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	<title>African Paper &#187; Black Rose Recordings</title>
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		<title>RLW: Fading Pictures</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Oct 2025 03:06:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Black Rose Recordings]]></category>
		<category><![CDATA[Ralf L. Wechowsky]]></category>
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		<category><![CDATA[Stephen R. Meixner]]></category>

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		<description><![CDATA[Zuletzt hatte uns rlw (bürgerlich Ralf Wehowsky – vor vielen Jahren bei P16.D4 aktiv und seitdem auf zahlreichen Veröffentlichungen als kaum kategorisierbarer Geräuschmusiker aktiv – auf diesen Seiten mit seinem Album „Satanic Inventions“ begeistert. Nun erscheint – wieder auf Stephen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/10/25/rlw-fading-pictures/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/10/ralfwehowskyfadingpictures750-750x750.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-48755" title="ralfwehowskyfadingpictures750-750x750" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/10/ralfwehowskyfadingpictures750-750x750-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Zuletzt hatte uns rlw (bürgerlich <a href="https://africanpaper.com/tag/ralf-wehowski/">Ralf Wehowsky</a> – vor vielen Jahren bei P16.D4 aktiv und seitdem auf zahlreichen Veröffentlichungen als kaum kategorisierbarer Geräuschmusiker aktiv – auf diesen Seiten mit seinem Album <a href="https://africanpaper.com/2022/12/17/rlw-satanic-inventions/">„Satanic Inventions“ </a>begeistert. Nun erscheint – wieder auf <a href="https://africanpaper.com/tag/stephen-r-meixner/">Stephen Meixners</a> Label <a href="https://africanpaper.com/tag/black-rose-recordings/">Black Rose Recordings</a>  – mit „Fading Pictures“ ein ebenso konzeptionell dichtes Album.<span id="more-48753"></span></p>
<p>Wehowsky beschreibt in den Linernotes die enge Verbindung zwischen Elektroakustik und dem Cinéma L&#8217;Oreille. Dabei versteht er elektroakustische Musik als „autonome“ Musik – nicht als „Programmmusik“, also nicht als Mittel zum Zweck. Viel eher sollen die einzelnen Stücke des Albums beim Hörer Raum für freie Assoziationen lassen, man soll seine eigene „Kreativität“ entwickeln. Die Titel der insgesamt neun Stücke können, müssen dem Hörenden aber nicht unbedingt Deutungshinweise geben, dürfen also ebenso ignoriert werden.</p>
<p>Der erste Track „erträumtes intro, vorzeitig abgebrochen“ beginnt mit hochfrequentem Fiepen, kristallinen Sounds, dazu dann Brummen und unruhige Passagen. Der Neologismus „vorzimmern # 1“ beschreibt ein Stück, von dem mein jüngster Sohn meinte, es klinge, als würde eine Platte mit einer Gabel „verquietscht“, die Sounds wirken wie zerhäckselt. Dagegen ist „absurdes bekanntes # 1“ wesentlich dunkler: Es ertönen an Streicher erinnernde Klänge, denen durchaus ein Moment des Bedrohlichen innewohnt. Im weiteren Verlauf des Stücks meint man, bearbeitete klagende Stimmen zu hören. Das ist vielleicht ein Chor aus Schmerzen. Diese Stimmung wird bedingt auf „absurdes bekanntes # 2“ mit fast schon leiernden Sounds fortgesetzt. Verglichen mit diesem sehr dichten und verdichteten Stück ist „schein-kristall # 1“ reduzierter und klingt so, als werde vereinzelt auf Metall geschlagen, als erklinge eine Glocke in einem Kloster. Der Track „vorzimmern # 2“ dröhnt, während „absurdes bekanntes # 3“ von  Streichern durchzogen ist und sich zu einem dissonanten Monster steigert. Tönt ein Saxophon? Der vorletzte Track „schein-kristall # 2“ ist wieder etwas minimalistischer, erinnert  kurzzeitig an <a href="https://africanpaper.com/tag/coil/">ElpHs</a> „Worship The Glitch“-Album, bevor das Album mit „offenes ende, vorzeitig abgebrochen“ und dunklen Cellopassagen und Stimmen endet.</p>
<p>Das Label spricht von „haunting atmospheres“ (das von<a href="https://www.instagram.com/chris__low/"> Chris Low</a> designte Artwork scheint das insbesondere auf der Rückseite zu unterstreichen) und das ist durchaus das richtige Attribut für diese Stücke, die immer auch etwas im positiven Sinne Verstörendes haben, wobei man das auch so verstehen kann, dass Konventionen gestört werden. (MG)</p>
<p>Label: <a href=" https://www.facebook.com//Black-Rose-Recordings-100063923869488/">Black Rose Recordings</a></p>
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		<title>HOLLYWOOD DREAM TRIP: Second Album</title>
		<link>https://africanpaper.com/2023/12/09/hollywood-dream-trip-second-album/</link>
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		<pubDate>Sat, 09 Dec 2023 02:57:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Black Rose Recordings]]></category>
		<category><![CDATA[Christoph Heemann]]></category>
		<category><![CDATA[Hollywood Dream Trip]]></category>
		<category><![CDATA[Will Long]]></category>

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		<description><![CDATA[Stephen Meixner hat neben seiner Arbeit mit Contrastate und Soloaufnahmen auf seinem kleinen Label Black Rose Recordings in den letzten Jahren eine Reihe von Alben anderer Künstler aus dem weiten Feld der Geräuschmusik veröffentlicht – zuletzt wurden bei uns noch &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/12/09/hollywood-dream-trip-second-album/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/12/395221622_818705033603618_6402318683258596660_n1.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-38827" title="395221622_818705033603618_6402318683258596660_n" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/12/395221622_818705033603618_6402318683258596660_n1-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><a href="http://africanpaper.com/tag/stephen-r-meixner/">Stephen Meixner</a> hat neben seiner Arbeit mit Contrastate und Soloaufnahmen auf seinem kleinen Label Black Rose Recordings in den letzten Jahren eine Reihe von Alben anderer Künstler aus dem weiten Feld der Geräuschmusik veröffentlicht – zuletzt wurden bei uns noch hervorragende Alben von <a href="http://africanpaper.com/2022/12/17/rlw-satanic-inventions/">rlw </a>und<a href="http://africanpaper.com/2022/11/19/asmus-tietchens-schatten-ohne-licht/"> Asmus Tietchens</a> besprochen.<span id="more-38823"></span></p>
<p>Nun wiederveröffentlicht er das zweite Album von Hollywood Dream Trip, einem aus <a href="http://africanpaper.com/tag/christoph-heemann/">Christoph Heemann</a> und Will Long bestehenden Duo, das um 2013 aktiv war (und insgesamt drei Alben veröffentlichte), dem Jahr, in dem auch das lapidar „Second Album“ betitelte Zweitwerk in Aachen aufgenommen wurde. Ursprünglich war „Second Album“ nur als auf 50 Exemplare limitierte CD-R während einer Tour von Heemann und Long erhältlich.</p>
<p>Eingespielt u.a. mit Moog Rogue und einem Roland MC-202 beginnt „Second Album“ mit dunklem, reduziertem Dröhnen und Pulsieren, zu dem nach und nach melodische flächige Sounds hinzukommen, die anfangs im Hintergrund bleiben. In weiteren Verlauf der 40 Minuten zu einem lauter werdenden, an- und abschwellenden Drone steigern. Als vor etlichen Jahren auf diesen Seiten Hollywood Dream Trips „Would You Like To Know More?“<a href="http://africanpaper.com/2014/05/03/hollywood-dream-trip-would-you-like-to-know-more/."> besprochen</a> wurde, konnte man lesen, man könne den Namen des Projekts „aber auch als Hinweis auf das Unterbewussste, Somnambule sehen – auf das, was dem Verstand oft nur indirekt zugänglich ist. Letzteres kommt einem beim Hören der zwei etwa 20-minütigen Tracks dann auch schnell in den Sinn.“</p>
<p>Letztlich passen diese Überlegungen auch zu dieser Veröffentlichung. Das ist nämlich, um auf das zweite Substantiv im Projektnamen zu kommen, tatsächlich eine im wahrsten und beiderlei Wortsinne „traumhafte“ Musik“ und es ist ein interessanter Kontrast zwischen dem doch recht prosaischen Titel des Albums und dieser Musik, der fortwährend ein Moment des Ver- und Entrücktseins innewohnt. Man kann sich problemlos eine nächtliche Fahrt durch die Hollywood Hills vorstellen, während man die CD hört und an <a href="https://www.google.com/maps/@34.1156426,-118.3436815,3a,90y,66.9h,90t/data=!3m6!1e1!3m4!1sU2fZl_v6xsBJ-w260qThYg!2e0!7i16384!8i8192?entry=ttu">David Lynchs Haus</a> vorbeifährt. Zu dieser durchgängig somnambulen Atmosphäre passt dann auch das von Christoph Heemann gezeichnete Cover. (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://www.contrastate.com/products">Black Rose Recordings</a></strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2373027135/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>RLW: Satanic Inventions</title>
		<link>https://africanpaper.com/2022/12/17/rlw-satanic-inventions/</link>
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		<pubDate>Sat, 17 Dec 2022 00:34:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Black Rose Recordings]]></category>
		<category><![CDATA[Ralf Wehowski]]></category>
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		<description><![CDATA[Ralf Wehowsky ist seit Jahrzehnten als Geräuschmusiker aktiv, ob in den 80ern mit P16.D4 oder dann auf einer ganzen Reihe von Soloalben und Zusammenarbeiten mit anderen. Auf diesen Seiten wurde z.B. seine zusammen mit Stephen Meixner gemachte Auseinandersetzung mit Schlagern &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/12/17/rlw-satanic-inventions/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/12/R-24999379-1667164333-3424.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-32910" title="R-24999379-1667164333-3424" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/12/R-24999379-1667164333-3424-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><a href="http://africanpaper.com/tag/ralf-l-wechowsky/">Ralf Wehowsky </a>ist seit Jahrzehnten als Geräuschmusiker aktiv, ob in den 80ern mit P16.D4 oder dann auf einer ganzen Reihe von Soloalben und Zusammenarbeiten mit anderen. Auf diesen Seiten wurde z.B. seine zusammen mit Stephen Meixner gemachte Auseinandersetzung mit Schlagern <a href="http://africanpaper.com/2014/01/18/rlw-srmeixner-just-like-a-flower-when-winter-begins/">besprochen</a>.  <span id="more-32909"></span>„Satanic Interventions“ ist – wenn man so will – Musik zur Zeit, nimmt das Album seinen konzeptionellen Ausgangspunkt doch in der Coronapandemie, die in den vergangenen Jahren verheerende Schneisen in unsere Gesellschaften geschlagen hat. Wehowsky zieht einen Vergleich zur Pest im Mittelalter und sieht Gemeinsamekiten beim Umgang mit diesen beiden Pandemien: „Denial of reality, conspiracy theories, searching for scapegoats“, es müssten sozusagen „satanic inventions“ verantwortlich sein für all das, was geschehe. Und tatsächlich hat man den Eindruck, dass anders als durch das (Er-)Finden einer strippenziehenden Macht für viele Kontingenzbewältigung nicht mehr möglich zu sein scheint. Wehowski fasst es knapp (und sicher  nicht unzutreffend) zusammen: &#8220;Human stupidity never should be underestimated.&#8221; Man sollte das Album allerdings nicht als ein rein hoffnungsloses Fazit sehen, denn  &#8211; wie in den Linernotes  zu lesen ist: &#8220;new flowers do grow.&#8221; Für Wechowski ist das damals in der Musik ars subtilior, &#8220;Fragmente&#8221; dieser Musik finden sich dann auch auf dem Album.</p>
<p align="JUSTIFY"><a href="http://africanpaper.com/tag/diamanda-galas/">Diamanda Galás</a> hatte auf ihrer „Masque of the Red Death“-Trilogie anhand von Auszügen aus dem Alten Testament den Umgang mit HIV-Infizierten in den USA mit an Aussatz Erkrankten verglichen, die Stimmen, die auf „Satanic Inventions“ auftauchen, sind dagegen so bearbeitet, so „transformiert“, kollagiert und fragmentiert, dass sie (fast) ins Unverständliche aufgelöst werden, was auf insgesamt 15 Stücken zu oft beeindruckenden Resultaten führt: Auf „Early Symptoms&#8221; hört man verfremdete, kaum noch erkennbare, irritierte wie irritierende, verlangsamte Stimmen. Das knapp eineinhalbminütige „Normality, Lost #1“ ist durchzogen von dissonanten Streichern, die verschwinden, ganz so, als drehe man an einem Radioregler. „Fever Glazed Thine Ears &#8217;1“ besteht aus Kratzen, leiernden Sounds, scheinbar rückwärts abgespielten Stimmen, Gesängen.  „Normality, Lost #3“ klingt bedrohlicher mit seinem ambienten Dröhnen. Man hört Funksprüche („Fever Glazed Thine Ears #4“) oder Stimmengewirr („Out of Joint“), irgendwann heißt es dann: „die Leichenberge häufen sich“. (MG)</p>
<p> Label: <a href="https://www.contrastate.com/products">Black Rose Recordings</a></p>
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		<title>CONTRASTATE: 35 Project</title>
		<link>https://africanpaper.com/2022/12/03/contrastate-35-project/</link>
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		<pubDate>Sat, 03 Dec 2022 07:08:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Black Rose Recordings]]></category>
		<category><![CDATA[Contrastate]]></category>
		<category><![CDATA[Stephen R. Meixner]]></category>

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		<description><![CDATA[Contrastate haben über die Jahr(zehnt)e einen ganz eigenen Klang entwickelt, der sich sicher aus dem reichen Fundus der Industrialculture speist(e), enge Genrekorsetts aber schon früh abstreifte. Sie waren auch vielleicht auf reflektiertere Weise politisch als die an Transgressionen reiche Insustrialszene &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/12/03/contrastate-35-project/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/12/R-24610412-1663961871-8019.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-32612" title="R-24610412-1663961871-8019" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/12/R-24610412-1663961871-8019-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Contrastate haben über die Jahr(zehnt)e einen ganz eigenen Klang entwickelt, der sich sicher aus dem reichen Fundus der Industrialculture speist(e), enge Genrekorsetts aber schon früh abstreifte. Sie waren auch vielleicht auf reflektiertere Weise politisch als die an Transgressionen reiche Insustrialszene und klanglich immer im besten Sinne unvorhersehbar. <span id="more-32610"></span>Nach einer etwa zehnjährigen Pause zwischen 2000 und 2010 sind in den letzten Jahren eine Reihe von Aufnahmen veröffentlicht worden.</p>
<p>Auf ihrer neuen 10&#8221; „35 Project“ finden sich insgesamt vier unbetitelte Stücke. Der erste Track beginnt mit vereinzelten Töne, leichten Dissonanzen, dann setzen melodisch-flächige Sounds ein, die abebben. Eine verfremdete, roboterhafte Stimme deklamiert u.a.: „you do not have the right to physically harm“ oder „you do not have the right to go to war“. Man hört rückwärts abgespielte Stimmen, dunkles Pulsieren und von leichter Unruhe durchzogene ambiente Passagen. Das zweite Stück der A-Seite besteht aus melodischen Flächen und perkussiven Momenten, in Teilen so, als schlage man auf Pauken. Der dritte Track ist von einer melancholischen Melodie durchzogen, in der Ferne tönen Glöckchen, man hört erneut verfremdete Stimmen und dann fast so etwas wie eine opulent klingende verrauschte Orgel. Das letzte Stück ist dagegen treibender und erneut mit verlangsamt-verfremdeter Stimme.</p>
<p>Worauf die 10 &#8221; konzeptionell abzielt, bleibt unklar; in einem <a href="https://www.youtube.com/watch?v=o-LFty7YnYE&amp;ab_channel=Contrastate">Promovideo,</a> das die Band anlässlich der Veröffentlichung des Vinyls verfügbar machte, werden Ausschnitte aus Willy Zielkes 1934 erschienenen Film „Das Stahltier“, einem Industrie- und Wirtschaftsfilm über die Reichsbahn, verwendet. Der Film gefiel damals allerdings weder der Reichsbahn noch dem „Dämon aus der Reklame-Abteilung“ (Klaus Mann).</p>
<p>„Contrastate’s sound insinuates itself inside the dark ritual ambience of the electronic avant-gard “ heißt es auf ihrer Facebookseite und in der Pressemitteilung wird die Band in einem Spannungsfeld von „dark ritual ambience [und] experimental noise industrial surrealism sonic soundtracks“ verortet. In einem 1991 gemachten<a href="http://media.hyperreal.org/zines/est/intervs/contrast.html"> Interview</a> meinte Stephen Meixner: „I would like to see Contrastate progressing in new areas with each new release“ – nachträglich kann man feststellen, dass ihm und Contrastate das sicher mehr als gelungen ist und auch diese auf 250 Exemplare in weißem Vinyl limitierte Veröffentlichung bezeugt das. (MG)</p>
<p>Label: <a href="https://www.contrastate.com/products">Black Rose Recordings</a><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/o-LFty7YnYE" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
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		<title>ASMUS TIETCHENS: Schatten ohne Licht</title>
		<link>https://africanpaper.com/2022/11/19/asmus-tietchens-schatten-ohne-licht/</link>
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		<pubDate>Sat, 19 Nov 2022 06:22:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Asmus Tietchens]]></category>
		<category><![CDATA[Black Rose Recordings]]></category>
		<category><![CDATA[E.M. Cioran]]></category>
		<category><![CDATA[Ulrich Horstmann]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf fast jeder Veröffentlichung des Hamburger Geräuschmusikers Asmus Tietchens findet sich ein Zitat des großen rumänischen schlaflosen Pessimisten Emile Cioran – so auch wieder auf „Schatten ohne Licht“. Als weiterer Einfluss wird nicht auf dem Album selbst, aber in der &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/11/19/asmus-tietchens-schatten-ohne-licht/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/11/R-23689373-1656170300-3687.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-32309" title="R-23689373-1656170300-3687" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/11/R-23689373-1656170300-3687-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Auf fast jeder Veröffentlichung des Hamburger Geräuschmusikers <a href="http://africanpaper.com/tag/asmus-tietchens/">Asmus Tietchens</a> findet sich ein Zitat des großen rumänischen schlaflosen Pessimisten Emile Cioran – so auch wieder auf „Schatten ohne Licht“. Als weiterer Einfluss wird nicht auf dem Album selbst, aber in der Pressemitteilung ein anderer Schwarz- (oder Klar-?) Seher als Einfluss auf „Schatten ohne Licht“ genannt,<span id="more-32307"></span> der inzwischen emeritierte Anglist und Verfasser des „Untiers“, die<a href="https://untier.de/rabenschwarze-spottdrossel-ulrich-horstmann-mit-dem-spiegel-redakteur-christoph-gunkel-2022/"> „rabenschwarze Spottdrossel“ </a> Ulrich Horstmann. Horstamnn hatte in seinem ursprünglich bei Suhrkamp erschienenen Traktat Anfang der 80er u.a. Cioran ausgiebigst zitiert und in dem 110 Seiten langen Text einen Weg „aus der Senkgrube der Schöpfung in die Freiheit des Anorganischen“ skizziert. In dieser Freiheit steckte natürlich das Freisein, in dem Fall des Planeten von der Menschheit. Die oft als „Mutter“ personifizierte Erde werde erst dann wieder ein „Eden“ sein, wenn der Homo Sapiens (mit Hilfe von Atomwaffen) das Zeitliche gesegnet habe: „Vermonden wir unseren stoffwechselsiechen Planeten!“, konnte man da am Ende lesen &#8211; was<a href="https://www.youtube.com/watch?v=6OQsujfTNuY&amp;ab_channel=ElkoPflaster"> nicht alle </a>goutieren mochten.</p>
<p>Insbesondere  die Arbeiten Tietchens der letzten Jahre waren und sind häufig gekennzeichnet von einer gewissen Abstraktheit, die manch einer als <a href="(https://www.discogs.com/de/release/8454883-Asmus-Tietchens-Parergon">„trocken“</a> abtun mag, die man aber vielleicht in Passagen lieber menschenfern nennen könnte, so wie es Tietchens bzgl. seines Albums <a href="http://africanpaper.com/2020/07/18/asmus-tietchens-bleiche-brunnen/">&#8220;Bleiche Brunnen&#8221;</a> formulierte.</p>
<p>Das Titelstück ist ein 11-minütiges dunkles basslastiges Rauschen und Brummen, das von einer latenten Unruhe durchzogen ist, das ist ein Grollen, ganz so, als verschöben sich tektonische Platten. „Anthroposaurus“ ist etwas anders ausgerichtet: Man hört zwar weiterhin dunkles Dröhnen, aber es kommen so etwas wie fallende Wassertropfen hinzu, die man vielleicht als Reminiszenz an seine<a href="http://africanpaper.com/2021/08/14/asmus-tietchens-seuchengebiete-4/"> &#8220;Hydrophonien&#8221; </a>lesen kann. Verglichen mit dem Opener lassen sich auf diesem Stück fasst so etwas wie Melodien erahnen. „Zinnhimmel“ ist anfangs an der Grenze des Wahrnehmbaren, dann hört man wieder wasserartige Sounds. Das im Titel das Ersehnte ansprechende &#8220;Es ist endlich still&#8221; klingt wie ein Hybrid aus einer &#8220;Hydrophonie&#8221; und Aufnahmen aus der &#8220;Mengen&#8221;-Serie, bevor das abschließende &#8220;Kolosse&#8221; nach einigen Minuten plötzlich die Lautstärke etwas aufdreht. Und dann ist der Rest Schweigen.</p>
<p>„Schatten ohne Licht“ ist ein starkes Album, ein passender Soundtrack zur Menschenleere.  Ebenso wie bei<a href="http://africanpaper.com/2020/07/18/asmus-tietchens-bleiche-brunnen/"> „Bleiche Brunnen“</a> findet sich im CD-Tray der Hinweis „Eure Angst ist berechtigt“. (MG)</p>
<p>Label: <a href="https://www.contrastate.com/products">Black Rose Recordings</a></p>
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		<title>Schatten ohne Licht: Album von Asmus Tietchens auf Black Rose Recordings</title>
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		<pubDate>Tue, 28 Jun 2022 05:54:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Asmus Tietchens]]></category>
		<category><![CDATA[Black Rose Recordings]]></category>
		<category><![CDATA[Stephen R. Meixner]]></category>
		<category><![CDATA[Ulrich Horstmann]]></category>

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		<description><![CDATA[Gerade ist ein neues Album von Asmus Tietchens auf dem von Stephen Meixner (Contrastate) betriebenen Label Black Rose Recordings erschienen. 2013 war dort schon Tietchens&#8217; Album „Fast ohen Titel, Korrosion“ veröffentlicht worden, nun folgt „Schatten ohne Licht“. Fast jedes Album &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/06/28/schatten-ohne-licht-album-von-asmus-tietchens-auf-black-rose-recordings/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade ist ein neues Album von<a href="http://africanpaper.com/tag/asmus-tietchens/"> Asmus Tietchens</a> auf dem von Stephen Meixner (Contrastate) betriebenen Label Black Rose Recordings erschienen. 2013 war dort schon Tietchens&#8217; Album „Fast ohen Titel, Korrosion“ veröffentlicht worden, nun folgt „Schatten ohne Licht“.</p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/06/5060446129173.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-30345" title="5060446129173" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/06/5060446129173.jpg" alt="" width="600" height="537" /></a><span id="more-30343"></span>Fast jedes Album des Hamburgers wird geziert von einem Zitat des großen Pessimisten und Misanthropen E.M. Cioran. „Schatten ohne Licht“ verweist zusätzlich auf den inzwischen emeritierten Anglisten Ulrich Horstamnn, der Anfang der 80er mit seinem anthropofugalen Traktat „Das Untier“ Optimisten und andere Verblendete vor den Kopf stieß: „Vermonden wir unseren stoffwechselsiechen Planeten! Denn nicht bevor sich die Sichel des Trabanten hienieden in tausend Kraterseen spiegelt, nicht bevor Vor- und Nachbild, Mond und Welt, ununterscheidbar geworden sind und Quarzkristalle über den Abgrund einander zublinzeln im Sternenlicht, nicht bevor die letzte Oase verödet, der letzte Seufzer verklungen, der letzte Keim verdorrt ist, wird wieder Eden sein auf Erden.“</p>
<p>Tietchens sprach noch anlässlich seines (auch<a href="http://africanpaper.com/2020/07/18/asmus-tietchens-bleiche-brunnen/"> hier </a>besprochenen) Albums „Bleiche Brunnen“ passenderweise von „[m]enschenferne[n] Klänge[n]“.</p>
<p><a href="https://www.forcedexposure.com/Catalog/asmus-tietchens-schatten-ohne-licht-cd/BR.211019CD.html">„The</a> theme of this release deals with a return to a mineral world without any organic species, and therefore uninhabitable for human beings. This very radical dystopia serves as a foil to the six chapters of <span style="text-decoration: underline;">Schatten ohne Licht</span>.“</p>
<p><a href="https://www.contrastate.com/products">@Black Rose Recordings </a></p>
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		<title>SRMEIXNER &amp; BAND OF PAIN – Split (7&#8243;)</title>
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		<pubDate>Wed, 31 Aug 2011 19:33:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Ambient]]></category>
		<category><![CDATA[Band of Pain]]></category>
		<category><![CDATA[Black Rose Recordings]]></category>
		<category><![CDATA[Contrastate]]></category>
		<category><![CDATA[Drone]]></category>
		<category><![CDATA[Field Recordings]]></category>
		<category><![CDATA[SRMeixner]]></category>
		<category><![CDATA[Stephen R. Meixner]]></category>
		<category><![CDATA[Steve Pittis]]></category>

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		<description><![CDATA[Black Rose Recordings ist das Hauslabel der Pestmaskenträger von CONTRASTATE, ein renommiertes Ambient-Industrial-Trio aus dem Vereinigten Königreich, das zugleich zu dessen schärfsten Kritikern zählt. Dieser Tage erreicht mich im schicken Pergamentcover eine schon länger veröffentlichte Single aus dem kleinen Musikverlag, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/08/31/srmeixner-band-of-pain-%e2%80%93-split-7/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Black Rose Recordings ist das Hauslabel der Pestmaskenträger von CONTRASTATE, ein renommiertes Ambient-Industrial-Trio aus dem Vereinigten Königreich, das zugleich zu dessen schärfsten Kritikern zählt. Dieser Tage erreicht mich im schicken Pergamentcover eine schon länger veröffentlichte Single aus dem kleinen Musikverlag, die mit den qualitativen Standards von Drone Records auf Augenhöhe ist.<span id="more-127"></span></p>
<p>Auf der ersten Seite der weißen Vinylscheibe zeigt Stephen R. Meixner, ehemals Mastermind der besagten Band, dass atmosphärische Musik weitgehend elektronischen Ursprungs heute keineswegs abgegriffen klingen muss. Auf circa fünf Minuten zieht das Stück mit dem wohl auf die Machart referierenden Titel “Texture – Montage – Sequence“ den Rezipienten in eine beeindruckende nächtliche Parallelwelt, für deren atmosphärische Ausgestaltung andere mitunter den Zeitrahmen eines Albums benötigen würden. Die Zutaten sind einfach und überschaubar: ein bedrohliches Keyboarddröhnen, Meeresrauschen und ein Froschkonzert, das mich trotz der dunklen Stimmung schmunzeln lässt und so gekonnt verhindert, dass die Wirkung der anderen (im Grunde romantischen) Aspekte ins Klischeehafte abrutschen. Ein weiterer Bruch dankt sich der Bearbeitung, denn die einzelnen Klänge sind in ihrer Gestalt und ihrem Ursprung nie allzu transparent: Für einen Augenblick könnte man das amphibische Quaken für den verfremdeten Klang von Glocken halten und die Brandung für das Tütengeraschel des Nachbarn.</p>
<p>Mit einer flächigen Komposition namens “Tripping in Q“ reist Dirter-Chef Steve Pittis alias BAND OF PAIN den Hörer auf der zweiten Seite aus der aquatischen Sphäre heraus und entführt ihn in die trockene, erdige Welt eines frühmorgendlichen Waldes. Jagdhörner erklingen am Horizont, eher leise, aber vielleicht ist es auch nur das Echo einer Blaskonzertaufnahme aus einem fernen Lautsprecher, das mich daran gemahnt, dass das viel beschworene “Hier und Jetzt“ doch nicht allzu fern ist. Dementsprechend klingt das Stück auch wesentlich metallischer als Meixners Beitrag, zu dem es einen angemessenen, aber nicht zu radikalen Kontrast darstellt.</p>
<p>Die Single ist limitiert auf 250 Exemplare. (U.S.)</p>
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