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	<title>African Paper &#187; Caira Paravel</title>
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		<title>FROZEN WARNINGS: Momentum</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Feb 2026 04:25:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Caira Paravel und Walker Phillips, die auch privat ein Paar sind, sind bereits seit einigen Jahren musikalisch aktiv, sowohl solo mit ihren melancholisch-mystischen  Folkprojekten als auch in diversen Band wie Tabernacle, die britische Folksongs in einer metallischen Schwere neu interpretieren, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2026/02/28/frozen-warnings-momentum/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/02/momentum.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-50129" title="momentum" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/02/momentum-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Caira Paravel und Walker Phillips, die auch privat ein Paar sind, sind bereits seit einigen Jahren musikalisch aktiv, sowohl solo mit ihren melancholisch-mystischen  Folkprojekten als auch in diversen Band wie Tabernacle, die britische Folksongs in einer metallischen Schwere neu interpretieren, und dem verrückten Psychedelic-Projekt The Partridge Family Temple. Jüngst sind sie öfter auch ganz explizit als Duo in Erscheinung getreten und haben in dem Zusammenhang eine Art Sprung, wenn man <span id="more-50128"></span>so will, von den 70ern in die frühen 80er vollzogen, wo sie analoge Synthies für sich entdeckt haben. Ein frühes Lebenszeichen dieser Art war ihre <a title="V.A.: I Think Of Demons – A Tribute to Roky Erickson Vol. 1" href="https://africanpaper.com/2024/08/24/v-a-i-think-of-demons-a-tribute-to-roky-erickson-vol-1/">Interpretation von Roky Ericksons “Night of the Vampire” auf der Compilation &#8220;I think of Demons&#8221;</a>, vor einem Jahr erschien dann eine EP der beiden als Frozen Warnings. Jetzt ist ihr Albumdebüt &#8220;Momentum&#8221; erschienen.</p>
<p>Das Album beginnt ohne Umschweife, das kurze Intro leitet mit hypnotischen Synthiebewegungen nebst Rumpeln und Rauschen direkt in &#8220;Grace of the Lords&#8221; über, das mit einer Melodie aufwartet, die dutzende Deja-vus im Takt greller Stroboskop-Blitze aufblitzen lässt. Fein geschlagene Takte auf einer alten Drummachine bilden das Fundament, während sich eine entrückte Melodie mit tollen, scifi-artigen Hochtönern entfaltet. Caira Paravels melancholischer Gesang, der unabhängig vom jeweiligen Stil immer einen subtilen Hauch von Girly Pop-Appeal transportiert, versetzt das Szenario in eine verzauberte Anderswelt. Der Track ist tanzbar, doch alles – vor allem der Gesang – wirkt, als wäre es unter der dünnen, aber wirkmächtigen Schicht eines schwer zu definierenden Textils verdeckt, was die Entrücktheit noch verstärkt.</p>
<p>&#8220;Coronation&#8221; mit Phillips’ androgyn wirkender Stimme überrascht mit schrägem, synthetischen Klopfen und Kratzen, aus dem sich ein minimaler Synthieakt und Sequenzer winden, die auf einen der legendären &#8220;Banshee&#8221;-Sampler gepasst hätten, bis der Refrain dem Groove und Drive des Tracks noch eine veritable Ohrwurmqualität beigeben. &#8220;Conjuring“ setzt auf verrauschtes Wummern, metallisches Hantieren und rumpelnde Detonationen, die bereits vor den ersten fanfarenartigen Synthieflächen einen bemerkenswerten Groove entwickeln. Eine gesampelte Stimme spricht zwischendurch etwas nur partiell Verständliches (über &#8220;white magic&#8221;?). Der Track ist mehr Disco als Wave, aber trotzdem eines der schrägsten Stücke des Albums. &#8221;Locked Out&#8221; beginnt zunächst mit Walkers geloopter Stimme, die gefühlt endlos den Songtitel wiederholt. Die pulsierenden Beats unterstreichen eine nervöse Grundstimmung, die bestehen bleibt, wenn die beiden im Duett singen. Das Stoische der Stimmen kontrastiert mit der hektischen rhythmischen Kulisse, die mit etwas Fantasie an frühe(re) NON erinnert.</p>
<p>Ein weiterer potenzieller Hit ist &#8220;Formation (Inform Me)&#8221;: flächige Synthies, ein hypnotischer Texteinsatz, der zu großen Teilen aus dem Titel besteht, und Fingerschnipp-Rhythmen, die an zahllose Momente aus der Geschichte der Populärkultur erinnern, treffen aufeinander, während sich die Stimmen von Paravel und Phillips zu einem Zopf verbinden. &#8220;Slouching Through Heaven&#8221; lebt von seinem paradoxen Titel und der aufgewühlten Stimmung. Schnelle, gehetzte Synthiefiguren und stets veränderliches perkussives Hantieren sorgen für eine reizvolle Unsicherheit, aus der sich bis zum Ende des Stücks keine typische Songstruktur zusammenfügt. Die Electro Clash-Nummer &#8220;Static Age&#8221; überrascht mit Paravels heiser krächzenden Stimme und leichten Acid-Halluzinationen, Kommentare zum Zeitgeist scheinen auf &#8220;Citizens&#8221; setzt auf Ironie und Wiederholungen: In ihrer Kontrastierung paradoxe Slogans im Ramones-Stil wie &#8220;I wanna have nothing to say&#8221; und &#8220;I feel it in my skin&#8221; sind zentrale Zeilen, die zwischen Zynismus und Hymne oszillieren. &#8220;God Bless You&#8221; beschließt das Album mit einem schrägen, geloopten Mantra und einem Sound, als hätte man am Rechner den falschen Knopf gedrückt.</p>
<p>Was &#8211; neben der Überraschtheit über die Shapeshifter-Qualitäten der beiden &#8211; bleibt, ist der Eindruck eines ungemein kurzweiligen Albums, dessen Schrägheit seiner Eingängigkeit keinen Abbruch tut und zugleich an vielen Stellen doppelte Böden aufweist, in deren geheimen Hohlräumen Schalk, kühle Düsternis, surreal anmutende Doppelironie und einige andere Qualitäten versteckt liegen, die dem tanzbaren Pop-Appeal des Albums manche würzige Zutat beigeben. Dass sich das Duo ausgerechnet nach einem der alptraumhaftesten Stücke von Nico benannt hat, unterstreicht die Bandbreite, die hier ausbalanciert wird. Manchmal meint man gar, dessen verschwommenes Soundflimmern in den Ritzen der Songs auf &#8220;Momentum&#8221; zu hören. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: God&#8217;s Eye Records</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=4081704974/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>TABERNACLE: II</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Nov 2024 07:24:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Adam Weaver]]></category>
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		<category><![CDATA[Camille Saufley]]></category>
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		<description><![CDATA[Warum betitelt jemand sein Albumdebüt nach er römischen Ziffer II? Vielleicht weil die darin enthaltenen Songs &#8211; zumindest die, die der Verfasser dieser Zeilen kennt &#8211; hier alle ein neues Leben eingehaucht bekommen, und genau das war ja auch von &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/11/09/tabernacle-ii/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/11/Screenshot-2024-11-03-084652.png"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-43483" title="Screenshot 2024-11-03 084652" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/11/Screenshot-2024-11-03-084652-150x150.png" alt="" width="150" height="150" /></a>Warum betitelt jemand sein Albumdebüt nach er römischen Ziffer II? Vielleicht weil die darin enthaltenen Songs &#8211; zumindest die, die der Verfasser dieser Zeilen kennt &#8211; hier alle ein neues Leben eingehaucht bekommen, und genau das war ja auch von Beginn an Programm der kalifornische Band Tabernacle um die Folksolisten Walker Phillips und Caira Paravel, die mit tatkräftiger Unterstützung von Camilla Saufley am Bass und Adam Weaver am Schlagzeug klassische englische <span id="more-43481"></span>Folkballaden in eine laute, wuchtig-doomige und nicht selten schmutzige Space Rock-Existenz überführen: &#8220;Traditional ballads of the British Isles, played loud and heavy&#8221;, wie es in den Worten der Band heißt.</p>
<p>Das nach einer Reihe an kleineren Veröffentlichungen und mit Begeisterung aufgenommenen Konzerten nun digital erschienene Album eröffnet mit einer hartgekochten, doomigen Version des Traditionals „Let No Man Steal Your Thyme“, einer Ballade, die junge Frauen vor dem Verlust ihrer Unschuld an verführerische Ganoven warnt – hier dröhnt der Song mit verzerrten Riffs und jaulenden Gitarrensoli, bevor Paravels klare, helle Stimme einsetzt und dem Track eine fast geisterhafte Note gibt. Die Interpretation channel freilich klassische Versionen wie die von Pentangle aus den späten 60ern, setzt jedoch mit einer unüberhörbaren Schwere einen ganz eigenen Akzent. In &#8220;Grüner Ritter &#8211; wohl eine instrumentale Referenz an die mittelalterliche Legende von Sir Gawain and the Green Knight und, so ehrlich muss ich sein, im Original nicht bekannt &#8211; erschafft die Band ein sphärisches Szenario. Der groovige Einstieg lässt ein bisschen an Adam Weavers Damma Damma-Projekt denken, geht jedoch schnell in den unverkennbaren Sound von Tabernacle über – eine galaktische Tour de Force, das spacige Äquivalent zur Wilden Jagd.</p>
<p>Mit &#8220;Who Killed Cock Robin?&#8221; liefern sie eine aller stonerhaften Schwere zum Trotz entrückte, beinahe außerweltliche Interpretation des bekannten Nursery Rhymes. Der Song nimmt den Hörer auf eine Berg-und-Talfahrt, die <a href="https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/rockpalast/tabernacle-who-killed-cock-robin-100.html">live bereits im WDR-Rockpalast zu sehen war</a> und die Energie der Bühne direkt ins Studio zu übertragen scheint. &#8220;Atomgarten&#8221;, ein weiteres obskures Enigma mit deutschem Titel und nicht das letzte auf dem Album, entfaltet ein hypnotisches Spiel mit dröhnenden Uptempo-Riffs, Trommelwirbeln und flirrenden Synthies – ein instrumentaler Ausflug in ein Reich pulsierender Rhythmen. &#8220;Four Loom Weaver&#8221;, eine Ballade über Hunger und Armut aus dem England des 19. Jahrhunderts und in den späten 50ern prominent von Ewan McColl interpetiert, besticht durch ein eindringliches Duett von Caira und Walker, das der Verzweiflung und dem Schmerz des Textes etwas beinahe Tröstliches zur Seite stellt.</p>
<p>Das kurze Interludium &#8220;Zsch&#8221; entfaltet eine perkussive, lärmige Szene, in der die Instrumente fast schon onomatopoetisch den Titel nachzuahmen scheinen. Das folgende &#8220;Alison Gross&#8221; erzählt die düstere Geschichte der &#8220;hässlichsten Hexe des Nordlandes&#8221;, die einen Mann in eine unheimliche Kreatur verwandelt, weil der ihre Avancen verschmäht. Die düstere, schleppende und gleichzeitig mitreißende Version Tabernacles kehren auch musikalisch eine abgründige Seite hervor, die in Steeleye Spans klassischer Version bereits latent spürbar war. Mit &#8220;Earl Richard&#8221;, das auf fließenden, mit Setar-Klängen angereichrten Akustikgitarrenornamenten basiert, wird es folkiger, Paravels Gesang schwebt lieblich über der Melodie, und der Song entfaltet eine anmutige Atmosphäre, die an die Version von Tim Hart und Maddy Prior erinnert, zugleich aber von der Schwere durchdrungen ist, die in einer fiktiven Welt vielleicht jemand wie Rose MacDowall dem Song gegeben hätte.</p>
<p>&#8220;Dinge von der Messe&#8221; könnte damit nicht stärker kontrastieren und präsentiert ein verstörendes Klangbild, das mit hämmerndem Rattern und breiigen Gitarren ein düsteres Soundgemälde voller Stakkato-Rhythmen und rauem Freakout entstehen lässt. Am Ende durchzieht ein nostalgischer Synthieklang die Szenerie und bietet so die Möglichkeit eines etwas leichteren Nachklangs. &#8220;Son David&#8221; berührt durch eine melodische Intensität, die durch Pathos und kleine Tempowechsel dramatisch verstärkt wird. Die traditionelle Ballade über einen blutigen Familienzwist wirkt hier wie ein Monolog, der aus der Tiefe hervordringt und und einen mehr und mehr in genau diese Tiefe zieht.</p>
<p>Abschließend entführt &#8220;Aus&#8221; in ein schmutzig verzerrtes, hörspielartiges Tableau, das am Ende für einen kurzen Moment noch einmal einen Hauch von Melodie durchschimmern lässt – ein perfekter Abschluss für eine musikalische Reise durch allerlei archaische Geschichten, die in ganz ungewohnten Klangfarben aufleben und somit im vielleicht lebendigsten Sinne bewahrt werden.</p>
<p><strong>Label: <a href="https://open.spotify.com/intl-de/album/0rw5UMCArBnjLxP99dTMUY">God&#8217;s Eye Records</a></strong></p>
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		<title>V.A.: I Think Of Demons &#8211; A Tribute to Roky Erickson Vol. 1</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Aug 2024 00:33:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Manchmal kommt zusammen was zusammenkommen muss. Das von dem Oberhausener Enko Landmann betriebene Label Gruselthon feierte seit Beginn seiner Aktivitäten nicht nur die unterschiedlichsten Spielarten abwegiger Musik, sondern auch allerhand finstere Gestalten, die unsere fantastischen Tag- und Albträume heimsuchen und &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/08/24/v-a-i-think-of-demons-a-tribute-to-roky-erickson-vol-1/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/08/itod.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-42041" title="itod" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/08/itod-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Manchmal kommt zusammen was zusammenkommen muss. Das von dem Oberhausener Enko Landmann betriebene Label Gruselthon feierte seit Beginn seiner Aktivitäten nicht nur die unterschiedlichsten Spielarten abwegiger Musik, sondern auch allerhand finstere Gestalten, die unsere fantastischen Tag- und Albträume heimsuchen und den kreativeren Teil der Menschheit bereits zu unzähligen Romanen, Filmen, Comics und Platten inspirierten. <span id="more-42039"></span>Keinesweg wunderte es mich dann vor einigen Monaten zu erfahren, dass der Kurator auch ein glühender Fan des legendären texanischen Sängers, Gitarristen und Songschreibers Roky Erickson ist, der bereits in den 60ern mit seiner Band 13th Floor Elevators Musikgeschichte schrieb und nach deren Auflösung solo und in verschiedenen Konstellationen weiterhin großartige Alben aufnahm.</p>
<p>Erickson zählte mit besagter Combo zu den maßgeblichen Begründern dessen, was als Psychedelic Rock in die Annalen der Musikgeschichte eingehen sollte. Viele der auf den drei regulären Alben, v.a. aber auf dem bahnbrechenden Debüt &#8220;The Psychedelic Sounds Of The 13th Floor Elevators&#8221; vertretenen Songs muten für ein paar Sekunden wie angenehm hörbare, mit viel Rhythm &amp; Blues-eingefärbte Beatmusik an, bis die kleinen Störfaktoren, für die der eine oder andere schon das passende Ohr haben mag, die bei vielen aber noch für einige Momente der Verdrängung anheimfallen, immer deutlicher werden und bald unüberhörbar an die Oberfläche dringen. Garagige Omen eines schnoddrigen Protopunk, zerfletterte Kompositionsstrukturen, trippiges Tremolo allenthalben, schwindelerregende dionysische Dröhnung, die u.a. dem basswummernden Einsatz eines elektrifizierten Jug zu verdanken war, und vor allem die Signatur eines Getriebenen in den intensiven, wandlungsvollen Vocals des Frontmannes erhoben die 13th Floor Elevators von Beginn an über die Doors und Jefferson Airplanes dieser Welt und machten ihren Konsum für viele zu einer reizvoll riskanten Angelegenheit.</p>
<p>Auch wenn neunmalkluge Berufsdenker den Autor an sich seit Jahrzehnten bereits für tot zu erklären versuchen, kann man die Abgründigkeit der musikalischen Trips dieser Band nicht ohne die Persönlichkeit ihres Sängers und Chefideologen betrachten. Erickson war wahrscheinlich das, was man heute eine hochsensible Persönlichkeit nennen würde, und sein schonungsloser Umgang mit den Potenzialen seines Geistes und recht bald auch mit Substanzen aller Art brachten ihn über kurz oder lang an die Grenze zur Psychose und zeitweise wohl ein paar Schritte darüber hinaus. So verbrachte er dann auch immer wieder gewisse Zeiten in Kliniken und Besserungsanstalten und vor allem auch für Jahre in relativer Zurückgezogenheit, in der nur seine fürsorgliche Mutter und einige wenige Freunde persönlichen Zugang zu ihm hatten.</p>
<p>Für seine Musik hatten diese Persönlichkeitszüge gute und schlechte Auswirkungen, die zu beurteilen auch immer von den Geschmacksfragen des jeweiligen Publikums abhängen. Oft kam es mit seinen Kollegen zu getrennten Wegen und gerade in Zeiten nach den Elevators gab es zahlreiche stilistische Brüche. In weniger erschöpften Zuständen hätte es vielleicht noch mehr Musik gegeben, doch die Abgründigkeit und fantasievolle Natur seiner Musik profitierten in jedem Fall von den Richtungen, die sein Leben nahm (während ein anderer Bandkollege musikalisch verstummte und später Karriere bei Scientology machte, doch das ist freilich eine andere Story). Die unberechenbaren Stimmen und Nachtgesichte in seinem Kopf flossen in reichhaltigen Bildern in die Texte gerade seines Solowerks, dabei bediente er sich eines Arsenals an Figuren, die er Filmen und Büchern entlehnte: Vampire, Dämonen, Geister, Teufel, Aliens, hybride Kreaturen und Mutanten, und dann der immer wieder gefühlt im Minutentakt zwischen Himmel und Hölle hin und her springende Hop Scotch des vielleicht mysteriösesten aller Bewusstseinszustände, nämlich der Liebe, die oft fälschlicherweise als Gefühl bezeichnet wird.</p>
<p>Mit dem Tribute &#8220;I Think of Demons&#8221;, das den hoffnungsfroh stimmenden Zusatz &#8220;Vol. 1&#8243; trägt, setzt Gruselton dem Genie dieses Musikers ein kreatives Denkmal, welches darüber hinaus auch einige der wichtigsten musikalischen Acts aus dem Umfeld des Labels zusammenbringt – plus einige Künstler, deren Werk Landmann bisher aus der Ferne bewunderte. Das Resultat ist beachtlich, und eine der Qualitäten, die gleich in den ersten Minuten des ersten Hördurchgangs auffallen, ist die Bandbreite hinsichtlich der Entscheidungen, wie nah bzw. fern sich die beteiligten Acts an dem Originalmaterial bewegen wollten. Die folgende, gezielt auf Abwechslung setzende Anordnung der einzelnen Beiträge leistet diesem Eindruck freilich Vorschub.</p>
<p>Das mir bislang unbekannte Projekt BAR eröffnet die Sammlung gleich mit einem Gassenhauer, nämlich dem Titeltrack des Mitte der 80er erschienenen Soloalbums &#8220;Clear Night for Love&#8221;, und schaltet bei dem sehr eingängigen beschwingten Stück mit seinen vulnerablen Untertönen ein oder zwei Gänge herunter – der Song könnte in der Version wunderbar den Abspann eines Films untermalen. Eher auf Transformation setzen die vielen unserer Leser wohl bekannten Bostoner Violet Nox: Wie interessanterweise die meisten Beteiligten wählten die futuristischen Psych-Elektroniker mit &#8220;Stand for the Fire Demon&#8221; einen Song des ebenfalls aus den 80ern stammenden Roky Erickson and the Aliens-Albums &#8220;The Evil One&#8221;, dessen von Ericksons gepresster Stimme und einem zünftigen Hardrocksound geprägten Stil sie in eine ergreifend sehnsuchtsvolle Synthienummer verwandeln, die wie aus einem verhallten,  nebelverhangenen Club herübergeweht scheint und dabei das Nokturnale unangetastet lässt. Würde man das Original nicht kennen, könnte man den Song glatt für einen ihrer eigenen halten, und sollte jemals jemand die Zeitmaschine erfinden, so sollte man die Version wie sie ist in die besten Clubs der 80er verpflanzen, sie wäre ein Höhepunkt in jeder dunklen Tanzveranstaltung.</p>
<p>Während sich Los Buerlecitiños wieder recht nah am Original bewegen, und einem der bekanntesten Klassiker der Elevators, dem ratternden, wusseligen und von Verzweiflung getriebenen Abgesang auf eine unbalancierte Liebe &#8220;You&#8217;re gonna miss me&#8221; ein Denkmal setzen, überführt Allysen Callery das in seinem akustischen Strumming und der endlos anmutenden Repetition des Titels beschwöhrend anmutende 86er Solostück &#8220;I am&#8221; in das Dämmerlicht eines spukhaften Neuengland, wo der Teufel sich zwischen dem sanften Finger Style und dem traumwandlerischen Gesang gerade so gut zu verstecken weiß wie er will. Birds That Change Colour nehmen sich mit &#8220;Don&#8217;t Fall Down&#8221; einen Elevatorsklassiker vor und heben dessen exzentrische Details noch deutlicher hervor, Fenton Weills dagegen spielen das unglaublich aufwühlende &#8220;Roller Coaster&#8221; vom Debüt etwas dumpfer, kauziger und zugleich introvertierter, besonders stark wirkt hier der Kontrast zwischen federleichten Takten und kernigem Saitenspiel. Die Nürnberger Garage Psych-Rocker Shiney Gnomes wissen besonders die Melancholie aus dem 69er &#8220;May the Circle Remain Unbroken&#8221; mit seinem sensiblen Gesang vor zerfleddderter Klangkulisse herauszukitzeln.</p>
<p>Weiter geht&#8217;s mit zwei weiteren Stücken vom &#8220;The Evil One&#8221;-Album. Mit berührenden Streichern, ätzenden Saiten, einem aufgeweckt klingelnden Banjo und vor allem dem feierlichen Pathos eines stark in den Vordergrund gemischten Gesangs demonstrieren die Hamburger Newcomer Giant Crow, wie viel Drama in dem Song &#8220;If you have Ghosts&#8221; mit seinen im Original kraftvollen Rockriffs steckt, einem eindringlichen Stück über den Reichtum der Besessenheit &#8211; kein schlechtes Thema für all jene, die sich wie der Verfasser dieser Zeilen für eine hanseatische Antwort auf den sogenannten Denver Sound begeistern können. Die Cosmic Kangaroos, bei denen ein Frosch, eine bewaffnete Gangsterbraut und einer der Marx Brothers am Werk sind, haben sich &#8220;Creature with the Atom Brain&#8221; vorgenommen, im Original ein Paradebeispiel für den abgründigen nächtlichen Bikerrock des Erickson der 80er. Ohne sich allzu stark von diesem zu entfernen, schlagen die Kängurus in ihrer Interpretation die Brücke zum klassischen Elevators-Feeling, in dem sie den Song besonders psychedelisch kratzen, piepen, orgeln, jaulen und klingeln lassen.</p>
<p>Im finalen Drittel der Sammlung dominieren &#8211; abgesehen von Aeon Crypt mit ihrer staubig schleppenden und dennoch die klanglichen Kontraste stark konturierenden Doom-Stoner-Hardrock-Version von &#8220;Two Headed Dog&#8221;– die filigraneren Töne und lassen wahrscheinlich viele Leser unseres Magazins besonders auf ihre Kosten kommen. Da wäre zum einen die originelle Interpretation des (ebenfalls wieder vom besagten 80er Album stammenden) &#8220;Night of the Vampire&#8221; von keinen Geringeren als Walker Philips und Caira Paraval, die privat ein Paar sind und neben ihren Soloarbeiten noch zusammen in der Band Tabernacle spielen. Im Gegensatz zu ihrem ansonsten eher akustisch dominierten Acid Folk gehen die beiden hier mit nostalgischen Synthies zu Werke. Griffige kreisende Klangflächen, unterschwellige Dröhnung, Eispickelbeats, männlich-weiblicher Gesang und markerschütternde Schreie, die direkt aus einem Film von Mario Bava gefallen sein könnten, machen hier aus der energischen Rocknummer ein ganz anderes Stück. Ein weiteres besonderes Highlight ist Kristine Jungs originelle Interpretation des kraftvollen Nachtstücks &#8220;Cold Night For Alligators&#8221;, dem sie mit fragilem Gesang, Kinderstimmen, einer versteckten instrumentellen Opulenz und v.a. einer leisen, unprätentiösen Beiläufigkeit gerade eine besondere Intensität verleiht.</p>
<p>Den Abspann bestreitet dann Adam Geoffrey Cole alias Trappist Afterland, dessen neues Album bald in den Startlöchern stehen wird. Und da sich für ein gutes Finale kaum etwas besser eignet als ein Song, der mit wenigen Mitteln ganz großes sagt, hat er &#8220;Mighty is our Love&#8221; vom den 87er &#8220;Holiday Inn&#8221;-Tapes. Dem fisselig-improvisiert wirkenden Strumming aus locker gespannten Saiten und dem berührenden Text stellt er zusätzlich auch durch seinen sensibel tremolierenden Stimmeinsatz eine versöhnende Note zur Seite, die niemanden kalt lassen sollte. Mein Fazit ist kurz und besagt, dass diese gelungene Anthologie &#8211; mit Vorfreude auf Teil 2 &#8211; ein wunderbarer Anlass ist, den Ericksonkosmos kennen zu lernen und obendrein mehr als zwei Handvoll Acts, deren Oeuvres einen mehr als soliden Kern einer &#8220;neopsychedelischen&#8221; Plattensammlung bilden können. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Gruselthon</strong></p>
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		<title>We&#8217;re keeping it alive. Just singing it in our voice: Ein Interview mit Walker Phillips, Tabernacle</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Jul 2023 03:21:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Caira Paravel]]></category>
		<category><![CDATA[Camille Safley]]></category>
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		<description><![CDATA[Vor einigen Jahren erschien mit Walker Phillips&#8216; „My Love Sunday“ wie aus dem Nichts ein beeindruckendes Folkalbum: „Walker Phillips schaut auf dem Cover als melancholischer Hippie so aus, als sei mit einer Zeitmaschine aus dem Haight- Ashbury der 60er gekommen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/07/15/were-keeping-it-alive-just-singing-it-in-our-voice-ein-interview-mit-walker-phillips-tabernacle/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/07/Walker-Caia.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-36434" title="Walker Caia" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/07/Walker-Caia-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a> </strong></em><strong>Vor einigen Jahren erschien mit <a href="http://africanpaper.com/tag/walker-phillips/">Walker Phillips</a>&#8216; <a href="http://africanpaper.com/2018/12/15/walker-phillips-my-love-sunday/">„My Love Sunday“</a> wie aus dem Nichts ein beeindruckendes Folkalbum: „Walker Phillips schaut auf dem Cover als melancholischer Hippie so aus, als sei mit einer Zeitmaschine aus dem Haight- Ashbury der 60er gekommen – vielleicht hat er aber auch gerade bei Lord Summerisle vorbeigeschaut&#8221;, konnte man<a href="http://africanpaper.com/2018/12/15/walker-phillips-my-love-sunday/"> hier</a> lesen. Jüngst erschien der Nachfolger <a href="http://africanpaper.com/2023/04/22/walker-phillips-gods-eye/">„God&#8217;s Eye“</a>, auf dem Phillips leichter und unbeschwerter klingt.</strong><strong> <strong> Kürzlich steuerte er noch Sitar <span id="more-36244"></span>zu Adam Coles Album <a href=" http://africanpaper.com/2023/03/25/adam-geoffrey-cole-anthony-cornish-the-cellophane-sea/">„The Cellophane Sea“</a></strong><strong> bei. </strong>Neben seinen Soloarbeiten spielt Philipps zusammen mit seiner Frau<a href="https://cairaparavel.bandcamp.com/album/mirror-mirror"> Caira Paravel</a> bei Tabernacle, einer Band, die ausschließlich britische Folksongs im Gewand des Rock &#8216;n&#8217; Roll spielt. Anlässlich ihres Auftritts beim Freak Valley-Festival traf ich nach ihrem Auftritt Walker und Caira.</strong></p>
<p><strong><a title="We’re keeping it alive. Just singing it in our voice: Interview with Walker Phillips, Tabernacle" href="http://africanpaper.com/2023/07/15/were-keeping-it-alive-just-singing-it-in-our-voice-interview-with-walker-phillips-tabernacle/">English Version</a></strong></p>
<p><strong></strong><em style="font-weight: 300;"><strong>Lass uns vielleicht mit einer etwas profanen Frage beginnen. Wie kam es dazu, dass ihr euch als Tabernacle dazu entschieden habt, Folksongs auf diese elektronische Art aufzunehmen?</strong></em></p>
<p><strong><!--more--></strong></p>
<p><strong></strong>Ich muss zuerst mal fragen, was du damit meinst, dass das profan ist.</p>
<p><em><strong>Oh, im Grunde nur weil es eine Frage danach ist, wie alles angefangen hat, so hatte ich es gemeint. </strong></em></p>
<p>Ich habe das nicht negativ gemeint, ich war nur neugierig, denn die Beziehung zwischen dem Heiligen und dem Profanen ist etwas, über das ich lange Zeit nachgedacht habe. <a href="http://africanpaper.com/tag/tabernacle/">Tabernacle</a>, <a href="http://africanpaper.com/tag/caira-paravel/">Caira</a> und<a href="http://africanpaper.com/?s=walker+phillips"> ich</a>, wir singen diese britischen Folksongs schon seit langem unabhängig voneinander und gemeinsam, und ich sage das oft, die traditionelle Art, ein Lied zu singen, ist a cappella, vielleicht mit einer Vokalharmonie, aber wenn man in Bars und Clubs spielt, will niemand sechzehn Strophen a cappella hören. Es muss einfach ein Publikum fesseln. Wir sind beide mit Heavy Metal und vor allem mit Heavy Rock &#8216;n&#8217; Roll der späten 60er und frühen 70er Jahre aufgewachsen, und wir liebten es, diese Songs immer wieder zu spielen, und wenn wir die Verstärker nur laut genug aufdrehten, konnten wir diese Songs spielen und die Leute hörten zu. So begannen wir damit, und es wurde zu einer Übung, wie man die Songs, die Geschichte der Ballade, beibehalten und musikalisch neu arrangieren kann, um diese Songs zu bewahren. Ich meine, das sind Lieder, die von Generation zu Generation weitergegeben werden und die es schon seit Hunderten von Jahren gibt. So viele Menschen, die Tabernacle hören, würden diese Lieder sonst nicht kennen. Man kann diese Leute erreichen, und wenn sie Tabernacle mögen, dann fangen sie vielleicht an, zurückzublicken und finden ihren Martin Carthy und dann finden sie A. L. Lloyd und dann gehen sie zurück und zurück, versuchen einfach, die Tradition am Leben zu erhalten.</p>
<p><em><strong>Du sagst, dass du dich von der Musik aus dieser Zeit angezogen fühlst. Vor einigen Jahren gab es dieses Buch von Rob Young, &#8220;Electric Eden&#8221;, über die psychedelische Musik Großbritanniens. Würdest du sagen, dass es in der Vergangenheit eine Art ideale oder idealisierte Periode gab?</strong></em></p>
<p>Ich glaube, es gab zwei Möglichkeiten, diese Art von Musik zu entdecken: Die erste war, wie Sie wahrscheinlich wissen, The Incredible String Band. Sie hatten diesen Einfluss auf mich und ich wollte verstehen &#8211; das habe ich bei vielen Künstlern getan &#8211; ich wollte versuchen zu verstehen, woher ihre Stimme kommt. Das ist ein Teil der Erforschung der britischen Folkmusik und der Versuch zu verstehen, was sie gehört haben könnten, was ihre Eltern gespielt haben: Alan Lomax, vielleicht haben sie auch Ewan MacColl oder so gehört, und Shirley Collins. Und man bekommt diese Lieder, wenn man Shirley Collins hört. Und ich wollte ein bisschen die Geschichte erforschen, was diese Künstler, die uns beeinflusst haben, beeinflusst hat. Und als ich dann anfing, diese Lieder zu singen, sagte mein Vater: &#8220;Oh, das Lied kenne ich. Deine Urgroßmutter hat dieses Lied immer gesungen.&#8221; Denn meine Familie kam aus Wales und Irland in die Hügel von North Carolina, in die Appalachen. Und so gab es diese Lieder tatsächlich in meiner Familie, in der Geschichte meiner Urgroßmutter, die diese Lieder sang, die sie von ihrer Mutter gelernt hatte. Wie sich herausstellte, war es also ganz natürlich. Irgendwo tief im Unterbewusstsein waren mir diese Lieder bereits vertraut. Es gibt viele Worte und viele Strophen. Ich brauche überhaupt keine Zeit, um sie aufzuschnappen. Das ist ganz natürlich. Es ist Musik, die mir im Blut liegt.</p>
<p><em><strong>Kommen wir zu deinem zweiten Album, deinem Soloalbum. Denn darauf ist eine Version von &#8220;The Song of Salomon&#8221; zu hören. </strong></em></p>
<p>Ja.</p>
<p><em><strong>Und viele, viele Bands haben dieses Lied gespielt, zum Beispiel Current 93. </strong></em></p>
<p>Oh, wirklich?</p>
<p><em><strong>Ja, auf einer EP. Außerdem eine zeitgenössische amerikanische Band namens Stone Breath.</strong></em></p>
<p>Das ist interessant.<strong></strong></p>
<p>Deine Version ist übrigens großartig.</p>
<p>Danke dir. Es ist von Clive Palmer. Schöne Texte, weißt du. Ich mag Religion im Allgemeinen. Und Gott. Das sind Dinge, auf die ich wirklich stehe. Ich liebe biblische Literatur und Poesie.</p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/Wi2NjHTeX_g" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><em><strong>Ich erinnere mich, dass ich auf eurer Bandcamp-Seite gelesen habe, dass in einem anderen Universum Tony Iommi von Black Sabbath bei einer anderen Version von Jefferson Airplane eingestiegen ist, und dabei kam dann Tabernacle heraus.</strong></em></p>
<p><em>Lacht </em></p>
<p><em><strong>Denkst du das ist eine passende Beschreibung für Tabernacle? </strong></em></p>
<p><em>Lacht</em></p>
<p>Ich denke, Jefferson Airplane vielleicht nicht so sehr. Auf jeden Fall Tony Iommi. Er ist ein großer Einfluss. Black Sabbath hatte einen Einfluss auf uns und ich hoffe, dass die Gegenüberstellung funktioniert; eine Million Bands spielen Black Sabbath, die Folksongs sind wichtiger. Und dann macht es einfach Spaß, schweren Rock `n`Roll zu spielen, weil das etwas ist, mit dem ich aufgewachsen bin.</p>
<p>Caira: Es geht darum, diese Lieder im Sound ihrer Zeit zu spielen. Die Übersetzung, die sie mit jeder Generation durchlaufen. Das ist unser Ausdruck.</p>
<p>Das stimmt. Das ist sehr wahr. Diese Lieder gibt es seit Hunderten von Jahren, und man findet dieselben Lieder in regionalen Dialekten in verschiedenen Ländern, und im Laufe der Zeit ändern sich die Melodien und die Art, wie sie vorgetragen werden. Wir singen sie einfach mit unserer Stimme, mit einer Stimme, die wie heute klingt.</p>
<p><em><strong>Vor einigen Minuten erwähntest du Shirley Collins und Alan Lomax. Sie hat gerade ein neues Album veröffentlicht, das dritte in vier oder fünf Jahren, nachdem es jahrzehntelang still gewesen war. Was hhälst du von ihrer Art, sich dem Folk zu nähern? </strong></em></p>
<p>Ich nehme an, ich kann nicht viel sagen, was nicht schon über sie und ihre Stimme und ihre Bedeutung und die Art und Weise, wie sie an die Songs herangeht, und die Arrangements von Dolly, ihrer Schwester, und einige der anderen Alben, an denen Dolly mitgearbeitet hat, wie bei The Young Tradition, wo sie einige Arrangements gemacht hat. Dolly war unglaublich begabt. Die beiden zusammen waren etwas Besonderes, und es überrascht mich nicht, dass Shirley immer noch Lieder singt. Tatsächlich spielen wir am Montagabend in Hastings und wir dachten daran, ihr vielleicht eine E-Mail zu schicken, um zu fragen, ob sie in den Pub kommen und einige dieser Lieder hören möchte. Ich weiß nicht, ob es sie beleidigen würde oder ob es ihr Spaß machen würde.</p>
<p><em><strong>Ich habe sie live gesehen, als sie auf die Bühne zurückkehrte und einige Lieder vor Current 93 spielte. Es war großartig. </strong></em></p>
<p>Das ist unglaublich. Wann war das?</p>
<p><em><strong>Vor ein paar Jahren, vielleicht 2014. </strong></em></p>
<p>Ja, ich denke, wir werden ihr eine Nachricht schicken und sagen: &#8220;Wenn Sie vielleicht Ihre Ohrstöpsel mitbringen wollen&#8221;.</p>
<p><em>Lachen</em></p>
<p>Caira: Unter den Songs, die wir spielen, ist auch ihr &#8220;Bad Girl&#8221;.</p>
<p>Ja, wir haben es heute nicht gespielt, aber wir spielen eine Version von &#8220;Bad Girl&#8221;, die auf der Version basiert, die sie mit David Graham aufgenommen hat, und dann spielen wir auch unsere Version von &#8220;Barbara Allen&#8221;, einem der bekanntesten britischen Folksongs. Es basiert melodisch auf ihrer Version, und den Text haben wir von Jean Richie übernommen. Es ist also eine Art Mischung aus Jean Richies Text und der Melodie von Shirley.</p>
<p><em><strong>Gibt es Pläne, ein Tabernacle-Album in voller Länge aufzunehmen?</strong></em></p>
<p>Ja. Es wird daran gearbeitet und wir haben schon einige Fortschritte gemacht. Ich denke, wenn wir nach dieser Tournee zurückkommen, werden wir uns ins Studio setzen und hoffen, es bis zum Ende des Sommers fertig zu haben. So schnell wie möglich, und dann kommen wir im nächsten Frühjahr zurück und machen das Ganze noch einmal, vielleicht mit mehr Terminen.</p>
<p><em><strong>Wird das Album auf deinem eigenen Label erscheinen?</strong></em></p>
<p>Ich glaube nicht auf meinem Label. Wahrscheinlich auf einem anderen. Ich habe mit ein paar gesprochen. Wir werden sehen.</p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/ZXitsbYs5Dg" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><em><strong>Was deine Soloaufnahmen angeht&#8230; in meiner Rezension habe ich dein erstes und zweites Album verglichen und musste an William Blakes &#8220;Songs of Innocence and Experience&#8221; denken, aber die Erfahrung schien das erste Album zu sein und die Unschuld das zweite.</strong></em></p>
<p><strong></strong>Was für eine tolle Art, darüber nachzudenken. Übrigens, kennst du die Platte, auf der Alan Ginsberg singt&#8230;?</p>
<p><em><strong>Ich habe die CD. </strong></em></p>
<p>Was für ein fantastisches Album das ist. Und Don Cherry ist darauf zu hören. Ich denke, du hast Recht. Das erste Album war ein bisschen düster, und ich glaube, ich habe in meinem Leben viele düstere Stimmungen erlebt, wozu ich in meinem ganzen Leben neigte. Aber aus irgendeinem Grund, und das war nicht beabsichtigt, denke ich, dass das neue Album viel unbeschwerter ist. Natürlich habe ich ihr (zeigt auf Caira) Lachen getroffen, und das hat etwas mehr Freude gebracht &#8211; aber es ist nicht so, dass ich meine dunklen Stimmungen nicht hätte. Ich denke, du hast völlig Recht. Es ist die richtige Beobachtung, es ist heller, nicht absichtlich, es ist einfach das, was mir durch den Kopf ging.</p>
<p><em><strong>Ich glaube, das Label hat Donovan als Referenz genannt. Die leichtere Stimmung erinnerte mich auch an Bands wie The Beach Boys. Ist das etwas, auf das du dich beziehen kannst? </strong></em></p>
<p>Donnerwetter. Ich liebe sie. Ich liebe die Beach Boys. Um ehrlich zu sein: Es gibt gar nicht so viel Musik, die 1970 oder davor aufgenommen wurde, die ich nicht mag. Vieles davon gefällt mir sehr, sehr gut. Es gibt einen Sound, den die aufgenommene Musik später hat, und ich liebe Punk und ich liebe Heavy Metal, aber es gibt einen Sound, den die Musik annimmt: diese Art von sauberer Aufnahmetechnik mit Computern und all diesen Dingen. Ich identifiziere mich nicht sehr stark damit. Alles aus den 60er Jahren klingt für mich wie ein goldener Heiligenschein der Magie. Ich liebe die Beach Boys, aber nicht als bewussten Einfluss auf dieses Album, aber ich denke, auch die Songs auf diesem Album sind einfach. Beim ersten Album weiß ich nicht, ob sie so gut waren wie die Songs, im Sinne von Songwriting. Ich denke, dass sie ehrgeizig waren, aber auf dem neuen Album sind die Songs besser ausgearbeitet, bessere Songs.</p>
<p><em><strong>Ich glaube, du hast geschrieben, dass du viel altes Equipment benutzt hast. Wie wichtig ist das, um die Songs einzufangen? </strong></em></p>
<p>Das ist sehr wichtig. Ich nehme auch viel für andere Künstler auf, und es sind Künstler, die diesen Sound wollen, die immer auf Band arbeiten. Irgendwann wurde mir klar, dass das, was ich an der Musik aus dieser Zeit so sehr mochte, der Klang war. Wahrscheinlich kann man diesem Klang auf einem Computer ziemlich nahe kommen, und ich bin sicher, dass einige Leute das auch tun, aber der Unterschied liegt meiner Meinung nach nicht nur im Klang des Mediums, wie Tonband oder Computer, sondern in der Art und Weise, wie man damit arbeitet. Beim Tonband muss man Entscheidungen treffen, man hat weniger Takes, weniger Möglichkeiten, man muss mit einer Rasierklinge schneiden. Das ist eine große Verpflichtung. Es hat mehr Schwächen. Ich könnte niemals eine Platte auf einem Computer machen, das sage ich Ihnen. Man hat all diese zusätzlichen Spuren und verbringt Stunden damit, zu überlegen, welche Aufnahme man verwenden soll. Das ist für mich schrecklich.</p>
<p><em><strong>Was hat dich dazu bewogen, diesen ziemlich langen Track auf der zweiten Seite zu schreiben?</strong></em></p>
<p>Als ich besser wurde beim Aufnehmen auf Band, ist eines der Dinge, die ich wirklich genieße, einfach die Körperlichkeit des Zerschneidens von Band. Auf dem ersten Album gab es einige Tonbandschleifen und eine Art von Collagen und andere Dinge, aber als ich besser darin wurde, hörte ich auch [Miles Davis'] &#8220;Bitches Brew&#8221; sehr oft, und ich habe dieses Album immer sehr geschätzt, aber als ich hörte, wie es zusammengeschnitten wurde, dachte ich, es könnte eine Herausforderung sein, ein Tonband zu rollen und ein ganzes Band aufzunehmen, und die eigentliche Komposition wird dann später passieren. Einfach spielen und später mit der Rasierklinge in einem Raum stundenlang schneiden und alles zusammensetzen. Ich habe irgendwo gelesen, dass &#8220;Bitches Brew&#8221; über fünfzig Bearbeitungen hatte oder so etwas in der Art, und so habe ich angefangen zu zählen, als ich anfing, und ich kam auf fünfundfünfzig oder sechzig, und ich war noch nicht einmal zur Hälfte fertig. Ich bin glücklich damit, es ist nicht perfekt.</p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/ceH8V4Ia2kU" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><em><strong>Ich glaube, du hast das Album vor etwa zwei Jahren angekündigt, und dann ist es von deiner Bandcamp-Seite verschwunden.</strong></em></p>
<p>Als es um die Pandemie ging, hatte ich diese Songs und sagte mir, ich habe genug für ein Album, und die Band spielt nicht, also lass mich diese Songs zusammenstellen. Ich werde einfach ein digitales Album machen. Man muss die alten Songs rausbringen, damit die neuen durchkommen. Und sobald ich das tat, waren die Leute sehr enttäuscht, sie sagten: &#8220;Hey, wir können nicht glauben, dass du das nicht auf Vinyl machst.&#8221; Und dann meldete sich <a href="http://africanpaper.com/tag/guerssen-records/">Guerssen</a>, die Plattenfirma, und sagte: &#8220;Wir haben gehört, dass du ein neues Album hast, und wir werden es auf Vinyl machen.&#8221; Ich habe dann ganz schnell alles aufgeschrieben. Von da an war es nur noch meine eigene Verzögerung mit dem Pandemie-Kram und der Fertigstellung des Artworks. Es war keine Verzögerung von Seiten Guerssens. In diesen zwei Jahren habe ich einfach die Kurve gekriegt.</p>
<p><em><strong>Heutzutage ist es so verrückt, Vinyl zu veröffentlichen. Kleine Labels haben noch Vinyl herausgebracht, als sich niemand darum scherte, und jetzt bringen alle großen Labels wieder Vinyl heraus.</strong></em></p>
<p>Das erste Album habe ich selbst herausgebracht. Es war sehr, sehr teuer. Es war ein Kopfschmerz nach dem anderen. Der erste Schnitt klang nicht gut. Sie machten Fehler, und so musste ich zurückgehen und mich mit den Leuten streiten. Das war so anstrengend. Beim zweiten Mal sagte ich mir, ich mache es einfach digital, und dann meldete sich Guerssen, und ich dachte, wenn ich mich nicht mit all dem Unsinn herumschlagen muss, ist das toll. Sie haben wunderbare Arbeit geleistet, es klingt großartig. Es sieht wunderschön aus.</p>
<p><em><strong>Meine Kinder mögen das Artwork und die Farbe des Albums.</strong></em></p>
<p>Das ist fantastisch. Das Artwork ist sehr poppig. Leonardo Casas ist der Künstler. Er ist Chilene. Er hat das Artwork für The Partridge Family Temple gemacht, ich bin schon seit langer, langer Zeit Mitglied des Partridge Family Temple. Oh, das wird eine lange Antwort werden. Ich hatte den Song &#8220;God&#8217;s Eye&#8221;, den ich geschrieben hatte, und &#8220;God&#8217;s Eye&#8221; entstand, als ich sie [Caira] traf, weil sie eines in ihrem Zimmer hängen hatte. Und ich dachte, &#8220;God&#8217;s Eye&#8221;, als jemand, der auf Gott steht, dachte ich, das ist das Schönste, und ich habe den Song fast sofort geschrieben, und nachdem ich den Song geschrieben hatte, war ich einfach verliebt in diesen Ausdruck, und ich hatte Leos Kunstwerk vor Jahren gesehen und dachte, das ist das perfekte Ding: Es ist nur, dass ich keinen Namen haben will. Es ist ein eindrucksvolles Bild. Es sind die Rebhühner. Wenn man sich das Bild ansieht, ist es die Partridge Family, und es sieht aus wie eine Art CBS-Logo. Jedenfalls ist es ein wunderschönes Kunstwerk, und ich wollte wirklich, dass es das Cover dominiert.</p>
<p><em><strong>Spielt der Partridge Family Temple immer noch eine wichtige Rolle für dich?</strong></em></p>
<p>Oh ja. Wir sind beide sehr aktive Mitglieder. Es gibt so viele Mitglieder im Partridge Family Temple. Mehr als je zuvor. Aber wir haben auch an einem Partridge-Family-Album gearbeitet, mit vielen Mitgliedern des Tempels, einschließlich Boyd Rice, der einige Sachen auf dem Album hat. Wir haben dieses Album noch nicht fertiggestellt. Wir müssen also noch das Tabernacle-Album und das Partridge Family Temple-Album fertigstellen.</p>
<p><em><strong>Ist das das Album, auf dem ihr eine Sitar rückwärts aufgenommen habt?</strong></em></p>
<p>Wir arbeiten auch an einem weiteren Album, einem Boyd Rice &amp; Caira Paravel-Album. Wir haben wahrscheinlich zwölf Alben in Arbeit. Für das Partridge-Family-Album haben wir Mitglieder aus Colorado, Oregon und Los Angeles einfliegen lassen, und wir haben ein Wochenende in einem Haus verbracht. Wir haben alle Songs in diesem Moment zusammen geschrieben. Alle Texte, die ganze Musik, und wir haben sie so schnell und spontan wie möglich aufgenommen. Wir haben einige Zeremonien und Rituale durchgeführt und diese aufgenommen. Überall im Haus waren Mikrofone und Notizen, wir haben auf dem Boden geschlafen und sind jeden Tag aufgewacht und direkt an die Arbeit gegangen. Das Album ist fertig, es geht nur noch darum, es zusammenzustellen.</p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/7F1Q7oKpbXc" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><em><strong>Ich danke dir. Das war eine Menge.</strong></em></p>
<p>Bist du neugierig auf den Partridge Family Temple?</p>
<p><em><strong>In gewisser Weise bin ich das, denn er ist so weit von dem entfernt, was man hierzulande kennt.</strong></em></p>
<p>Er wurde vor langer Zeit in den 80er Jahren in Denver, Colorado, gegründet. Ein Freund von mir, der in Portland, Oregon, lebt, Shaun Partridge, er ist the Partridge in the Pear Tree . Wir haben alle Tempelnamen im Tempel: Ich bin 7up-Partridge, und [Caira] ist Wind Chimes-Partridge. Partridge in the Pear Tree brachte mich zum Tempel, als ich vor 27 Jahren in Portland, Oregon, lebte. Der Partridge Family Temple ist eigentlich ein mystischer Orden. Wir interessieren uns besonders für Carl Jung und das Konzept des kollektiven Unterbewusstseins und die Art der Symbole und Archetypen. Denn es gibt eine starke Beziehung zwischen diesem kollektiven Unterbewusstsein und so etwas wie der Idee von Gott. Die Menschen erschaffen diese Manifestationen von Gott und Archetypen. Diese Archetypen erscheinen also in Fernsehsendungen und auf Müslipackungen. Und für uns ist es eine Religion, die auf Spaß basiert: Spaß ist das Gesetz. Die Idee ist also, Religion wieder zum Spaß zu machen, weil wir Religion und Gott lieben und unser Weg darin besteht, die gleichen Wahrheiten in allem zu finden, in Dingen wie der Popkultur.</p>
<p>Interview: MG u. US</p>
<p>Bandfoto: La Strega from London</p>
<p><strong>Walker Phillips @ <a href="https://www.facebook.com/walker.phillips.376">Facebook</a> | <a href="https://www.instagram.com/walker_c_phillips/">Instagram</a> &#8212; Tabernacle @ <a href="https://www.facebook.com/tabernaclesanfrancisco">Facebook</a> | <a href="https://www.instagram.com/tabernaclesf/">Instagram</a></strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2610188170/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=4206050561/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1309777501/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2594779266/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>We&#8217;re keeping it alive. Just singing it in our voice: Interview with Walker Phillips, Tabernacle</title>
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		<pubDate>Sat, 15 Jul 2023 03:19:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[A few years ago an impressive folk album appeared out of nowhere with Walker Phillips&#8217; &#8220;My Love Sunday&#8221;: &#8220;Walker Phillips looks on the cover like a melancholic hippie and as if he had come with a time machine from the &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/07/15/were-keeping-it-alive-just-singing-it-in-our-voice-interview-with-walker-phillips-tabernacle/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/07/Walker-Caia1.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-36437" title="Walker Caia" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/07/Walker-Caia1-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a> </strong></em><strong>A few years ago an impressive folk album appeared out of nowhere with Walker Phillips&#8217; <a href="http://africanpaper.com/2018/12/15/walker-phillips-my-love-sunday/">&#8220;My Love Sunday&#8221;</a>: &#8220;Walker Phillips looks on the cover like a melancholic hippie and as if he had come with a time machine from the Haight-Ashbury of the 60s &#8211; but maybe he just dropped by Lord Summerisle&#8221;, one could read <a href="http://africanpaper.com/2018/12/15/walker-phillips-my-love-sunday/">here</a>. Recently, the successor <a href="http://africanpaper.com/2023/04/22/walker-phillips-gods-eye/">&#8220;God&#8217;s Eye&#8221;</a> was released, on which Phillips sounds lighter and more carefree. Recently he contributed sitar to Adam Cole&#8217;s album <a href="http://africanpaper.com/2023/03/25/adam-geoffrey-cole-anthony-cornish-the-cellophane-sea/">&#8220;The Cellophane Sea&#8221;</a>. In addition to his solo work, Phillips plays with his wife <a href="https://cairaparavel.bandcamp.com/album/mirror-mirror">Caira Paravel </a>in Tabernacle, a band that plays exclusively British folk songs in the guise of rock &#8216;n&#8217; roll. On the occasion of their performance at the Freak Valley festival, I met Walker and Caira after their show.<span id="more-36238"></span></strong><em><strong> </strong></em></p>
<p><em><strong>Maybe let&#8217;s start rather profanely. How did you, as Tabernacle, decide to record folk songs in this electric way?</strong></em></p>
<p><strong></strong>First I have to ask how you mean that that is profane.</p>
<p><em><strong>Oh, basically because it&#8217;s a question how it all started. That was what I meant. </strong></em></p>
<p>I didn&#8217;t mean it in a negative way, I was curious because the relationship between the sacred and the profane is something that I spent a long time thinking about. So <a href="http://africanpaper.com/tag/tabernacle/">Tabernacle</a>,<a href="http://africanpaper.com/tag/caira-paravel/"> Caira</a> and <a href="http://africanpaper.com/?s=walker+phillips">myself</a>, we&#8217;ve been singing these British folk songs for a long time independently and together and, I say that a lot, the traditional way to sing a song is a cappella, maybe with a vocal harmony, but when you play in bars and clubs, nobody wants to listen to sixteen verses of a cappella. It just has to capture an audience. Both of us grew up listening to heavy metal and especially late 60s, early 70s heavy rock &#8216;n&#8217; roll, and we loved to keep playing these songs and if we just turned the amplifiers loud enough, we could play these songs and the people&#8217;d listen. That&#8217;s how we started doing it and it becomes both an exercise in how do you maintain the songs, the story of the ballad, and rearrange it musically, and be able to preserve those songs. I mean those are songs passed on from generation to generation, and that have existed for hundreds of years. So many people listening to Tabernacle wouldn&#8217;t otherwise know these songs. You can reach these people and maybe if you like Tabernacle, then maybe you start to look back and you find your Martin Carthy and then you find A. L. Lloyd and then you go back and back, just try to sort of keep the tradition alive.</p>
<p><em><strong>You&#8217;ve said that you are attracted to music from that particular period. Some years ago there was this book by Rob Young, “Electric Eden“, about Britain&#8217;s psychedelic music. Would you say that in the past there was a kind of ideal or idealized period? </strong></em></p>
<p>I think there were two ways of discovering this sort of music: The first was, as you probably know, The Incredible String Band. They had this influence on me and I wanted to understand – I&#8217;ve done that with many artists – I wanted to try to understand where does their voice come from? It&#8217;s part of exploring British folk music and trying to understand what they may have listened to, what their parents were playing: Alan Lomax, probably they heard some Ewan MacColl or something, and Shirley Collins. And you get these songs from listening to Shirley Collins. And I wanted to explore a bit about the history of what influenced these artists who influenced us. And then the other way was that once I started getting into these songs and singing them, my father said “Oh, I know that song. Your great-grandmother used to sing that song.“ Because my family came from Wales and Ireland into the hills of North Carolina, into the Appalachian Mountains. And so these songs were actually in my family, in the history of my great-grandmother singing these songs that she learnt from her mother. So as it turned out it was perfectly natural. Somewhere deep in the subconscious these songs were already familiar to me. There are a lot of words and a lot of verses. It takes me no time at all to pick them up. It&#8217;s natural. It&#8217;s music that is in my blood.</p>
<p><em><strong>Well, let&#8217;s then turn to your second album, your solo album. Because you have a version of “The Song of Salomon“ on there. </strong></em></p>
<p>Yes.</p>
<p><em><strong>And many many bands played this song, for example Current 93. </strong></em></p>
<p>Oh really?</p>
<p><em><strong>Yes, on an EP. Also a contemporary American band called Stone Breath. </strong></em></p>
<p>That&#8217;s interesting.</p>
<p><em><strong>Yours is a great version, by the way. </strong></em></p>
<p>Thank you. It&#8217;s from Clive Palmer. You know, beautiful lyrics. I enjoy religion generally. And God. These are things that I really dig. I love Biblical literature and poetry.</p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/Wi2NjHTeX_g" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><em><strong>I remember reading on your Bandcamp-page that in another universe Tony Iommi from Black Sabbath joined another Jefferson Airplane and you get Tabernacle. </strong></em></p>
<p><em>Laughing </em></p>
<p><em><strong>Do you think that is an appropriate description of Tabernacle? </strong></em></p>
<p><em>Laughing</em></p>
<p>I think maybe Jefferson Airplane not so much. Certainly Tony Iommi. He is a big influence. Black Sabbath had an influence on us and I hope that the juxtaposition works; a million bands play Black Sabbath, the folk songs are more important. And then it&#8217;s just a bit of fun playing heavy rock `n`roll because it&#8217;s something I grew up loving.</p>
<p>Caira: It&#8217;s performing these songs i n the sound of their time. The translation that they go through with each generation. This is our expression.</p>
<p>Right. It&#8217;s very true. These songs existed for hundreds and hundereds of years and you find the same songs in regional dialects in different countries, and throughout time the melodies and the way they were performed changes and so I think hopefully rather than just more static folk music we&#8217;re keeping it alive. Just singing it in our voice, in a voice that sounds like today.</p>
<p><em><strong>Some minutes ago you mentioned Shirley Collins and Alan Lomax. She has just released a new album and it&#8217;s the third one in four or five years after having been silent for decades. What do you think of her way of approaching folk? </strong></em></p>
<p>I suppose I can&#8217;t say much of anything that hasn&#8217;t been said about her and her voice and her importance and the way she approaches the songs and Dolly&#8217;s, her sister&#8217;s arrangements, and some of the other albums that Dolly worked on, like with The Young Tradition she did some arranging. Dolly was incredibly gifted. The two of them together were something special and it doesn&#8217;t surprise me that Shirley is still singing songs. In fact we&#8217;re playing on Monday night in Hastings and we thought of maybe sending an email to see if she wants to come down to the pub and hear some of those songs. I don&#8217;t know if it would offend her or if she would enjoy it.</p>
<p><em><strong>I saw her live when she returned to the stage and played some songs before Current 93. It was amazing. </strong></em></p>
<p>That is incredible. When was that?</p>
<p><em><strong>A couple of years ago. In 2014 or so. </strong></em></p>
<p>Yeah, I think we&#8217;ll send her a message and say “If you want to bring your earplugs“.</p>
<p><em>Laughter</em></p>
<p>Caira: Amongst the songs we&#8217;re doing, there&#8217;s her “Bad Girl“.<strong> </strong></p>
<p>Yes, we didn&#8217;t play it today but we play a version of “Bad Girl“, which is based on the version she recorded with David Graham, and then we also our version of “Barbara Allen“, one of the most well-known British folk songs. It&#8217;s melodically based on her version, and then the lyric we took from Jean Richie. So it&#8217;s a sort of a mix of Jean Richie&#8217;s lyric but the melody taken from Shirley.</p>
<p><em><strong>Are there plans of recording a full length Tabernacle-album? </strong></em></p>
<p>Yes. It&#8217;s being worked on and we&#8217;ve made quite a bit of progress. I think when we get back after this tour, we&#8217;ll just buckle down a studio and hope to have it done by the end of summer. Out as soon as it can be, and then we&#8217;ll come back over next spring and do this all again, maybe with more dates.</p>
<p><em><strong>Is that gonna be released on your own label? </strong></em></p>
<p>I don&#8217;t think on my label. Probably on another one. I&#8217;ve talked to a few. We&#8217;ll see.</p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/ZXitsbYs5Dg" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><em><strong>With regard to your solo recordings&#8230;in my review I compared your first and second album and I had to think of William Blake&#8217;s “Songs of Innocence and Experience“, but the experience seemed to be the first album, and the innocence the second one.</strong></em></p>
<p><strong></strong>What a great way to think about that. By the way, have you heard the record where Alan Ginsberg sings&#8230;?</p>
<p><em><strong>I&#8217;ve got the CD. </strong></em></p>
<p>What a fantastic album that is. And Don Cherry is on that. I think you&#8217;re quite right. The first album was a bit dark, and I think I was experiencing in life a lot of dark moods, which I tended to in my entire life. But for some reason, and it wasn&#8217;t intentional, I do think the new album is much more lighthearted. Certainly I met her (<em>pointing at Caira</em>) <em>laughter </em>and that brought a little more joy – but it&#8217;s not that I don&#8217;t have my dark moods. I think you are quite right. It&#8217;s the right observation, it is lighter, not intentionally, it&#8217;s just where the mind was.</p>
<p><em><strong>I think the label used as a reference Donovan. The lighter mood also reminded me of bands like The each Boys. Is that something you can relate to? </strong></em></p>
<p>Gosh. I love them. I love the Beach Boys. To be honest with you: There is not that much music recorded in 1970 or before that I dislike. I really, really enjoy so much of it. There&#8217;s a sound that recorded music starts to have later, and I love punk, and I love heavy metal, but there&#8217;s a sound that music takes on: this sort of clean recording technology with computers and these kinds of things. I don&#8217;t identify with it very strongly. Everything from the 60s to me sounds to me like a golden halo of magic. I love The Beach Boys but not as an intentional influence on that album, but I think also the songs on that album are simple. On the first album I don &#8216;t know if they were as good as songs, in the sense of songwriting. I think that they were ambitious, but on the new album the songs are better crafted, better songs.</p>
<p><em><strong>I think you wrote that you used a lot of vintage equipment. How important is that to capture the songs? </strong></em></p>
<p>Very important. I do a fair amount of recording for other artists as well and it&#8217;s artists who want that sound always working on tape. At some point it became clear to me that what I liked so much about music from that era was the sound of it. You can probably get quite close to that sound on a computer and I&#8217;m sure some people do but the difference, I think, is not only in the sound of the medium, like tape or computer, but in the way it makes you work. When you&#8217;re on tape, you have to make decisions, you have fewer takes, fewer options, you have to edit with a razorblade. It&#8217;s a lot of commitment. It has more flaws. I tell you I could never ever make a record on a computer. You have all those extra tracks and you start like spending hours looking which take to use. That&#8217;s awful to me.</p>
<p><em><strong>What made you decide to create this rather long track on the second side? </strong></em></p>
<p>As I got better recording on tape, one of the things I really enjoy is just the physicality of cutting up tape. On the first album there were some tape loops, and kind of collages and things but as I got better at doing that, I was also listening to [Miles Davis's] “Bitches Brew“ quite a lot and I have always appreciated that album but listening to how it is edited together, I thought, it could be a challenge, but to roll a tape and record an entire tape and then the actual composition will happen later. Just play and later with the razor blade in a room hours and hours and cut it and piece it all together. I read somewhere that “Bitches Brew“ had over fifty edits or something like that, and so I started counting when I first started and I got up to fifty-five or sixty, and I wasn&#8217;t even halfway done. I&#8217;m happy with it, it&#8217;s not perfect.</p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/ceH8V4Ia2kU" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><em><strong>I think you announced the album about two years ago, and then it disappeared from your Bandcamp-page. </strong></em></p>
<p>When the pandemic stuff was going on, I had these songs and I said I have enough for an album, and the band is not playing, so let me put these songs together. I&#8217;ll just do a digital album. You have to get the old ones out, so the new ones come through. And as soon as I did that, people were very disappointed, they were saying: “Hey, we can&#8217;t believe you&#8217;re not doing that on vinyl.“ And then <a href="http://africanpaper.com/tag/guerssen-records/">Guerssen</a>, the record label, reached out and said: “We&#8217;ve heard you have a new album and we&#8217;ll do the vinyl.“ I just put everything down real quick. From then it was just my own delay with pandemic stuff, finishing off the artwork. It was no delay on Guerssen&#8217;s part. Those two years were just me getting my act together.</p>
<p><em><strong>Nowadays it&#8217;s so crazy releasing vinyl. Small labels were still releasing vinyl when nobody gave a toss and now all the major labels release vinyl again. </strong></em></p>
<p>The first album I put out myself. It was very, very expensive. It was one headache after another. The first cut didn&#8217;t sound good. They made mistakes, and so I had to go back, argue with people. It was such a hassle. So for the second I said I just gonna do it digital and then Guerssen reached out and I thought if I don&#8217;t have to deal with all that nonsense, great. They did a wonderful job, it sounds great. It looks beautiful.</p>
<p><em><strong>My kids like the artwork and the colour of the album. </strong></em></p>
<p>That&#8217;s fantastic. The artwork is very pop. Leonardo Casas is the artist. He is Chilean. He did that artwork for The Partridge Family Temple, I&#8217;ve been a member of the Partridge Family Temple for a long, long time. Oh, it&#8217;s gonna be a long answer. I had the song “God&#8217;s Eye“ that I had written, and “God&#8217;s Eye“ came about when I met her [Caira] because she had one hanging in her room. And I thought God&#8217;s Eye, as somebody who digs God, I thought that is the most beautiful thing, and I almost immediately wrote the song, and after writing that song I was just in love with that phrase and I had seen Leo&#8217;s artwork years ago and I thought that is the perfect thing: It&#8217;s just I don&#8217;t want a name. It&#8217;s a striking image. It&#8217;s the Partridges. If you look at the image, it&#8217;s the Partridge Family, and it looks like a sort of CBS logo. Anyway, it&#8217;s a beautiful piece of art and I really wanted that to dominate the cover.</p>
<p><em><strong>Is the Partridge Family Temple still playing an important role for you? </strong></em></p>
<p>Oh yes. We&#8217;re both very active members. There are so many members of the Partridge Family Temple. More than ever. But we&#8217;ve also been working on a Partridge Family Album with many members of the Temple, including Boyd Rice, who has some stuff on there. We haven&#8217;t finished that album yet. So we have to finish the Tabernacle album and The Partridge Family Temple album.</p>
<p><em><strong>Is that the one where you recorded some sitar backwards? </strong></em></p>
<p>We&#8217;re also working on another album, a Boyd Rice &amp; Caira Paravel-album. We&#8217;ve probably twelve albums being done. For the Partridge Family album we had members fly in from Colorado, Oregon, Los Angeles, and we spent a weekend in a house. We wrote all the songs in the moment together. All the lyrics, all the music, and we recorded them as quickly and spontaneously as possible. We did some ceremonies and rituals and we recorded those. There were microphones all over the house and notes everywhere, just sleeping on the floor and waking up every day and going straight to work. The album is done, it&#8217;s just a matter of compiling it.</p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/7F1Q7oKpbXc" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><em><strong>Thank you. That was a lot. </strong></em></p>
<p>Are you curious about the Partridge Family Temple?</p>
<p><em><strong>In a way I am yes because it is so far removed from what you know around here. </strong></em></p>
<p>It was started a long time ago in the 80s in Denver, Colorado. A friend of mine, who lives in Portland, Oregon, Shaun Partridge, he&#8217;s the Partridge in the Pear Tree. We all have temple names in the temple: I&#8217;m 7up-Partridge, and [Caira] is Wind Chimes-Partridge. Partridge in the Pear Tree took me to the temple when I lived in Portland, Oregon some 27 years ago. The Partridge Family Temple is really a mystical order. We are particularly interested in Carl Jung and the concept of the collective subconscious and the sort of symbols and archetypes. Because you find a strong relationship between this collective subconscious and something like the idea of God. Human beings create these manifestations of God and archetypes. So those archetypes appear in television shows and on cereal boxes. And the thing for us is it&#8217;s a religion based on fun: Fun is the law. So the idea is to make religion fun again because we love religion, we love God and our way is just finding the same truths in everything, things like pop culture.</p>
<p>Interview: MG u. US</p>
<p>Bandphoto: La Strega from London</p>
<p><strong>Walker Phillips @ <a href="https://www.facebook.com/walker.phillips.376">Facebook</a> | <a href="https://www.instagram.com/walker_c_phillips/">Instagram</a> &#8212; Tabernacle @ <a href="https://www.facebook.com/tabernaclesanfrancisco">Facebook</a> | <a href="https://www.instagram.com/tabernaclesf/">Instagram</a></strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2610188170/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=4206050561/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1309777501/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Auftritt von In Gowan Ring beim Free Folk Festival in San Francisco</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Jun 2021 06:06:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im Rahmen des San Francisco Free Folk Festival, das dieses Jahr digital am 12. Juni stattfand, gab es einen kurzen Auftritt von In Gowan Ring, auf dem B&#8217;ee von Walker Phillips und Caira Paravel (Tabernacle) unterstützt wurde.Auf dem dem gut &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/06/15/auftritt-von-in-gowan-ring-beim-free-folk-festival-in-san-francisco/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Rahmen des San Francisco Free Folk Festival, das dieses Jahr digital am 12. Juni stattfand, gab es einen kurzen Auftritt von <a href="http://africanpaper.com/tag/in-gowan-ring/">In Gowan Ring</a>, auf dem B&#8217;ee von<a href="http://africanpaper.com/tag/walker-phillips/"> Walker Phillips </a>und Caira Paravel (Tabernacle) unterstützt wurde.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/06/clairebeewalker1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-25896" title="clairebeewalker1" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/06/clairebeewalker1.jpg" alt="" width="917" height="522" /></a><span id="more-25879"></span>Auf dem dem gut 30-minütigen Wohnzimmer-Konzert gibt es ein vor einigen Monaten geschriebenes neues In Gowan Ring-Stück namens „The Rain Comes Again“ zu hören, Walker Phillips trägt „Lovebirds“ von seinem zweiten, Ende des Jahres erscheinenden Album vor, Paravel einen Song ihres 2018 veröffentlichten Debüts. Ein Höhepunkt ist die Coverversion der Ende der 60er/Anfang der 70er aktiven und in San Francisco gegründeten Band Lamb: „Traveler&#8217;s Observation“ bekommt durch die von Phillips gespielte Sitar und B&#8217;ees entrückten Gesang eine angemessen psychedelische Note.</p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/f18hQwSds2I" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><strong><a href="https://ingowanring.bandcamp.com/music"> In Gowan Ring</a> | <a href="https://cairaparavel.com/releases">Caira Paravel</a> | <a href="https://walkerphillips.bandcamp.com/releases">Walker Philips</a> | <a href="https://thegoodtabernacle.bandcamp.com/">Tabernacle</a> @ Bandcamp</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
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