Mit “Forming Haze” erscheint am 2. Mai auf dem Düsseldorfer Label TAL eine Retrospektive der Band The Crippled Flower – einer kaum bekannten Formation, die Mitte der 1980er zwischen Post-Punk, New Wave und einer auffallend sanften, introspektiven Melodik ihren eigenen Weg suchte. Die Aufnahmen stammen aus den Jahren 1985 und 1986 und wurden im Heimstudio auf Vierspurgerät produziert. Dass die Band stilistisch nicht festgelegt sein wollte, zeigt sich in der Vielfalt der Stücke – mal elektronisch flirrend, mal fast poppig, dann wieder fragmentarisch und rau.
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Fung Day: Neue LP von Tolouse Low Trax
Der heute in Paris lebende Produvcer und ehemalige Salon Des Amateurs-Resident Detlef Weinrich, besser bekannt als Tolouse Low Trax, veröffentlicht Ende November sein neues Album “Fung Day”. Es ist sein erstes Album mit komplett neuem Material seit “Leave Me Alone” (Bureau-b 2022). Über zwei Jahre hinweg entwickelt und aufgenommen, spiegelt “Fung Day” Weinrichs typischen Ansatz wider: hypnotische Grooves, ungewöhnliche Arrangements und verspielte Elektronik, die langsam fortschreiten und mutieren. Der Titeltrack, bereits vorab verfügbar, vereint stilvolles Scratching, subkutane Melodien und hypnotische Kraxelrhythmen zu einem stimmigen, gleichwohl nie ganz zu einer Einheit verklebten Ganzen. Das Album erscheint als LP und digital beim Label TAL.
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Threnody for the KhoiSan: von Garth Erasmus
In Kürze erscheint mit “Threnody for the KhoiSan” das erste unter seinem eigenen Namen veröffentlichte Album des südafrikanischen Künstlers und Musikers Garth Erasmus. In den Jahren um und nach der Jahrtausendwelde machte Erasmus, der währnd des Apartheitsregimes bereits als aktivistischer Künstler aktiv war, v.a. im Rahmen seiner zusammen mit Jethro Louw und Glen Arendse gegründeten Gruppe Knoi Khonnection von sich reden, mit denen er Musik, Performances und Ausstellungen – im deutschsprachigen Raum oft in Kollaboration mit der Band Kante – auf die Beine brachte. Sein Interesse an selbstgebauten Instrumenten, oft angelehnt an KhoiSan-Traditionen, und Field Recordings, zeichnet sich auch in “Threnody for the KhoiSan” ab. Wie Erasmus betont, haben diese ästhetischen Entscheidungen eine befreiende Funktion, wie es im begleittext heißt: “Ever since I was an art student I have experimented with alternative materials to release me from the Western education values I received. When I started to make these instruments in the 1980s, my intention was to create art objects but when I discovered the sound they made, it unlocked a door that transported me deeper in my quest in the realization that I was on the right path”. Das Album erschien jüngst beim Düsseldorfer TAL-Label.
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