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	<title>African Paper &#187; La Double Vie</title>
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		<title>LOVESPELLS: White Hands</title>
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		<pubDate>Sat, 25 Oct 2025 03:06:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8220;White Hands&#8221; klingt wie ein Traum, der sich weigert, zu enden. In einer Welt aus Nebel, Erinnerung und zarter Selbsttäuschung wird Nähe zum flüchtigen Moment – eine Handbewegung, ein Blick, der alles verrät und doch verschweigt. Zwischen Statuen und Gespenstern, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/10/25/lovespells-white-hands/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/10/whitehands.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-48743" title="whitehands" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/10/whitehands-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>&#8220;White Hands&#8221; klingt wie ein Traum, der sich weigert, zu enden. In einer Welt aus Nebel, Erinnerung und zarter Selbsttäuschung wird Nähe zum flüchtigen Moment – eine Handbewegung, ein Blick, der alles verrät und doch verschweigt. Zwischen Statuen und Gespenstern, die an die Szenerie aus Jean Rollins <em>Rose de Fer</em> erinnern, scheint hier eine vergangene Liebe weiterzuleben, verwandelt in <span id="more-48742"></span>Dichtung und Klang, in eine fragile und doch eindringliche Beschwörung der Erinnerung.</p>
<p>Nach sieben Jahren meldet sich Lovespells, das dunkel getönte Synth Pop-Projekt von Gloria de Oliveira, mit dieser Single zurück. Wo de Oliveiras surrealer eingefärbte Solowerke oft entrückt und fast transparent wirken, zeigt sich Lovespells hier direkter und offenbart einen melancholischen Glanz, getragen von kühlen Cold Wave-Takten und einem Gesang, der zwischen Verführung und Schmerz oszilliert. Lovespells, 2017 in Hamburg gegründet, steht für eine Form von elektronischem Pop, die nie bloß nostalgisch ist, sondern mit feinem Gespür die sinnliche Tiefgründigkeit des Vergangenen reanimiert.</p>
<p>Musikalisch verknüpft sich ein wehmütiges Piano, das zusammen mit einem Seufzer den Auftakt macht, mit tiefen, wellenförmigen Synthies, und mit der Zeit wächst der Song von verhaltener Traurigkeit zu einem feierlichen, fast tranceartigen Glühen, das sogar einen Funken von (gefühlter?) Euphorie enthält. De Oliveiras Stimme, irgendwo zwischen Chanson und nächtlicher Beschwörung, trägt den Song mit einer Mischung aus Intimität und Entrücktheit. &#8220;White Hands&#8221; ist tanzbar, aber nie leicht, der Rhythmus hält die Atmosphäre in Bewegung, während der Gesang zwischen Nähe und Distanz changiert wie ein Schatten, der sich nicht fassen lässt.</p>
<p>Die gesungenen Worte erzählen von Illusion und Erinnerung, von der Zerbrechlichkeit der Liebe und dem (tragischen?) Versuch, das Lebendige – auch – in der Erstarrung zu erkennen, &#8220;marble fingertips&#8221; und &#8220;white hands&#8221; werden zu Symbolen einer berührten, aber erkalteten Welt. Die lyrischen Bilder – Heilige, antike Dichter, geflügelte Träume – lassen das Gesungene wie die begonnene, aber nie ganz vollzogene Lüftung eines kostbaren Geheimnisses anmuten, das vielleicht für immer gewahrt bleiben sollte und in den gesungenen Andeutungen sein perfektes Andenken erhält.</p>
<p><strong>Label: La Double Vie</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/track=2067503578/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>ANIQO: The Call</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Aug 2025 04:19:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Manchmal kündigt sich Veränderung nicht laut an, sondern flüsternd, als leiser Impuls, dem man nur folgen kann, wenn man bereit ist, alles Vertraute hinter sich zu lassen. &#8220;The Call&#8221;, der neue Song der Sängerin und Mehrfachinstrumentalistin Aniqo handelt von genau &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/08/30/aniqo-the-call/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/08/thecall.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-47359" title="thecall" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/08/thecall-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Manchmal kündigt sich Veränderung nicht laut an, sondern flüsternd, als leiser Impuls, dem man nur folgen kann, wenn man bereit ist, alles Vertraute hinter sich zu lassen. &#8220;The Call&#8221;, der neue Song der Sängerin und Mehrfachinstrumentalistin Aniqo handelt von genau so einem Moment, einem inneren Aufbruch, der keiner klaren Richtung folgt, aber doch <span id="more-47358"></span>zwingend ist. Mit dieser neuen Single öffnet Anita Goß, die Frau hinter dem Projekt, die zuletzt vor drei Jahren das Album &#8220;Birth&#8221; veröffentlichte, ein Tor in eine neue Phase, die ihren Fans im kommenden Jahr wohl eine neue LP bescheren wird.</p>
<p>Der Song beginnt ohne Umschweife: Stimme, Piano, Synthie und Drums setzen unmittelbar ein und schaffen eine dichte Atmosphäre zwischen innerer Sammlung und aufbrechender Kraft. Ihre Gesangslinie, teils brüchig und chansonhaft, teils getragen von großer Geste, evoziert Assoziationen zu Namen wie David Bowie, Little Annie oder Marc Almond – melancholisch entrückt, und doch nicht ohne eine leise, unterschwellige Zuversicht.</p>
<p>Inhaltlich thematisiert &#8220;The Call&#8221; eine unwiderrufliche Entscheidung: Ein geheimnisvoller Ruf führt weg aus dem Vertrauten, hinein in etwas Unbekanntes, sei es spirituell, sei es existenziell oder gleichsam beides. In poetischer Sprache wird dabei eine innere Bewegung beschrieben, ein Hineingleiten in das, was erst später verstehbar wird. Aniqo selbst versteht den Song als Brücke zum Licht und als Symbol für einen Prozess der Selbstkonfrontation und Klärung. Musikalisch wird sie von einer sorgfältig arrangierten Band begleitet: Nicolai Ziel und Alexander Lode (Drums), Torsten Füchsel (Gitarre), Astrid Schöning (Bass), Illia Vovk (Piano/Synthesizer), Gloria de Oliveira (Backing Vocals), Alexander Müll (Streicher) und Dirk Feistel (akustische Gitarre). Das Arrangement vereint auf so elegante wie entschlossene Art orchestral anmutende Elemente mit feiner elektronischer Textur.</p>
<p>Außer dem Album, das den Titel &#8220;Earth, Love and Variations&#8221; tragen soll, ist bereits ein Remix von &#8220;The Call&#8221; von Howie B. geplant. In der vorliegenden Version steht der Song aber zunächst ganz bewusst für sich &#8211; als Zäsur, als Öffnung, als leise entschiedener Übergang. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: La Double Vie</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/track=2952888658/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>It Will Burn: Neues Album von Kate de Rosset</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Aug 2024 06:23:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[La Double Vie Records kündigen ein Jahr nach dem Debüt &#8220;For the Small Bird&#8221; ein neues Album der amerikanischen Sängerin Kate de Rosset an, die zuvor bereits mit Acts wie Cemeteries und Pat Moon von sich reden machte. &#8220;It Will &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/08/16/it-will-burn-neues-album-von-kate-de-rosset/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>La Double Vie Records kündigen ein Jahr nach dem Debüt &#8220;For the Small Bird&#8221; ein neues Album der amerikanischen Sängerin Kate de Rosset an, die zuvor bereits mit Acts wie Cemeteries und Pat Moon von sich reden machte. &#8220;It Will Burn&#8221; entstand komplett im Alleingang im Homestudio der Künstlerin in North Carolina, die Single &#8220;SIlver Screen&#8221;, ein in seiner Ernsthaftigkeit berührendes cinematisches Dream Pop-Stück, ist bereits als Stream und Video erhältlich. Mehr zum Album in einiger Zeit auf unseren Seiten.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/08/Kate-de-Rosset_c-Paton_1.jpeg"><img class="aligncenter size-full wp-image-42139" title="Kate de Rosset_(c) Paton_1" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/08/Kate-de-Rosset_c-Paton_1.jpeg" alt="" width="1625" height="1625" /></a><span id="more-42138"></span></p>
<p>&#8220;Kate de Rosset is an artist and musician who began sharing music in 2016. As a live member of Cemeteries, in her former project Pat Moon, and now as her given name. After releasing her first studio album, For the Small Bird, she moved to her hometown in North Carolina and has been creating a studio in her attic. It’s become a safe space for her to rediscover what she loves most. The start of a new chapter. It Will Burn, her fifth full length album (performed, recorded and mixed by Kate herself at Owl Ridge), will be released this fall via Berlin-based label La Double Vie.</p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/08/Kate-de-Rosset_c-Paton_3.jpeg"><img class="aligncenter size-full wp-image-42140" title="Kate de Rosset_(c) Paton_3" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/08/Kate-de-Rosset_c-Paton_3.jpeg" alt="" width="1791" height="1791" /></a></p>
<p>The first single from It Will Burn, the gorgeously transcendent Silver Screen, is, in part, inspired by the idea that in death we watch back on our lives as if it were a movie. What do you wanna see?&#8221; (La Double Vie)</p>
<p>Fotos © Paton</p>
<p><strong>Kate de Rosset @ <a href="https://katederosset.bandcamp.com/">Bandc</a>amp | <a href="https://www.instagram.com/k8derosset">Instagram</a></strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/track=2530403106/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>ELKKS: Dawn Heart Dawn</title>
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		<pubDate>Sat, 25 May 2024 05:26:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Maja Kramar]]></category>
		<category><![CDATA[Teresa Hauser]]></category>

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		<description><![CDATA[Als ginge es nur darum, mit der Tür ins Haus zu fallen, startet &#8220;Realtree Fleece&#8221;, der Opener von Elkks&#8217; Solodebüt &#8220;Dawn Heart Dawn&#8221;, mit perkusiven Donnerschlägen. Hat man diesen Türbereich durchquert und ist im Inneren des Gebäudes angelangt, entfaltet sich &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/05/25/elkks-dawn-heart-dawn/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/04/dawnheartdawn.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-40803" title="dawnheartdawn" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/04/dawnheartdawn-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Als ginge es nur darum, mit der Tür ins Haus zu fallen, startet &#8220;Realtree Fleece&#8221;, der Opener von Elkks&#8217; Solodebüt &#8220;Dawn Heart Dawn&#8221;, mit perkusiven Donnerschlägen. Hat man diesen Türbereich durchquert und ist im Inneren des Gebäudes angelangt, entfaltet sich schnell ein ganz anderes Szenario &#8211; elektrifiziertes Gitarrenstrumming bildet den Teppich für eine auf den ersten Eindruck erschöpft wirkenden Stimme, die zumindest dem <span id="more-40800"></span>Anschein nach einer natürlichen Tendenz zur Monotonie eine wunderbare Melodie abringt. In den schönen Momenten, die gerade aus diesem Eindruck hehraus entstehen, findet auch der heftige Auftakt immer wieder in der einen oder anderen Form seinen Wiedergänger. Dies u.a. auch in dem mysteriösen Text, in dem sich irgendwo an einer Straße, die durch einen nächtlichen Wald führt, ein Unfall ereignet. Ich erwähne das, weil dieses Motiv und ähnliche uns noch öfter begegnen werden.</p>
<p>Bei Elkks handelt es sich um ein relativ neues Projekt des in Hamburg ansässigen Musikers und Filmemachers Erik Hamann. Die geheimnisvollen Klänge und Stimmungen, die er auf &#8220;Dawn Heart Dawn&#8221; entfaltet, folgen einer roh anmutenden Lofi-Attitüde und lassen im Verlauf eine ganze Reihe an stilistischen und genrebezogenen Referenzen vorbeiziehen, um sie dann gleich im Handumdrehen wieder zu brechen und zu verwandeln.</p>
<p>Schreibe ich von Genrereferenzen, so sind damit ohnehin an fast keiner Stelle eindeuting wiedererkennbare Stilentscheidungen in lupenreiner Formtreue gemeint, sondern Anklänge wie die eines abgedunkelten, von Americana-Reminiszenzen durchdrungenen Lofi-Folk, der in Stücken wie &#8220;drowning:fingernail&#8221; immer wieder Erinnerungen an Acts wie Boduf Songs aufkommen lässt. Hier erschaffen geheimnisvolles Knistern, ein dicht am Ohr wie durch einen Telefon erklingendes Flüstern, ein hoher Klang wie von einer singenden Säge und nicht zuletzt eine Gitarre, die sich nicht zwischen Strumming und Picking festlegen will, für eine morbide Stimmung. In vielen der Songs finden sich solche Tableaus als Ausgangsszenarien, von denen aus die Musik in die unterschiedlichsten Richtungen ausschweift. Im folgenden &#8220;good talk&#8221; kristallisiert sich aus dem flinkem Picking, das den Hintergrund abgibt für die gesprochene Skizze einer Liebesgeschichte, die in einem Carcrash endet, ein treibender Uptempo-Rhythmus (die Geschichte wird weiter hinten in dem Stück &#8220;back seat front seat back seat front seat&#8221; aufgegriffen, in welchem eine entfesselte, an die wilden Jagden des Black Metal erinnernde Klanglandschaft das Thema der Raserei auf der nächtlichen Landstraße auch klanglich und rhythmisch nachzeichnet). In &#8220;TrailCam112931&#8243;, erwächst aus einem melancholisch-erschöpften Kopfhängerszenario &#8211; über die Brücke eines Sounds, der an eine kratzige elektrische Gitarre erinnert &#8211; eine tanzbare Synthienummer.</p>
<p>Elkks liebt es &#8211; trotz der abgründig-morbiden Thematik, in der auch so etwas wie ein Psychodrama versteckt scheint &#8211; mit musikalischen Möglichkeiten zu spielen und wechselt mit Vorliebe musikalische Szenen, switcht mal in a capella-Tableaus mit vervielfältigten weiblichen Stimmen (&#8220;wildfire&#8221;), badet in schleppend-verrauschtem Downtempo-Noiserock (&#8220;shaking mountain, liquid on the inside&#8221;), lässt in einer psychedelischen Landschaft aus Gitarren und Orgeln hölzerne Handdrums erklingen (&#8220;orange vest / birch grove burning&#8221;) oder in einem kindlichen Lofi-Szenario, in dem man meint, Ukulele und Balalaika zu hören, Gloria de Oliveira ans Mikro treten und einen wunderbaren Song aus der populärkulturellen Traditionskiste singen, der sich trotz eigener, vielleicht hellerer Akzente in den dunklen Kosmos einfügt (&#8220;it matches mine&#8221;).</p>
<p>Es gibt einige solcher Songhöhepunkte auf beiden Seiten der Platte, für mich wären es das mit seinen Gothicgitarren und dem genuschelten Text über eine Beerdigungsmusik düstere &#8220;it might be hell&#8221;, in dessen Setting, das einen Friedhof mit einer entlegenen Blockhütte zu überblenden scheint, plötzlich Skinny Puppy (oder erneut eine diesmal etwas elektrifiziertere BM-Band) für einige Momente einen imaginären Gastauftritt haben. Zum anderen &#8220;times are over, are over, are over&#8230;&#8221; das m.E. mit seinen zweieinhalb Minuten das ganze Album rechtfertigen würde. Ohne jede Exaltation und gedrückt von der Schwerkraft der Monotonie entfaltet sich der Gesang mit einer wunderbaren Melodie über ein mystisch-repetitives Gitarrenpicking und greift von allerlei weiteren, meist dröhnenden Geräuschen begleitet das Bild mit dem nächtlichen Frontalaufprall deutlicher und eindringlicher auf als alle vorherigen Momente des Albums &#8211; so wie ein experimenteller, unlinearer Filmplot das schon mehrfach umkreiste zentrale Ereignis irgendwann schonungslos enthüllt.</p>
<p>Im finalen Titelsong, der einem langsamen postrockuntermalten Abspann ähnelt, ziehen viele der deutlicher oder weniger deutlich an die Wand geworfenen Bilder noch einmal am imaginären Auge vorbei, bis das krächzende Krähen das letzte, wahrscheinlich unheivolle Wort haben. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: La Double Vie</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2299400932/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><iframe title="YouTube video player" src="https://www.youtube.com/embed/B_aCa-9KT-Y?si=i0XlnlKh10A4Bbef" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
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		<title>Ich halte nichts von Coolness. Interview mit der Sängerin und Schauspielerin Gloria de Oliveira</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Jan 2021 07:38:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als im vorigen Jahr &#8220;Fascination&#8221;, der erste Longplayer der jungen Künstlerin Gloria de Oliveira, die Runde machte, wunderten sich nicht wenige über die Reichhaltigkeit des Albums. Gerade in der Musik, die auf den ersten Eindruck perfekt in den seit Jahren &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/01/16/ich-halte-nichts-von-coolness-interview-mit-der-sangerin-und-schauspielerin-gloria-de-oliveira/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><em></em><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/12/Copy-of-By-Julia-Ritschel-2020_d.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-23518" title="Processed with VSCO with b3 preset" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/12/Copy-of-By-Julia-Ritschel-2020_d-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Als im vorigen Jahr <a title="GLORIA DE OLIVEIRA: Fascination" href="http://africanpaper.com/2020/06/27/gloria-de-oliviera-fascination/">&#8220;Fascination&#8221;, der erste Longplayer der jungen Künstlerin Gloria de Oliveira</a>, die Runde machte, wunderten sich nicht wenige über die Reichhaltigkeit des Albums. Gerade in der Musik, die auf den ersten Eindruck perfekt in den seit Jahren angesagten Grenzbereich zwischen Wave und einem traumwandlerischen 4AD-Pop passt, erlebt man nicht sehr oft derart viele doppelte Böden, wenn es um Stimmungen und Macharten geht. Doch auch wenn &#8220;Fascination&#8221; durchaus die <span id="more-23505"></span>Frische eines Auftaktes ausstrahlt, ist Gloria de Oliveira alles andere als ein Neuling. Die meisten Tracks ihres Albums brachte sie bereits 2019 auf zwei EPs über ihr eigenes Label La Double Vie heraus, außerdem gab es noch ihr Bandprojekt lovespells, von dem gerade ein neuer Remix (siehe unten) erschienen ist. Und falls ihr Gesicht oder ihr Name einigen bekannt vorkommen, könnte das auch &#8211; Stichwort la double vie &#8211; an ihrem zweiten Standbein in der Schauspielerei liegen. Seit 2012 spielt sie Haupt- und signifikante Nebenrollen in Spielfilmen wie <em>Ein Tag nach morgen</em>,<em> Strawberry Bubblegums</em> und jüngst in einer modernen Umsetzung des Mythenstoffs Undine, besondere Beachtung fand zudem ihre Darstellung der Tilly Brooks in der Serie <em>Babylon Berlin</em>. Wir sprachen mit der Künstlerin auch über die Vorteile und Herausforderungen, die ein solch breitgefächertes Spektrum an kreativen Interessen mit sich bringt. </strong></span></span></span></p>
<p align="LEFT"><a title="I do not believe in Coolness: An Interview with singer and actress Gloria de Oliveira" href="http://africanpaper.com/2021/01/16/i-do-not-believe-in-coolness-an-interview-with-singer-and-actress-gloria-de-oliveira-2/"><strong>English Version</strong></a></p>
<p align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><em><strong>Wie ich hörte, hast du Mezzosopran studiert und warst zunächst an Oper und klassischem Gesang interessiert. Dann hattest du dich eher deinem zweiten Standbein, der Schauspielerei und dem Medium Film gewidmet. Irgendwann hast du dich aber doch wieder der Musik zugewandt, und mittlerweile kannst du auf einige Releases zurückblicken. Wie würdest du deine bisherige Karriere beschreiben? Findest du Umwege und kreative Zickzack-Kurse generell wichtig, um Erfahrungen zu sammeln? Wäre deine Musik z.B. ohne die Schauspielerei eine andere?</strong></em></span></span></span></p>
<p align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">Ich glaube, wie vielen jungen Menschen hat es mir nach dem Abi, vereinfacht gesagt, an Selbstvertrauen gemangelt &#8211; was mich teilweise, was meine berufliche Laufbahn und Lebensführung betraf, in Richtungen getrieben hat, die mir letztendlich nicht ganz entsprachen. Vielleicht musste ich diese Erfahrungen jedoch sammeln, um mich jetzt umso gezielter den Dingen zu widmen, die mir wirklich wichtig sind. Deshalb sehe ich das nicht unbedingt als Zickzack-Kurs, da alles aufeinander aufbaut. Zudem betrachte ich meinen kreativen Output als ein Ganzes und war schon als Kind an verschiedenen Medien interessiert, um meine Ideen umzusetzen und habe das nie hinterfragt &#8211; es war einfach meine natürliche Herangehensweise. Ich betrachte das alles als synergetisch.</span></span></span></p>
<p align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><em><strong>Würdest du sagen, dass du bei der Musik etwas näher bei dir selbst bist, oder gibt es auch dort manchmal eine Art Rolle, die du einnimmst?</strong></em></span></span></span></p>
<p align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">Ja, ich würde sagen, ich bin ich in meiner Musik näher bei mir &#8211; selbst wenn ich mich vielleicht teilweise, wie in meinen Musikvideos, in eine Rolle begebe &#8211; ich habe mir die jeweilige Rolle dann schließlich selbst ausgedacht und zugewiesen.</span></span></span></p>
<p align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><em><strong>Denkst du, dass der &#8211; zumindest &#8220;alternative&#8221; &#8211; Musikbereich spontaner und freier abläuft als die Arbeit im Medium Film? Wie sehr kannst du deine Karriere als Sängerin unabhängig organisieren?</strong></em></span></span></span></p>
<p align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">Das Filmemachen kann durch seine Natur bedingt in den meisten Fällen nicht spontan und frei ablaufen, da es an eine Maschinerie geknüpft ist, an der viele Menschen, Instanzen und Konventionen hängen &#8211; ganz abgesehen vom finanziellen und organisatorischen Aufwand (natürlich gibt es da auch einige Ausnahmen). Natürlich kann man auch Musik auf eine ähnlich teure, aufwändige und konventionelle Art betreiben &#8211; aber ich und die Musiker*Innen in meinem Freundeskreis schätzen unsere DIY-Freiheit sehr. Meine Arbeit als Musikerin lief bisher ziemlich unabhängig ab und das schätze ich sehr, da es im Filmbereich und vor allem als Schauspielerin natürlich gegenteilig abläuft &#8211; man ist überspitzt gesagt davon abhängig, Angebote zu bekommen, um sich künstlerisch zu entfalten und zudem abhängig von der zeitlichen Planung einer großen Maschinerie. Ich habe mein musikalisches Schaffen deshalb bewusst sehr autonom verfolgt &#8211; bin jedoch froh, inzwischen wertvolle organisatorische Unterstützung was Releases, Promotion, Konzertplanung und so weiter betrifft von Seiten meines Labels (Reptile Music), meiner Booking Agentur (Underground Institute) und meiner Agentin zu bekommen. Ganz zu Anfang habe ich das alles noch selbst gemacht, was einerseits sehr lehrreich ist, andererseits viel Zeit und Energie raubt, die ich lieber in andere Bereiche stecken würde. <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/12/betoruizalonso-170625-Mamiya7II-Ektar100-roll02-003b.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-23521" title="betoruizalonso-170625-Mamiya7II-Ektar100-roll02-003b" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/12/betoruizalonso-170625-Mamiya7II-Ektar100-roll02-003b.jpg" alt="" width="3200" height="2639" /></a></span></span></span></p>
<p align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><em><strong>Du hast dich in einem Interview mal als zart besaited bezeichnet. Denkst du, dass dein Interesse an starken Emotionen und an zum Teil morbiden Themen auch daherkommt?</strong></em></span></span></span></p>
<p align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">Ich empfinde meine Interessen eigentlich nicht als morbide &#8211; im Gegenteil bin ich sehr am Leben interessiert und an dem Gefühl der Lebendigkeit, die der ungehinderte Zugang zu seinen eigenen Emotionen mit sich bringt. </span></span></span></p>
<p align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><em><strong>Wie entstehen deine Songs? Improvisierst du manchmal, wenn du in einer bestimmten Stimmung bist?</strong></em></span></span></span></p>
<p align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">Ich habe eigentlich keine feste Herangehensweise &#8211; manche Songs entstehen tatsächlich durch Improvisation, wenn ich beispielsweise ganz banal neue Gear ausprobiere. Manche Songs kommen mir fast vollständig im Traum &#8211; ich muss mich dann immer dazu zwingen, sie noch im Halbschlaf sofort per Voice Memo festzuhalten, damit die Idee nicht verfliegt. </span></span></span></p>
<p align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><em><strong>Gibt es Situationen, die dich besonders zum Schreiben von Songs inspirieren?</strong></em></span></span></span></p>
<p align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">Lebenseinschneidende und vielleicht sogar traumatische Ereignisse und Phasen sind definitiv die Zeit, in der mein Output am höchsten ist. Vielleicht, weil Musik für mich die unmittelbarste Ausdrucksform und mir in diesen Situationen eine Stütze ist. Klingt kitschig und abgedroschen, aber ich finde es hat etwas Magisches, wenn aus einem dunklen, vielleicht destruktiven Moment etwas Schönes entstehen kann, wie ein Song oder ein Album, woran auch andere Menschen sich erfreuen können. Tatsächlich sind die Nachrichten von traurigen Teenagern am anderen Ende der Welt, die mich bei Instagram oder per eMail erreichen, für mich das absolute Highlight meines musikalischen Schaffens. Der Gedanke, einen kleinen heilsamen Beitrag zu ihrem Alltag zu leisten, motiviert mich sehr. Ich war selbst mal so ein Teenager und weiß noch genau, was mir meine Lieblingsalben damals bedeutet und wie sehr sie mich gehalten haben. </span></span></span></p>
<p align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><em><strong>Obwohl deine Musik eigentlich immer einen melancholischen Charakter hat, wirkt sie nie pessimistisch oder abgeklärt. Vielleicht kommt dies durch eine Art traumhaftes Element, dass sich fast immer findet und mal liebevoll, mal spielerisch daherkommt. Siehst du das ähnlich?</strong></em></span></span></span></p>
<p align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">Ich bin definitiv kein pessimistischer oder abgeklärter Mensch &#8211; und ich freue mich, dass du Verspieltheit in meiner Musik erkennst, denn ich bin definitiv sehr verspielt bis albern. Ich halte nichts von Coolness. „Melancholie“ definiere ich persönlich als die Freude an einer gewissen Traurigkeit, durch die man sich lebendig fühlt &#8211; siehe die Antwort auf deine Frage zu den starken Emotionen. Melancholie ist für mich lebensbejahend. Ich würde sie klar von Pessimismus oder Zynismus trennen &#8211; ich gebe mir bewusst Mühe, auch im Angesicht irgendwelcher Widrigkeiten keine pessimistische, zynische Person zu werden und es freut mich, wenn man das in meiner Musik reflektiert sieht. </span></span></span></p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/f_l0vubwfEA" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><em><strong>Einige deiner Titel beziehen sich auf Filme von Jean Rollin, und in Videos wie dem zu &#8220;Dark Rider&#8221; kann man seinen Einfluss deutlich wiedererkennen. Wie bist du auf seine Filme gestoßen und war es eine Art Liebe auf den ersten Blick?</strong></em></span></span></span></p>
<p align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">Ich muss irgendwann als Teenager beim nächtlichen Surfen im Netz auf ihn gestoßen sein &#8211; ich glaube sogar durch Bilder der beiden Vampirschwestern aus “Lèvres de Sang”, an denen ich sofort hängen blieb und erfahren musste, was es mit ihnen auf sich hatte. Also ja, “Faszination” auf den ersten Blick, sozusagen &#8211; ich las kürzlich einen Artikel in dem seine Filme als “Daydreams for the witching hour” beschrieben wurden, das sagt schon alles. </span></span></span></p>
<p align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><em><strong>In den Jahren ab &#8220;Viol du Vampire&#8221; wurden seine Filme von vielen als amateurhafte Genrefilme betrachtet. Der feinsinnige Surrealismus seiner Bildsprache und die z.T. an Jacques Rivette erinnernde Handschrift wurden dabei ebenso wenig gesehen wie die Tatsache, dass die Filme trotz der sexualisierten Horrormotive nie mit reißerischen Effekten arbeiten. Später wurde er für manche zum Kultregisseur. Was macht für dich das besondere seiner Filme aus?</strong></em></span></span></span></p>
<p align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">Die traurigen Vampirmädchen, zerfallenden Burgen, verlorenen Liebespaare, atmosphärischen Strände &#8211; die Rollin-Ästhetik ist unverwechselbar und in meinen Augen von</span></span></span><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"> einer tiefen Romantik und einem wehmütigen Idealismus geprägt. Ich mag auch, dass Rollin in vielerlei Hinsicht wie ein Einzelgänger scheint &#8211; ein Filmemacher, der keine konkrete Verbindung zu dem damaligen französischen Kino hatte, mit technischen filmischen Konventionen brach und seinem ganz eigenen ausgeprägten visuellen Stil und seinen thematischen Obsessionen folgte. Ich finde es schön, dass Rollin spätestens seit der Erscheinung des sehr empfehlenswerten Bandes “Lost Girls: The Phantasmagorgical Cinema of Jean Rollin”, zusammengestellt von Samm Deighan, die Art von Aufmerksamkeit bekommt, die seinen Werken gerecht wird &#8211; das Buch ist eine Art Korrektur für die Jahre, in denen Männer die Diskussion über Rollin und seine Arbeit dominierthaben. Dieser Aspekt führte auch zu meinen Album und EP Titeln, die nach Rollins Filmen benannt sind: Der Aspekt des Male Gaze innerhalb seiner Filme und Rollins Nähe zum Sexploitation-Kino dieser Zeit, gepaart mit seiner Arbeit als Regisseur von Pornos sehe ich sehr kritisch &#8211; weshalb es mich umso mehr reizt, jene Aspekte, die mich an diesen Werken begeistern, für mich herauszuziehen und in einen neuen, feministischen Kontext zu setzen.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/12/betoruizalonso-20190919-Gloria-710.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-23522" title="betoruizalonso-20190919-Gloria-710" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/12/betoruizalonso-20190919-Gloria-710.jpg" alt="" width="1500" height="2000" /></a></span></span></span></p>
<p align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><em><strong>Gibt es weitere Werke aus Film oder auch Literatur, die deine eigene Arbeit maßgeblich beeinflusst haben? </strong></em></span></span></span></p>
<p align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">Neben Filmen, Serien und Soundtracks hatten bisher vor allem Dichter*Innen einen großen Einfluss auf mich &#8211; Anne Sexton, Sylvia Plath, John Keats, Rainer Maria Rilke, Guillaume Apollinaire und Else Lasker-Schüler gehören zu meinen Favoriten. Ich habe auch schon den ein oder anderen Vers aus ihren Gedichten in meinen Texten “gesampled”.</span></span></span></p>
<p align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><em><strong>Den Clip zu &#8220;Dark Rider&#8221;, das du noch mit dem Projekt Lovespells aufgenommen hast, bezeichnest du sogar als &#8220;a musical short film&#8221;. Existiert Lovespells noch, oder war es eher als temporäres Projekt gedacht?</strong></em></span></span></span></p>
<p align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">Die Musik, die ich unter meinem eigenen Namen mache, folgt keinerlei Konzept und ist dicht an mir persönlich dran &#8211; im Gegensatz dazu ist Lovespells eine Art Experiment, in dem ich mich in eine Persona hülle, bewusst eine gewisse Ästhetik verfolge und in dem mein Mitstreiter Spampoets und ich mit Synth Pop und Dark Wave Konventionen spielen. Es gibt auch bereits ein kleines Lovespells-Comeback in Form eines sehr tanzbaren Remixes!</span></span></span></p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/W7cDWnkq2bY" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><em><strong>Auf &#8220;Fascination&#8221; ist eine ganze Reihe an Remixes &#8211; von The Wide Eye, Tellavision, Box and the Twins, Fragrance. und nicht zuletzt Gudrun Gut. Bei The Wide Eye hast du dich auf &#8220;Forever&#8221; bereits revanchiert. Wie kam es zu diesen Arbeiten, kanntet ihr euch zuvor schon?</strong></em></span></span></span></p>
<p align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">Ich kannte vorher lediglich zwei von ihnen persönlich &#8211; erstens TELLAVISION, die wie ich an der HFBK studiert hat und mit der ich bereits für ein Musikvideo kollaboriert habe. Zweitens THE WIDE EYE, mit dem ich befreundet bin seitdem ich ihn vor ein paar Jahren durch Instagram kennenlernte und mit dem ich auch in Zukunft noch oft zusammenarbeiten möchte.</span></span></span></p>
<p align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><em><strong>Ein guter Remix hängt sicher nicht davon ab, dass der Remixer einen ähnlichen Stil oder eine ähnliche Arbeitsweise hat, oft sind es auch gerade die Gegensätze, die dabei helfen, etwas ungewöhnliches aus einem Song herauszuholen. Du kennst das ja durchaus von beiden Seiten. Was sind für dich die Voraussetzungen für eine gute Bearbeitung?</strong></em></span></span></span></p>
<p align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">Ich habe keine konkreten Voraussetzungen &#8211; außer, dass ich allgemein bereits Fan der jeweiligen Künstler*Innen bin. Es war mir daher solch eine Freude, die Interpretationen meiner Tracks dieser von mir sehr geschätzten Musiker*Innen zu hören und bin sehr dankbar, dass sie Lust darauf hatten und inspiriert waren. </span></span></span></p>
<p align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;"><em><strong>An welchen musikalischen Ideen bastelst du zur Zeit? Gibt es schon neue Aufnahmen? </strong></em></span></span></span></p>
<p align="LEFT"><span style="color: #000000;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: small;">Seit dem Sommer arbeite ich an Material für ein neues Album, welches ich im nächsten Jahr veröffentlichen möchte. Diesmal versuche ich vorsichtig, aus meiner üblichen Isolation auszubrechen und arbeite mit einigen von mir sehr geschätzten Personen zusammen. Außerdem arbeiten ich und mein guter Freund ELKKS an weiteren Kollaborationen!</span></span></span></p>
<p align="LEFT">Interview: Uwe Schneider</p>
<p align="LEFT">Fotos © Julia Ritschel und Beto Ruiz Alonso</p>
<p align="LEFT"><strong>Gloria de Oliveira @ <a href="https://www.gloriadeoliveira.com/">Home</a>, <a href="https://www.youtube.com/channel/UCs_38IbIdebOpJfLp6aT6sw">Youtube</a>, <a href="https://www.facebook.com/gloriaendresdeoliveira.page/">Facebook</a>, <a href="https://www.instagram.com/gloriaendresdeoliveira/">Instagram</a>, <a href="https://www.discogs.com/de/artist/6341867-Gloria-Endres-de-Oliveira">Discogs</a> &amp; <a href="https://www.imdb.com/name/nm4462992/">IMDB</a></strong></p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/K-yC4WMCtGU" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/ekbVyc88Cok" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
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		<title>I do not believe in Coolness: An Interview with singer and actress Gloria de Oliveira</title>
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		<pubDate>Sat, 16 Jan 2021 07:37:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[lovespells]]></category>
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		<category><![CDATA[Underground Institure]]></category>

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		<description><![CDATA[When &#8220;Fascination&#8221;, the first longplayer by the young artist Gloria de Oliveira, turned up last year, many were surprised by the album&#8217;s richness. Especially in music that seems to fit perfectly into the fashionable border area between synthie wave and &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/01/16/i-do-not-believe-in-coolness-an-interview-with-singer-and-actress-gloria-de-oliveira-2/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/01/Copy-of-By-Julia-Ritschel-2020_d.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-23792" title="Processed with VSCO with b3 preset" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/01/Copy-of-By-Julia-Ritschel-2020_d-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>When &#8220;Fascination&#8221;, the first longplayer by the young artist Gloria de Oliveira, turned up last year, many were surprised by the album&#8217;s richness. Especially in music that seems to fit perfectly into the fashionable border area between synthie wave and a somnambulistic 4AD pop, it&#8217;s rather unlikely to find that many different layers of style and atmosphere. But even though &#8220;Fascination&#8221; definitely exudes the freshness of an debut, Gloria de Oliveira is anything but a newcomer. <span id="more-23597"></span>She already released most of the tracks on her album on two EPs before via her own label La Double Vie, besides these she ran the band project lovespells. But if her face or name seem familiar, it could also be &#8211; cue la double vie &#8211; due to her second mainstay in acting. Since 2012, she has played significant roles in feature films such as Ein Tag nach morgen, Strawberry Bubblegums and, most recently, in a modern take on the mythical tale of Undine; mostly, her portrayal of Tilly Brooks in the series Babylon Berlin attracted special attention. We also spoke to the artist about the benefits and challenges of having a wider range of creative interests.</strong></p>
<p><a title="Ich halte nichts von Coolness. Interview mit der Sängerin und Schauspielerin Gloria de Oliveira" href="http://africanpaper.com/2021/01/16/ich-halte-nichts-von-coolness-interview-mit-der-sangerin-und-schauspielerin-gloria-de-oliveira/"><strong>Deutsche Version</strong></a></p>
<p><em><strong>You studied mezzo-soprano and were initially interested in opera and classical singing. Then you devoted yourself more to your second pillar, which was acting and the medium of film. But at some point you returned to music, and now you can look back on some releases. How would you describe your career so far? Do you find detours and creative zigzag courses important to gain experience? Would your music be different without acting?</strong></em></p>
<p>I think, like many young people at this stage, I simply lacked a certain amount of self-confidence after graduating from high school, to put it simply – which in part, as far as my professional path as well as personal life were concerned, pushed me in directions that ultimately didn’t quite suit me. But maybe I had to gather these experiences in order to devote myself more specifically to the things that turned out to truly be important to me. That’s why I don’t necessarily see it as a zigzag course, because everything builds on each other. I also see my creative output as a whole and even as a child I was interested in different media to realise my ideas and never questioned it – it was simply my natural approach. I see all this as synergetic.</p>
<p><em><strong>Would you say that when it comes to music you are a bit closer to yourself, or is there sometimes a kind of role that you take on?</strong></em></p>
<p>Yes, I would say that I am closer to myself in my music &#8211; even if, perhaps partly, as in my music videos, I take on a role &#8211; because at the end of the day, it’s me who came up with and assigned the respective role to myself.</p>
<p><em><strong>Would you say that the &#8211; at least &#8220;alternative&#8221; &#8211; field of music is more spontaneous and free than working in the medium of film? How much can you organise your career as a singer independently?</strong></em></p>
<p>Due to its nature, filmmaking cannot be spontaneous and free in most cases because it is tied to a machinery on which many people, institutions and conventions depend &#8211; not to mention the financial and organisational effort (of course there are some exceptions). Of course, music making can happen in a similarly expensive, elaborate and conventional way &#8211; but me and the musicians* in my circle of friends really appreciate our DIY freedom. My work as a musician has so far been quite independent and I quite like it that way, because in the film business and especially as an actress it is of course the opposite &#8211; to put it bluntly, one is dependent on getting offers in regard to artistic fulfillment and is also dependent on the timing of a large machinery. I have therefore consciously pursued my musical work very autonomously &#8211; but I am happy to get valuable support from my label (Reptile Music), my booking agency (Underground Institute) and my agent in the meantime, regarding releases, promotion, concert planning and so on. At the very beginning I did all this myself, which turned out to be a good learning experience on the one hand, but on the other hand takes up a lot of time and energy that I would rather put into other areas.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/12/betoruizalonso-170625-Mamiya7II-Ektar100-roll02-003b.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-23521" title="betoruizalonso-170625-Mamiya7II-Ektar100-roll02-003b" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/12/betoruizalonso-170625-Mamiya7II-Ektar100-roll02-003b.jpg" alt="" width="3200" height="2639" /></a></p>
<p><em><strong>In an interview you once described yourself as delicately strung. Do you think that your interest in strong emotions and in partly morbid topics comes along?</strong></em></p>
<p>I don&#8217;t actually perceive my interests as morbid &#8211; on the contrary, I am very interested in life and in the sheer sensation of being alive that comes with unhindered access to one&#8217;s own emotions.</p>
<p><em><strong>How are your songs created? Do you sometimes improvise when you are in a certain mood?</strong></em></p>
<p>I don&#8217;t really have a fixed approach &#8211; some songs are indeed created through improvisation, for example when I’m just messing around with new gear. Some songs come to me almost completely in my dreams &#8211; I always have to force myself to record them immediately by voice memo while still half asleep, so that the idea doesn&#8217;t vanish.</p>
<p><em><strong>Are there any situations that inspire you in particular to write songs?</strong></em></p>
<p>Life-altering and perhaps even traumatic events and phases are definitely the time when my output is at its highest. Maybe because music is the most immediate form of expression for me and supports me in these situations. Sounds corny and hackneyed, but I think there is something magical when something beautiful can emerge from a dark, perhaps destructive moment, like a song or an album that other people can enjoy. In fact, the messages from sad teenagers on the other side of the world that reach me on Instagram or via email are the absolute highlight of my musical work. The thought of making a small healing contribution to their everyday life motivates me a lot. I was once such a teenager myself and I still remember exactly what my favourite albums meant to me back then and how much they supported me morally.</p>
<p><em><strong>Although your music is always melancholic, it never seems pessimistic or jaded. Maybe this is due to a kind of dreamlike element that is almost always present and comes across sometimes lovingly, sometimes playfully. Do you see that in a similar way?</strong></em></p>
<p>I am definitely not a pessimistic or jaded person &#8211; and I am glad that you recognise playfulness in my music, because I am definitely very playful and silly. I don&#8217;t believe in coolness. I personally define &#8220;melancholy&#8221; as the joy that comes with indulging in a certain kind of sadness which makes you feel alive &#8211; see the answer to your question about strong emotions. Melancholy is life-affirming for me. I would clearly separate it from pessimism or cynicism &#8211; I consciously try not to become a cynical person even in the face of any adversity and I am happy to see this reflected in my music.</p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/f_l0vubwfEA" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><em><strong>Some of your titles refer to films by Jean Rollin, and in videos like the one for &#8220;Dark Rider&#8221; you can clearly see his influence. How did you come across his films and was it a kind of love at first sight?</strong></em></p>
<p>I must have come across him at some point as a teenager while surfing the net at night &#8211; I even believe through pictures of the two vampire sisters from &#8220;Lèvres de Sang&#8221;, which I immediately got stuck on and had to find out what they were all about. So yes, <em>Fascination</em> at first sight, so to speak &#8211; I recently read an article in which his films were described as &#8220;Daydreams for the witching hour&#8221;, that says it all.</p>
<p><em><strong>In the years after </strong></em><strong>Viol du Vampire</strong><em><strong> his films were considered by many as amateurish genre films. The subtle surrealism of his pictorial language and the handwriting, partly reminiscent of Jacques Rivette, were not seen, nor was the fact that despite the sexualised horror motifs, the films never work with lurid effects. Later he became a cult director for some. What makes his films so special for you?</strong></em></p>
<p>The sad vampire girls, crumbling castles, lost lovers, deserted beaches &#8211; the Rollin aesthetic is unmistakable and to me is characterised by a deep romanticism and a melancholy idealism. I also like the fact that Rollin seems like a loner in many respects &#8211; a filmmaker who had no concrete connection to the French cinema of the time, who broke with technical cinematic conventions and followed his own distinct visual style and thematic obsessions. I think it&#8217;s nice that Rollin has recently received the kind of attention that his works deserve, at least since the publication of the (highly recommended but sadly sold out) volume &#8220;Lost Girls: The Phantasmagorgical Cinema of Jean Rollin&#8221;, compiled by Samm Deighan &#8211; the book is a kind of correction for the years when men dominated the discussion about Rollin and his work. This aspect also led to my album and EP titles, which are named after Rollin&#8217;s films: The prevalent male gaze within his films and Rollin&#8217;s closeness to the sexploitation cinema of the time, coupled with his work as a porn director, is something I view very critically &#8211; which is why I am all the more interested in extracting those aspects of his work that excite me and placing them in a new, feminist context.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/12/betoruizalonso-20190919-Gloria-710.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-23522" title="betoruizalonso-20190919-Gloria-710" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/12/betoruizalonso-20190919-Gloria-710.jpg" alt="" width="1500" height="2000" /></a></p>
<p><em><strong>Are there any other works from film or literature that have had a significant influence on your own work?</strong></em></p>
<p>Apart from films, series and soundtracks, poetry in particular has had a great influence on me &#8211; Anne Sexton, Sylvia Plath, John Keats, Rainer Maria Rilke, Guillaume Apollinaire and Else Lasker-Schüler are among my favourites. I have also &#8220;sampled&#8221; one or two verses from their poems in my song lyrics.</p>
<p><em><strong>You even call the clip for &#8220;Dark Rider&#8221;, which you recorded with the Lovespells project, &#8220;a musical short film&#8221;. Does Lovespells still exist, or was it more of a temporary project?</strong></em></p>
<p>The music I make under my own name follows no concept whatsoever and is very close to me personally &#8211; in contrast, Lovespells is a kind of experiment in which I wrap myself up in a persona, consciously pursue a certain aesthetic and in which Spampoets and I play with synth pop and dark wave conventions. There&#8217;s also a small Lovespells comeback in the form of a very danceable remix!</p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/W7cDWnkq2bY" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
<p><em><strong>On &#8220;Fascination&#8221; there is a whole range of remixes &#8211; The Wide Eye, Tellavision, Box and the Twins, Fragrance. and last but not least Gudrun Gut. On The Wide Eye you have already returned the favor on &#8220;Forever&#8221;. How did these works come about, did you know each other before?</strong></em></p>
<p>I only knew two of them personally before &#8211; firstly TELLAVISION, who like me studied at the HFBK and with whom I already collaborated for a music video. Secondly THE WIDE EYE, with whom I&#8217;ve been friends since I met him through Instagram a few years ago and with whom I&#8217;d like to work together often in the future.</p>
<p><em><strong>A good remix certainly doesn&#8217;t depend on the remixer having a similar style or working method, often it&#8217;s the opposites that help, to get something unusual out of a song. You know that from both sides. What are the prerequisites for a good arrangement for you?</strong></em></p>
<p>I don&#8217;t have any concrete prerequisites &#8211; except that I&#8217;m generally already a fan of the respective artists.. It was therefore such a pleasure to hear the interpretations of my tracks by these musicians* who are very much appreciated by me and I am very grateful that they were interested and inspired.</p>
<p><em><strong>What musical ideas are you currently working on? Are there already new recordings?</strong></em></p>
<p>Since the summer I have been working on material for a new album, which I would like to release next year. This time I&#8217;m carefully trying to break out of my usual isolation and I&#8217;m working with some people I really appreciate. Furthermore, me and my good friend ELKKS are working on further collaborations!</p>
<p align="LEFT">Interview: Uwe Schneider, Translation: N.Seckel</p>
<p align="LEFT">Fotos © Julia Ritschel und Beto Ruiz Alonso</p>
<p align="LEFT"><strong>Gloria de Oliveira @ <a href="https://www.gloriadeoliveira.com/">Home</a>, <a href="https://www.youtube.com/channel/UCs_38IbIdebOpJfLp6aT6sw">Youtube</a>, <a href="https://www.facebook.com/gloriaendresdeoliveira.page/">Facebook</a>, <a href="https://www.instagram.com/gloriaendresdeoliveira/">Instagram</a>, <a href="https://www.discogs.com/de/artist/6341867-Gloria-Endres-de-Oliveira">Discogs</a> &amp; <a href="https://www.imdb.com/name/nm4462992/">IMDB</a></strong></p>
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