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	<title>African Paper &#187; Georges Bataille</title>
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		<title>DREW MCDOWALL / HIRO KONE: The Ghost of Georges Bataille</title>
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		<pubDate>Sat, 24 Mar 2018 06:57:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Bank Records]]></category>
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		<description><![CDATA[Georges Bataille gehört (wie z.B. auch Nietzsche oder Jünger) zu einer Reihe von Literaten und Philosophen, die einen Resonanzraum geschaffen haben, der manche glauben lässt, es reiche aus, den einen oder anderen Begriff in ebendiesen zu werfen und ohne große &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/03/24/drew-mcdowall-hiro-kone-the-ghost-of-georges-bataille/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/03/Bataille.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-15228" title="Bataille" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/03/Bataille-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Georges Bataille gehört (wie z.B. auch Nietzsche oder Jünger) zu einer Reihe von Literaten und Philosophen, die einen Resonanzraum geschaffen haben, der manche glauben lässt, es reiche aus, den einen oder anderen Begriff in ebendiesen zu werfen und ohne große inhaltliche Füllung (ver)hallen zu lassen. Zum Teil scheint dann selbst manchmal im akademischen Bereich die Auseinandersetzung mit dem Franzosen auf das Abspulen der immer gleichen Schlagworte (Transgression etc.) beschränkt zu sein. <span id="more-15226"></span></p>
<p>Auf diesem Fourtrack-Album <a href="https://bank.bandcamp.com/album/the-ghost-of-georges-bataille">heißt es programmatisch</a>: „Conjuring the sentiment of death as productive force, the artists join their analog paradigms to open a door elsewhere, or perhaps, inside &#8211; sublimating personal struggles into ritualistic offerings“. Drew McDowall hat in den letzten Jahren eine Reihe von hervorragenden (Post)Industrialalben aufgenommen, die ohne allzu großes theoretisches Beiwerk auskommen, hat sowohl <a href="http://africanpaper.com/2017/06/17/drew-mcdowall-unnatural-channel/">solo</a> als auch mit <a href="http://africanpaper.com/2013/12/21/compound-eye-journey-from-anywhere/">Compound Eye</a> gezeigt, wie zeitgenössischer Industrial klingen kann/soll und hat auch zu Hiro Kones &#8211; der Name under dem Nicky Mao aufnimmt -<a href="https://geographicnorth.bandcamp.com/album/love-is-the-capital"> Debüt auf Geographic North</a> beigetragen.  Bei ihr spielt (der) Rhtyhmus eine zentralere Rolle als bei dem ehemaligen Coilmitglied. Die Zusammenarbeit auf diesem Minialbum ist –so viel sei schon einmal gesagt – mehr als die sprichwörtliche Summe aller Teile.</p>
<p>“Barely Awake” ist anfangs eine kristalline, aus verscheidenen Klangpartikeln bestehende sakrale Symphonie, zu der dann perkussive Elemente hinzukommen. „Dreaming is Nursed in Darkness“ klingt, als sänge eine Stimme gegen ein Theremin an. Dann setzt stotternde Perkussion ein. Vielleicht ist dieser Track mein Favorit, da der Hörer in eine Klangwelt eintaucht, der tatsächlich ein Moment des Fremden und des Irrationalen der Traumlogik innewohnt. Auf „Bright Kiss of Fire“ hallen in der Ferne metallisch-perkussive Klänge, in Fabrikhallen ertönen Echos. Irgendwann setzen technoide Passagen ein, die Hiro Kones Einfluss erkennen lassen. „Violence’s Detour“ besteht aus vielen Schichten: Da sind im Hintergrund melodische Passagen, die an ein Xylophon denken lassen, repetetive Perkussion, verfremdete Stimmen.</p>
<p>Ob Bataille sich in der Musik wiederfinden würde oder gar als schemenhafter Widergänger findet, sei dahingestellt; der von den beiden erzeugte Klangkosmos mit seinen teils außer- und andersweltlichen Momenten ist sicher von einer immanenten Transzendenz, auch wenn der Autor dieser Zeilen den Tod weniger als „produktive Kraft“ denn als „anaesthetic from which none come round“ (Philip Larkin) sieht. (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://bank.bandcamp.com/">Bank Records</a></strong></p>
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		<title>MIRCO MAGNANI / ERNESTO TOMASINI: Madame E</title>
		<link>https://africanpaper.com/2017/02/11/mirco-magnani-ernesto-tomasini-madame-e/</link>
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		<pubDate>Sat, 11 Feb 2017 05:07:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Ernesto Tomasini]]></category>
		<category><![CDATA[Georges Bataille]]></category>
		<category><![CDATA[Mirco Magnani]]></category>
		<category><![CDATA[Pierre AngéIique]]></category>
		<category><![CDATA[Undogmatisch]]></category>

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		<description><![CDATA[Georges Bataille scheint durch seine Überlegungen zur Transgression oftmals der Haus- und Hofphilosoph von den Vertretern randständiger Musik zu sein, die eher am Überschreiten von geschmacklichen als von musikalischen Grenzen interessiert sind, wobei man oftmals den Eindruck hat, die Rezeption &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2017/02/11/mirco-magnani-ernesto-tomasini-madame-e/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/02/MadameER-9712641-1485276192-7512.jpeg.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-13344" title="MadameER-9712641-1485276192-7512.jpeg" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/02/MadameER-9712641-1485276192-7512.jpeg-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Georges Bataille scheint durch seine Überlegungen zur Transgression oftmals der Haus- und Hofphilosoph von den Vertretern randständiger Musik zu sein, die eher am Überschreiten von geschmacklichen als von musikalischen Grenzen interessiert sind, wobei man oftmals den Eindruck hat, die Rezeption verlaufe primär über Schlagworte und gehe nicht einmal so tief wie die Juniuseinführung – ähnlich den Neofolkern, die als Lieblingsdenker Nietsche [sic] angeben.<span id="more-13342"></span></p>
<p>Der in Berlin ansässige Mirco Magnani und der wieder in London residierende Ernesto Tomasini versuchen sich an einer intensiveren Auseinandersetzung mit dem Werk des Franzosen und interpretieren auf „Madame E“ Batailles Kurzgeschichte „Madame Edwarda“, auf der das Libretto basiert. Dem ursprünglich unter dem Pseudonym Pierre AngéIique veröffentlichten Text hatte Bataille ein unter seinem eigenen Namen verfasstes Vorwort vorangestellt, das sich passagenweise wie ein Abriss seiner Philosophie lesen lässt: “But I invite the reader of this preface to turn his thoughts for a moment to the attitude traditionally observed towards pleasure (which, in sexual play, attains a wild intensity, an insanity) and towards pain (finally assuaged by death, of course, but which, before that, dying winds to the highest pitch).&#8221; Die eigentliche Kurzgeschichte hat dann auch eine teils halluzinatorisch-phantasmagorsiche &#8220;wilde Intensität&#8221;, wenn der Besuch des Ich-Erzählers im Bordell bei der titelgebenden Figur schließlich zu einer Reise durch die Nacht wird, in der es zu Exzess und Überschreitung kommt.</p>
<p>Schon auf seiner im letzten Jahr veröffentlichten Arbeit mit Sam Shackleton hatte Tomasini gezeigt, dass er in einem elektronischen Umfeld zuhause sein kann, wobei gerade das Zusammenspiel von elektronischen und akustischen Instrumenten die <a href="http://africanpaper.com/2016/08/13/shackleton-with-ernesto-tomasini-devotional-songs/">„Devotional Songs“</a> zu einem beeindruckenden Werk machte. Auf &#8220;Madame E&#8221; hat die von Mirco Magnani komponierte Musik zwar eine klar elektronische Ausrichtung, aber Cello und Klavier spielen eine tragende Rolle. Der „Prologue“ ist von einem leicht dissonanten Klavier durchzogen, eine Stimme taucht auf, Beats sind zu hören. „Absolue Souveraine“ führt dies weiter: elektronisches Pochen, Klavierpassagen und Tomasini zeigt, in welche Höhen und Tiefen sich seine Stimme begeben kann. „Dieu Dans Le Bordel“ kombiniert Cello mit dem Knistern der Elektronik und Tomasinis Falsett. Das Stück klingt geschlossener, songorientierter und gleichzeitig wesentlich getragener &#8211; verströmt eine sinnliche Schwüle und ist voller Pathos. „Sous La Voute De Saint-Denis“ oder „Les Halles“ knüpfen &#8211; was Stimmung und Instrumentierung anbelangt &#8211; daran an und gehören für mich zu den stärksten Tracks des Albums. „Folle“ dagegen ist hektischer, lässt an die Passagen des Textes denken, in denen Edwardas Körper in Spasmen zuckt. „Angelique Denudeè“ ist ein ruhiges, fast ambientes von Bläsern (?) dominiertes Stück. Der das Album abshließende „Epilogue“ ist wieder ein kontemplatives von Cello und Tomasinis Falsett geprägtes Stück, das in Lachen ausklingt. Wie heißt es bei Bataille: „Laughter is the compromise attitude man adopts when confronted by something whose appearance repels him, but which at the same time does not strike him as particularly grave.&#8221; Keine Zeilen, die dieses hervorragende Album auch nur im Ansatz beschreiben würden. (MG)</p>
<p><strong>Label: Undogmatisch</strong></p>
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		<title>HERMANN KOPP: Zyanidanger</title>
		<link>https://africanpaper.com/2013/05/25/hermann-kopp-zyanidanger/</link>
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		<pubDate>Sat, 25 May 2013 08:12:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Galakthorrö]]></category>
		<category><![CDATA[Georges Bataille]]></category>
		<category><![CDATA[Hermann Kopp]]></category>
		<category><![CDATA[Jörg Buttgereit]]></category>

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		<description><![CDATA[Als im Jahr 2008 das Album „Under a Demon&#8217;s Mask“ von Hermann Kopp auf Galakthorrö veröffentlicht wurde, verwiesen die Referenzpunkte (u.a. Huysmans und Bataille) auf sein Interesse an der Transgression und auch schon seine Arbeiten an drei (von vier) Langfilmen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2013/05/25/hermann-kopp-zyanidanger/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/05/hermann-Kopp.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-7074" title="hermann Kopp" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2013/05/hermann-Kopp-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Als im Jahr 2008 das Album „Under a Demon&#8217;s Mask“ von Hermann Kopp auf Galakthorrö veröffentlicht wurde, verwiesen die Referenzpunkte (u.a. Huysmans und Bataille) auf sein Interesse an der Transgression und auch schon seine Arbeiten an drei (von vier) Langfilmen Jörg Buttgereits machten deutlich, dass Kopp sich gerne dem Abseitigen, Morbiden, Heterogenen (Bataille) widmete. Das zweisprachige Portmanteauwort, das dem neuen Album seinen Titel gibt, macht das erneut deutlich. Inspiriert wurde „Zyanidanger“ von dem im 19. Jahrhundert veröffentlichten Werk <em>Die</em> <em>Geschichte</em> <em>der</em> <em>Chemie</em> des deutschen Chemikers, mit dem der Künstler seinen Namen teilt und das in Braunschweig veröffentlicht wurde. Koinzidenzen überall.<span id="more-7073"></span></p>
<p>Laut Booklet verweist der Begriff „Black Chemistry“ &#8211; ein Stück gleichen Namens ist auf dem Album vertreten – auf eine Zeit, als (wissenschaftliche) Experimente noch als Ketzerei betrachtet werden konnten und als Wissen und Formeln kodiert waren und entziffert werden mussten.</p>
<p>Musikalisch steht meistens Kopps elektrische Geige im Zentrum. Als William Breeze Ende der 90er Coil bei einigen Aufnahmen unterstütze, so sorgte seine E-Geige für einen warmen, organischen Klang, Kopp hingegen lässt – wie schon früher &#8211; sein Instrument immer bewusst am Rande der Dissonanz spielen, wie etwa beim Opener „An die Chemie“ oder aber auf „Raven&#8217;s Head“. Insofern erinnert das, was er (schon lange)  macht, eher an das leicht atonale Streicherspiel von D. Smolken. Die Stücke haben dadurch (und auch bedingt durch die Produktion) etwas Archaisches. Man meint, die Aufnahmen seien in einem Haus entstanden, in dem Roderick Usher gleich um die Ecke schaut. Auf „Jabir Ibn Hayyan“ werden neben Streichern auch Piano und seltsame Geräusche eingesetzt, die an den <a href="http://www.youtube.com/watch?v=Hex8Z0V4Ca4">legendären Trailer </a>erinnern, mit dem vor vielen Jahren das ZDF seine phantastischen Filme einleitete. Auf „Mutus“ dominiert das Piano, das den sakralen Gesang Kopps untermalt, der einen lateinischen Text des böhmischen Mönches Johann von Tetzen vorträgt. „So bin ich Gift und bleibe Gift “ flüstert Kopp auf „Arsenicum“ (damit den im 15. Jahrhundert lebenden Alchemisten Basilius<strong> </strong>Valentinus zitierend) und man glaubt ihm das sofort. Auf „Tabula“ spricht Dorothee Schwarz einen Text, während im Hintergrund die Geige stöhnt und ächzt. Einen Moment der Melancholie bietet „Gas hinter Glas“. Abgeschlossen wird das Album von „The Gold Bug“, basierend auf Poes Kurzgeschichte gleichen Namens, aus der Kopp mit teils verfremdeter Stimme zitiert. Thematisch passt das durchaus zum Rest des Albums, geht es doch in Poes Text (auch) um das Entziffern, das Dekodieren, wird hier Poes Interesse an Kryptogrammen virulent.</p>
<p>Verglichen mit dem Vorgänger klingt „Zyanidanger“ in sich geschlossener. Auf seiner Website spricht Kopp von seiner Musik als „Haunting sounds for extreme visions“ und das ist sicher eine angemessene Beschreibung. Ebenso könnte man auch aus einer Geschichte des „Einsiedlers von Providence“ zitieren: „I heard the shrieking viol swell into a chaotic babel of sound; a pandemonium which would have led me to doubt my own shaking sanity“. Großartige Platte.</p>
<p>M.G.</p>
<p>Label: <a href="http://galakthorroe.de/">Galakthorrö</a></p>
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