Für Kurzentschlossene empfehlen wir noch das am heutigen 3. April im Bunker Dresden stattfindende Konzert von Aska, Mode In Gliany und Desolation Colony, das sich zwischen dunkler Elektronik und postindustrieller Radikalität bewegt. Aska, das Projekt des isländischen Künstlers Kristófer Páll, verbindet Sprache und Klang zu einer dichten, dunkel-melancholischen Einheit. Seine isländischen Texte stehen im Zentrum eines reduzierten, zugleich vielschichtigen Gefüges aus analogen Synthies, maschinellen Rhythmen und Lärm. Sein Album “Út Við Sundin Grá” erschien 2021 bei Galakthorroe, in Berlin wird er bald mit Pharmakon auftreten. 
Boris Völt alias Mode In Gliany, ebenfalls aus dem Hause Galakthorroe, nähert sich der analogen Elektronik, wie es im Begleittext sinngemäß heißt, aus einer eher atmosphärischen Perspektive: Inspiriert von der Landschaft der Bretagne entstehen Stücke, in denen französische Vocals und zurückhaltende Beats eine eigentümlich entrückte Dynamik entfalten. Mit Desolation Colony (Mannequin Records, Aufnahme und Wiedergabe) tritt ein Projekt hinzu, das sich zuletzt verstärkt texturalen und abstrakten Ansätzen zugewandt hat. Ausgehend von düsteren Zukunftsentwürfen verdichtet Betreiber Joshua Strache analoge Klänge, Drones und Samples zu einer kompromisslosen klanglichen Reflexion gegenwärtiger und kommender Zustände. Der Konzertabend wird kuratiert von Club Debil.
Freitag, 03.04.2026
Beginn 20 Uhr
Bunker
Werner-Hartmann-Straße 4
01099 Dresden