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	<title>African Paper &#187; Maud the Moth</title>
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		<title>Ak’chamel und Maud The Moth in der Berliner Galiläakirche</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Feb 2026 16:11:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Ak'chamel]]></category>
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		<description><![CDATA[Am Samstag, dem 25. April6, findet in der Galiläakirche in Berlin ein Doppelkonzert mit Ak’chamel, die gerade auf Europatour sind, und Maud the Moth statt. Die obskuren Ak’chamel, die vor gut einem Jahr ihr Album &#8220;Rawskulled&#8221; herausgebracht haben, haben sich &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2026/02/28/ak%e2%80%99chamel-und-maud-the-moth-in-der-berliner-galilaakirche/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Samstag, dem 25. April6, findet in der Galiläakirche in Berlin ein Doppelkonzert mit Ak’chamel, die gerade auf Europatour sind, und Maud the Moth statt. Die obskuren Ak’chamel, die vor gut einem Jahr ihr <a title="AK’CHAMEL: Rawskulled" href="https://africanpaper.com/2024/11/23/akchamel-rawskulled/">Album &#8220;Rawskulled&#8221; </a>herausgebracht haben, haben sich in zahlreichen Veröffentlichungen und als prägnantes Bühnenprojekt einen Namen gemacht und es geschafft, in der 4th World Community ebenso Anklang zu finden wie in den Musiknischen der Occulture. In Kostümen, die an die Wilden Männer zahlreicher archaischer Kulturen erinnern, und mit halluzinatorisch angelegten Aufführungen verbinden sie eine eigenwillige postapokalyptische Psychedelik mit schamanistischen Ritualen und dunklem Lo-Fi-Folk. Ak’chamel touren regelmäßig und waren auf großen Festivals in Europa und Nordamerika vertreten.<a href="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/02/Screenshot-2026-02-28-133354.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-50232" title="Screenshot 2026-02-28 133354" src="https://africanpaper.com/wp-content/uploads/2026/02/Screenshot-2026-02-28-133354.png" alt="" width="995" height="855" /></a><span id="more-50231"></span></p>
<p>Als Support tritt die in Schottland lebende spanische Sängerin und Musikerin Amaya López-Carromero alias Maud the Moth auf. Maud the Moth fungiert als Alter Ego, über das persönliche Erfahrungen, insbesondere Themen wie Entwurzelung, Identität und Trauma, verarbeitet werden. Ihre klassische Ausbildung bildet die Grundlage für ein stilistisch offenes Songwriting im weiträumigem Grenzgebiet zwischen rituellem Ambient und experimentellem Dark Folk. Mit Live-Looping kombiniert sie verfremdete oder verzerrte Klavierspuren mit einer markanten Stimme und entwickelt so dichte Shows, zu ihrem Instrumentarium zählen ferner Psalterium, Hyperpiano, Percussion und einiges mehr. Sie ist zudem Mitglied der <a title="ÚATH: s/t" href="https://africanpaper.com/2023/04/22/uath-st/">Band Uath</a> mit Grey Malkin und arbeitet mit <a title="MAUD THE MOTH / TRAJEDESALIVA: Bordando el Manto Terrestre" href="https://africanpaper.com/2023/09/30/maud-the-moth-trajedesaliva-bordando-el-manto-terrestre/">Trajedesaliva</a> zusammen.</p>
<p>Samstag, 25.04.2026<br />
Beginn 20:00 Uhr<br />
Galiläakirche<br />
Rigaer Straße 9<br />
10247 Berlin</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2584200695/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=893095077/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1158496406/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=59416054/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>MAUD THE MOTH / TRAJEDESALIVA: Bordando el Manto Terrestre</title>
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		<pubDate>Sat, 30 Sep 2023 04:18:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Amaya López-Carromero]]></category>
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		<category><![CDATA[Woodford Halse]]></category>

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		<description><![CDATA[Auf &#8220;Bordando el Manto Terrestre&#8221; vereinigen sich zwei Projekte von der iberischen Halbinsel, auf die ich eher zufällig gestoßen bin &#8211; die Initialzündung war der Beitrag der Sängerin und Pianistin Amaya López-Carromero alias Maud the Moth am Debüt der Band &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/09/30/maud-the-moth-trajedesaliva-bordando-el-manto-terrestre/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/05/bordalando.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-35914" title="bordalando" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/05/bordalando-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Auf &#8220;Bordando el Manto Terrestre&#8221; vereinigen sich zwei Projekte von der iberischen Halbinsel, auf die ich eher zufällig gestoßen bin &#8211; die Initialzündung war der Beitrag der Sängerin und Pianistin Amaya López-Carromero alias Maud the Moth am <a title="ÚATH: s/t" href="http://africanpaper.com/2023/04/22/uath-st/">Debüt der Band Uath</a> um den legendären Grey Malkin. Zusammen mit dem bereits seit 25 Jahren existierenden Duo Trajedesaliva entstand ein eigener musikalischer Kosmos, der folkige, dröhnende, hörspielartige und rezitative Elemente vereint.<span id="more-35913"></span></p>
<p>&#8220;Bornando el Manto Terrestre&#8221;, das auf deutsch so etwas wie &#8220;Den Mantel der Erde mit Stickerei verzieren&#8221; bedeutet, ist eine Hommage an die in Spanien geborene und während des zweiten Weltkrieges über Paris nach Mexiko geflohene Malerin Remedios Varo, deren Werke in ihrem späteren Heimatland als Kulturgut gelten. Ihre Arbeiten, die dem Surrealismus zugerechnet werden, zeigen figurative Traumgesichte, die in ihrer oft dunkeln Fantastik auch immer einen subtilen Humor durchscheinen lassen und die von Alchemie und einer oft linkshändigen, femininen Mystik beeinflusst sind.</p>
<p>Da das Album einen stark textlich-rezitativen Schwerpunkt hat und die verwendete Sprache Spanisch ist, entgeht einem ohne entsprechende Kenntnisse natürlich einiges &#8211; dass &#8220;Bornando&#8230;&#8221; aber auch ohne die entsprechenden Voraussetzungen interessant ist und Neugier auf seinen Stoff weckt, verdankt sich allein schon der intensiven Atmosphäre des Werks. Was dabei &#8211; v.a. wenn man bedenkt, dass es eine Kollaboration und keine auf einander eingespielte Band ist &#8211; von Beginn an beeindruckt, ist die Stimmigkeit, mit der die einzelnen Komponenten der Musik zusammenwirken. Im eröffnenden &#8220;Perdi Pie&#8221; arrangieren sich hochtönende und tief brummende Saitenstriche zu einem ungeschönten und doch berührenden Schwarzweiß-Szenario in Moll, das auch einen gewissen Drone-Doom-Charakter hat. Vor dieser Kulisse lässt Amaya zunächst einen lyrischen Sopran, später verhaltene Rezitation in den Raum fließen, in dem u.a. der Körper einer Raubkatze beschrieben wird. Die Melodie eines Klaviers lässt die ganze Szenerie endgültig wie eine Collage anmuten und bringt zugleich eine geerdete Ruhe hinein. Diese kann durchaus als Ruhe vor dem Sturm gesehen werden, denn im folgenden &#8220;Jardincito de Rosa y Tierra&#8221; sorgen pulsierende Harmoniumwellen für eine fast hymnische Wirkung und markant in den Äther gestoßenen Worten für einiges mehr an aufgewühlter Dynamik. &#8220;Habitantes del Desgarro&#8221; steigert das noch, denn hier geben eine aufgekratzte, fast infernalische Dröhnung und schicksalsschwere Tastenanschläge den Hintergrund ab für einen sich emporschwingenden klagenden Gesang.</p>
<p>In den meisten der darauffolgenden Stücke nehmen Orgelklänge einen größeren Raum ein und wechseln gekonnt zwischen einer sakralen Feierlichkeit und einer entgrenzten elektronischen Psychedelik. In &#8220;Cuerpo de Gato&#8221; treiben ihre hohen  Tonfolgen die rezitierende Stimme durch einen Telefonhörer oder etwas ähnlich verfremdendes, bis alles sich irgendwann in Rauch auflöst. In &#8220;Fruta Alrededor de una Vela&#8221; erscheinen die Orgelklänge noch fordernder, werden aber konterkariert von einem Klavier, dessen Spiel wie ein plätschernder Bergbach die Anspannung löst. Nach dem wehmütigen &#8220;Perla&#8221; und dem gewollt unsicher zwischen verschrecktem Knarren und lieblichem Bimmeln changierenden &#8220;Circolo roto&#8221; schließt das Album mit einem Instrumentalstück, das noch mal fast alle Register zieht und in seiner offenen Aufbruchstimmung wie selbstverständlich das Rattern einer alten Filmspule montiert. Und in der Tat mag man sich nach &#8220;Hilos de fantasia&#8221; fühlen wie beim Abspann eines lange verschollenen Films.</p>
<p><strong>Label: Woodford Halse</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=59416054/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>ÚATH: s/t</title>
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		<pubDate>Sat, 22 Apr 2023 05:54:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Als ich zum ersten Mal das Debütalbum von Úath hörte, hatte ich die ganze Zeit die Assoziation, dass es hier um eine Schöpfungsgeschichte geht, um das gewaltsame Entstehen von etwas Großem. Dass der Bandname in einer alten Variante des Irischen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/04/22/uath-st/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/04/Úath.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-35127" title="Úath" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/04/Úath-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Als ich zum ersten Mal das Debütalbum von Úath hörte, hatte ich die ganze Zeit die Assoziation, dass es hier um eine Schöpfungsgeschichte geht, um das gewaltsame Entstehen von etwas Großem. Dass der Bandname in einer alten Variante des Irischen allerdings so etwas wie Furcht oder Angst bedeutet, tat diesen Eindruck keinen Abbruch, denn das Erwachen einer Form aus einem chaotischen Urgrund kann sich oft wie <span id="more-35122"></span>sein Gegenteil und somit durchaus brachial und furchteinflößend anfühlen bzw anhören.</p>
<p>Doch gehen wir der Reihe nach vor: Úath ist eine neue Combo, deren feste Mitglieder der unseren Lesern allseits bekannte schottische Geistersucher Grey Malkin und der etwas obskurere irische Klangkünstler Ruairi O&#8217;Baoighill sind. Auf dem Debüt wirken allerdings noch eine ganze Reihe an Gästen mit, die am Ende fast auf ein Who is Who der Grey Malkin-Kollaborateure der letzten Jahre hinauslaufen: <a title="ADAM GEOFFREY COLE / ANTHONY CORNISH: The Cellophane Sea" href="http://africanpaper.com/2023/03/25/adam-geoffrey-cole-anthony-cornish-the-cellophane-sea/">Adam Geoffrey Cole (ehemals Trappist Afterland)</a> ist kurzzeitig an der Drehleier zu hören, während <a title="Fractured Memories: Neues Tape von Kitchen Cynics" href="http://africanpaper.com/2023/01/09/fractured-memories-neues-tape-von-kitchen-cynics/">Alan Davidson alias Kitchen Cynics</a> bei einem Song als buchstäblicher Whistleblower in Erscheinung tritt. <a title="WIDOW’S WEEDS: Long Lankin" href="http://africanpaper.com/2021/08/20/widows-weeds-long-lankin/">Daughters of Grief</a> und <a title="THE BLACK SWAN TRIAD: Symbiosis" href="http://africanpaper.com/2021/10/02/the-black-swan-triad-symbiosis/">Menaleah</a> steuern unter anderem Gesang bei, und an diversen Effekten ist in einem Track <a title="SEDNA CHRONICLES: Sedna Chronicles" href="http://africanpaper.com/2022/06/18/sedna-chronicles-sedna-chronicles/">Andy Sharp (Englisch Heretic)</a> zu hören. Ein etwas neuerer Name ist die in einem Stück zu hörende Sängerin und Bassistin Amaya Lopez-Carromero alias Maud the Moth.</p>
<p>Vielleicht war es der kurze Opener &#8220;The Awakening of Pan&#8221; mit seinem frühlingshaften Vogelzwitschern und seiner stimmungsvollen Drehleier, der diesen durchgängigen Eindruck einer Kosmogenese bewirkt hat. Hier mischt sich in das angenehme Szenario über perkussive Elemente gleich etwas Stürmisches ein, dass nicht nur in den kraftvollen Pauken zu spüren ist, sondern auch in einer gewissen &#8220;kaputten&#8221;,  aufgekratzten Klangbeschaffenheit, die schon diesem Stück etwas furioses verleiht.</p>
<p>An das Stürmende knüpft dann auch das folgende Stück schon in seinem Titel an: &#8220;Our Lady of the Storms&#8221; umgarnt das Ohr mit einem trügerisch schönen Schwebeambientsound, in dessen Melange eine weibliche Stimme gemischt ist, die sich bald als sanft gehauchter Gesang herauswindet. Doch von Beginn an haftet dem schwebenden Klang auch etwas schwindeliges an, und während die Sängerin ihren immer noch zur Hälfte mit dem restlichen Sound vermischten Gesang anklingen lässt, zeichnet sich immer mehr Rumpeln und raues Reiben unter der Oberfläche ab, das wahrscheinlich von einer E-Gitarre stammt. Einzelne Verse dringen ans Ohr, künden von Vögeln, die auf den Zweigen eines Baumes eine liebliche Melodie anstimmen. Sie sind allerdings schwarz, was vielleicht auch symbolisch zu verstehen ist, und überhaupt klingt der Song durchgehend, als wolle irgendetwas ausbrechen wie ein Vulkan, und manchmal fühlt es sich an, als sei man gerade eine Sekunde von diesem Moment entfernt.</p>
<p>Eine heidnisch okkult anmutende Grundstimmung zieht sich vom ersten bis zum letzten Klang durch dieses pangälische Werk, und in einigen Stücken zeichnet es sich besonders ab. Da wäre das von den hier im Grunde fast allgegenwärtigen Pauken dynamisierte &#8220;The Singing Stones&#8221; mit seiner evokativen Rezitation, das animistische Vorstellungen schon in seinem Titel anklingen lässt. Oder &#8220;The Green King Drinks from the Gold Cup&#8221;, das in seinem kurzen stürmischen Knarren, in das zahlreiche hochtönende Details gemischt sind, eine geheimnisvolle Transformation anzudeuten scheint. Doch was verwandelt sich hier in was?</p>
<p>Etwas fatales, von einer endzeitlichen Spannung durchzogenes ist eine weitere Säule der Atmosphäre dieser Musik, bei der durchaus ein Begriff wie Gothic fallen darf, wenn man diesen weit und eher in seinem klassischen Sinne benutzt. Dies gilt für strudelhafte Collagen wie &#8220;Dreads and Drolls&#8221; und &#8220;The Malice of Inanimate Objects&#8221;, aber auch für Szenarien wie &#8220;The Fenstanton Witch&#8221; &#8211; dieses entfaltet über fast zehn Minuten hinweg die Stimmung einer Trauerprozession, wie sie in der <a href="https://www.youtube.com/watch?v=xuCER4Bz2f8">gleichnamigen (zu seinen Lebzeiten unveröffentlichten) Geschichte</a> von M.R. James geschildert wird, in der es um ein missglücktes magisches Experiment auf einem nächtlichen Friedhof und einen monströsen Angriff geht. &#8220;Cold Blows The Wind&#8221;, das mit seinem schleppenden Takt und den fast noisig knarrenden Bässen einen dunklen Clubhit abgeben könnte, hat ein ähnliches Setting, es ist eine Variation der Folkballade &#8220;The Unquiet Grave&#8221; über die exzessive Trauer eines jungen Mannes am windumtosten Grab seiner verstorbenen Geliebten. Auch &#8220;My Son Davie&#8221;, bei dem kindliches und liturgisch anmutendes, evokative Rezitation und in luftige Höhen schwebender Gesang miteinander verschwimmen, ist eine traditionelle Ballade und in einer anderen Version auch als &#8220;Edward&#8221; bekannt.</p>
<p>Nach mehrmaligem Hören fällt immer mehr auf, wie viele Facetten dieses Debüt trotz deutlicher Leitmotive aufweist, ein Facettenreichtum, aus dem so mancher Musiker gleich mehrere Alben gemacht hätte. Aber das sollte bei Grey Malkin und seinen Mitstreiterinnen und Mitstreitern dennoch optimistisch stimmen, denn bislang wurde in diesem Dunstkreis fast jedes einmal angefangene Projekt fortgesetzt. Gerade bei Úath würde sich das definitiv lohnen. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://www.cursedmonk.com/">Cursed Monk</a></strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=1323788512/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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