field of music and often busy with several things at the same time. Which are the things youre focused on right now? Right now I&#8217;m working with Lizi Bates in our new band &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/03/12/if-you%e2%80%99re-writing-music-you-write-what%e2%80%99s-inside-of-you-interview-with-musician-and-curator-r-loftiss/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/gray-field-recordings.jpg"><img class="alignright size-full wp-image-11766" title="gray-field-recordings" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/gray-field-recordings.jpg" alt="" width="255" height="170" /></a>You&#8217;re a very passionate person in the field of music and often busy with several things at the same time. Which are the things youre focused on right now?</strong></em></p>
<p>Right now I&#8217;m working with Lizi Bates in our new band Karyae. I&#8217;m also working with my husband on a new Howling Larsons album. As for The Gray Field Recordings, it&#8217;s a very slow process, and never far from my mind but not something that I find easy to do.</p>
<p><em><strong>What can you tell us about the main ideas and motivations for curating the charity compilation &#8220;In The Cities Of Your Eyes&#8221;? Was there a certain experience that gave an impulse to it?</strong></em></p>
<p>Well, yes&#8230; we kept seeing the news about what was happening and it kept getting worse and worse. Then the images of children washing up was nightmarish. I thought,&#8217;I have to do something. This is happening right here, now&#8217;. But I have a baby and I can&#8217;t bring her with me to the islands and I can&#8217;t leave her. We don&#8217;t have a lot of money we could donate, so what could I do? Well, I have music. There is that. So, I decided that maybe I could use that to raise money and awareness. My music isn&#8217;t well-known and I&#8217;ve never made any money by it, so I thought it would be best to bring in some better-known musicians and some lesser known musicians. The idea was to make something that was real, heartbreaking, and intense because that&#8217;s what the situation is&#8230; no &#8216;We Are The World&#8217; crap&#8230; nothing trite.</p>
<p>The Greeks are incredible because they&#8217;re doing this out of kindness and, I say this with the utmost respect, out of their Greekness. There is no way Greeks would let these people just suffer or die on their shores. But the Greeks are going through a horrible economic crisis right now. This has been and is really hard on them, they have nothing and are still doing their damndest to help the refugees. So, the Greek islands seemed the most logical place to donate to and dedicate our album to.</p>
<p><em><strong>Which organisations are involved?</strong></em></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/inthecitiesofyoureyes.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-11767" title="inthecitiesofyoureyes" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/inthecitiesofyoureyes-298x300.jpg" alt="" width="298" height="300" /></a>Matina Katsevelli, who is a Goddess, or a saint of the Leros camp has contributed beautiful photos for the album. We were given stories from camps in Leros, Lesvos, and Samos. Graeme Swinton did all of the graphic design and the cover photo and the layout of the entire thing which came out perfectly.</p>
<p>As for who we&#8217;ve donated to&#8230; we&#8217;ve been able to send donations to <a href="http://gogetfunding.com/help-the-refugees-in-samos">Help the Refugees in Samos, Greece</a>, <a href="https://www.facebook.com/Leros-Solidarity-Network-Team-UK-1477725875863752">Leros Solidarity Network</a>, and to Chios (via <a href="http://uareuk.com">UAREUK</a>).</p>
<p>We hope to be able to donate to Lesvos via<a href="http://www.lighthouserelief.org/"> Lighthouse Relief</a> and/or <a href="http://www.seaofsolidarity.org/">Sea of Solidarity</a>. We also hope to help out <a href="http://kos-solidarity.com/">Kos via Kos Solidarity</a>.</p>
<p><em><strong>You also migrated to Greece a couple of years ago, so do you also feel the refusal to distinguish yourself due to the privileged situation of you own migration? </strong></em></p>
<p>My move to Greece was an immigration. I had many choices, I wanted to leave but can still go back to where I came from. The refugees are well, refugees&#8230; they are running from war and horrors unimagineable. There is no comparison. I think there&#8217;s a problem, or perhaps it is intentionally manipulative of the media, in calling the refugees immigrants. Most of them didn&#8217;t want to leave their homes, they didn&#8217;t come to Europe to get an easy job, settle down and live out their lives. They don&#8217;t even know what the future holds. They only know they have no immediate future in whichever entirely fucked country they&#8217;re fleeing from.</p>
<p><em><strong>How did the line-up of contributing musicians come togegher? Were there any notable criteria for paticipation?</strong></em></p>
<p>Well, the notable criteria was that they had to be good. They needed to be bands I respected and, I felt, fit together in a cohesive way. I also didn&#8217;t want the compilation to be overwhelmingly long so there were some very good artists I had to, unfortunately, turn down. I asked most of the musicians if they could do a new piece that reflected the plight of the refugees or the situation.</p>
<p><em><strong>How successful has the project been so far?</strong></em></p>
<p>It&#8217;s done really well for a digital release, I think. It&#8217;s done a bit better than I expected it to. I, of course, would like to see it do even more but I&#8217;m pleased with how it has been received so far. We&#8217;ve had quite a few reviews and were recently played and featured on a Greek radio program, Dialogos, which is syndicated all over the world.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/loftisstop.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-11765" title="loftisstop" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/loftisstop.jpg" alt="" width="657" height="493" /></a></p>
<p><em><strong>Have there also been critical comments?</strong></em></p>
<p>Surprisingly, no&#8230; not really. There were a few artists that didn&#8217;t want to participate without stating their reasons. There have been a few zines and radio stations that never responded to submissions. There is one zine, of questionable character, in which ALL of the reviewers have refused to review it&#8230; in my own impish way I find that kind of amusing. And it is, expectedly and disappointingly, mostly American zines and radio stations that don&#8217;t seem to have time for it. Though, whether that&#8217;s because of the subject matter or simply because they don&#8217;t like good music, I have no idea. I think people become sort of cowardly when it comes to stating what they really believe when their beliefs can be called into question.</p>
<p><em><strong>How strong did you experience the difference living in your native Oklahoma and your new place in Southern Europe? How did your approach to music activities change?</strong></em></p>
<p>It is very different and very much the same in some ways. I love Oklahoma but I really have kind of grown to hate American politics and capitalism&#8230; it all makes me kind of sick. The Greeks (in general) are really fantastic people. They aren&#8217;t paranoid and neurotic. They&#8217;re very down to earth and accepting. They&#8217;re also very appreciative of art. This is the motherland of art and philosophy so it&#8217;s taken seriously here. In America, I couldn&#8217;t even get my friends to go out to shows I put on for free. Here, everyone goes&#8230; they go to shows of music they might not even like. Just because it&#8217;s new. For example, we live in this really small village. We put on this show in the older part of the village. It was in a kind of out-of-the-way place and it wasn&#8217;t advertised a huge amount. Also, it was an experimental show with some kind of esoteric elements to it. We told the people in the village that they probably wouldn&#8217;t be into the music and the entire village showed up for it anyway! Even the baker and his family! It was incredible. So, it&#8217;s nicer to do live shows, in a way, because you know people will show up&#8230;it won&#8217;t just be a waste of time.</p>
<p>As for how things are the same&#8230; I come from a small agricultural town in Oklahoma and we&#8217;re now living in a very small agricultural-based village. Everyone knows everyone else and what everyone else is up to. The weather is very similar, too. And time has a strange habit of slowing down when you don&#8217;t want it to and going by too fast when you need it to slow down.</p>
<p><em><strong>Have you made many friends in Evia and regard yourselves now already as part of the local community?</strong></em></p>
<p>We&#8217;ve made a few friends but quite honestly, I&#8217;m mostly a hermit. As for being a part of the community, I think we are definitely part of our village community. As I said, it&#8217;s a very small village and everyone knows eachother. But we also try to attend all the local festivals and our daughter was baptised here (which is a huge deal to the village Greeks).The priest even says &#8216;hi&#8217; to us when he sees us walking around.</p>
<p><iframe width="420" height="315" src="https://www.youtube.com/embed/z7Q-_lFvxoo" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
<p><em><strong>Are AntiClock and The Gray Field Recordings still active?</strong></em></p>
<p>Ah, the question&#8230; I was afraid someone would ask if AntiClock was still active and I&#8217;d be forced to decide if it is&#8230; I&#8217;m still not sure. AntiClock is something I&#8217;m really proud of and consistently disappointed by. I can&#8217;t decide if it&#8217;s really necessary anymore. Sometimes it seems I put too much into it and there&#8217;s just not enough return. I don&#8217;t mean monetarily&#8230; because it&#8217;s never made money but I mean satisfyingly. Do you understand?</p>
<p><em><strong>Yes..</strong></em></p>
<p>However, I don&#8217;t see any reason in letting it go entirely. Not yet. A friend once told me that persistance is all that matters.</p>
<p><strong><em>I think your friend is right.</em></strong></p>
<p>Gray Field Recordings will always be active as long as I&#8217;m alive but I can&#8217;t say for sure that I&#8217;ll ever come out with anything again. I mean, I&#8217;m always working on songs&#8230; they just take a really long time&#8230; and then when I think I have enough and they kind of fit together, cohesivly, in a kind of era of meaning then I&#8217;ll release it as an album. I guess I&#8217;m incredibly lazy about it, actually.</p>
<p><em><strong>ls there something like a main music project of yours?</strong></em></p>
<p>The Gray Field Recordings is the most personal project so, I suppose, it&#8217;s &#8216;the main project&#8217; as in regards to being a thing I can&#8217;t not be. The Howling Larsons, Karyae, Black Lesbian Fishermen&#8230; those are all projects I&#8217;ve been working with quite a bit lately but, to put it into perspective&#8230; I don&#8217;t see myself as abondoning The Gray Field Recordings by doing music in the other bands so much as marrying The Gray Field Recordings to them.</p>
<p><em><strong>How much does The Gray Field Recordings really refer to the practice of &#8220;field recording&#8221;? Is there any story behind the chosing of the name?</strong></em></p>
<p>There&#8217;s not a huge amount of field recording in The Gray Field Recordings&#8230; there was more in the earlier stuff. The name actually has not so much to do with field recording, more to do with a hypnagogic place&#8230; a gray field&#8230;though it was kind of a play on ideas.</p>
<p><em><strong>In reviews to this and other projects of yours, you can ofte read terms like dreamlike, soundscapish and surreal, I have to confess that I often used the word &#8220;radio play&#8221;. This sometimes sounds as if folkish music beyond simple song structures is modernist and non-traditional. Are you uncomfortable with that or do you see yourself also a bit as a moderniser or innovator?</strong></em></p>
<p>No. I don&#8217;t think so. It&#8217;s never been my intent. I don&#8217;t really care what I&#8217;m seen as. It&#8217;s important to know you&#8217;re never so important. The music I do just seems necessary&#8230; not that I think it&#8217;s necessary for others to hear but necessary for me to do, it&#8217;s play, and it comes out the way it comes out&#8230;  I could be writing pop tunes, only doing it very badly.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/rloftiss.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-11770" title="rloftiss" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/rloftiss.jpg" alt="" width="720" height="540" /></a></p>
<p><em><strong>In your folk oriented works you show an affinity to an edgier and rather unpredictable sound. Do you think that folk music is often too neat and harmless nowadays?</strong></em></p>
<p>I can&#8217;t even understand what they call &#8216;folk music&#8217; nowadays. It&#8217;s like any asshole with an acoustic guitar is suddenly writing folk. In fact, most music is suffering from this commercial idea of what music should sound like. They should be suffering from my idea of what music should sound like! No, really, it doesn&#8217;t actually matter what music is called. Genre ideals change all of the time. What I think is important is that if you&#8217;re writing music, you write what&#8217;s inside of you. The &#8216;neat and harmless&#8217; music, I think, comes from an idea of what is &#8216;safe&#8217; and consumable. Which is really too bad because mostly that means the music that is propogated is stagnant&#8230; it&#8217;s a copy of a copy of a copy. Music, in it&#8217;s own right, is information and when you get copies it means nothing is really being passed on. It&#8217;s just the same message over and over. Labels, musicians and listeners should take more musical risks. Some of the most beautiful and important music is still buried in obscurity.</p>
<p><em><strong>Did avantgarde music (in a broader sense including also psychedelia, krautrock, etc.) play a role in your creative coming of age?</strong></em></p>
<p>Yes, but, I think some of those not until much later. I first just started playing with sounds because my father, at the time, was a sound engineer. He taught me to splice tapes and record things backwards. Then there was my brother who was really into punk music (Black Flag, The Ramones, Circle Jerks) and I loved everything he loved. He played guitar so I wanted to play guitar. My grandfather also played guitar. He made up raunchy folk songs and I also loved everything he did. So I took guitar lessons for a bit. Then my uncle introduced me to the album &#8216;Better An Old Demon Than A New God&#8217; when I was 13. It was this compilation put out by Giorno Poetry Systems. It had William Burroughs, Lydia Lunch, and Psychic TV on it. It was Psychic TV that I first heard and thought &#8216;wow, that&#8217;s something awesome!&#8217; and it was all downhill from there. I started my own band when I was 15. It was called J.U.N.K. We did punk/experimental/whatever we felt like. We didn&#8217;t know how to play any instruments but we knew how to make sounds so we made sounds the best way we could and had a lot of fun doing it. I guess, I&#8217;m still doing that.</p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/A3-tTvqGQio" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><em><strong>With your husband Alan you formed Howling Larsens and together with Greek musicians the Black Lesbian Fishermen. What can you tell us about the background of these groups? Do you Plan further releases with the fishermen? </strong></em></p>
<p>The Howling Larsons is our more folk-oriented project. It didn&#8217;t start off that way intentionally, it&#8217;s just how it&#8217;s kind of ended up. We&#8217;ve known eachother for a long time so it only made sense that we start doing music together. Initially, Alan asked that I do some stuff on some Temple Music tracks and I asked him to work with me on some Gray Field Recordings tracks and then there were some songs that just didn&#8217;t belong to either project so we started working together as The Howling Larsons.</p>
<p>The Black Lesbian Fishermen&#8230; that was initially a project of Nikos Fokas and Alan. I joined in the foray along with Stratis Sgourellis (our token Lesbian) later on. We do mostly improvised experimental music that involves a lot of ritual magic. It&#8217;s a great release, for me, I get incredibly nervous when I perform live so doing something improv gives me enough freedom to not be so afraid of fucking up. We&#8217;re hoping to record new albums for both bands soon and plan on doing some live shows in May this year.</p>
<p><em><strong>On the debut of Black Lesbian Fishermen you quote a text by Crowley, that he wrote for his short living order Lamp of the Invisible Light. Mostly when Crowley is mentioned it is more about the scandals and provocations he did, and he&#8217;s still often falsely regarded as &#8220;satanic&#8221;. On the other hand there are also quite many attempts to treat his theories and practices in the context of &#8220;serious&#8221; spirituality and psychology. How important are such occult aspects for your life and work?</strong></em></p>
<p>The occult, in general, is very important to my life and work&#8230; there&#8217;s a lot of ritual mixed with a bit of absurdity. As for Crowley&#8230;he was a  crazy, manipulative bastard but he had moments where his writing was kind of nice (if a bit pompous). He was important to me when I was younger because I was wooed by the mystery of the occult and Crowley just happens to be the most accessible. I don&#8217;t think his work is serious spirituality, however, I can see some people got some serious spirituality from his works.. such as Israel Regardie, Lon Milo Duquette, Robert Anton Wilson (even if indirectly through Regardie). But, I like to think, one can find spirituality on the back of a cereal box&#8230; it doesn&#8217;t matter where it comes from, all that matters is what it means to you.</p>
<p><em><strong>How is the new Howling Larsens album going to be and when do you think will it be released?</strong></em></p>
<p>We&#8217;re toying with the idea of an album of folk covers of songs about death. But it&#8217;s still in its infant stages so we&#8217;re not really sure what direction it will actually take. I hope we&#8217;ll have it done before the end of the year. I just have to get my ass in gear. Alan is a really good musician and writes songs all of the time. I find it somewhat harder to keep up.</p>
<p>(U.S./A. Kaudaht)</p>
<p><strong><a href="https://www.facebook.com/grayfieldrecordings/">The Gray Field Recordings @ Facebook</a></strong></p>
<p><strong><a href="https://www.facebook.com/howlinglarsons">Howling Larsons @ Facebook</a></strong></p>
<p><strong><a href="https://www.facebook.com/groups/1482851371926368/">Black Lesbian Fishermen @ Facebook</a></strong></p>
<p><strong><a href="https://www.facebook.com/Temple-Music-256212474409378/">Temple Music @ Facebook</a></strong></p>
<p><strong><a href="http://inthecitiesofyoureyes.bandcamp.com/releases">In The Cities Of Your Eyes @ Bandcamp</a></strong></p>
<p><strong><a href="https://anticlock.greedbag.com/">AntiClock Records</a></strong></p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/THmMb-WnfsQ" frameborder="0" width="420" height="315"></iframe></p>
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		<title>V.A.: In The Cities Of Your Eyes</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Jan 2016 05:59:56 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/12/cover.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-11456" title="cover" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/12/cover-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Im Booklet der vorliegenden Compilation findet sich ein Gedicht, in dem die Zeile „In the Cities of your Eyes“ vorkommt, der Verfasser ist der syrische Dichter Nizar Qabbani, und man kann kaum umhin, diese wenigen Zeilen über die Heimatlosigkeit und die Suche auf die Menschen in den Flüchtlingscamps auf den griechischen Dodekanes-Inseln zu übertragen, denen der Sampler gewidmet ist. Um welche Städte es da wohl geht &#8211; kündet der Vers von der Erinnerung an die Orte der Herkunft, die sich unverkennbar in die Gesichter der Geflohenen eingebrannt hat? Oder eher von der Sehnsucht nach den unbestimmten Orten der Zukunft, falls man sie denn je erreichen wird? Manchmal hat es sicher mehr<span id="more-11455"></span> Sinn, eine Frage im Raum stehen und einen Satz für sich wirken zu lassen. „In the Cities of your Eyes“ ist ein Benefizprojekt, dessen Erlös der Versorgung dieser Camps v.a. mit Lebensmitteln zukommt. Einige beigelegte Texte von Organisationen geben einen Einblick in die Situation vor Ort und den Alltag und die Gefühle der Menschen dort.</p>
<p>Der Sampler, dessen Teilnehmer der Geste nach wie eine Band auftreten, enthält dreiundzwanzig Stücke und ist abgesehen vom Anlass auch ein beeindruckendes Stück guter Musik. Bei aller stilistischen Breite gibt es doch eine gewisse Kohärenz, und bei einer Kuratorin wie R. Loftiss, Betreiberin des AntiClock-Labels und Mitglied bei The Grey Field Recordings, Karyae und Howling Larsens, heißt dies, das eine getragen Stimmung, ein Hang zum Experiment und zu erdiger Psychedelia Programm sind. All dies kann in songorientierter – und das heißt im weitesten Sinne auch: folkiger – oder in flächig-abstrakter – vulgo: ambienter – Machart vorliegen, und in diesem Sinne könnte man die meisten der Songs tatsächlich unterteilen. Umso schöner, dass die Beiträge schön durchmischt sind und es außerdem ein paar Ausnahmen gibt.</p>
<p>In den etwas abstrakteren Beiträgen überwiegt dunkles, vielschichtiges Dröhnen, und vielleicht sind das dunkle Dronebrett von Yannick Franck, der okkult untermalte Synthiedrone der Amerikaner Book of Shadows, der melodische Gitarrenambient von Elektronik Meditation und das einlullende, sich stetig intensivierende Vibrato des deutsch-griechischen Duos Amboo die repräsentativsten Beiträge dieser Art. Eher dem Experiment verpflichtet sind Lüüp mit verhuschtem Sopran und klavierlastigem Ambientsound, die analog bearbeitete Live-Elektronik von Palace Lido, der rau gehaltene Dub von J. Greco alias S.Q.E., das im Klagegesang endende Stück von Nikos Fokas und das mit Flöten und Tenorsaxophon ergänzte Drone von TraumaSutra und Peter Geysels.</p>
<p>In eine eher hörspielartige Richtung geht das von gespenstischem Flüstern geprägte Stück „Skein“ von Pylae sowie die auf verfremdeten Folksounds basierende Kollage von Susan Matthews und Rainier Lericolais. Die Higlights der eher soundorientierten Beiträge sind m.E. die Stücke von Cindytalk und The Grey Field Recordings. Während erstere mit einfachen Mitteln wie infernalischen Himmelschören und dem Rasseln von Hihats eine ungemein intensive Atmosphäre erzeugen und in so etwas wie Noiserock enden, evoziert Loftiss&#8217; eigener Beitrag mit TGFR mit dem steten wellenförmigen Sound die Vorstellung eines ungewissen Meeres, wobei die die immer wiederholte Frage „Are you safe?“ von mal zu mal eindrücklicher und konkreter anmutet.</p>
<p>Auch wenn die Songs nicht alle direkt das Flüchtlingsthema zum Inhalt haben, spielt das Meer in vielen der Texte eine zentrale Rolle, und wenn es nicht das Meer ist, dann Sujets der Reise, der Strapaze, des Wohnens und Ankommens. Ein besonderes eindringliches Beispiel und zugleich eines der Stücke, die zwischen den eher ambienten und den songorientierten Beiträgen stehen, ist das großartige „Where All The Lost Belong“ der aus Liz und Martyn Bates und wieder Loftiss bestehenden Karyae. Über Harmonium und Spieluhr sing eine charismatische Frauenstimme eine Hymne auf die Gemeinsamkeit &#8211; „My sun is your sun, my soil is your soil, my sea is your sea“. Wie viele Nico-Vergleiche wird es da wohl geben? Ebenfalls in Grenzbereich zwischen Song und Soundscape verortet sind das vokallastige Stück von Sandfinger und das an Filmmusik der 70er, aber auch etwas an Orchis gemahnende Stück von The Hare and the Moon.</p>
<p>Immer noch experimentell, aber nur oberflächlich zerfleddert und daher den Songs zuzurechnen ist das von allerhand Tremoli unberechenbar gemachte „The Universe Is Falling Apart“ von Spires that in the Sunset Rise. Hier quietscht und rumpelt es, wie nur die schräge amerikanische Frauenkappele es hinbekommt, und sei es auch nur noch als Duo. Mit „Smile In Your Sleep (Hush, Hush)“ haben die Howling Larsons (wieder R. Loftiss, hier zusammen mit Alan Trench) ein doppelbödiges Lullaby abgeliefert, das den Zynismus der Flüchtlingsschicksale vielleicht mehr als jeder andere Beitrag einfängt. Unabhängig vom Thema sollte der Song allen gefallen, die guten Neofolk schätzen und dabei den guten alten Stock im Arsch nicht obligatorisch finden.</p>
<p>Medienkritisches gibt es im erdigen Post Punk-Song von Edward Ka-Spel, tief emotionales in den Stücken von Martyn Bates und Dimitris Panas, düster-allegorisches im elektrisierenen „The Blood Red God“ der großartigen Stone Breath: Mit ihrer fatalistischen Hymne auf einen destruktiven Gott, wie ihn kein Georg Heym besser hätte evozieren können, beweist die Gruppe um Timothy Renner einmal mehr, dass sie eine der besten Bands auf diesem Planeten sind, Schande über alle, die sie nicht kennen. Alan Trenchs Tempel Music liefern den (space-)rockigsten Beitrag der Sammlung ab, mit dem repetitiven Text über jene, die zur See gehen, erscheinen die Heimatlosen wie Ahasvers, der fliegende Holländer oder der Ancient Mariner, und der Song gerät zu einem kleinen Denkmal für alle Outcasts.</p>
<p>Es gibt selten Compilations ohne überflüssiges Material, doch hier ist dies tatsächlich der Fall, und somit kann „In the Cities of your Eyes“ sich fast mit der (m.E. etwas zu umfangreichen) „Not Alone“-Box messen, die David Tibet und Mark Logan seinerzeit für Ärzte ohne Grenzen kuratiert hatten. Bedauerlich übrigens, dass es immer schwieriger wird, solche Projekte auf CD oder gar LP zu realisieren. Sei&#8217;s drum, die Sammlung sollte auch als Bandcamp-Download schon musikalisch jeden ansprechen, der dunkle Psychedelia mag, das Introvertierte nicht scheut und ein Faible für entdeckenswerte Geheimtipps hat. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://anticlock.greedbag.com/">AntiClock</a>/<a href="https://inthecitiesofyoureyes.bandcamp.com/releases">Bandcamp</a></strong></p>
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