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	<title>African Paper &#187; Lichens</title>
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		<title>DREW MCDOWALL: Agalma</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Nov 2020 04:47:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der seit Jahren in Brooklyn lebende gebürtige Schotte Drew McDowall hat auf seinem inzwischen vierten Soloalbum „Agalma“, das urspünglich &#8220;Ritual Music&#8221; heißen sollte, das Klangspektrum erweitert und hat in einem noch stärkeren Maße als auf dem Vorgänger akustische Instrumente in &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2020/11/07/drew-mcdowall-agalma/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/11/DrewMc.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-22977" title="DrewMc" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/11/DrewMc-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Der seit Jahren in Brooklyn lebende gebürtige Schotte <a href="http://africanpaper.com/tag/drew-mcdowall/">Drew McDowall</a> hat auf seinem inzwischen vierten Soloalbum „Agalma“, das urspünglich<a href="https://www.thewire.co.uk/in-writing/interviews/drew-mcdowall-on-musick-magick-and-materiality"> &#8220;Ritual Music&#8221; </a>heißen sollte, das Klangspektrum erweitert und hat in einem noch stärkeren Maße als auf dem<a href="http://africanpaper.com/2018/09/15/drew-mc-dowall-the-third-helix/"> Vorgänger</a> akustische Instrumente in das Klangbild integriert. McDowall ist in den letzten Jahren mit einer Vielzahl von Künstlern aufgetreten, hat vor zwei Jahren zusammen mit Hiro Kone Georges Bataille<a href="http://africanpaper.com/2018/03/24/drew-mcdowall-hiro-kone-the-ghost-of-georges-bataille/"> gehuldigt</a> und auf „Agalma“ wirken dann auch eine ganze Reihe von Gastmusikern mit. <span id="more-22976"></span></p>
<p>„Agalma I (Folding)“ klingt, als würden Atemgeräusche von einem Xylophon begleitet. Das erinnert als seien<a href="http://africanpaper.com/2016/08/13/shackleton-with-ernesto-tomasini-devotional-songs/"> Shackletons Aufnahmen mit Ernesto Tomasini</a> von Martin Denny gemixt worden. Man muss auch an den Einsatz akustischer Instrumente bei Coil denken, nachdem sie sich als Liveband neu ge- und erfunden hatten. Auf dem zweiten Teil ist Caterina Barbieri zu hören: sphärische Ätherklänge, wortloses, fast sakrales Singen, Harfen, flächige Sounds. Das Stück ist geprägt von einer seltsamen Entrücktheit. An Teil 3 ist Robert Aiki Aubrey Lowe aka Lichens beteiligt und hier gehen Streicher mit flirrenden Klängen eine Synthese ein, hier trifft HÖH auf Mirror und Richard Skelton. Der vierte Teil, ebenfalls mit Lowe, knüpft mit seinen leicht atonale Streichermomenten, dem Knirschen, Knarzen und Pulsieren daran an. Lowe klingt, als sei er ein elisabethanischer Chorknabe, der John Dee rezitiert. Auch auf dem fünften Teil (mit Kali Malone) hört man entrückte Stimmen und getragene Orgelpassagen. Die langsamen Drones auf &#8220;Agalma VI&#8221;  erinnern an Black Light Districts „Refusal of Leave to Land“. Es ist beeindruckend, wie das Stück im Verlauf immer dichter wird und kaum greifbare Stimmen integriert werden. Auf dem siebten Teil, an dem u.a. der saudische Produzent MSLYMA beteiligt ist, hört man orientalische Flöten und bearbeitete Stimmen, die denken lassen, Peter Christopherson, habe für seinen The Threshold HouseBoys Choir Sänger aus dem Nahen Osten verpflichtet. Gegen Ende des Albums wird &#8220;Agalma I&#8221; erneut aufgegriffen, diesmal dominiert von Maralie Armstrong-Rials opernhaftem Gesang. Das Schlussstück  „Abandoned Object“ erinnert vielleicht noch am ehesten an die eher industriell klingenden früheren Aufnahmen.</p>
<p>Das ist Geräuschmusik jenseits aller Genregrenzen – und Begrenzungen und ein Album, das man im Regal sicher neben Werke von Cyclobe stellen könnte. Sicher ein Höhepunkt des doch so seltsamen Jahres 2020. (MG)</p>
<p>Label: <a href="https://www.daisrecords.com/">Dais Records</a></p>
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		<title>Wounded Galaxies Tap at the Window. Cyclobe am 30.01.14 in Berlin auf dem CTM-Festival</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Jan 2014 12:20:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/01/cyclobe-by-john-kelman2.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-8143" title="cyclobe by john kelman" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/01/cyclobe-by-john-kelman2-1024x682.jpg" alt="" width="584" height="388" /></a>Stephen Thrower und Ossian Brown debütierten 1999 mit „Luminous Darkness”, einem anspruchsvollen, unglaublich dichten Album von Geräuschmusik, das Throwers langjährige Mitwirkung bei Coil verriet, aber weniger am Song orientiert war. Der Nachfolger „The Visitors“ knüpfte daran an, enthielt allerdings einige wesentlich längere, ausufernde Tracks, die durchaus dazu geeignet waren, die Pforten der Wahrnehmung zu reinigen und zu erweitern. Das dritte Album war ihre (Re-)Interpretation bzw. (Neu-)Bearbeitung von Nurse With Wounds „Angry Eelectric Finger“ und trug den Titel „Paraparaparallellogrammatica“. Auf allen diesen Veröffentlichungen kombinierten Cyclobe die elektronischen Klänge mit akustischen Instrumenten, wie z.B. Geige, Klarinette, Cello, Drehleier. Dadurch entstand eine Musik, die dicht und verdichtet war und auf die das oft überstrapazierte Adjektiv organisch mehr als zutraf.<span id="more-8135"></span></p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/01/Cyclobe-photo-by-Karolina-Urbaniak-2-d2.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-8144" title="Cyclobe photo by Karolina Urbaniak 2 d" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/01/Cyclobe-photo-by-Karolina-Urbaniak-2-d2-1024x885.jpg" alt="" width="584" height="504" /></a>Erst 2007 traten Cyclobe das erste Mal live auf – und zwar auf dem von David Tibet kuratierten Donaufestival in Krems. Dabei wurde erneut deutlich, dass Cyclobe eine Klasse für sich sind, schließlich begnügten sie sich nicht damit, hinter Laptops versunken die Maus zu bewegen; mit Unterstützung von Thighpaulsandra an den Synthesizern und Cliff Stapleton an der Drehleier gelang es,  die Musik, für die das Studio eigentlich ein elementarer Teil ist, auf die Bühne zu bringen und in Verbindung mit den <a href="http://vimeo.com/26263299">halluzinatorischen Visuals</a>  wurde der Zuschauer in eine Welt versetzt, in der Pan seinen gehörnten Kopf zeigt und das Unterholz erfüllt ist vom Duft seines (An)Kommens.</p>
<p>Das vierte Album „Wounded Galaxies Tap at the Windows“ knüpfte an die Vorgänger an, hatte aber noch stärker filmische, narrative Züge. Hier konnte der Hörer auch ohne Hilfe von Nachtschattengewächsen andere Bewusstseinszustände erleben. Schließlich wurde noch in einer limitierten Auflage unter dem Titel „Sulphur -Tarot &#8211; Garden“ ein Album veröffentlicht, das Soundtracks für drei frühe Kurzfilme Derek Jarmans enthielt und das 2014 neu veröffentlicht werden wird.</p>
<p>Der Auftritt im Berliner HAU1 im Rahmen des CTM-Festivals ist erst der vierte, denn nach ihrem Debüt in Krems spielten sie erst wieder 2012 auf Einladung Antonys in London auf dem Meltdown Festival und ihr bisher letzter Auftritt fand ebenfalls im Jahr 2012 auf dem „Punkt“-Festival in Norwegen statt, auf dem sie Gast von Brian Eno waren.</p>
<p>In Berlin wird die Band in der Besetzung Ossian Brown, Stephen Thrower, Michael J. York (Duduk/Bläser), Cliff Stapleton (Drehleier), Ivan Pavlov (Elektronik) and David J. Smith (Perkussion) auftreten. Das Vorprogramm bestreitet der amerikanische Musiker Robert Lowe alias Lichens.</p>
<p>Hebbel am Ufer, HAU1, Stresemannstraße 29, 10963 Berlin</p>
<p><a href="http://www.reservix.de/off/login_check.php?id=c6ec16e8cf3cd5077514ebef590a1f763d4616b372ef8900411779bf6bedf213&amp;vID=4387&amp;eventID=481898">Tickets </a></p>
<p><a href="http://cyclobe.com/">Website</a></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/cyclobe.music">Facebook</a></p>
<p>Foto 1: John Kelman</p>
<p>Foto 2: Karolina Urbaniak</p>
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		<title>OM: Advaitic Songs</title>
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		<pubDate>Sat, 11 Aug 2012 07:26:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/08/omadvaicsongs.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-4904" title="omadvaicsongs" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2012/08/omadvaicsongs-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Es ist nicht einfach, den religiösen oder spirituellen Gehalt von OM zu durchblicken, und ehrlich gesagt habe ich es auch nie ernsthaft versucht. Al Cisneros Lyrik ist, auch wenn sie an manchen Stellen deutlich hinduistische oder frühchristliche Bezugspunkte anklingen lässt, viel zu abstrakt und hermetisch, um eine klare Botschaft zu transportieren, und wahrscheinlich will sie das auch gar nicht. Cisneros predigt nicht. Viel eher scheint er sich, ähnlich seinem Freund und zeitweise Kollaborateur David Tibet, in einem eigenen subjektiven Kosmos eingerichtet zu haben, in dem<span id="more-4902"></span> die spirituelle Suche oberstes Programm ist &#8211; zum Glück unter Einbezug einer interessierten Öffentlichkeit, die sich so inspirieren lassen kann, selbst dann, wenn die eigenen Fragen und Neigungen ganz anderer Art sind. Die Ernsthaftigkeit von Wort und Musik widerlegt dabei jeden Verdacht, es könnte sich bei dem Synkretismus der typischen Om-Themen um beliebige New Age-Kindereien handeln. Ebenso offenkundig ist trotz allem, dass der kraftvolle Stoner Rock des Duos keineswegs „nur Musik“ ist.</p>
<p>Als Cisneros 2003 zusammen mit dem Schlagzeuger Chris Hakius das Erbe der legendären (und ja, hier darf man das Wort schamlos verwenden) Sleep antraten, machten die beiden aus der Not der Minimalbesetzung „Mikro, Bass, Drums“ eine spezielle Tugend: Sie demonstrierten wie kaum eine andere Band, dass ein basslastiger Sound reduziert und breit zugleich sein kann. Ihr hypnotischer Stoner Rock an der Grenze zum Metal lebt von gut durchkomponierten Rhythmen, deren Statik auch in entgrenzten Momenten nie suspendiert wird, vielmehr zeigen regelmäßige Trommelwirbel, wieviel Vitalität in einfachen Formen stecken kann. Der starke Bass, mal groovig, mal wie eine Gitarre gespielt, und der rezitative Gesang ließen schnell einen eigenen Stil entstehen. Schnell kam das Klischee „kennst du ein Lied, kennst du alle“ auf, das natürlich nur dann negativ zu Buche schlägt, wenn man für die Magie der Repetition unempfänglich ist. Dass eine stilistische Erweiterung in etwa zeitgleich mit dem Ausstieg Hakius und dem Einstieg Emil Amos&#8217; (Holy Sons, Grails) erfolgte, sollte man nicht überbetonen, denn Amos demonstriert ein gutes Verständnis für Hakius Errungenschaften und führte den Drumpart mit ähnlicher Markanz fort. Ausdifferenzierte und für Om-Verhältnisse weniger ideosynkratische Themen verlangten einfach ein erweitertes Klangspektrum, Robert E. Lowe (Lichens) zählt mit seiner Handperkussion, seinen Vocals und seinem Bühencharisma mittlerweile fast zur Stammbesetzung.</p>
<p>Auf dem nun fünften Longplayer „Advaitic Songs“, dessen Titel auf eine indische Philosophie der Einheit von Schöpfer und Welt (und somit der Durchdringung von Göttlichem und Natürlichem) anspielt, wird die seit „Pilgrimage“ vorgenommene Durchmischung des Om-Sounds mit orientalischen Elementen weiter vorangetrieben, gleich im einleitenden „Addis“ trifft Liturgisches auf Amos&#8217; energetisches Drumming. „State of Non-Return“ ist der erste Höhepunkt des Albums, hier entfalten Om ein ganzes Panorama ihres derzeitgen Könnens – das wummernde, unterirdische Bassspiel, das erst verhalten beginnende und sich dann steigernde Drumming und das Hinzufügen „Om-fremder“ Aspekte: Das fast folkige Klavierspiel Lowes beispielsweise oder die stimmungsvollen Celli, u.a. von Jacky Perez Gratz (Grayceon, Amber Asylum, Giant Squid), die viel zu der typischen Atmosphäre des Songs beitragen. Der Punkt ohne Wiederkehr ist fatalistisch, und hat doch nichts von paralysierender Unausweichlichkeit.</p>
<p>Dronig mit Anflügen indischer Klassik beginnt „Gethsemane“, über leichten Gitarrensound bewegt sich heller Gesang und kündet vom christlichen Erlöser in Ketten. Die erneut orientalisch anmutenden Celloklänge unterstreichen auch hier die Ernsthaftigkeit, mit der Einflüsse aus drei Weltgegenden zusammenkommen. Keyboardsounds und Lowes Stimmexperimente leiten in das zunächst von einem islamischen Pilgergebet geprägte „Sinai“ über, das im weiteren Verlauf die typischsten Om-Momente hat – so als wollte die Band noch einmal zeigen, wo sie herkommt, bevor sie im großartigen Finale „Haqq-Al-Yaqin“ alle Qualitäten der „Advaitic Songs“ zusammen führt.</p>
<p>Mir scheint, dass man viele der wesentlichen Elemente der „Atvaitic Songs“ eher umschreiben oder, falls der Funke übergesprungen ist, in seiner Begeisterung mit anklingen lassen kann. Vieles durchmischt sich hier, Orient und Okzident in Text und Musik, aber auch alte und neue Om. Dies sollte auch viele versöhnen, denen „Pilgrimage“ und vor allem &#8220;God is Good&#8221; zu unmarkant erschienen ist. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.dragcity.com">Drag City</a></strong></p>
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