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	<title>African Paper &#187; Rendeece</title>
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		<title>Dark Ambient: Einunddreißigster Teil der Reihe auf Sombre Soniks</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Mar 2026 04:44:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit der einunddreißigsten Ausgabe setzt die halbjährlich auf Sombre Soniks erscheinende Compilationreihe &#8220;Dark Ambient&#8221; ihren Turnus fort und markiert zugleich das sechzehnte Jahr der kontinuierlichen Veröffentlichungstätigkeit. Die Compilation vereint dreiundzwanzig Beiträge internationaler Acts und erschien bereits zur Frühjahrs-Tagundnachtgleiche. Der Begriff &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2026/03/26/dark-ambient-einunddreisigster-teil-der-reihe-auf-sombre-soniks/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mit der einunddreißigsten Ausgabe setzt die halbjährlich auf Sombre Soniks erscheinende Compilationreihe &#8220;Dark Ambient&#8221; ihren Turnus fort und markiert zugleich das sechzehnte Jahr der kontinuierlichen Veröffentlichungstätigkeit. Die Compilation vereint dreiundzwanzig Beiträge internationaler Acts und erschien bereits zur Frühjahrs-Tagundnachtgleiche.<a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/03/da31.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-50565" title="da31" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/03/da31.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-50564"></span></p>
<p>Der Begriff &#8220;Dark Ambient&#8221; wird wie bereits auf den zurückliegenden Ausgaben bewusst weit gefasst: Neben klassischen, atmosphärisch-dichten Arbeiten finden sich ebenso Ansätze aus Drone, Ritual Industrial, okkult geprägten Klangformen sowie noisigere, in Richtung Doom Industrial oder psychedelisch-experimenteller Strukturen tendierende Stücke. Trotz dieser stilistischen Offenheit bleibt die Reihe ihrem kuratorischen Ansatz treu und hält einen klaren, zusammenhängenden Spannungsbogen, an dem sich die Beiträge von Backyard Ghost, Handalien, Akoustik Timbre Frekuency, Taphephobia, Kloob, Ashtoreth &amp; Stratosphere, Rojinski, Phantom Frequency, insectarium, Temple Music, Seesar, [ówt krì], raxil4, Melatonal, Devil&#8217;s Breath, Grist, Rendeece, The Gray Field Recordings, Alone In The Hollow Garden, TraumaSutra, Scott Lawlor, Black Pit Lock und Druhá Smrt entlang entfalten. Viele der Acts spielten bereits auf unseren Seiten eine Rolle. Ergänzt wird die Veröffentlichung durch dreiundzwanzig individuell gestaltete &#8220;Info Cards&#8221; mit Artwork von Madguten sowie ein Cover von Fabian van der Meer, das die visuelle Identität der Reihe fortführt. Die Veröffentlichung unterstreicht einmal mehr den Charakter der Compilation als Plattform für unterschiedliche Ausprägungen dunkler, experimenteller Klangkunst jenseits enger Genregrenzen. Sie erscheint digital über Bandcamp.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2147125627/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>V.A.: The Oneirocritical Society Vol. 2</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Dec 2025 21:56:44 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die im Großraum Athen ansässige Oneirocritical Society ist in eigenen Worten eine Plattform für Träume in loopbarer Form. Verschiedene Künstler, primär aus den Medien Musik und Dichtung präsentieren Sequenzen, die sich mit Darstellungen ihrer eigenen nächtlichen Bildern überlagern sollen. Der &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/12/19/v-a-the-oneirocritical-society-vol-2/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/12/os2.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-49393" title="os2" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/12/os2-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Die im Großraum Athen ansässige Oneirocritical Society ist in eigenen Worten eine Plattform für Träume in loopbarer Form. Verschiedene Künstler, primär aus den Medien Musik und Dichtung präsentieren Sequenzen, die sich mit Darstellungen ihrer eigenen nächtlichen Bildern überlagern sollen. Der vor einigen Wochen erschienene erste Teil der Reihe versammelte elf Beiträge aus dem Umfeld experimenteller und <span id="more-49392"></span>folkig-dunkler Projekte wie The Gray Field Recordings, Temple Music, Nikos Fokas und weiteren Acts aus dem Kreis der Black Lesbian Fishermen. Der neue Teil knüpft daran an und erweitert die Palette erneut in unterschiedliche Richtungen.</p>
<p>Das eröffnende Stück &#8220;Drowning&#8221; des Belgiers Ashtoreth setzt sofort auf Irritation: Donner, Knarren, Wassergeräusche, zwei Stimmen – eine weiblich und vermutlich gesamplet, eine männlich – und metallische Akzente erzeugen eine Atmosphäre, die, nicht nur im rezitierten Text, sondern auch im Charakter der Soundschichten, zwischen Bewegung und Paralyse steht. Im darauf folgenden &#8220;Call Of The Fuathan&#8221; von Cindytalk wird Wasser so verfremdet, dass es perkussive Eigenschaften annimmt. Das Material verdichtet sich stetig, bis noisige Spitzen und verzerrte Vocals den Bezug zu jenen mythischen Wasserwesen aus dem Titel unterstreichen.</p>
<p>Bei Darklily, deren Stück &#8220;Follow The White Rose&#8221; auf einer verhallten Rezitation basiert, steht die Spannung zwischen Stimme und tiefem Dröhnen im Mittelpunkt. Die Andeutung einer bedrohlichen Situation bleibt die primäre inhaltliche Setzung und verleiht dem Beitrag eine deutlich morbide Schwere. Eine kleinteilige Geräuschwelt bestimmt &#8220;Recurrent&#8221; des belgischen Soundartist K. Aasgier, der u.a. auch unter dem Namen UrZon aktiv ist. Krächzende Vogelstimmen, einmal mehr Wasser und ein Stimmenmonolog über einen mysteriösen Schauplatz verbinden sich zu einer Bildfolge, die beim Aufstieg auf einen verwunschenen Turm den Wunsch betont, nichts erinnern zu müssen. Die Kombination aus Geräuschkunst und Rezitation erinnert, auch in den lärmigeren Momenten, leicht an späte Coil.</p>
<p>In seiner relativen Kürze intensiv wirkt &#8220;Mozart, With A Black Dog&#8221;, ein Beitrag des Athener Musikers und Klangkünstlers Petros Lamprides mit dem obskuren Projekt GutterDarkBaroque. Eine Frauenstimme beschreibt einen schwarzen Hund, der in Asche wühlt, und lässt mit prasselndem Regen auch das Aquatische wieder zu Wort kommen, und ein streicherbasiertes Ensemble sorgt für Kohärenz in diesem märchenhaften Szenario. Ein Wechsel in Richtung einer unbestimmten Traumlogik zeigt sich in &#8220;Baltic Spirit&#8221; von Rendeece. Die griechische Rezitation kippt punktuell in Zeitraffer, brodelnde Schichten schieben sich darunter, und eine Sopranfigur, vermutlich aus einer älteren Aufnahme, taucht wie ein fremder Einschub auf. Erst gegen Ende gewinnt die bedrohliche Färbung eindeutig die Oberhand.</p>
<p>Elektronisch und minimal gehalten ist &#8220;Tangled Reverie&#8221; von SAD, wo eine Stimme Tagesreste und Eindrücke kurz vor dem Einschlafen beschreibt. Das rhythmische Pulsieren wirkt kohärenzstiftend und dennoch angespannt, an manchen Stellen scheint die Stimme in Gesang übergehen zu wollen, was jedoch nicht geschieht. Regen- und Wasserbilder tauchen erneut auf. Mit &#8220;The Lesnes Dragon&#8221; von Temple Music entsteht zunächst ein fast krautiger, akustisch geprägter Gegensatz. Gitarrenfiguren und rasselnde Perkussion bringen eine dunkle, psychedelische Note ein, bevor Alan Trench eine Traumsequenz schildert: Londoner Straßenzüge, eine Unterführung, ein violettes Auto, ein kurzer Halt bei einem schwarz arbeitenden Metzger im Obergeschoss, und schließlich ein verlassenes, nur durch eine lose Holzplatte zugängliches Haus. Pupi Avati hätte die Sequenz zu einem weiteren Giallo ausbauen können.</p>
<p>In &#8220;A Dream Within A Dream Within A Dream&#8221; greift Adam Geoffrey Cole alias Trappist Afterland auf ein Stück seines &#8220;Insect in Amber&#8221;-Albums zurück und dreht dessen fragile Folk-Schönheit durch den surrealen Fleischwolf. Die Anbindung an Poes Gedicht bleibt erkennbar, doch Feedback und zusätzliche Geräusche verschieben das Material in eine seltsam imaginative Variation, die wie ein eigener Traum wirkt und somit dem Text gleichsam noch stärker entspricht. Fragen nach Vergänglichkeit und Realität bleiben bestehen und rücken zugleich in eine verschwommene Ferne.</p>
<p>Den Abschluss bildet &#8220;Houses Of The Moon&#8221; von The Winter Residence, einem Projekt on Grey Field Recordings und Mike Seed, geprägt von minimalem Pulsieren und einer sehr nah aufgenommenen Stimme. Eine nächtliche Wüste, hin- und hergleitende weiße Gebäude, unsichtbare bellende Hunde, ein Mann in Schwarz und schließlich ein Feldbett bilden eine Sequenzenfolge, die recht unvermittelt endet, als würde die Erinnerung an der Stelle abreißen.</p>
<p>Eine besondere Stärke der Compilation besteht m.E. in der Ausrichtung der beeigesteuerten Musik, die trotz unterschiedlicher Stile immer im für weniger damit vertraute wahrscheinlich sehr heterogen wirkenden Grenzland zwischen hypnotischer Dröhnung, angefolkter Psychedelik und kollagenhafter Hörspieltendenz zuhause sind und diesen Ort v.a. ohne jedes plakative Brimborium ausgestalten, was zur Logik realer Träume wunderbar passt. Die stark persönliche Note in den wiedergegebenen Geschichten unterfüttert dies einmal mehr. Ob der aquatische Motivkomplex zufällig zu einem der roten Fäden wurde, ist eine interessante Frage und nur ein Grund, auf etwaige weitere Folgen gespannt zu ein.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1113092167/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>THE GRAY FIELD RECORDINGS: The 9 of Knifes</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Jul 2024 02:59:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor gut einem Jahr erweckte die in Griechenland lebende Folk- und Experimentalmusikerin R.Loftiss, die sich in den vergangenen Jahren an zahlreichen, zum Teil selbst mitgegründete Projekten wie Howling Larsens und den Black Lesbian Fishermen beteiligte, ihr in den Nullerjahren ausgesprochen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/07/13/the-gray-field-recordings-the-9-of-knifes/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/06/cover.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-41399" title="cover" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/06/cover-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Vor gut einem Jahr erweckte die in Griechenland lebende Folk- und Experimentalmusikerin R.Loftiss, die sich in den vergangenen Jahren an zahlreichen, zum Teil selbst mitgegründete Projekten wie <a title="HOWLING LARSENS / NICK LYMPEROPOULOS: Poemandres" href="http://africanpaper.com/2021/02/27/howling-larsens-nick-lymperopoulos-poemandres/">Howling Larsens</a> und den <a title="BLACK LESBIAN FISHERMEN: The Metaphysics of Natron" href="http://africanpaper.com/2019/11/23/black-lesbian-fishermen-the-metaphysics-of-natron/">Black Lesbian Fishermen</a> beteiligte, ihr in den Nullerjahren ausgesprochen aktives Projekt The Gray Field Recordings aus einem elfährigen Dornröschenschlaf. &#8220;She Sleeps to the Sound of Knifes&#8221;, das in seinem hörspielartigen, experimentierfreudigen Folksound so sehr an die früheren Werke anknüpfte, dass man ihm die lange <span id="more-41397"></span>Pause nicht allzu deutlich anmerkte, klang streckenweise genauso furchteinflößend wie es der Albumtitel suggerierte. &#8220;Was sich wie ein roter Faden durch das Album zieht, ist ein bisweilen apokalyptisch anmutender Zug, dessen Pessimismus aber doch eher aufrüttelnd als resigniert wirkt&#8221;, hieß es in <a title="THE GRAY FIELD RECORDINGS: She Sleeps to the Sound of Knifes" href="http://africanpaper.com/2023/06/17/the-gray-field-recordings-she-sleeps-to-the-sound-of-knifes/">der Besprechung auf unseren Seiten</a>.</p>
<p>Mit &#8220;The 9 of Knifes&#8221; ist gerade so etwas wie ein Remix-Album erschienen, auf dem eine Handvoll Musiker aus dem persönlichen Umfeld des Projektes ausgewählte Stücke des Albums durch ihren ganz persönlichen Fleischwolf drehen und die klangliche und stilistische Gestalt das Albums &#8211; je nach Rezipienten-Gusto &#8211; zur Unkenntlichkeit oder zur Kenntlichkeit entstellen.</p>
<p>Der griechische Musiker und Soundartist Nikos Fokas, Bandkollege aus den Black Lesbian Fishermen, eröffnet das Projekt mit einem relativ nah am Original gehaltenen Mix des schon auf einem früheren Album vorliegenden &#8220;Nancy&#8217;s Song to Charly&#8221;, bei den die schlichte Melodie der Violine besonders nah am Ohr wirkt, ähnlich wie die Stimme von Loftiss&#8217; Tochter Evia, die einen Text von Doris Lessing vorträgt. Vielleicht kommt das bedrohliche Szenario, bei dem ein weibliches Subjekt sich in einem beklemmenden Albtraum wiederfindet, in der eher dezenten Klanggestaltung besonders deutlich zum Vorschein. Etwas unmittelbarer und direkter treten diese bedrohlichen Aspekte in einem weiteren Mix des ebenfalls griechischen Klangkünstlers Rendeece auf den Plan, der mit dunklen, verrauschten Sounds, etwas wie dem Bellen eines furchteinflößenden Tieres und allerhand Verfremdungseffekten aufwartet.</p>
<p>Während Fokas die schönen geistigen Momente, die dem der Feder von Partner Alan Trench entstammenden Song &#8220;Sarah Bishop&#8221;, der von einer Einsiedlerin aus der Zeit des amerikanischen Bürgerkrieges handelt, eine gewisse Märchenhaftigkeit und damit einen subtilen doppelten Boden geben reduziert, und durch eine eher raue, verfremdete Dröhnung ersetzt, setzt er beim Titelsong des Originals wieder mehr auf Reduktion. Zumindest wirken die alptraumhaften Tierstimmen, die dem <a title="ANDREW LILES: Animal Magick" href="http://africanpaper.com/2016/02/13/andrew-liles-animal-magick/">Bestiarium Andrew Liles</a>&#8216; entstammen könnten, hier etwas gebändigt und in ein trockeneres Soundgewand gepackt. Die harsche Ambientkulisse in &#8220;Sunlight is the Colour&#8221;, welches das ursprüngliche Album wie einen unguten Traum eröffnete, ersetzt er durch verspieltere hintergründige Sounds, die fast einen gewissen Acidcharakter haben, dessen blubbernde Texturen etwas stärker mit Loftiss&#8217; Textrezitation zu einer Art Einheit verschmelzen. Ähnliches kann man von &#8220;Verdant Green&#8221; sagen, dessen Kopfschmerzen induzierende donnernde Metallperkussion seinerzeit mit den fast poppigen Vocals interessante Kontraste entstehen ließen– all dies kommt hier etwas weniger demonstrativ zum tragen, ist beiläufiger, baut mehr auf Understatement. Der tanzbare zweite Teil des Stücks stellt dagegen eine wirkliche Überraschung da.</p>
<p>Das experimentellere &#8220;Sex Flowers&#8221;, dass im Original trunken dröhnt und tremoliert und so nach und nach die eindringliche Rezitation einhüllt, ist hier im Remix von Alan Trenchs Temple Music-Duo beinahe doppelt so lang und lässt mit seinen hektischen Metallsounds und seinen überraschenden Wendungen ein alarmierendes Gefühl entstehen. Der Producer mit dem Namen Kosmischeboy nimmt sich des epischen &#8220;Wilderness takes over&#8221; an, dessen &#8220;anthropofugale&#8221; Schilderung einer menschenleeren Flora und Fauna das Album abschloss. Auch im Remix behält dieser Song seine episches Atmosphäre, wirkt aber um Längen eingängiger und könnte mit den hellen Drums ein ruhiges Moment in einem Rockalbum bilden.</p>
<p>Den Schlussteil nimmt eine wieder von Rendeece vorgenommene Bearbeitung der hörspielhafen Hawthorne-Adaption &#8220;Rappacini&#8217;s Daughter&#8221; ein, über die ich beim Original schrieb: &#8220;Der thematische Rahmen ist eher durch die vielfache Anspielung auf die gleichnamige Novelle von Nathaniel Hawthorne gegeben: in der Geschichte geht es um einen berühmten Arzt, der so sehr an der Nähe seiner Tochter hängt dass er sie sukzessive mit dem Gift verschiedener Pflanzenarten infiltriert, um die dadurch immunisierte selbst zu einem tödlichen Gift zu machen für alle, die mit ihr in Berührung kommen. In dem Stück liegt, das ein faszinierendes urzeitlich-sumpfiges Szenario mit Insektenzirpen und Froschquaken entwirft, liegt zumindest scheinbar der Fokus auf den verwendeten Pflanzen, doch wer die Geschichte kennt weiß, dass es die – hier nicht ganz unpassend durch einen Mann der Renaissance verkörperte – Wissenschaft ist, die die Natur missbraucht und der Tochter und ihrem Liebhaber ein eigenes Leben verwehrt&#8221;. Die aktuelle Version ist definitiv dumpfer, schwüler, schmerzhafter, ätzender  und scheint vor allem die Vergiftungserfahrung in Musik zu übersetzen: Alles scheint sich unter einem zentimeterdicken Film abzuspielen und die Stimme wirkt bereits so erschöpft, dass man sie bereits in einem leblosen Zwischenzustand wähnt.</p>
<p>So schließt das Album wesentlich falistischer als es mit &#8220;Wilderness takes over&#8221; gewesen wäre. Nachdem das Stück gegen Ende noch einmal an Aggressivität zulegt, endet &#8220;The 9 of Knifes&#8221; im Flüsterton und mit einigen großen Fragezeichen. Und so kann man durch die neuen Versionen das Album und seine ursprüngliche Atmosphäre wie durch eine unebene Fensterscheibe mit einigen Rissen betrachten: mit etwas Fantasie und einem guten Gespür für die dahinterliegende Szenerie kann man sich auch hier ein gutes Bild von der ursprünglichen Musik machen. Ob es bei überarbeiteten Versionen immer darum gehen muss, ist eine andere Frage. Beide Versionen sollten für sich stehen.</p>
<p><strong>Label: <a href="https://www.reverbworship.com/">Reverb Worship</a></strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2565866830/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>RENDEECE: Endgame</title>
		<link>https://africanpaper.com/2022/04/02/rendeece-endgame/</link>
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		<pubDate>Sat, 02 Apr 2022 05:01:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Rendeece ist ein griechischer Soundartist aus der Region Epirus, der schon einige Arbeiten vorzuweisen hat und in seinem Land entsprechend von sich reden macht. Hierzulande ist bislang wenig von ihm bekannt, und dass uns sein aktuelles Album &#8220;Endgame&#8221; erreichte, hat &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/04/02/rendeece-endgame/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/02/rendeeceendgame.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-28657" title="rendeeceendgame" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/02/rendeeceendgame-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Rendeece ist ein griechischer Soundartist aus der Region Epirus, der schon einige Arbeiten vorzuweisen hat und in seinem Land entsprechend von sich reden macht. Hierzulande ist bislang wenig von ihm bekannt, und dass uns sein aktuelles Album &#8220;Endgame&#8221; erreichte, hat damit zu tun, dass regelmäßige Gäste unserer Seiten &#8211; die zur Hälfte in Giechenland beheimateten Temple Music &#8211; darauf mit einem Remix vertreten sind. Der Künstler stand bereits<span id="more-28655"></span> mit Alan Trenchs zweitem Bandprojekt Black Lesbian Fishermen zusammen auf der Bühne und scheint mit der Szene um das umtriebige Zentrum Underflow in Athen bestens verbandelt.</p>
<p>&#8220;Endgame&#8221; enthält eine Reihe leicht hörspielhafter Klanglandschaften, für die so gegensätzlich wirkende Begriffe wie akstrakt und konkret gleichermaßen relevant sind. Konkret, denn der Künstler verwendet neben Klangquellen, die wie Synthies, Orgel und andere Instrumente klingen, in seinen Kompositionen eine ganze Reihe an wiedererkennbaren Sounds aus Natur &#8211; Wasser, Vogelstimmen etc. &#8211; und Kultur. Abstrakt trotz alledem, denn die Szenerie und ihre Stimmung bleibt trotzdem oft vage, was allem voran ihrer Vielgestaltigkeit zu verdanken ist. Schon im Opener &#8220;Ten Feet by Ten Feet by Ten Feet&#8221; ist diese emotionale Mixtur mit Händen greifbar, wenn die sanften Klänge der Natur immer mehr einer dichten Dröhung einverleibt werden. Die hallunterlegte, wellenförmigen Drones klingen erdend und offenbaren doch eine nur schwer greifbare Ergiffenheit, die aber durch viele kleine Details eher rauer Natur vor jedem Kitsch gewahrt bleibt.</p>
<p>Einiges &#8211; die Dröhnung, gelegentliches hölzernes Pochen &#8211; weckt Asoziationen zu einer rituell ausgerichteten Weltmusik, auf die aber nie vollends Verlass ist, zum einen wegen der stets im Wandel begriffenen Struktur, zum andern, weil jedes noch so schöne Tableau schnell in mechanisches Rattern, aufwühlende Detonationen oder aggressiven Feedbacklärm kippen kann, in den wie in &#8220;Haven&#8217;t I Made you Suffer Too Much&#8221; zumindest die Illusion von Schreien gemischt ist. Die exzentrisch anmutenden Titel tragen ihren Teil zum Ungreifbaren bei, denn sie wirken wie Exzerpte einer bewusst geheim gehaltenen Geschichte.</p>
<p>Das Motorenrattern und die desolaten Takte, die in &#8220;If I Could Sleep My Eyes Would See&#8221; eine gewisse Nervosität transportieren, erfahren im viertelstündigen Temple Music Remix eine noch weltentrücktere Inkarnation und geben dem Album einen besonders hypnotischen Abschluss. Post scriptum: In der Zwischenzeit hat sich Rendeece revanchiert und den jüngsten <a title="TEMPLE MUSIC: The Cockatrice And The Storm-Cock" href="http://africanpaper.com/2022/02/26/temple-music-the-cockatrice-and-the-storm-cock/">Longplayer von Temple Music</a> einem kompletten <a href="https://rendeece.bandcamp.com/album/with-a-golden-sickle-the-cockatrice-and-the-storm-cock">Remix</a> unterzogen. (U.S.)</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2276264390/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/track=1854885678/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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