Die in Australien lebende japanische Klangkünstlerin Ai Yamamoto widmet sich auf ihrer neuen EP “Seasons” dem zyklischen Wandel der Jahreszeiten und deren Verbindung zu Erinnerung, Vergänglichkeit und menschlicher Erfahrung. Die vier Tracks umfassende Veröffentlichung erscheint am 19. Juni über Someone Good. Im Zentrum stehen Field Recordings, Alltagsgeräusche und fragile musikalische Eingriffe, die Ai Yamamoto zu einer sehr unmittelbaren, atmosphärischen Form elektroakustischer Miniaturen verdichtet. 
Vogelstimmen, Regen, Wind, Grillen, Feuerwerk u.a. werden mit Shinobue-Flöte und dezenten Takten kombiniert. In den Liner Notes beschreibt die Künstlerin selbst die Jahreszeiten als etwas, das wie menschliche Emotionen sei und das Leben definiere. Besonders die japanische Wahrnehmung von Vergänglichkeit bildet dabei einen zentralen Bezugspunkt: “From cherry blossom petals falling, we see fragility and transience, which is life. I found this moment so precious and beautiful. Seasons give me a strong sense of the presence of life. I can visualise this with my music and I would love to capture and make this sound diary in all my life and work”. 
Gleichzeitig versteht Yamamoto die Veröffentlichung auch als Hommage an das Buch The One-Straw Revolution von Masanobu Fukuoka, dessen Denken ihren Blick auf Natur und Welt nachhaltig geprägt habe. Mitwirkende sind unter anderem Ayako Fujii an der Shinobue-Flöte sowie Dan West mit zusätzlichen Beats.
Foto: Toshiki Tanaka