Mit “Brisk” legt die polnisch-ungarische Flötistin Juli Deák bei Thanatosis ihr Debütalbum vor, eine konzentrierte Sammlung von sieben Solostücken, die in der besonderen Akustik einer Budapester Kirche aufgenommen wurden. Entstanden im Frühjahr 2025, entfalten die Aufnahmen eine eindringliche Klarheit: Die Flöte steht allein im Raum, ohne Overdubs, jede Nuance des Atems und jede Bewegung des Instruments bleibt hörbar.
Deáks Klangsprache bewegt sich, wie es auch vom Label sinngemäß heißt, frei zwischen klassischer Präzision, improvisatorischer Offenheit und experimentellen Spielweisen. Atemgeräusche, die mechanischen Klicks der Klappen und bewusst zugelassene Reibungen im Klang werden nicht verborgen, sondern als integrale Bestandteile einer lebendigen, pulsierenden Klanggestalt hervorgehoben. Auch Mehrklänge und das Prinzip des Zirkularatmens, so heißt es weiter, tragen zu dieser organischen, körpernahen Ästhetik bei. “Brisk” erscheint als CD sowie als limitierte 180-Gramm-LP mit Invercote-Sleeve. Begleitend werden Live-Videos und Gespräche veröffentlicht, in denen Deák Einblicke in die Entstehung der Stücke gibt.