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	<title>African Paper &#187; Father Murphy</title>
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		<title>Father Murphy mit Reissue früher EPs</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Oct 2020 06:54:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Improved Sequence bringen Mitte Dezember die beiden ersten EPs der mittlerweile aufgelösten Band Father Murphy heraus. &#8220;When We Were Young, The World Wasn&#8217;t In Your Hands&#8221; und &#8220;I Saw Seven Horns Rising From The Sea, When A Rooster Sang For &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2020/10/17/father-murphy-mit-reissue-fruher-eps/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Improved Sequence bringen Mitte Dezember die beiden ersten EPs der mittlerweile aufgelösten Band Father Murphy heraus. &#8220;When We Were Young, The World Wasn&#8217;t In Your Hands&#8221; und &#8220;I Saw Seven Horns Rising From The Sea, When A Rooster Sang For The Third Time&#8221;, die 2004 und 2006 beim Kultlabel Madcap Collective herauskamen und lange vergriffen sind, repräsentieren die Band in Ihrer ersten Inkarnation als Trio, bei dem Chiara Lee und Freddie Murphy von Drummer Vittorio Demarin unterstützt wurden. <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/10/originafathermurphy.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-22739" title="originafathermurphy" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/10/originafathermurphy.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-22737"></span>Sie gelten als wichtige Manifeste der Legende um die Figur des Father Murphy, die sich in den frühen Veröffentlichungen der Band sukzessive entfaltete. Father Murphys Musik rangierte in einem originellen Überlappungsbereich zwischen Noiserock und liturgisch anmutender ritueller Musik, im unbekannteren Frühwerk war der Noiserock-Charakter noch weitaus stärker ausgeprägt. Improved Sequence bringt die beiden EPs unter dem Titel &#8220;Origins&#8221; zusammen auf Albumlänge heraus, u.a. als Special Edition auf 75 roten Vinylscheiben.</p>
<p><a href="http://africanpaper.com/2014/04/12/i-believe-each-one-of-us-has-to-deal-with-a-personal-void-interview-mit-father-murphy/"><strong>Interview mit Father Murphy @ African Paper </strong></a><!--/data/user/0/com.samsung.android.app.notes/files/clipdata/clipdata_201017_081247_002.sdoc--></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2142397446/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>FATHER MURPHY: Rising</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Apr 2018 05:55:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In dem Interview, dass wir vor ein paar Jahren mit der italienischen Okkultband Father Murphy führten, bezeichneten sie ihre Musik als Ausdruck einer Auseinandersetzung mit ihrem katholischen Erbe und dem damit verbundenen Konzept von Schuld. Was die Geschichte dieses Motivs &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/04/07/father-murphy-rising/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/02/fathermurphyrisingcover.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-15032" title="fathermurphyrisingcover" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/02/fathermurphyrisingcover-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>In dem <a href="http://africanpaper.com/2014/04/12/i-believe-each-one-of-us-has-to-deal-with-a-personal-void-interview-mit-father-murphy/">Interview</a>, dass wir vor ein paar Jahren mit der italienischen Okkultband Father Murphy führten, bezeichneten sie ihre Musik als Ausdruck einer Auseinandersetzung mit ihrem katholischen Erbe und dem damit verbundenen Konzept von Schuld. Was die Geschichte dieses Motivs angeht, kann man im Laufe der Jahre eine deutliche Steigerung erkennen: Spielten solche Fragen in den frühen Noiserock-Alben des damaligen Trios eher latent eine Rolle, rückten sie<span id="more-15031"></span> mit der Zeit immer deutlicher ins Zentrum, mehr denn je in den als „Trilogy of the Cross“ bezeichneten Veröffentlichungen um das Album <a href="http://africanpaper.com/2015/03/14/father-murphy-croce/">„Croce“</a>.</p>
<p>Angesichts dieser Vorgeschichte ist die musikalische Hinwendung zum Liturgischen konsequent – gemessen daran, wie umfassend sie diese Themenkomplexe in den vergangenen Jahren beackert haben dann auch die Inanspruchnahme der Gattung des Requiems für „Rising“, die aktuelle LP der verbliebenen Mitglieder Freddy Murphy und Chiara Lee, und die Entscheidung, mit diesem Werk den Kulminations- und Endpunkt ihrer Laufbahn als Band zu markieren.</p>
<p>Üblicherweise nimmt man es Musikern übel, wenn sie ein Album oder eine Tour als „abschließend“ ankündigen, man vermutet aufmerksamkeitsheischendes Kalkül, doch Father Murphy, die ihre eigene Totenmesse mit dem Sound gesampleter Maden und einem einsamen Glockenschlag enden lassen, nimmt man ihre Ankündigung dann doch ab. Aber von vorn, denn auch der Auftakt startet mit mysteriösen Field Recordings, gepaart mit kreisendem, tribal anmutendem Dröhnen, das direkt in das „Kyrie Eleison“ überleitet.</p>
<p>Ob den einzelnen songartigen Abschnitten Drones oder bis zum Lärm verfremdete Samples zugrunde liegen, ob sie eine schwermütige Trauer verraten oder dem Kampf der Verzweiflung eine Stimme geben, fast immer erweckt ein dumpfer, verrauschter oder zittriger Klang den Eindruck, einem Erlöschen beizuwohnen. Die langgezogenen Dronesounds, die Orgel und Bass entstammen, manchmal auch nach Harmonium oder Streichern klingen, zeigen stets eine gewisse impressionistische Verschwommenheit. Diverse Stimmen, meist der klare Gesang Chiaras, der mehr als zuvor im Vordergrund steht, kommen wie aus den Lautsprechern eines Grammophons oder Kassettenrekorders herübergeweht.</p>
<p>Ein starker Wille zur intensitätssteigernden Verfremdung ist hier ebenso herauszuhören wie die frühe Sozialisation der beiden mit Kirchenmusik. Beides spürt man deutlich in den z.T. langen, repetitiven Memento Mori-Stücken und den feurigen Interludien aufpeitschenden Prasselns. Mit Nachlässigkeit und spontaner Improvisation darf man aber die rauschende, bisweilen eiernde Gestalt der Klänge nicht verwechseln, denn Father Murphy halten sich in den meisten Stücken, auch wenn ihr Instrumentarium nur partiell klassisch ist, an Metrik und andere Strukturvorgaben der Requiem-Gattung und ihrer Texte.</p>
<p>Besonders morbide Momente finden sich zwangsläufig in der Totenklage einer allgemein als düster verstandenen Band auf sich selbst, aber es ist weniger das monotone rituelle Pochen und die aufwühlenden Detonationen, auch nicht das dunkle Bassknarren oder dumpfes Mormeln. Viel beeindruckender noch ist, dass Chiaras Gesang, der sich hier und da um Federicos Stimme windet, oft aber allein das Zentrum ausfüllt, Melodien hervorbringt, die an sanfte Schlaflieder (und dabei auch ein bisschen an Rose MacDowall) erinnern.</p>
<p>Nachdem Father Murphy nun zu Grabe getragen wurde, bleibt abzuwarten, in welcher Weise seine Kinder Chiara und Freddy in Zukunft von sich reden machen werden. Unzweifelhaft erscheint mir, dass dies in irgend einer Form stattfinden wird. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://ramplocal.com/">Ramp Local</a> / <a href="http://www.avantrecords.com/">Avant! Records</a></strong></p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/Y9W7HUmehHo" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
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		<title>Tomaga und Father Murphy am 13. April im Arkoada Berlin</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Mar 2018 11:00:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In einem Monat erscheint Father Murphys neues Album &#8220;Requiem&#8221;, angekündigt als letzte Veröffentlichung, bevor die Mitglieder der italienischen Okkultband neue Wege beschreiten. Rechtzeitig touren die beiden noch einmal durch Europa und machen am nächten Unglückstag im Berliner ARKODA-Club Station. Headliner &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/03/24/tomaga-und-father-murphy-am-13-april-im-arkoada-berlin/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>In einem Monat erscheint Father Murphys neues Album &#8220;Requiem&#8221;, angekündigt als letzte Veröffentlichung, bevor die Mitglieder der italienischen Okkultband neue Wege beschreiten. Rechtzeitig touren die beiden noch einmal durch Europa und machen am nächten Unglückstag im Berliner ARKODA-Club Station. Headliner des Abends ist allerdings die englische Band Tomaga, die sicher wie be früheren Auftritten wieder mit einer lärmigen Stilmischung aufwarten wird.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/03/fmt.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-15241" title="fmt" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/03/fmt.jpg" alt="" width="960" height="639" /></a><span id="more-15240"></span></p>
<p>&#8220;Tomaga channel various forms of multi-instrumentalism into music that moves by turns through industrial, jazz, psychedelia and minimalism, on it’s way to somewhere wholly other. Devoted to musical exploration, this London based duo obsessively deconstruct familiar tropes, looking for the tension that lies between improvisation and form. Tomaga formed in 2014 and have already released an impressive discography. Their most recent release is ‘Memory In Vivo Exposure’ which was included in several best of 2017 lists including Uncut Magazine and The Attic.</p>
<p>Father Murphy, consisting of Freddie Murpy and Chiara Lee, is the sound of the Catholic sense of Guilt. A downward spiral aiming at the bottom of the hollow, and then digging even deeper. Father Murphy over the years became one of the most mysterious and enigmatic musical entities coming out of Italy, part of that community that Simon Reynolds and Julian Cope started to call the new “Italian Occult Psychedelia”. The Duo have told their story over a dozen Albums and EPs documenting a deep personal decent into turmoil that culminates in their final record „Rising.A Requiem For Father Murphy“ and this very last Berlin show.&#8221;</p>
<p>Freitag, 13. April<br />
Einlass: 20.00 Uhr<br />
Beginn: 21.00 Uhr</p>
<p>arkaoda Berlin<br />
Karl-Marx Platz 16<br />
12043 Berlin<br />
<a href="https://www.facebook.com/events/547112008988037/"><strong>Event @ Facebook</strong> </a></p>
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		<title>Neuerscheinung: Occulto Issue δ</title>
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		<pubDate>Tue, 08 Dec 2015 11:14:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zum fünften Mal erscheint dieser Tage das englischsprachige Magazin „Occulto“, das sich seit seinen Anfängen den unterschiedlichsten Phänomenen der Welt aus einer ganz eigenen Perspektive widmet, die Wissenschaft und Kunst miteinander vereint. Immer wieder begeben sich die Macher dabei auf &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2015/12/08/neuerscheinung-occulto-issue-%ce%b4/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zum fünften Mal erscheint dieser Tage das englischsprachige Magazin „Occulto“, das sich seit seinen Anfängen den unterschiedlichsten Phänomenen der Welt aus einer ganz eigenen Perspektive widmet, die Wissenschaft und Kunst miteinander vereint. Immer wieder begeben sich die Macher dabei auf die Suche nach dem Verborgenen, im wahrsten Wortsinne „Okkulten“. Die aktuelle Ausgabe widmet sich dem Thema „Traum“ mit all seinen Implikationen, auf den 112 Seiten finden sich Texte von Massimo Sandal, Roberto Lalli, Stephano Stephanowic, Martin Howse und Erkki Huhtamo sowie eine Bilderstrecke der Künstlerin Giulia Liberti. Bei liegt eine Compilation mit Musik von Paul Beauchamp, Father Murphy, Heroin in Tahiti, Everest Magma und anderen.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/12/occultodelta_coverfront_lo1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-11346" title="occultodelta_coverfront_lo1" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/12/occultodelta_coverfront_lo1.jpg" alt="" width="700" height="1000" /></a><span id="more-11344"></span></p>
<p>„The fifth release of Occulto Magazine, Issue δ (4,66920160910299067185320382…) is dedicated to a very special topic: dreams. Expect fictional dinosaurs, 8 billion dollars supercolliders, oxygen and cigarettes coming from the very same source, Bette Davis’ eyes, hacked conversations with angels and illusions in motion. Expect no Viennese doctors and no neuroscience breaking news. Not that we’re not interested in such things; they just didn’t come to mind. Compilation #4 curated as usual by Onga / Boring Machines is available as limited edition CDr with the first 100 copies – and as digital download forever and ever.</p>
<p><strong>EXCERPTS</strong></p>
<p>“Gottfried Wilhelm Leibniz had a dream: a universal, formal language free of vagueness and ambiguities, applicable to every field of knowledge, that would amplify the human mind much as the telescope or the microscope did with our seeing. He called it characteristica universalis. A share of this dream of his eventually came true in a centuries-long intellectual and technical revolution, starring the excellent minds of people such as George Boole, Kurt Gödel and Alan Turing. The results of this process are hard to understand for laymen, yet a good deal of them are embodied in an everyday object that affects our daily life oh so very much: our computer.” <strong>Alice Cannavà, editorial text</strong></p>
<p>“The past is gone. We will never hear the flap of a pterosaur wing. We will never know what a soup of trilobites tastes like. Yet we can decode it; we can sift through fossil relics of extinct animals; we can reconstruct the evolution of genomes through esoteric bioinformatics algorithms. We will not recover the birdsongs of the Mesozoic, most probably, yet we can manage a blurry sketch of the history we come from.” <strong>Massimo Sandal, “All Tomorrows – The Lonely Dreams of Speculative Evolution”</strong></p>
<p>“Many scientists and philosophers challenge this reductionist perspective by looking at nature and complex systems the other way round. According to this anti-reductionist view, all nature around us shows the property of emergence. The interaction of a high number of simpler entities has led to systems whose properties are very different from those of their components. There are layers of complexity out there.” <strong>Roberto Lalli “Reductionism vs. Emergence in Theoretical Physics – Do Quantitative Differences Become Qualitative Ones?”</strong></p>
<p>“Photosynthesis is the process by which mainly plants — but also a host of bacterial species — convert the energy of sunlight into, ultimately, chemical compounds, which are in turn used for metabolic reactions in the (photosynthetic) organism. To put things simply, it can be said that photosynthetic organisms feed on light. It can also be said that all the other organisms we know, including us, the Homo sapiens, feed directly or indirectly on the product of photosynthesis.” <strong>Stephano Stephanowic “A Few More Stumbling Steps Into the Wonderful World of Photosynthesis – Chapter Two: Efficiently Enabling Life as We Know It (and Cigarettes) to Exist”</strong></p>
<p>“What is an interpreter or an interpretation? Within the realm of computer science an interpreter exists as a program, devised in earth, in hardware, which instantly translates language into action, into execution and material or breath, either directly or through an intermediate translation. The interpreter must itself be described in a language, which, Ouroboros-style, can perhaps be the very same language which is interpreted, thus slowly and seasonably bootstrapping itself into a wordy autumnal existence and a cycle of development.” <strong>Martin Howse, “Dark Interpreter – Provide by Arts for the hardnesse of Nature”</strong></p>
<p>“The panorama may have been introduced as a new art form, but it was conceived to create a market for mediated realities and (seemingly) emancipated gazes. As such, it was an early manifestation of media culture in the making. Although it was not wired in the sense of broadcasting or the Internet, it was capable of teleporting its audience to another location, and dissolving the boundary between local existence and global vision. In an era when globetrotting for pleasure and organized mass tourism were taking their first timid steps, panoramas presented resplendent representations of exotic environments and current hotspots. Paris and Istanbul, as well as the battlefields of Waterloo and Gettysburg, were visited by spectators, who became “global citizens” avant la lettre.” <strong>Erkki Huhtamo, “Moving Panorama – A Missing Medium – Excerpt from Illusions in Motion”</strong></p>
<p><a href="http://www.occultomagazine.com/occulto-issue-delta-2/"><strong>Occulto-Magazin</strong></a><br />
<iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="http://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1860179786/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>FATHER MURPHY: Lamentations</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Dec 2015 05:43:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es ist gerade einmal acht Monate her, dass Father Murphy ihr Album „Croce“ herausbrachten. Mit der EP “Lamentations” kommt dann noch im alten Jahr ihre „Trilogy of The Cross“ zum Abschluss, zu der noch das im Januar erschienene Tape „Calvary“ &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2015/12/05/father-murphy-lamentations/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/10/fathermurphylamentations.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-11004" title="fathermurphylamentations" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/10/fathermurphylamentations.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Es ist gerade einmal acht Monate her, dass Father Murphy ihr Album „Croce“ herausbrachten. Mit der EP “Lamentations” kommt dann noch im alten Jahr ihre „Trilogy of The Cross“ zum Abschluss, zu der noch das im Januar erschienene Tape „Calvary“ zählte – alle drei Teile der im Zeichen eines eigenwilligen Noise Rock ins Leben gerufenen und mittlerweile immer mystischer und ritueller ausgerichteten Band sind der Auseinandersetzung mit dem ambivalent empfundenen katholischen Erbe der beiden Italiener Chiara und (Reverend) Freddy Murphy gewidmet: der <span id="more-11003"></span>spirituellen Suche, der Angst, dem Versuch, all dies auch mit einer feinsinnigen Ironie zu verknüpfen, dem Gefühl vom Schuld und nicht zuletzt auch dem Wunsch nach Vergebung und Erlösung.</p>
<p>Steht die gesamte Trilogie bereits im Zeichen ihrer schrittweisen Abwendung vom Rock – allein schon durch den Weggang des Schlagzeugers Vittorio &#8211; so gibt es auch innerhalb der Reihe große Veränderungen. Auf „Lamentations“ sind die Neuerungen auch und v.a. klanglicher Natur, denn der Reverend lässt diesmal seine elektrische Gitarre komplett im Instrumentenschrank und gibt stattdessen der Trompete, die auch früher gelegentlich zu hören war, mehr Raum. Desweiteren wurde im Studio mit anderen Leuten gearbeitet, zu nennen wären der Toningenieur Paul Beauchamp (Blind Cave Salamander) und v.a. Produzent Fabrizio Modonese Palumbo (u.a. Larsen), der sich bei der Soundgestaltung  zumindest laut Label stark an Gruppen wie Coil (ich zog bereits <a href="http://africanpaper.com/2013/03/23/father-murphy-orsanti-they-called-them/">hier</a> einen Vergleich) und Nurse With Wound orientiert haben soll.</p>
<p>Schon recht früh in „Mercy and Truth“, dem ersten der beiden Tracks, fällt einem die originelle Abmischung auf, bei der Freddies mantraartige Wiederholung des Wortes „Mercy“ stark im Vordergrund steht. Der mystischen Aura des dumpfen Pulsierens tut dies jedoch keinen Abbruch, und wenn das Ritualistische dank Bläsereinsatz zwischendrin immer mal ins arg Verspielte kippt, hellt auch dies die Stimmung nicht auf, sondern hinterlässt mit der Frage, ob all dies nicht doch alles ironisch gemeint ist, eher Irritation. Ich finde die Assoziation eines amerikanischen Journalisten, der an eine Monthy Python-Version eines italienischen Horrorstreifens denken musste, zwar etwas übertrieben, aber ich kann nachvollziehen, wie er darauf kam.</p>
<p>Der größte Bruch ereignet sich mit Chiaras kindlichem Stimmeinsatz, die mit anrührendem Pathos „Save us from us“ anstimmt (wer denkt da nicht an David Tibets Zeile „Who will deliver me from myself“ aus Current 93s „Black Ships Ate The Sky“?), wonach auch schon bald der zweite, wesentlich droniger gestaltete Titeltrack beginnt. Auf dem Teppich einer mediterran anmutenden Harmonium-Melodie, die ab und an von unpassend schnellen Takten durchkämmt wird, ereignen sich zahlreiche klangliche und rhythmische Details, bis das Ganze in einem fast kathartischen Crescendo aus den jaulenden Stimmen von Freddy und Chiara kulminiert.</p>
<p>Laut Eigenangabe ist „Lamentations“ von einer nicht ganz seriösen Lektüre des Buches Jeremia und der Beschäftigung mit der Orthodoxen Liturgie inspiriert, aber letztlich erhellen solche Querverweise das Dunkel Father Murphys nur gering. Das allerdings tut der Wucht auch dieser Veröffentlichung, die einmal mehr stark von Unterdeterminiertheiten lebt, nicht den geringsten Abbruch. (U.S.)<br />
<strong></strong></p>
<p><strong>Label: Backwards</strong></p>
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		<title>Searching for Subterranean Sounds. Interview mit Silvia und Andrea von Yerevan Tapes</title>
		<link>https://africanpaper.com/2015/06/06/searching-for-subterranean-sounds-interview-mit-silvia-und-andrea-von-yerevan-tapes/</link>
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		<pubDate>Sat, 06 Jun 2015 08:55:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Abgesehen von der ursprünglichen Bedeutung als Ettikett rangiert die Semantik des Begriffs &#8220;Label&#8221; zwischen Plattenfirma und Marke, und auch in weniger kommerziellen Nischen kann man viele Labels dahingehend unterscheiden, welche der beiden Bedeutungen ihnen eher entspricht. Zum einen gibt es &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2015/06/06/searching-for-subterranean-sounds-interview-mit-silvia-und-andrea-von-yerevan-tapes/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/05/yerevantapes5338467923.png"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-10332" title="yerevantapes5338467923" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/05/yerevantapes5338467923-150x150.png" alt="" width="150" height="150" /></a>Abgesehen von der ursprünglichen Bedeutung als Ettikett rangiert die Semantik des Begriffs &#8220;Label&#8221; zwischen Plattenfirma und Marke, und auch in weniger kommerziellen Nischen kann man viele Labels dahingehend unterscheiden, welche der beiden Bedeutungen ihnen eher entspricht. Zum einen gibt es die Labels, die innerhalb eines nicht allzu eng gefassten Spektrums eine gute Bandbreite an Acts verlegen, ohne dass es eine klar erkennbare Hausphilosophie und eine deutliche ästhetische Linie gäbe. Auf der anderen Seite<span id="more-10329"></span> gibt es solche, die durch einen wiedererkennbaren Sound, oft aber auch durch außermusikalische Kriterien wie die visuelle Gestaltung einen Rahmen schaffen, der das Image der Bands mitprägt und der Veröffentlichungsgeschichte erst ihren roten Faden gibt. So gibt es dann fraglos einen typischen 4AD-Stil, aber das selbe von PIAS zu behaupten wäre Unsinn. Auch Yerevan Tapes aus Bologna zählt klar zur zweiten Kategorie. Das Label, das erwartungsgemäß v.a. Tapes, gelegentlich aber auch Vinyl in angemessener Limitierung verlegt, wurde vor vier Jahren von <a href="http://africanpaper.com/tag/avant-records/">AVANT!</a>-Chef Andrea Napoli und seiner aus Armenien stammenden Partnerin Silvia Anhayt gegründet. Die Tonträger erscheinen stets in einer ebenso schönen wie irritierenden Gestaltung, die stets die gleiche Handschrift erkennen lassen. Was die Musik und die oft von Silvia selbst gestalteten Designs verbindet, ist eine Überblendung von (oft mystisch-religiöser) Tradition und einem spielerischen Popart-Gestus, dem jeder Hang zur platten Persiflage fehlt. Yerevan Tapes steht auch dafür, dass vieles möglich ist, wenn man nur die richtige DIY-Haltung an den Tag legt und einen sicheren Blick für Passendes hat. Dazu passt irgendwie auch die unkomplizierte Art, mit der die beiden ihre Arbeit im folgenden Interview vorstellen.<br />
</strong></p>
<p><a title="Searching for Subterranean Sounds. Interview with Silvia and Andrea of Yerevan Tapes" href="http://africanpaper.com/2015/06/06/searching-for-subterranean-sounds-interview-with-silvia-and-andrea-of-yerevan-tapes/"><strong>English version</strong></a></p>
<p><strong><em>Soweit ich weiß habt ihr in Bands wie z.B. His Electro Blue Voice gespielt und eine Hälfte von euch betreibt das Label Avant! Records. Später habt ihr dann Yerevan gegründet. Wie kam es dazu, dass ihr euch neben der eigenen Musik auch für die Labelaktivität entschieden habt?</em></strong></p>
<p>Genau genommen war nur Andrea in His Electro Blue Voice involviert, und zwar als Drummer vom ersten Tag bis zum 2013er Full Length-Album auf Sub Pop. Avant! Records macht er seit 2007. Wir haben Yerevan Tapes zusammen 2011 ins Leben gerufen mit der Intention, neue, bisher unerhörte Sounds zu erforschen.</p>
<p><em><strong>Wo lagen eure musikalischen Wurzeln? Gab es eine Art Musikszene, der ihr angehörtet?</strong></em></p>
<p>Wir mögen unterschiedliche musikalische Hintergründe haben, aber nach mehreren Jahren des gemeinsamen Hörens brauchten wir beide etwas neues, etwas, das tiefer, künstlerischer und spirituell fordernder ist. Genau da liegt das Fundament, auf dem Yereven Tapes seine ersten Schritte unternahm.</p>
<p><strong><em><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/06/YER014_UMANZUKI.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-10379" title="YER014_UMANZUKI" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/06/YER014_UMANZUKI-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Ich habe den Eindrucke, dass die Labels, v.a. Yerevan, mehr ein eigenes Kunstprojekt als ein Unternehmen ist. Sehr ihr das ähnlich?</em></strong></p>
<p>Meinstens entstehen Indielabels ja aus Leidenschaft, oft noch mit einen gewöhnlichen Job nebenbei, um etwas Geld einzubringen. So etwas lässt genügend Raum, um eine spezielle Identität entstehen zu lassen und die notwendige Freiheit, um die besten Inhalte zu wählen. Im Falle von Yerevan ging es uns darum, etwas mit einer starken Identität aufzubauen, wo Musik, Gestaltung und die symbolische Kommunikation eins sind.</p>
<p><strong><em>Wenn ihr ie ästhetische Vision von Yerevan Tapes skizzieren sollten, wie würdet ihr die auf den Punkt bringen?</em></strong></p>
<p>Wie unser Motto sagt, sind wir ein &#8220;Kassetten- und Vinyl-Label für heilige Klänge&#8221;. Das heißt wir sind auf der Suche nach Musikprojekten, die ihre eigene Vision des Heiligen einbringen, ihre Weltanschauung, ganz egal, auf welche Art. Wenn man sich unseren Katalog anschaut, fallen einem vielleicht mehr die Unterschiede zwischen den Künstlern als die Ähnlichkeiten ins Auge, aber sie alle verbindet ein gemeinsames Ziel.</p>
<p><strong><em>Eure beiden Labels unterscheiden sich nicht nur im Hinblick auf das Medium (Avant! meist Vinyl, Yerevan meist Tape), sondern auch ein Stückweit im Hinblick auf die Stilauswahl, denn Avant! hat einen starken Fokus auf Post-Punk/Dark-Pop, während auf Yerevan im weitesten Sinne experimentelle und psychedelische Musik erscheint. Hat sich das eher ergeben oder denkt ihr, dass die Musikarten und die Tonträgermedien gerade so zusammenpassen?</em></strong></p>
<p>Das Tape ist ein fast schon natürliches Medium für experimentelle Musik seit den 70ern, wenn nicht schon länger. So ist es keine Überraschung, dass es bei YT unsere erte Wahl war. Es ist preiswerter, es ist leichter weltweit zu vertreiben und es gibt dir die Möglichkeit, Material von obskuren Künstlern herauszubringen, ohne dich mit den Schwierigkeiten einer Vinl-Produktion herumschlagen zu müssen. Gleichzeitig, ebenso wie in der Post-Punk/Dark-Pop-Welt, ist das Tape seit einiger Zeit als Medium zurückgekehrt. Bislang haben wir drei Vinylveröffentlichungen gemacht und planen noch mehr in der nächsten Zeit.</p>
<p><strong><em><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/05/yt1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-10338" title="yt1" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/05/yt1.jpg" alt="" width="694" height="352" /></a>Bands wie Father Murphy, Bird People, G.G. Rosacroce oder German Army machen etwas sehr verschiedenes, aber ihr sagtet ja bereits, dass es auch eine Art Verbindung gibt. Worin, denkt ihr, liegt die?</em></strong></p>
<p>Wie gesagt haben sie sicher sehr unterschiedliche Stile, und doch ist es gar nicht so schwer zu sehen,w as sie zusammenhält. Ihre Suche nach unterirdischen Klängen mag in unterschiedlichen künstlerischen Resultaten enden, aber was sie antreibt, scheint das gleiche zu sein: der Drang nach einer spirituellen Suche.</p>
<p><em><strong>Gibt es irgendwelche Begrenzugen in eurem Spektrum an Stilrichtungen, gibt es eine musikalische No Go-Area, oder würdet ihr prinzipiell Musik aus allen Genres herausbringen?</strong></em></p>
<p>Natürlich gibt es Grenzen, wir würden zum Beispiel nicht Punkrock oder Heavy Metal veröffentlichen, zugleich geht es aber nicht streng nach Musikstilen, da es mehr darum geht, ob etwas zu dem passt, was wir mit YT ausdrücken möchten. So lange wir das gefühl haben, dass es an das anknüpft, was wir machen, ziehen wir es in Betracht.</p>
<p><strong><em>Gibt es für euch eine Lieblingsveröffentlichung auf Yerevan, die eine besondere Bedeutung für euch hat?</em></strong></p>
<p>So rhetorisch sich das anhört, wir haben keine Lieblingsveröffentlichung, da jede ihre eigene Identität und ihre spezielle Geschichte hat. Hinter jeder Aufnahme, die wir herausbringen, gibt es eine Verbindung, die so persönlich wie möglich ist, eine Verbindung zur Musik, aber auch zu den Künstlern, die sie geschaffen haben. Aus verschiedenen Gründen sind wir bislang von allen begeistert.</p>
<p><strong><em><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/05/rosacroce.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-10339" title="rosacroce" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/05/rosacroce-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Artwork spielt eine große Rolle nicht nur in der Gestaltung der Tapes, sondern auch auf euren Webseiten, und es gibt dort immer eine Menge religiöser und ritueller Symbole aus verschiedenen Kulturen zu sehen. Woher kommt dieses Interesse?</em></strong></p>
<p>Obwohl wir Einflüsse aus religiösen und künstlerischen Ausdrucksweisen verschiedener Orte und Zeiten sammeln, haben wir ein besonderes Auge für die cinematischen Resultate, die armenische Filmemacher aus der Sowietzeit erreicht hatten. Die Tatsache, dass Silvia einen Abschluss in Kulturanthropologie hat, spielt sicher eine starke Rolle in Yerevan Tapes&#8217; ästhetischer Suche.</p>
<p><em><strong>Könntet ihr ein paar armenische Filme nennen, die euch besonders beeindruckt haben?</strong></em></p>
<p>Sicher. Die Kassettencover auf Yerevan kommen direkt aus einem bestimmte räumlich-zeitlichen Kontext. Und es sind nicht nur armenische Filme, auch manchmal georgische oder ukrainische; der Punkt ist, dass sie alle aus einer bestimmten Zeit und einem bestimmten Zusammenhang kommen: Die sowietischen länder der späten Siebziger und deren spezifische Kosmogonien. In der Art, wie sie die Welt präsentieren, ist etwas, das eine starke Verbindung zu unserem Label hat. Um eine Vorstellung davon zu vermitteln, nenne ich nur einige wenige, neben dem ziemlich bekannten Sergej Paradžanov und seiner großartigen Filmografie (all seine Filme sind perfekte Juwelen in einer ganz eigenen Art, v.a. &#8220;Shadows of Forgotten Ancestors&#8221; (1964) den ich sehr liebe), ich kann außerdem &#8220;Wishing Tree&#8221; (1976) von Tengiz Abuladze empfehlen sowie zwei Kurzfilme von Artavazd Pelešjan: &#8220;Inhabitants&#8221; (1970) und &#8220;Seasons&#8221; (1975).</p>
<p><strong><em>So beantwortet sich auch schon die Frage, die ich euch als nächstes gestellt hätte. Der Name der armenischen Hauptstadt wurde nicht nur aus &#8220;exotischen&#8221; Gründen gewählt&#8230;<br />
</em></strong></p>
<p>Wie gesagt resutierte eine erste Schwärmerei aus Silvias akademischen Studien armenischer Kultur, Sprache und vor allem Geschichte. Wir denken, der gewählte Name steht für etwas, das eine Brücke zwischen hier und dort bauen kann. Es hätte nicht zwangsläufig Yerevan sein müssen, aber in jedem Fall ein Toponym, denn wir finden, dass Ortsnamen starke und weitreichende Begriffe sind.</p>
<p><strong><em>Experimentelle oder als psychedelisch bezeichnete Musikarten gibt es schon lange. Was denkt ihr zeichnet gerade heutige Vertreter solcher Genres aus, und was könnte der Grund sein, dass solche Musik wieder populärer geworden ist?</em></strong></p>
<p>Vielleicht ist der starke mystische Reiz psychedelischer Musik einer der Gründe, warum sie sich nach so vielen Jahren immer noch hält. Trommeln auf tribale Art und tiefe Drones üben eine unmittelbare Macht auf unsere Seelen aus. Musikmoden kommen und gehen, aber es wird immer Raum geben, mit Klängen zu experimentieren.</p>
<p><strong><em>Viele jüngere Psychbands beschäftigen sich heute mit esoterischen und okkulten Dingen, aber oft in Kombination mit einer spielerischen oder auch ironischen Note. Bei vielen schlägt dann gleich der Hipsteralarm, aber denkt ihr, dass solche Themen vielleicht sogar vitaler daherkommen, wenn sie nicht zu ernst angegangen werden?</em></strong></p>
<p>Wir möchten nicht gerne als zu ernst wahrgenommen werden, aber gleichzeitig denken wir nicht, dass wir sehr ironisch mit unserer Ikonografie umgehen. Wir verbinden religiöse Symbole gerne mit zeitgenössischem Artwork, aber das ist nicht witzig gemeint. Wir suchen nur nach einem neuen Kontext für diese zeitlosen Bilder.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/06/shadows-of-forgotten-ancestors.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-10378" title="shadows-of-forgotten-ancestors" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/06/shadows-of-forgotten-ancestors-1024x762.jpg" alt="" width="584" height="434" /></a></p>
<p><strong><em>Wie denkt ihr über eine tag wie Italian Occult Psychedelia, der in der Presse teilweise auch für Bands von eurem Label verwendet wird?</em></strong></p>
<p>Wir denken, dass es sich als sehr gutes Schlagwort erwiesen hat, um unterschiedliche Bands aus unterschiedlichen Stilrichtungen unter einen Hut zu bringen. Wie bei allem ist der Begriff kein perfektes Mittel, aber war sicher hilfreich dabei, den italienischen Sound von heute zu exportieren.</p>
<p><strong><em>Hierzulande wurde immer nur punktuell über italienische Musik berichtet, auch wenn es schon immer zahlreiche Veröffentlichungen gegben hat. In den letzten Jahren hat sich das ein wenig gewandelt und die Leute bekommen Wind von der Vielzahl italienischer Musik. Habt ihr eine Idee, wie es zu diesem Wandel gekommen sein könnte?</em></strong></p>
<p>Wir denken nur, dass das, was du sagst, unseren Standpunkt trifft. Manchmal braucht es kleine Strategien, damit Sachen besser funktionieren.</p>
<p><em><strong>Ihr habt zuletzt ein Tape der Electronica-Producer Zone Demersale veröffentlicht. Was steht sonst noch bei Yerevan Tapes auf dem Plan? Irgendwelche neuen Entdeckungen?</strong></em></p>
<p>Gerade vor diesem Interview haben wir eine brandneue Vinyl-12” EP namens &#8220;Porta&#8221; von dem aus der Toskana stammenden Trio Umanzuki herausgebracht. Dies ist unser letztes Release vor dem Sommer, aber wir kommen zurück mit mehr Tapes und Vinyl, nicht nur vonitalienischen Künstlern und auch mehr elektronisch orientiert.</p>
<p><strong><em>Vielen Dank für das Interview.</em></strong></p>
<p>(U.S.)</p>
<p><a href="http://www.yerevantapes.com/">Yerevan Tapes</a></p>
<p><a href="https://yerevantapes.bandcamp.com/">YT @ Bandcamp</a></p>
<p><a href="https://soundcloud.com/yerevan-tapes">YT @ Soundcloud</a></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/YerevanTapes">YT @ Facebook</a></p>
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		<title>Searching for Subterranean Sounds. Interview with Silvia and Andrea of Yerevan Tapes</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Jun 2015 08:54:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[As far as I know you both played in bands such as His Electro Blue Voice and one of you is also running Avant! Records. Later on you formed Yerevan. When and how did you decide to do publishing activities &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2015/06/06/searching-for-subterranean-sounds-interview-with-silvia-and-andrea-of-yerevan-tapes/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>As far as I know you both played in bands such as His Electro Blue Voice and one of you is also running Avant! Records. Later on you formed Yerevan. When and how did you decide to do publishing activities besides your own music?</em></strong></p>
<p>Actually only Andrea used to be involved in His Electro Blue Voice, having been drummer in the band from day one until 2013‘s full-length album on Sub Pop. He also runs Avant! Records since 2007. Together we started Yerevan Tapes in 2011 with the intent to explore new sounds previously unexperienced.</p>
<p><em><strong>Where have your music roots been? Was there some sort of a subcultural scene you were part of?</strong></em></p>
<p>We may come from different musical background but after several years of listenings we both felt we needed something new, something deeper more artistically and spiritually engaging. That’s exactly the kind of ground Yereven Tapes took its first steps from.</p>
<p><strong><em><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/06/YER014_UMANZUKI.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-10379" title="YER014_UMANZUKI" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/06/YER014_UMANZUKI-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>I have the impression that the labels, Yerevan even more, is rather some art concept of its own than a business. Would you agree?</em></strong></p>
<p>Most of indie labels come out of passion, often with an ordinary job on the side to bring some money in. This leaves enough room to grow a specific identity and the necessary freedom to choose the best contents.Speaking of Yerevan, we felt the need to build something with a strong aesthetical identity where music, medias and symbolic communication were one.</p>
<p><strong><em>If you had to scetch the artistic vision you follow with Yerevan, how would you express it?</em></strong></p>
<p>As our motto states, we are a “cassette and vinyl record label for sacred sounds”. It means we’re chasing those music projects who can deliver their own vision of the sacred, their Weltanschauung, no matter how. When one takes a look at our catalogue he might feel the differences rather than the similarities between the artists, but they all share a common aim.</p>
<p><strong><em>Your two labels differ not only in terms of the medium (Avant! mostly vinyl, Yerevan mostly tape), but also bit in terms of styles, as Avant! has some focus on post punk/dark pop and Yerevan is more into the experimental and psychedelic in the broadest sense of the words. Did this just happen or do you think, style and medium fit for some reason?</em></strong></p>
<p>The tape is some sort of natural media for experimental music since the 70s, if not earlier. So it comes as no surprise that we felt it as our primal support as YT. It’s cheaper, it’s easier to distribute worldwide, it gives you the opportunity to release material from obscure artists without having to face the difficulties of a vinyl record production. At the same time, just as in the post punk/dark pop realm the tape has recently came back as music medium, we on our end have done 3 vinyl releases already and we are planning to have more for the near future.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/05/yt1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-10338" title="yt1" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/05/yt1.jpg" alt="" width="694" height="352" /></a></p>
<p><strong><em>Bands like Father Murphy, Bird People, La Piramide or German Army play quite different styles, but do you think there&#8217;s a read thread, some artistic or spiritual element that combines them?</em></strong></p>
<p>As we said above, they surely have different styles but at the same time, we think it is kind of easy to see what connects them together. Their search for subterranean sounds may end in different artistic solutions but what moves them seems to be the same: a quest for spiritual inquiry.</p>
<p><em><strong>Are there any limits in the range of styles, is there kind of a stylistic no go area, or would you potentially release music from any genre?</strong></em></p>
<p>Of course there are boundaries, as we will not release punk rock or heavy metal music for instance, at the same time is not strictly a matter of pure musical style performed while it is about how much it does fit within what we are looking to express with YT. As long as we think it bonds with what we are doing we may consider it.</p>
<p><strong><em>Is there something like a favourite release that has a special meaning to you?</em></strong></p>
<p>As rhetorical as this may sound, we have no favourite release as each one has its own identity and particular history. Behind every records we put out there is a connection as much personal as possible, with the music and the artist who created it. For different reason we are exited about every one of them so far.</p>
<p><strong><em><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/05/rosacroce.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-10339" title="rosacroce" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/05/rosacroce-300x300.jpg" alt="" width="300" height="300" /></a>Artwork plays a stong role not only in the tape design but also on your web spaces, and there is a lot of religious and ritualist symbols from all over the world. How is your interest in this, and where is the relation to your concept and the music?</em></strong></p>
<p>While we may collect influence from religious and artistic expressions from different places and times, we have a special eye for the kind of cinematic results that Soviet Armenia directors achieved. The fact that Silvia graduated in Cultural Anthropology surely played a strong role within the YT quest for aesthetics.</p>
<p><em><strong>Could you give us an example or two for Armenian movies that have influenced you?</strong></em></p>
<p>Surely. The Yerevan cassette-tape covers come straight from a particular time and space. And not only Armenian movies, sometimes Georgian or Ukrainian ones too; the point is that they all belong to a specific period and context: the soviet lands between sixties and late seventies and its cosmogony. There’s something in the way they represent the world that somehow has a strong link to us as label. In a very concise list just to get the idea, besides the well-known Sergej Paradžanov and his marvellous filmography (all his movies are perfect gems in their own way, especially Shadows of Forgotten Ancestors (1964) which I’m particularly fond of), I can recommend Wishing Tree (1976) by Tengiz Abuladze, and two short movies by Artavazd Pelešjan: Inhabitants (1970) and Seasons (1975).</p>
<p><strong><em>So this already answers my next question &#8211; you didn&#8217;t chose the name of the Armenian capital for mere exotic reasons&#8230;</em></strong></p>
<p>Like we just said, a first infatuation came from Silvia’s University studies, one on Armenian culture, language and history in particular. We think the name we chose stands for something able to build bridges between Here and There. It might not have been Yerevan, but it would have been a toponym in any case as we think toponyms are thick and widespread words.</p>
<p><strong><em>Several psychedelic and experimental music styles exist now for a long time. What do you think are the main qualities of such music today, and what could be the reason that it became a bit more popular again?</em></strong></p>
<p>Probably it’s the strong mystical appeal that psychedelic music hosts that managed to make it last through all these years. Tribal approach to the drumming and deep drones always have a direct power on our souls. Music fashions come and go, but there’s always room for experimenting in sounds.</p>
<p><strong><em>A lot of younger psych bands today deal with esoteric and occult motifs, but often combined with some playful or ironic note. Some people would say that this is a sign of hipster stuff, but do you think that such topics are more vital when they are not too serious?</em></strong></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/06/shadows-of-forgotten-ancestors.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-10378" title="shadows-of-forgotten-ancestors" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/06/shadows-of-forgotten-ancestors-1024x762.jpg" alt="" width="584" height="434" /></a>We don’t wish to be looked as too serious but at the same time we don’t think we are much ironic about our iconography. We like to blend religious symbols with contemporary artwork, but we do not mean it in a funny way. We just look to create a new context for those everlasting icons.</p>
<p><strong><em>What is your opinion on a tag like Italian Occult Psychedelia, which is somehow also applied to bands of your label by the music press?</em></strong></p>
<p>We think it has proved itself to be a great tag to gather different bands with different styles under one common vessel. As with everything it‘s no perfect tool, but it surely has been helpful to export the current Italian sound abroad.</p>
<p><strong><em>In our country, the media dealt only punctually with Italian music, yet there was a huge output of releases for a long time. In the last years, this changed a bit and people become aware of the variety of Italian stuff. Do you have an idea about this change?</em></strong></p>
<p>We only can think that what you say proves our point. Some times it takes a little stratagem to make things work properly.</p>
<p><em><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/05/yerevantapes5338467923.png"><img class="alignright size-medium wp-image-10332" title="yerevantapes5338467923" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/05/yerevantapes5338467923-300x300.png" alt="" width="300" height="300" /></a>Your newest release is a tape by electronica producers Zone Demersale. What are your plans for Yerevan in the nearer future? Any new explorations?</strong></em></p>
<p>Right as we speak we have put out a brand new vinyl record, the 12” EP Porta by Tuscany-based trio Umanzuki. This is our last release before the summer, after which we will be back with more tape and vinyls, not only by Italian artists and also more electronics-oriented.</p>
<p>(U.S. &amp; A.K.)</p>
<p><a href="http://www.yerevantapes.com/">Yerevan Tapes</a></p>
<p><a href="https://yerevantapes.bandcamp.com/">YT @ Bandcamp</a></p>
<p><a href="https://soundcloud.com/yerevan-tapes">YT @ Soundcloud</a></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/YerevanTapes">YT @ Facebook</a></p>
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		<title>FATHER MURPHY: Croce</title>
		<link>https://africanpaper.com/2015/03/14/father-murphy-croce/</link>
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		<pubDate>Sat, 14 Mar 2015 07:40:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Chiara Lee]]></category>
		<category><![CDATA[Father Murphy]]></category>
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		<category><![CDATA[Italian Occult Psychedelia]]></category>
		<category><![CDATA[The Flenser]]></category>

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		<description><![CDATA[In unserem Interview kündigten Father Murphy bereits vor einem knappen Jahr ihr neues Album &#8220;Croce&#8221; an und erwähnten, dass sie sich &#8211; trotz ihrer ansonsten englischsprachigen Texte &#8211; für den Titel entschieden hatten, weil er im Italienischen wesentlich kantiger klingt &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2015/03/14/father-murphy-croce/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/03/fm_croce_cover-150x150.jpg"><img class="alignleft size-full wp-image-10012" title="fm_croce_cover-150x150" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2015/03/fm_croce_cover-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>In unserem <a title="I believe each one of us has to deal with a personal void. Interview mit Father Murphy" href="http://africanpaper.com/2014/04/12/i-believe-each-one-of-us-has-to-deal-with-a-personal-void-interview-mit-father-murphy/">Interview</a> kündigten Father Murphy bereits vor einem knappen Jahr ihr neues Album &#8220;Croce&#8221; an und erwähnten, dass sie sich &#8211; trotz ihrer ansonsten englischsprachigen Texte &#8211; für den Titel entschieden hatten, weil er im Italienischen wesentlich kantiger klingt als das vergleichsweise softe englische &#8220;Cross&#8221;. Das war schon deshalb eine treffende Wahl, da auch die Musik rau und kantig klingt, genau so, wie man es von dem Duo aus Veneto, das eine düstere Form des Noiserock spielt, auch erwartet. Doch er ist auch eine gute Wahl wegen seines Symbolgehalts. Wenn Federico und Chiara als<span id="more-9864"></span> Father Murphy ihre verzweifelten und zugleich heroischen Schreie in die Welt schleudern und von Suche und Verlorenheit künden, so ist die ambivalente Auseinandersetzung mit ihrem katholischen Erbe stets präsent, auch dann, wenn sich das indirekt und im Hintergrund abspielt. Manchmal reichen bestimmte Begriffe und symbolbelandene Geräusche, um eine Stimmung zu konnotieren, die ohne diese Kulisse eine ganz andere Färbung hätte.</p>
<p>Filtert man &#8220;Croce&#8221; durch diese Zerrissenheit, dann erscheinen weite Teile des Albums wie eine zeitgenössische Version der <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Dark_Night_of_the_Soul">&#8220;dark night of the soul&#8221;</a>, und das gleich von der ersten Sekunde an: Wie eine Performance, die unmittelbar nach dem plötzlichen Fall des Vorhangs beginnt, wirft einen &#8220;Blood Is Thicker Than Water&#8221; gleich in die Mitte des stakkatohaften Geschehens, in dem die beiden ihre heroisch-zynischen Stimmen im Chor erschallen lassen, untermalt von sägenden, grobkörnigen Noisegitarren. Chiaras beschwörender Gesang steht mehr denn je im Zentrum, in &#8220;A Purpose&#8221; ergänzt Federico sie mit unheimlichen, gutturalen Stimmen, und letztlich ist es v.a. das Hypnotische, das die insgesamt doch eher schwierige Musik zugänglich macht.</p>
<p>Saitenschnarren, metallenes Gerassel und finstere Bläsersounds erinnern in manchen Tracks an ihre eher soundscapige <a href="http://africanpaper.com/2014/05/31/father-murphy-veronica-azzinari-nozze-chimiche-booklet-und-12/">EP mit Veronica Azzinari</a> und unterstreichen die okkulte Atmosphäre, die der Band seit jeher nachgesagt wird, und es ist schon bezeichnend, dass die erste harmonischere Stelle dann eintritt, wenn Chiaras zombifiziert wiederholte Frage &#8220;Can you take it?&#8221; in ein fatales &#8220;You can take it!&#8221; überleitet. Aber es ist nicht die einzige freundliche Lichtung, denn v.a. die zweite Seite macht klar, dass das christliche Symbol um Schuld, Opfer und Erlösung für Father Murphy nicht nur Anlass zur Schwarzmalerei und zum Suhlen in Absurdität ist. Song für Song verschwindet immer mehr das Hysterische, Desperate aus der Musik, stellenweise streifen die hinteren Stücke beinahe so etwas wie Pop, und das finale &#8220;They won&#8217;t hurt you&#8221; klingt fast wie eine furiose Feier des Lichtes am Ende eines Tunnels. Das mutet teleologisch an, was durchaus beabsichtigt sein kann.</p>
<p>Und so ist &#8220;Croce&#8221; tatsächlich ein christliches Album, das eine von Leid und Schmerz erfüllte Heilsgeschichte subjektiv inszeniert und rituell durchlebt? Ich möchte soweit nicht gehen, denn Father Murphy sind ein weiteres mal viel zu abstrakt und unberechenbar, um irgendwem etwas vorzukauen oder gar zu predigen, nach wie vor schneiden sie Themen bloß an und lassen eine großartig inszenierte Atmosphäre für sich sprechen. Und auch das Zerrissene wäre mit einer solchen Eindeutigkeit nicht unter einen Hut zu bringen, sie wären nicht mehr Father Murphy, gäben sie es auf. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://theflenser.com/">The Flenser</a></strong></p>
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		<title>OAXACA: Salvatora</title>
		<link>https://africanpaper.com/2014/06/07/oaxaca-salvatora/</link>
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		<pubDate>Sat, 07 Jun 2014 06:01:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer Jazz und Funk gerne korsettfrei mag und obendrein ein Faible für die 70er hat, der sollte sich den Namen oAxAcA merken. Fernab vom Südzipfel Mexikos, nämlich im Piemont, gründete sich vor einigen Jahren ein Septett, um unter diesem Namen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/06/07/oaxaca-salvatora/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/05/oaxacacover.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-8876" title="oaxacacover" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/05/oaxacacover-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Wer Jazz und Funk gerne korsettfrei mag und obendrein ein Faible für die 70er hat, der sollte sich den Namen oAxAcA merken. Fernab vom Südzipfel Mexikos, nämlich im Piemont, gründete sich vor einigen Jahren ein Septett, um unter diesem Namen eine Zeit aufleben zu lassen, in der man glattrasierte Schnösel mit wildem Gejamme noch verprellen konnte. Obwohl mehr in verrauchten Konzertbars zuhause, hat das launige Ensemble sich mit dem Titel „Salvatora“ nun zum zweiten Mal auf Vinyl verewigt.<span id="more-8875"></span></p>
<p>Ein Grund, warum die ausufernde Retro-Debatte im Jazz weniger stark geführt wurde als beispielsweise im Rock, rührt daher, dass Rückgriffe, Zitate und Motiv-Variationen in afroamerikanischer Musik ohnehin integral sind. Und doch ist das Anarchische, Vitale, dass oAxAcA selbst in den smoothen Momenten ihres neuen Albums feiern, ein Zug, der sich weitgehend außerhalb von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jazz_thing">Jazz Thing</a> und Strickjacken-Feuilleton erhalten hat – in der Echtzeitmusik und anderen subkulturellen Nebenstraßen des etablierten Jazzbetriebes. Dass das in oAxAcAs Fall auch auf die buntscheckigen Einflüsse der sechs Virtuosen zurückgeht, ahnt man allenfalls, wenn man über die Querverbindungen zu den Movie Star Junkies, zu Father Murphy und La Piramide Di Sangue im Bilde ist.</p>
<p>oAxAcA lieben es, ihre Hörer auf falsche Fährten zu locken und einen Moment wie den Auftakt eines musikalischen Narrativs klingen zu lassen, nur um den eingeschlagenen Pfad im undurchdringlichen Dickicht sprunghafter Takte und Akkorde enden zu lassen. Auf „Salvatora“ flaniert man nicht, man irrt herum, und letztlich verbinden gerade die zahlreichen kleinen Sackgassen dann auch die beschwingten oder rockig angehauchten Stücke mit den statischeren Abschnitten, in denen sich Figuren auf Fender Rhodes, Trompete oder den afrikanischen Handdrums zu ausladenden Soli verselbständigen. Elektronik von unterschiedlicher Dichte bildet in einigen Stücken ein fast unbemerkbares Fundament, zusammen mit den groovigen Drums lässt sie gelegentlich an Can denken.</p>
<p>Das Label setzt mit John Coltrane und dem späten, rockigeren Miles Davis ein paar markante tags, und bei entsprechendem Interesse sind auch filmische Assoziationen schnell zur Hand. So verläuft man sich bei „Passagia a livello“ vielleicht im London aus <a href="http://www.youtube.com/watch?v=VPXV9F0kCyQ">Enzo Castellaris „Cold Eyes of Fear“</a> mit seinem zersplitterten Morricone-Score oder tingelt bei „Bridge“ und „Maratona“ durch die sleazigen Clubs in <a href="http://www.youtube.com/watch?v=scy38lBTfAo">Jess Francos „Blue Rita“</a> oder <a href="http://www.youtube.com/watch?v=p2zD6cHs11o">Herhell G. Lewis&#8217; Mondo-Streifen „Black Love“</a>, bevor auch diese Songs im Chaos der willen Trommelorgien implodieren.</p>
<p>Das Album erscheint ganze hundert Mal als schwarz-blau-melierte Vinylscheibe im handgeklebten Skullcover. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.holidaysrecords.it/">Holiday Records</a></strong></p>
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		<title>FATHER MURPHY &amp; VERONICA AZZINARI: Nozze Chimiche (Booklet und 12&#8221;)</title>
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		<pubDate>Sat, 31 May 2014 06:19:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[C. Lee]]></category>
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		<description><![CDATA[Unter dem in voller Länge um einiges umständlicheren Titel &#8220;Rev. Freddie Murphy, C. Lee and vicar Vittorio Demarin as Father Murphy play Veronica Azzinari&#8217;s engravings inspired by &#8216;Chymische Hochzeit Christiani Rosencreutz Anno 1459&#8242;&#8221; erscheint gerade die Zusammenarbeit zwischen einer der &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/05/31/father-murphy-veronica-azzinari-nozze-chimiche-booklet-und-12/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/04/nozzechimiche.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-8504" title="nozzechimiche" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/04/nozzechimiche-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Unter dem in voller Länge um einiges umständlicheren Titel &#8220;Rev. Freddie Murphy, C. Lee and vicar Vittorio Demarin as Father Murphy play Veronica Azzinari&#8217;s engravings inspired by &#8216;Chymische Hochzeit Christiani Rosencreutz Anno 1459&#8242;&#8221; erscheint gerade die Zusammenarbeit zwischen einer der eigenwilligsten jüngeren Experimentalbands und der Druckgrafikerin <a href="http://www.veronicaazzinari.it/">Veronica Azzinari</a> in Form eines großformatigen Booklets und einer einseitig bespielten 12&#8221;. Stoff bzw. die Inspirationsquelle ist der gleichnamige okkulte Roman, der im 17. Jahhundert zu einem der Manifeste der sogenannten Rosenkreuzer wurde und dem deutschen Autor Johann Valentin Andrae zugeschrieben wird.<span id="more-8503"></span></p>
<p>Azzinaris Gravuren sind den einfachen Formen und dem zweidimensional-flächigen Stil frühneuzeitlicher Grafiken nachempfunden, und geben zugleich Zeugnis von einer freien, ungezwungenen Hand. In schlichten, erdigen Farben erscheinen kindlich anmutende Chimären auf den Tableaus, die stets im Prozess der Verwandlung erscheinen – vom Floralen zum Tierischen zum Menschlichen zum Mechanischen und zurück. Körperausschnitte erscheinen als Versatzstücke, die unter Missachtung jeder Größenordnung montiert sind.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/04/nozzereview.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-8505" title="nozzereview" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/04/nozzereview.jpg" alt="" width="598" height="300" /></a></p>
<p>Father Murphys Musik dazu ist derart hintergründig, dass sie problemlos beim aufmerksamen Bilderbetrachten gehört werden kann – konzentriert man sich völlig auf die Musik, erweist sie sich als überraschend ereignisreich. Die songorientierte, postpunkige oder offen noisige Seite haben die Turiner dabei merklich heruntergeschraubt zugunsten einer hörspielartigen Klangfolge, die an einen mittelalterlichen Mönchskrimi erinnert. Ketten und Schlüssel rasseln, Keilhacken graben sich in steinigen Boden, mysteriöse Schritte hallen durch eine alte europäische Düsternis, erst mir der Zeit mischen sich musikalischere Details – Dronescapes, pochende Rhythmen – in die Szenerie.</p>
<p>In zeitgenössischen Subkulturen sind okkulte Parallelwelten oft Teil romantischer Vorstellungen. Doch Romantik ist gescheiterte Mystik – statt die Heterotopie zu kennen, verzehrt sie sich nach der Utopie und verbleibt auf dem Level des Nie-Ankommens, was ihre Elaborate im Schnitt sentimental erscheinen lässt. Davon kann hier keine Rede sein.</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.corpoc.com">CORPOC</a>/<a href="http://www.terracava.net/en">Terracava</a></strong></p>
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