Am 25. Juni tritt Marc Almond mit Band zum zweiten Mal live aus den Dean St. Studios und im Stream auf, diesmal mit einem (beinahe) Unplugged-Set unter dem Motto Acoustic Cornucopia. Die Songauswahl wird Akustik-Versionen bekannter Songs bzw. einige seiner schon auf Platte weniger elektronischen Songs aus der Chanson- und Folk-Ecke sowie einige Überraschungen enthalten.
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Archiv der Kategorie: News
Erasure kündigen neues Album an
Ende August erscheint das 18. Studioalbum der englischen Pop-Legende Erasure. Das zehn Tracks umfassende “The Neon” hat die sofort wiedererkennbare Erasure-DNA und wurde vor einigen Monaten in Atlanta, Georgia, aufgenommen. Zum finalen Mix kam es dann kurz darauf in London. Vince Clark und der mittlerweile zwischen England und den USA pendelnde Andy Bell haben seit dem 2017 erschienenen “Would be Gone” separat an vielen Projekten – Kollaborationen, Remixe, Theaterproduktionen und eine Radioshow – gearbeitet, und wie bei früheren Arbeiten haben all diese Aktivitäten mit zum Indeenfundus von “The Neon” beigetragen. Begleitet wird das in allen gängigen Formaten erscheinende Album von einer Fotoserie von Phil Sharp, das eine Sammlung alter Neonröhren in einer Londoner Galerie zeigt.
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Marina Rosenfeld und Ben Vida mit Live-Material aus der Fridman Gallery
Marina Rosenfeld und Ben Vida veröffentlichen Aufnahmen aus ihren 2016 und 2019 in der New Yorker Fridman Gallery aufgeführten Liveshows im Zeichen improvisierter Elektronik. Die beiden Performances, denen man einen gewissen akusmatischen Sinn für Humor nicht absprechen kann, waren Teil der SO⅃ OS-Konzertreihe (gesprochen SOLOS), die in Kürze fortgesetzt werden soll – am 9. Juli mit dem Duo Rosenfeld und Vida, am 30. Juli mit Diamanda Galas. Das Album erscheint unter dem Titel “Vertice” auf dem hauseigenen Label der Galerie.
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From Isolation 7: JQ, Richard Pike, Jack Wyllie
Floating Di Morel mit neuer LP bei Play Loud!
Die Berliner Band Floating die Morel, seit gut einem Vierteljahrhundert Garant und Geheimtipp wagemutiger, teils angejazzter, teils waveumwehter Popmusik, hat mit “Summer Has Become Cold” ihre nunmehr achte Veröffentlichung auf die Beine gebracht, die in wenigen Tagen bei Play Loud! Productions erscheinen wird. Einmal mehr verschmilzen schwindelige Takte, anrührender Gesang, subtile Brüche und trunkene Richtungswechsel hier zu einem undefinierbar melancholischen Gebräu.
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Jazz-Album von zeitkratzer und Mariam Wallentin
Unter dem auf Ornette Colemans Klassiker von 1959 verweisenden Albumtitel “The Shape of Jazz to Come” bringen das Solistenensemble zeitkratzer und die schwedische Sängerin Mariam Wallentin, die sich vor ein paar Jahren auf einem Festival kennenlernten, ein Album mit Jazzsongs heraus. Die Songs, die aus verschiedenen Traditionslinien stammen, wurden 2018 beim Krakauer Festival Sacrum Profanum live aufgenommen. “The Shape of Jazz to Come” erscheint Mitte Juni beim hauseigenen Label zeitkratzer Productions.
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In Gowan Ring vertonen Colette
Die von In Gowan Ring ins Leben gerufene Moonlit Missive-Reihe geht nun in die dreißigste Runde und wartet diesmal mit einer originellen Interpretation eines Textes von Sidonie-Gabrielle Claudine Colette (1873 –1954), meist nur Colette genannt, auf. Bee hat eine eigene Übersetzung der Nachtigallenfabel, eines Auszugs von “Les Vrilles de la vigne” (1908) – “Tendrils of the Vine” – angefertigt und mit stimmungsvollen Akustigitarren zu einem schönen Folksong vertont.
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Flowers in Concrete: Ochiai Soup bringt zweiteilige Noise-Compilation heraus
Daniel Menche, P.I.G.S., Government Alpha, Matmos, John Wiese und T.Mikawa, Torturing Nurse, Wolf Creek, Aaron Dilloway, Vomir und einige andere meist noiseaffine Künstler haben Tracks zu einer zweiteiligen Compilation beigetragen, die der in Tokios Shinjuku-Bezirk gelegenen Ociai Soup-Location gegen die Widrigkeiten der Coronakrise und des Lockdowns finanziell unterstützen soll. Die Einteilung in einer internationalen und einen japanischen Teil läuft zwar, ähnlich wie Einteilungen nach Genres, ziemlich konträr zu dem, was unsere Seite ausmacht, aber das spricht zum Glück keineswegs gegen die Qualität der Auswahl und die Relevanz des Anliegens.
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From Isolation 6: Julia Kent, David Coulter, Seb Rochford
Treste Records haben zum sechten Mal drei Virtuosen zum musikalischen Austausch über die Begrenzungen sozialer Distanz hinweg zusammen getrommelt und machen dabei auf ein ohnehin vorhandenes Potenzial heutiger Kommunikation aufmerksam. Diesmal ist ein besonders dynamisches Resultat zustande gekommen, bei dem Beckenrauschen und Ethnodrums, stets wechelhafte Celloparts, bedrohliches Rauschen und seltsame Tierstimmen für Spannung sorgen, bei der man immer mal wieder mit einem Freakout rechnet. Neben Julia Kent und David Coulter, die man Lesern unserer Seite kaum vorstellen muss, ist der schottische Drummer Seb Rochford mit dabei, dessen Takte bisweilen ein gewisses Rock-Element mit ins Bild bringen.
Telematic Concert: Konzertmitschnitt von Pauline Oliveros und Alan Courtis erstmals auf Vinyl
SpleenCoffin bringen eine Konzertaufnahme von Pauline Oliveros und Alan Courtis aus dem Jahr 2009 erstmals auf Vinyl heraus. Die amerikanische Komponistin und ihr von der Band Reynols her bekannte argentinische Kollege traten damals mit Akkordeon, Gitarre und einer Reihe an effekten beim Deep Listening Institute’s Dream Festival in Kingston, New York, auf.
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Neues Album von Amaury Cambuzat alias I Feel Like a Bombed Cathedral
Schlicht “W” ist das neue Album von Amaury Cambuzats Soloprojekt I Feel Like a Bombed Cathedral betitelt. Mit E-Gitarre und diversen Effekten hat der Ulan Bator-Gründer und Faust-Gitarrist zwei seitenfüllende Tracks produziert, die langsam dröhnend und pulsierend ein hypnotisches Thrillerszenario entstehen lassen. Technisch knüpft das Album an die letztjährige CD “AmOrtH” mit seinen dramatischen Spannungskurven an, die hier jedoch wesentlich subtiler gebaut sind. “W” erscheint beim ungarischen Label Blindblindblind.
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Hinterwelt in Silico von Renaud-Gabriel Pion erscheint bei Audiotrauma
Die neue CD des Multiinstrumentalisten Renaud-Gabriel Pion erscheint bei Audiotrauma. Das Werk, das neben Elektronik auch Bläserparts und Gastvocals enthält, referient auf Nietsches Hinterwelt-Konzept und setzt dieses mit Ideen zu neuer Informationstechnologie in Bezug. Neben der CD im Digisleeve ist das Album auf den gängigen Plattformen von Audiotrauma und Inouïe Distribution als Download erhältlich.
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Jan Bang, Erik Honoré, Eivind Aarset und Samuel Rohrer auf Dark Star Safari
Dark Star Safari ist die Band der aus zahlreichen weiteren Konstallationen verbandelten Musiker Jan Bang, Erik Honoré, Eivind Aarset und Samuel Rohrer, die auf ihrem gemeinsamen Debüt zehn bezaubernd schemenhafte Songs präsentieren. Meist schleppende Rhythmen, anheimelndes Gitarren- und Bassspiel, Synthies, überraschende elektronische Soundeffekte und die von Jan Bang gehauchten melancholischen Texten Erik Honorés erschaffen einen nächtlichen Score von starker Evokativkraft, der Begriffe wie Dreampop, Singer Songwriter und Darkjazz als Klischees entlarvt. Das Album erscheint beim Berliner Label Arjuna Music.
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Disc Rats Vol 1: Sic Alps mit alten Demo-Aufnahmen auf Drag City
Lofi-Heroen Sic Alps bringen frühe schrammelige 4-Spur-Demos aus den Jahren 2006-2007 in neu gemasterter Form auf einer Reihe von Compilations heraus, deren erster Teil digital bei Drag City erscheint.
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Jørgen Teller bringt Arbeiten für Chor und verschiedene Ensembles heraus
Der dänische Musiker Jørgen Teller, der in der Vergangenheit solo und mit seiner Band The Empty Stairs von sich reden machte, hat eine Reihe an Scores komponiert, die in den letzten zwei Jahren mit verschiedenen Instrumentalisten, Sängerinnen und Chor aufgenommen wurden. Trotz des Compilation-Charakters, bei dem alle Beitragenden auch den jeweiligen Tracks als Interpreten zugeordnet sind, ist ein kohärentes Album-Feeling durchweg spürbar. Alle beteiligten Musiker stammen aus der aufstrebenden Kopenhagener Szene Neuer und experimenteller Musik. Ein Buch mit Partituren ist für nächstes Jahr geplant.
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Christine Ott mit Ondes Martenot-Arbeiten auf NAHAL Recordings
Die unseren Lesern von ihrer Zusammenarbeit mit Oiseaux-Tempête bekannte Multiinstrumentalistin und Musiklehrerin Christine Ott bringt unter dem Titel “Chimères (pour Ondes Martenot)” einen neuen Longplayer heraus. Alle der acht von Paul Régimbeau (Mondkopf) und Frédéric D. Oberland (Oiseaux-Tempête) produzierten Kompositionen sind mit dem in den 20ern entwickelten Ondes Martenot-Synthesizer eingespielt, einem der ältesten elektronischen Musikinstrumente, das im Laufe des vorigen Jahrhunderts in ganz unterschiedlichen Musikarten Verwendung fand und doch nie die Popularität etwa des Theremin beanspruchen konnte. Die mit visuellen “Chemigrammen” von Fanny Béguély begleiteten Chimären sind von teilweise meditativer, oftmals mystisch-entrückter Natur und einem trotz des Solospiels wechselvollen Klangbild.
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Neues Album von Shirley Collins erscheint Ende Juli
Shirley Collins bringt Ende Juli ihr neues Album “Heart’s Ease” heraus. Das knapp vier Jahre nach ihrem gefeierten Comback-Album “Lodestar” fertiggestellte Werk enthält eine Auswahl von zwölf überwiegend traditionellen englischen Folksongs, die zum Teil bereits in der einen oder anderen Form in Collins’ Repertoire vorkamen. Collins’ eigener Aussage zufolge darf man sich auf ein paar experimentierfreudige Interpretationen freuen. Als erste Single ist der Song “Wondrous Love” über Domino Records erhältlich, der Videoclip entstand in Collins’ Haus unter Quarantäne-Bedingungen. Die aus dem 18. Jahrhundert stammende Ballade über den wegen Piraterie gehängten Kapitän William Kidd hörte sie erstmals 1959, als sie zusammen mit Alan Lomax die USA bereiste – auf “Heart’s Ease” legt Collins ihre erste eigene Interpretation des Stoffes vor.
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Yannis Kyriakides und Andy Moor mit Aufnahmen aus ihrer Biennale-Performance
2017 nahmen die Musiker Andy Moor und Yannis Kyriakides an Xavier Veilhans Projekt “Studio Venezia” im Rahmen der 57. Kunstbiennale teil. Von ihrer Performance im Französischen Pavilion, dessen Setting sie mit diversen Synthies und weiteren Instrumenten musikalisch ausfüllten, entstanden Aufnahmen mit einer Länge von zirka neun Stunden. Eine bearbeitete Version von Auszügen von einer Länge von 24 Minuten erscheint Mitte Juni unter dem Titel “Pavilion” auf dem hauseigenen Label Unsound.
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Unnatural: Longplayer-Debüt von Patrick Graham und John Sellekaers
Am 24. März bringt Parenthèses Records das ersten gemeinsame Album von Percussionist Patrick Graham und Producer John Sellekaers heraus, in den Worten des Labels “a dark and enigmatic soundtrack, a physical sound immersion into some imaginary ritual.” (Parenthèses Records) Beide Künstler haben in zahlreichen Bands (Constantinople Ensemble, Giant Tiger, Rheō, Xingu Hill, Dead Hollywood Stars, Feral Cities, Meeple u.a.) gespielt und im letzten Jahr drei gemeinsame Singles produziert. 
