Ferrum Sidereum: Neues Studioalbum von Zu

Das italienische Trio Zu legt mit “Ferrum Sidereum” ein ausladendes Doppelalbum vor, das den treibenden Stil früherer Veröffentlichungen aufgreift und gleichsam weiterentwickelt. Die aus den auch in anderen Projekten aktiven Paolo Mongardi (Schlagzeug), Luca T Mai (Baritonsaxophon, Synth, Keyboards), Massimo Pupillo (Bass, Gitarre) bestehende Band, so heißt es beim aktuellen Label House of Mythology, verbindet hier

einmal mehr die Komplexität des Prog Rock mit der Massivität extremer Metal-Spielarten, Punk-Energie, Industrial-Einflüssen und nicht zuletzt Free-Jazz-Freiheit zu einem vielgestaltigen Narrativ, das nach dem tibetisch beeiflussten und musikalisch eher rituell-ambienten “Jahtor” (2017) und dem primär auf Synthies und Field Recodrings basiwerenden “Terminalia Amazonia” (2019) überrascht und gleichsam vertraut anmutet. Das 80-minütige Werk entstand über ein Jahr hinweg in Bologna, produziert von Marc Urselli, und zeigt eine dichte Mischung aus roher Intensität und feinen Texturen. “Ferrum Sidereum”, lateinisch für “kosmisches Eisen“, zieht Inspiration aus meteoritischem Eisen und dessen spiritueller Bedeutung und zieht Inspiration aus verschiedenen esoterischen Traditionen.