Am 25. Oktober ist die isländische Komponistin und Cellistin Hildur Guðnadóttir mit ihrem neuen Werk “This Will Be Us” in der Berliner Philharmonie zu Gast. Gemeinsam mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin unter der Leitung von Robert Ames lässt sie Musik aus zwei Jahrzehnten ihres Schaffens in neuer, symphonischer Gestalt erklingen.
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The Pulse Of Atoms: Zusammenarbeit von Brian Lustmord und Dave Lombardo
Brian Williams hatte spätestens auf seiner Zusammenarbeit mit den Melvins gezeigt, dass Genregrenzen für ihn nur existieren, um überschritten zu werden. Über Melvins-Frontmann Buzz Osbourne lernte Williams dann den damaligen Slayerdrummer Dave Lombardo kennen, mit dem er nun einige Jahrzehnte später unter dem Projektnamen Lustmord Lombado „The Pulse Of Atoms“ eingespielt hat. Das Album erscheint am zweiten Oktober auf Ipecacrecordings als Doppelvinyl (in verschiedenen Farben), CD und Download.
Collected Tape Works 08′ – 17′: Compilation früher Aufnehmen von Ak’chamel
Anlässlich der Veröffentlichung von „Spiritually Unemployed“, des letzten Albums von Ak’chamel, beschrieben wir die unglaublich idiosynkratische Musik des texanischen Duos so, „als hätte eine (wirkliche) Weird Folk-Band sich eine Infusion World Music verordnet, um dann nach dem Genuss eines Daturasudes auf einem Kassettenrekorder schamanische Rituale aufzunehmen.“ Bevor Ak’chamel, den Beinamen The Giver Of Illness tragend, in den letzten Jahren auf dem französischen Label Akuphone vier hervorragende Alben veröffentlicht haben, erschienen zahlreiche Tapes, die noch wilder waren. Wir besprachen auf diesen Seiten etwa „Death Chants“ und „Transmissions From Boshqa“. Nun erscheint unter dem sprechenden Titel „Collected Tape Works 08′ – 17′“ eine Zusammenstellung ausgewählter Aufnahmen aus dieser Zeit.
Opening: Neue LP von Klara Lewis
Die schwedische Klangkünstlerin Klara Lewis bringt Anfang nächsten Monats ihr neues Album “Opening” über Editions Mego heraus. Die für ihre ganz eigene Verbindung von elektronischer Klangkunst, Field Recordings und dekonstruierten Instrumentalklängen bekannte Musikerin setzt darauf ihren Weg konsequent fort und lotet einmal mehr die Grenzen zwischen Abstraktion und Songform aus.
Auf “Opening” werden Klänge fortwährend zerlegt, verfremdet und in neuen Zusammenhängen wieder zusammengesetzt. Feldaufnahmen verwandeln sich in rhythmische Strukturen, vermeintlich vertraute Melodien lösen sich auf und tauchen in veränderter Gestalt wieder auf, während Ukulele, Klavier und elektronische Bearbeitung zu einer vielschichtigen Klangsprache verschmelzen. Das Album erscheint als LP und digital.
A.I.D.: Einundsiebzigste Folge der Berliner Veranstaltungsreihe
Nach mehr als einjähriger Pause und im Anschluss an das zehnjährige Jubiläum der Reihe meldet sich A.I.D. (Art Is Dead) am Mittwoch, den 19. August, in der Berliner VK zurück. Die von İpek Odabaşı kuratierte Reihe versteht Art Is Dead laut Programmtext weniger als programmatische Feststellung denn als offenen Denkraum für Musik jenseits etablierter Kategorien – von akustischer Improvisation und elektroakustischen Arbeiten über Harsh Noise und Hardcore bis hin zu ortsspezifischen, interaktiven und multidisziplinären Projekten.
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Repeating Town: Klangkünstlerisches Stadtporträt von Nonturn
Mit „Repeating Town“ veröffentlicht Nonturn am 22. August sein neues Digitalalbum über Audiobulb. Hinter dem Projekt des in Tokio lebenden Komponisten Nozom Yoneda verbirgt sich eine faszinierende Idee: Sämtliche Klänge des Albums stammen aus Feldaufnahmen im Tokioter Stadtteil Koenji, einem trendigen Ausgehvirtel, das eigentlich Teil des bürgerlichen Bezirks Suginami ist, aber schon seine Nähe zu Shinyuku durchscheinen lässt. Die Sounds reichen von Ampelsignalen, Schritten und Baustellen über Klimaanlagen bis hin zu vorbeifahrenden Autos und Gesprächsfetzen. Instrumente kommen dabei nicht zum Einsatz.
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Drums und Saxophon: Gemeinsames Album von Liba Villavecchia und Vasco Trilla
Am 4. September veröffentlicht Defkaz Records mit Serrat das gemeinsame Album “Serrat” des katalanischen Altsaxophonisten Liba Villavecchia und des Schlagzeugers Vasco Trilla. Die beiden Musiker gehören seit vielen Jahren zu den markanten Stimmen nicht nur der iberischen Improvisationsszene und widmen sich auf der gemeinsamen Aufnahme einer, wie es sinngemäß auch beim Label heißt, freien, unmittelbar aus dem Moment heraus entstehenden Klangsprache.
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They Came For The Whales: Themencompilation mit Ümlaut, Noise Cluster u.v.a.
Mit „They Came For The Whales“ ist beim französischen Label Camembert Électrique eine ungewöhnlich umfangreiche neue Compilation erschienen, die sich in 75 Beiträgen der akustischen Welt der Ozeane und insbesondere der Kommunikation der Wale widmet. Ausgangspunkt ist dabei eine ebenso spekulative wie faszinierende Idee: Vielleicht fand der erste Kontakt mit einer fremden Intelligenz nicht irgendwo im Weltraum statt, sondern längst unter der Wasseroberfläche – in Form jener tiefen, über gewaltige Distanzen durch das Meer getragenen Signale, deren Bedeutung uns bis heute weitgehend verschlossen bleibt. Die beteiligten Künstler nähern sich diesem Gedanken aus ganz unterschiedlichen Richtungen. Walgesänge und marine Bioakustik werden aufgenommen, verfremdet und in neue klangliche Zusammenhänge überführt; andere Beiträge ahmen Unterwasserkommunikation nach, arbeiten mit Field Recordings, elektronischen Texturen, Sound Collage, Drone und experimentellen Formen oder entwerfen gleich völlig imaginäre akustische Ökosysteme. So entsteht weniger ein klassischer Sampler als eine weit verzweigte Sammlung von Signalen, Echos und möglichen Sprachen aus einer Welt, die uns zugleich vertraut und vollkommen fremd ist.
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V.A.: Ethiopian Musics 1971
Äthiopien nimmt innerhalb der afrikanischen Musikgeschichte(n) seit jeher eine besondere Stellung ein. Über Jahrhunderte hinweg entwickelten sich dort eigenständige musikalische Traditionen, die trotz vielfältiger kultureller Kontakte ihre charakteristischen Skalen, Gesangsformen und Instrumente bewahrten. Zugleich ist das Land Heimat einer außergewöhnlichen ethnischen Vielfalt, deren musikalische Ausdrucksformen sich Weiterlesen
ANIQO: The Turn
Manche Songs erzählen von einem Wendepunkt, andere wiederum verkörpern ihn bereits während man sie hört. Zu dieser zweiten Kategorie gehört “The Turn”, die dritte Vorabsingle aus dem kommenden Album “Earth, Love and Variations” der Berliner Sängerin und Musikerin Anita Goß alias Aniqo. Neben ihr tragen Torsten Füchsel (Gitarren, Bass), Phil Murphy (Drums) sowie Bill Ryder-Jones an Weiterlesen
Seedhead: Neuer Longplayer von Avi Engel
Avi Engel legt mit “Seedhead” ein neues Album vor. Zwischen Folk, experimenteller Songkunst und atmosphärischer Klangarbeit entfaltet sich dabei eine eigentümlich verwunschene Welt, in der Natur, Mythologie, Unterwelten und menschliche Innenräume ineinander übergehen. Auch lyrisch bewegt sich das Album zwischen Natur, Mythologie und inneren Landschaften. Wälder, Wurzeln, Samen, Tiere und unterirdische Welten werden zu Bildern für Verwandlung, Verfall und Erneuerung, während Motive aus Mythologie und Literatur – darunter die Elysischen Felder, Psyche, Mary Shelley und eventuell auch William Hazlitt – mit persönlichen Bildern von Trauer, Entfremdung und dem Wunsch nach einem anderen Ort verbunden werden.
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Laura Fisher veröffentlicht neues Album
Die in New Orleans ansässige Musikerin Laura Fisher bringt mit “The Sky Is A Wondrous Being I Am Lucky To Be Inside” ihr drittes Studioalbum heraus. Das Werk führt zwei Seiten von Fishers musikalischem Schaffen zusammen: verträumten Synth-Einsatz und filigrane, kammermusikalisch anmutende Klangarbeit. Entstanden ist das Album laut Begleittext zwischen 2021 und 2023 und verbindet elektronische Intimität mit einer bemerkenswert organischen Instrumentierung. Fishers Songs bewegen sich zwischen Dream Pop, experimenteller Elektronik und kammermusikalischen Passagen, wobei Gitarren, Bass, Schlagzeug und Viola ebenso selbstverständlich in die Arrangements einfließen wie synthetische Klänge.
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Cut With the Cake Knife: Neuauflage des Klassikers von Rose McDowall
Rose McDowalls lange vergriffenes Soloalbum “Cut With the Cake Knife” erscheint in einer aufwendig überarbeiteten Neuauflage bei Sacred Bones. Neben einem neuen Artwork wurde das ursprünglich 1988 und 1989 aufgenommene Werk von Shawn Joseph neu gemastert und erscheint sowohl auf klassischem schwarzem Vinyl als auch als auf 400 Exemplare limitierte Art Edition auf rotem Vinyl mit Bone-White-Splatter, Siebdruckcover und einem Kunstdruck als Bonus. Weiterer Merch findet sich auf der Seite des Labels.
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Sanam auf Europatour im Herbst
Die libanesische Experimental-Rock-Band Sanam hat für den Herbst eine bislang terminlich noch überschaubare Europa-Tournee angekündigt. Nach ihrer erfolgreichen Frühjahrstour kehrt die sechsköpfige Formation damit erneut auf europäische Bühnen zurück und präsentiert einmal mehr ihr nach wie vor aktuelles Album “Sametou Sawtan – I Heard a Voice” (Constellation Records). Auf unseren Seiten findet man ausführliche Besprechungen und Hörproben zu diesem Album und auch älteren Releases.
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Ruiqi Wang, Thomas Canna, Manuel Carbone und Felix-Florian Tödloff: Konzertabend im Berliner Richten25
Am heutigen Donnerstag, den 6. August, lädt Richten25 in Berlin erneut zu einem Abend ein, der sich ganz den offenen Formen experimenteller Klangkunst und improvisierter Musik widmet. Zwei Duos erkunden dabei auf sehr unterschiedliche Weise die Übergangsbereiche zwischen Instrument, Elektronik, Stimme und Geräusch.
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Senderkennungen: Gemeinsame 2LP von Felix Kubin und Asmus Tietchens
Unter dem Titel “Senderkennungen” erscheint Anfang September die erste gemeinsame Veröffentlichung zweier prägender Hamburger Klangkünstler: Felix Kubin und Asmus Tietchens legen nach jahrzehntelanger Freundschaft und zahlreichen Gesprächen über Musik erstmals ein gemeinsames Album vor. Die Doppel-LP erscheint am 4. September über AufAbwegen.
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MoE, Ikuro Takahashi und Signe Emmeluth mit gemeinsamem Konzertmitschnitt
Mit “Live at Børsen Kulturhus” veröffentlichen MoE gemeinsam mit dem japanischen Schlagzeuger Ikuro Takahashi und der Saxophonistin Signe Emmeluth erstmals ein Konzertdokument. Zugleich ist es die erste Aufnahme, die im neu eröffneten Børsen Kulturhus, dem von der Band selbst aufgebauten Produktions- und Veranstaltungszentrum nahe Oslo, entstanden ist.
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Maybe I Don’t Believe in This Anymore: Inger Hannisdal und Ziad Moukarzel debütieren als Late-Stage
Mit “Maybe I Don’t Believe in This Anymore” legt das libanesisch-norwegische Duo Late-Stage sein Debütalbum vor. Die Geigerin Inger Hannisdal und der in modularer Synthese geschulte Ziad Moukarzel verbinden darauf elektroakustische Soundart mit freier Improvisation, zeitgenössischer Musik, Ambient und anderen wagemutigen Zutaten. Verwunschene, cinematisch anmutende Soundscapes treffen auf verrauschte Texturen, schlacksige Beats und das unberechenbare Spiel der Violine, das den Stücken ihren unverwechselbaren Charakter verleiht.
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Ahad, Tapage und Guro Kverndokk im Berliner Kühlspot Social Club
Der Kühlspot Social Club lädt am 6. August zu einem Abend ein, an dem sich zwei unterschiedliche Positionen der experimentellen Klangkunst begegnen. Den Auftakt gestaltet Ahad alias Zsolt Sőrés mit seiner Arbeit MUT NAQ FO MUS (IC). Im Mittelpunkt steht die eigens für ihn entwickelte fünfsaitige PolyViola, deren elektroakustische Möglichkeiten
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