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	<title>African Paper &#187; Crow Tongue</title>
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		<title>STONE BREATH: Greys And Orphans</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Jul 2023 03:02:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das letzte Stone Breath-Album erschien 2017, „Greys And Orphans“ ist – wie im Titel schon angedeutet wird – aber nicht der reguläre Nachfolger zu „Witch Tree Prophets“, sondern eine Zusammenstellung von an verschiedenen Orten veröffentlichten sowie unveröffentlichten Stücken. Auf diesem &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/07/22/stone-breath-greys-and-orphans/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/07/a4242384490_16.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-36572" title="a4242384490_16" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/07/a4242384490_16-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Das letzte <a href="http://africanpaper.com/tag/stone-breath/">Stone Breath</a>-Album erschien 2017, „Greys And Orphans“ ist – wie im Titel schon angedeutet wird – aber nicht der reguläre Nachfolger zu <a href="http://africanpaper.com/2017/08/26/stone-breath-witch-tree-prophets/">„Witch Tree Prophets“</a>, sondern eine Zusammenstellung von an verschiedenen Orten veröffentlichten sowie unveröffentlichten Stücken. Auf diesem Album und auf<a href="http://africanpaper.com/2016/08/27/stone-breath-cryptids/"> „Cryptids“</a> war <a href="http://africanpaper.com/tag/timothy-renner/">Timothy Renners </a>Interesse an (scheinbar) Unerklärlichem, an Kryptozoologie virulent geworden und in den letzten Jahren hatte er sich auf seine beiden Podcasts<a href="https://www.strangefamiliars.com/"> „Strange Familiars“</a> („Strange Familiars is a paranormal <span id="more-36570"></span>podcast that tells stories through a combination of historical research, witness interviews, discussion, and on-site recordings when possible“) und <a href="https://thefloweredpath.com/">„The Flowered Path“ </a>(„Stories of saints, folk saints, miracles, and visionaries“) konzentriert.</p>
<p>Die ersten drei auf „Greys And Orphans“ enthaltenen Stücke haben eine enge Verbindung zum Strange Familiars-Podcast, handelt es sich doch um die vollständigen Versionen des Titelstücks, die ursprünglich für eine Zusammenarbeit mit einem anderen Musiker gedacht waren. Alle drei Versionen von &#8220;Grey&#8221; werden von einer atmosphärisch gezupften Akustikgitarre bestimmt, „Grey Three“ hat leicht orientalische Momente. Das dann folgende „The Blood-Red God“ wurde ursprünglich für die Compilation <a href="https://inthecitiesofyoureyes.bandcamp.com/album/in-the-cities-of-your-eyes">„In The Cities Of Your Eyes“</a> aufgenommen, mit der Flüchtlingscamps in Griechenland unterstützt werden sollten. Passenderweise ist das Stück ein scharfer Angriff auf den (Gott des) Krieg(es): „Worshipped by rich, feared by poor: the blood-red endless god of war“. Perkussion bei diesem Stück steuerte Anthony Hoskin bei, mit dem Renner während der kurzzeitigen Auflösung Stone Breaths als Crow Tongue aufnahm und dem auf „Cryptids“ eine tragende Rolle zukam. „Ashes Of The Fading Light“ stammt aus den Aufnahmen zu „Witch Tree Prophets“ und hätte sicher auch dort einen guten Platz gefunden. Hier beeindruckt wieder der zweistimmige Gesang von Renner und dem langjährigen Mitstreiter Prydwyn: „And we are given songs in the cold dark night./But who is listening far beyond the fading light?“ Danach folgen zwei (sehr kurze) Stücke, die nicht im eigentlichen Sinne von Stone Breath sind, sondern die als Bonusmaterial für die Tapeversion des <a href="http://africanpaper.com/2013/10/05/albatwitch-only-dead-birds-sing-over-the-graves-of-fallen-kings/">ersten Albatwitchalbums</a> gedacht waren, die dann aber nicht erschien. Renner hatte <a href="http://africanpaper.com/tag/albatwitch/">Albatwitch</a> zusammen mit Brian Magar gegründet und das Duo war politisch wesentlich eindeutiger als alles, was Renner zuvor gemacht hatte. Dazu wurden Folkelemente mit Noise und Metal kombiniert, was zu sehr interessanten Gattungshybriden führte. Auf „One Day It Will Come To Pass“ und „The Corday Waltz“ ( beide Stücke stammen aus der musikalischen Fassung von Peter Weiss&#8217; „Marat/Sade“.) werden Akustikgitarre und Harfe mit einer harschen E-Gitarre kombiniert. Das letzte Stück, „Sacred Heart Of The Seventh Gate“, wurde als Demo live von Renner allein eingespielt und sollte Teil eines neuen Stone Breath-Albums werden. Renner hatte schon vor einigen Jahren seine MS-Diagnose öffentlich gemacht; ein starker Schub im Jahr 2021 führte dazu, dass seine Fähigkeit Instrumente zu spielen, erheblich beeinträchtigt wurde und insofern ist unklar, wie es musikalisch weiter gehen wird, allerdings ist geplant, mindestens ein weiteres Album in der klassischen Besetzung Renner, Prydwyn und Sarada einzuspielen. Wie heißt es auf „Sacred Heart&#8230;“: „And what shall I do?/ I will follow the hum until all of my songs have been sung.“ (MG)</p>
<p>Label: <a href="https://stonebreath.bandcamp.com/">Hand/Eye</a><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3210556503/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/track=772421339/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Unterstützung für Timothy Renner (Stone Breath, Strange Familiars)</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Apr 2021 05:13:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In einem Interview hatte Timothy Renner vor etlichen Jahren seine Erkrankung an Multipler Sklerose öffentlich gemacht. Im Moment scheint es, als sei er gesundheitlich sehr angeschlagen. Das künstlerische Wirken Renners ist in den vergangenen Jahren auf diesen Seiten immer wieder &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/04/13/unterstutzung-fur-timothy-renner-stone-breath-strange-familiars/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einem Interview hatte<a href="http://africanpaper.com/tag/timothy-renner/"> Timothy Renner</a> vor etlichen Jahren seine Erkrankung an Multipler Sklerose öffentlich gemacht. Im Moment scheint es, als sei er gesundheitlich sehr angeschlagen. Das künstlerische Wirken Renners ist in den vergangenen Jahren auf diesen Seiten immer wieder beleuchtet worden. Seit Mitte der 90er hat er in unzähligen Inkarnationen (Timothy, Timothy Revelator, timeMOTHeye) und Formationen (Mourning Cloak, Stone Breath, Breathe Stone, The Spectral Light and Moonshine Firefly Snakeoil Jamboree, Black Happy Days, Moth Masque, Crow Tongue, Forest Beggars, Albatwitch, Wildnisgeist) Musik (ein)gespielt, die (auch immer) seine spirituelle Entwicklung und seine persönlichen Obsessionen widerspiegelte.</p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/04/TRenner2.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-24940" title="TRenner" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/04/TRenner2.jpg" alt="" width="654" height="772" /></a><span id="more-24936"></span>Auf seinen beiden Labeln Dark Holler und Hand/Eye hat er im Laufe der Jahre eine Reihe von Künstlern veröffentlicht (u.a. Robin Crutchfield, United Bible Studies, Nick Grey, In Gowan Ring). Dabei beschäftigte sich Timothy mit Folk lange bevor dieser mit dem Boom durch New Weird America hip wurde. In den letzten Jahren hat er sein Interesse an (scheinbar) Unerklärlichem in einer Reihe von<a href="https://www.amazon.de/Timothy-Renner/e/B072X44SD5%3Fref=dbs_a_mng_rwt_scns_share"> Büchern</a> und dem wöchentlichen Podcast <a href="https://www.strangefamiliars.com/">Strange Familiars</a> ausgelebt.</p>
<p>Wer also Renner unterstützen möchte, der kann es auf vielerlei Weise tun. Sein Freund Neddal Ayad (Desolation Singers, the does) hat ein paar Links zusammengestellt:</p>
<p>&#8220;There are several informal fundraisers going on via the <a href="https://www.facebook.com/groups/strangefamiliars">FB group associated with his podcast </a></p>
<p>A more direct way to help is via the <a href=" https://www.patreon.com/StrangeFamiliars">Strange Familiars Patreon </a></p>
<p>Buying his music, books, and art from <a href=" http://darkhollerarts.com/">Dark Holler Arts </a></p>
<p>Or buying music and merch via his<a href=" https://stonebreath.bandcamp.com/"> Bandcamp</a></p>
<p>And finally<a href=" https://www.paypal.com/paypalme/timothyrenner/25"> the most direct option</a></p>
<p><a href=" https://linktr.ee/strangefamiliars"> More links</a>&#8221;</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1251124652/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/track=3639589475/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>TIMOTHY RENNER: Fallow</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Jun 2018 05:54:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Timothy Renner hat neben zahlreichen Stone Breath-Veröffentlichungen (jüngst noch hier) immer wieder (teilweise unter leicht verschiedenen Namen) Soloalben veröffentlicht, die musikalisch sehr unterschiedlich ausgerichtet sein konnten: Vom Experimentellen hin zu selbstreflexiv betitelten „Primitive Recordings“ von Traditionals oder aber einer Tour &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/06/30/timothy-renner-fallow/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/06/Timothy-Renner.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-15821" title="Timothy Renner" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/06/Timothy-Renner-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Timothy Renner hat neben zahlreichen Stone Breath-Veröffentlichungen (jüngst noch <a href="http://africanpaper.com/2017/08/26/stone-breath-witch-tree-prophets/">hier</a>) immer wieder (teilweise unter leicht verschiedenen Namen) Soloalben veröffentlicht, die musikalisch sehr unterschiedlich ausgerichtet sein konnten: Vom <a href="https://crucialblast.bandcamp.com/album/undeath">Experimentellen </a>hin zu selbstreflexiv betitelten „Primitive <a href="https://www.discogs.com/de/Timothy-Primitive-Recordings/release/971019">Recordings</a>“ von Traditionals oder aber einer <a href="http://africanpaper.com/2015/07/04/timemotheye-the-spectral-light-grave-needs/">Tour de Force</a> durch die verschiedensten Genres, die Renner sich im Laufe seiner Karriere zu eigen gemacht hat.<span id="more-15819"></span> Vor einigen Monaten erschien ein in einer alten Kirche eingespieltes <a href="https://stonebreath.bandcamp.com/album/live-alone-1">Livealbum</a>, das auf gewisse Weise „Fallow“ antizipiert, sein aktuelles, fast ausschließlich akustisches Album, auf dem sich neue wie auch Neuinterpretationen älterer Stücke finden.</p>
<p>Meistens wird Renners Gesang auf „Fallow“ lediglich von einem Instrument untermalt: Sehr häufig von Banjo, wie z.B. auf „Candle, Corpse and Bell“ (ursprünglich von Breathe Stone auf „<a href="https://stonebreath.bandcamp.com/album/hex-thistle">Hex Thistle</a>“ eingespielt), „Where The Crows Go“, „A Sorrow Spell“ (erstmalig auf Stone Breaths „The Nightbird’s Psalm“-Album zu finden) oder „Twelve Moons“, manchmal von einer Gitarre („Buried, Lost, Forgotten“). Auf dem ursprünglich von Crow Tongue interpretierten Clive Palmer-Cover „Osiris“ wird Renners Gesang lediglich von einem Harmonium begleitet. Auf„Corpse Candles“, „Hear Her Wings“ oder „Black Witch Bones (Grave Needs)“ kann man neben dem jeweiligen Saiteninstrument noch Drones hören.</p>
<p>Es finden sich Motive, Themen und Metaphern, die das Werk des in Pennsylvania ansässigen Renner seit Jahren prägen: Christentum (das vor einigen Monaten von Stone Breath zur„<a href="https://bravemysteries.bandcamp.com/album/communion-of-saints">Communion of Saints</a>“–Compilation beigesteuerte “Red Footsteps&#8221;), die in den letzten Jahren größeren Raum einnehmende Kryptozoologie: Auf „Some Thing“ (“Something walks beside me through the trees./I can&#8217;t see it, but it sees me”) oder “Bygone Graves” (“I felt its eyes, its piercing glare,/Staring from I knew not where./I did not see it in the trees/Nor did I hear it walking there.”). Der beschriebenen Natur wohnt aber nicht nur wegen ihrer Bewohner auch immer etwas Magisches inne: “Corpse candles weave all through the trees./Will-o-the-wisps whisper things to me.”(“Corpse Candles“). Motten (“The Moth’s Departure”) tauchen auf, Traditionals (“Reynardine”) werden neu interpretiert.</p>
<p>In den letzten Jahren hatte Renner sich (insbesondere mit seinem Projekt <a href="http://africanpaper.com/2015/01/03/albatwitch-if-corporations-are-people-why-dont-they-die/">Albatwitch</a>) stärker politisch positioniert. Explizite Kritik findet sich auf &#8220;Fallow&#8221; nicht, aber im postfaktischen Zeitalter der <a href="https://www.vox.com/policy-and-politics/2017/3/22/14762030/donald-trump-tribal-epistemology">„tribal epistemology“</a> und in einem Land, das einen unter hypertrophem <a href="https://c.o0bg.com/rf/image_960w/Boston/2011-2020/2017/01/13/BostonGlobe.com/EditorialOpinion/Images/0116beam.jpg">Narzismus</a> leidenden Präsidenten hat, der gerade dabei ist, die USA r<a href="https://www.theguardian.com/law/2018/jun/28/supreme-court-rulings-muslim-ban-abortion-unions-what-do-they-mean-kennedy">adikal umzugestalten</a>, kann man Zeilen wie „The shadow you are walking through/Is cast just by yourself. /Illusions built from smoke and dust: /A mask you try to sell. /Vanity cracks your fragile soul./ You try to see yourself./ The mirror mocks your fractured glare./ You do not know yourself. /Repeating someone else&#8217;s words: /Another masquerade. /A promise broken is a lie, /Today as yesterday.“ sicher auch als Zeitdiagnose lesen.</p>
<p>Zeitgleich mit diesem Album erscheint<a href="https://stonebreath.bandcamp.com/album/entity-drift"> “Entity Drift”</a>, ein experimentelles, nicht songorientiertes Album mit „Drones, hums, and liminal whir created for Strange Familiars podcast“, auf dem die Songtitel („Grey Mist“, „Ghost Forge“ oder „Fogwalkers“) die erzeugte Stimmung gut widerspiegeln. (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://stonebreath.bandcamp.com/">Hand/Eye</a></strong></p>
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		<title>STONE BREATH: Witch Tree Prophets</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Aug 2017 06:36:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Schon das vergangene Jahr veröffentlichte Stone Breath-Album „Cryptids“ spiegelte Tinothy Renners Interesse an scheinbar Unerklärlichem, an Kryptozoologie wider. Nach seiner Abhandlung über Seltsames in Pennsylvania namens Beyond the Seventh Gate hat er kürzlich ein Buch über Bigfoot veröffentlicht und macht &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2017/08/26/stone-breath-witch-tree-prophets/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/08/Stone-Breatha0731366449_16.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-14225" title="Stone Breatha0731366449_16" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/08/Stone-Breatha0731366449_16-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Schon das vergangene Jahr veröffentlichte Stone Breath-Album <a href="http://africanpaper.com/2016/08/27/stone-breath-cryptids/">„Cryptids“ </a>spiegelte Tinothy Renners Interesse an scheinbar Unerklärlichem, an Kryptozoologie wider. Nach seiner Abhandlung über Seltsames in Pennsylvania namens <em><a href="http://darkhollerarts.com/product/beyond-seventh-gate-book/">Beyond the Seventh Gate</a> </em>hat er kürzlich ein Buch über <a href="http://darkhollerarts.com/product/bigfoot-in-pennsylvania-book/">Bigfoot </a>veröffentlicht und macht seit einiger Zeit einen<a href="http://strangefamiliars.darkhollerarts.com/"> Podcast</a>, in dem es um ähnliche Phänomene geht.<span id="more-14224"></span></p>
<p>In der limitierten Auflage des neuen Albums finden sich neben den Songtexten auch zwei Essays. Renner selbst berichtet aus seiner Kindheit, schreibt über seine Erlebnisse mit dem titelgebenden „Witch Tree“ und spricht an, dass die Gegend um den Baum, an dem wahrscheinlich nie eine Hexe aufgehängt wurde, (vielleicht) durch die Gedanken der Menschen zu einem Ort des Unheimlichen wurde &#8211; er spricht von „thought-forms“, die eventuell manifest geworden seien, etwas das in dem Essay von David Weatherly aufgegriffen wird, wenn dieser über<a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Tulpa"> Tulpas</a> schreibt. Wie auch immer der Hörer diesen Gedanken gegenübersteht &#8211; der Verfasser dieser Zeilen muss bei so etwas eher an <a href="https://www.youtube.com/watch?v=pjnZO5ZgWE8">eine der berüchtigsten Szenen</a> aus einem Cronenberg-Film denken -, so ist das neue von Renner, Prydwyn und dem Neuzugang Kira eingespielte Album, das in der Besetzung also fast an <a href="http://africanpaper.com/2014/08/09/stone-breath-children-of-hum/">„Children of Hum“</a> anknüpft, ein kohärentes, von mehrstimmigem Gesang, der von Flöte, Akustikgitarre (etwa „One Year and One Day“, “Mother Rust”, „Whispers in the Wood“), Banjo ( “Old Bones&#8221;, “Mother Grave”, “My Offering”) und Drones („Reflections in a Sacred Well“) untermalt wird, geprägtes Album geworden, auf dem sich ein paar Neueinspielungen älterer Stücke finden: “The Heart and Star of Sacred Memory”, “Blood of the Woven Wine” (ursprünglich auf “”Laterna Lucis Viriditatis”), das Abolitionistenstück &#8220;Wake Nicodemus” hat Renner schon zweimal interpretiert (als Crow Tongue und auf seinem Soloalbum ““Every Fallen Leaf an Angel’s Wing”), “Beyond the Seventh Gate” (ursprünglich auf der  “Fire Beyond the Seventh Gate”-EP ) und &#8220;Mother Rust&#8221; (von &#8220;The Flight and Fate of the Horsemen&#8221;). Alle passen aber in ihren teils leicht, teils stark veränderten Versionen musikalisch wie textlich-metaphorisch zu den anderen Stücken.</p>
<p>Auf &#8220;The Curse of Saint Natalis&#8221; wird aus der aus der Sicht des in einen Werwolf verwandelten Mannes das Leid des Transformierten beschrieben: &#8220;For seven long years/In this wolf pelt to roam;/Cast like a leper/All from my family and home.&#8221; Es geht um Zaubersprüche (&#8220;The Heart and Star of Sacred Memory&#8221;) oder den titelgebenden Hexenbaum (&#8220;Whispers in the Wood&#8221;).  Die Zeilen aus dem das Album abschließenden “Witch Tree Prophetess” („Wandering not lost,/We walk through wild flowers,/Me and my brother,/Listening for hours/To songs of rain showers“) lassen sich ebenso wie  &#8220;My Offering&#8221; (&#8220;Hear my banjo ring/And this song I sing/Is my offering-/And it&#8217;s all I can give.&#8221;) als Verweis auf das gesamte Werk Stone Breaths lesen.</p>
<p>Wahrscheinlich ließe sich das Album problemlos in die momentan so angesagte  (nicht immer ganz <a href="https://folkhorrorrevival.com/">trennscharfe</a>) Kategorie des Folk Horrors einordnen &#8211; wenn dann das Werk Stone Breaths dazu nicht viel zu zeitlos wäre. (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://darkhollerarts.com/">Hand/Eye</a></strong></p>
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		<title>STONE BREATH: Cryptids</title>
		<link>https://africanpaper.com/2016/08/27/stone-breath-cryptids/</link>
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		<pubDate>Sat, 27 Aug 2016 04:59:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor einiger Zeit hatte Timothy Renner einmal angesprochen, dass die Thematisierung des Spirituellen, die sich (auch) immer wieder in seinem Werk gefunden hat, zu Missverständnissen (in der Wahrnehmung anderer) geführt hat. Mit seinem Projekt Albatwitch hat er in den letzten &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/08/27/stone-breath-cryptids/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/08/a1378796756_10.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-12653" title="a1378796756_10" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/08/a1378796756_10-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Vor einiger Zeit hatte Timothy Renner einmal angesprochen, dass die Thematisierung des Spirituellen, die sich (auch) immer wieder in seinem Werk gefunden hat, zu Missverständnissen (in der Wahrnehmung anderer) geführt hat. Mit seinem Projekt Albatwitch hat er in den letzten Jahren<a href="http://africanpaper.com/2013/10/05/albatwitch-only-dead-birds-sing-over-the-graves-of-fallen-kings/"> zwei dezidiert</a><a href="http://africanpaper.com/2015/01/03/albatwitch-if-corporations-are-people-why-dont-they-die/"> politische Alben</a> eingespielt. Vielleicht hat auch die Tatsache, dass in seinem Heimatland seit einer Reihe von Jahren der <a href="https://www.youtube.com/watch?v=gCRGyHQ7Mms">evangelikale lunatic fringe</a> sich in zunehmendem Maße in den Mainstream der GOP ge- bzw. verschoben hat, dazu beigetragen, jetzt etwas zurückhaltender zu sein.<span id="more-12651"></span></p>
<p>„Cryptids“ ist ein Album, das sich Renners schon lange vorhandenem Interesse an Kryptozoologie und schienbar Unerklärlichem („12 songs about Pennsylvania legends, cryptid creatures, werewolves, ghosts, and other strange things“ heißt es auf der Bandcampseite) widmet. In dem zeitgleich zu dem Album erschienenen Buch <em>Beyond the Seventh Gate</em>, auf dem Renner sich ebenfalls an im weitesten Sinne „Strangenesses“ seiner Heimatregion abarbeitet, schreibt er: „It has always been my feelings that folk songs and folk stories […] contain some grain of truth, some hint of a lesson.“</p>
<p>Auf „Cryptids“ geht es dann auch um den schon auf anderen Alben besungenen „Walking Sam”, der hier in &#8220;I Know His Name” wieder auftaucht, Werwölfe (“The Red Dog Fox”, “The Wolf Man’s Grob”), Wandernde Leichen („The Singing Corpse“), die Renners Projekt Albatwitch bei der Namensgebung Pate gestandenen kleinen Affenmenschen („Apples for the Albatwitch“), Mottenmänner (“Far Away The Morning“) oder etwa seltsame Stockformationen („Sticks“), die angeblich von Big Foot-ähnlichen Kreaturen geschaffen worden sind (und die in der Populärkultur bei Karl Edward Wagner, <em>The Blair Witch Project</em> und der ersten Staffel von <em>True Detective</em> auftauchen). Der einzige Text, der nicht von Renner stammt und sich nicht auf lokale Mythen bezieht, sondern auf die britischen Inseln verweist, thematisiert eine Figur, der Renner attestiert, sie sei ein anderer &#8220;dark and strange character of folk song, who crept through a crack in a window&#8221;, nämlich den auch schon von anderen Bands besungenen &#8220;Long Lankin&#8221;.</p>
<p>In den letzten Jahren hatte Renner eine Reihe von <a href="http://africanpaper.com/2012/01/07/stone-breath-the-aetheric-lamp/">Aufnahmen</a> mit einem „lokalen“ Lineup gemacht, „Cryptids“ wurde dagegen hauptsächlich von ihm und Æ Hoskin, mit dem er vor ein paar Jahren als Crow Tongue arbeitete, eingespielt . War insbesondere auf Crow Tongues „The Red Hand Mark“ die Perkussion Hoskins‘ die treibende Kraft, so hat die Perkussion auf „Cryptids“ eher unterstützende Funktion, am ehesten erkennt man Parallelen auf dem treibenden „In the Red Witch House“ oder „The Red Dog Fox“. Auf „The Singng Corpse“ schlüpft Eyeless in Gazas Martyn Bates passenderweise in die Rolle der singenden Leiche, deren Stimme der Legende nach als „wonderful“- the envy of any church choir&#8221;  beschrieben wird, auf dem letzten Stück steuert der alte Weggefährte Prydwynn etwas bei und Rod Goelz spielt Bass und Mandoline. Dabei funktionieren sowohl die Stücke, die etwas opulenter instrumentiert sind (man höre das Zusammenspiel von Banjo, Flöte und Glockenspiel auf „The Hidebehind“ oder von Perkussion, Saiteninstrument und Maultrommel auf „Die Woolf Man’s Grob“) als auch die, die reduzierter sind (etwa „The Missing“). „Sticks“ hätte sicher auch auf einem „Spectral Light“-Album nicht deplatziert geklungen.</p>
<p>Dabei bekommen alle Stücke allein durch Renners dunklen, getragenen Gesang eine gewisse Finsternis und Schwere, nicht verstanden im Sinne gothischen Schauderns, sondern dem Sujet angemessen an dunkle Ecken der Wälder erinnernd, wo sich lichtscheue Kreaturen verbergen (und eben manchmal angeblich auch zeigen). Dabei machen die Linernotes wie auch die Aussagen in <em>Beyond the Seventh Gate</em> deutlich, dass Renner weder ein Leicht- noch ein Kleingläubiger ist, sondern sich irgendwo im Zwischenraum, im Dickicht, im Zwielicht positioniert.</p>
<p>„Cryptids“ ist ein weiteres Mosaik im Werk eines Künstlers, der auf der Basis verschiedenster Folkidiome sicherlich eines der interessantesten und originellsten (wenn auch vielleicht unterschätzesten) Werke zeitgenössicher akustischer Musik geschaffen hat. (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://darkhollerarts.com/">Hand/Eye</a></strong></p>
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		<title>TIMEMOTHEYE &amp; THE SPECTRAL LIGHT: Grave Needs</title>
		<link>https://africanpaper.com/2015/07/04/timemotheye-the-spectral-light-grave-needs/</link>
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		<pubDate>Sat, 04 Jul 2015 05:33:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/07/GraveNeeds_cover-1-150x150.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-10515" title="GraveNeeds_cover-1-150x150" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/07/GraveNeeds_cover-1-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>In einem vor einiger Zeit veröffentlichten <a href="http://active-listener.blogspot.de/2014/08/the-silver-thread-stone-breaths-timothy.html">Interview</a> sprach Timothy Renner davon, dass das Introspektive von Stone Breath, die Thematisierung von Spiritualität, langsam an einen Endpunkt komme, sich sein Schreiben verändere und er gab zu, dass die politischen Texte, die er mit seinem Crossoverprojekt <a href="http://africanpaper.com/2015/01/03/albatwitch-if-corporations-are-people-why-dont-they-die/">Albatwitch</a> schreibe, augenblicklich von ihm als „dringender&#8221; &#8211; vielleicht möchte man sagen &#8220;drängender&#8221; &#8211; empfunden würden. <span id="more-10514"></span>Diese Hinwendung zu weltlicheren Themen wird mit Einschränkungen auch auf seinem neuem Soloalbum, auf dem er von alten (Sarada, AE Hoskin) und neuen (Brian Magar, Grey Malkin, Neddal Ayad, Jo Costgrove ) Weggefährten unterstützt wird, deutlich, z.B. bei der Wahl der Coverversionen: Das ursprünglich von Stone Breath auf dem Album „Twist of Thorn“ in anderer Form interpretierte Traditional „Johnny Has Gone For a Soldier“ bekommt hier durch den Einsatz von einer Snaredrum etwas Dringliches, verdeutlicht die Konsequenzen des In-den-Krieg-Ziehens für die Zurückgebleibenen und die am Krieg Beteiligten. Das u.a. durch Leonard Cohen bekannt gewordene „The Partisan“ wird aus der Sicht eines Mitglieds der französischen Resistance erzählt: „Oh, the wind, the wind is blowing/Through the graves the wind is blowing/Freedom soon will come/Then we&#8217;ll come from the shadow“. Die Texte zu den Stücken „Germinal“ und „Written in Red“ stammen von der amerikanischen Anarchistin <a href="http://dwardmac.pitzer.edu/Anarchist_Archives/bright/cleyre/worm.html">Voltairine De Cleyre</a>: „we battle to set men free“ heißt es auf letzterem, damit wird natürlich auch an die in „The Partisan“ zum Ausdruck kommende Haltung angeknüpft.</p>
<p>Aber auch bei den eigenen Stücken zeigen sich leichte Veränderungen. Zwar findet sich weiterhin eine Symbolik und Metaphorik, die das Werk des Amerikaners in den letzten Jahrzehnten geprägt hat: Es taucht die bekannte „Ghost-white stag“ auf („Grave Need“), aber wenn das Stück „Vampire“ mit einem Zitat Dick Cheneys eingeleitet wird, in dem der ehemalige Vizepräsident zum Thema Folter lapidar sagt<a href="(http://www.washingtonpost.com/blogs/plum-line/wp/2014/12/15/why-it-matters-that-dick-cheney-still-cant-define-torture/"> „All of the techniques that were authorized by the president were, in effect, blessed by the Justice Department opinion that we could go forward with those without, in fact, committing torture.“</a>, dann wird eindeutig(er), auf wen Zeilen wie „Here&#8217;s a stone for your mouth/ A stone to block your forked tongue“ gemünzt sind. Bei „Poppit“, auf eine Puppe mit magischen Kräften  verweisend, wirft über die Mächtigen gesagt: „They tax our dreams/All they&#8217;ll give to us is graves“, um aber am Ende die Drohung auszusprechen: „We&#8217;ll burn like lanterns/We&#8217;ll hang like stars/And we haunt them form our graves“.</p>
<p>Musikalisch ist das doppeldeutig betitelte Album (man denke an Shakespeares Mercutio, der nach der tödlichen Verwundung sagt: &#8220;Ask for me tomorrow, and you shall find me a grave man.&#8221;) wie eine Wanderung durch die lange Karriere Renners: Da gibt es die an The Spectral Light and Moonshine Firefly Snakeoil Jamboree erinnernden vom Banjo geprägten Stücke („A Mirror For Death“, „The Mouthless Dead“), manche der reduzierteren Songs lassen an die von Renner mit seinem langjährigen musikalischen Partner Prydwynn eingespielte<a href="http://africanpaper.com/2014/08/09/stone-breath-children-of-hum/"> &#8220;Children of Hum&#8221;-EP</a> von Stone Breath denken, das perkussive und treibende „Dead Gods, Dead Masters&#8221; knüpft an das kurzlebige Projekt Crow Tongue an, aber auch Drones, die sich immer wieder im Werk Renners fanden, werden eingesetzt („A Dead Dreaming“, „Germinal (Version I)“).</p>
<p>War Renners 2012 erschienenes Soloalbum „Undeath“ relativ experimentell, so dekliniert er auf „Grave Needs“ auf insgesamt 27 Stücken, von denen jedes eine ausführliche Besprechung wert gewesen wäre, so in etwa jede Form des Folks durch und zeigt, welche Relevanz diese Musik haben kann: Dieses „geisterhafte Licht“, das Renner und seine Mitmusiker zum Scheinen bringen, erhellt weniger die Wiedergänger und Untoten, die in zunehmendem Maße die Bildschirme be- und entvölkern, als vielmehr die ganz realen Monster und Monstrositäten, die unsere Welt bedrohen. (M.G.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://darkhollerarts.com/">Lost Grave</a><a href="http://www.crucialblast.net/">/Crucial Blaze</a></strong></p>
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		<title>ALBATWITCH: If Corporations Are People, Why Don&#8217;t They Die?</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Jan 2015 08:25:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/01/Albatwitch-cora2844831711_10.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-9704" title="Albatwitch cora2844831711_10" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/01/Albatwitch-cora2844831711_10-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Man mag manchmal den Eindruck haben, dass Personen, die ein spirituell geprägtes Weltbild haben oder ein Leben führen, in dem Metaphysik keine nur marginale Rolle zukommt, politisch nicht immer besonders scharfsinnig sind. Timothy Renner allerdings, dessen von christlichen und animistischen Ideen geprägte Band Stone Breath im wahrsten Sinne des Wortes die Avantgarde, die Speerspitze des Weird Folk darstellt(e), hatte schon mit seinem mit Brian Magar eingespieltem Albatwitch-Debüt <a href="http://africanpaper.com/2013/10/05/albatwitch-only-dead-birds-sing-over-the-graves-of-fallen-kings/">„Only Dead Birds Sing Over the Graves of Fallen Kings“</a> radikale Kritik an menschlicher Hybris, an naiver Technikgläubigkeit<span id="more-9702"></span> -paradigmatisch am Beispiel des Frackings &#8211; geäußert und man hatte den Eindruck, dass die beiden Musiker es für nötig hielten, dieses in verschiedensten Musik(form)en zum Ausdruck zu bringen, ganz so, also solle in einer konzertierten Aktion gezeigt werden, was alles notwendig ist, um sich gegen das Handeln der Eliten zu stellen &#8211; eine Vorgehensweise, die auf dem provokant und clever betiteleten Nachfolger weitergeführt wird.</p>
<p>Dabei finden sowohl zwischen den Liedern als auch innerhalb einzelner Stücke Genre-, Grenzüberschreitungen statt. Auf „If Corporations Are People, Why Don&#8217;t They Die? “ findet man ein aus Samples und Noise bestehendes Intro („Collateral Dmage“), eine ganze Reihe harscher Crustnummern („A Hand From the Sky“, „Terror Reign“, Freedom Industries, „Fed to the Wolves“, „Israel“), von Samples durchzogenen Feedbacknoise („Corporate Personhood“), mit „Corporate Corpse“ und „Red, White And Blindfolded“ Folkstücke, die auch auf einem der in den vergangenen Jahren veröffentlichten Stone Breath-Alben nicht deplatziert gewesen wären; das einminütige „The Lost And The Unfound“ klingt mit seiner kargen Perkussion und orientalischer Flöte ganz so, als hätten Stone Breath und Crow Tongue zusammen ein Stück eingespielt. „Pin“ kombiniert Renners so typisches Banjospiel mit verzerrter E-Gitarre, seinen dunklen Bariton mit Magars Keifen, das den einen oder anderen Schwarzmetaller locker in seine Schranken weist (dass Brian Magar nicht nur bei den Doomern von Layr spielt, sondern sich wahrscheinlich unter dem Projektnamen Denier auf den Pfaden Xasthurs bewegt, passt da gut). Auch auf dem spärlich instrumentierten „Mirror Tower“ ergänzen sich beide Stimmen gerade wegen des scharfen Kontrasts. Auf dem kurzen „Rattlesnake In The Rabbit&#8217;s Den“ wird Renners Gesang von E-Gitarren untermalt, das treibende „Support the Troops“ ist ein Metal/Folk-Hybrid mit Ohrwurmcharakter, das neunminütige „Monuments“ wird von düster-getragenen Harmoniumdrones und harschen Gitarren durchzogen. Und diese Liste ließe sich noch weiter fortsetzen, schließlich enthält das Album insgesamt 18 Stücke.</p>
<p>Was beim Lesen vielleicht den Eindruck erweckt, hier werde krampfhaft versucht, scheinbar disparate Genres miteinader zu verknüpfen, dem sei gesagt, dass dieses Album musikalisch durchgängig funktioniert. Eine kleine Einschränkung kann man vielleicht bei den Texten machen, denn bei Musik, die engagiert ist und (dadurch bedingt)  einen gewissen appellativen Charakter hat, wird die Botschaft oft etwas direkt vermittelt und es besteht  die Gefahr der Reduktion von Komplexität auf Slogans. Zeilen wie diese aus der „Stars and Stripes“-Absage „Red, White And Blindfolded“ klingen dann auch etwas nach Platitüde (unabhängig von der Richtigkeit des Gesagten): „Go to war for their bottom line./Laws not love are your ties that bind,/Written by men who will never fight/But send the poor uncaring of their plight.“ Etwas, das in „Monuments“ wieder aufgegriffen wird: „See the generals upon their great mounts,/Looking solemn and pompous and proud,/ But let us not forget the bleak truth:/Wealthy men making pawns of the youth.“ Allerdings kann man darüber hinwegsehen, denn dass bei diesem wütenden, teils aggressivem Album die Poesie etwas verloren geht, ist der Thematik geschuldet und in Kombination mit der Musik funktionieren oben zitierte Zeilen dann auch dennoch hervorragend. (M.G.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://darkhollerarts.com/">Hand/Eye</a></strong></p>
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		<title>ALBATWITCHCRAFT: GAS!</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Oct 2013 00:53:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/10/AlbatwitchCraft.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-7671" title="AlbatwitchCraft" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/10/AlbatwitchCraft-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Auf Crow Tongues „The Red Hand Mark“ hatte Timothy Renner auf „Ypres“ das Grauen des <em>trench warfares</em> besungen, den Schrecken des Ortes, an dem zum ersten Mal Giftgas eingesetzt wurde, in dem Krieg, der im englischen Sprachraum noch immer (durchaus doppeldeutig) <em>The Great War</em> genannt wird. In dem Text beschwor Renner ein Grauen voller von Schrapnellen zerfetzten Eingeweiden, eiternden Wunden und grinsenden Schädeln, das nicht anders zusammenzufassen war als mit den Worten „Death ahead, madness behind“.<span id="more-7669"></span></p>
<p>Unter dem Projektnamen AlbatwitchCraft veröffentlicht Renner zeitgleich zu dem Debüt von<a href="http://africanpaper.com/2013/10/05/albatwitch-only-dead-birds-sing-over-the-graves-of-fallen-kings/"> Albatwitch</a> unter dem Titel „GAS!“ ein auf nur 33 Exemplare limitiertes und aus drei Teilen bestehendes Dronealbum, das an dieses Thema wieder anknüpft: Es geht um den Giftgaseinsatz während des Ersten Weltkrieges. Diesmal finden sich aber keine eigenen Texte, sondern es werden drei Gedichte des 1918 gefallenen Lyrikers Wilfred Owen vertont. Auf „Gas! I“ rezitiert Renner mit verlangsamter Stimme einen der vielleicht beeindruckendsten lyrischen Texte, der den Alptraum eines Gasangriffes beschreibt. Das schreckliche Sterben eines Soldaten, der zu spät seine Gasmaske aufsetzt, lässt das lyrische Ich zu dem Schluss kommen: „If you could hear, at every jolt, the blood/Come gargling from the froth-corrupted lungs,/Obscene as cancer, bitter as the cud/Of vile, incurable sores on innocent tongues,&#8211;/My friend, you would not tell with such high zest/To children ardent for some desperate glory,/The old Lie: Dulce et decorum est/Pro patria mori.” Untermalt wird der Text von dunklen auf- und abschwellenden Drones. Verglichen mit der Hektik, die im Text heraufbeschworen wird („GAS! Gas! Quick, boys!&#8211; An ecstasy of fumbling,/Fitting the clumsy helmets just in time”), scheint hier alles verlangsamsamt zu sein, die Zeit fast stillzustehen. Wie in Zeitlupe entfaltet sich auf knapp 20 Minuten das Schreckensszenario. Welch Kontrast dagegen ist die patriotische, in Sonettform gegossesne Trostlyrik von Rupert Brookes wenige Jahre vor Ownes Texten verfassten „The Soldier”, in dem das imaginierte Sterben („If I should die..”) zu einer Beschwörung eines Fleckchen Englands inmitten fremder Erde wird und rein gar nichts mehr mit den gebeugten, in Löchern zusammengepferchten und in diesem „Menschenschlachthaus” (W. Lamszus) wie Vieh sterbenden Soldaten in Ownes Texten zu tun hat. „Gas! II” ist musikalisch noch bedrückender, in weiter Entfernung verhallen Geräusche, dumpfes Brummen ertönt; dafür ist der Gesang wesentlich aggressiver: Die verfremdete Stimme keift den Text von „Anthem for Doomed Youth”, hier wird die Klage über diejenigen, „who die as cattle”, zu einem Wutschrei. „Gas! III” basiert auf Owens „Cramped in that Funnelled Hole”, musikalisch ist der Track noch reduzierter als die anderen beiden: „They were in one of many mouths of Hell/Not seen of seers in visions, only felt/As teeth of traps; when bones and the dead are smelt/ Under the mud where long ago they fell/Mixed with the sour sharp odour of the shell” und die entfernten Drones und Stimmen machen das zu dem vielleicht beklemmendsten Stück auf diesem Album.</p>
<p>Nach diesen insgesamt 40 Minuten ist man kaum noch bereit, sich mit dem <em>pipe dream</em>, die Menschheit sei zur (moralischen) Weiterentwicklung fähig, zu belügen. Dieses Geschlecht strebt nicht zum Licht.</p>
<p>M.G.</p>
<p>Label:<a href="http://lostgravefound.blogspot.de/"> Lost Grave</a></p>
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		<title>ALBATWITCH: Only Dead Birds Sing Over the Graves of Fallen Kings</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Oct 2013 07:06:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Timothy Renner ist ruhelos. Obwohl die Wiederbelebung von Stone Breath vor einigen Jahren zu einer ganzen Reihe hervorragender Alben geführt hat, findet er immer wieder Zeit für Nebenprojekte. Politisch im eigentlichen Sinne konnte man Renners seit Mitte der 90er entstandenes &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2013/10/05/albatwitch-only-dead-birds-sing-over-the-graves-of-fallen-kings/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/10/Albatwitch-Only-Dead-Birds-300x300.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-7637" title="Albatwitch-Only-Dead-Birds-300x300" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/10/Albatwitch-Only-Dead-Birds-300x300-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Timothy Renner ist ruhelos. Obwohl die Wiederbelebung von Stone Breath vor einigen Jahren zu einer ganzen Reihe hervorragender Alben geführt hat, findet er immer wieder Zeit für Nebenprojekte. Politisch im eigentlichen Sinne konnte man Renners seit Mitte der 90er entstandenes Werk bislang nie nennen, viel eher waren all seine Bands und Projekte oftmals Widerspiegelungen einer spirituellen Weltsicht. Wenn überhaupt, dann könnte man sagen, dass seine Labelarbeit, seine sich dem Mainstream und marktstrategischen Überlegungen und Berechnungen weithin verweigernde künstlerische Tätigkeit und das kaum jemals auf sicheren Pfaden Verweilende („I took the [road] less travelled by“ könnte man in Anlehnung an Robert Frosts wohl berühmtestes Gedicht schreiben) natürlich für sich genommen schon ein Statement, eine klare Positionierung sind (eine ähnliche Überlegung wurde jüngst im Wire bezogen auf Wolf Eyes geäußert). <span id="more-7635"></span></p>
<p>Sein neues, mit Brian Magar (der u.a. bei der experimentellen Doomband LAYR spielt) ins Leben gerufene Projekt Albatwitch &#8211; das nach einer angeblich noch vor ein paar Jahrhunderten in Pensylvannia beheimateten affenartigen Kreatur benannt ist und Renners schon an anderer Stelle geäußertes Interesse an Kryptozoologie erneut verdeutlicht- ist nun erstmals ein relativ klares politisches Statement (gegen Fracking, gegen den Raubbau an der Natur)und vielleicht hat das auch dazu geführt, dass ihm bewusst wurde, wie nötig ein (etwas) anderes musikalisches Vokabular wurde, denn auch wenn auf dem Debüt Stücke sind, die sich ganz klar ins restliche Werk Renners einordnen lassen (das Titelstück oder auch „Liar&#8217;s Noose“ erinnern an Stone Breath-Aufnahmen, die instrumentalen Stücke „Floodwaters“ und „Nomads“ hätten vielleicht auch einen Platz auf Crow Tongues „Ditch Mix“-Serie gefunden), so hört man eben auch Klänge, die in dieser Form neu sind: so etwa harschen Noise („Break Apart“, „Dead Kings“, „Ascending Fire“), heftige Doom/Crust-Titel („Beneath the Flood“, „A.M.P.I.C.“), eine überraschend überzeugende Synthese aus traditionellem Banjospiel und harschen Riffs, die zu einem Folk/Black Metal-Hybrid wird („Rise!“) oder Post Black Metal („Frack-Ture“). Was beim Lesen vielleicht wie eine arbiträre und disparate Ansammlung klingt, entpuppt sich beim Hören als in sich geschlossenes Werk, in dem die ineinanderübergehenden Tracks mit ihren Kontrasten erstaunlich gut funktionieren und harmonieren. Vielleicht wird hier zum Ausdruck gebracht, dass verschiedenste Musik(en) nötig und möglich sind, um Widerstand zu leisten.</p>
<p>Auch textlich finden sich leichte Veränderungen. Auf „The Gods and the Apes“ wird die amerikanische Anarchistin Voltairine de Cleyre ausgiebig zitiert, die konstatiert: „You&#8217;ve laid the load of the strong on the helpless“, um dann die Drohung „What ye&#8217;ve sown, ye shall reap“ in Richtung der Mächtigen auszustoßen. Das schleppende „Hammer und Nail“ klagt die Gier („Their souls were sold twenty years ago for a bag full of silver or a fleeting glimpse of gold“) derjenigen an, die die Natur verwüsten  und in „A.M.P.I.C.“ wird die mehr als berechtigte Frage „Who constrols the Water? / Who constrols the food?“ gestellt. Dabei sind die Texte natürlich keine platte Agitation, sondern passen schon ins restliche Werk Renners, in dem oft animistische Vorstellungen einer belebten Natur zu finden waren. Hier wird durch das Wirken des Menschen eben diese zerstört, getötet. „There&#8217;s a tear in the heart of the Mother of us all.“ Selbst im Tod findet sie keine Ruhe, denn „they fracture her coffin with death machines“(„Frack-ture“). Es werden apokalyptische Szenarien beschworen: „Death follows on the reaper&#8217;s swing,/the vulture&#8217;s wing,/and bones roll down through fractured earth./Birth in reverse.“ wird mit verfremdeter Stimme auf „Black Waters Rise“, mit dem das Album ausklingt, intoniert, das den Optimusmus, der in (dem an Pete Seegers Interpretation orientierten) „Die Gedanken sind frei“- dem Opener des Albums &#8211; zum Ausdruck gebracht wurde, fast ad absurdum führt.</p>
<p>„Only Dead Birds Sing Over the Graves of Fallen Kings“ ist ein wütendes, streckenweise rabiates Album, das eine angemessene Reaktion auf die Hybris einer (vielleicht nur vermeintlich) naiven Technikgläubigkeit und einer scheinbar religiös legitimierten Vorstellung, man habe das Recht sich die Erde untertan zu machen, ist.</p>
<p>(M.G.)</p>
<p><span style="font-family: Times New Roman,serif;">Label: <a href="http://lostgravefound.blogspot.de/">Lost Grave</a><br />
</span></p>
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		<title>&#8220;Vieles, was ich mache, basiert auf Gefühl&#8221;: Ein Interview mit Timothy Renner</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Feb 2012 08:12:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das künstlerische Wirken Timothy Renners ist in den vergangenen Jahren von uns mehrfach beleuchtet worden. Seit Mitte der 90er hat er in unzähligen Inkarnationen (Timothy, Timothy Revelator, timeMOTHeye) und Formationen (Mourning Cloak, Stone Breath, Breathe Stone, The Spectral Light and &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2012/02/11/vieles-was-ich-mache-basiert-auf-gefuhl-ein-interview-mit-timothy-renner/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/02/StoneBreathIntro1.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-3745" title="StoneBreathIntro" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/02/StoneBreathIntro1.jpg" alt="" width="225" height="150" /></a>Das künstlerische Wirken Timothy Renners ist in den vergangenen Jahren von uns mehrfach beleuchtet worden. Seit Mitte der 90er hat er in unzähligen Inkarnationen (Timothy, Timothy Revelator, timeMOTHeye) und Formationen (Mourning Cloak, Stone Breath, Breathe Stone, The Spectral Light and Moonshine Firefly Snakeoil Jamboree, Black Happy Days, Moth Masque, Crow Tongue, Forest Beggars) Folkmusik (ein)gespielt, die (auch immer) seine spirituelle Entwicklung, seine persönlichen Obsessionen widerspiegelte. Dass er auf seinem Blog bei Interessen lapidar vermerkt: &#8220;a life of meaning and symbol&#8221;, darf da nicht verwundern.<span id="more-3588"></span></strong></p>
<p><strong>Auf seinen beiden kleinen Labeln Dark Holler und Hand/Eye hat er im Laufe der Jahre eine Reihe von Künstlern veröffentlicht, die ebenfalls im weitesten Sinne dem Folk zuzuordnen sind, wobei die Bandbreite groß ist: Da werden aus Zigarrenkisten gebaute Banjos gespielt (Shane Speal), erklingen Harfenklänge, die Zwergen gewidmet sind (Robin Crutchfield) oder aber man hört eine Art gothischer Countrymusik (The Desolation Singers), um drei willkürlich gewählte Beispiele zu nennen.</strong></p>
<p><strong>Seit einiger Zeit ist Stone Breath, die Band, deren Debüt auf dem leider inzwischen eingestellten Label Camera Obscura veröffentlicht wurde und die sicher das bekannteste Projekt Renners ist, wieder zum Leben erweckt worden und scheint so produktiv wie nie zuvor. Neben dem klassischen Lineup &#8211; bestehend aus Timothy, Prydwyn und Sarada -, mit dem Renner das 2009 veröffentlichte Comebackalbum „The Sherpherdess and the Bone-White Bird“ aufnahm, wurde das letzte Album „The Aetheric Lamp“ mit der neuen „lokalen“ Besetzung eingespielt, ein weiteres Album („The Night Birds Psalm&#8221;) sowie eine EP namens &#8220;Who is Listening?&#8221; stehen kurz vor der Veröffentlichung.</strong></p>
<p><strong>Dementsprechend spielen Stone Breath und die angesprochenen Alben auch eine große Rolle im folgenden Interview, wobei die Situation kleiner unabhängiger Labels ebenso zur Sprache kommt wie Timothys spirituelle Interessen.</strong></p>
<p><a title="“A lot of what I do is based on feeling.” An interview with Timothy Renner" href="http://africanpaper.com/2012/02/11/a-lot-of-what-i-do-is-based-on-feeling-an-interview-with-timothy-renner/"><strong>Read the English Version</strong></a></p>
<p><strong>Seit wir uns das letzte mal gesprochen haben, ist eine Menge passiert. Vielleicht können wir mit der bedeutendsten Entwicklung beginnen: Der Wiederauferstehung von Stone Breath. Wenn ich mich recht daran erinnere, hast du gesagt, dass die Arbeit an den Reissues dazu beigetragen hat, Stone Breath wieder zum Leben zu erwecken. Kannst du etwas dazu sagen, wie es (wieder) begonnen hat?<br />
</strong></p>
<p>Es war eher etwas Organisches als etwas Kommerzielles. Die Reissues haben definitiv zur Auferstehung von Stone Breath beigetragen, aber sie waren nur ein Faktor. Bevor die Neuauflagen fertig waren, haben Prydwyn und ich eine kleine Stone Breath-EP, “The Holly Crown” aufgenommen. Prydwyn und ich hatten nie aufgehört, zusammen an Musik zu arbeiten &#8211; wir hatten an Material mit den Forest Beggars gearbeitet und hatten auch an etwas Crow Tongue-Material gearbeitet &#8211; aber als ich wieder anfing, akustische Musik zu schreiben, Musik, die nicht rhythmusorientiert ist wie Crow Tongue &#8211; deutete alles auf Stone Breath hin. Die Songs waren da. Die Harmonien waren da. Die Leute waren da. Das einzige, was es noch davon abhielt, Stone Breath zu sein, war ICH. Prydwyn, Sarada nahmen “The Shepherdess and the Bone-White Bird” auf &#8211; ich fühlte, dass es ein starkes Album war, ein gutes Comeback, und vor allem fühlte ich, dass es ein Stone Breath-Album war.</p>
<p>Vieles, was ich mache, basiert auf Gefühl. Gefühle lassen sich nicht gut übersetzen, und sie folgen nicht immer einer wachen Logik, aber sie sind mir wichtig. Wenn ich fühle, dass etwas nicht &#8220;richtig&#8221; ist, dann mache ich es nicht. Ich habe das schon immer so getan, zum Nachteil meiner Karriere und meiner Popularität &#8211; aber das ist die einzige Art, wie ich zu leben weiß. Die Lieder, die wir aufnahmen: Sie fühlten sich wie Stone Breath an. Es gab keinen wirklichen Grund, es nicht Stone Breath zu nennen.</p>
<p><strong>Ich vermute, dass Crow Tongue nun der Vergangenheit angehört. Gibt es da noch unveröffentlichte Aufnahmen?</strong></p>
<p>Sollte ich einmal wieder an Material arbeiten, dass sich wie Crow Tongue anhört und anfühlt, dann würde ich es wieder Crow Tongue nennen. Wir haben das Projekt nie wirklich beendet, so sehr die Umstände unsere Aufmerksamkeit auch anderswohin gelenkt haben (das beruhte auf Gegenseitigkeit). Es gibt ein paar unveröffentlichte Aufnahmen, denke ich. Es gab da ein elektronischeres Album, an dem wir gearbeitet haben. Einige dieser Songs sind für mein “Undeath”-Soloprojekt überarbeitet worden.</p>
<p><strong>In Crow Tongue hast du eine Reihe ungewöhnlicher, handgemachter Instrumente benutzt, so zum Beispiel eine &#8220;fretless double-necked electric cigarbox guitar&#8221;. Hast du dir das Instrumentenbauen selbst beigebracht, und was macht für dich den Reiz aus, auf solchen Instrumenten zu spielen?</strong></p>
<p>Nun, ich habe den Lowbow nicht selbst gebaut &#8211; sie werden von John Lowe in Tennessee hergestellt. Ich habe bloß auf “ghost eye seeker” auf einem gespielt. Ich mag selbstgebaute Instrumente, weil es da keine formalen, feststehenden Regeln gibt, wie man sie spielt. Keine Erwartungen. Du nimmst sie einfach in die Hand und fängst an, Musik zu machen, das ist sehr befreiend und interessant. Ich baue auch gerne Instumenten &#8211; aber ich denke, ich bin besser darin, sie umzubauen &#8211; so dass ein Banjos wie eine Guimbri klingt, eine Gitarre wie eine Sitar etc.</p>
<p><strong>Ich habe den Eindruck, dass eine Sache, die dir bei Crow Tongue gefiel, war, dass du und  Æ Hoskin nicht so weit voneinander entfernt wohnten und ihr regelmäßig proben und auftreten konntet. Ist das der Grund dafür, dass es jetzt ein &#8211; wie du es nennst &#8211; &#8220;llokales&#8221; Lineup von Stone breath gibt? </strong></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/01/SBphoto4.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-3638" title="SBphoto4" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/01/SBphoto4-200x300.jpg" alt="" width="200" height="300" /></a>Mir gefällt es auf jeden Fall, Leute in der Nähe zu haben, mit denen man Ideen entwickeln kann &#8211; und regelmäßige Proben zu haben, wo sich die Musik entwickelt. Das ist weniger einsam und es bringt mich als Musiker auch weiter.</p>
<p><strong>Kommen wir mal zu den neuen Aufnahmen. Ich muss sagen, dass &#8220;The Aetheric Lamp&#8221; zur Zeit mein Lieblingsalbum von Stone Breath ist, und ich denke in einer gerechten Welt wäre &#8220;The Coming Fires&#8221; die Hit-Single. Was kannst du uns über dieses Album erzählen? Wie hast du Carin Wagner Sloan wiedergetroffen? In welcher Hisicht unterscheidet sich deine Herangehensweise von der bei &#8220;The Shepherdess And The Bone-White Bird&#8221;?</strong></p>
<p>Carin ist eine der besten Freundinnen meiner Frau &#8211; und ist es schon seit Iditarod vor vielen Jahren mit Stone Breath getourt sind. Ich habe ihre Stimme schon immer geliebt. Ich erinnere mich, wie ich mit Prydwyn zusammen saß und wir uns Iditarod ansahen und er sagte zu mir “Wir müssen sie dazu bringen, dass sie mit uns singt” &#8211; womit ich natürlich einverstanden war.</p>
<p>Carin heiratete und hatte ihr erstes Kind in etwa zu der Zeit, als meine Frau und ich die Zwillinge bekamen. Ich denke, es brauchte ein paar Jahre, in denen sie einfach Mutter war, um irgendwann wieder bereit zu sein, Musik zu machen. Wir hatten ein bisschen darüber gesprochen, und ich schickte ihr ein paar Songs (Material von “The Night Birds Psalm”) &#8211; dann kam sie vorbei, um mit aufzunehmen. Sie war voller Ideen und 100% bereit, als sie dazu kam. Ich bin überglücklich mit dem, was sie zu Stone Breath beigetragen hat. Sie hatte noch nie “The Coming Fires” gehört, bevor sie zu den Aufnahmen vorbei kam -ich habe es ihr einfach vorgesetzt, als siie kam und sie hat es genau richtig gemacht. Ich glaube, bei der ersten oder zweiten Aufnahme. Sie hat es so kraftvoll gesungen, dass jedes Instrument im Raum in teilnahmsvoller Vibration erklungen ist. Es war großartig.</p>
<p>“The Ætheric Lamp” war größtenteils improvisierte Musik über einem feststehenden Gerüst. In der Hinsicht war es  wie Seite B von “The Shepherdess&#8230;”  &#8211; es ging von dort aus. Östliche Tonleiter und Improvisation. Wir hatten uns eine Menge an persischer klassischer Musik angehört &#8211; im Gegensatz zu den Solo-Oud/Gesangsarbeiten, (die &#8220;The Shepherdess of the Fiery Wheels beeinflusst hatten); ich schätze, dass deswegen viel mehr Instrumente und unterschiedliche Muster in der Musik zu finden sind.</p>
<p><strong>Auf dem Album scheinen Gegensätze (&#8220;beautiful and terrible&#8221;, &#8220;horrible and wonderful&#8221;, zum Schluss &#8220;Springtime flowers burst again beneath the sky&#8217;s red tongue&#8221;) eine große Rolle zu spielen. Denkst du, dass solche Gegensätze immer aufeinander bezogen sind?</strong></p>
<p>Einer meiner Freunde hat mir mal gesagt, dass es bei all meiner Musik auf die eine oder andere Weise um Dunkelheit gegen Licht ginge. Ich hatte da nie zu sehr drüber nachgedacht, bevor er das sagte, aber Laternen, Monde, Sterne, Flammen etc. pp.finden sich immer in meinen Songs. Ich denke, das kommt alles aus der Natur, die Vorstellung, dass Gegensätze irgendwie verbunden sind: Das Leben kommt vom Tod, das Licht von der Dunkelheit etc. Ich versuche oft, in Bedeutungsschichten zu schreiben, auch wenn ich nicht immer erfolgreich bin. Aber ich denke, das bietet sich ebenfalls an, um sich mit Gegensätzen und Kontrasten zu beschäftigen.</p>
<p><strong>Du bist gerade dabei, ein neues Stone Breath-Album, &#8220;The Night Bird&#8217;s Psalm&#8221;, herauszubringen. Was kannst du uns über das Konzept, die Komposition u.s.w. erzählen?</strong></p>
<p>Mit “The Night Birds Psalm” hatten wir schon vor “The Ætheric Lamp” angefangen &#8211; wir hatten dann gleichzeitig an beiden Alben gearbeitet. Ich hatte die Idee, ein Album mit etwas kürzeren, persönlicheren Songs zu schreiben &#8211; ein bisschen wie die ersten beiden Alben &#8211; es aber mit der neuen, erweiterten Band aufzunehmen, und steckte alles, was ich über die Jahre gelernt hatte, in die Songs. Es ist ziemlich anders als “&#8230;Lamp,” aber ich bin gleichermaßen stolz auf beide Alben.</p>
<p><strong>Eine Eigenschaft deines Werks ist, dass du manchmal Songs überarbeitest. Auf dem neuen Album gibt es eine neue Version von &#8220;Ephrata Sacred Heart&#8221;. Wann hast du das Gefühl, dass es Zeit für eine Neuinterpretation ist?</strong></p>
<p>Es wird ein Mini-Album namens “Who is Listening?” mit neuen Versionen von Songs des ersten und zweiten Albums (eingespielt von der neuen, vollständigen Band) ebenso eine Neufassung von “Sixteen Hooves” von Crow Tongue geben.</p>
<p>Normalerweise widme ich mich einem Song noch einmal, wenn ich den Eindruck habe, dass da etwas war, das ich nicht richtig eingefangen habe &#8211; oder, dass da ein Thema war, das ich nicht tief genug erforscht habe. Oder vielleicht denke ich, dass ich die Musik besser machen kann. By “Who is Listening?” dachte ich einfach nur, dass es interessant sei, wenn man die neuen Leute ein paar der sehr alten Songs spielen lässt.</p>
<p><strong>Waren The Forest Beggars eine einmalige Angelegenheit, oder wird es weitere Aufnahmen geben?</strong></p>
<p>Ich habe keine Kontrolle über The Forest Beggars. Sie machen Musik zur Marienverehrung. Ich würde sagen, dass es mehr Material der Forrest Beggars in der Zukunft geben wird. Alles, was ich künftig über Maria schreiben werde, wird den Forrest Beggars gegeben werden. Sie sind kein kommerzielles Projekt. Das Material zu “Virgo, Mater, Domina” begann fast ein Jahrzehnt vor der Veröffentlichung zu entstehen. Wir entschieden, es zusammen mit der Stone Breath-CD “Shepherdess&#8230;” zu veröffentlichen, weil sie sich beide Maria widmen und weil es ein guter Weg schien, der Welt die Forrest Beggars vorzustellen. Offenbar gibt es ein paar Stimmen und Klänge bei den Forest Beggars, die Leuten bekannt vorkommen, die Stone Breath hören &#8211; aber offiziell haben Forrest Beggars anonyme Mitglieder. Die Besetzung unterschiedet sich von Stone Breath.</p>
<p><strong>Au deinem Blog sind verschiedene Zeichnungen von einem geplanten Bildband namens &#8220;Undead&#8221; zu sehen. Wie würdest du die Stimmung und die zentralen Motive des Buches beschreiben, und wie sind deine Pläne für die Veröffentlichung?</strong></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/02/Timothy-Undead.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-3700" title="Timothy Undead" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/02/Timothy-Undead-194x300.jpg" alt="" width="194" height="300" /></a>Es wird “Undeath” genannt werden. Es wird als Bildband zusammen mit einem Soloalbum (mit vielen Gästen) erscheinen. Es ist eine Serie von Zeichnungen, die ich von Geistern, Engeln und anderen seltsamen Wesen angefertigt hatte. Es begann, weil ich mich selbst wieder zum regelmäßigeren Zeichnen bewegen wollte &#8211; und verwandelte sich schnell in eine sehr umfangreiche Serie. Irgendwann nahm ich dieses Album mit dunkler, gespenstischer Musik auf &#8211; ich nenne es Dronefolk, einfach als kurzen Hinweis, aber es ist seltsamer und etwas experimenteller als sich das jetzt anhört.</p>
<p>Ich dachte, das Album und das Artwork würden gut zusammen passen. Ich glaube, es wird noch in der ersten Häfte 2012 auf Crucial Blast (oder einem Ableger) erscheinen. Ich hoffe, es wird ein paar Ausstellungen mit diesen Zeichnungen geben, aber wir werden sehen.</p>
<p><strong>Ich denke, dass die Art, wie Musik wahrgenommen wird, oft davon beeinflusst ist, wo Leute herkommen und in welchen &#8220;Szenen&#8221; oder Subkulturen sie zuhause sind. Ich frage mich, wie Stone Breath dort wahrgenommen wird, wo du lebst.<br />
</strong></p>
<p>Ich denke, wir haben eine lange, lange Zeit mehr oder weniger im Dunklen gearbeitet. Leute, die mich kannten, hörten die Musik und ich vermute mal sie dachten einfach: “Nun, das ist eben Timothys Ding.” Stone Breath haben öfter in New York, Neuengland und an der Westküste gespielt als hier in der Region. Nachdem Don mit einstieg; nun, er ist ein fantastischer Gitarrist und als solcher in der Gegend bekannt. Mehr Leute aus der Region begannen, auf uns aufmerksam zu werden. Dann als Brooke ebenfalls mit dazu kam &#8211; sie und Don sind viel besser darin, über die Band zu reden und die Leute wissen zu lassen, dass es uns gibt. Ich denke, dass ich auch besser in so etwas werde &#8211; jetzt, da es eine lokale Band gibt, mit der ich probe. Ich denke, dass die Zeit uns auch eingeholt hat. Die Leute sind inzwischen vielleicht etwas offener für kreative Musik, sie suchen nach etwas, das ein bisschen anders ist. Und so höre ich, dass der Name hier und da fällt, wo ich ihn bislang NIEMALS gehört habe. Es ist sehr schön für mich, das zu hören.</p>
<p><strong>Als wir uns das letzte mal unterhalten hatten sagtest du, dass du dich aus verschiedenen Gründen nie als Teil des Weird Folk empfunden hast. Macht es dich nicht dennoch ein bisschen stolz, dass Jeanette Leech Stone Breath, The Iditarod und In Gowan Ring ein ganzes Kapitel in ihrer Geschichte des Acid- und Psychedelic Folk widmet?</strong></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/01/tMe_photo1.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-3639" title="tMe_photo1" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/01/tMe_photo1-204x300.jpg" alt="" width="204" height="300" /></a>Absolut. Das Kapitel war eine Anerkennung, die wir ansonsten nicht oft erhalten. Als dieses ganze Acid/Psych/Freak/Weird/was auch immer -Folkding auf einmal irgendwie hip und populär wurde, wurden wir komplett außen vor gelassen. Ich denke, auf eine gewisse Weise wurden wir als &#8220;alt&#8221; angesehen. Nicht neu und hip. Wir haben uns nie gekleidet wie die Bands, die populärer wurden und bei großen Indie- oder Majorlabels unterschrieben. Wir hatten nie die richtigen Klamotten und den richtigen Haarschnitt. Wir haben nie etwas mit einem ironischen Augenzwinkern gemacht &#8211; wir haben bloß gemacht, was wir wollten. Wir hatten nie Geld für Presseleute, und die Booker haben uns mit dem Hintern nicht angeguckt. <span style="text-decoration: underline;"><br />
</span></p>
<p>Generell hat uns das Kapitel in “Seasons They Change” sehr gut getan. Wenn Jeanette davon spricht, wie sehr sie Stone Breath mag &#8211; wenn die Person, die buchstäblich das Buch über diese Musik geschrieben hat, dein Album als einen ihrer Favouriten herauspickt &#8211; das ist eine sehr berührende Art der Anerkennung. Es entschädigt uns für die vielen Gelegenheiten, bei denen wir übergangen oder vergessen oder ignoriert worden sind.</p>
<p><strong>Nun zu einer Frage an dich als jemanden, der ein Independent-Label betreibt. Wie sehr ist es in den letzten Jahren schwieriger geworden, Dark Holler und Hand / Eye zu betreiben? Hat es in der letzten Zeit auch schwerere Enttäuschungen gegeben?</strong></p>
<p>Es ist sehr schwierig geworden. Kleine Labels machen gerade überall ihre Schotten dicht. Wir mussten auch Abstriche machen und Kosten reduzieren und weniger Alben in geringerer Stückzahl veröffentlichen.</p>
<p>Alles hat sich geändert. Wir haben uns irgendwie auf ein System hinzubewegt, das von Stammkunden getragen wird. Diejenigen, die uns unterstützen, neigen dazu, uns immer zu unterstützen. Es sieht so aus, dass wir alles, was wir veröffentlichen, an eine kleinere Gruppe von Stammkunden verkaufen &#8211; im Gegensatz zu ein paar Sachen an viele Menschen.<br />
Was die Enttäuschungen angeht &#8211; die Wirtschaft ist die Wirtschaft, und es gibt wenig, was wir da tun könnten, um das zu ändern. Das einzige, was wir den Dieben, die unsere Musik illegal vertreiben, entgegen halten können, ist der Versuch einer interessanten Aufmachung, die die Leute wirklich wollen. Wiederum gibt es da wenig, was wir machen können um die Leute zu informieren, dass Stehlen den unabhängigen Künstlern und Labeln wirklich zusetzt und zwar in einem sehr ungleichen Verhältnis vergleichen mit großen Labels. Nein, die einzige richtige Enttäuschung der letzten Zeit ist der Hersteller von lathe-cuts namens PolyCut gewesen, mit dem wir vereinbart hatten, dass er 10”-Platten für uns herstellt. Sie haben die Platten nie gemacht und unser Geld behalten. In Zeiten wie diesen ist es ein niederschmetterndes Zeichen, wenn ein indie-freundlicher Hersteller so mit einem kleinen Label umgeht.</p>
<p><strong>Du spielst da auf die &#8220;Who is Listening&#8221;-EP an. Wie schwer ist es, bei solchen Angelegenheiten als Band zu überleben?</strong></p>
<p>So etwas trifft einen sehr. Wir sind insofern von einer Veröffentlichung abhängig, weil wir damit die nächste finanzieren. Ohne Rückerstattung und ohne etwas zum Verkauf ist es, als würden wir einen Stapel Geld verbrennen. Wir können für unsere Arbeit nichts vorweisen.</p>
<p><strong>Du hast auf Hand/Eye einer Reihe von Alben anderer Musiker heraus gebracht, beispielsweise bekam Sarah June so eine gute Starthilfe. Verfolgst du ihre Aktivitäten noch, wo sie mittlerweile im Indiebereich etwas populärer geworden ist, oder fandest du es eher enttäuschend, dass sie ihr zweites Album woanders veröffentlicht hat (auf deiner Website steht &#8220;wenn ihr nicht bereit seid, uns ein zweites Album zu versprechen, dann schickt uns nichts&#8221;)?</strong></p>
<p>Gewisse andere Labels benutzen Hand/Eye für die Suche nach Künstlern und neuen Trends. Es ist VIEL schwieriger, jemanden mit einem ersten Album aufzubauen, als irgendwo herein zu schneien und jemanden für das zweite Album abzugreifen. Wegen solcher Dinge sind wir sehr vorsichtig geworden, wenn es darum geht, mit neuen Leuten zu arbeiten. Es ist sehr schade, denn ich hatte das Gefühl, dass ich recht gut darin bin, neue und interessante Künstler ausfindig zu machen &#8211; aber ich sehe mich nicht mehr wirklich um. Ich und meine engen Freunde können genug Musik aufnehmen, um den kompletten Veröffentlichungskatalog zu füllen. Stone Breath und The Trees Community sind mit Abstand die meistverkauften Sachen auf dem Label. Das Label leidet nicht gerade darunter, wenn ich den Katalog mit Stone Breath auffülle &#8211; eher im Gegenteil.</p>
<p><strong>Was kannst du uns über die Hintergründe der &#8220;Full Moon&#8221;-Serie sagen, die auf Hand/Eye mit Beiträgen von Leuten wie In Gowan Ring, Wooden Wand oder David Tibet erschienen ist? Ich erinnere mich, dass du Pläne für eine neue Subskriptionsreihe erwähnt hattest. Wurden die zurückgenommen?</strong></p>
<p>Neddal Ayad (the does, Desolation Singers) und ich hatten die Idee zu dieser Serie. Wir dachten, das wäre eine gute Möglichkeit, ein paar unbekanntere Künstler mit anderen zusammen zu bringen, die etwas bekannter sind. Es hat Spaß gemacht, war aber auch eine Menge Arbeit jeden Monat.</p>
<p>Wir hatten schon mal die Idee zu einer neuen Subskriptionsserie. Wir hatten das mit Crow Tongue vor &#8211; grundsätzlich würde immer ein anderer Künstler Crow Tongue remixen oder Crow Tongue einen anderen Künstler. Aber es sollte nicht sein. Wir werden aber vielleicht eine andere Serie machen, wenn wir genügend Unterzeichner zusammen bekommen.</p>
<p><strong>Vor ungefähr zwei Jahren sprachen wir nach einem Birch Book-Konzert mit B&#8217;ee und er sagte, es gäbe Pläne, eine erweiterte Neuauflage von &#8220;Full Flower Moon&#8221; herauszubrigen. Ist das imemr noch geplant?</strong></p>
<p>Bee und ich können uns da noch nicht einigen. Ich denke, er hätte das gerne im Mai draußen &#8211; und ich kann nicht so präzise planen. Alles, was ich mache, verzögert sich, wie es scheint. Ich hoffe, dass wir das hinbekommen, denn es ist eine fantastiche Sammlung von Liedern.</p>
<p><strong>Begriffe wie &#8220;Independent&#8221; und &#8220;do it yourself&#8221; sind leider etwas zu Stereotypen geworden, auch wenn das, was sie eigentlich bedeuten, vielleicht wichtiger ist als je zuvor. Ist es dir wichtig, so unabhängig wie möglich von den Moden des Mainstream zu sein?</strong></p>
<p>Ich versuche den Mainstream nicht bewusst zu vermeiden Ich denke, dass in der modernen Popkultur größtenteils das durchgeht, was schwach, verwässert und ungefährlich ist. Wir sind unabhängig, weil uns niemand ernsthafte Angebote macht &#8211; bislang war kein Angebot, dass man Stone Breath unterbreitet hat, der Band gegenüber wirklich vorteilhaft. Wir machen es selbst, weil es niemand für uns machen will. Es ist gut. Es hält uns bei der Arbeit.</p>
<p><strong>Ist die Arbeit auf einer Farm (ich bin nicht sicher, ob es deine eigene ist&#8230;) etwas, dass du auch in dem Zusammenhang siehst, und betrachtest du Familie, Landwirtschaft und Musik als Teil eines größeren Ganzen? Ich frage mich ebenso, wie sehr die aktuellen ökonomischen Krisen dich da beeinträchtigen (falls die Frage nicht zu privat ist). Würdest du sagen, dass deine Art zu leben dir eine gewisse Autonomie gibt?</strong></p>
<p>Die Arbeit auf der Farm meines Vaters ist nur eine von vielen Sachen, die ich gamacht habe. Seit mein Vater älter geworden ist und ich weiter weg gezogen bin, machen wir dort immer weniger. Es war nur eine sehr kleine Farm &#8211; wir bauten nur Sachen für uns selbst an &#8211; und ein bisschen Vieh. Nichts sehr Großes. Was mir das Großwerden auf einer Farm aber gegeben hat, ist ein Gefühl für die Jahreszeiten und die Kraft des Pflanzens und Samensetzens und die Wichtigkeit der eigenen Hände Arbeit.</p>
<p>Ich denke, mein ganzes Leben hat mich dahin gebracht, wo ich jetzt bin. Aufwachsen auf einer Farm, als Teenager das ganze DIY/Punk-Ding kennen lernen, Fanzinekultur, experimentelle Musik, Folkmusik und das Ganze drumherum&#8230; All diese Dinge und mehr haben mich zusammen zu dem gemacht, der ich bin. Ich mache irgendwelche Gelegenheitsarbeiten und Teilzeitarbeiten &#8211; um so leben zu können, wie ich will und um Kunst und Musik machen zu können &#8211; aber es mag eine Zeit kommen, in der ich wieder einen anderen Vollzeitjob machen muss, und ich weiß aber, dass ich deshalb nicht weniger Künstler oder Musiker bin. Ich weiß nicht, wie autonom ich in Wirklichkeit bin. Wahrscheinlich nicht so sehr, wie ich es gerne hätte.</p>
<p><strong>Vor einigen Jahren nanntest du einmal als eines deiner größten Ziele die Versöhnung deines animistischen Herzens mit deinem chrislichen Geist. Strebst du immer noch danach, und würdest du sagen, dass du dich dem ein wenig angenähert hast?</strong></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/02/Timothy-Undead2.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-3701" title="Timothy Undead2" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/02/Timothy-Undead2-194x300.jpg" alt="" width="194" height="300" /></a>Ich weiß es nicht. Ich muss zwischen dem amerikanischen Protestantismus (der mir ziemlich fremd ist) und dem Katholizismus (welcher die Religion ist, mit der ich aufwuchs) eine vertandesmäßige Trennung vornehmen. Ich bin mittlerweile vorsichtig mit dem Wort &#8220;christlich&#8221;, denn zumindest in den Vereinigten Staaten wird der Begriff ziemlich häufig gerade von den Leuten großspurig verwendet, die meiner Ansicht nach nicht sehr christlich sind.</p>
<p>Animismus ist immer in meinem Herzen. War es immer &#8211; schon bevor ich es so genannt habe. Ich sehe es nicht im Gegensatz zur Marienverehrung im Katholizismus &#8211; in dem großen, seltsamen, fraktalen Bild von Geist und Natur gehen Glaube und Zweifel manchmal Hand in Hand. Manchmal muss ein jüdischer Mann von einer Jungfrau geboren werden und an einem Baum hängen, damit wir uns an den Platz der Natur in der Ordnung der Dinge zu erinnern. Ein anderes mal müssen Engel die Form von Bäumen annehmen. Wälder werden zu Kathedralen. Es ist alles zusammen gesponnen in einem großen silbernen Netz.</p>
<p><strong>Viele Motive in deinem Songwriting verweisen auf etwas, das man gemeinhin als heidnische Aspekte im Christentum bezeichnet, und deine Selbstbeschreibung (&#8220;Stone Breath ist Teil der Erde. Metall, Haar, Holz, Haut, Fleisch, Atem und Knochen machen unsere Musik. Wir singen Hymnen an Gott und den grünen Wald“) deutet ebenfalls ein eine solche Richtung. Würdest du sagen, dass solche Dinge generell zu kurz kommen in der heutigen populären Religiosität?</strong></p>
<p>Ich denke schon, ja. Folk-Traditionen &#8211; die meisten hatten einen heidnischen Ursprung und wurden dann in das Christentum eingegliedert &#8211; wurden sozusagen vom Unkraut gereinigt in dem Versuch, ein rigides &#8220;reines&#8221; Christentum zu bekommen &#8211; was irgendwie ein Witz ist. Diese Dinge zu verlieren heißt, etwas Essentielles zu verlieren. Etwas sehr Schönes.</p>
<p><strong>Bist du am frühen Christentum interessiert und wenn ja, welche Schriften betrachtest du als unverzichtbar für deine eigene spirituelle Entwicklung?</strong></p>
<p>Ich denke, das hängt etwas von der geographischen und chronologischen Definition von &#8220;früh&#8221; ab. Ich hatte früher großes Interesse an apokryphen Schriften, gnostischen Texten u.s.w. Die &#8220;Wüstenväter&#8221; und all das. Ich denke, das interessiert mich immer noch, aber spätere Schriften wie die von Hildegard of Bingen und ihre Visionen vom Leben Marias und Aufzeichnungen von und über die keltischen Heiligen &#8211; solche Sachen interessieren mich in der letzten Zeit noch mehr. Ich verstehe sie besser. Aber Bücher über Synchronizität oder Naturbeschreibungen &#8211; auf gewisse Weise kann dies für mich spirituell ebenso kraftvoll und bewegend sein.</p>
<p><strong>Du hast unter anderem Musik beim australischen Label Camera Obscura herausgebracht und auch deren &#8220;The Serotonin Ronin II&#8221;-Compilation visuell gestaltet. Der Tod des Eigentümers Tony Dale ist ein großer Verlust für die Folkszene und für die alternative Musik generell. Wart ihr enge Freunde und was kannst du uns über die Zeit eurer Zusammenarbeit erzählen?</strong></p>
<p>Ich vermisse Tony und Camera Obscura sehr. Er war ein Freund und eine große Unterstützung. Er war der erste, der irgendwie an Stone Breath glaubte. Ich war immer stolz, dass “Songs of Moonlight and Rain” die erste Camera Obscura-Veröffentlichung war. Tony hat eine Menge großartiger Musik heraus gebracht und viele Bands auf ihrem Weg unterstützt. Ich denke nicht, dass du jemanden finden würdest, der irgendetwas anderes über Tony zu sagen hätte als lobende Worte, und viele werden es besser ausdrücken, als ich es kann. Er war ein besonderer Mann und ein Segen für die Underground-Musik.</p>
<p><strong>Gibt es noch etwas, dass du hinzufügen magst oder eine Frage, die du gerne hören würdest?</strong></p>
<p>Only my contact information: revelator@lostgospel.org</p>
<p>(M.G. &amp; U.S.)</p>
<p><a href="http://www.darkhollerarts.com">darkhollerarts.com</a></p>
<p><a href="http://www.facebook.com/stonebreath">facebook.com/stonebreath</a></p>
<p><a href="http://www.reverbnation.com/stonebreath">reverbnation.com/stonebreath</a></p>
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