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	<title>African Paper &#187; Kristoffer Rygg</title>
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		<title>THIS IMMORTAL COIL: The World Ended A Long Time Ago</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Jan 2023 04:39:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es dürfte wenig Bands geben, denen so häufig wie Coil Tributealben gewidmet worden sind, wobei die Resultate und Intentionen oftmals mehr als nur fragwürdig waren. Waren manche der nach Balances Tod erschienenen Würdigungen noch durch Beiträge von z.B. Thighpaulsandra oder &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/01/07/this-immortal-coil-the-world-ended-a-long-time-ago/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/01/a1624549536_10.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-33193" title="a1624549536_10" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/01/a1624549536_10-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Es dürfte wenig Bands geben, denen so häufig wie <a href="http://africanpaper.com/tag/coil/">Coil </a>Tributealben gewidmet worden sind, wobei die Resultate und Intentionen oftmals mehr als nur fragwürdig waren. Waren manche der nach Balances Tod<a href="https://www.discogs.com/de/release/595436-Various-It-Just-Is-In-Memoriam-Jhonn-Balance"> erschienenen</a> <a href="https://www.discogs.com/de/release/679711-Various-X-Rated-The-Dark-Files">Würdigungen</a> noch durch Beiträge von z.B. Thighpaulsandra oder Sleazy nobilitiert, waren viele andere wohl eher Versuche der beteiligten Künstler, die <span id="more-33191"></span>eigene oft mediokre Musik einem größeren Publikum schmackhaft zu machen, als ihnen das sonst gelungen wäre.</p>
<p>Als kürzlich Årabrot<a href="https://arabrot.bandcamp.com/track/going-up"> ihr Cover von „Going Up“</a> veröffentlichten,<a href="https://www.instagram.com/p/ClPA8V5DHqZ/?hl=de"> hieß</a> es auf ihrer Instagramseite selbstreflexiv: „One should never cover Coil. Never. It’s artistic suicide. Not even God touches Coil. Why did we do it? Well, sometimes people take crack heroin too. It’s not a good idea. You either end up as William Burroughs or dead under a bridge. I aim and hope to think we end up the former.”</p>
<p>This Immortal Coil nehmen unter den Coilinterpreten allerdings eine besondere Stellung ein. In einem <a href="http://africanpaper.com/2011/08/31/peter-christopherson-interview/">Interview</a>, das wir vor etlichen Jahren mit <a href="http://africanpaper.com/tag/peter-christopherson/">Sleazy</a> führten, meinte dieser: „Nach einer Sache solltet ihr später im Jahr auf jeden Fall die Augen aufhalten und das ist eine Kompilation auf einem französischen Label, die &#8216;This Immortal Coil&#8217; heißen wird, und auf der einige wirklich beeindruckende akustische Neuinterpretationen von klassischen COIL-Songs sein werden, und zwar von vielen Künstlern, von denen Jhonn selbst ein Fan war, wie z.B. Bonnie Prince Billy (Will Oldham) und viele andere mehr. Die Rohmixe, die ich gehört habe, waren umwerfend.“  Und tatsächlich hatte die Herangehensweise des mit ihrem Namen auf 4ADs Hausband anspielenden Künstlerkollektivs etwas durchaus Überzeugendes: So wurde die doch dominant elektronische Musik Coils mit rein akustischen Instrumenten (neu) interpretiert, was zum Teil zu fantastischen Resultaten führte. Oldhams Version des Coilklassikers „Ostia“ war tatsächlich eine beeindruckende wie ergreifende Neuinterpretation. Hier zeigte sich auch, dass Coil nicht nur begnadete Experementierer waren, sondern eben auch tolle Songs schreiben konnten.</p>
<p>Schaut man sich jetzt den etliche Jahre später entstandenen Nachfolger an, fallen Gemeinsamkeiten auf: Wurde der Erstling „The Dark Age Of Love“ nach dem geplanten und nie fertiggestellten Nachfolger von „Horse Rotorvator“, dem geplanten <a href="https://i.discogs.com/WZdsSkAopYJ-mmdgfOsGdR4QJI9OMepeoOCQ7TEExZM/rs:fit/g:sm/q:90/h:597/w:600/czM6Ly9kaXNjb2dz/LWRhdGFiYXNlLWlt/YWdlcy9SLTE5NDE4/MS0xMTc2NjcxNTkw/LmpwZWc.jpeg">„Zwilling“</a>, benannt, verweist der Name des neuen Albums auf den <a href="http://brainwashed.com/coil/music_unr.php">Titel</a>, unter dem zwischenzeitlich das „Backwards“-Material veröffentlicht werden sollte.</p>
<p>Eröffnet wird das Album von „Corybantic Ennui“,  was im Original auf „Stolen And Contamintated Songs“ lediglich ein kurzes auf der Oboe gespieltes Solo war (wie schon der <a href="http://brainwashed.com/common/images/covers/locicd4d.jpg ">Alternativtitel „Oboe Cop“</a> <span style="color: #000080;"><span>verdeutlichte</span></span>), die Version von This Immortal Coil fügt  dem Original wenig Relevantes hinzu. Das minimalistische „Where Are You“ , vom zweiten Teil von<a href="http://africanpaper.com/2022/04/30/coil-musick-to-play-in-the-dark%c2%b2/"> „Musick To Play In The Dark“</a>, bestand im Original aus digitalem Knistern, einem Loop, Rose McDowalls gesampleter Stimme und Balances Textrezitation. Hier wird der Text von Matt Elliott gesprochen, dazu kommen einige dezente perkussive Momente und getragene Cellopassagen. „Titan Arch“, das im Text Lovecraft und Kenneth Grant zitierende, auf „Love&#8217;s Secret Domain“ von Marc Almond gesungene Stück, wird hier von Kristoffer Rygg von Ulver gesungen, dazu kommen ein paar Töne Akustikgitarre und einige Sounds, die dem Stück das passend Mysteriöse bei der Beschwörung der unterirdischen Monarchen geben. Das vom gleichen Album stammende instrumentale „Dark River“ wird hier mit Hörnern, Cello und Hackbrett intoniert. Das Changieren zwischen Düsternis und Licht gelingt auch in dieser Version. Das auf einem Gebet russischer Gefangener basierende „A Cold Cell“ ist hier &#8211; wie im Original &#8211; ein getragenes trauriges Stück. Fast die komplette Winter Solstice-EP wird gecovered: „A White Rainbow“, mit Shannon Wrights melancholischem Gesang, „Magnetic North“ mit fast geflüsterter Textrezitation Elliotts und einigen E-Gitarren-Sounds, das Traditional „Christmas Is Now Drawing Near“, ursprünglich von Rose McDowall gesungen, überzeugt hier mit verwaschenen Harmoniumklängen und Ryggs Vocals. Zu „Fire Of The Mind“, mit Orgel, Cello und Hurdy Gurdy, gibt es ein etwas symbolüberfrachtetes <a href="https://www.youtube.com/watch?v=ib6ALXIZh1Q&amp;t=259s&amp;ab_channel=Icid%27ailleurs">Video</a>.  Abgeschlossen wird das Album von dem oben schon erwähnten „Going Up“. Sich daran zu wagen, ist tatsächlich nicht unproblematisch, ist es doch das letzte je von Coil live gespielte Stück, das danach das posthum veröffentlichte Album „The Ape of Naples“ abschließen sollte. Es ist ein Stück, das zeigt, wie Coil aus scheinbar disparaten Elementen ihre ganz eigene, letztlich englische Musik machten: Aus dem Profanen des<a href="https://www.youtube.com/watch?v=yCgzYlHVNZ4&amp;ab_channel=Olz"> Titelstücks</a> der Sitcom &#8220;Are You Being Served&#8221;, auf dem die in den jeweiligen Etagen eines Kaufhauses zu findenden Produkte aufgezählt werden, machten Coil einen emotional aufwühlenden Klagegesang, der auch ohne das <a href="https://www.youtube.com/watch?v=wO9ZLxwUrgs&amp;ab_channel=TheCoilFan">Video</a> des Auftritts zu Tränen rührt. Insofern kann dieses Cover kaum dem Original gerecht werden, was aber natürlich nur bedingt gegen This Immortal Coils Interpretation spricht.</p>
<p>Um auf obiges Zitat zurückzukommen: This Immortal Coil befinden sich mit diesem Album sicher näher am<a href="https://www.youtube.com/watch?v=bToir-o2sNk&amp;ab_channel=CarlosBuchan"> Mann in Tangier</a>, am <a href="https://en.qantara.de/content/william-s-borroughs-naked-lunch-american-literature-from-morocco">&#8220;hombre invisible&#8221;</a> als an einer Leiche unter einer Brücke.</p>
<p><strong>Label:<a href="https://icidailleurs.fr/en/home/"> Ici d&#8217;Ailleurs </a></strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3566335457/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>TREHA SEKTORI: The Sense Of Dust And Sheer</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Mar 2019 07:09:15 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ein Merkmal, das Treha Sektori aus der Menge an rituellen Ambientprojekten herausragen lässt und vielleicht nicht einmal intendiert ist, ist das Spannungsgefüge zwischen der entspannten Ruhe der gleitenden Klangflächen und einer versteckten, nie ganz im Zaum gehaltenen Unruhe, die sich &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2019/03/02/treha-sektori-the-sense-of-dust-and-sheer/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/02/trehasektoricycliclaw.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-17166" title="trehasektoricycliclaw" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/02/trehasektoricycliclaw-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Ein Merkmal, das Treha Sektori aus der Menge an rituellen Ambientprojekten herausragen lässt und vielleicht nicht einmal intendiert ist, ist das Spannungsgefüge zwischen der entspannten Ruhe der gleitenden Klangflächen und einer versteckten, nie ganz im Zaum gehaltenen Unruhe, die sich deutlich in den Performances des Franzosen, aber auch subtil in all seinen Aufnahmen findet. Das aktuelle Release kingt so kohärent wie ein Album, ist aber eine Zusammenstellung von Tracks, die z.T. bereits für Filme und<span id="more-17165"></span> andere multimediale Arbeiten verwendet wurden oder auf Splits und einer Compilation erschienen sind.</p>
<p>Viele der Tracks schleichen sich langsam und fast heimlich in die Gehörgänge, nehmen unbemerkt Raum in Besitz mit ihren sanft-kühlen Flächen, die nur in weiten, unterirdischen Räumen geboren sein können. Fast unbemerkte Veränderungen in Tempo, Takt oder Melodieführung wirken umso hastiger, wenn sie erst einmal wahrgenommen worden sind, und meist folgen darauf plötzliche Trommelwirbel und sonstige kurze Destinationen, die selbst in ihrer aufpeitschendsten Wirkung noch dezent und hintergründig bleiben. Ähnliches gilt für die in sicheren Abständen erfolgenden Vokalbeiträge, im Opener von Gastsänger Kristoffer Rygg (Ulver), bei anderen Tracks eventuell auch von Mastermind Dehn Sora selbst. Meist so unverständlich wie die mysteriösen (wie gewohnt ans Persische oder auch an fantsaievolle Eigennamen aus Lovecrafts Frühwerk erinnernden) Tracktitel besetzen die gemurmelten Vocals einen schemenhaften Ort zwischen Flüstern und abgründigem Fauchen, ähnlich dem Atem einer erwachenden Bestie.</p>
<p>Die meisten Stücke sind von kurzer oder mittellanger Dauer und entfalten ihre Wirkung entsprechend ihrer musikalischen und atmosphärischen Tendenz: &#8220;Deh Semteh&#8221; lebt vom harmonischen Zusammenspiel aus metallischen Takten, geschmeidiger Dröhnung und einer fast an Banjo erinnernden Melodie und wird erst gegen Ende von stakkatohaften Shouts aus der Ruhe gebracht, in &#8220;Severh Devrah&#8221; dagegen mündet und endet alles in lavaartige Schwere. Der in Kollaboration mit dem Projekt Muhd entstandene und bereits 2015 einmal erschienene Titeltrack &#8220;The Sense Of Dust And Sheer&#8221; mit seiner fast halbstündigen Länge sticht wie ein Album im Album heraus und schafft eine noch größere Vertrautheit mit dem typischen Treha Sektori-Setting: Leise, aber doch räudige Takte rollen durch einen hallenden Raum, begleitet von schnarrenden Stimmen, alles deutet auf einen schöpferischen Ausbruch hin, auf die Weigerung, sich mit was auch immer abzufinden. Fast überhört man, dass das Tempo und die Richtung nie sicher sind, denn hohe, repetitive Synthieflächen bringen eine seltsam hypnotisierende Schönheit ins Bild, bis sich am Ende alles in geerdeter Traurigkeit verliert.</p>
<p>Die CD erschient neben den gängigen Downloadformaten dreihundertmal im A5-Sleeve mit Artwork aus Dehn Soras Foto- und Kunstband &#8220;The Sensation Of Being One Of Them&#8221;. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://www.cycliclaw.com/">Cyclic Law</a></strong></p>
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