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	<title>African Paper &#187; Ramble Records</title>
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		<title>DUCHAMP: The Wild Joy</title>
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		<pubDate>Sat, 02 Aug 2025 05:32:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Was bleibt vom Klang, wenn man alles Narrative, alles Bildhafte, alles allzu Identifizierbare entfernt? Auf ihrem neuen Album entwirft DuChamp ein musikalisches Szenario, das weniger auf konkrete Bedeutung als auf Präsenz und Empfindungen zielt. &#8220;The Wild Joy&#8221; ist ein Werk, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/08/02/duchamp-the-wild-joy/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/07/TR7027-front.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-47031" title="TR7027 front" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/07/TR7027-front-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Was bleibt vom Klang, wenn man alles Narrative, alles Bildhafte, alles allzu Identifizierbare entfernt? Auf ihrem neuen Album entwirft DuChamp ein musikalisches Szenario, das weniger auf konkrete Bedeutung als auf Präsenz und Empfindungen zielt. &#8220;The Wild Joy&#8221; ist ein Werk, das sich an der Grenze zwischen Struktur und Auflösung mit großer Konsequenz der Aufmerksamkeit auf den Moment widmet.<span id="more-47029"></span></p>
<p>Die in Berlin lebende Musikerin, Wissenschaftlerin und Kuratorin hat sich in den vergangenen Jahren zu einer der markantesten Stimmen im Bereich kantiger Dröhnung entwickelt. Mit &#8220;The Wild Joy&#8221; legt sie nun ein Werk vor, das die Ausdrucksmöglichkeiten einer scheinbar statischen Ästhetik so behutsam wie spürbar erweitert mit Mitteln, die zwischen Reduktion, Strukturgefühl und subtiler Expressivität changieren.</p>
<p>Die fünf Stücke des Albums fügen sich zu etwas Geschlossenem, ohne dabei an Spannung und Differenz einzubüßen. Es beginnt mit &#8220;Sine Proprio&#8221;: dunkles, an Celloklänge erinnerndes Dröhnen und helle, hochtönend leuchtende Sinustöne, leicht verzerrt, fast wie verfremdetes Zikadenzirpen. In seiner kreisenden Wellenform zeichnet sich bald etwas ab, das von einer Gitarre stammen könnte. Nach und nach treten hellere, metallene Klänge hinzu – vielleicht die oberen Saiten einer Bouzouki – und insgesamt hellt sich das Klangbild zunehmend auf. Gegen Ende bäumt sich ein aufwühlendes Geflecht aus hohen Saitenklängen nochmals auf, auch melodische Elemente treten deutlicher hervor.</p>
<p>In &#8220;The Shape of Time&#8221; spielt DuChamp mit Subtilität und der Zeitwahrnehmung des Publikums: Die nahezu monotone, jedoch nicht starre Grundstruktur wird von kaum merklichen Verschiebungen begleitet – kleine Details, ein unregelmäßiges Raunen im Hintergrund, gelegentlich das kurze Aufleuchten eines Tons, der sofort wieder verschwindet, als wäre er nie da gewesen. Die Kombination aus repetitiver Struktur und subtilen Veränderungen stellt die eigene Zeitwahrnehmung infrage. Entspricht der Titel – die Idee einer &#8220;Zeitform&#8221; – vielleicht genau diesem Eindruck? Das Stück scheint sich ganz allmählich in die Höhe zu entwickeln, bleibt aber ohne deutlichere Brüche, wie sie das vorausgegangene Stück kennzeichneten. In den letzten Minuten setzt ein Glockenklang ein.</p>
<p>&#8220;Epithalamion&#8221;, das in altgriechisch wohl Hochzeitslied bedeutet, rückt die Stimme als klangliches Material ins Zentrum, allerdings nicht in textlicher Form. Vielmehr verschmilzt sie mit der dichten Klangschichtung, hebt sich mal tastend, mal fast hymnisch ab, ohne den Charakter des Stücks ins Vokale kippen zu lassen. Erst gegen Ende treten stimmliche Elemente klarer hervor, darunter auch die zweite Stimme von Andrew Kemp, ehe das Stück in einem hellen Glöckeln ausklingt.</p>
<p>&#8220;Fulaxos&#8221; ist das konzentrierteste Stück des Albums. Ernstes, gleichmäßiges Gitarrenpicking auf tiefen Saiten bildet ein stabiles Zentrum. Allmählich treten flächige Klänge und modulierte Überlagerungen hinzu, doch das rhythmisch-melodische Grundmotiv bleibt durchgehend präsent. Gerade durch die Beharrlichkeit in der Wiederholung und die zurückhaltende Variation entfaltet das Stück seine besondere Intensität. Der Titeltrack beschließt das Album dann mit einem beinahe warmen, offen atmenden Klangbild. Es beginnt mit geheimnisvollem Dröhnen, durchzogen von hellen Tönen, entspannt und hypnotisch zugleich. Gelegentlich gleitet ein Hauch von Stimme vorbei, später setzt dann sogar ein expressiver Gesang ein, vermutlich sind hier Gastvokalistin Rosemarie Föster und DuChamp gemeinsam zu hören. Der Schlusspunkt wirkt nicht nur wie eine Auflösung, sondern wie eine Öffnung.</p>
<p>Verglichen mit früheren Arbeiten – etwa dem <a title="DUCHAMP: Nar" href="http://africanpaper.com/2013/06/22/duchamp-nar/">Debütalbum &#8220;Nar&#8221;,</a> das in seinen besten Momenten durch massive, dabei aber fast körperlose Akkordeon-Drones eine Illusion von Zeitlosigkeit herstellte – wirkt &#8220;The Wild Joy&#8221; konzeptuell und ästhetisch vielfältiger. Damals beeindruckte insbesondere das Spiel mit statischen Strukturen und subtilen Irritationen. Heute ist es eher die Kunst, innerhalb dieser Form neue Farben und Spannungsverläufe zu entwickeln. Das Instrumentarium, u.a. Baritongitarre, Orgel, Synthies, Bouzouki und Stimme, wird dabei nicht zum bloßen Materiallager, sondern bleibt in seiner Eigenheit erfahrbar. Alles ist eingebettet in eine musikalisches Sprache, der das Fragment ebenso vertraut ist wie der lange Atem.</p>
<p>DuChamp, die unter anderem Teil der etwas rockigeren Combos BraBraBra und Supercherie ist und früher als eine Hälfte des <a title="FAUSTO MAIJSTRAL: s/t" href="http://africanpaper.com/2014/11/08/fausto-maijstral-st/">Drone-Duos Fausto Majistral </a>auftrat, offenbart mit diesem Album nicht nur eine vertiefte Auseinandersetzung mit Klang und Struktur, &#8220;The Wild Joy&#8221; ist vor allem ein Beispiel dafür, wie Musik zugänglich bleiben kann, ohne allzu deutliche Kompromisse zu machen. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: Torto Editions / Ramble Records / Atena Records</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=738708880/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Releasekonzert und mehr: DuChamp, Tatsumi Ryusui und Mineo Kawasaki in der Berliner Villa Kuriosum</title>
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		<pubDate>Sat, 26 Jul 2025 05:04:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Am Donnerstag, den 31. Juli, lädt die Matinee-Crew gemeinsam mit dem Veranstalter &#8220;Hoffentlisch ist mein Fahrad noch da&#8221; in die Berliner Villa Kuriosum zu einem Abend mit drei sehr unterschiedlichen Solo-Performances zwischen Drone, Noise und clubkompatibler Elektronik. DuChamp, italienische Klangkünstlerin &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/07/26/releasekonzert-und-mehr-duchamp-tatsumi-ryusui-und-mineo-kawasaki-in-der-berliner-villa-kuriosum/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Donnerstag, den 31. Juli, lädt die Matinee-Crew gemeinsam mit dem Veranstalter &#8220;Hoffentlisch ist mein Fahrad noch da&#8221; in die Berliner Villa Kuriosum zu einem Abend mit drei sehr unterschiedlichen Solo-Performances zwischen Drone, Noise und clubkompatibler Elektronik. DuChamp, italienische Klangkünstlerin mit Wahlheimat Berlin, stellt an diesem Abend ihr neues Album &#8220;The Wild Joy&#8221; (Torto Editions, Ramble Records, Atena Records) vor. Die Veröffentlichung markiert eine Verdichtung und Weiterentwicklung ihrer konsequenten Auseinandersetzung mit Dröhnung. <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/07/Screenshot-2025-07-25-093740.png"><img class="aligncenter size-full wp-image-47215" title="Screenshot 2025-07-25 093740" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2025/07/Screenshot-2025-07-25-093740.png" alt="" width="1010" height="723" /></a><span id="more-47214"></span></p>
<p>Statt sich dabei auf flächige Reduktion zu beschränken, spielt sie mit ambivalenten Spannungen zwischen warmen melodischen Passagen und dichten Tieffrequenzen. Es geht nicht um Stiltreue, sondern um eine Suche nach Klang als Ausdruck. Mehr zu dem Album folgt in kürzester Bälde. Ebenfalls aus Berlin kommt Tatsumi Ryusui. Mit selbstgebauten und zweckentfremdeten ebenso wie klassischen Instrumenten erschafft er fragile, dabei kraftvolle Spannungsfelder zwischen kontrolliertem Ambient und kathartischem Noise. Mineo Kawasaki schließlich kombiniert live eingespielte Drums mit Samplings und MIDI-Sequenzen. Der aus Japan stammende Musiker entwirft eine hybride Klangästhetik, in der House, Techno, Ambient und experimentelle Elektronik miteinander verschmelzen.</p>
<p>Donnerstag, 31.07.2025<br />
Beginn 20 Uhr<br />
Villa Kuriosum<br />
Scheffelstraße 21<br />
10367 Berlin</p>
<p><a href="https://www.facebook.com/events/2246784769127682/"><strong>@ Facebook </strong></a></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=738708880/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/track=2873850681/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3351103807/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>SOPHIA DJEBEL ROSE: Sécheresse</title>
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		<pubDate>Sat, 08 Feb 2025 05:09:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[An Eagle In Your Mind]]></category>
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		<description><![CDATA[Fast drei Jahre nach ihrem introspektiveren Vorgänger &#8220;Métempsycose&#8221; und ein Jahr nach dem opulenten Album &#8220;Intersection&#8221; ihrer Band An Eagle in Your Mind kehrt die französische Sängerin und Musikerin Sophia Djebel Rose mit ihrem neuen Werk &#8220;Sécheresse&#8221; zurück. Das Album &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2025/02/08/sophia-djebel-rose-secheresse/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/12/S_é_cheresse.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-43992" title="S_é_cheresse" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/12/S_é_cheresse-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Fast drei Jahre nach ihrem introspektiveren Vorgänger &#8220;Métempsycose&#8221; und ein Jahr nach dem opulenten Album <a title="AN EAGLE IN YOUR MIND: Intersection" href="http://africanpaper.com/2023/05/06/an-eagle-in-your-mind-intersection/">&#8220;Intersection&#8221; ihrer Band An Eagle in Your Mind</a> kehrt die französische Sängerin und Musikerin Sophia Djebel Rose mit ihrem neuen Werk &#8220;Sécheresse&#8221; zurück. Das Album vereint neun Stücke, die zwischen Folktraditionen, experimentellem Songformat und &#8211; so heißt es zumindest, und <span id="more-43991"></span>ich als jemand mit mäßigen Französischkenntnissen glaube das gerne &#8211; avantgardistischer Poesie oszillieren, und entwickelt dabei eine magnetische und über weite Teile schwer klassifizierbare Aura.</p>
<p>Schon der Opener &#8220;Au Verger&#8221; setzt mit plätscherndem Wasser, lachenden Stimmen, tieftönendem Gesang und entrückten Echoeffekten den hörspielartigen Ton des Albums &#8211; ein atmosphärisches, aufgrund subtiler Tempoänderungen drängendes Intro, das einen mit wenigen Mitteln in eine ganz eigene Welt zieht. In &#8220;L’Homme au Costume Doré&#8221; verbinden sich eine im Wind schwebende Stimme mit orchestralen Loops von einer alten Platte zu einer eleganten klanglichen Szenerie, in der eine versteckte Derbheit und, wenn man der stimme folgt, vielleicht auch in Funke ironischer Gelöstheit versteckt scheint. &#8220;Les Amandiers&#8221; bringt leicht metallisches Gitarrenpicking und einen wandlungsfähigen (und manchmal leicht trunken wirkenden) Gesang zusammen, der sich frei zwischen rauen und entrückten Momenten bewegt und in ein intensives Crescendo aus aggressivem Keifen gipfelt.</p>
<p>Mit dem etwas längeren &#8220;Blanche Biche&#8221; liefert die Sängerin einen der Höhepunkte des Albums ab. Das Traditional entfaltet sich von einer initialen Eruption aus spannungsvollen, goldregenartigen Twangs über dröhnende Passagen (die mit ihren langsamen Gitarrenfiguren fast an Acts wie Earth erinnern) bis hin zu einem fiebrigen, galoppierenden Finale aus geschrammelten, weitgespannten Gitarrensaiten. Der mit einer tollen Melodie dargebotene Text basiert auf einem Märchen und erzählt von einer Frau, die sich nachts in eine weiße Hirschkuh verwandelt und vom eigenen Bruder erlegt wird – eine düstere, faszinierende Geschichte aus einer hierzulande wenig bekannten französischen Murder Ballad-Tradition. &#8220;Les Géants&#8221; und das titelgebende &#8220;Sécheresse&#8221; dempnstrieren die Vielseitigkeit der Musikerin: Während das eine Stück auf einem ambienten Fundament aufgewühlten Gesang und rudimentäres, beinahe neofolkiges Gitarrenspiel entstehen lässt, entfaltet das andere über knapp elf Minuten eine anfangs pastorale Besinnlichkeit mit Harmoniumdröhnen und lieblichen Gitarren, die sich allmählich in Lärm und Schreie auflöst. Was hier durchweg bestehen bleibt, ist der anrührende Charakter des melodischen Gesangs, den man hierzulande wohl schnell mit Chanson in Verbindung bringen würde &#8211; sozialisiert mit der Sprache des Nachbarlandes hat man da wahrscheinlich noch ganz andere Assoziationen, und besonders effektiv ist auch hier wieder der leicht trunkene Zug der Vocals, die das Charisma des Stücks noch unterstreicht.</p>
<p>&#8220;Chanson pour un Aimé&#8221; bringt als kurzes Interludium mit verwehtem Gesang zarte Kindheitsassoziationen ein, bevor &#8220;Pareille au Torrent&#8221; pastoral anmutendes Picking und märchenhafte Glocken einsetzt. Den Abschluss bildet &#8220;Les Noyes&#8221;, das von einer (fast rockigen?) Ballade zu einem furiosen Finale mit feurigem Strumming und eindringlichem Gesang avanciert. Hier zeigt sich Sophia Djebel Rose erneut als musikalischer Freigeist, deren Werk die Grenzen von Genres und Konventionen sprengt. Mit &#8220;Sécheresse&#8221; legt sie ein Album vor, das roh und raffiniert zugleich ist, düster und leuchtend, und durchaus einzigartig in seiner Tiefe.</p>
<p><strong>Label: WV Sorcerer Productions / Ramble Records / Oracle Records</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=515759292/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Waves of Seeing: Neues von ZĀM auf Ramble Records</title>
		<link>https://africanpaper.com/2023/12/22/waves-of-seeing-neues-von-za%cc%84m-auf-ramble-records/</link>
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		<pubDate>Fri, 22 Dec 2023 05:29:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Andrew Colwell]]></category>
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		<description><![CDATA[Die in Melbourn ansässigen Ramble Records und das US-Label Echodelick bringen gerade eine neue LP des amerikanischen Trios ZĀM heraus. Mit Gitarre, Bass, vereinzelten Vocals, Synthies, Tapes und Samples, diverser Elektronik und v.a. ekstatischen Drums liefert die aus Andrew Colwell, &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/12/22/waves-of-seeing-neues-von-za%cc%84m-auf-ramble-records/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die in Melbourn ansässigen Ramble Records und das US-Label Echodelick bringen gerade eine neue LP des amerikanischen Trios ZĀM heraus. Mit Gitarre, Bass, vereinzelten Vocals, Synthies, Tapes und Samples, diverser Elektronik und v.a. ekstatischen Drums liefert die aus Andrew Colwell, der auch als Komponist und Dirigent aktive Anthony Pirog und Dan Sharnoff bestehende Combo eine furiose Mischung aus ritueller Psychedelic und <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/12/wavesofseeing.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-38952" title="wavesofseeing" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/12/wavesofseeing.jpg" alt="" width="1153" height="1200" /></a><span id="more-38951"></span></p>
<p>schleppend-doomigem Noiserock mit gelegentlichen Exkursen in Gefilde, wo sich Math Rock und Funkcore überschneiden. Hard Ambient Music lauter eine Eigenbezeichnung des Trios. Ein Kommentar bringt es auf den Punkt: &#8220;Colwell, Pirog, &amp; Sharnoff relentlessly create one unique and fractured soundscape after another &#8211;some lyrical, some brutal, and some bizarre&#8211;as they proceed from one mesmerizing sequence to another. At times they rock like some Martian power trio. Even at their most abstract they seem to know exactly where they are going next&#8221; (Diane Kupelian). Das Album erscheint als LP und zum Download.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=3427612799/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Emptiness: Soloalbum von Iztok Koren</title>
		<link>https://africanpaper.com/2023/04/14/emptiness-soloalbum-von-iztok-koren/</link>
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		<pubDate>Fri, 14 Apr 2023 05:47:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Torto Edtions haben just in Kooperation mit Ramble Records das erste im Alleingang produzierte Album des slowenischen Multiinstrumentalisten Iztok Koren herausgebracht. Koren ist unseren Lesern sicher am besten als Banjospieler der Band Širom bekannt, Škm banda und Hexenbrutal sind weitere &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2023/04/14/emptiness-soloalbum-von-iztok-koren/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Torto Edtions haben just in Kooperation mit Ramble Records das erste im Alleingang produzierte Album des slowenischen Multiinstrumentalisten Iztok Koren herausgebracht. Koren ist unseren Lesern sicher am besten als Banjospieler der Band Širom bekannt, Škm banda und Hexenbrutal sind weitere seiner Combos. &#8220;Praznina / Emptiness&#8221;, das den Titel in slowenisch und englisch wiedergibt, ist ein ebenso besinnliches wie hypnotisierendes Werk, bei dem verschiedene Banjotypen im Zentrum des Geschehens stehen.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/03/prazninaemptiness.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-34844" title="prazninaemptiness" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/03/prazninaemptiness.jpg" alt="" width="1200" height="1200" /></a><span id="more-34839"></span></p>
<p>Ebenfalls zum Einsatz kommen die Guimbri (eine im nord- und westafrikanischen Raum verbreitete Lautenart), E-Gitarre, Balafon, Synthies  diverse Percussion und Verfremdungstechnik verschiedener Art &#8211; alles gespielt von Koren selbst. Der Musiker selbst betrachtet die Aufnahmen (auch) als ein anti-Ennui-Statement, im Pressetext heißt es: &#8220;Iztok’s explorations on the album address the issue of oversaturation, personal moral dilemmas, internal conflicts and the search for a way out of them, overload problems and the urge to introduce changes that cannot happen unless space is secured first – i.e. unless harmful elements are removed and a state of emptiness is created.</p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/03/Iztok-Koren-by-Klara-Vrtačnik.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-34845" title="Iztok Koren by Klara Vrtačnik" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2023/03/Iztok-Koren-by-Klara-Vrtačnik.jpg" alt="" width="416" height="312" /></a></p>
<p>Emptiness is a necessary condition to stop the damage, to reconnect with oneself, to be cleansed and make a sober ethical assessment of one&#8217;s actions, to take responsibility for one&#8217;s actions, to find out who and what you really belong to and how to steer your life in the right direction. The record is being sent out into the world with the intention of having the music created in that period live an independent second life and become detached from the author’s personal circumstances at the time. Art should be part of the commons&#8221;. Das Album erscheint auf CD und zum Download.</p>
<p>Foto © Klara Vrtačnik</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=305578994/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Trónco: Erster Longplayer des Kollektivs aus Genua</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Nov 2022 06:43:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das genresprengende Musikerkollektiv Trónco bringt seinen ersten Longplayer heraus. Das selbstbetitelte Album der Gruppe mit Hauptquartier in Genua enthält sieben Stücke, die nicht nur aufgrund ihrer dichten und vielfältigen Instrumentierung &#8211; diverse Saiteninstrumente von Gitarren über Banjo und Bouzouki bis &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/11/21/tronco-erster-longplayer-des-kollektivs-aus-genua/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das genresprengende Musikerkollektiv Trónco bringt seinen ersten Longplayer heraus. Das selbstbetitelte Album der Gruppe mit Hauptquartier in Genua enthält sieben Stücke, die nicht nur aufgrund ihrer dichten und vielfältigen Instrumentierung &#8211; diverse Saiteninstrumente von Gitarren über Banjo und Bouzouki bis zu Streichern, Blas- und Perkussions-Instrumente sowie dezente Elektronik &#8211; kaum mittels herkömmlicher Zuordnungen rubriziert werden können. An dem Projekt beteiligt sind Davide Cedolin, Laurent Charles, Tito Ghiglione, Carlos Lalvay Estrada, Deniz Ozdogan, Tommaso Rolando und Aleph Viola. Das Album erscheint am 30. November auf CD und zum Download bei Torto Editions, Ramble Records, Eremo und Marsiglia Records.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/11/fotor_1668435932814.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-32239" title="fotor_1668435932814" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/11/fotor_1668435932814.jpg" alt="" width="672" height="669" /></a><span id="more-32238"></span></p>
<p>&#8220;This is the first full-length by the Genova based experimental collective TRÓNCO. Originally live recorded in studio during the summer of 2020, the album has been mixed by Tommaso Rolando and mastered by Domiziano Maselli. It’s a collection of seven pieces that are somehow a multidimensional expansion of the same seed, placed in the ground in an ageless period: A trans-genre and trans-geographic recklessness growth by a wild resonance moving through the body as a spiraloid arrow. It’s a mutual travel in time and space without moving, a vibrations release generating an unknown landscape, where details slowly skid to a redefinition, as in a very slow sundown where the down fading light constantly changes the visual paradigms of the picture. The sound patterns are eclectic, including various types of strings, wind instruments, percussion, lexical and non lexical vocals and some electronics. The thick texture of the arrangements gives a natural and dynamic vibe to the tracks, underlining the convergence of all the energies to generate “an autonomous entity” that elegantly drifts between acoustic orchestrations, multiple voices tangling together, low frequencies synthesizers and indefinable ambient incursions.&#8221; (Torto / Ramble / Eremo / Marsiglia)<!--/data/user/0/com.samsung.android.app.notes/files/clipdata/clipdata_bodytext_221114_155321_927.sdocx--></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2591461123/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>ADAM GEOFFREY COLE: The Tracks of the Afterlander</title>
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		<pubDate>Sat, 04 Jun 2022 05:28:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Adam Geoffrey Cole]]></category>
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		<category><![CDATA[Trappist Afterland]]></category>

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		<description><![CDATA[Mit &#8220;The Tracks of the Afterlander&#8221; präsentiert der australische Psychfolker Adam Geoffrey Cole recht schnell nach dem im vorigen Herbst erschienenen &#8220;Fallowing&#8221; sein zweites Soloalbum, bei dem er von seinem langjährigen Weggefährten Anthony Cornish auf Mellotron, Harmonium und Violine begleitet &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2022/06/04/adam-geoffrey-cole-the-tracks-of-the-afterlander/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/05/thetracksoftheafterlander.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-29992" title="thetracksoftheafterlander" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2022/05/thetracksoftheafterlander-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Mit &#8220;The Tracks of the Afterlander&#8221; präsentiert der australische Psychfolker Adam Geoffrey Cole recht schnell nach dem im vorigen Herbst erschienenen <a title="ADAM GEOFFREY COLE: Fallowing" href="http://africanpaper.com/2021/09/08/adam-geoffrey-cole-fallowing/">&#8220;Fallowing&#8221;</a> sein zweites Soloalbum, bei dem er von seinem langjährigen Weggefährten Anthony Cornish auf Mellotron, Harmonium und Violine begleitet wird (mit einem kleinen Gastspiel keines Geringeren als Grey Malkin, doch dazu später). Das besondere <span id="more-29990"></span>an dem Album ist seine Zweiteilung, denn neben sechs neuen Songs enthält es fünf Lieblingsstücke der beiden aus verschiedenen Aufnahmen des früheren Projektes Trappist Afterland, die der neuen, von der Instrumentierung her reduzierteren Machart angepasst sind.</p>
<p>Die deutlich spürbare klangliche Reduktion ist allerdings bei weitem nicht die einzige Qualität, mit der Cole den bekannten Trappist Afterland-Songs neue Interpretationen zur Seite stellt, und oft ist es lediglich eine Frage des Geschmacks, welche Version man bevorzugt. Einige der Stücke wie z.B. die hier &#8220;Joseph&#8217;s Lament&#8221; betitelte Lebensgeschichte des sogenannten Elefantenmenschen Joseph Merrick, die neue Version eines von mehreren Alben her bekannten Jesaja-Motivs in &#8220;A Man of Sorrow&#8221; oder das zu &#8220;Clay Sparrows&#8221; mutierte &#8220;Twelve Sparrows (in the Infancy of God)&#8221; von <a title="TRAPPIST AFTERLAND: Seaside Ghost Tales" href="http://africanpaper.com/2020/10/24/trappist-afterland-seaside-ghost-tales/">&#8220;Seaside Ghost Tales&#8221;</a> wirken weit weniger verweht-fragil. Dass Cole den märchenhaften Song über die Kraft, die Jesus dem apokryphen Kindheitsevangelium des Thomas zufolge schon als Kind hatte, in die Gegenwart überführt, ist erfreulich, wenn man bedenkt, dass der Musiker sich im Rahmen seiner spirituellen Suche weiterentwickelt und wahrscheinlich immer wieder Stationen hinter sich lässt.</p>
<p>Ähnliches gilt für &#8220;From Which Burning Bush&#8221; (basierend auf &#8220;Burning Bushes&#8221; vom <a title="TRAPPIST AFTERLAND: Se(VII)en" href="http://africanpaper.com/2018/03/24/trappist-afterland-seven/">&#8220;SeVIIen&#8221;</a>-Album) mit seinem noch elektrisierenderen Gitarrenspiel in berührenden Molltönen. &#8220;Godbotherings (Part 5)&#8221; dagegen ist recht nah an der vorigen Version. Eine Art Schanierstelle zu den neuen Tracks bildet das zusammen <a title="ADAM GEOFFREY COLE / GREY MALKIN: Dwellings" href="http://africanpaper.com/2022/02/12/adam-geoffrey-cole-grey-malkin-dwellings/">mit Grey Malkin bereits auf Single</a> veröffentlichte &#8220;Houses on a Hill&#8221;, das mit reduzierter Elektronik eine ebenso starke Tiefe erreicht, zu der Malkin Piano und liebliches Glockenspiel beisteuert.</p>
<p>Die ganz neuen Stücke bilden zusammen mit den anderen eine so starke stilistische und wohl auch thematische Einheit, dass man sie auf den ersten Blick kaum einem anderen Kontext zuordnen könnte. Die Sammlung beginnt mit den zwei anrührenden Folksongs &#8220;Stars in the Appletree&#8221; und &#8220;Regeneration Sect&#8221;. Beide präsentieren religiöse Erfahrungs- und Erlebnisberichte vor schlicht-schönem Gitarrenspiel und den einlullernden Klängen eines Mellotrons. In &#8220;Fairy Asylum&#8221; ist seit längerem wieder die Oud zu hören, deren Saiten leichtfüßig angerollt kommen und doch einen geheimnisvollen Subtext anklingen lassen. Nach wie vor benutzt Cole, wie es <a href="http://africanpaper.com/2018/03/24/trappist-afterland-seven/">hier</a> hieß, eine &#8220;Sprache, die oft nur andeutungshaft um bestimmte Motive kreist&#8221;. Das ist besonders eindrucksvoll in &#8220;Fortified (Nothing Will Be Lost)&#8221;, dessen feierliche Stimmung einer tröstlichen Kontemplation über die Zeit Ausdruck verleiht.</p>
<p>Mit &#8220;Sea Burial&#8221; gibt es einen neuen Ausnahmesong mit dem typischen Trappist-Pathos im besten Sinne: ein ergreifender persönlicher Song, der &#8211; so gesehen ein Gegenstück zur Mutterthematik auf &#8220;Seaside Ghost Tales&#8221; &#8211; ganz dem Andenken von Coles Vater gewidmet ist und auf gewisse Weise Gebet, Nachruf und direkte Anrede in sich vereint. Es steckt etwas Ehrliches in der Ergriffenheit der Darbietung, weswegen man Cole nachsehen sollte, den Song selbst im Text als &#8220;seinen letzten&#8221; zu bezeichnen. Er wird sicher nicht sein letzter sein.</p>
<p>Dass &#8220;The Tracks of the Afterlander&#8221; sowohl neue als auch Trappist-Songs enthält, knüpft ein solides Band um Vergangenheit und Gegenwart und betont eine Kontinuität, die bei allen Entwicklungen der vergangenen Jahre auch musikalisch spürbar ist. Das schlägt sich auch im Titel nieder, der ja impliziert, dass hier immer noch der Afterlander spricht, die neuen Songtitel der älteren Stücke weben zudem weiter an dieser Verknüpfung. Ob Coles Musik in Zukunft reduzierter sein wird oder doch vielleicht wieder einen Schwenk zu mehr Orientalismus und Opulenz machen wird, steht angesichts seiner bisherigen Unberechenbarkeit in den Sternen. Dass die neuen Stücke nichts von der alten Tiefe vermissen lassen, spricht mehr als alles andere für das Album. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://ramblerecords.com/">Ramble Records</a></strong></p>
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		<title>DARK LEAVES: Laid Under Leaf, Under Branches</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Nov 2021 06:10:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Dark Leaves]]></category>
		<category><![CDATA[Patrick Aston]]></category>
		<category><![CDATA[Ramble Records]]></category>

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		<description><![CDATA[Dark Leaves, das Einmannfolkprojekt von Patrick Aston, der unter dem Motto „Songs immersed in the spirit of woodland and sea“ komponiert, veröffentlicht nach der EP „Forest Flowing“ vom letzten Jahr nun das zweite Langzeitalbum. Die zehn Stücke auf &#8220;Laid Under &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/11/13/dark-leaves-laid-under-leaf-under-branches-2/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/11/a4202461296_101.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-27711" title="a4202461296_10" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/11/a4202461296_101-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a><a href="http://africanpaper.com/tag/dark-leaves/">Dark Leaves</a>, das Einmannfolkprojekt von Patrick Aston, der unter dem Motto <a href="https://campsite.bio/darkleaves">„Songs immersed in the spirit of woodland and sea“</a> komponiert, veröffentlicht nach der EP <a href="http://africanpaper.com/2020/05/30/dark-leaves-forest-flowing-ep/">„Forest Flowing“</a> vom letzten Jahr nun das zweite Langzeitalbum.<span id="more-27709"></span></p>
<p>Die zehn Stücke auf &#8220;Laid Under Leaf, Under Branches&#8221; versetzen den Hörer getreu dem Titel des Albums in eine Stimmung, als laufe man durch eine vom Herbstlaub bedeckte Landschaft. „The Edge Of The Light“ ist ein fragiles, von Astons traurigem Gesang durchzogenes Stück, das entfernt an In Gowan Rings „Dandelion Wine“ erinnert. Im Titelstück wird die Zeit der Morgendämmerung beschworen: &#8220;dawn weaves a day/mid morrow and night/the more I could ever lay/in dawns early light&#8221;. Begleitet wird die Akustikgitarre von an ein Cello erinnernde Synthflächen im Hintergrund. „We Are Everywhere“ scheint mit einem kurzen Harmoniumdrone zu beginnen, auf „The King Tide“ hört man anfangs Feldaufnahmen von Wasserrauschen, auf dem instrumentalen „Kallibunker“ setzt überraschend eine E-Gitarre ein.  „Fast Wears The Night“ kombiniert dezente Perkussion, Akustikgitarre und melancholische Synthflächen mit einem von dem aus Cornwall stammenden Pfarrer und Dichter Robert Stephen Hawker übernommenen Text: &#8220;as darkness fills the western sky/and sleep, the twin of death, is nigh/what soothes the soul, at set of sun?/a pleasant thought, of duty done&#8221;.</p>
<p>In dem<a href="http://africanpaper.com/2020/09/05/natur-spielt-eine-grose-rolle-in-meinem-songwriting-ein-interview-mit-dark-leaves/"> Interview</a>, das wir im vergangen Jahr mit ihm führten, sprach Aston von der Arbeit an &#8220;Laid Under Leaf, Under Branches&#8221; und meinte über die Bedeutung der Region, in der er lebt (die Kleinstadt Tresowes Hill in der Nähe von Penzance an der Küste West Cornwalls), für die Genese des Albums: „Es ist ein besonderer Ort. Es gibt hier eine große Kunst- und Folk-Szene mit vielen talentierten Leuten, die von der Magie der Umgebung ihre Inspiration ziehen; aus dem rauen Meer, den Stränden, den Hecken, dem massiven Himmel und den Klippen… wie auch immer das Wetter ist, ich habe einen starken Bezug zu dem Begriff Psychogeografie. Die Musik, die ich gerade für mein zweites Album schreibe, ist von all diesen Dingen beeinflusst und ich bin glücklich, dass ich wieder hier bin und mich von all dem beeinflussen lassen kann.“</p>
<p>In einer <a href="https://moofmag.com/2021/11/08/album-review-dark-leaves-laid-under-leaf-under-branches/">Rezension</a> des neuen Albums wurde jüngst noch der Vergleich zu The Cure gezogen, von denen Patrick ein Fan ist, und natürlich ist gerade ein Album wie das minimalistische „Seventeen Seconds“ was die Stimmung anbelangt gar nicht der falscheste Referenzpunkt, schließlich sagt Aston, dass „[d]ie Inhalte meiner Songs und meine musikalischen Wurzeln [...] mich immer wieder zum Melancholischen“ bringen.  Über „Forest Flowing“ hieß es hier: „Vielleicht würden die Berufsmelancholiker von And Also The Trees so klingen, wenn sie Folk spielen würden.“</p>
<p>Eine Vinylversion dieses wunderschönen (nicht nur) Herbstalbums auf dem australischen Label <a href="https://ramblerecords.bandcamp.com/">Ramble Records</a> ist in Vorbereitung. (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://ramblerecords.bandcamp.com/">Ramble Record</a>s (Vinyl)</strong></p>
<p><strong><a href="https://darkleaves.bandcamp.com/music">@Bandcamp</a> (Download)</strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2200082283/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Laid Under Leaf, Under Branches: Neues von Dark Leaves</title>
		<link>https://africanpaper.com/2021/08/27/laid-under-leaf-under-branches-neues-von-dark-leaves/</link>
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		<pubDate>Fri, 27 Aug 2021 03:45:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Afsoon Shahriar]]></category>
		<category><![CDATA[Dark Leaves]]></category>
		<category><![CDATA[Mari Randle]]></category>
		<category><![CDATA[Ramble Records]]></category>

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		<description><![CDATA[Patrick Aston alias Dark Leaves kündigt für Ende Oktober ein neues Album an. &#8220;Laid Under Leaf, Under Branches&#8221; enthält zwei Handvoll neue atmosphärische Folksongs, inspiriert von der Landschaft, der Küste, den Mythen und Geschichten West-Cornwalls. Das Artwork stammt aus dem &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/08/27/laid-under-leaf-under-branches-neues-von-dark-leaves/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Patrick Aston alias Dark Leaves kündigt für Ende Oktober ein neues Album an. &#8220;Laid Under Leaf, Under Branches&#8221; enthält zwei Handvoll neue atmosphärische Folksongs, inspiriert von der Landschaft, der Küste, den Mythen und Geschichten West-Cornwalls. Das Artwork stammt aus dem digitalen Atelier der iranischen Künstlerin <a href="https://afsoonshahriari.com/">Afsoon Shahriar</a>.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/08/darkleavesunder.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-26658" title="darkleavesunder" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/08/darkleavesunder.jpg" alt="" width="792" height="631" /></a><span id="more-26657"></span></p>
<p>Das Album erscheint zunächst digital, eine LP-Version bei Ramble Records ist bereits in Planung, ebenso die Neuauflage früherer Alben auf Vinyl. Zum Auftakt erscheint am 1. Oktober die digitale Single &#8220;The Edge of the Light&#8221; &#8211; ein besinnliches Folkstück der verwunschenen Art, bei der Aston von der Sängerin Mari Randle begleitet wird.</p>
<p><strong>Dark Leaves @ <a href="https://darkleaves.bandcamp.com/music">Bandcamp</a> | <a href="https://open.spotify.com/artist/70Y8DDHuoQqBk87Xv73DCp?si=f8Ssui_PRrunqABo3bBjnQ&amp;nd=1">Open Spotify</a> <strong>| </strong><a href="https://www.instagram.com/dark_leaves/">Instagram</a></strong></p>
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