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	<title>African Paper &#187; Dark Holler</title>
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		<title>STONE BREATH: The Secret Heart of Hum / The Sacred Heart Of Hum</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Oct 2025 05:04:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Timothy Renner war immer unglaublich produktiv und nach der Wiederbelegung Stone Breaths  mit dem Album „The Shepherdess And The Bone-White Bird“ im Jahr 2011 folgten zahlreiche Veröffentlichungen: Alben, EPs und Seitenprojekte waren Legion. In den letzten Jahren wurde es musikalisch &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/10/11/stone-breath-the-secret-heart-of-hum-the-sacred-heart-of-hum/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/10/a0148240173_16.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-48503" title="a0148240173_16" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/10/a0148240173_16-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><a href="https://africanpaper.com/tag/timothy-renner/">Timothy Renner</a> war immer unglaublich produktiv und nach der Wiederbelegung <a href="https://africanpaper.com/tag/stone-breath/">Stone Breaths </a> mit dem Album <a href="https://africanpaper.com/2011/09/01/stone-breath-with-the-forest-beggars-the-shepherdess-and-the-bone-white-bird/">„The Shepherdess And The Bone-White Bird“</a> im Jahr 2011 folgten zahlreiche Veröffentlichungen: Alben, EPs und Seitenprojekte waren Legion. In den letzten Jahren wurde es musikalisch um Stone Breath etwas stiller und man <span id="more-48501"></span>konnte vielleicht meinen, er stecke seine ganze Energie in seinen Podcast <a href="https://www.strangefamiliars.com/">Strange Familiars</a>, der sich mit Paranormalem, mit Kryptozoologie etc. beschäftigte („a podcast that tells stories through a combination of historical research, witness interviews, discussion, and on-site recordings when possible“). Diese Interessen hatten sich auch auf den Stone Breath-Alben <a href="https://africanpaper.com/2016/08/27/stone-breath-cryptids/">„Cryptids“</a> und <a href="https://africanpaper.com/2017/08/26/stone-breath-witch-tree-prophets/">„Witch Tree Prophets“</a> widergespiegelt.</p>
<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/10/a2613642005_10.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-48513" title="a2613642005_10" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/10/a2613642005_10-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Eine Antwort auf den etwas geringer gewordenen Output fand sich auf der 2023 erschienenen Zusammenstellung <a href="https://africanpaper.com/2023/07/22/stone-breath-greys-and-orphans/">„Greys &amp; Orphans“</a>: Timothy hatte schon vor vielen Jahren in einem Interview mit <a href="https://www.clippings.me/users/jeanetteleech">Jeanette Leech</a> seine MS-Erkrankung öffentlich gemacht, nun schrieb er in de Linernotes des oben genannten Albums: „A serious MS attack in 2021 has left me with numb fingers, severely limiting my technique and which instruments I am able to play.“ Gleichzeitig kündigte er aber auch an: „Stone Breath will return.“ 2023 erschien noch ein <a href="https://africanpaper.com/2023/12/06/let-my-heart-be-burned-neues-material-von-forest-beggars">Minialbum des „katholischen“ Seitenprojekts The Forest Beggars</a>.</p>
<p>Nun sind (endlich) zwei (sehr) ähnlich betitelte und gestaltete Alben veröffentlicht worden, auf denen eine leichte musikalische Umorientierung virulent wird: Dem Banjo kommt nur noch eine sehr kleine Rolle zu, stattdessen steht das Harmonium klar im Zentrum. Die Titel der Alben greifen einen Begriff auf, der auf dem mit dem alten Weggefährten Prydwynn eingespielten Album <a href="https://africanpaper.com/2014/08/09/stone-breath-children-of-hum/">„Children Of Hum“ </a>aus dem Jahr 2014 erstmals auftauchte: In den Linernotes konnte man lesen, dass Prydwynn auf die Frage, wie man all die vielen unterschiedlichsten musikalischen Ideen und Stile vereinen könne, antwortete: „Some things hum. Some things don&#8217;t hum. I follow those things that hum.“</p>
<p>Auf „The Secret Heart Of Hum“ finden sich sowohl Songs als auch instrumentale Tracks (die vielleicht etwas an das Album <a href="https://stonebreath.bandcamp.com/album/entity-drift">„Entity Drift“</a> erinnern), wobei letzere eine Aura des Mysteriösen haben: Das Album wird eröffnet von „Night After Night“, das Sprachsamples von jemandem enthält, der davon erzählt, wie er nachts von etwas Unheimlichen geweckt wird, dazu dröhnt ein leicht unheilschwangeres Harmonium, hinzu kommen Feldaufnahmen von Wasser und Vögeln. Stücke wie „Under Clouds And Over Me“ mit merkwürdigen, entfernten Geräuschen und dunklem Dröhnen, „Witch Pit“ mit Feldaufnahmen von zirpenden Grillen, Eulen und entfernten Stimmen sowie „Alive“ (Feldaufnahmen von Vögeln und Insekten) erzeugen eine ähnliche außerweltliche, teils nokturne Stimmung. „Gallows Pole“ ist die Interpretation eines <a href="https://mainlynorfolk.info/lloyd/songs/themaidfreedfromthegallows.html">bekannten Traditionals</a>. Renners getragener Gesang tönt: „Hangman, hangman, slack your rope – slack it for awile &#8211; / I think I see my mother coming, traveling many a mile.“ Das Harmonium klingt hier wie eine Drehleier. Der Song „One Year and One Day“ enthält die Aufforderung: „If you&#8217;ll give another night, the dawn shall take all your cares.“ Dem Sujet entsprechend ertönen auf „Spider Eyes“ leicht bedrohliche Drones, es gibt Harmoniumpassagen und dann ein Flüstern: „The spiders in the trees are watching me“. „Heart&#8217;s Home“ ist geprägt vom Zusammenspiel eines mittelalterlich klingenden Harmoniums und Banjo und der Feststellung: „I followed the hum to my heart&#8217;s home: a lonesome hole, dug so long ago“. Als Überraschung folgt darauf die Interpretation von <a href="https://africanpaper.com/tag/leonard-cohen/">Cohens </a> Meisterwerk „Who By Fire“, verglichen mit <a href="https://africanpaper.com/tag/coil/">Coils</a> Interpretation hat Renners Version einen fast schon sakralen Charaker. Beendet wird das Album von dem sechsminütigen „The Secret Heart Of The Seventh Gate“, mit der auch schon auf anderen Songs im Werk Reenners gestellten Frage „Who is listening to me?“. Stück wie Album enden dann etwas ambivalent mit „Have all my songs now been sung?“.</p>
<p>„The Sacred Heart Of Hum“ ist musikalisch ähnlich ausgerichtet. Das Album beginnt mit „Rapture“: Man hört dunkel-mysteriöse Drones, ein Mädchen spricht. Das 20-minütige „The Shepheredess Of The Fiery Wheels“ ist eine tolle Mischung aus repetetiven Harmoniumpassagen und dem Spiel des Gimbri-Banjos, auf der Renner (s)eine religiöse Vision beschreibt: „See four faces on every head: oxen, eagle, lion, and man./Cloaked they are by folded wings, and lifted up by folded hands/The thunder rolls an endless prayer – lightning cracks the nighttime air.“ „Sorrow&#8217;s Epiphany“ ist die Vertonung eines Gedichts über die drei heiligen Könige, auf der zum Harmonium und den Feldaufnahmen eine gezupfte Akustikgitarre hinzukommt. „The Voice In The Water“ ist ein melodisch-ambienter Track mit unheimlichen Geräuschen und dem Rauschen von Wasser. „Apparition“ mischt Stimme und kristalline Sounds, die klingen, als habe <a href="https://africanpaper.com/tag/asmus-tietchens/">Asmus Tietchens</a> etwas beigesteuert. Irgendwann erzählt ein Junge von einer Frau, die ihm erschienen ist. „Burning Water“ lässt einen alten Mann sprechen, während auf „The Voice In The Earth“ Loops von Stimmen (einem Chor (?)) zu hören sind. Auf dem Abschlussstück „Saint Ottilia“ singt Sarada begleitet von einer Akustikgitarre.</p>
<p>Um auf oben gestellte Frage zurückzukommen: Es wäre mehr als tragisch, wenn mit dieser Zwillingsveröffentlichung alles gesagt/gesungen wäre, denn nicht grundlos sprach oben erwähnte Jeanette Leech in &#8220;Seasons They Change&#8221;, ihrer &#8220;story of acid and psychedelic folk&#8221;, u.a. bzgl. Stone Breath von &#8220;unique combinations of personalities, interests, and circumstances&#8221;. Tatsächlich hat Renner ein so idiosynkratisches und eigenes wie eigenwilliges Werk geschaffen, das gerne noch erweitert werden darf. (MG)</p>
<p>Label: <a href="https://stonebreath.bandcamp.com/">Self-Released</a><br />
<iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3468770928/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=4025015861/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Tam Lin: Interpretation von Timothy Renner</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Nov 2022 05:12:02 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Timothy Renner hat gerade seine Interpretation der wahrscheinlich aus dem sechzehnten Jahrhundert stammenden Ballade „Tam Lin“ veröffentlicht. Der knapp 10-minütige Song wurde zusammen mit Eamonn O&#8217;Neill eingespielt. Renner selbt schreibt: „Part of a series of paranormal-themed ballads recorded for Strange Familiars podcast.“ Das Stück wurde über die Jahrzehnte immer wieder interpretiert, so spielten u.a. Current 93, Fairport Convention, Steeleye Span oder die Mediæval Babes Versionen ein. <span style="color: #000000;"><br />
</span></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/10/a0043629164_16.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-32028" title="a0043629164_16" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/10/a0043629164_16.jpg" alt="" width="700" height="700" /></a><span id="more-32026"></span>@ <a href="https://stonebreath.bandcamp.com/">Bandcamp </a><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=328350579/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>V.A.: Water, Water</title>
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		<pubDate>Sat, 27 May 2017 02:13:37 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/05/Waterwatera2259334686_16.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-13815" title="Waterwatera2259334686_16" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/05/Waterwatera2259334686_16-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Wenn fast täglich immer wieder die Unberechenbarkeit des POTUS ins Feld geführt wird – als positive strategische Eigenschaft vom Mann mit den kleinen Händen selbst oder aber als Kritik am erratischen Verhalten von seinen Gegnern-, so trifft das sicherlich auf den delirierenden Außenpolitiker Trump zu, aber weniger auf den Innenpolitiker, dessen Zielsetzung in allen Bereichen durchaus konstant ist: Deregulierung und Privatisierung, egal ob bei <a href="http://www.huffingtonpost.com/entry/bernie-sanders-grills-betsy-devos-over-school-privatization_us_587ee2b2e4b0877b494f7f4b">Schule</a>, <a href="http://www.npr.org/2017/05/01/526436036/president-trump-promotes-revised-version-of-gop-health-care-bill">Krankenversicherung</a>, <a href="https://www.washingtonpost.com/news/the-fix/wp/2017/03/29/trumps-rollback-of-obamas-environmental-legacy-is-all-kinds-of-unpopular/?utm_term=.956095482bdd">Umwelt-</a> oder <a href="https://www.nytimes.com/2017/02/03/business/dealbook/trump-congress-financial-regulations.html?_r=0">Verbraucherschutz</a>. <span id="more-13814"></span></p>
<p>In den letzten Jahren hat sich Timothy Renner verstärkt politisch positioniert, musikalisch am explizitesten mit seinem Genrehybrid <a href="http://africanpaper.com/2013/10/05/albatwitch-only-dead-birds-sing-over-the-graves-of-fallen-kings/">Albatwitch</a>, aber auch mit persönlichen Äußerungen. Diese Download-Compilation unterstützt die <a href="https://www.charitywater.org">„Charity: Water“</a>, die es sich zum Ziel gesetzt hat, Menschen in Entwicklungsländern Zugang zu sauberem Wasser zu ermöglichen. Insofern hat das scheinbar wenig mit der Politik in den USA zu tun. Es bedarf aber vielleicht nicht allzu großer imaginativer Kraft, um sich vorzustellen, dass all diejenigen, für die Krankenversicherung ein Privileg und kein Recht ist, sicherlich auch keine Probleme damit haben, Trinkwasser zu einem Geschäft zu machen. Wie schnell Trinkwasser im reichsten Land der Erde zur Mangelware werden kann, zeigt paradigmatisch sicherlich <a href="http://www.cnn.com/2016/03/04/us/flint-water-crisis-fast-facts/">Flint in Michigan</a>.</p>
<p>Auf der &#8220;Water, Water&#8221;-Zusammenstellung, die als Download verfügbar ist, sind eine Reihe von Künstlern vertreten, von denen einige dem Label oder Renner schon seit Jahren verbunden sind und natürlich finden sich eine Vielzahl von Bands und Projekten, die sich im weitesten Sinne dem Folk zuordnen lassen: So etwa Alistair Galbraith, der mit „Slavery“ einen reduzierten, zurückhaltenden Folksong vorlegt. Stone Breath-Mitglied Sarada spielt auf „The Midnight Feast“ einen verrauschten LoFi-Folk, In Gowan Ring steuern mit „Rivertime Tones“ eine etwas weniger fragil klingende Version des ursprünglich auf “The Twin Trees” veröffentlichen Stücks bei. Eyeless in Gazas Martyn Bates begleitet seine entrückte Stimme auf &#8220;Unanswered&#8221; mit Akustikgitarre, Renner selbst ist als Time Moth Eye mit „Rattlesnake in the Rabbitsden“ vertreten, einer düsteren von Harfe und unheimlichen Stimmen untermalten Version des ursprünglich als Folk/Metal-Hybrid auf dem<a href="http://africanpaper.com/2015/01/03/albatwitch-if-corporations-are-people-why-dont-they-die/"> zweiten Albatwitch-Album </a>veröffentlichten Stücks. Wesentlich weniger finster klingt der alte Stone Breath-Gefährte Prydwynn (with Quickthorn), der auf „A Touch of Hemlock“ seine an Martyn Bates erinnernde Stimme von Glocken und Flöte untermalen lässt. <a href="http://africanpaper.com/2013/05/18/howling-larsens-fool-of-sound-and-furry/">Howling Larsons</a> (mit World Serpents Alan Trench) “Lesser Stars” verdeutlicht, dass es mehr als passend ist, dass die Band eines ihrer Alben “Midnight Folk” genannt hat. Cruel Wonders aus Israel bezeichnen ihre Musik als „folk noir“ und „post doom“. Sängerin Tamar Singer, die auch noch ein Solostück beisteuert, klingt auf „Sometimes a Lover“ dann auch wie eine verschollene Schwester von Sharron Kraus und Tara Burke. <a href="http://africanpaper.com/2015/09/12/we-still-need-to-document-our-future-through-song-interview-mit-trappist-afterland/">Trappist Afterland</a>, die demnächst ein Splitalbum mit Stone Breath veröffentlichen werden, sind mit einem melancholischen Folksong dabei. Es gibt aber auch Rückgriffe auf das Mittelalter (wie bei Vedan Kolod aus Russland oder bei der Zusammenarbeit von The Hare and The Moon und Futur Passé).</p>
<p>In den vergangenen Jahren wurden auf zu Dark Holler Arts gehörigen Labeln wie Lost Grave und Eleventh Key auch härtere Klänge veröffentlicht: LAYRs „Inverted“ nähert sich dem Black Metal, Bréag Naofa spielen unter dem Motto „religion still poisons every aspect of the human experience“ ein doomiges Stück, Come And Get Its Metal weist Punkeinflüsse auf , NIGHT spielen Postrock, God Root sind mit einer zehnmiütigen epischen Sludgenummer vertreten. Experimenteller wird es mit<a href="http://africanpaper.com/2017/01/07/the-owls-are-not-what-they-seem-hearth/"> The Owls Are Not What They Seem</a>: Man hört verwaschene Sounds, im Äther verschwindende Stimmen und rituelle Perkussion. Bilín Wake + Drekka spielen auf dem großartig betitelten „We negotiate shadows much darker than winter“ ein Soundscape aus verhallten Klängen und Drones. Das skurril betitelte The Black Yo)))ga Medidation Ensemble, das tatsächlich Musik für Yoga macht, spielen ein doomiges Soundscape. <a href="http://africanpaper.com/2016/11/26/united-bible-studies-i-am-full-gibbous/">United Bible Studies</a>&#8216; &#8220;The Archeologists Hands&#8221; ist eine siebzehnmiütige pastorale Folknummer mit getragenen Gesang, die frühen Pink Floyd sicher nicht schlecht zu Gesicht gestanden hätte. Dass Gunned Down Horses Indiepop spielen, überrascht dann nicht mehr. Was erstaunlich ist, ist, dass bei der Breite der Musik der insgesamt 28 Stücke eigentlich kaum ein Ausfall dabei ist. Dallas Brown – Flute Medicines Flötenstück klingt zwar etwas arg nach New Age, aber das ist ein Meckern auf hohem Niveau. &#8220;Water, Water&#8221; ist eine Zusammenstellung, bei der sich der gute Zweck dann auch in der Qualität der Musik angemessen widerspiegelt. (MG)</p>
<p>Label: H<a href="http://darkhollerarts.com">and/Eye</a></p>
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		<title>STONE BREATH: Cryptids</title>
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		<pubDate>Sat, 27 Aug 2016 04:59:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor einiger Zeit hatte Timothy Renner einmal angesprochen, dass die Thematisierung des Spirituellen, die sich (auch) immer wieder in seinem Werk gefunden hat, zu Missverständnissen (in der Wahrnehmung anderer) geführt hat. Mit seinem Projekt Albatwitch hat er in den letzten &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2016/08/27/stone-breath-cryptids/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/08/a1378796756_10.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-12653" title="a1378796756_10" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2016/08/a1378796756_10-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Vor einiger Zeit hatte Timothy Renner einmal angesprochen, dass die Thematisierung des Spirituellen, die sich (auch) immer wieder in seinem Werk gefunden hat, zu Missverständnissen (in der Wahrnehmung anderer) geführt hat. Mit seinem Projekt Albatwitch hat er in den letzten Jahren<a href="http://africanpaper.com/2013/10/05/albatwitch-only-dead-birds-sing-over-the-graves-of-fallen-kings/"> zwei dezidiert</a><a href="http://africanpaper.com/2015/01/03/albatwitch-if-corporations-are-people-why-dont-they-die/"> politische Alben</a> eingespielt. Vielleicht hat auch die Tatsache, dass in seinem Heimatland seit einer Reihe von Jahren der <a href="https://www.youtube.com/watch?v=gCRGyHQ7Mms">evangelikale lunatic fringe</a> sich in zunehmendem Maße in den Mainstream der GOP ge- bzw. verschoben hat, dazu beigetragen, jetzt etwas zurückhaltender zu sein.<span id="more-12651"></span></p>
<p>„Cryptids“ ist ein Album, das sich Renners schon lange vorhandenem Interesse an Kryptozoologie und schienbar Unerklärlichem („12 songs about Pennsylvania legends, cryptid creatures, werewolves, ghosts, and other strange things“ heißt es auf der Bandcampseite) widmet. In dem zeitgleich zu dem Album erschienenen Buch <em>Beyond the Seventh Gate</em>, auf dem Renner sich ebenfalls an im weitesten Sinne „Strangenesses“ seiner Heimatregion abarbeitet, schreibt er: „It has always been my feelings that folk songs and folk stories […] contain some grain of truth, some hint of a lesson.“</p>
<p>Auf „Cryptids“ geht es dann auch um den schon auf anderen Alben besungenen „Walking Sam”, der hier in &#8220;I Know His Name” wieder auftaucht, Werwölfe (“The Red Dog Fox”, “The Wolf Man’s Grob”), Wandernde Leichen („The Singing Corpse“), die Renners Projekt Albatwitch bei der Namensgebung Pate gestandenen kleinen Affenmenschen („Apples for the Albatwitch“), Mottenmänner (“Far Away The Morning“) oder etwa seltsame Stockformationen („Sticks“), die angeblich von Big Foot-ähnlichen Kreaturen geschaffen worden sind (und die in der Populärkultur bei Karl Edward Wagner, <em>The Blair Witch Project</em> und der ersten Staffel von <em>True Detective</em> auftauchen). Der einzige Text, der nicht von Renner stammt und sich nicht auf lokale Mythen bezieht, sondern auf die britischen Inseln verweist, thematisiert eine Figur, der Renner attestiert, sie sei ein anderer &#8220;dark and strange character of folk song, who crept through a crack in a window&#8221;, nämlich den auch schon von anderen Bands besungenen &#8220;Long Lankin&#8221;.</p>
<p>In den letzten Jahren hatte Renner eine Reihe von <a href="http://africanpaper.com/2012/01/07/stone-breath-the-aetheric-lamp/">Aufnahmen</a> mit einem „lokalen“ Lineup gemacht, „Cryptids“ wurde dagegen hauptsächlich von ihm und Æ Hoskin, mit dem er vor ein paar Jahren als Crow Tongue arbeitete, eingespielt . War insbesondere auf Crow Tongues „The Red Hand Mark“ die Perkussion Hoskins‘ die treibende Kraft, so hat die Perkussion auf „Cryptids“ eher unterstützende Funktion, am ehesten erkennt man Parallelen auf dem treibenden „In the Red Witch House“ oder „The Red Dog Fox“. Auf „The Singng Corpse“ schlüpft Eyeless in Gazas Martyn Bates passenderweise in die Rolle der singenden Leiche, deren Stimme der Legende nach als „wonderful“- the envy of any church choir&#8221;  beschrieben wird, auf dem letzten Stück steuert der alte Weggefährte Prydwynn etwas bei und Rod Goelz spielt Bass und Mandoline. Dabei funktionieren sowohl die Stücke, die etwas opulenter instrumentiert sind (man höre das Zusammenspiel von Banjo, Flöte und Glockenspiel auf „The Hidebehind“ oder von Perkussion, Saiteninstrument und Maultrommel auf „Die Woolf Man’s Grob“) als auch die, die reduzierter sind (etwa „The Missing“). „Sticks“ hätte sicher auch auf einem „Spectral Light“-Album nicht deplatziert geklungen.</p>
<p>Dabei bekommen alle Stücke allein durch Renners dunklen, getragenen Gesang eine gewisse Finsternis und Schwere, nicht verstanden im Sinne gothischen Schauderns, sondern dem Sujet angemessen an dunkle Ecken der Wälder erinnernd, wo sich lichtscheue Kreaturen verbergen (und eben manchmal angeblich auch zeigen). Dabei machen die Linernotes wie auch die Aussagen in <em>Beyond the Seventh Gate</em> deutlich, dass Renner weder ein Leicht- noch ein Kleingläubiger ist, sondern sich irgendwo im Zwischenraum, im Dickicht, im Zwielicht positioniert.</p>
<p>„Cryptids“ ist ein weiteres Mosaik im Werk eines Künstlers, der auf der Basis verschiedenster Folkidiome sicherlich eines der interessantesten und originellsten (wenn auch vielleicht unterschätzesten) Werke zeitgenössicher akustischer Musik geschaffen hat. (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://darkhollerarts.com/">Hand/Eye</a></strong></p>
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		<title>ALBATWITCH: If Corporations Are People, Why Don&#8217;t They Die?</title>
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		<pubDate>Sat, 03 Jan 2015 08:25:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/01/Albatwitch-cora2844831711_10.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-9704" title="Albatwitch cora2844831711_10" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/01/Albatwitch-cora2844831711_10-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Man mag manchmal den Eindruck haben, dass Personen, die ein spirituell geprägtes Weltbild haben oder ein Leben führen, in dem Metaphysik keine nur marginale Rolle zukommt, politisch nicht immer besonders scharfsinnig sind. Timothy Renner allerdings, dessen von christlichen und animistischen Ideen geprägte Band Stone Breath im wahrsten Sinne des Wortes die Avantgarde, die Speerspitze des Weird Folk darstellt(e), hatte schon mit seinem mit Brian Magar eingespieltem Albatwitch-Debüt <a href="http://africanpaper.com/2013/10/05/albatwitch-only-dead-birds-sing-over-the-graves-of-fallen-kings/">„Only Dead Birds Sing Over the Graves of Fallen Kings“</a> radikale Kritik an menschlicher Hybris, an naiver Technikgläubigkeit<span id="more-9702"></span> -paradigmatisch am Beispiel des Frackings &#8211; geäußert und man hatte den Eindruck, dass die beiden Musiker es für nötig hielten, dieses in verschiedensten Musik(form)en zum Ausdruck zu bringen, ganz so, also solle in einer konzertierten Aktion gezeigt werden, was alles notwendig ist, um sich gegen das Handeln der Eliten zu stellen &#8211; eine Vorgehensweise, die auf dem provokant und clever betiteleten Nachfolger weitergeführt wird.</p>
<p>Dabei finden sowohl zwischen den Liedern als auch innerhalb einzelner Stücke Genre-, Grenzüberschreitungen statt. Auf „If Corporations Are People, Why Don&#8217;t They Die? “ findet man ein aus Samples und Noise bestehendes Intro („Collateral Dmage“), eine ganze Reihe harscher Crustnummern („A Hand From the Sky“, „Terror Reign“, Freedom Industries, „Fed to the Wolves“, „Israel“), von Samples durchzogenen Feedbacknoise („Corporate Personhood“), mit „Corporate Corpse“ und „Red, White And Blindfolded“ Folkstücke, die auch auf einem der in den vergangenen Jahren veröffentlichten Stone Breath-Alben nicht deplatziert gewesen wären; das einminütige „The Lost And The Unfound“ klingt mit seiner kargen Perkussion und orientalischer Flöte ganz so, als hätten Stone Breath und Crow Tongue zusammen ein Stück eingespielt. „Pin“ kombiniert Renners so typisches Banjospiel mit verzerrter E-Gitarre, seinen dunklen Bariton mit Magars Keifen, das den einen oder anderen Schwarzmetaller locker in seine Schranken weist (dass Brian Magar nicht nur bei den Doomern von Layr spielt, sondern sich wahrscheinlich unter dem Projektnamen Denier auf den Pfaden Xasthurs bewegt, passt da gut). Auch auf dem spärlich instrumentierten „Mirror Tower“ ergänzen sich beide Stimmen gerade wegen des scharfen Kontrasts. Auf dem kurzen „Rattlesnake In The Rabbit&#8217;s Den“ wird Renners Gesang von E-Gitarren untermalt, das treibende „Support the Troops“ ist ein Metal/Folk-Hybrid mit Ohrwurmcharakter, das neunminütige „Monuments“ wird von düster-getragenen Harmoniumdrones und harschen Gitarren durchzogen. Und diese Liste ließe sich noch weiter fortsetzen, schließlich enthält das Album insgesamt 18 Stücke.</p>
<p>Was beim Lesen vielleicht den Eindruck erweckt, hier werde krampfhaft versucht, scheinbar disparate Genres miteinader zu verknüpfen, dem sei gesagt, dass dieses Album musikalisch durchgängig funktioniert. Eine kleine Einschränkung kann man vielleicht bei den Texten machen, denn bei Musik, die engagiert ist und (dadurch bedingt)  einen gewissen appellativen Charakter hat, wird die Botschaft oft etwas direkt vermittelt und es besteht  die Gefahr der Reduktion von Komplexität auf Slogans. Zeilen wie diese aus der „Stars and Stripes“-Absage „Red, White And Blindfolded“ klingen dann auch etwas nach Platitüde (unabhängig von der Richtigkeit des Gesagten): „Go to war for their bottom line./Laws not love are your ties that bind,/Written by men who will never fight/But send the poor uncaring of their plight.“ Etwas, das in „Monuments“ wieder aufgegriffen wird: „See the generals upon their great mounts,/Looking solemn and pompous and proud,/ But let us not forget the bleak truth:/Wealthy men making pawns of the youth.“ Allerdings kann man darüber hinwegsehen, denn dass bei diesem wütenden, teils aggressivem Album die Poesie etwas verloren geht, ist der Thematik geschuldet und in Kombination mit der Musik funktionieren oben zitierte Zeilen dann auch dennoch hervorragend. (M.G.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://darkhollerarts.com/">Hand/Eye</a></strong></p>
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		<title>ALBATWITCHCRAFT: GAS!</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Oct 2013 00:53:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/10/AlbatwitchCraft.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-7671" title="AlbatwitchCraft" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/10/AlbatwitchCraft-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Auf Crow Tongues „The Red Hand Mark“ hatte Timothy Renner auf „Ypres“ das Grauen des <em>trench warfares</em> besungen, den Schrecken des Ortes, an dem zum ersten Mal Giftgas eingesetzt wurde, in dem Krieg, der im englischen Sprachraum noch immer (durchaus doppeldeutig) <em>The Great War</em> genannt wird. In dem Text beschwor Renner ein Grauen voller von Schrapnellen zerfetzten Eingeweiden, eiternden Wunden und grinsenden Schädeln, das nicht anders zusammenzufassen war als mit den Worten „Death ahead, madness behind“.<span id="more-7669"></span></p>
<p>Unter dem Projektnamen AlbatwitchCraft veröffentlicht Renner zeitgleich zu dem Debüt von<a href="http://africanpaper.com/2013/10/05/albatwitch-only-dead-birds-sing-over-the-graves-of-fallen-kings/"> Albatwitch</a> unter dem Titel „GAS!“ ein auf nur 33 Exemplare limitiertes und aus drei Teilen bestehendes Dronealbum, das an dieses Thema wieder anknüpft: Es geht um den Giftgaseinsatz während des Ersten Weltkrieges. Diesmal finden sich aber keine eigenen Texte, sondern es werden drei Gedichte des 1918 gefallenen Lyrikers Wilfred Owen vertont. Auf „Gas! I“ rezitiert Renner mit verlangsamter Stimme einen der vielleicht beeindruckendsten lyrischen Texte, der den Alptraum eines Gasangriffes beschreibt. Das schreckliche Sterben eines Soldaten, der zu spät seine Gasmaske aufsetzt, lässt das lyrische Ich zu dem Schluss kommen: „If you could hear, at every jolt, the blood/Come gargling from the froth-corrupted lungs,/Obscene as cancer, bitter as the cud/Of vile, incurable sores on innocent tongues,&#8211;/My friend, you would not tell with such high zest/To children ardent for some desperate glory,/The old Lie: Dulce et decorum est/Pro patria mori.” Untermalt wird der Text von dunklen auf- und abschwellenden Drones. Verglichen mit der Hektik, die im Text heraufbeschworen wird („GAS! Gas! Quick, boys!&#8211; An ecstasy of fumbling,/Fitting the clumsy helmets just in time”), scheint hier alles verlangsamsamt zu sein, die Zeit fast stillzustehen. Wie in Zeitlupe entfaltet sich auf knapp 20 Minuten das Schreckensszenario. Welch Kontrast dagegen ist die patriotische, in Sonettform gegossesne Trostlyrik von Rupert Brookes wenige Jahre vor Ownes Texten verfassten „The Soldier”, in dem das imaginierte Sterben („If I should die..”) zu einer Beschwörung eines Fleckchen Englands inmitten fremder Erde wird und rein gar nichts mehr mit den gebeugten, in Löchern zusammengepferchten und in diesem „Menschenschlachthaus” (W. Lamszus) wie Vieh sterbenden Soldaten in Ownes Texten zu tun hat. „Gas! II” ist musikalisch noch bedrückender, in weiter Entfernung verhallen Geräusche, dumpfes Brummen ertönt; dafür ist der Gesang wesentlich aggressiver: Die verfremdete Stimme keift den Text von „Anthem for Doomed Youth”, hier wird die Klage über diejenigen, „who die as cattle”, zu einem Wutschrei. „Gas! III” basiert auf Owens „Cramped in that Funnelled Hole”, musikalisch ist der Track noch reduzierter als die anderen beiden: „They were in one of many mouths of Hell/Not seen of seers in visions, only felt/As teeth of traps; when bones and the dead are smelt/ Under the mud where long ago they fell/Mixed with the sour sharp odour of the shell” und die entfernten Drones und Stimmen machen das zu dem vielleicht beklemmendsten Stück auf diesem Album.</p>
<p>Nach diesen insgesamt 40 Minuten ist man kaum noch bereit, sich mit dem <em>pipe dream</em>, die Menschheit sei zur (moralischen) Weiterentwicklung fähig, zu belügen. Dieses Geschlecht strebt nicht zum Licht.</p>
<p>M.G.</p>
<p>Label:<a href="http://lostgravefound.blogspot.de/"> Lost Grave</a></p>
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		<title>ALBATWITCH: Only Dead Birds Sing Over the Graves of Fallen Kings</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Oct 2013 07:06:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/10/Albatwitch-Only-Dead-Birds-300x300.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-7637" title="Albatwitch-Only-Dead-Birds-300x300" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/10/Albatwitch-Only-Dead-Birds-300x300-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Timothy Renner ist ruhelos. Obwohl die Wiederbelebung von Stone Breath vor einigen Jahren zu einer ganzen Reihe hervorragender Alben geführt hat, findet er immer wieder Zeit für Nebenprojekte. Politisch im eigentlichen Sinne konnte man Renners seit Mitte der 90er entstandenes Werk bislang nie nennen, viel eher waren all seine Bands und Projekte oftmals Widerspiegelungen einer spirituellen Weltsicht. Wenn überhaupt, dann könnte man sagen, dass seine Labelarbeit, seine sich dem Mainstream und marktstrategischen Überlegungen und Berechnungen weithin verweigernde künstlerische Tätigkeit und das kaum jemals auf sicheren Pfaden Verweilende („I took the [road] less travelled by“ könnte man in Anlehnung an Robert Frosts wohl berühmtestes Gedicht schreiben) natürlich für sich genommen schon ein Statement, eine klare Positionierung sind (eine ähnliche Überlegung wurde jüngst im Wire bezogen auf Wolf Eyes geäußert). <span id="more-7635"></span></p>
<p>Sein neues, mit Brian Magar (der u.a. bei der experimentellen Doomband LAYR spielt) ins Leben gerufene Projekt Albatwitch &#8211; das nach einer angeblich noch vor ein paar Jahrhunderten in Pensylvannia beheimateten affenartigen Kreatur benannt ist und Renners schon an anderer Stelle geäußertes Interesse an Kryptozoologie erneut verdeutlicht- ist nun erstmals ein relativ klares politisches Statement (gegen Fracking, gegen den Raubbau an der Natur)und vielleicht hat das auch dazu geführt, dass ihm bewusst wurde, wie nötig ein (etwas) anderes musikalisches Vokabular wurde, denn auch wenn auf dem Debüt Stücke sind, die sich ganz klar ins restliche Werk Renners einordnen lassen (das Titelstück oder auch „Liar&#8217;s Noose“ erinnern an Stone Breath-Aufnahmen, die instrumentalen Stücke „Floodwaters“ und „Nomads“ hätten vielleicht auch einen Platz auf Crow Tongues „Ditch Mix“-Serie gefunden), so hört man eben auch Klänge, die in dieser Form neu sind: so etwa harschen Noise („Break Apart“, „Dead Kings“, „Ascending Fire“), heftige Doom/Crust-Titel („Beneath the Flood“, „A.M.P.I.C.“), eine überraschend überzeugende Synthese aus traditionellem Banjospiel und harschen Riffs, die zu einem Folk/Black Metal-Hybrid wird („Rise!“) oder Post Black Metal („Frack-Ture“). Was beim Lesen vielleicht wie eine arbiträre und disparate Ansammlung klingt, entpuppt sich beim Hören als in sich geschlossenes Werk, in dem die ineinanderübergehenden Tracks mit ihren Kontrasten erstaunlich gut funktionieren und harmonieren. Vielleicht wird hier zum Ausdruck gebracht, dass verschiedenste Musik(en) nötig und möglich sind, um Widerstand zu leisten.</p>
<p>Auch textlich finden sich leichte Veränderungen. Auf „The Gods and the Apes“ wird die amerikanische Anarchistin Voltairine de Cleyre ausgiebig zitiert, die konstatiert: „You&#8217;ve laid the load of the strong on the helpless“, um dann die Drohung „What ye&#8217;ve sown, ye shall reap“ in Richtung der Mächtigen auszustoßen. Das schleppende „Hammer und Nail“ klagt die Gier („Their souls were sold twenty years ago for a bag full of silver or a fleeting glimpse of gold“) derjenigen an, die die Natur verwüsten  und in „A.M.P.I.C.“ wird die mehr als berechtigte Frage „Who constrols the Water? / Who constrols the food?“ gestellt. Dabei sind die Texte natürlich keine platte Agitation, sondern passen schon ins restliche Werk Renners, in dem oft animistische Vorstellungen einer belebten Natur zu finden waren. Hier wird durch das Wirken des Menschen eben diese zerstört, getötet. „There&#8217;s a tear in the heart of the Mother of us all.“ Selbst im Tod findet sie keine Ruhe, denn „they fracture her coffin with death machines“(„Frack-ture“). Es werden apokalyptische Szenarien beschworen: „Death follows on the reaper&#8217;s swing,/the vulture&#8217;s wing,/and bones roll down through fractured earth./Birth in reverse.“ wird mit verfremdeter Stimme auf „Black Waters Rise“, mit dem das Album ausklingt, intoniert, das den Optimusmus, der in (dem an Pete Seegers Interpretation orientierten) „Die Gedanken sind frei“- dem Opener des Albums &#8211; zum Ausdruck gebracht wurde, fast ad absurdum führt.</p>
<p>„Only Dead Birds Sing Over the Graves of Fallen Kings“ ist ein wütendes, streckenweise rabiates Album, das eine angemessene Reaktion auf die Hybris einer (vielleicht nur vermeintlich) naiven Technikgläubigkeit und einer scheinbar religiös legitimierten Vorstellung, man habe das Recht sich die Erde untertan zu machen, ist.</p>
<p>(M.G.)</p>
<p><span style="font-family: Times New Roman,serif;">Label: <a href="http://lostgravefound.blogspot.de/">Lost Grave</a><br />
</span></p>
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