<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>African Paper &#187; Durtro Jnana</title>
	<atom:link href="http://africanpaper.com/tag/durtro-jnana/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://africanpaper.com</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Wed, 03 Jun 2026 05:39:38 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2</generator>
		<item>
		<title>MICHAEL CASHMORE: The Snow Abides Completely</title>
		<link>https://africanpaper.com/2024/12/07/michael-cashmore-the-snow-abides-completely/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2024/12/07/michael-cashmore-the-snow-abides-completely/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 07 Dec 2024 07:11:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Anohni]]></category>
		<category><![CDATA[Current 93]]></category>
		<category><![CDATA[David Tibet]]></category>
		<category><![CDATA[Durtro Jnana]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Cashmore]]></category>
		<category><![CDATA[Nature And Organisation]]></category>
		<category><![CDATA[Svart Records]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=43924</guid>
		<description><![CDATA[Wie so viele andere kreative Köpfe bewegte sich der Brite Michael Cashmore im Umfeld des Temple Ov Psychick Youth, sein als Nature And Organisation 1986 veröffentlichtes Tape „Third Terminal Position“ war dann auch musikalisch situiert in der Industrial Culture. Cashmore &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/12/07/michael-cashmore-the-snow-abides-completely/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/12/R-32457534-1733158926-1835.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-43926" title="R-32457534-1733158926-1835" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/12/R-32457534-1733158926-1835-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Wie so viele andere kreative Köpfe bewegte sich der Brite <a href="http://africanpaper.com/tag/michael-cashmore/">Michael Cashmore</a> im Umfeld des <a href="https://theaither.com/wp-content/uploads/2023/07/IMG_2549-crpd.jpg">Temple Ov Psychick Youth</a>, sein als Nature And Organisation 1986 veröffentlichtes Tape <a href="https://www.youtube.com/watch?v=b2CfuCKDeZA&amp;ab_channel=MorsMea">„Third Terminal Position“</a> war dann auch musikalisch situiert in der Industrial Culture. Cashmore war ab 1990 für viele Jahre Stammgitarrist bei <a href="http://africanpaper.com/tag/current-93/">Current 93 </a>– <span id="more-43924"></span>sein Debütauftritt in Amiens ist auf dem wunderschönen Livealbum <a href="https://current931.bandcamp.com/album/as-the-world-disappears">„As The World Disappears“</a> verewigt – und trug sicher mit seinen Kompositionen und seinem Gitarrenspiel zur steigenden Popularität der Band bei.</p>
<p>Er selbst reaktivierte Nature And Organisation mit dem 1995 erschienenen Album <a href="https://michaelcashmoreofficial.bandcamp.com/album/beauty-reaps-the-blood-of-solitude">„Beauty Reaps The Blood Of Solitude“</a>, eingespielt mit zahlreichen Personen aus dem World Serpent-Umfeld und sicher eines der besten Apocalyptic Folk-Alben aller Zeiten. Als dann 1998 der Nachfolger<a href="https://michaelcashmoreofficial.bandcamp.com/album/death-in-a-snow-leopard-winter"> „Death In A Snow Leopard Winter“</a> erschien, zeigte sich allerdings etwas, das bedingt symptomatisch für die dann folgenden Jahre sein sollte. Das Album wurde in einer unvollständigen, instrumentalen Version mit Klavier- und Streicherparts veröffentlicht (die geplanten Bläser- und Gesangsbeiträge fehlten). „I had to abandon work on this album for various personal reasons“, konnte man in den Linernotes lesen. Sein einige Jahre später unter eigenem Namen veröffentlichtes Album <a href="https://michaelcashmoreofficial.bandcamp.com/album/sleep-england">„Sleep England“</a>, eingespielt mit E-Gitarre und Bass, war in seinem Understatement durchaus sympathisch, wirkte aber verglichen mit dem grandiosen Fingerpicking, das sich etwa auf einem Current 93-Album wie „Of Ruine Or Some Blazing Starre“ fand, etwas unspektakulär.</p>
<p>Cashmore arbeitete in all den Jahren immer wieder mit anderen Musikern zusammen (u.a. mit Marc Almond auf „<a href="https://michaelcashmoreofficial.bandcamp.com/album/feasting-with-panthers">Feasting With Panthers&#8221;</a>). In den letzten Jahren war er als Solokünstler wieder aktiv(er), wenn auch mit anderer, oftmals elektronischerer Ausrichtung (etwa<a href="https://houseofmythology.bandcamp.com/album/slava-ukraini"> hier</a>) und seinem gedanklichen Überbau The Hidden Throne, den er in dem Buch mit dem bezeichnenden Titel <a href="https://temporalboundary.bigcartel.com/product/michael-cashmore">„Transformation Through Love“</a> darlegte. Im Vorwort schrieb <a href="http://africanpaper.com/tag/david-tibet/">David Tibet</a>, es handele sich bei diesem Buch um „a journal of a journey out of Michael&#8217;s sadness and suffering and darkness to a new vision of his inner and outer worlds“.</p>
<p>Die Aufnahmen zu „The Snow Abides“ entstanden weitgehend in den Jahren 1999-2001. Das Konzept des Albums war/ist durchaus interessant: Anohni (damals noch Antony) sang von David Tibet geschriebene Texte, Tibet selbst rezitierte Texte von Cashmore. Erst 2006 erschien als <a href="http://africanpaper.com/2011/08/31/michael-cashmore-the-snow-abides/">„The Snow Abides“</a> auf Durtro Jnana ein Teil der Aufnahmen: zwei Instrumentaltracks sowie die drei von Anohni gesungenen Stücke. Cashmore schreibt in den Linernotes der nun unter dem Titel „The Snow Abides Completely“  mit Artwork von <a href="https://www.instagram.com/kathy_aponi/">Kathy Aponi </a>versammelten vollständigen Aufnahmen, er habe während der Kompositionen unter schweren Depressionen gelitten, aus mangelndem Selbstwertgefühl seien ihm seine Texte peinlich gewesen und daher habe er die Aufnahmen nicht veröffentlichen wollen, erst jetzt fühle er sich dazu in der Lage – was sehr gut ist, denn die hier zu hörende Musik gehört sicher mit zum Stärksten, das der seit Jahren in Berlin lebende Cashmore bisher veröffentlicht hat.</p>
<p>Das Album wird eröffnet mit dem von getragenen Streicherpassagen (Cello, Geige, Bratsche) dominierten instrumentalen „My Eyes Open“, auf dem eine sanft melancholische Stimmung erzeugt wird, die auf dem gesamten Album dominiert. „As The Sun Disappears Into Water“ beginnt mit einer langen instrumentalen Passage – das dezente Pianospiel Cashmores wird von Streichern begleitet –, bevor Tibets Stimme rezitierend einsetzt. Am Ende hört man „the silence/alone/the silence“. Das kurze „I Cradle Future Graves In My Innocent Hands“ erinnert, wie auch einige der weiteren Stücke, etwas an <a href="http://africanpaper.com/2019/07/27/current-93-soft-black-stars/">„Soft Black Stars“ </a> oder auch oben erwähntes „Death In A Snow Leopard Winter“. Der Titel „And All I Understand Is Nothing“ illustriert vielleicht die Stimmung, in der Cashmore damals war („final emptiness“). Diese Stimmung wird auf „You Knew I Could Never Hold On“ mit der Reduktion auf Piano und Text fortgeführt, wenn Tibet vom „Slowly animated cycle of dying“ spricht. Auf „For The Sun Is My Shield Eternally“ kommt eine traurige Flöte dazu. Die dritte Seite des Doppelalbums beginnt mit dem instrumentalen „Before The Light Has Gone“, auf dem das Piano von dramatischen Streichern begleitet wird. Das Titelstück ist ein perfektes Zusammenspiel von Klavier, Streichern und Anohnis Gesang. Wenn sie singt „My heart arose – ecstatic butterfly“, dann möchte man begeistert zustimmen, denn was man als Hörer empfindet, kommt dem sicher nahe. Auch „How God Moved At Twilight“ und „Your Eyes Close“ sind ähnlich starke Songs. Nach Anohnis letzten Worten &#8220;I look at my hands/And count the Sun/Making another scar across my sky/And I Close my eyes&#8221; kommt noch das Instrumental &#8220;Snow No Longer&#8221; sowie das mit Bill Fay aufgenommene Stück &#8220;My Eyes Open Into Eternal Sunlight Forever&#8221;, das zum Rest der Aufnahmen passt.</p>
<p>Das ist teilweise todtraurige Kammermusik mit Momenten des Sublimen und Erhabenen und vielleicht eine der besten (Wieder-)Veröffentlichungen des Jahres 2024. (MG)</p>
<p>Label: <a href="https://www.svartrecords.com/en">Svart Records</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2024/12/07/michael-cashmore-the-snow-abides-completely/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Little Annie, Paul Wallfisch und Pamelia Stickney im Kampnagel Hamburg</title>
		<link>https://africanpaper.com/2023/09/22/little-annie-paul-wallfisch-und-pamelia-stickney-im-kampnagel-hamburg/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2023/09/22/little-annie-paul-wallfisch-und-pamelia-stickney-im-kampnagel-hamburg/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 22 Sep 2023 03:16:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Beth B]]></category>
		<category><![CDATA[Durtro Jnana]]></category>
		<category><![CDATA[Jnana Records]]></category>
		<category><![CDATA[Kampnagel]]></category>
		<category><![CDATA[Little Annie]]></category>
		<category><![CDATA[Pamelia Stickney]]></category>
		<category><![CDATA[Paul Wallfisch]]></category>
		<category><![CDATA[Tin Angel Records]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=37574</guid>
		<description><![CDATA[Am 14. November tritt das legendäre Torch Song-Duo Little Annie (Gesang) und Paul Wallfisch (Piano) erneut im Hamburger Kampnagel auf, mit dabei ist diesmal die Thereminvirtuosin Pamelia Stickney, die ihren Stücken eine ganz eigene Note beigeben wird. Neben Songs aus &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/09/22/little-annie-paul-wallfisch-und-pamelia-stickney-im-kampnagel-hamburg/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am 14. November tritt das legendäre Torch Song-Duo Little Annie (Gesang) und Paul Wallfisch (Piano) erneut im Hamburger Kampnagel auf, mit dabei ist diesmal die Thereminvirtuosin Pamelia Stickney, die ihren Stücken eine ganz eigene Note beigeben wird. Neben Songs aus ihrem umfangreichen gemeinsamen Repertoire &#8211; bislang erschienen mit &#8220;When Good Things Happen To Bad Pianos&#8221;, <a title="LITTLE ANNIE &amp; PAUL WALLFISCH: Genderful" href="http://africanpaper.com/2011/09/01/little-annie-paul-wallfisch-genderful/">&#8220;Genderful&#8221;</a> und <a title="Digitales Album von Little Annie und Paul Wallfisch" href="http://africanpaper.com/2020/08/01/digitales-album-von-little-annie-und-paul-wallfisch/">&#8220;A Bar Too Far&#8221;</a> drei gemeinsame Alben mit Eigenkompositionen und originellen Coverversionen &#8211; stehen Songs und Visuals des Bühnehstücks <em>52 Jokers</em> auf dem Plan, die die beiden im vorigen Jahr zusammen mit der No Wave-Künstlerin Beth B. unter Verstärkung von Evelyn Frantic und Jim Coleman produziert hatten. Auch ein paar neue Songs aus Annies Feder gibt es zu hören.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/09/annieandpaul.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-37576" title="annieandpaul" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/09/annieandpaul.jpg" alt="" width="468" height="624" /></a><span id="more-37574"></span></p>
<p>Im Programmtext heißt es: &#8220;Der Komponist, Kurator (aktuell am Volkstheater Wien) und Fast-Alleskönner-Pianist Wallfisch spielt Klavier, Pamelia Stickney, die weltweit zu den bekanntesten Theremin Spielerinnen gehört, lässt ihre Hände durch die Luft schweben, und mit Little Annie steht gelebte Musikgeschichte auf der Bühne: Seit sie in den 70ern als 16-Jährige mit ihrer atonalen Punkband Annie and the Asexuals in New York u.a. Frank Zappa aufweckte, hat sie als Autorin mehrere Bücher geschrieben, als Malerin Ausstellungen gezeigt und als Sängerin mit der schönsten von Whiskey und Rauch geformten Stimme die Lücke zwischen Courtney Love und Liza Minelli geschlossen. Wenn Annie live mit Herzblut, Charme und Drink in der Hand auf der Bühne steht, öffnet sich hinter Songtexten wie »Everyday the whole world breaks my heart« ein ganzes Leben. &#8221; (Kampnagel).</p>
<p>Dienstag, 14.11.2023<br />
Beginn 20 Uhr<br />
Kampnagel<br />
Jarrestraße 20<br />
22303 Hamburg</p>
<p><a href="https://kampnagel.de/produktionen/little-annie-paul-wallfisch-feat-pamelia-stickney-on-theremin"><strong>@ Kampnagel</strong></a></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/2011/09/01/little-annie-interview/"><strong>Interview mit Little Annie @ African Paper</strong></a></p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/cZrGAfE0x5E?si=0amMwK014u8TtdbK" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/7oz3T8biOX4?si=f06X54aSCRjwZxCp" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/ClajRdLNRAw?si=VHOIvpQnYhQ2Gi0O" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2023/09/22/little-annie-paul-wallfisch-und-pamelia-stickney-im-kampnagel-hamburg/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>MARC ALMOND WITH MICHAEL CASHMORE: Gabriel &amp; The Lunatic Lover</title>
		<link>https://africanpaper.com/2011/08/31/marc-almond-with-michael-cashmore-gabriel-the-lunatic-lover/</link>
		<comments>https://africanpaper.com/2011/08/31/marc-almond-with-michael-cashmore-gabriel-the-lunatic-lover/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 31 Aug 2011 19:55:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Durtro Jnana]]></category>
		<category><![CDATA[Eric Count Stenbock]]></category>
		<category><![CDATA[Marc Almond]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Cashmore]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://africanpaper.com/?p=52</guid>
		<description><![CDATA[Weder Marc Almond noch Michael Cashmore bedürfen einer längeren Einführung, nur soviel soll einleitend gesagt werden: Während ersterer weit davon entfernt ist, ein aus der Mode gekommener Synthiepopstar der Eighties zu sein, ist der Mann mit dem etwas unbekannteren Namen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2011/08/31/marc-almond-with-michael-cashmore-gabriel-the-lunatic-lover/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/gabriel.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-54" title="gabriel" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2011/08/gabriel-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Weder Marc Almond noch Michael Cashmore bedürfen einer längeren Einführung, nur soviel soll einleitend gesagt werden: Während ersterer weit davon entfernt ist, ein aus der Mode gekommener Synthiepopstar der Eighties zu sein, ist der Mann mit dem etwas unbekannteren Namen mittlerweile längst nicht mehr nur ein ständig wiederkehrender Posten im Line-Up um David Tibet.<span id="more-52"></span></p>
<p>Almond hat schon seit Jahren einen fernab aller 80er-Retroshows beheimateten und seinen Undergroundwurzeln um PSYCHIC TV nicht fernen Kreis an Hörern und Mitmusikern gefunden, der ihn gerade für sein aktuelles, vom Mainstream weniger beachtetes Output schätzt. Der Gitarrist und Pianist Cashmore dagegen hat neben seiner mittlerweile reduzierteren, in Fankreisen aber stets hochgeschätzten Beteiligung an CURRENT 93 und seinem früheren Projekt NATURE AND ORGANISATION einige von Kritikern gelobte Aufnahmen unter seinem eigenen Namen herausgebracht. Neben dem rein instrumentalen und gewollt spröden “Sleep England“ war dies v.a. eine famose Songauswahl namens “The Snow Abides“ mit Antony von ANTONY AND THE JOHNSONS. In meiner Kritik zur aktuellen Current 93 deutete ich bereits den “idyllischen“ Charakter von Cashmores Kompositionen an. Trotz des stets unprätentiösen Stils haben seine Aufnahmen immer auch etwas wehmütig Schönes, mitunter Nostalgisches, wecken bei manchem Hörer vielleicht Assoziationen zu einem traditionellen England. Da die Sangeskunst Almonds ebenfalls auf Harmonie und eine melancholische Wirkung hinzielt, klang die angekündigte, mehrere Tonträger umfassende Zusammenarbeit der beiden recht vielversprechend. Erstmals erfüllte sich diese Erwartung bereits auf Tibets “Black Ships Ate The Sky“, wo die beiden eine der gelungensten Interpretationen von Charles Wesleys Spiritual “Idumaea“ zustande brachten.</p>
<p>Auf ihrer aktuellen MCD werden lyrische Texte vertont, nämlich zwei Gedichte des für sein exzentrisches Leben, seine demonstrativ ausgelebte Homosexualität und seinen Alkohol- und Drogengenuss berüchtigten Décadence-Poeten Eric Count Stenbock. Die beiden hier vertonten Gedichte berühren Themenkomplexe, die dem Songwriting Almonds recht nahe kommen und wie leitmotivisch sein ganzes Werk durchziehen: der bittersüße Charakter von (projektiver) Liebe mit sakralisierenden Untertönen, der nicht selten an die Grenze des Wahnsinns stößt, rückt “The Lunatic Lover“ in die Nähe beispielsweise von “Bedroom Shrine“ auf dem Album “Open All Night“. “Gabriel“ wiederum handelt von der Sehnsucht nach totalem Aufgehen in der Liebe eines stärkeren Gegenüber, nach Passivität und Geborgenheit, welche immer wieder bei Almond zur Sprache kommt, auch in Songs, die er vielleicht gerade deshalb gecovert hat. Hat “The Lunatic Lover“ fast etwas von einer akustischen Überarbeitung eines unbekannten SOFT CELL-Klassikers, so könnte die etwas gelungenere Interpretation “Gabriel“ beinahe eine vergessene Neofolkperle sein. Beide Lieder sind vom Klangbild her vom Finger Picking auf der akustischen Gitarre geprägt, mit zunehmender Intensität der Stücke kommen weitere klassische Instrumente hinzu, die alle von Cashmore selbst gespielt werden. Die von beiden im Duett gesungenen Passagen gehören zu den Höhepunkten des leider so kurz bemessenen Hörerlebnisses.</p>
<p>Es bleibt zu befürchten, dass die Spieldauer von rund zwölf Minuten den Hauptkritikpunkt einiger darstellen wird. Dies dürfte jedoch von der Qualität der Stücke kompensiert werden, darüber hinaus macht schon das ansprechend gestaltete Digipack und Booklet mit Illustrationen des russischen Künstlers Vania Zouravliov den Tonträger besitzenswert. Und natürlich das Wissen, dass es sich hierbei um den Auftakt zu einer sicher in Gänze sehr interessanten Zusammenarbeit handelt. Ob auch die schon länger angekündigte Neuinterpretation einiger Songs von BABY DEE dazu gehört, die beide Künstler schätzen? (U.S.)</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>https://africanpaper.com/2011/08/31/marc-almond-with-michael-cashmore-gabriel-the-lunatic-lover/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
