Bei Hospital Productions erscheint mit “Molna i mull” das neue Soloalbum des von Alfarmania, Survival Unit und vielen anderen Projekten bekannten schwedischen Musikers Kristian Olsson. Der Titel lässt sich mit “Verschleierung im Erdreich” übersetzen und bezieht sich auf eine leicht abgewandelte Zeile aus einem hexametrischen Gedicht von Georg Stiernhielm. Die Stücke sind subtil und eher hörspielartig ausgerichtet. Dröhnende, an Orgelflächen erinnernde Grundierungen tragen ein unruhiges, oft rätselhaftes Geschehen aus Klappern, Brummen, verrauschten Death-Industrial-Passagen und verkatert wirkenden Synthesizerbögen. 
Retardierende Momente, scheinbare Statik und bewusst unscharf platzierte, animalisch wirkende Klanganteile erschweren jede Orientierung und lassen das Szenario bedrohlich rscheinen. Vereinzelte fast liebliche Töne stehen neben schrillen und bedrohlichen Passagen. Stimmen tauchen fragmentarisch auf, bisweilen ohne klar verortbar zu sein. Ein Bandcamp-Nutzer fasst seinen Eindruck so zusammen: “Es klingt wie eine epische Erzählung, die mühelos mehrere Daseinsebenen und Bewusstseinsschichten durchquert. Ehe man sich versieht, hat man den Trauerzug verlassen und irrt im Nebel, stolpert durch Krypten und handelt schließlich eine Überfahrt mit Charons Fähre tief ins Reich der Untoten aus. [...] Wähle deine Ausrichtung und dein Abenteuer, doch alles endet im Zeichen der Entropie”. “Molna i mull” erscheint als Tape und digital.