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	<title>African Paper &#187; Paul Beauchamp</title>
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		<title>ANDREA CAUDURO: Without People We Are Nothing</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Mar 2025 05:32:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Andrea Cauduro]]></category>
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		<category><![CDATA[Fabrizio Modonese Palumbo]]></category>
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		<description><![CDATA[Im Laufe von gerade mal gut vier Minuten spielt sich im Kleinen eine ganze Welt an Ereignissen ab &#8211; eine entspannte, noch kaum elektrifizierte Gitarre pickt leise zum Auftakt, gewinnt bald an Verstärkung und Dynamik und prescht lost. In ordentlichem &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/03/01/andrea-cauduro-without-people-we-are-nothing/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/12/withoutpeopleyourenothing.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-44224" title="withoutpeopleyourenothing" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/12/withoutpeopleyourenothing-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Im Laufe von gerade mal gut vier Minuten spielt sich im Kleinen eine ganze Welt an Ereignissen ab &#8211; eine entspannte, noch kaum elektrifizierte Gitarre pickt leise zum Auftakt, gewinnt bald an Verstärkung und Dynamik und prescht lost. In ordentlichem Tempo scheint sie das begleitende Dröhnen erst zu erzeugen, gegen das sie sich wie gegen einen soliden Fahrtwind behauptet, lässt dezentes Feedback aufjaulen, ebenso wie <span id="more-44222"></span>kleinere klingelnde Ornamente und einiges mehr. Wenn der Sound von &#8220;Paul andiamo al parco&#8221;, das den Auftakt von Andrea Cauduras &#8220;Without People We Are Nothing&#8221; bildet, erst einmal in seiner vollen Breite angekommen ist, zweifelt niemand mehr daran, dass das lyrische Ich, das von niemand Geringerem als eben der Gitarre wie von einem meisterhaften Schauspieler verkörpert wird, sein Ziel erreicht.</p>
<p>Caudura, ein aus Rom stammender und heute in der italienischen Musikhochburg Turin lebender Komponist und Klangkünstler, hat mit seinem neuen Longplayer, dessen ultralimitierte Edition einen Siebdruck enthält, ein kleines Konzeptalbum kreiert, das die fundamentale Bedeutung zwischenmenschlicher Beziehungen feiert. Ohne Mitmenschen, so könnte man das kongeniale Artwork paraphrasieren, ist man wie ein amputiertes Wesen mit halben Gliedmaßen, das resigniert vor einem Instrument sitzt, dem es keine Töne mehr zu entlocken vermag. Jedes der vier überwiegend instrumental gehaltenen Stücke ist, wenn man den Songtiteln folgt, einer mit dem Künstler befreundeten Person und einer gemeinsamen Situation gewidmet, dass im Opener vermutlich der hier auch als Tontechniker in Erscheinung tretende <a href="http://africanpaper.com/2022/05/21/michele-anelli-paul-beauchamp-andrea-cauduro-sometimes-someone-watches/">Paul Beauchamp andressiert ist, mit dem Cauduro nicht zum ersten mal zusammenarbeitet</a>, passt einmal mehr zum Covermotiv, und auch dass mit Fabrizio Modonese Palumbo und Tiziano Teodori zwei weitere Freunde Cauduros an den Aufnahmen beteiligt sind, schlägt in die gleiche Kerbe.</p>
<p>Im folgenden &#8220;Tiziano attento con quell&#8217;ascia&#8221; wird (vermutlich genau dieser) Tiziano Teodori zur Vorsicht im Umgang mit einer Axt gemahnt, was hoffentlich gefruchtet hat, der Track jedenfalls mit seinen leicht verzerrten Anschlägen auf dem Jazzbesen, seiner luftig verrauschten Soundhülle und in steten Intervallen auftretenden psychedelischen Synthies, zwischen denen man die Gitarre zunächst eher minimal erkennt, beschränkt sich zunächst auf eine eher tastende Dynamik und scheint so der Vorsicht durchaus Rechnung zu tragen. Irgendwann tritt auch das elektrifizierte Saitenspiel deutlicher ins Zentrum, die Percussion gewinnt an Markanz und das Stück entfaltet vor der imaginären Leinwand ein hörspielartiges Darkjazzszenario in einem verwunschenen Grenzland, in dem man auch damit rechnet, Bohren und der Club Of Gore oder Satan Is My Brother über den Weg zu laufen. In &#8220;Alice vola nell&#8217;universo&#8221; fliegt Alice ins Universum, und bevor man sich überhaupt fragen könnte, woher sie eigentlich kommt, ist man schon in einen enorm hypnotischen, vibrierende, knarrenden Dröhnkosmos gezogen, in welchem man für eine knappe Viertelstunde baden und sein ganz persönlichen Zeitkonzept neu ausrichten kann.</p>
<p>Aus dieser Hypnose könnte einem nichts besser aufwecken als das gerade mal zweieinhalbminütige &#8220;Fabrizio grazie per la profonda leggerezza&#8221; &#8211; ein genau die profunde Leichtigkeit, für die hier gedankt wird, verkörperndes Stück, das vielleicht besser als alle anderen Momente des Albums die unterschiedlichsten stilistischen Versatzstücke, Anleihen aus Blues, Garage, Funk, die allesamt eine Fata Morgana im verwirrten Geist des Rezensenten sein könnten, unter einen Hut bringt, als wären sie genau so füreinander geschaffen. Auf eine komplett andere Art ist auch &#8220;Gabriele, detto Mimmo, la gioia di ritrovare lui e la sua estetica anni &#8217;90&#8243; mit seinen aufeinandergeklebten Schichten aus wunderbar melodischen Gitarren, kreisenden Synthies und programmierten Takten nicht nur eine Feier der 90er-Jahre-Ästhetik eines Freundes sondern auch ein weiterer Ausweis von Cauduros Meisterschaft der Kombinatorik.</p>
<p>Mit &#8220;Emilia insegnami a ballare&#8221;, einer dröhnenden Hommage an eine Tanzlehrerin namens Emilia geht es zum Abschluss noch mal soundmäßig in die Vollen. Wenn Tanz und Dröhnung in einem Satz genannt werden, impliziert das bereits Ungewöhnliches, und ein genau solches entfaltet sich hier auch über faszinierende zwölfeinhalb Minuten: Durch wehmütige Abschiedswellen, die vielleicht mit Bogen gestrichenen Gitarrensaiten entstammen, ziehen sich seltsam unheimliche Details knackernder, gluckernder, plätschernder Art &#8211; den Tanzschritt geben dennoch die Gitarrenfiguren vor, die irgendwann hinzukommen, begleitet von den nun auch endlich hörbaren Vocals, die das Szenario summend und flüsternd begleiten. Großartig! (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Chiærichetti Æditore Ræcordings</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1180946848/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>V.A.: Invisible Comma</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Oct 2024 02:33:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Blak Saagan]]></category>
		<category><![CDATA[Martina Bertoni]]></category>
		<category><![CDATA[Paul Beauchamp]]></category>
		<category><![CDATA[Trieste Science+Fiction Festival]]></category>

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		<description><![CDATA[Dass Italien einige der produktivsten Communities für experimentierfreudige Musik und Klangkunst hat, ist weitgehend bekannt, und um dies zu belegen, muss man nicht einmal bis zu Luigi Russolos Rumorarmonio zurückgehen, es genügt schon &#8211; und das sage ich in gebührender &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/10/26/v-a-invisible-comma/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/10/Invisible-Comma-front.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-43106" title="Opera senza titolo" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/10/Invisible-Comma-front-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Dass Italien einige der produktivsten Communities für experimentierfreudige Musik und Klangkunst hat, ist weitgehend bekannt, und um dies zu belegen, muss man nicht einmal bis zu Luigi Russolos Rumorarmonio zurückgehen, es genügt schon &#8211; und das sage ich in gebührender Bescheidenheit aus Ehrerbietung vor dem Thema &#8211; ein Blick auf unsere Seiten. Ein großer Bereich innerhalb dessen war stets die Produktion von Filmmusik (wer kennt sie nicht, die Werke aus der <span id="more-43104"></span>Generation von Morricone, Nicolai, Macchi und Ortolani oder die proglastigen Scores von Bands wie Goblin?) und dem, was meist mit dem englischen Begriff der Library Music beschrieben wurde: Produktionen, die speziell für eine mediale Nutzung angefertigt werden und eingebunden in ein spezifisches Lizenzsystem meist nicht im regulären Tonträgerhandel erhältlich sind.</p>
<p>Spricht man vom cinematischen Charakter einer Musik, dann ist damit bei aller Ungenauigkeit des Begriffs meist eine Qualität gemeint, die auf gewisse Weise eine Zwischenstellung zwischen tatsächlicher Filmmusik und den genannten Stockproduktionen einnimmt &#8211; das Potenzial einer Komposition, bewegte Bilder zu begleiten und sich so zur atmosphärischen Steigerung in deren Dramaturgie einzufügen. Mit der Compilation &#8220;Invisible Comma&#8221;, deren Cover eine halbsezierte Menschmaschine zeigt, haben die Betreiber des Trieste Science+Fiction Festival, das in den Tagen um Halloween in der weißen Stadt an der Adria stattfinden wird, eine Anthologie zusammengestellt, die eine große Bandbreite filmtauglicher Musik aus Italien präsentiert. Den Löwenanteil bestreiten tendenziell düstere Produktionen, die wie dafür gemacht scheinen, geheimnisvolle innere und äußere Welten zu erkunden.</p>
<p>Eröffnet wird die Sammlung von dem Track &#8220;Permacrisis&#8221; des aus Apulien stammenden Drummers und Elektroakustikers Marco Malasomma, der unter seinem Nachnamen firmiert. Das eindringliche Stück beginnt mit einer Alarmsirene, die Unheilvolles erahnen lässt und bald zu einem geloopten Kanon von Sirenen heranwächst, unter den sich irgendwann eine ähnlich unheilvolle Dröhnung schiebt. Irgendwann löst sich das ganze beinahe in einem zittrigem Tremolieren auf, und wenn die Sirenen wiederkehren, entsteht fast so etwas wie eine beruhigende Vertrautheit. Das sardinische Projekt Confrontational geht mit &#8220;Possession&#8221; in eine ganz andere Richtung, hier dominieren verspielte Synthie-Loops, verzerrter Gesang und sägende Gitarrenriffs, recht bald auch Beats, die mir &#8211; ganz persönlich subjektiv &#8211; etwas zu stoffelig sind. Ohne viel von dieser Musik zu verstehen, schätze ich, sie spricht Fans der Krupps der 90er an.</p>
<p>Lips Vago führt mit dem passend betitelten &#8220;Into The Uncertain&#8221; in eine ungewisse und gleichsam fast nostalgische Szenerie mit leichtfüßigen rhythmischen Noise-Loops und analogen Sounds, die an alte Computerspielmusik erinnern, wobei eine spielerische Leichtigkeit den Track durchzieht. Hinter dem Namen verbirgt sich Andrea Marutti, der seit den 90er-Jahren in der elektronischen Musik aktiv ist und hier seine Liebe zu Science-Fiction-B-Movies aus besseren Zeiten und archäologischen Mysterien durchscheinen lässt. Mit &#8220;A Cold Field&#8221; von Tristan Da Cunha wird es düster und metallen. Das mit Gitarre, Sampler und Laptop sowie Drums und Becken bewaffnete Duo kreiert eine vielschichtige Welt, die sich langsam entfaltet und schließlich zu einem satten, gleitenden Dröhnen avanciert. Diese atmosphärische Komposition erinnert an ein dunkles, wortloses Hörspiel und ist einer der Höhepunkte der Sammlung.</p>
<p>Ebenfalls beeindruckend und mitreißend ist der Producer Blak Saagan, <a title="BLAK SAAGAN: Se Ci Fosse La Luce Sarebbe Bellisimo" href="http://africanpaper.com/2021/09/04/blak-saagan-se-ci-fosse-la-luce-sarebbe-bellisimo/">dessen &#8220;Se Ci Fosse La Luce Sarebbe Bellissima&#8221; hier bereits vorgestellt wurde</a>. Mit den rauen Synth-Loops und kraftvollen Midtempo-Beats seines &#8220;Black Out a New York&#8221; lässt er eine dystopische Welt entstehen, die an hypnotische Soundtracks der 80er erinnert, als Giallo-Filme und andere Thriller bereits in die Jahre gekommen sind und noch einige späte Perlen hervorbrachten. Die Turiner Andrea Marini und Gabriele Maggiorotto alias SabaSaba lässt mit &#8220;Night Plotters&#8221; spannende Orchestralsounds auf elektronische Rhythmen treffen. Was zunächst an eine aufwühlende Stummfilmszene erinnert, entwickelt sich zu einer atmosphärischen Komposition, in der rocktaugliche Midtempotakte und flirrende Klänge dominieren, und die immer mehr ihre räumliche Tiefe und ihr elektrifiziertes Antlitz offenbart. Auch beschleicht einen immer mal das Gefühl, verhuschtes Hecheln und Flüstern zu vernehmen.</p>
<p>Der amerikanische Wahl-Piemonteser Paul Beauchamp, der schon SabaSaba im Studio zur Hand ging, präsentiert mit Chaos Shrine ein eigenes neues Projekt und setzt uns mit &#8220;Incidental Dimensions&#8221; einer soghaften Intensität aus. Hohe, geisterhaft-trunkene Stimmen schweben im Raum, begleitet von flatternden und rauschenden Details. Subtiles perkussives Rattern schwingt im Hintergrund, ohne jedoch einen klaren Takt zu bilden. Streicher und anderes Saitenspiel lingt an, und irgendwann macht sich ein harmonisches Dröhnen breit und und füllt die verbleibenden leeren Räume aus. Und wie man weiß, eignen sich solche harmonischen Aspekte bestens für unheimliche und bedrohliche Szenarien. Den Abschluss bildet Martina Bertoni mit &#8220;Closer (Portal)&#8221;, einem Stück, das sich von einer kleinen, einfachen melodischen Zelle zu einer komplexen Bewegung aus Drones entwickelt. Ihr Cello-Einsatz strahlt Wehmut aus, während flirrende, elektrifizierte Hochtöner eine unterschwellige Dynamik beifügen. Der Track entfaltet seine Spannung nach und nach und findet sein Tempo in einem kraftvollen Synthie-Finale. <a title="MARTINA BERTONI: Closer (Portal)" href="http://africanpaper.com/2023/07/29/martina-bertoni-closer-portal/">Wir hatten die Komposition bereits bei ihrer digitalen Erstveröffentlichung vorgestellt</a> und haben unserer Begeisterung wenig hinzuzufügen.</p>
<p>&#8220;Invisible Comma&#8221; ist eine beeindruckende Sammlung meist dunkler Soundart aus verschiedenen Musikszenen Italiens, die eine filmische Qualität und v.a. eine Tiefe offenbart, wie man sie selten in einer Sammlung findet, die zwangsläufig etwas heterogen bleiben muss. Ab dem 29. Oktober wird sie als CD auf besagtem Festival zu finden sein, ab dem 4. November ist sie auf dem <a href="https://www.youtube.com/@TriesteSciencePlusFiction">YouTube-Kanal des Festivals </a>verfügbar. (U.S.)</p>
<p><strong>Vertrieb: <a href="https://www.sciencefictionfestival.org/en/">Trieste Science+Fiction Festival</a></strong></p>
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		<title>LORENZO ABATTOIR: Disincarnazione</title>
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		<pubDate>Sat, 13 May 2023 02:51:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Flag Day Recordings]]></category>
		<category><![CDATA[Lorenzo Abattoir]]></category>
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		<description><![CDATA[Wie könnte man sich eine Musik vorstellen, die sich unter einem Titel wie &#8220;Disincarnazione&#8221;, also Entkörperung oder Entfleischlichung präsentiert? Wahrscheinlich würden sich viele zuerst eine fast schon ätherische Musik vorstellen, weit entfernt von jeder wirklich griffigen Materialität, die ähnlich einem &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/05/13/lorenzo-abattoir-disincarnazione/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/03/discarnazione.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-34589" title="discarnazione" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/03/discarnazione-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Wie könnte man sich eine Musik vorstellen, die sich unter einem Titel wie &#8220;Disincarnazione&#8221;, also Entkörperung oder Entfleischlichung präsentiert? Wahrscheinlich würden sich viele zuerst eine fast schon ätherische Musik vorstellen, weit entfernt von jeder wirklich griffigen Materialität, die ähnlich einem kaum spürbar Duft v.a. ihr eigenes Verschwinden illustriert. Eventuell würden einige auch auf eine Musik kommen, die sich in <span id="more-34576"></span>kathartischer Weise ihrer eigenen Materialität entledigt und dabei in einer finalen Eruption fast gewaltsam noch einmal ihre ganze Sinnlichkeit aufbietet. Diese wären mit ihrer Idee näher an dem hier vorgestellten Projekt.</p>
<p>Lorenzo Abattoir, unserem Lesern unter anderem durch seine Zusammenarbeit mit Hermann Kopp bekannt, arbeitet seit einigen Jahren an verschiedenen Versuchen, im Rahmen seiner Aufnahmen das Verhältnis zu seinem eigenen Körper zu transformieren und zwei Dinge, die man vielleicht nicht sofort miteinander in Verbindung bringen würde und die doch näher beieinander liegen als man vielleicht denkt, stärker in den Vordergrund zu rücken: die eigene tierhafte Seite sowie das, was man in der westlichen Tradition Seele nennt. Animal und Anima sind im lateinischen deshalb verwandte Begriffe, weil man das Tier mit vorrationalen, triebhaften Mechanismen in Verbindung bringt, die zum Terrain der Seele gezählt werden.</p>
<p>Eine der zentralen Klangquellen auf &#8220;Disincarnazione&#8221; ist der Atem, aufgenommen im Close-up eines oft intim nahen Mikrofons und in unterschiedlichen Graden amplifiziert. Rauschend, keuchend, krächzend bewegt sich die Atemluft im Opener &#8220;First Act&#8221; vor und zurück, begleitet von schmatzenden Geräuschen. Irgendwo zwischen Audrey Chen und Rudolf Eb.er erzeugen diese Klänge immer wieder Illusionen, scheinen voller, lauter, intensiver zu werden, kommen für Momente nah an das Brüllen eines Löwen. Ist &#8220;Teofagia&#8221; ähnlich im HNO-Bereich ausgerichtet, kommen etwa bei &#8220;Broken Materials and Wrong Behavior&#8221; und &#8220;Empty Orchestra&#8221; weitere, hölzern und metallen klingende Sounds dazu, die einen rasselnden oder heftig keuchenden Atem begleiten und mit diesem eine streckenweise beängstigende Stimmung erzeugen.</p>
<p>Dass disincarnation in englischsprachigen buddhistischen Diskurs ein gängiger Begriff für das Verlassen des (temporären) Körpers vor dem Bardo und der Wiedergeburt des (in dem Zusammenhang meist nicht Seele genannten) Geistesstromes ist, fiel mir besonders bei dem Track &#8220;Canti di Gola&#8221; ein, dessen kehlig-grollender Gesang an die rituellen Gesänge tibetischer Mönche erinnert. &#8220;A Screaming Song&#8221; schließt das Album dann mit in unregelmäßigen Abständen herausgestoßenen Schreien ab.<!--/data/user/0/com.samsung.android.app.notes/files/clipdata/clipdata_bodytext_230317_181040_942.sdocx--></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1702680928/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Golden Leaf: Gemeinsames Album von Larsen und Alessandro Sciaraffa</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Dec 2022 07:07:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Important Records bringen Mitte des Monats ein gemeinsames Album der italienischen Experimentalband Larsen und des Sounddesigners Alessandro Sciaraffa heraus, das zwei intensive, vom Soundmaterial her und stilistisch vielgestaltige Tracks enthält. Das &#8220;Golden Leaf&#8221; betitelte Werk ist das 19. Album der &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/12/03/golden-leaf-gemeinsames-album-von-larsen-und-alessandro-sciaraffa/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Important Records bringen Mitte des Monats ein gemeinsames Album der italienischen Experimentalband Larsen und des Sounddesigners Alessandro Sciaraffa heraus, das zwei intensive, vom Soundmaterial her und stilistisch vielgestaltige Tracks enthält. Das &#8220;Golden Leaf&#8221; betitelte Werk ist das 19. Album der seit Mitte der 90er aktiven Band und dokumentiert eine vierstündige Soundperformance, die an einem geheimen Ort in Turin als ein <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/12/goldenleaf.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-32653" title="goldenleaf" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/12/goldenleaf.jpg" alt="" width="1200" height="1085" /></a><span id="more-32652"></span></p>
<p>alchemistisches Ritual durchgeführt und von Musiker und Studio-Legende Paul Beauchamp in zwei seitenfüllende Tracks verarbeitet wurde. Neben der Larsen-Performance standen spezielle Sound-Totems Sciaffaras sowie kulinarische Kreationen von Chefkoch Gabriele Gatti im Zentrum der Show. Als Instrumentalisten fungierten Fabrizio Modonese Palumbo, Marco &#8220;Il Bue&#8221; Schiavo, Paolo Dellapiana und Roberto Maria Clemente. &#8220;Golden Leaf&#8221; erscheint als CD und zum Download.</p>
<p><a href="https://importantrecords.com/products/larsen-alessandro-sciaraffa-golden-leaf-cd"><strong>Weitere Informationen @ Important Records</strong> </a></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=100002150/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>MICHELE ANELLI / PAUL BEAUCHAMP / ANDREA CAUDURO: Sometimes Someone Watches</title>
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		<pubDate>Sat, 21 May 2022 04:40:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Andrea Cauduro]]></category>
		<category><![CDATA[Chiærichetti Æditore Ræcordings]]></category>
		<category><![CDATA[Michele Anelli]]></category>
		<category><![CDATA[Paul Beauchamp]]></category>

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		<description><![CDATA[Die unsichere Sendersuche am Radio und das elektronisch verfremdete Hantieren, das einen zu Beginn von &#8220;Sometimes Someone Watches&#8221; in ein dezentes Chaos zieht, sind nicht die einzigen schwer definierbaren Klänge auf diesem Album. Über einige Minuten hinweg blubbert und knackt &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/05/21/michele-anelli-paul-beauchamp-andrea-cauduro-sometimes-someone-watches/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/05/sometimessomeonewatches.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-29737" title="sometimessomeonewatches" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/05/sometimessomeonewatches-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Die unsichere Sendersuche am Radio und das elektronisch verfremdete Hantieren, das einen zu Beginn von &#8220;Sometimes Someone Watches&#8221; in ein dezentes Chaos zieht, sind nicht die einzigen schwer definierbaren Klänge auf diesem Album. Über einige Minuten hinweg blubbert und knackt und schabt und trötet es, und man hat schnell den Eindruck, dass die zahlreichen Sounds hier sich selbst überlassen sind und weitgehend <span id="more-29736"></span>freie Hand haben. Wenn sich dann doch irgendwann ein Anschein von Kohärenz hinter den Schauplatz schiebt, hält man das vielleicht nur für eine der Gewöhnung geschuldete Illusion.</p>
<p>Die drei in Turin lebenden Musiker Michele Anelli, Paul Beauchamp und Andrea Cauduro, die das Album vor einigen Monaten mit Synthesizern, Gitarren, Tape-Technik und einigen zusätzlichen elektronischen Gerätschaften eingespielt haben, kannten sich schon länger und fanden die gemeinsame Session wohl unvermeidlich – eine Einschätzung, die sich durch die Kohärenz der drei improvisierten Stücke bestätigt.</p>
<p>Wer immer der mysteriöse Beobachter ist, der dem Album seinen Titel gab: Das Vergehen der Zeit scheint ein übergeordnetes Thema zu sein, was nicht nur die drei Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft implizierenden Tracktitel – &#8220;The Last Time The Door Was Open&#8221;, &#8220;One Dwells There Within Who Talks To The Morning Mists&#8221;, &#8220;A Sort of Foreknowledge of the Coming Series of Events&#8221;  – nahelegen, sondern auch die narrative Struktur, die ganz einer Bewegung aus diffusem Chaos hin zu einem aufgeräumte(re)n Ziel zu entsprechen scheint. Das erste Stück erinnert über weite Strecken an eine langsame Suche mit subjektiver Kamera im Chaos eines dunklen, mit viel Geröll vollgestopften Raumes. Dreht man sich im Kreis? Die Unsicherheit bleibt bestehen, doch irgendwann ändert sich das Tempo leicht, die Suche wird stockender, aber vielleicht ist auch dies wieder in nur eine Illusion, ähnlich der Autohupen, der Spritzpistolen, der schreienden Möwen, die in einem anderen Raum erklingende ethnofolkige Melodie, die sicher alle von ganz anderen Soundquellen erzeugt werden.</p>
<p>Die flächige Dröhnung in &#8220;One Dwells There Within Who Talks To The Morning Mists&#8221; ist anfangs so laidback, dass man sich leicht an einem weniger gefahrvollen Ort wähnen könnte, doch auch hier steckt in den halluzinierbaren Klängen – rasselnde Becken, strömendes Akkordeon, Orchestrales – eine subtile Spannung, die dank des von Rauschen ummantelten Schwebedrones direkt ins Unbewusste sickert. Die scheinbar gleichförmige Hypnotik des Schlusstracks vermag die vielen subkutanen Details lange vergessen machen und könnte der Sound des Angekommenseins sein, doch mittlerweile sind die Sinne schon zu geschärft für subtile Brüche, und der Titel &#8220;A Sort of Foreknowledge of the Coming Series of Events&#8221; lässt ohnehin die Ruhe vor dem Sturm und somit einen offenen Schluss vermuten.</p>
<p>&#8220;Sometimes Someone Watches&#8221; ist mehr ein auditiver Thriller als ein potenzieller Soundtrack zu einem ähnlich gearteten Film und ein mehr als gelungenes Gemeinschaftswerk, das nach einer Fortsetzung verlangt. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Chiærichetti Æditore Ræcordings</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=453285223/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Needs Must When the Devil Drives: Drittes Soloalbum von Paul Beauchamp</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Feb 2021 06:31:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Paul Beauchamp, der neben seiner Arbeit mit Combos wie Blind Cave Salamander und Almaghest! bereits zwei Alben im Alleingang produziert und über Boring Machines heraus gebracht hatte, veröffentlicht in Kürze seinen dritten Longplayer &#8220;Needs Must When the Devil Drives&#8221;. Das &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/02/04/needs-must-when-the-devil-drives-drittes-soloalbum-von-paul-beauchamp/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Paul Beauchamp, der neben seiner Arbeit mit Combos wie Blind Cave Salamander und Almaghest! bereits zwei Alben im Alleingang produziert und über Boring Machines heraus gebracht hatte, veröffentlicht in Kürze seinen dritten Longplayer &#8220;Needs Must When the Devil Drives&#8221;. Das aus einem rund halbstündigen Track bestehende Album teilt mit seinen Vorgängern die ambiente Soundscape-Struktur. <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/02/paulbeauchampneedsmust.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-24066" title="paulbeauchampneedsmust" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/02/paulbeauchampneedsmust.jpg" alt="" width="1683" height="1515" /></a><span id="more-24059"></span>Neu ist Beauchamps momentane Abkehr von teilweise akustischen Klangquellen und seine Konzentration auf Elektronik. Ein weiteres Novum ist der Einbezug rhythmischer Elemente. Beauchamp, dessen Name entgegen der verbreiteten Gewohnheit nicht in der französischen Phonetik ausgesprochen wird, stammt aus dem Südosten der USA und zog vor Jahren nach Turin, wo er schnell Kontakte zur rührigen lokalen Musikszene knüpfte. Mittlerweile zählt er zu den renommiertesten Vertretern elektroakustischer Musik. Das Album erscheint auf zweihundert CDs bei Bare Teeth Records und Standa, dem Zwilling von Silentes Distribution.</p>
<p><a href="http://www.bareteethrecs.com/wp/"><strong>@ Bare Teeth</strong></a></p>
<p><a href="http://store.silentes.it/catalogue/standa2135.htm?"><strong>@ Standa / Silentes</strong></a></p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/uNvHPgfCKe4" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
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		<title>Barren: Doppellivealbum von Nurse With Wound</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Nov 2020 04:54:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nachdem Nurse With Wound nach einigen Auftritten in den frühen 80ern über lange Jahre ein reines Studioprojekt war, hat Steven Stapleton seit seinem Auftritt im Wiener Narrenturm im Jahr 2005 NWW als Liveband neu er- und gefunden. Seitdem hat es &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2020/11/23/barren-doppellivealbum-von-nurse-with-wound/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem<a href="http://africanpaper.com/tag/nurse-with-wound/"> Nurse With Wound</a> nach einigen Auftritten in den frühen 80ern über lange Jahre ein reines Studioprojekt war, hat Steven Stapleton seit seinem Auftritt im Wiener Narrenturm im Jahr 2005 NWW als Liveband neu er- und gefunden. Seitdem hat es zahlreiche Auftritte gegeben, die auf Tonträgern wie<a href="http://africanpaper.com/2016/07/02/nurse-with-wound-dark-fat/"> „Dark Fat“</a> oder „Cabbalism“ und auf ultralimitierten CD-Rs dokumentiert wurden. Mit „Barren“ erscheint nun eine neue Veröffentlichung.</p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/11/BARREN+FRONT-promo+web.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-23190" title="BARREN+FRONT-promo+web" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/11/BARREN+FRONT-promo+web.jpg" alt="" width="750" height="693" /><span id="more-23188"></span></a>Die Aufnahmen auf der ersten CD stammen aus Florenz, wo Stapleton 2012 mit Colin Potter und Paul Beauchamp auftrat, die zweite CD wurde ein Jahr später in Karlsruhe aufgenommen, als das Lineup aus Stapleton, Potter und Andrew Liles bestand. Von Bandseite heißt es, diese Veröffentlichung dokumentiere zwei ihrer „ungewöhnlichsten“ Auftritte.</p>
<p><strong><a href="https://www.nursewithwound.co.uk/shop/barren-2cd">@ Nurse With Wound</a></strong></p>
<p><strong><a href="https://icrdistribution.com/products/nurse-with-wound-barren-2cd">@ ICR</a></strong></p>
<p><strong><a href="https://www.andrewliles.com/discography/barren/">@ Andrew Liles</a></strong></p>
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		<title>BLIND CAVE SALAMANDER: The Svalbard Suite</title>
		<link>https://africanpaper.com/2019/11/02/blind-cave-salamander-the-svalbard-suite/</link>
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		<pubDate>Sat, 02 Nov 2019 07:28:01 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die norwegische Inselgruppe Svalbard, die hierzulande als Spitzbergen bekannt ist, liegt in etwa in der Mitte zwischen Nordkap und Nordpol und ist die nördlichste der bewohnten Inseln Europas. Trotz ihres unwirtlichen Charakters ist sie bei Touristen, v.a. bei betuchten Kreuzfahrern &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2019/11/02/blind-cave-salamander-the-svalbard-suite/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/10/svalbard.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-19071" title="svalbard" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/10/svalbard-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Die norwegische Inselgruppe Svalbard, die hierzulande als Spitzbergen bekannt ist, liegt in etwa in der Mitte zwischen Nordkap und Nordpol und ist die nördlichste der bewohnten Inseln Europas. Trotz ihres unwirtlichen Charakters ist sie bei Touristen, v.a. bei betuchten Kreuzfahrern beliebt, und wer sich entsprechend umschaut, stößt schnell auf allerhand liebenswürdige Stereotypen: Kühlschrank Europas, mehr Eisbären als Menschen, sterben verboten u.s.w. Das Archipel hat aber auch<span id="more-19070"></span> seine ganz eigenen Schwierigkeiten, so schwanken die Temperaturen immer mehr, Regen weicht Teile der Permafrost-Böden auf, Teile des von Fjorden durchzogenen Küstengebiets werden langsam, aber stetig vom Meer geschluckt. Die Gründe dürften bekannt sein.</p>
<p>Das italienisch-amerikanische Duo Blind Cave Salamander besuchte die Inseln mehrmals, zuletzt in Form einer Artist Residency im Hauptort Longyearbyen, wo eine ganze Reihe an landestypischen Sounds gesamplet und verarbeitet wurden. Doch Fabrizio Modonese Palumbo und Paul Beauchamp wären nicht die Meister der verschieden traktierten Saiten, wenn sie die Aufnahmen nicht mit Schichten atmosphärischer Texturen kombiniert hätten.</p>
<p>Bei den meisten Tracks bilden solche Sounds eine subtile Unterströmung, auf der Instrumentalparts meist eine kühle oder mollastig-besinnliche Atmosphäre entstehen lassen, die sich zu miniaturhaften Etüden in Eis und Schnee verdichten. Zu den minimalen, in ihrer dezenten Melodik gleichsam berührenden Akkorden des ersten Abschnitts gesellen sich eisig zischelnde Takte im Downtempo, die im Verlauf eine fast metronomische Form annehmen. Kernige Bassläufe kommen hinzu, eine leicht schlenkernde Unruhe und etwas, das an Zikaden erinnert, weist schon auf die aufwühlende Dramatik hin, die sich im Cello-Solo von Julia Kent, die als quasi drittes Bandmitglied selten fehlt, ereignet. Der Store Norske Mandskor steuert traditionellen Gesang bei und Xiu Xiu, in der Vergangenheit Kollaborateur der verwandten Band Larsen, beteiligt sich ebenfalls an einem Segment, das von kratzenden Rock-Ansätzen und hämmernden Rhythmen geprägt ist, aber im Wesentlichen überzeugt die Musik durch molligwarme Dröhnung, eisigen Minimalismus und jazzig angehauchten Zeitlupengroove.</p>
<p>Man erwacht aus dieser Musik wie aus einem luziden Traum und darf zugleich Augen und Ohren offenhalten für Kommendes, denn die &#8220;Svalbard Suite&#8221; ist Teil eines großen, von einem Turiner Theater konzipierten Werks. Teile der Aufnahmen wurden für eine Dokumentation, für einen fiktionalen Kurzfilm und für ein Theaterstück verwendet, die Soundtrack-Version mit unheimlich verfremdeten Field Recordings liegt der Veröffentlichung bei. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://hypershaperecords.bandcamp.com/">Hypershape Records</a></strong></p>
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		<title>FABRIZIO MODONESE PALUMBO: The Insincere Sympathy Of The Faraway Stars</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Oct 2018 05:47:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich weiß nicht, in welchem Zusammenhang Joseph Losey und Tennessee Williams die Formulierung &#8220;The Insincere Sympathy Of The Faraway Stars&#8221; verwendet haben, aber man könnte sich darunter etwas nur diffus wahrnehmbares vorstellen, dem aus menschlicher Perspektive zugleich ein Eindruck von &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/10/13/fabrizio-modonese-palumbo-the-insincere-sympathy-of-the-faraway-stars/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/09/FMPtape.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-16361" title="FMPtape" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/09/FMPtape.jpg" alt="" width="150" height="233" /></a>Ich weiß nicht, in welchem Zusammenhang Joseph Losey und Tennessee Williams die Formulierung &#8220;The Insincere Sympathy Of The Faraway Stars&#8221; verwendet haben, aber man könnte sich darunter etwas nur diffus wahrnehmbares vorstellen, dem aus menschlicher Perspektive zugleich ein Eindruck von Ewigkeit anhaftet. Das würde zumindest gut zu der gleichnamigen Komposition passen, mit der Fabrizio Modonese Palumbo sein jüngstes Soloalbum füllt, denn die Abfolge der subtil verwobenen Sounds entpuppt sich als zirkulär und könnte sich auf diese Art endlos forsetzen.<span id="more-16359"></span></p>
<p>Ein pfeifender Sinuston eröffnet das Stück, gehüllt in warmes, mehrschichtiges Dröhnen. Hall erzeugt schnell die Illusion eines weiten Raumes. Dort zeichnet sich ein leises Rauschen ab, das schnell zu einem tosenden Wind anwächst, der durch ein wüstes Land fegt. Nach dieser Dramatik folgt der erste Bruch eher unsanft und leitet doch über in die fragilsten Tonfolgen auf einem Fender Rhodes-Piano. Fast käme dabei das perfekte Idyll zustande, doch in der mollastigen Melodie und der verlangsamt wirkenden Gangart steckt auch etwas Gespenstisches.</p>
<p>Wie in einem Panoramakino der Klänge gleiten immer wieder neue Motive ins Bild: monumentale Synthieflächen, seltsam pochende Herzschläge, Grillenzirpen, ein hochtönendes Schwebedrone, das sich eine Weile der Monotonie gönnt. Irgendwann kehren alle Details zurück, in unregelmäßiger Folge und immer etwas anderer Verfremdung, das Rauschen und Dröhnen wechselt die Klangfärbung und tönt an manchen Stellen elektrifizierter als sonst. Das eigentliche Leitmotiv in dem ständigen Gestaltwandel jedoch ist die Offenheit und Unbestimmtheit, die sich wie ein roter Faden durch die Episoden zieht und das Stück in Spannung hält.</p>
<p>Offen und unbestimmt scheint auch eine besondere Referenz in dem Stück, denn die bezaubernde Melodie des Fender Rhodes ist dem Culture Club-Song &#8220;Victims&#8221; entnommen, aber derart variiert, dass es vermutlich nur wenige erkannt hätten. Das legt die Frage nah, wieviel unterschwellige Verweise in der guten halben Stunde noch versteckt sein könnten &#8211; wie immer die Antwort ausfällt ist &#8220;The Insincere Sympathy&#8230;&#8221; ein würdiger Nachfolger des vor drei Jahren erschienenen <a href="http://africanpaper.com/2015/08/22/fabrizio-modonese-palumbo-doropea/">&#8220;Doropea&#8221;</a>, mit dem FMP damals sein Repertoire neben Bands wie <a href="http://africanpaper.com/2016/08/27/larsen-of-grog-vim/">Larsen</a> und Blind Cave Salamander oder seinem etwas songorientierteren Projekt <a href="http://africanpaper.com/2015/09/26/r-all-about-satan/">(r)</a> um eine experimentierfreudige Note bereichert hat. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://deleterec.bandcamp.com">Delete Records</a></strong></p>
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		<title>ALMAGEST!: Fun House Mirrors</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Jan 2018 08:14:34 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Als vor gut vier Jahren das erste offizielle Almagest!-Album „Messier Objects“ in den Regalen stand, hielten viele das Projekt für eine einmalige Geschichte, die lose an das von Ernesto Tomasini und Fabrizio Modonese Palumbo eingespielte Debüt „Canes Vernaci“ anknüpfte. Da &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/01/13/almagest-fun-house-mirrors/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/01/almagestfhm.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-14751" title="almagestfhm" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/01/almagestfhm-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Als vor gut vier Jahren das erste offizielle Almagest!-Album „<a href="http://africanpaper.com/2013/10/19/almagest-messiers-objects/">Messier Objects</a>“ in den Regalen stand, hielten viele das Projekt für eine einmalige Geschichte, die lose an das von Ernesto Tomasini und Fabrizio Modonese Palumbo eingespielte Debüt „Canes Vernaci“ anknüpfte. Da nun mit Paul Beauchamp und Evor Ameisie zwei weitere umtriebige Musiker an Bord waren, sah das ganze noch mehr nach einer temporären Supergroup aus &#8211; was schade gewesen wäre, denn der experimentierfreudige Hybrid aus<span id="more-14750"></span> Gedröhne, Klangkollagen, bluesigen Rockanklängen und einem Touch von Varieté und Musical hatte doch etwas ganz eigenes und schrie geradezu nach einer Fortführung.</p>
<p>Just als kaum mehr jemand damit gerechnet hätte, regten sich die Lebenszeichen, und spätestens seit einem Jahr wussten alle Affizierten, dass zwischen London, Turin und Mailand die Drähte heiß laufen und etwas Neues am entstehen ist. Zusammen mit illustren Gästen &#8211; u.a. Julia Kent und Marco Schiavo (Larsen)- wurde dieses nun fertig gestellt und nennt sich „Fun House Mirrors“.</p>
<p>Ich will den Vergleich mit „Messier Objects“ nicht überstrapazieren, doch ganz allgemein kann man &#8211; neben dem weitgehend helleren Klangbild &#8211; feststellen, dass die auch hier wieder unberechenbare, von Brüchen und Kontrasten geprägte Abenteuerlichkeit der zerfledderten Songs eine gänzlich andere ist. Hatte man beim Vorgänger das Gefühl, dass die Band im besten Sinne destruktiv vorging und neben vertrauten Mustern auch gestandene Klassiker von Duran Duran und Jefferson Airplane zersägte und vom Kopf auf die Füße stellte, so erscheinen die neuen Stücke, gleichwohl nach wie vor kollagenhaft, wie die Konstruktion einer ganz eigenen Kunstwelt. Im Opener scheint diese, vielleicht durch Tomasinis Flüstern am Anfang, sicher aber mehr noch durch den verspielten Computersound, in den sich eigentlich unpassende Rockriffs mischen, auf die Größe eines Puppenhauses geschrumpft, in das man wie durch einen Türspion linst. Wie illusionär dieser Schauplatz ist, bemerkt man spätestens, wenn der Sänger sich als „Snake oil salesman“, als Bauernfänger und Quacksalber vorstellt.</p>
<p>Die besondere Kunst der fünf Tracks besteht darin, all die Kontraste dennoch harmonieren zu lassen &#8211; davon abgesehen hat aber jedes der Stücke seine ganz eigene Exzentrik: In „Lustighe Ghai“ spricht, singt und krächzt Tomasini in einer Sprache, die an das erinnert, was sich ein Fremdsprachler vielleicht unter deutsch vorstellt, und ein bisschen musste ich auch an die <a href="https://www.youtube.com/watch?v=kWuT1mTU0ec">Interview-Passage aus „An hour with Ernesto Tomasini“</a> denken, in der er (nach einem besonderen Loblied auf Giuseppe Verdi) über Richard Wagner herzieht.</p>
<p>Die instrumentelle Kulisse aus Dröhnung, abgehackten Beats und Gitarrensoli hält sich hier noch zurück, in „Piume“, dessen Rezitation einem neorealistischen Film zur Ehre gereicht hätte, geht es schon etwas heftiger zur Sache, Noise tritt auf den Plan, gefolgt von unheimlichen, rückwärts gespielten Passagen. Wer glaubt, dass die Band hier schon in Spiellaune war, der hat das kryptisch betitelte „Nne“ noch nicht gehört, bei dem man zwischen Gedröhne und Gefrickel mit Postpunk-Echo die Orientierung verlieren könnte, bis dass das Growlen einer Bestie aus den Ritzen dringt. Ob das wirklich Tomsini ist, oder doch eher Palumbo? Der größte Trumpf wird erst zum Schluss aus dem Ärmel gezogen, denn das fast zwanzigminütige „Durch den Irrgarten hindurch“ enthält Episodenstoff für ein ganzes Album: Zwischen dem plastischen Vibrieren und dem smoothen Trompeten-Ausklang hangelt sich der Plot, in dessen Zentrum ein Vortrag über den Naturwissenschaftler Helmholtz steht, durch Easy Listening-Zitate und rituelles Pochen und Prasseln, das wohl Ameisies Handschrift trägt, durch schwebende Flächen, chaotische Brüche. Tomasini, der sich als Countertenor bislang merklich zurückhielt, zeigt hier zuguterletzt, zu wieviel Ausdrucksintensität er sich empor schwingen kann.</p>
<p>„Fun House Mirrors“ ist in der Tat so verwirrend wie ein Spiegelsaal, in dem man sich immer wieder vergeblich zu orientieren versucht &#8211; verwirrend auch, da sich Ernsthaftes und Hoax die Klinke in die Hand drücken und man kaum erkennt, wo das eine aufhört und das andere beginnt. Und doch wirkt alles wie eine runde Sache, die viel weniger als der Vorgänger auf Musikgeschichtliches bezogen scheint. Spätestens jetzt also sollten auch Zweifler erkennen, dass Almagest! nicht bloß ein Projekt, sondern eine Band ist. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.backwards.it/releases/fun-house-mirrors/26/">Backwards</a> </strong></p>
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