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	<title>African Paper &#187; Yerevan Tapes</title>
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		<title>VIRTUAL FOREST: Telling the Bones</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Oct 2018 04:05:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Marco Bernacchia]]></category>
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		<description><![CDATA[Ganz gleich, ob Marco Bernacchia mit Virtual Forest echte rituelle Gesänge aus entfernten Stammeskulturen samplet und und zu mystischen Soundscapes verarbeitet, oder, wie auf seinem aktuellen Tape „Telling the Bones“, mit dröhnenden Echos und abstraktem elektronischen Lärm beginnt, und dem &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/10/27/virtual-forest-telling-the-bones/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/07/virtualforesttellingthebones.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-16024" title="virtualforesttellingthebones" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/07/virtualforesttellingthebones-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Ganz gleich, ob Marco Bernacchia mit Virtual Forest echte rituelle Gesänge aus entfernten Stammeskulturen samplet und und zu mystischen Soundscapes verarbeitet, oder, wie auf seinem aktuellen Tape „Telling the Bones“, mit dröhnenden Echos und abstraktem elektronischen Lärm beginnt, und dem Material erst durch diverse Beigaben einen rituellen Touch gibt – immer läuft das Experiment auf die Ritual Machine Music hinaus, die Fusion aus Ethno- und Industrialelementen, nach der er seine vorige LP benannte.<span id="more-16023"></span></p>
<p>Das die erste Seite des neuen Tapes füllende „Breath of the River“ gibt dem Namen Virtual Forest alle Ehre, denn bereits in den ersten Sekunden entsteht die Illusion eines ganzen tremolierenden Urwaldes. Die exotischen Vogelstimmen, die sich aus dem Summen und Zirpen herauswinden, offenbaren sich allerdings schnell als ein Instrument, das an eine ostasiatische Bambusflöte erinnert, oder mit etwas Fantasie an die Computerimitation einer solchen in einem nostalgischen Martial Arts-Spiel. Eine sehnsuchtsvolle, aber auch ungemein hypnotische Melodie, die aber nur auf den ersten Blick statisch und monoton anmutet, behauptet sich gegen Wasserplatschen, gegen metallenes Klingenwetzen und ein zirkulierendes Rauschen und Dröhnen, das ab und an die Lärmgrenze streift, und doch bleibt die archaische Stimmung des Tracks bis zum Schluss gewahrt.</p>
<p>Aufgewühlter und weit weniger besinnlich zeigt sich die zweite Seite, denn „Energy from the Earth“ lässt perkussiven Rhythm Noise aus den Boxen donnern. Doch auch hier verbirgt sich traditionelle Archaik in den dünnen Ritzen des Lärms in Form schamanistisch klingenden Gesangs, der sich wie ein fernes Echo Gehör verschafft, bis alles im luftigen Rauschen seine Auflösung findet. Das Album erscheint als limitiertes Tape (Stückzahl unbekannt) und zum obligatorischen Download.</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.yerevantapes.com/">Yerevan Tapes</a></strong></p>
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		<title>RESTIVE PLAGGONA: Committed to the Truth</title>
		<link>https://africanpaper.com/2017/07/15/restive-plaggona-committed-to-the-truth/</link>
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		<pubDate>Sat, 15 Jul 2017 07:38:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Dimitris Doukas]]></category>
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		<category><![CDATA[Restive Plaggona]]></category>
		<category><![CDATA[Yerevan Tapes]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich vermute, dass der auf Korfu lebende Dimitris Doukas schon ein paar Jahre als DJ, Plattensammler und Kollaborateur in der lokalen Musikszene unterwegs war. Restive Plaggona nennt er sich seit gut einem Jahr, und seitdem hat er ganze sechs Tapes &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2017/07/15/restive-plaggona-committed-to-the-truth/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/02/restiveplaggonacomittedtothetruth.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-13374" title="restiveplaggonacomittedtothetruth" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/02/restiveplaggonacomittedtothetruth-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Ich vermute, dass der auf Korfu lebende Dimitris Doukas schon ein paar Jahre als DJ, Plattensammler und Kollaborateur in der lokalen Musikszene unterwegs war. Restive Plaggona nennt er sich seit gut einem Jahr, und seitdem hat er ganze sechs Tapes über nerdige kleine Labels unter die Leute gebracht, hinzu kommen einige Releases zum Download, die nur unter dem Namen Plaggona firmieren. Alles, was mir bislang von ihm zu Ohren gekommen ist, rangiert im Grenzbereich von Ambient, Techno und (im weitesten Sinne) post-industrieller Elektronik.<span id="more-13373"></span></p>
<p>Die sieben Tracks auf seinem aktuellen Tape „Committed to the Truth“ könnten durchweg Auszüge aus endlosen Sequenzfolgen sein, trotz ihrer dem Medium angemessenen Kompaktheit umgibt sie der Anhauch von etwas Epischem. Ambient gleitende Flächen, die wie aus dem Weiten des Kosmos hereinströmen und schon zu Beginn einen Eindruck von Weite entstehen lassen, bilden eine durchgehende Grundierung, allgegenwärtige Halleffekte pflichten dem bei, und wenn die ersten Rhythmen wie plötzliche Gewehrschüsse das Szenario erschüttern, ist die Atmosphäre eines großen, hallenartigen Raumes perfekt ausgestaltet.</p>
<p>Die übersichtliche und aufgeräumte Gestaltung des Ganzen lässt die knapp bemessenen Details nur umso mehr herausstechen: der griffige und allem Minimalismus zum Trotz volle Sound der Synthie-Layer, die simplen, zurückhaltenden Melodien, das langsame Anwachsen von Fülle und Rhythmik, die vielen retardierenden Momente, welche die Spannung aufrecht erhalten. Dass man sich zu den aggressiv platschenden Beats auch im sogenannten Industrial Dance ergehen kann, sollte einem den Spaß an den hundert schwarzen Kassetten nicht vermiesen, zumal die Cyber-Fraktion der reichlich Interpretationsspielraum lassenden Stimmung wohl ohnehin etwas ratlos gegenüber stünde. (J.G.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.yerevantapes.com/">Yerevan Tapes</a></strong></p>
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		<title>ARBRE DU TÉNÉRÉ: Quando gli Uomini Adoravano la Luna</title>
		<link>https://africanpaper.com/2016/04/09/arbre-du-tenere-quando-gli-uomini-adoravano-la-luna/</link>
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		<pubDate>Sat, 09 Apr 2016 04:55:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Arbre du Ténéré]]></category>
		<category><![CDATA[AVANT! Records]]></category>
		<category><![CDATA[Giovanni Donadini]]></category>
		<category><![CDATA[Maurizio Abate]]></category>
		<category><![CDATA[Yerevan Tapes]]></category>

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		<description><![CDATA[Irgendwann in Jahr 1973 rammte ein betrunkener Lastwagenfaher einen Baum in der Region Ténéré im südlich der Sahara gelegenen Staat Niger. Sicher ist am gleichen Tag in China der eine oder andere Sack Reis umgefallen, aber mit dem Baum starb &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/04/09/arbre-du-tenere-quando-gli-uomini-adoravano-la-luna/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/arbre_du_tenere_q.png"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-11755" title="arbre_du_tenere_q" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/arbre_du_tenere_q-150x150.png" alt="" width="150" height="150" /></a>Irgendwann in Jahr 1973 rammte ein betrunkener Lastwagenfaher einen Baum in der Region Ténéré im südlich der Sahara gelegenen Staat Niger. Sicher ist am gleichen Tag in China der eine oder andere Sack Reis umgefallen, aber mit dem Baum starb &#8211; beinahe &#8211; ein regionaler Mythos. Die Akazie, die der Trucker zu Fall brachte, stand dort einige Jahrhunderte und war der Überlieferung nach der einzige Baum im Umkreis von vierhundert Kilometern, diente lange als Wegweiser für Karawanen und galt in der Folklore der Einheimischen als<span id="more-11754"></span> einsamster Baum der Welt. Zahlreiche Legenden rankten sich um ihn. Vor einigen Jahren wurde dem Baum von Ténéré an seiner ursprünglichen Stelle durch eine Metallskulptur ein Denkmal gesetzt.</p>
<p>Arbre du Ténéré ist ebenfalls der Name eines italienisches Experimental-Duos, und obwohl Maurizio Abate und Giovanni Donadini gleich ihre ganze Band nach dem Baum benannt haben, unternehmen sie nach eigener Angabe erst auf ihrem zweiten Album, das gerade auf hundert Tapes chicen erschienen ist, den Versuch, die Geschichte des Baumes in abstrakten Klanggebilden nachzuzeichnen &#8211; in improvisierten, psychedelischen Drones und dunkler Elektronik soll der Einsamkeit, dem langen, und doch vergeblichen Trotzen der Vergänglichkeit, dem banalen Ende großartiger Erzählungen und dem in Metall gegossenen Nachleben quasi ein weiteres Denkmal gesetzt werden.</p>
<p>Ein solches Konzept wäre lächerlich, würde man sich an einer konkreten Umsetzung dieses ohnehin recht abstrakten Stoffes versuchen, doch der Bezug ist dankenswerterweise primär konnotierende Beigabe, so dass jeder Hörer für sich entscheiden kann, inwieweit die Stimmung der Musik eventuell zum Hintergrund passen mag. Das erste der drei Stücke beginnt mit minimalen Pickings auf der elektrischen Gitarre, die von Beginn an von dezent eingesetzten schleifenden Geräuschen aus dem Repertoire des Industrial umgeben sind. Im Laufe der Zeit steigert sich die Dichte und Eindringlichkeit der Musik, spaciges analoges Blubbern kommt hinzu, und durch metallisch prasselnde Perkussion &#8211; man meint hier channelt jemand Hunting Lodge &#8211; entwickelt sich das ganze tatsächlich zu einem atmosphärischen Kracher.</p>
<p>In den beiden Tracks der zweiten Seite werden diese Motive im wesentlichen vaiiert, &#8220;Codice notturno&#8221; ist insgesamt elektronischer und betont &#8211; durch Hochtönendes, durch hintergründiges Glühen, durch viele fein ziselierte Beigaben &#8211; eher den Droneaspekt. Weitaus entpannter, fast schon in seiner Gesamtheit ein harmonischer Ausklang ist das von hallunterlegtem Saitenanschlag geprägte &#8220;Nuda e la via&#8221;, das streckenweise wie ein langes, dekonstruiertes Rocksolo anmutet. Natürlich kann man den narrativen Bezug an den Haaren herbeigezogen finden &#8211; begreift man die Musik aber als Score und stellt sich dazu den einsamen Schauplatz und Fragmente der Geschichte vor, mag das ganze an Atmosphärik durchaus gewinnen.</p>
<p><strong>Label: Yerevan Tapes</strong></p>
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		<title>VIRTUAL FOREST: Ritual Machine Music</title>
		<link>https://africanpaper.com/2016/03/12/virtual-forest-ritual-machine-music/</link>
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		<pubDate>Sat, 12 Mar 2016 07:08:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Marco Bernacchia]]></category>
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		<description><![CDATA[Ein Titel wie „Ritual Machine Music&#8221; spielt natürlich mit einer offenkundigen Referenz, und vielleicht soll die gleichzeitige Assoziation zu Ritualmusik und zu Lou Reeds Pionierarbeit zeitgenössischer Geräuschkunst ja auch ein wenig den Ort umreißen, den Marco Bernacchia seinem Projekt Virtual &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/03/12/virtual-forest-ritual-machine-music/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/virtualforestritualmachinemusic.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-11738" title="virtualforestritualmachinemusic" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/03/virtualforestritualmachinemusic-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Ein Titel wie „Ritual Machine Music&#8221; spielt natürlich mit einer offenkundigen Referenz, und vielleicht soll die gleichzeitige Assoziation zu Ritualmusik und zu Lou Reeds Pionierarbeit zeitgenössischer Geräuschkunst ja auch ein wenig den Ort umreißen, den Marco Bernacchia seinem Projekt Virtual Forest auf der Landkarte ungewöhnlicher Musik reserviert hat. Nach einem Tape, auf dem Bernacchia mit urigen Sounds einem &#8211; trotz elektronischer Verfemdung und vielen kleinteiligen Soundideen &#8211; eher klassichen Ritualismus frönte, steht seine neue LP ganz im Zeichen eines<span id="more-11737"></span> perkussiven und zugleich noisigen Ritualsound, der all den Schrott einer spätmodernen Zeit, den medialen wie den materiellen, benutzt und zum Ausgangsmaterial einer dennoch archaischen Entgrenzung macht.</p>
<p>Das Stück „The angel of the abyss and the door through the underworld&#8221;, das die erste Seite füllt, beginnt subtil, man könnte bei den undefinierbaren Glöckchen, die mit ebenso undefinierebarem Rauschen und Zwitschern verchwimmen und mit der Zeit Ansätze von Melodie entfalten, noch an Drone denken, und die gedämpften Stimmen eines gesampleten Ritualgesangs lassen zunächst eine eher düstere Atmosphäre aufkommen.</p>
<p>Die ekstatiche Perkussion kommt irgendwann eher plötzlich, leitet einen ruckartigen Tempo- und Stimmungswechsel ein, und das Stück entpuppt sich immer mehr als vital und verausgabend. Ihren metallischen Klang offenbaren die Rhythmen sofort, viel zu sehr scheppert und rumort es, um exotisierende Ethnoromantik aufkommen zu lassen, und doch sind die Sounds auch insgeamt zu freundlich, um post-apokalyptisch zu wirken. Dezente Brüche scheinen vor allem die Funktion zu haben, besonders schräge und schrille Soundkomponenten durchcheinen zu lassen, und wenn zwischen dem Rattern der Metallteile und unverständlichen Radiosamples ganz subtil Technoides anklingt, hat man das Gefühl, dass hier jemand am Werk ist, der recht viel für seine archaiche Energie fruchtbar zu machen weiß.</p>
<p>Das die zweite Seite ausfüllende „The twenty thousand drums of the shamanic conspiracy&#8221; beginnt mit einem seltsam jazzigen Summen und Blubbern und geht unmittelbar über ein einen Polyrhythmus, der weniger aggressiv, dafür weitaus trancehafter als die Perkussion des ersten Stückes ist. In permanenter Variation beansprucht der Beat gerade soviel bewusste Aufmerksamkeit, dass einige der zahlreichen Details der dahinterliegenden Klangkollage ihren Weg ins Bewustsein finden: Gesamplete menschliche Stimmen, mal sprechend, mal hektisch brüllend, mal einen a capella anstimmend, knurrende und fauchende Raubtiere, Instrumente wie Flöten und Didgeridoo. Dass dieses Mash-up auch nach zwanzig Minuten nichts von seiner Sogkraft verloren hat, legt die Vermutung nahe, dass hier jemand auf seiner Suche nach einer verborgenen Archaik in den unenkbarsten Winkeln unserer Welt fündig geworden ist.</p>
<p>Die Ritualmaschinenmusik erschien soeben auf 250 schwarzen Scheiben (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Yerevan Tapes</strong></p>
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		<title>VIRTUAL FOREST: Unconscious Cognition is the Processing of Perception</title>
		<link>https://africanpaper.com/2016/03/05/virtual-forest-unconscious-cognition-is-the-processing-of-perception/</link>
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		<pubDate>Sat, 05 Mar 2016 06:47:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Beim langen Übergang von der Kindheit zum Erwachsenenleben spielt in unserer Alltagssprache der Begriff der Initiation kaum eine Rolle. Lediglich die Literaturwissenschaft hat den Begriff der Initiationsgeschichte geprägt für einen Typ Erzählung, in der ein junger Mensch durch eine einschneidende, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/03/05/virtual-forest-unconscious-cognition-is-the-processing-of-perception/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/01/Virtual_Forest_front.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-9766" title="Virtual_Forest_front" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/01/Virtual_Forest_front.jpg" alt="" width="150" height="217" /></a>Beim langen Übergang von der Kindheit zum Erwachsenenleben spielt in unserer Alltagssprache der Begriff der Initiation kaum eine Rolle. Lediglich die Literaturwissenschaft hat den Begriff der Initiationsgeschichte geprägt für einen Typ Erzählung, in der ein junger Mensch durch eine einschneidende, meist desillusionierende Erfahrung und mit Hilfe einer Mentorfigur einen neuen – erwachseneren – Blick auf die Welt bekommt. In tribalen Gesellschaften von überschaubarer Größe wurde der Übergang viel bewusster und aktiver angegangen.<span id="more-9765"></span></p>
<p>In einigen indigenen Kulturen Nordamerikas wurde der &#8220;Jugendliche&#8221; für einen längeren Zeitraum von der übrigen Gemeinschaft getrennt, um Abstand zu gewinnen von Alltag und Normalität, deren Strukturen dabei an Selbstverständlichkeit verlieren. Diese Schwellenphase gipfelt in einer durch Fasten und Schlafentzug hervorgerufenen Trance, in der mithilfe eines Schamanen das neue Selbst geboren wird. Als neuer Mensch mit einem neuen Namen erfährt der Initiierte nun die Wiederaufnahme in die Gemeinschaft.</p>
<p>Virtual Forest alias Marco Bernacchia alias Above the Tree ist nicht der erste, der den Versuch unternimmt, solche Übergängeriten musikalisch zu dokumentieren, und sein Ansatz scheint ethnographischer Natur zu sein. „River to Back Side“, das die erste Tapeseite ausfüllt, evoziert nach einem leisen Auftakt die Vorstellung eines solchen Rituals mit hintergründigem Dröhnen und mantraartigem Schamanengesang, bis irgendwann dezente Rhythmen anklingen, die am Ende in einem ekstatischen, perkussiven Tamtam kulminieren.</p>
<p>„Spiritual Communication“ dagegen soll die Zeit nach dem Ritual einfangen, und ist laut Label so etwas wie „der perfekte Soundtrack zum Erwachen am Tag danach“. Minuten fast völliger Stille demonstrieren den Bruch zwischen den beiden so unterschiedlichen Zuständen. Allerhand Fremdartiges lauert hier noch unter der Oberfläche des weitaus vielschichtigeren Klangbildes, Stimmen quaken Unverständliches und der Rhythmus ist ein anderer, modernerer.</p>
<p>Insgesamt hat die halbe Stunde Ritualsound einen ebenso dokumentarischen wie exotisierenden Anstrich, doch wer das als Kolorit abtut, der sollte sich fragen, ob er derartige Kulturpraktiken lieber in den ethnologischen Fakultäten verstauben lassen will, die viel zu sehr damit beschäftigt sind, sich und der Welt zu beweisen, dass sie weder eine Völkerschau planen, noch romantische Träumer sind und bei all dem Gefahr laufen, dass ihnen ihr Gegenstand abhanden kommt.</p>
<p>Zu haben ist das Ganze auf hundert aquamarinblauen Tapes. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://yerevantapes.blogspot.de/">Yerevan Tapes</a></strong></p>
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		<title>GERMAN ARMY: Kalash Tirich Mir</title>
		<link>https://africanpaper.com/2015/11/30/german-army-kalash-tirich-mir-2/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Nov 2015 15:18:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[German Army]]></category>
		<category><![CDATA[Yerevan Tapes]]></category>

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		<description><![CDATA[Ganze fünf LPs haben German Army in den vier Jahren ihres Bestehens in die Welt gesetzt, limitierte Veröffentlichungen auf Tape kommen hinzu, nicht zu vergessen diverse Splits wie zuletzt die auf Tourette erschienene 7&#8221; mit Novy Svet &#8211; geheimnisvolle Obskurantisten &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2015/11/30/german-army-kalash-tirich-mir-2/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/11/geramnarmykalash-150x1501.png"><img class="alignleft size-full wp-image-11322" title="geramnarmykalash-150x150" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/11/geramnarmykalash-150x1501.png" alt="" width="150" height="150" /></a>Ganze fünf LPs haben German Army in den vier Jahren ihres Bestehens in die Welt gesetzt, limitierte Veröffentlichungen auf Tape kommen hinzu, nicht zu vergessen diverse Splits wie zuletzt die auf Tourette erschienene 7&#8221; mit Novy Svet &#8211; geheimnisvolle Obskurantisten sind die beiden Kalifornier allerdings nach wie vor, denn über ihre Hintergründe, ihre Aktivitäten außerhalb der Band und letztlich auch über die von zahlreichen Andeutungen gespickten Semi-Konzepte ihrer Musik gibt es wenig Informationen. <span id="more-11321"></span></p>
<p>Hat man erst einmal Peilung aufgenommen für den feinsinnigen, dadaistischen Humor, der ihren rituellen, bisweilen mit Exotica gespickten Trashnoise durchzieht, kommt man zu dem Schluss, dass das auch gut so ist &#8211; nicht weil man Schlechtes erwarten würde, sondern weil das schräge, stoffelige der deutschen Armee gerade über Leerstellen so gut funktioniert.</p>
<p>Auch auf &#8220;Kalash Tirich Mir&#8221; finden sich bedeutungsschwere Andeutungen, die aber vage bleiben. Der Titel verweist recht sicher auf einen Schauplatz im Norden Pakistans, wo sich der <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tirich_Mir">Tirich Mir als höchter Berg des Hindukusch</a> erhebt (das eine reale deutsche Armee in diesem Gebirge tatsächlich mal unsere Freiheit verteidigen wollte, ist sicher Zufall). In Tälern nicht weit von diesem Bergriesen jedenfalls lebt <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Kalash_people">das indigene Volk der Kalash</a>, auf den der andere Teil des Titels sicher eher verweist als auf ein in Russland gängiges Slangwort für Kalaschnikow. Es gibt auf dem Album jedoch wenig, was mit bloßem Auge (Tracktitel, Artwork) und Ohr (Samples, Instrumentierung) als deutlich aus dieser Region stammend erkennbar wäre. Cool ist nun, nicht dumm nachzufragen, und umso triumphierender zu feixen, falls einem doch noch eine nicht ganz beliebige Referenz auffallen sollte.</p>
<p>&#8220;Contemporary Dialogue&#8221;, das den Reigen an 14 Stücken eröffnet, ist zunächst lupenreine Americana von der Art, die direkt aus einem im Südwesten spielenden Roadmovie gefallen sein könnte, dabei nur leicht überdreht, und doch könnte man auch ohne Kenntnis der Band ahnen, dass dieser Stil &#8211; der später im rituell vor sich hinklappernden &#8220;Enumerate The Constellations&#8221; einen Flashback bekommt &#8211; die Platte nicht dominieren wird. Da ist das folgende &#8220;Plastic Canyon&#8221; mit seinem verzerrten technoiden Elektrosound, den genuschelten Vocals und der unterschwelligen Post Punk-Aggressivität schon um einiges repräsentativer.</p>
<p>Es gibt auf &#8220;Kalash Tirich Mir&#8221; nicht das eine leitmotivische Stilelement, das die einzelnen Tracks wie ein roter Faden durchzieht, doch eine Tendenz zu verzerrtem Rhythm Noise, frickelige Auftakte und Übergänge, kreisende, nie jedoch sich selbst überlassene Drones, ein plastisches und mit vielen leeren Klangräumen arbeitendes Soundsetting, obskure Sprachsamples und minimalistische Synthie-Elemente sind zumindest Zutaten, die öfter wiederkehren. Besonders interessant wird es aber gerade dort, wo Untypisches nur einmal vorkommt. In dem kleinteilig ausgearbeiteten Werk gibt es dahingehend einiges zu entdecken, doch der düsterindustrielle Sound in &#8220;Jungles of Judgement&#8221; sticht besonders hervor, ebenso interessante Stimmexperimente, bei denen spoken words &#8211; vielleicht samples, wer weiß das bei der verfremdung? &#8211; durch Laut-Leise-Effekte eine Art Rhythmus erhalten.</p>
<p>Hätte nicht Francis Ford Coppola, sondern Jodorowski &#8220;Apocalypse Now&#8221; gedreht, dann hätte er bis heute warten müsen, denn niemand hätte einen passenderen Score dazu komponieren können wie die beiden Kalifornier. &#8220;Kalash Tirich Mir&#8221; &#8211; auf schwarzem Vinyl und in 33er Rotation abzuspielen &#8211; klingt so abenteuerlich wie das ebenfalls bei Yerevan erschienene <a href="http://africanpaper.com/2014/02/22/german-army-millerite-masai/">&#8220;Millerite Massai&#8221;-Tape</a>, Artwork im typischen Labelstil runden den Release adäquat ab. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.yerevantapes.com/">Yerevan Tapes</a></strong></p>
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		<title>Searching for Subterranean Sounds. Interview mit Silvia und Andrea von Yerevan Tapes</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Jun 2015 08:55:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Abgesehen von der ursprünglichen Bedeutung als Ettikett rangiert die Semantik des Begriffs &#8220;Label&#8221; zwischen Plattenfirma und Marke, und auch in weniger kommerziellen Nischen kann man viele Labels dahingehend unterscheiden, welche der beiden Bedeutungen ihnen eher entspricht. Zum einen gibt es &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2015/06/06/searching-for-subterranean-sounds-interview-mit-silvia-und-andrea-von-yerevan-tapes/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/05/yerevantapes5338467923.png"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-10332" title="yerevantapes5338467923" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/05/yerevantapes5338467923-150x150.png" alt="" width="150" height="150" /></a>Abgesehen von der ursprünglichen Bedeutung als Ettikett rangiert die Semantik des Begriffs &#8220;Label&#8221; zwischen Plattenfirma und Marke, und auch in weniger kommerziellen Nischen kann man viele Labels dahingehend unterscheiden, welche der beiden Bedeutungen ihnen eher entspricht. Zum einen gibt es die Labels, die innerhalb eines nicht allzu eng gefassten Spektrums eine gute Bandbreite an Acts verlegen, ohne dass es eine klar erkennbare Hausphilosophie und eine deutliche ästhetische Linie gäbe. Auf der anderen Seite<span id="more-10329"></span> gibt es solche, die durch einen wiedererkennbaren Sound, oft aber auch durch außermusikalische Kriterien wie die visuelle Gestaltung einen Rahmen schaffen, der das Image der Bands mitprägt und der Veröffentlichungsgeschichte erst ihren roten Faden gibt. So gibt es dann fraglos einen typischen 4AD-Stil, aber das selbe von PIAS zu behaupten wäre Unsinn. Auch Yerevan Tapes aus Bologna zählt klar zur zweiten Kategorie. Das Label, das erwartungsgemäß v.a. Tapes, gelegentlich aber auch Vinyl in angemessener Limitierung verlegt, wurde vor vier Jahren von <a href="http://africanpaper.com/tag/avant-records/">AVANT!</a>-Chef Andrea Napoli und seiner aus Armenien stammenden Partnerin Silvia Anhayt gegründet. Die Tonträger erscheinen stets in einer ebenso schönen wie irritierenden Gestaltung, die stets die gleiche Handschrift erkennen lassen. Was die Musik und die oft von Silvia selbst gestalteten Designs verbindet, ist eine Überblendung von (oft mystisch-religiöser) Tradition und einem spielerischen Popart-Gestus, dem jeder Hang zur platten Persiflage fehlt. Yerevan Tapes steht auch dafür, dass vieles möglich ist, wenn man nur die richtige DIY-Haltung an den Tag legt und einen sicheren Blick für Passendes hat. Dazu passt irgendwie auch die unkomplizierte Art, mit der die beiden ihre Arbeit im folgenden Interview vorstellen.<br />
</strong></p>
<p><a title="Searching for Subterranean Sounds. Interview with Silvia and Andrea of Yerevan Tapes" href="http://africanpaper.com/2015/06/06/searching-for-subterranean-sounds-interview-with-silvia-and-andrea-of-yerevan-tapes/"><strong>English version</strong></a></p>
<p><strong><em>Soweit ich weiß habt ihr in Bands wie z.B. His Electro Blue Voice gespielt und eine Hälfte von euch betreibt das Label Avant! Records. Später habt ihr dann Yerevan gegründet. Wie kam es dazu, dass ihr euch neben der eigenen Musik auch für die Labelaktivität entschieden habt?</em></strong></p>
<p>Genau genommen war nur Andrea in His Electro Blue Voice involviert, und zwar als Drummer vom ersten Tag bis zum 2013er Full Length-Album auf Sub Pop. Avant! Records macht er seit 2007. Wir haben Yerevan Tapes zusammen 2011 ins Leben gerufen mit der Intention, neue, bisher unerhörte Sounds zu erforschen.</p>
<p><em><strong>Wo lagen eure musikalischen Wurzeln? Gab es eine Art Musikszene, der ihr angehörtet?</strong></em></p>
<p>Wir mögen unterschiedliche musikalische Hintergründe haben, aber nach mehreren Jahren des gemeinsamen Hörens brauchten wir beide etwas neues, etwas, das tiefer, künstlerischer und spirituell fordernder ist. Genau da liegt das Fundament, auf dem Yereven Tapes seine ersten Schritte unternahm.</p>
<p><strong><em><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/06/YER014_UMANZUKI.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-10379" title="YER014_UMANZUKI" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/06/YER014_UMANZUKI-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Ich habe den Eindrucke, dass die Labels, v.a. Yerevan, mehr ein eigenes Kunstprojekt als ein Unternehmen ist. Sehr ihr das ähnlich?</em></strong></p>
<p>Meinstens entstehen Indielabels ja aus Leidenschaft, oft noch mit einen gewöhnlichen Job nebenbei, um etwas Geld einzubringen. So etwas lässt genügend Raum, um eine spezielle Identität entstehen zu lassen und die notwendige Freiheit, um die besten Inhalte zu wählen. Im Falle von Yerevan ging es uns darum, etwas mit einer starken Identität aufzubauen, wo Musik, Gestaltung und die symbolische Kommunikation eins sind.</p>
<p><strong><em>Wenn ihr ie ästhetische Vision von Yerevan Tapes skizzieren sollten, wie würdet ihr die auf den Punkt bringen?</em></strong></p>
<p>Wie unser Motto sagt, sind wir ein &#8220;Kassetten- und Vinyl-Label für heilige Klänge&#8221;. Das heißt wir sind auf der Suche nach Musikprojekten, die ihre eigene Vision des Heiligen einbringen, ihre Weltanschauung, ganz egal, auf welche Art. Wenn man sich unseren Katalog anschaut, fallen einem vielleicht mehr die Unterschiede zwischen den Künstlern als die Ähnlichkeiten ins Auge, aber sie alle verbindet ein gemeinsames Ziel.</p>
<p><strong><em>Eure beiden Labels unterscheiden sich nicht nur im Hinblick auf das Medium (Avant! meist Vinyl, Yerevan meist Tape), sondern auch ein Stückweit im Hinblick auf die Stilauswahl, denn Avant! hat einen starken Fokus auf Post-Punk/Dark-Pop, während auf Yerevan im weitesten Sinne experimentelle und psychedelische Musik erscheint. Hat sich das eher ergeben oder denkt ihr, dass die Musikarten und die Tonträgermedien gerade so zusammenpassen?</em></strong></p>
<p>Das Tape ist ein fast schon natürliches Medium für experimentelle Musik seit den 70ern, wenn nicht schon länger. So ist es keine Überraschung, dass es bei YT unsere erte Wahl war. Es ist preiswerter, es ist leichter weltweit zu vertreiben und es gibt dir die Möglichkeit, Material von obskuren Künstlern herauszubringen, ohne dich mit den Schwierigkeiten einer Vinl-Produktion herumschlagen zu müssen. Gleichzeitig, ebenso wie in der Post-Punk/Dark-Pop-Welt, ist das Tape seit einiger Zeit als Medium zurückgekehrt. Bislang haben wir drei Vinylveröffentlichungen gemacht und planen noch mehr in der nächsten Zeit.</p>
<p><strong><em><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/05/yt1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-10338" title="yt1" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/05/yt1.jpg" alt="" width="694" height="352" /></a>Bands wie Father Murphy, Bird People, G.G. Rosacroce oder German Army machen etwas sehr verschiedenes, aber ihr sagtet ja bereits, dass es auch eine Art Verbindung gibt. Worin, denkt ihr, liegt die?</em></strong></p>
<p>Wie gesagt haben sie sicher sehr unterschiedliche Stile, und doch ist es gar nicht so schwer zu sehen,w as sie zusammenhält. Ihre Suche nach unterirdischen Klängen mag in unterschiedlichen künstlerischen Resultaten enden, aber was sie antreibt, scheint das gleiche zu sein: der Drang nach einer spirituellen Suche.</p>
<p><em><strong>Gibt es irgendwelche Begrenzugen in eurem Spektrum an Stilrichtungen, gibt es eine musikalische No Go-Area, oder würdet ihr prinzipiell Musik aus allen Genres herausbringen?</strong></em></p>
<p>Natürlich gibt es Grenzen, wir würden zum Beispiel nicht Punkrock oder Heavy Metal veröffentlichen, zugleich geht es aber nicht streng nach Musikstilen, da es mehr darum geht, ob etwas zu dem passt, was wir mit YT ausdrücken möchten. So lange wir das gefühl haben, dass es an das anknüpft, was wir machen, ziehen wir es in Betracht.</p>
<p><strong><em>Gibt es für euch eine Lieblingsveröffentlichung auf Yerevan, die eine besondere Bedeutung für euch hat?</em></strong></p>
<p>So rhetorisch sich das anhört, wir haben keine Lieblingsveröffentlichung, da jede ihre eigene Identität und ihre spezielle Geschichte hat. Hinter jeder Aufnahme, die wir herausbringen, gibt es eine Verbindung, die so persönlich wie möglich ist, eine Verbindung zur Musik, aber auch zu den Künstlern, die sie geschaffen haben. Aus verschiedenen Gründen sind wir bislang von allen begeistert.</p>
<p><strong><em><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/05/rosacroce.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-10339" title="rosacroce" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/05/rosacroce-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Artwork spielt eine große Rolle nicht nur in der Gestaltung der Tapes, sondern auch auf euren Webseiten, und es gibt dort immer eine Menge religiöser und ritueller Symbole aus verschiedenen Kulturen zu sehen. Woher kommt dieses Interesse?</em></strong></p>
<p>Obwohl wir Einflüsse aus religiösen und künstlerischen Ausdrucksweisen verschiedener Orte und Zeiten sammeln, haben wir ein besonderes Auge für die cinematischen Resultate, die armenische Filmemacher aus der Sowietzeit erreicht hatten. Die Tatsache, dass Silvia einen Abschluss in Kulturanthropologie hat, spielt sicher eine starke Rolle in Yerevan Tapes&#8217; ästhetischer Suche.</p>
<p><em><strong>Könntet ihr ein paar armenische Filme nennen, die euch besonders beeindruckt haben?</strong></em></p>
<p>Sicher. Die Kassettencover auf Yerevan kommen direkt aus einem bestimmte räumlich-zeitlichen Kontext. Und es sind nicht nur armenische Filme, auch manchmal georgische oder ukrainische; der Punkt ist, dass sie alle aus einer bestimmten Zeit und einem bestimmten Zusammenhang kommen: Die sowietischen länder der späten Siebziger und deren spezifische Kosmogonien. In der Art, wie sie die Welt präsentieren, ist etwas, das eine starke Verbindung zu unserem Label hat. Um eine Vorstellung davon zu vermitteln, nenne ich nur einige wenige, neben dem ziemlich bekannten Sergej Paradžanov und seiner großartigen Filmografie (all seine Filme sind perfekte Juwelen in einer ganz eigenen Art, v.a. &#8220;Shadows of Forgotten Ancestors&#8221; (1964) den ich sehr liebe), ich kann außerdem &#8220;Wishing Tree&#8221; (1976) von Tengiz Abuladze empfehlen sowie zwei Kurzfilme von Artavazd Pelešjan: &#8220;Inhabitants&#8221; (1970) und &#8220;Seasons&#8221; (1975).</p>
<p><strong><em>So beantwortet sich auch schon die Frage, die ich euch als nächstes gestellt hätte. Der Name der armenischen Hauptstadt wurde nicht nur aus &#8220;exotischen&#8221; Gründen gewählt&#8230;<br />
</em></strong></p>
<p>Wie gesagt resutierte eine erste Schwärmerei aus Silvias akademischen Studien armenischer Kultur, Sprache und vor allem Geschichte. Wir denken, der gewählte Name steht für etwas, das eine Brücke zwischen hier und dort bauen kann. Es hätte nicht zwangsläufig Yerevan sein müssen, aber in jedem Fall ein Toponym, denn wir finden, dass Ortsnamen starke und weitreichende Begriffe sind.</p>
<p><strong><em>Experimentelle oder als psychedelisch bezeichnete Musikarten gibt es schon lange. Was denkt ihr zeichnet gerade heutige Vertreter solcher Genres aus, und was könnte der Grund sein, dass solche Musik wieder populärer geworden ist?</em></strong></p>
<p>Vielleicht ist der starke mystische Reiz psychedelischer Musik einer der Gründe, warum sie sich nach so vielen Jahren immer noch hält. Trommeln auf tribale Art und tiefe Drones üben eine unmittelbare Macht auf unsere Seelen aus. Musikmoden kommen und gehen, aber es wird immer Raum geben, mit Klängen zu experimentieren.</p>
<p><strong><em>Viele jüngere Psychbands beschäftigen sich heute mit esoterischen und okkulten Dingen, aber oft in Kombination mit einer spielerischen oder auch ironischen Note. Bei vielen schlägt dann gleich der Hipsteralarm, aber denkt ihr, dass solche Themen vielleicht sogar vitaler daherkommen, wenn sie nicht zu ernst angegangen werden?</em></strong></p>
<p>Wir möchten nicht gerne als zu ernst wahrgenommen werden, aber gleichzeitig denken wir nicht, dass wir sehr ironisch mit unserer Ikonografie umgehen. Wir verbinden religiöse Symbole gerne mit zeitgenössischem Artwork, aber das ist nicht witzig gemeint. Wir suchen nur nach einem neuen Kontext für diese zeitlosen Bilder.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/06/shadows-of-forgotten-ancestors.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-10378" title="shadows-of-forgotten-ancestors" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/06/shadows-of-forgotten-ancestors-1024x762.jpg" alt="" width="584" height="434" /></a></p>
<p><strong><em>Wie denkt ihr über eine tag wie Italian Occult Psychedelia, der in der Presse teilweise auch für Bands von eurem Label verwendet wird?</em></strong></p>
<p>Wir denken, dass es sich als sehr gutes Schlagwort erwiesen hat, um unterschiedliche Bands aus unterschiedlichen Stilrichtungen unter einen Hut zu bringen. Wie bei allem ist der Begriff kein perfektes Mittel, aber war sicher hilfreich dabei, den italienischen Sound von heute zu exportieren.</p>
<p><strong><em>Hierzulande wurde immer nur punktuell über italienische Musik berichtet, auch wenn es schon immer zahlreiche Veröffentlichungen gegben hat. In den letzten Jahren hat sich das ein wenig gewandelt und die Leute bekommen Wind von der Vielzahl italienischer Musik. Habt ihr eine Idee, wie es zu diesem Wandel gekommen sein könnte?</em></strong></p>
<p>Wir denken nur, dass das, was du sagst, unseren Standpunkt trifft. Manchmal braucht es kleine Strategien, damit Sachen besser funktionieren.</p>
<p><em><strong>Ihr habt zuletzt ein Tape der Electronica-Producer Zone Demersale veröffentlicht. Was steht sonst noch bei Yerevan Tapes auf dem Plan? Irgendwelche neuen Entdeckungen?</strong></em></p>
<p>Gerade vor diesem Interview haben wir eine brandneue Vinyl-12” EP namens &#8220;Porta&#8221; von dem aus der Toskana stammenden Trio Umanzuki herausgebracht. Dies ist unser letztes Release vor dem Sommer, aber wir kommen zurück mit mehr Tapes und Vinyl, nicht nur vonitalienischen Künstlern und auch mehr elektronisch orientiert.</p>
<p><strong><em>Vielen Dank für das Interview.</em></strong></p>
<p>(U.S.)</p>
<p><a href="http://www.yerevantapes.com/">Yerevan Tapes</a></p>
<p><a href="https://yerevantapes.bandcamp.com/">YT @ Bandcamp</a></p>
<p><a href="https://soundcloud.com/yerevan-tapes">YT @ Soundcloud</a></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/YerevanTapes">YT @ Facebook</a></p>
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		<title>Searching for Subterranean Sounds. Interview with Silvia and Andrea of Yerevan Tapes</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Jun 2015 08:54:02 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[As far as I know you both played in bands such as His Electro Blue Voice and one of you is also running Avant! Records. Later on you formed Yerevan. When and how did you decide to do publishing activities &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2015/06/06/searching-for-subterranean-sounds-interview-with-silvia-and-andrea-of-yerevan-tapes/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>As far as I know you both played in bands such as His Electro Blue Voice and one of you is also running Avant! Records. Later on you formed Yerevan. When and how did you decide to do publishing activities besides your own music?</em></strong></p>
<p>Actually only Andrea used to be involved in His Electro Blue Voice, having been drummer in the band from day one until 2013‘s full-length album on Sub Pop. He also runs Avant! Records since 2007. Together we started Yerevan Tapes in 2011 with the intent to explore new sounds previously unexperienced.</p>
<p><em><strong>Where have your music roots been? Was there some sort of a subcultural scene you were part of?</strong></em></p>
<p>We may come from different musical background but after several years of listenings we both felt we needed something new, something deeper more artistically and spiritually engaging. That’s exactly the kind of ground Yereven Tapes took its first steps from.</p>
<p><strong><em><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/06/YER014_UMANZUKI.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-10379" title="YER014_UMANZUKI" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/06/YER014_UMANZUKI-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>I have the impression that the labels, Yerevan even more, is rather some art concept of its own than a business. Would you agree?</em></strong></p>
<p>Most of indie labels come out of passion, often with an ordinary job on the side to bring some money in. This leaves enough room to grow a specific identity and the necessary freedom to choose the best contents.Speaking of Yerevan, we felt the need to build something with a strong aesthetical identity where music, medias and symbolic communication were one.</p>
<p><strong><em>If you had to scetch the artistic vision you follow with Yerevan, how would you express it?</em></strong></p>
<p>As our motto states, we are a “cassette and vinyl record label for sacred sounds”. It means we’re chasing those music projects who can deliver their own vision of the sacred, their Weltanschauung, no matter how. When one takes a look at our catalogue he might feel the differences rather than the similarities between the artists, but they all share a common aim.</p>
<p><strong><em>Your two labels differ not only in terms of the medium (Avant! mostly vinyl, Yerevan mostly tape), but also bit in terms of styles, as Avant! has some focus on post punk/dark pop and Yerevan is more into the experimental and psychedelic in the broadest sense of the words. Did this just happen or do you think, style and medium fit for some reason?</em></strong></p>
<p>The tape is some sort of natural media for experimental music since the 70s, if not earlier. So it comes as no surprise that we felt it as our primal support as YT. It’s cheaper, it’s easier to distribute worldwide, it gives you the opportunity to release material from obscure artists without having to face the difficulties of a vinyl record production. At the same time, just as in the post punk/dark pop realm the tape has recently came back as music medium, we on our end have done 3 vinyl releases already and we are planning to have more for the near future.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/05/yt1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-10338" title="yt1" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/05/yt1.jpg" alt="" width="694" height="352" /></a></p>
<p><strong><em>Bands like Father Murphy, Bird People, La Piramide or German Army play quite different styles, but do you think there&#8217;s a read thread, some artistic or spiritual element that combines them?</em></strong></p>
<p>As we said above, they surely have different styles but at the same time, we think it is kind of easy to see what connects them together. Their search for subterranean sounds may end in different artistic solutions but what moves them seems to be the same: a quest for spiritual inquiry.</p>
<p><em><strong>Are there any limits in the range of styles, is there kind of a stylistic no go area, or would you potentially release music from any genre?</strong></em></p>
<p>Of course there are boundaries, as we will not release punk rock or heavy metal music for instance, at the same time is not strictly a matter of pure musical style performed while it is about how much it does fit within what we are looking to express with YT. As long as we think it bonds with what we are doing we may consider it.</p>
<p><strong><em>Is there something like a favourite release that has a special meaning to you?</em></strong></p>
<p>As rhetorical as this may sound, we have no favourite release as each one has its own identity and particular history. Behind every records we put out there is a connection as much personal as possible, with the music and the artist who created it. For different reason we are exited about every one of them so far.</p>
<p><strong><em><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/05/rosacroce.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-10339" title="rosacroce" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/05/rosacroce-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Artwork plays a stong role not only in the tape design but also on your web spaces, and there is a lot of religious and ritualist symbols from all over the world. How is your interest in this, and where is the relation to your concept and the music?</em></strong></p>
<p>While we may collect influence from religious and artistic expressions from different places and times, we have a special eye for the kind of cinematic results that Soviet Armenia directors achieved. The fact that Silvia graduated in Cultural Anthropology surely played a strong role within the YT quest for aesthetics.</p>
<p><em><strong>Could you give us an example or two for Armenian movies that have influenced you?</strong></em></p>
<p>Surely. The Yerevan cassette-tape covers come straight from a particular time and space. And not only Armenian movies, sometimes Georgian or Ukrainian ones too; the point is that they all belong to a specific period and context: the soviet lands between sixties and late seventies and its cosmogony. There’s something in the way they represent the world that somehow has a strong link to us as label. In a very concise list just to get the idea, besides the well-known Sergej Paradžanov and his marvellous filmography (all his movies are perfect gems in their own way, especially Shadows of Forgotten Ancestors (1964) which I’m particularly fond of), I can recommend Wishing Tree (1976) by Tengiz Abuladze, and two short movies by Artavazd Pelešjan: Inhabitants (1970) and Seasons (1975).</p>
<p><strong><em>So this already answers my next question &#8211; you didn&#8217;t chose the name of the Armenian capital for mere exotic reasons&#8230;</em></strong></p>
<p>Like we just said, a first infatuation came from Silvia’s University studies, one on Armenian culture, language and history in particular. We think the name we chose stands for something able to build bridges between Here and There. It might not have been Yerevan, but it would have been a toponym in any case as we think toponyms are thick and widespread words.</p>
<p><strong><em>Several psychedelic and experimental music styles exist now for a long time. What do you think are the main qualities of such music today, and what could be the reason that it became a bit more popular again?</em></strong></p>
<p>Probably it’s the strong mystical appeal that psychedelic music hosts that managed to make it last through all these years. Tribal approach to the drumming and deep drones always have a direct power on our souls. Music fashions come and go, but there’s always room for experimenting in sounds.</p>
<p><strong><em>A lot of younger psych bands today deal with esoteric and occult motifs, but often combined with some playful or ironic note. Some people would say that this is a sign of hipster stuff, but do you think that such topics are more vital when they are not too serious?</em></strong></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/06/shadows-of-forgotten-ancestors.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-10378" title="shadows-of-forgotten-ancestors" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/06/shadows-of-forgotten-ancestors-1024x762.jpg" alt="" width="584" height="434" /></a>We don’t wish to be looked as too serious but at the same time we don’t think we are much ironic about our iconography. We like to blend religious symbols with contemporary artwork, but we do not mean it in a funny way. We just look to create a new context for those everlasting icons.</p>
<p><strong><em>What is your opinion on a tag like Italian Occult Psychedelia, which is somehow also applied to bands of your label by the music press?</em></strong></p>
<p>We think it has proved itself to be a great tag to gather different bands with different styles under one common vessel. As with everything it‘s no perfect tool, but it surely has been helpful to export the current Italian sound abroad.</p>
<p><strong><em>In our country, the media dealt only punctually with Italian music, yet there was a huge output of releases for a long time. In the last years, this changed a bit and people become aware of the variety of Italian stuff. Do you have an idea about this change?</em></strong></p>
<p>We only can think that what you say proves our point. Some times it takes a little stratagem to make things work properly.</p>
<p><em><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/05/yerevantapes5338467923.png"><img class="alignright size-medium wp-image-10332" title="yerevantapes5338467923" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/05/yerevantapes5338467923-300x300.png" alt="" width="300" height="300" /></a>Your newest release is a tape by electronica producers Zone Demersale. What are your plans for Yerevan in the nearer future? Any new explorations?</strong></em></p>
<p>Right as we speak we have put out a brand new vinyl record, the 12” EP Porta by Tuscany-based trio Umanzuki. This is our last release before the summer, after which we will be back with more tape and vinyls, not only by Italian artists and also more electronics-oriented.</p>
<p>(U.S. &amp; A.K.)</p>
<p><a href="http://www.yerevantapes.com/">Yerevan Tapes</a></p>
<p><a href="https://yerevantapes.bandcamp.com/">YT @ Bandcamp</a></p>
<p><a href="https://soundcloud.com/yerevan-tapes">YT @ Soundcloud</a></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/YerevanTapes">YT @ Facebook</a></p>
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		<title>METZENGERSTEIN: Alchemy To Our Days</title>
		<link>https://africanpaper.com/2015/04/11/metzengerstein-alchemy-to-our-days/</link>
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		<pubDate>Sat, 11 Apr 2015 06:53:30 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Nur kurz nach der Wiederveröffentlichung ihres Debüts „Albero Specchio“ präsentieret das toskanische Psychedelic-Trio Metzengerstein sein zweites Album, streng limitiert und auf Tape, was für viele leider immer noch als Tonträger für Releases außer der Reihe missverstanden wird. Die beste Nachricht &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2015/04/11/metzengerstein-alchemy-to-our-days/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/03/METZENGERSTEIN_Q.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-10060" title="METZENGERSTEIN_Q" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/03/METZENGERSTEIN_Q-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Nur kurz nach der Wiederveröffentlichung ihres Debüts „Albero Specchio“ präsentieret das toskanische Psychedelic-Trio Metzengerstein sein zweites Album, streng limitiert und auf Tape, was für viele leider immer noch als Tonträger für Releases außer der Reihe missverstanden wird. Die beste Nachricht gleich zu Anfang – Metzengerstein bleiben ihrem cinematischen Stil und ihren düsteren Arrangements treu.<span id="more-10059"></span></p>
<p>Zu der derzeit etwas gehypten Vorstellung okkulter Psychedelia passt Metzengersteins Stil eigentlich recht gut, denn die Stimmungen und die Soundauswahl ihrer zwischen Krautrock und dröhnenden Soundscapes oszillierenden Aufnahmen wecken unweigerlich mystische und rituelle Assoziationen. Für die Gruppe spricht dabei, dass sie nie mit dem Holzhammer vorgehen und das Geheimnisvolle wahren. So ist auch nicht leicht ersichtlich, ob ein Titel wie „Alchemy To Our Days“ für Spaß am Spuk oder für etwas Ernsteres steht.</p>
<p>Einfach gesprochen bewegen sich die sechs Songs zwischen den Parametern Ambient und avantgardistischem Rock, wobei die rockigen Passagen ziemlich unberechenbar zwischen dem Wohlklang geschmeidiger Bläserparts und eruptiver Wildheit changieren und sich bisweilen in der totalen Derangiertheit auflösen. Der Opener allerdings ist ein Musterbeispiel für stufenförmigen Aufbau, von dem manche Postrockband etwas lernen könnte. Von subtilem Picking über allerhand perkussives Gerassel wird man im perfektem Timing auf ein WahWah-Plateau gelotst, und weil dieser Effekt so schön ist, wird gleich das folgende Stück danach benannt.</p>
<p>Stimmsamples, von denen man erfährt, dass sie aus dem Jerusalemer Tempelbezirk stammen, steigern die mystische Atmosphäre, und die nach und nach immer mehr zu Brei gehauenen Strukturen sorgen nicht gerade für Orientierung. Doch das macht nichts, denn statt dieser gibt es ein Panorama organischer Klangfarben, die zeigen, dass spacige Rockmusik noch immer einiges zu bieten hat.<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Label: <a href="http://yerevantapes.blogspot.de/">Yerevan Tapes</a></strong></p>
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		<title>URNA: Couchemar</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Jan 2015 07:28:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hinter dem Namen Urna versteckt sich der italienische Ritualdröhner Gianluca Martucci, der neben der Musik auch als Maler und Tattoo Artist aktiv ist und bereits Artwork für Kinit Her gestaltet hat. Dass seine bisherigen Alben hierzulande, trotz Signings bei Slaughter &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2015/01/31/urna-couchemar/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/01/URNA_Cauchemar_fronte.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-9759" title="URNA_Cauchemar_fronte" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/01/URNA_Cauchemar_fronte.jpg" alt="" width="150" height="209" /></a>Hinter dem Namen Urna versteckt sich der italienische Ritualdröhner Gianluca Martucci, der neben der Musik auch als Maler und Tattoo Artist aktiv ist und bereits Artwork für Kinit Her gestaltet hat. Dass seine bisherigen Alben hierzulande, trotz Signings bei Slaughter Productions oder den rührigen Brave Mysteries, etwas untergegangen sind, mag eventuell auch dem unscheinbaren Namen geschuldet sein. Dem sollte man allerdings abhelfen, und sein neues Tape könnte da einen guten Einstieg bieten.<span id="more-9758"></span></p>
<p>Laut Label verfolgt das 4 Track-Tape inhaltlich ein klar umrissenes Konzept und ist dem Dokumentieren und Exorzieren von Alpträumen gewidmet. Falls es um Martuccis eigene Nachtbesichte geht, so scheint er sie vor allem an seine Hörer weitergeben zu wollen, doch das macht gar nichts, denn m. E. hält sich der Schrecken auf „Couchemar“ ohnehin in Grenzen. Der Opener ist von der doomigen Schwere einer basslastigen Noisewand geprägt, die ein ordentliches Pathos aufbietet, um die Schicksalsschwere bestmöglich zu ästhetisieren. Durch jede Menge Unvorhergesehenes wird das Stück zwar spannender, wirkt daher aber auch weniger bedrückend: Melodieansätze lockern das Drone auf, das Klingeln einer Triangel (?) lässt kleine Lichtungen entstehen, Beckenrasseln nährt die Erwartung, dass hinter der nächsten Ecke sicher nichts Unspannendes lauert. Das Rasseln und Rauschen der Becken leitet dann auch über in das nächste, wesentlich ruhigere und subtilere Stück. Dezente Riffs, hintergründiges Rumoren und verfremdete Schreie dominieren auch den Rest, der die Schönheit des Angstraumes langsam in meditative Ruhe überführt.</p>
<p>Eine faszinierende, hypnotische Auszeit bietet „Couchemar“, so alptraumhaft wie ein besserer Gruselfilm, und ob das Ganze eher exorziert oder unterhält, ist vielleicht Neigungssache. Schon bald kann man sich in unseren Breiten davon auch live ein eigenes Bild machen, u.a. tritt Urna <a href="https://www.facebook.com/events/398833293631119/">am 03.02. zusammen mit Human Larvae und anderen im Berliner Loophole</a> auf. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://yerevantapes.blogspot.de/">Yerevan Tapes</a></strong></p>
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