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	<title>African Paper &#187; AE Hoskin</title>
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		<title>STONE BREATH: Greys And Orphans</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Jul 2023 03:02:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das letzte Stone Breath-Album erschien 2017, „Greys And Orphans“ ist – wie im Titel schon angedeutet wird – aber nicht der reguläre Nachfolger zu „Witch Tree Prophets“, sondern eine Zusammenstellung von an verschiedenen Orten veröffentlichten sowie unveröffentlichten Stücken. Auf diesem &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/07/22/stone-breath-greys-and-orphans/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/07/a4242384490_16.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-36572" title="a4242384490_16" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/07/a4242384490_16-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Das letzte <a href="http://africanpaper.com/tag/stone-breath/">Stone Breath</a>-Album erschien 2017, „Greys And Orphans“ ist – wie im Titel schon angedeutet wird – aber nicht der reguläre Nachfolger zu <a href="http://africanpaper.com/2017/08/26/stone-breath-witch-tree-prophets/">„Witch Tree Prophets“</a>, sondern eine Zusammenstellung von an verschiedenen Orten veröffentlichten sowie unveröffentlichten Stücken. Auf diesem Album und auf<a href="http://africanpaper.com/2016/08/27/stone-breath-cryptids/"> „Cryptids“</a> war <a href="http://africanpaper.com/tag/timothy-renner/">Timothy Renners </a>Interesse an (scheinbar) Unerklärlichem, an Kryptozoologie virulent geworden und in den letzten Jahren hatte er sich auf seine beiden Podcasts<a href="https://www.strangefamiliars.com/"> „Strange Familiars“</a> („Strange Familiars is a paranormal <span id="more-36570"></span>podcast that tells stories through a combination of historical research, witness interviews, discussion, and on-site recordings when possible“) und <a href="https://thefloweredpath.com/">„The Flowered Path“ </a>(„Stories of saints, folk saints, miracles, and visionaries“) konzentriert.</p>
<p>Die ersten drei auf „Greys And Orphans“ enthaltenen Stücke haben eine enge Verbindung zum Strange Familiars-Podcast, handelt es sich doch um die vollständigen Versionen des Titelstücks, die ursprünglich für eine Zusammenarbeit mit einem anderen Musiker gedacht waren. Alle drei Versionen von &#8220;Grey&#8221; werden von einer atmosphärisch gezupften Akustikgitarre bestimmt, „Grey Three“ hat leicht orientalische Momente. Das dann folgende „The Blood-Red God“ wurde ursprünglich für die Compilation <a href="https://inthecitiesofyoureyes.bandcamp.com/album/in-the-cities-of-your-eyes">„In The Cities Of Your Eyes“</a> aufgenommen, mit der Flüchtlingscamps in Griechenland unterstützt werden sollten. Passenderweise ist das Stück ein scharfer Angriff auf den (Gott des) Krieg(es): „Worshipped by rich, feared by poor: the blood-red endless god of war“. Perkussion bei diesem Stück steuerte Anthony Hoskin bei, mit dem Renner während der kurzzeitigen Auflösung Stone Breaths als Crow Tongue aufnahm und dem auf „Cryptids“ eine tragende Rolle zukam. „Ashes Of The Fading Light“ stammt aus den Aufnahmen zu „Witch Tree Prophets“ und hätte sicher auch dort einen guten Platz gefunden. Hier beeindruckt wieder der zweistimmige Gesang von Renner und dem langjährigen Mitstreiter Prydwyn: „And we are given songs in the cold dark night./But who is listening far beyond the fading light?“ Danach folgen zwei (sehr kurze) Stücke, die nicht im eigentlichen Sinne von Stone Breath sind, sondern die als Bonusmaterial für die Tapeversion des <a href="http://africanpaper.com/2013/10/05/albatwitch-only-dead-birds-sing-over-the-graves-of-fallen-kings/">ersten Albatwitchalbums</a> gedacht waren, die dann aber nicht erschien. Renner hatte <a href="http://africanpaper.com/tag/albatwitch/">Albatwitch</a> zusammen mit Brian Magar gegründet und das Duo war politisch wesentlich eindeutiger als alles, was Renner zuvor gemacht hatte. Dazu wurden Folkelemente mit Noise und Metal kombiniert, was zu sehr interessanten Gattungshybriden führte. Auf „One Day It Will Come To Pass“ und „The Corday Waltz“ ( beide Stücke stammen aus der musikalischen Fassung von Peter Weiss&#8217; „Marat/Sade“.) werden Akustikgitarre und Harfe mit einer harschen E-Gitarre kombiniert. Das letzte Stück, „Sacred Heart Of The Seventh Gate“, wurde als Demo live von Renner allein eingespielt und sollte Teil eines neuen Stone Breath-Albums werden. Renner hatte schon vor einigen Jahren seine MS-Diagnose öffentlich gemacht; ein starker Schub im Jahr 2021 führte dazu, dass seine Fähigkeit Instrumente zu spielen, erheblich beeinträchtigt wurde und insofern ist unklar, wie es musikalisch weiter gehen wird, allerdings ist geplant, mindestens ein weiteres Album in der klassischen Besetzung Renner, Prydwyn und Sarada einzuspielen. Wie heißt es auf „Sacred Heart&#8230;“: „And what shall I do?/ I will follow the hum until all of my songs have been sung.“ (MG)</p>
<p>Label: <a href="https://stonebreath.bandcamp.com/">Hand/Eye</a><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3210556503/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/track=772421339/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>STONE BREATH: Cryptids</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Aug 2016 04:59:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor einiger Zeit hatte Timothy Renner einmal angesprochen, dass die Thematisierung des Spirituellen, die sich (auch) immer wieder in seinem Werk gefunden hat, zu Missverständnissen (in der Wahrnehmung anderer) geführt hat. Mit seinem Projekt Albatwitch hat er in den letzten &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/08/27/stone-breath-cryptids/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/08/a1378796756_10.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-12653" title="a1378796756_10" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/08/a1378796756_10-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Vor einiger Zeit hatte Timothy Renner einmal angesprochen, dass die Thematisierung des Spirituellen, die sich (auch) immer wieder in seinem Werk gefunden hat, zu Missverständnissen (in der Wahrnehmung anderer) geführt hat. Mit seinem Projekt Albatwitch hat er in den letzten Jahren<a href="http://africanpaper.com/2013/10/05/albatwitch-only-dead-birds-sing-over-the-graves-of-fallen-kings/"> zwei dezidiert</a><a href="http://africanpaper.com/2015/01/03/albatwitch-if-corporations-are-people-why-dont-they-die/"> politische Alben</a> eingespielt. Vielleicht hat auch die Tatsache, dass in seinem Heimatland seit einer Reihe von Jahren der <a href="https://www.youtube.com/watch?v=gCRGyHQ7Mms">evangelikale lunatic fringe</a> sich in zunehmendem Maße in den Mainstream der GOP ge- bzw. verschoben hat, dazu beigetragen, jetzt etwas zurückhaltender zu sein.<span id="more-12651"></span></p>
<p>„Cryptids“ ist ein Album, das sich Renners schon lange vorhandenem Interesse an Kryptozoologie und schienbar Unerklärlichem („12 songs about Pennsylvania legends, cryptid creatures, werewolves, ghosts, and other strange things“ heißt es auf der Bandcampseite) widmet. In dem zeitgleich zu dem Album erschienenen Buch <em>Beyond the Seventh Gate</em>, auf dem Renner sich ebenfalls an im weitesten Sinne „Strangenesses“ seiner Heimatregion abarbeitet, schreibt er: „It has always been my feelings that folk songs and folk stories […] contain some grain of truth, some hint of a lesson.“</p>
<p>Auf „Cryptids“ geht es dann auch um den schon auf anderen Alben besungenen „Walking Sam”, der hier in &#8220;I Know His Name” wieder auftaucht, Werwölfe (“The Red Dog Fox”, “The Wolf Man’s Grob”), Wandernde Leichen („The Singing Corpse“), die Renners Projekt Albatwitch bei der Namensgebung Pate gestandenen kleinen Affenmenschen („Apples for the Albatwitch“), Mottenmänner (“Far Away The Morning“) oder etwa seltsame Stockformationen („Sticks“), die angeblich von Big Foot-ähnlichen Kreaturen geschaffen worden sind (und die in der Populärkultur bei Karl Edward Wagner, <em>The Blair Witch Project</em> und der ersten Staffel von <em>True Detective</em> auftauchen). Der einzige Text, der nicht von Renner stammt und sich nicht auf lokale Mythen bezieht, sondern auf die britischen Inseln verweist, thematisiert eine Figur, der Renner attestiert, sie sei ein anderer &#8220;dark and strange character of folk song, who crept through a crack in a window&#8221;, nämlich den auch schon von anderen Bands besungenen &#8220;Long Lankin&#8221;.</p>
<p>In den letzten Jahren hatte Renner eine Reihe von <a href="http://africanpaper.com/2012/01/07/stone-breath-the-aetheric-lamp/">Aufnahmen</a> mit einem „lokalen“ Lineup gemacht, „Cryptids“ wurde dagegen hauptsächlich von ihm und Æ Hoskin, mit dem er vor ein paar Jahren als Crow Tongue arbeitete, eingespielt . War insbesondere auf Crow Tongues „The Red Hand Mark“ die Perkussion Hoskins‘ die treibende Kraft, so hat die Perkussion auf „Cryptids“ eher unterstützende Funktion, am ehesten erkennt man Parallelen auf dem treibenden „In the Red Witch House“ oder „The Red Dog Fox“. Auf „The Singng Corpse“ schlüpft Eyeless in Gazas Martyn Bates passenderweise in die Rolle der singenden Leiche, deren Stimme der Legende nach als „wonderful“- the envy of any church choir&#8221;  beschrieben wird, auf dem letzten Stück steuert der alte Weggefährte Prydwynn etwas bei und Rod Goelz spielt Bass und Mandoline. Dabei funktionieren sowohl die Stücke, die etwas opulenter instrumentiert sind (man höre das Zusammenspiel von Banjo, Flöte und Glockenspiel auf „The Hidebehind“ oder von Perkussion, Saiteninstrument und Maultrommel auf „Die Woolf Man’s Grob“) als auch die, die reduzierter sind (etwa „The Missing“). „Sticks“ hätte sicher auch auf einem „Spectral Light“-Album nicht deplatziert geklungen.</p>
<p>Dabei bekommen alle Stücke allein durch Renners dunklen, getragenen Gesang eine gewisse Finsternis und Schwere, nicht verstanden im Sinne gothischen Schauderns, sondern dem Sujet angemessen an dunkle Ecken der Wälder erinnernd, wo sich lichtscheue Kreaturen verbergen (und eben manchmal angeblich auch zeigen). Dabei machen die Linernotes wie auch die Aussagen in <em>Beyond the Seventh Gate</em> deutlich, dass Renner weder ein Leicht- noch ein Kleingläubiger ist, sondern sich irgendwo im Zwischenraum, im Dickicht, im Zwielicht positioniert.</p>
<p>„Cryptids“ ist ein weiteres Mosaik im Werk eines Künstlers, der auf der Basis verschiedenster Folkidiome sicherlich eines der interessantesten und originellsten (wenn auch vielleicht unterschätzesten) Werke zeitgenössicher akustischer Musik geschaffen hat. (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://darkhollerarts.com/">Hand/Eye</a></strong></p>
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		<title>TIMEMOTHEYE &amp; THE SPECTRAL LIGHT: Grave Needs</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Jul 2015 05:33:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/07/GraveNeeds_cover-1-150x150.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-10515" title="GraveNeeds_cover-1-150x150" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/07/GraveNeeds_cover-1-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>In einem vor einiger Zeit veröffentlichten <a href="http://active-listener.blogspot.de/2014/08/the-silver-thread-stone-breaths-timothy.html">Interview</a> sprach Timothy Renner davon, dass das Introspektive von Stone Breath, die Thematisierung von Spiritualität, langsam an einen Endpunkt komme, sich sein Schreiben verändere und er gab zu, dass die politischen Texte, die er mit seinem Crossoverprojekt <a href="http://africanpaper.com/2015/01/03/albatwitch-if-corporations-are-people-why-dont-they-die/">Albatwitch</a> schreibe, augenblicklich von ihm als „dringender&#8221; &#8211; vielleicht möchte man sagen &#8220;drängender&#8221; &#8211; empfunden würden. <span id="more-10514"></span>Diese Hinwendung zu weltlicheren Themen wird mit Einschränkungen auch auf seinem neuem Soloalbum, auf dem er von alten (Sarada, AE Hoskin) und neuen (Brian Magar, Grey Malkin, Neddal Ayad, Jo Costgrove ) Weggefährten unterstützt wird, deutlich, z.B. bei der Wahl der Coverversionen: Das ursprünglich von Stone Breath auf dem Album „Twist of Thorn“ in anderer Form interpretierte Traditional „Johnny Has Gone For a Soldier“ bekommt hier durch den Einsatz von einer Snaredrum etwas Dringliches, verdeutlicht die Konsequenzen des In-den-Krieg-Ziehens für die Zurückgebleibenen und die am Krieg Beteiligten. Das u.a. durch Leonard Cohen bekannt gewordene „The Partisan“ wird aus der Sicht eines Mitglieds der französischen Resistance erzählt: „Oh, the wind, the wind is blowing/Through the graves the wind is blowing/Freedom soon will come/Then we&#8217;ll come from the shadow“. Die Texte zu den Stücken „Germinal“ und „Written in Red“ stammen von der amerikanischen Anarchistin <a href="http://dwardmac.pitzer.edu/Anarchist_Archives/bright/cleyre/worm.html">Voltairine De Cleyre</a>: „we battle to set men free“ heißt es auf letzterem, damit wird natürlich auch an die in „The Partisan“ zum Ausdruck kommende Haltung angeknüpft.</p>
<p>Aber auch bei den eigenen Stücken zeigen sich leichte Veränderungen. Zwar findet sich weiterhin eine Symbolik und Metaphorik, die das Werk des Amerikaners in den letzten Jahrzehnten geprägt hat: Es taucht die bekannte „Ghost-white stag“ auf („Grave Need“), aber wenn das Stück „Vampire“ mit einem Zitat Dick Cheneys eingeleitet wird, in dem der ehemalige Vizepräsident zum Thema Folter lapidar sagt<a href="(http://www.washingtonpost.com/blogs/plum-line/wp/2014/12/15/why-it-matters-that-dick-cheney-still-cant-define-torture/"> „All of the techniques that were authorized by the president were, in effect, blessed by the Justice Department opinion that we could go forward with those without, in fact, committing torture.“</a>, dann wird eindeutig(er), auf wen Zeilen wie „Here&#8217;s a stone for your mouth/ A stone to block your forked tongue“ gemünzt sind. Bei „Poppit“, auf eine Puppe mit magischen Kräften  verweisend, wirft über die Mächtigen gesagt: „They tax our dreams/All they&#8217;ll give to us is graves“, um aber am Ende die Drohung auszusprechen: „We&#8217;ll burn like lanterns/We&#8217;ll hang like stars/And we haunt them form our graves“.</p>
<p>Musikalisch ist das doppeldeutig betitelte Album (man denke an Shakespeares Mercutio, der nach der tödlichen Verwundung sagt: &#8220;Ask for me tomorrow, and you shall find me a grave man.&#8221;) wie eine Wanderung durch die lange Karriere Renners: Da gibt es die an The Spectral Light and Moonshine Firefly Snakeoil Jamboree erinnernden vom Banjo geprägten Stücke („A Mirror For Death“, „The Mouthless Dead“), manche der reduzierteren Songs lassen an die von Renner mit seinem langjährigen musikalischen Partner Prydwynn eingespielte<a href="http://africanpaper.com/2014/08/09/stone-breath-children-of-hum/"> &#8220;Children of Hum&#8221;-EP</a> von Stone Breath denken, das perkussive und treibende „Dead Gods, Dead Masters&#8221; knüpft an das kurzlebige Projekt Crow Tongue an, aber auch Drones, die sich immer wieder im Werk Renners fanden, werden eingesetzt („A Dead Dreaming“, „Germinal (Version I)“).</p>
<p>War Renners 2012 erschienenes Soloalbum „Undeath“ relativ experimentell, so dekliniert er auf „Grave Needs“ auf insgesamt 27 Stücken, von denen jedes eine ausführliche Besprechung wert gewesen wäre, so in etwa jede Form des Folks durch und zeigt, welche Relevanz diese Musik haben kann: Dieses „geisterhafte Licht“, das Renner und seine Mitmusiker zum Scheinen bringen, erhellt weniger die Wiedergänger und Untoten, die in zunehmendem Maße die Bildschirme be- und entvölkern, als vielmehr die ganz realen Monster und Monstrositäten, die unsere Welt bedrohen. (M.G.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://darkhollerarts.com/">Lost Grave</a><a href="http://www.crucialblast.net/">/Crucial Blaze</a></strong></p>
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