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	<title>African Paper &#187; Woodford Halse</title>
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		<title>AVI C. ENGEL: Mote</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Oct 2025 02:42:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Avi C. Engel]]></category>
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		<description><![CDATA[Etwas Schwebendes liegt über den Liedern, als würden sie sich nur für einen Moment greifen lassen, bevor sie wieder zurück ins Unbestimmte gleiten. Genau dieses Changieren zwischen Vertrautem und Rätselhaftem prägt &#8220;Mote&#8221;, das neue Album von Avi C. Engel. Trotz &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/10/11/avi-c-engel-mote/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/08/mote.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-47763" title="mote" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/08/mote-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Etwas Schwebendes liegt über den Liedern, als würden sie sich nur für einen Moment greifen lassen, bevor sie wieder zurück ins Unbestimmte gleiten. Genau dieses Changieren zwischen Vertrautem und Rätselhaftem prägt &#8220;Mote&#8221;, das neue Album von Avi C. Engel. Trotz der Reduktion auf Stimme und akustische Gitarre entspricht das Album dabei nur bedingt den gängigen Vorstellungen eines Singer Songwriter-Folk, vielmehr entfalten die <span id="more-47762"></span>Songs eine flächige, beinahe ambiente Qualität und offenbaren gleichsam organische Wärme und surreale Entrückung.</p>
<p>Schon das eröffnende &#8220;Nyx&#8221; gibt den Ton vor: zarte Gitarrenpickings, die wie ornamentale Fragezeichen in der Luft stehen und sich in dieser wieder auflösen, getragen von Engels sofort erkennbarer Stimme, somnambul und traumverloren. Später tritt ein hochtönendes, fast geisterhaftes Streicherinstrument hinzu – die Gudok, eine alte russische Bogenlaute. &#8220;Anything Might Happen&#8221; wirkt tastender und zugleich vitaler, fast wie ein kleiner Groove, in dem Textzeilen wie &#8220;I can&#8217;t&#8221; oder &#8220;anything might happen&#8221; den schillernden, schwer zu fassenden Charakter des Songs unterstreichen.</p>
<p>In &#8220;Rip Van Winkle&#8221; taucht ein historisches Motiv auf: die Figur aus Washington Irvings Erzählung, die nach zwanzig Jahren Schlaf in einer veränderten Welt erwacht. Engel greift die Idee des Übergangs zwischen Bewusstseinszuständen auf, zwischen Traum und Realität, begleitet von geerdeten, leicht tränendurchtränkten Streicherklängen. Noch geheimnisvoller wirkt &#8220;The Night is Old&#8221;, in dem die Gitarre fast barock anklingt und Tsinder Ash mit Klarinette und Gesang zu einem eindringlichen Duett beiträgt. Dunkler wird es mit &#8220;Ogre’s Banquet&#8221;, wo unterschwellige Gitarren und Melodica-Flächen (von Brad Deschamps, einem weiteren musikalischen Gast) eine schleichende Bedrohung andeuten. Die Lyrics beschwören die Selbstwahrnehmung als dem mythologischen Unhold Oger herauf – furchteinflößend und verletzlich zugleich. Der Titeltrack &#8220;Mote&#8221; wirkt dagegen beinahe wie ein Wiegenlied, gleichförmig und repetitiv, mit den leisen Gitarren von Liz Dimo, die dem Song eine zusätzliche Zartheit verleihen.<a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/08/25Aug29-Avi-071-Edit-web.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-48018" title="25Aug29-Avi-071-Edit-web" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/08/25Aug29-Avi-071-Edit-web.jpg" alt="" width="2400" height="3200" /></a></p>
<p>&#8220;Tinderbox&#8221; entfaltet mit sanftem Picking, subtiler Percussion und wieder der Gudok eine Atmosphäre zwischen pastoraler Ruhe und morbiden Untertönen. Den Abschluss bildet &#8220;Luz&#8221;, in dem Engels Stimme so klar und zentral hervortritt wie nirgendwo sonst auf dem Album. Das Motiv des Lichts – &#8220;a flask of light from the world before&#8221; – beschließt den traumwandlerischen Zyklus, der mit dem Einbruch der Nacht begonnen hatte.</p>
<p>So ergibt sich ein Werk, das von strömendem Gesang, lieblichen Gitarren und der besonderen Klangfarbe der Gudok getragen wird. Viele Stücke erinnern an Tagträumereien eines Kindes, das am Abend noch wach liegt und seinen Fantasien nachhängt, bevor es in den Schlaf hinübergleitet. &#8220;Mote&#8221; hält diesen Schwebezustand fest zwischen Traum, Erinnerung und einer Welt, die sich immer wieder neu verwandelt.</p>
<p>Foto: Tanja Tiziana</p>
<p><strong>Label: Fenny Compton</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=4258740457/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>The Blue Window: Neues Buchlaalbum von Giulio Fontana alias Ogle</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Jan 2025 06:03:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Giulio Fontana]]></category>
		<category><![CDATA[Ogle]]></category>
		<category><![CDATA[Preston Capes]]></category>
		<category><![CDATA[Woodford Halse]]></category>

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		<description><![CDATA[Das neue Album &#8220;The Blue Window&#8221; des italienischen Musikers Giulio Fontana, der unter dem Namen Ogle bekannt ist, ist jetzt auf dem Label Preston Capes (Woodford Halse) als limitierte Kassette und digital erhältlich. Fontana, ein erfahrener Klangkünstler aus Rom und &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/01/20/the-blue-window-neues-buchlaalbum-von-giulio-fontana-alias-ogle/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das neue Album &#8220;The Blue Window&#8221; des italienischen Musikers Giulio Fontana, der unter dem Namen Ogle bekannt ist, ist jetzt auf dem Label Preston Capes (Woodford Halse) als limitierte Kassette und digital erhältlich. Fontana, ein erfahrener Klangkünstler aus Rom und nicht zu verwechseln mit dem gleichnamigen Renaissancekünstler, erschafft mit seinem Buchla Easel Command-Synthesizer ein musikalisches Werk, das sowohl nostalgisch als auch futuristisch anmutet. Seine Kompositionen, die live ohne Nachbearbeitung oder Overdubs aufgenommen wurden, erinnern in ihrem strukturellen Aufbau partiell an Minimal Music: wiederholende Muster, die sich allmählich durch subtile Details verdichten.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/01/oglethebluewindow.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-44542" title="oglethebluewindow" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/01/oglethebluewindow.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-44541"></span></p>
<p>Die kurzen Stücke des dem Sohn des Künstlers gewidmeten Albums wirken oft entrückt und schaffen eine Atmosphäre, die laut Liner Notes von klassischer Märchenwelt, japanischer Folklore und den Abenteuern alter RPG-Videospiele inspiriert ist. Manche Passagen haben eine kindliche Verspieltheit, während andere eine melancholische, fast romantische Stimmung transportieren. Dabei erzeugt Fontana mit blubbernden Synthesizerklängen und schwebenden Melodien eine imaginäre, Fantasien anregende Klanglandschaft. Mit &#8220;The Blue Window&#8221; legt Fontana sein drittes Album bei Preston Capes vor und vertieft weiter seine Erkundung des einzigartigen Klangspektrums de Buchla-Synthesizer.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1686573504/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Penny: Filmsoundtrack von Maya Hardinge und David Zuckerman</title>
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		<pubDate>Mon, 12 Feb 2024 05:10:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Backworld]]></category>
		<category><![CDATA[David Louis Zuckerman]]></category>
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		<category><![CDATA[Kelippah Daksina Records]]></category>
		<category><![CDATA[MAYa]]></category>
		<category><![CDATA[Maya Hardinge]]></category>
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		<description><![CDATA[Das Komponisten-Duo Maya Hardinge und David Zuckerman &#8211; erstere unseren Lesern vielleicht am ehesten von ihrer Zusammenarbeit mit Backworld her bekannt &#8211; haben just ihren Soundtrack zu der Filmdoku Penny auf einer farblich üppig gestalteten LP herausgebracht. Penny, bei dem &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/02/12/penny-filmsoundtrack-von-maya-hardinge-und-david-zuckerman/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Komponisten-Duo Maya Hardinge und David Zuckerman &#8211; erstere unseren Lesern vielleicht am ehesten von ihrer <a title="BACKWORLD: For The Life Of The World" href="http://africanpaper.com/2023/12/02/backworld-for-the-life-of-the-world/">Zusammenarbeit mit Backworld</a> her bekannt &#8211; haben just ihren Soundtrack zu der Filmdoku Penny auf einer farblich üppig gestalteten LP herausgebracht. Penny, bei dem Hardinge selbst Regie geführt hat, erzählt die Geschichte einer jungen Frau, die in den 70ern, ganz ähnlich der Band Embryo, aber weitgehend im Alleingang, per Truck durch Europa und den Nahen Osten bis Pakistan gereist ist. <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/02/pennyostlp.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-39569" title="pennyostlp" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/02/pennyostlp.jpg" alt="" width="1197" height="1200" /></a><span id="more-39560"></span>Auch der Soundtrack, in dem bei aller Vielfalt der Klangquellen, Instrumente und Zitate unterschiedlicher Musik Traditionen doch die entrückten Töne den Ton angeben, ist wie eine Reise konzipiert durch Regionen, in denen regionale Musikarten und andere Sounds aus dem Film von unterschiedlicher narrativer Klarheit Bilder auch für geschlossene Augen zeichnen. Im Unterschied zu einer früheren Version des Soundtracks, die im Dezember als Tape bei Woodford Halse erschienen ist und bei der der Stimme der Protagonistin aus dem Off eine wesentliche Rolle zukam, sollen hier die Klänge für sich sprechen.</p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/02/pennyostmc.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-39568" title="pennyostmc" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/02/pennyostmc.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a></p>
<p>Im Begleittext heißt es dazu: &#8220;The album is orchestrated as a pastiche of short vignettes that shift effortlessly between whimsy and darkness, much in the spirit of the great new wave Czech Cinema soundtracks such as Valarie and her week of wonders, and Daisies. These compositions convey an emotional pallet that tells penny’s story in a manner that lies beyond words&#8221;. Die LP erscheint bei Kelippah Daksina Records, beide Versionen des Soundtracks sind zudem digital erhältlich.</p>
<p><a href="https://www.imdb.com/title/tt9741464/"><strong>@ IMDB</strong></a></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=381918471/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=312861212/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>MAUD THE MOTH / TRAJEDESALIVA: Bordando el Manto Terrestre</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Sep 2023 04:18:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Amaya López-Carromero]]></category>
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		<category><![CDATA[Mon Ninguén]]></category>
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		<category><![CDATA[Woodford Halse]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf &#8220;Bordando el Manto Terrestre&#8221; vereinigen sich zwei Projekte von der iberischen Halbinsel, auf die ich eher zufällig gestoßen bin &#8211; die Initialzündung war der Beitrag der Sängerin und Pianistin Amaya López-Carromero alias Maud the Moth am Debüt der Band &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/09/30/maud-the-moth-trajedesaliva-bordando-el-manto-terrestre/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/05/bordalando.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-35914" title="bordalando" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/05/bordalando-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Auf &#8220;Bordando el Manto Terrestre&#8221; vereinigen sich zwei Projekte von der iberischen Halbinsel, auf die ich eher zufällig gestoßen bin &#8211; die Initialzündung war der Beitrag der Sängerin und Pianistin Amaya López-Carromero alias Maud the Moth am <a title="ÚATH: s/t" href="http://africanpaper.com/2023/04/22/uath-st/">Debüt der Band Uath</a> um den legendären Grey Malkin. Zusammen mit dem bereits seit 25 Jahren existierenden Duo Trajedesaliva entstand ein eigener musikalischer Kosmos, der folkige, dröhnende, hörspielartige und rezitative Elemente vereint.<span id="more-35913"></span></p>
<p>&#8220;Bornando el Manto Terrestre&#8221;, das auf deutsch so etwas wie &#8220;Den Mantel der Erde mit Stickerei verzieren&#8221; bedeutet, ist eine Hommage an die in Spanien geborene und während des zweiten Weltkrieges über Paris nach Mexiko geflohene Malerin Remedios Varo, deren Werke in ihrem späteren Heimatland als Kulturgut gelten. Ihre Arbeiten, die dem Surrealismus zugerechnet werden, zeigen figurative Traumgesichte, die in ihrer oft dunkeln Fantastik auch immer einen subtilen Humor durchscheinen lassen und die von Alchemie und einer oft linkshändigen, femininen Mystik beeinflusst sind.</p>
<p>Da das Album einen stark textlich-rezitativen Schwerpunkt hat und die verwendete Sprache Spanisch ist, entgeht einem ohne entsprechende Kenntnisse natürlich einiges &#8211; dass &#8220;Bornando&#8230;&#8221; aber auch ohne die entsprechenden Voraussetzungen interessant ist und Neugier auf seinen Stoff weckt, verdankt sich allein schon der intensiven Atmosphäre des Werks. Was dabei &#8211; v.a. wenn man bedenkt, dass es eine Kollaboration und keine auf einander eingespielte Band ist &#8211; von Beginn an beeindruckt, ist die Stimmigkeit, mit der die einzelnen Komponenten der Musik zusammenwirken. Im eröffnenden &#8220;Perdi Pie&#8221; arrangieren sich hochtönende und tief brummende Saitenstriche zu einem ungeschönten und doch berührenden Schwarzweiß-Szenario in Moll, das auch einen gewissen Drone-Doom-Charakter hat. Vor dieser Kulisse lässt Amaya zunächst einen lyrischen Sopran, später verhaltene Rezitation in den Raum fließen, in dem u.a. der Körper einer Raubkatze beschrieben wird. Die Melodie eines Klaviers lässt die ganze Szenerie endgültig wie eine Collage anmuten und bringt zugleich eine geerdete Ruhe hinein. Diese kann durchaus als Ruhe vor dem Sturm gesehen werden, denn im folgenden &#8220;Jardincito de Rosa y Tierra&#8221; sorgen pulsierende Harmoniumwellen für eine fast hymnische Wirkung und markant in den Äther gestoßenen Worten für einiges mehr an aufgewühlter Dynamik. &#8220;Habitantes del Desgarro&#8221; steigert das noch, denn hier geben eine aufgekratzte, fast infernalische Dröhnung und schicksalsschwere Tastenanschläge den Hintergrund ab für einen sich emporschwingenden klagenden Gesang.</p>
<p>In den meisten der darauffolgenden Stücke nehmen Orgelklänge einen größeren Raum ein und wechseln gekonnt zwischen einer sakralen Feierlichkeit und einer entgrenzten elektronischen Psychedelik. In &#8220;Cuerpo de Gato&#8221; treiben ihre hohen  Tonfolgen die rezitierende Stimme durch einen Telefonhörer oder etwas ähnlich verfremdendes, bis alles sich irgendwann in Rauch auflöst. In &#8220;Fruta Alrededor de una Vela&#8221; erscheinen die Orgelklänge noch fordernder, werden aber konterkariert von einem Klavier, dessen Spiel wie ein plätschernder Bergbach die Anspannung löst. Nach dem wehmütigen &#8220;Perla&#8221; und dem gewollt unsicher zwischen verschrecktem Knarren und lieblichem Bimmeln changierenden &#8220;Circolo roto&#8221; schließt das Album mit einem Instrumentalstück, das noch mal fast alle Register zieht und in seiner offenen Aufbruchstimmung wie selbstverständlich das Rattern einer alten Filmspule montiert. Und in der Tat mag man sich nach &#8220;Hilos de fantasia&#8221; fühlen wie beim Abspann eines lange verschollenen Films.</p>
<p><strong>Label: Woodford Halse</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=59416054/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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