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	<title>African Paper &#187; Runzelstirn &amp; Gurgelstøck</title>
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		<title>RUDOLF EB.ER / CONTROLLED DEATH: Serenita Per I Morti Viventi</title>
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		<pubDate>Sat, 13 Jul 2024 02:59:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Controlled Death]]></category>
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		<description><![CDATA[Auf der gerade bei Phage Tapes erschienenen 12&#8221; &#8220;Serenita Per I Morti Viventi&#8221; kommen mit Rudolf Eb.er und Maso Yamazaki zwei Personen zusammen, die seit Jahrzehnten Grenzen sprengende (Geräusch-)Musik machen und sich (vor allem in den letzten Jahren) immer wieder &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2024/07/13/rudolf-eb-er-controlled-death-serenita-per-i-morti-viventi/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/07/a0360603186_16.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-41856" title="a0360603186_16" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2024/07/a0360603186_16-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Auf der gerade bei Phage Tapes erschienenen 12&#8221; &#8220;Serenita Per I Morti Viventi&#8221; kommen mit <a href="http://africanpaper.com/tag/rudolf-eb-er/">Rudolf Eb.er</a> und <a href="http://africanpaper.com/tag/controlled-death/">Maso Yamazaki</a> zwei Personen zusammen, die seit Jahrzehnten <a href="https://www.youtube.com/watch?v=ylDuOmEoZx0&amp;ab_channel=distortculture">Grenzen</a> <a href="https://www.youtube.com/watch?v=OgUWme6c-A8&amp;ab_channel=MikeBrainfollies">sprengende</a> (Geräusch-)Musik machen und sich (vor allem in den letzten Jahren) immer wieder – wenn auch mit unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen – mit dem (Thema) Tod beschäftigt haben. <span id="more-41854"></span>Eb.ers &#8220;Om Kult&#8221;-Serie beschrieben wir <a href="http://africanpaper.com/2018/09/15/rudolf-eb-er-om-kult-ritual-practice-of-conscious-dying-vol-i/">hier</a> „als Übung zum bewussten Sterben im Sinne der tibetischen Phowa-Meditation, zur symbolischen Erfahrung der Auslöschung des Geistes und der Kompostierung des Körpers“. Yamazaki hat nach dem manisch-eruptiven Noise als Masonna in den vergangenen Jahren als Controlled Death auf zahlreichen kleinen als auch umfangreichen Veröffentlichungen einen Lo-Fi-Death Industrial gespielt, bei dem auch schon einmal eine Orgel zum Einsatz kam, wie etwa auf <a href="http://africanpaper.com/2022/07/02/controlled-death-dirge-for-the-departed/">„Dirge For The Departed“</a>. Auf Eb.ers Bandcampseite wird das etwas pointierter <a href="https://rudolfeber.bandcamp.com/album/serenit-per-i-morti-viventi">formuliert</a>: Die Veröffentlichung „combines Rudolf’s obscure and maggot-eaten corpse meditations and Maso’s terrifying death ambient rituals.&#8221;</p>
<p>Die beiden haben seit Mitte der 90er einige Male zusammengearbeitet, zuletzt teilten sie sich ein auf Cold Spring erschienenes<a href="http://africanpaper.com/2020/08/03/split-album-von-controlled-death-und-rudolf-eb-er-auf-cold-spring/"> Splitalbum</a>. Auf „Serenita Per I Morti Viventi“ haben die beiden die gut 11-minütigen Tracks allerdings zusammen eingespielt: In den Credits heißt es: Maso Yamazaki &#8211; Organ, Echo Machine, Rudolf Eb.er &#8211; Violin, Voices and Noises&#8221;.</p>
<p>Teil 1 beginnt mit verrauschten Orgelklängen, man hört Schaben, Stimmen, Stöhnen, Kratzen, zwischendurch leiert der Track, als löse sich das Tape auf und auch wie auf anderen Aufnahmen von Controlled Death bricht das Stück plötzlich ab, bevor es wieder einsetzt. Teil 2 knüpft daran an, man hört Atmen und eine sich in Auflösung befindende Stimme inmitten des Rauschens und der Dissonanzen. Beide Stücke zeigen den Mensch in all seiner Kreatürlichkeit, alles scheint sich in einem Auflösungsprozess zu befinden. Das ist durchgängig &#8220;uneasy, <em>uneasiest </em>listening&#8221;. Vielleicht hat auch nur jemand einen seltsamen Hybrid aus einem Hammer-Soundtrack und David Lynchs Musik zu &#8220;Eraserhead&#8221; erschaffen. (MG)</p>
<p>Label: <a href="https://phagetapes.bandcamp.com/">Phage Tapes </a><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2388338949/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>Split-Album von Controlled Death und Rudolf Eb.er auf Cold Spring</title>
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		<pubDate>Mon, 03 Aug 2020 00:08:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
				<category><![CDATA[News]]></category>
		<category><![CDATA[Cold Spring]]></category>
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		<description><![CDATA[Zwei in Osaka lebende Künstler, die sich beide auf ganz unterschiedliche Weise in den letzten Jahren mit dem Tod beschäftigt haben, veröffentlichen demnächst auf Cold Spring eine Split-LP mit dem passenden Titel „Death Ceremonies“. Maso Yamazaki, der als Masonna eruptiv-hysterischen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2020/08/03/split-album-von-controlled-death-und-rudolf-eb-er-auf-cold-spring/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zwei in Osaka lebende Künstler, die sich beide auf ganz unterschiedliche Weise in den letzten Jahren mit dem Tod beschäftigt haben, veröffentlichen demnächst auf Cold Spring eine Split-LP mit dem passenden Titel „Death Ceremonies“.</p>
<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/08/a2442755673_101.jpg"><img class="aligncenter size-large wp-image-21967" title="a2442755673_10" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2020/08/a2442755673_101-1006x1024.jpg" alt="" width="584" height="594" /></a><span id="more-21962"></span>Maso Yamazaki, der als Masonna eruptiv-hysterischen Noise gespielt hat, veröffentlicht seit einigen Jahren als Controlled Death eine Art von Lo-Fi-Death Industrial, über den es auf<a href="http://africanpaper.com/2020/05/16/controlled-death-beautiful-decomposition/"> diesen</a><a href="http://africanpaper.com/2019/05/11/controlled-death-evil-discharge/"> Seiten hieß</a>, man höre eine „Stimme, die Unverständliches murmelt, dann im verzerrten analogen Brummen und Dröhnen untergeht und gelegentlich mit diesem verschmilzt. […] Das ist dunkelste, äußerst unangenehme Musik, die zurecht nicht den Eindruck erweckt, als könne der Tod kontrolliert werden.“</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=4254239691/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/track=866894282/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p>Rudolf Eb.er hat sich in den letzten Jahren, jüngst noch  mit seiner Om Kult-Trilogie, die den Untertitel „Ritual Practice of Conscious Dying“ trägt, am Tod abgearbeitet. Die dort versammelten Aufnahmen<a href="http://africanpaper.com/2018/09/15/rudolf-eb-er-om-kult-ritual-practice-of-conscious-dying-vol-i/"> verstehen sich</a> als eine „Übung zum bewussten Sterben im Sinne der tibetischen Phowa-Meditation, zur symbolischen Erfahrung der Auslöschung des Geistes und der Kompostierung des Körpers. […] In der Hauptsache besteht das zu Cut-up-Kollagen montierte Soundmaterial aus Feldaufnahmen, die Eb.er in der japanische Natur, in Wäldern und Bächen, aber auch an den Abjekt-Orten der Zivilisation wie Mülldeponien aufgenommen hat“.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=4254239691/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/track=2230483694/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p>Eb.er steuert zum Album acht Teile einer Aufnahme namens &#8220;Ende Leben (Hëxapoda Cëremonia)&#8221; bei, Yamazaki acht Teile von &#8220;Death Ceremony&#8221;.</p>
<p><a href="coldspring.co.uk/discography/csr283lp"><strong>@ Cold Spring</strong></a></p>
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		<title>RUDOLF EB.ER: Om Kult &#8211; Ritual Practice of Conscious Dying Vol. I</title>
		<link>https://africanpaper.com/2018/09/15/rudolf-eb-er-om-kult-ritual-practice-of-conscious-dying-vol-i/</link>
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		<pubDate>Sat, 15 Sep 2018 06:13:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Om Kult]]></category>
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		<description><![CDATA[Rudolf Eb.er, früher bekannt unter dem Projektnamen Runzelstirn &#38; Gurgelstøck, arbeitet seit vielen Jahren an einem rituellen Konzept zur psycho-spirituellen Reinigung und zur Überwindung des menschlichen Egos. Die Soundperformances des im japanischen Osaka lebenden Schimpfluch-Veteranen, die auch auf Tonträger ihren &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2018/09/15/rudolf-eb-er-om-kult-ritual-practice-of-conscious-dying-vol-i/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/09/reomkult1.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-16238" title="reomkult1" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2018/09/reomkult1-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Rudolf Eb.er, früher bekannt unter dem Projektnamen Runzelstirn &amp; Gurgelstøck, arbeitet seit vielen Jahren an einem rituellen Konzept zur psycho-spirituellen Reinigung und zur Überwindung des menschlichen Egos. Die Soundperformances des im japanischen Osaka lebenden Schimpfluch-Veteranen, die auch auf Tonträger ihren prozessualen Charakter wahren, stehen in unterschiedlichen Traditionen vom Tantrischen Buddhismus bis zu verschiedenen schamanischen Praktiken.<span id="more-16237"></span></p>
<p>Eb.ers frühe Prägung durch Kunstrichtungen wie den Wiener Aktionismus ist auch heute noch in all seinen Arbeiten auszumachen, und bei den nicht selten grotesken Sounds und Tracktiteln Marke „Kotschleuder“ kommt bei vielen die Frage auf, wieviel Humor auch darin steckt. Dass die morbide, transgressive Seite seiner Arbeiten allerdings nicht nur ein Rest westlicher Subkultur ist, ahnt jeder, der sich mit den entsprechenden Quellen etwas näher befasst hat.</p>
<p>Auf dem vor vier Jahren erschienenen Album „Brainnectar“ ging es um die aus dem Tantrismus stammende Idee einer psychischen Energie, die sich im Gehirn in Nektar verwandelt und durch ihr Tropfen Geist und Körper transformiert – der gerade erschienene erste Teil seines „Om Kult“-Tryptichons, der sich als Übung zum bewussten Sterben im Sinne der tibetischen Phowa-Meditation, zur symbolischen Erfahrung der Auslöschung des Geistes und der Kompostierung des Körpers versteht, knüpft in vielfältiger Weise daran an. In der Hauptsache besteht das zu Cut-up-Kollagen montierte Soundmaterial aus Feldaufnahmen, die Eb.er in der japanische Natur, in Wäldern und Bächen, aber auch an den Abjekt-Orten der Zivilisation wie Mülldeponien aufgenommen hat. Rauschendes und tropfendes Wasser, v.a. aber das vibrierende Summen von Fliegen und anderen Insekten, leicht interpretierbar als Symbole des Verfalls und des ständigen Werdens und Vergehens, bilden ein Hauptfundament der oft hörspielartigen Klangarbeit, knackende Feuer und Ähnliches kommt hinzu. An vielen Stellen wird das alles subtil zu hintergründigem Dröhnen verfremdet, zu einem dunkel brummenden, organischen Fundament, das sich stets in einer Weise wandelt, dass man sich im Auftakt zu etwas Infernalischem wähnt, das gerade dabei ist, sich zusammen zu brauen.</p>
<p>Ohnehin ereignet sich auf diesem Fundament noch einiges mehr: ratternde Motoren, mysteriöse Tierstimmen, menschliches Gemurmel, das an Beschwörungsformeln erinnert, hektischer, fast monströßer Atem, Gongs und andere rituelle Klangquellen, rückwärts eingespielte Passagen und andere technischen Tricks, plötzliche Einbrüche von purem Lärm – all dies verschwimmt bei oberflächlichem Vorbeiziehen schnell zu einem diffusen Mischmasch, erweist sich bei der angemessenen Konzentration jedoch als ungemein imaginationsinduzierend.</p>
<p><strong>Label: Om Kult / Schimpfluch Associates </strong></p>
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		<title>RUDOLF EB.ER: Brainnectar</title>
		<link>https://africanpaper.com/2014/09/20/rudolf-eb-er-brainnectar/</link>
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		<pubDate>Sat, 20 Sep 2014 06:27:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
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		<category><![CDATA[Jungko Hiroshige]]></category>
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		<category><![CDATA[Runzelstirn & Gurgelstøck]]></category>
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		<description><![CDATA[Rudolf Eb.er, den man auch unter dem Konzeptnamen Runzelstirn &#38; Gurgelstøck kennt, versteht seine Arbeiten, die Musik, Performatives und Visuelles umspannen, als schamanistische Rituale, die durch reinigende psycho-physische Grenzerfahrungen die am meisten einengende psychische Zwangsjacke – das Ego – entkräften &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2014/09/20/rudolf-eb-er-brainnectar/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/08/rudelfeberbrainnectar.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-9241" title="rudelfeberbrainnectar" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2014/08/rudelfeberbrainnectar-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Rudolf Eb.er, den man auch unter dem Konzeptnamen Runzelstirn &amp; Gurgelstøck kennt, versteht seine Arbeiten, die Musik, Performatives und Visuelles umspannen, als schamanistische Rituale, die durch reinigende psycho-physische Grenzerfahrungen die am meisten einengende psychische Zwangsjacke – das Ego – entkräften und im Idealfall überwinden sollen. Dabei agiert der in Japan lebende Künstler mit irritierenden, für sensible Gemüter schockierenden Motiven, die durchaus eine selektierende Wirkung erzielen können – nur wer wirklich bereit ist für eine undistanzierte Konfrontation<span id="more-9240"></span> mit Tod, Abjekt und psychischen Ausnahmezuständen, lässt sich auf sein Werk ein, Gelegenheitshörer, die man auch mit launigen Titeln wie &#8220;Morx &amp; Kotschlag&#8221; nicht besänftigen kann, machen auf dem Absatz kehrt.</p>
<p>Man muss sicher nicht näher informiert sein über die aus dem Tantrismus stammende Idee psychischer Energie, die sich im Gehirn in Nektar verwandelt und durch ihr Tropfen Geist und Körper transformiert, um von der nach diesem Konzept benannten 2CD „Brainnectar“ aufgewühlt zu sein. Die zwei Hauptkanäle, Musik und Sprache mittels Titelgebung, arbeiten mit einem repetitiv angeordneten Mosaik aus wiederkehrenden Grundmotiven, aus denen die Leere, der Tod, die Dekomposition und die Farbe schwarz ebenso herausstechen wie summende Insekten, zwitschernde Vögel und das Knistern brennender Zweige. Das Verbrennen des Egos, das emsige Aufsammeln von Nektar, das ständige Aufblähen von etwas Unförmigen, das die dynamische Struktur vieler Stücke bestimmt – bei all dem entsprechen sich Wort und Klang.</p>
<p>Dem rituellen Konzept entsprechend setzt Eb.er auf Dramatik. Zu den entgrenzten Höhepunkten von „Brainnectar“ zählen nicht nur die plötzlich ins Summen, Knistern und Gluckern hereinbrechenden Noisegewitter, sondern v.a. die Stimmbeiträge von Vokalistin Junko Hiroshige (Hijokaidan), die das ekstatische Mittel schlechthin einbringt: den völlig entfesselten Schrei in allen Formen und Variationen, wütend, wahnsinnig, schluchzend und dabei von allerhand kleinen Dopplungen umschwirrt.</p>
<p>Wie würde man wohl die Wirkung einer solchen Musik beschreiben, nachdem die angestrebte Bewusstseinserweiterung stattgefunden hat? Vielleicht wäre eine sprachliche Darstellung des Effektes dann nicht mehr relevant, im Extremfall sogar nicht einmal mehr möglich. Nach dem ersten Hördurchgang bleibt mir nur die Festellung, dass „Brainnectar“ eine sehr intensive und sicher noch lange nachwirkende Erfahrung bereithält.</p>
<p><strong>Label: Schimpfluch Associates</strong></p>
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