Bränn min jord: Nues Album von Fågelle

Fågelle veröffentlicht dieser Tage mit “Bränn min jord” ihr neues Album im Eigenvertrieb. Die Künstlerin aus der skandinavischen Experimentalszene knüpft damit an ihre bisherigen Arbeiten “Helvetesdagar” (2019) und “Den svenska vreden” (2023) an und öffnet zugleich ein sehr persönliches Kapitel. Wie man im Begleittext erfährt, ist die Rückkehr in ihre Heimatregion Halland im Süden Schwedens – eine Landschaft aus Wäldern, stillgelegten Mühlen und kleinen Ortschaften – der Ausgangspunkt des Albums. Nach Jahren in Berlin und Göteborg kehrte Fågelle nicht aus Nostalgie zurück, sondern, wie es weiter heißt, als bewussten Akt der Aneignung. 

“Bränn min jord” (“Verbrenne meine Erde”) greift die Tradition des kontrollierten Abbrennens von Böden auf, um neues Wachstum zu ermöglichen – als Metapher für Umbruch, Loslösung und Neubeginn. Inhaltlich kreisen die Stücke um Identität, Erinnerung und die Ambivalenz, einen Ort zu verlassen, der einen zugleich geprägt hat und nicht loslässt. Klanglich verbindet Fågelle fragile folkloristische Momente mit orchestralen Klangwänden, verzerrten Gitarren, Bläsern, Field Recordings und eindringlichen Vocals. An den Aufnahmen waren eine ganze Reihe an Gästen beteiligt, namentlich Nathalie Ruiz, das Våxtorp and Sennan Brass Orchestra, Stefan Isebring, Lars Bylund, Samuel Reitmaier, Petter Eriksson und Liam Amner. “Bränn min jord” erscheint in den gängigen Formaten.