Mit “Devotion” legt Temple Of Clear Light – das Projekt des in Bukarest ansässigen Dan Serbanescu, der auch mit Tanz Ohne Musik und Alone In The Hollow Garden aktiv ist – dieser Tage ein neues Album vor, das die auf dem Vorgänger “Communion” angelegte, rituell geprägte Post-Industrial-Ausrichtung konsequent weiterführt. Die sieben Stücke beziehen sich zum großen Teil auf Motive des Thelema und sind als Anrufungen rund um die Figur der Babalon und das Konzept des “Abyss” angelegt. Das Material ist geprägt von metallischem Pulsieren, repetitiven Perkussionsstrukturen, kraftvollen Synthies und punktuellem Lärm, ergänzt durch markante Stimmarbeit.
Im Zusammenspiel von Wiederholung und Vielschichtigkeit entsteht eine klar strukturierte Klanggestalt, die sowohl auf physische, zum Teil tanzbare Wirkung als auch auf symbolische Bedeutungen zielt. Stilistisch bleibt das Album in der Tradition klassischer Industrial-Ansätze verankert, manche Stücke wie “Temple of Desire” lassen an die frühen “solar” ausgerichteten Coil denken. Andere Stücke wie “Saturnalia” zeigen eine fast clubtaugliche Post-Punk-Seite. Zum Einsatz kommen dabei u.a. modulare sowie analoge und digitale Synthies, Sampler und Drum Machines, Drums und Perkussion, Scrab Metal, Shaker und Becken, Zurna, E-Gitarre und zahlreiche Effekte. Das Album erscheint als CDr mit Kunstdrucken Serbanescus sowie zum Download.