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	<title>African Paper &#187; The Epicurean</title>
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		<title>V.A.: Time Ends – A Tribute to J​.​G. Ballard&#8217;s Tetralogy Of Transformation</title>
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		<pubDate>Sat, 29 May 2021 05:00:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In den frühen Sechzigern schrieb der englische Autor J. G. Ballard eine Reihe an Romanen, in denen es um unerwartete Naturereignisse geht und um ihre &#8220;katastrophalen&#8221; Folgen für den Planeten Erde und die menschlichen Zivilisationen. Stürme, Hitze und Trockenheit, eine &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/05/29/v-a-time-ends-%e2%80%93-a-tribute-to-j%e2%80%8b-%e2%80%8bg-ballards-tetralogy-of-transformation/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/05/timeendsartworkalextennigkeit.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-25603" title="timeendsartworkalextennigkeit" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/05/timeendsartworkalextennigkeit-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>In den frühen Sechzigern schrieb der englische Autor J. G. Ballard eine Reihe an Romanen, in denen es um unerwartete Naturereignisse geht und um ihre &#8220;katastrophalen&#8221; Folgen für den Planeten Erde und die menschlichen Zivilisationen. Stürme, Hitze und Trockenheit, eine durch Erderwärmung ausgelöste Flut und eine plötzliche Verwandlung organischer Materie in kristalline Strukturen – all diese Ereignisse, die nur <span id="more-25602"></span>teilweise als Folge menschlichen Wirkens dargestellt werden, allerdings fatale und nur schwer zu bewältigende Wendepunkte im Leben (nicht nur) der Menschen darstellen, wirken wie ein überdeutliches Plädoyer gegen ein allzu großes Vertrauen in den Bestand unserer Lebensweise, die sich über die Jahrtausende hinweg vergleichsweise langsam verändert hat.</p>
<p>Es ist nur nachvollziehbar, dass die vier Romane schnell unter dem Schlagwort Disaster Novels bekannt wurden. Wer sich etwas näher mit den Gedanken ihres Autors befasst hat, wird vielleicht einen anderen Begriff bevorzugen, den der Novels of Transformation. Die Auswirkungen der beschriebenen Ereignisse, bei denen die Natur nicht nach unseren Regeln spielt, auf die Psyche der Menschen und die gesellschaftliche Situation, scheinen besonders im Zentrum der Darstellung zu stehen, bei der auch die Reflexionen der Psychoanalyse und die Techniken der Surrealisten Pate standen. Auf der Compilation &#8220;Time Ends&#8221; präsentieren vier musikalische Acts aus den Grenzgebieten dunkler, ambienter Soundart, Performance und postindustrieller Kollagenkunst kreative Interpretationen dieser Romane. Die Vielgestaltigkeit der Umsetzungen ist beeindruckend: &#8220;Sprechende&#8221; und atmosphärisch ausgerichtete Soundgebilde kommen ebenso zum Einsatz wie Vocals, Samples und andere sprachliche Querverweise, und über das rein Musikalische hinaus runden das Artwork der Malerin Alex Tennigkeit und ein ausführlicher Essay des Anglisten und Musikjournalisten Michael Göttert das Projekt ab.</p>
<p>Jeder Act hat sich einen Roman vorgenommen, und gemäß einer chronologischen Anordnung eröffnet Johan Levin alias Desiderii Marginis die Compilation mit einer atmosphärischen Interpretation des Romans <em>The Wind From Nowhere</em> (1962). In dem Text, den Ballard selbst als misslungene Auftragsarbeit mehr oder weniger verworfen hatte, geht es um einen weltumfassenden Sturm, der den ganzen Planeten im wahrsten Wortsinne verwüstet und die Menschen größtenteils zu einer unterirdischen Lebensweise zwingt. Irgendwann ist der Sturm vorbei &#8211; ob die Gesellschaft zu ihrer alten Lebensweise zurückkehren kann, bleibt offen. Desiderii Margines folgt dem Plot in den 20 Minuten seines primär auf bearbeiteten Field Recordings basierenden Tracks. Aus den gesampleten Sounds des Windes entsteht ein elektrifiziertes Dröhnen, das in unregelmäßigen Wellen rauscht, vibriert, pulsiert und unterschwellige Gesprächsfetzen und vieles mehr anklingen lässt, bis alles in einem enormen atonalen Sog kulminiert. Insgesamt transportiert die Musik eine weite emotionale Stimmungspalette, und Göttert weist zurecht darauf hin, wie gut sich der Gegensatz zwischen der Zuflucht in Inneren der Erde und dem Ausgeseztsein in einem Außen, das immer droht, in den sicheren &#8220;Shelter&#8221; einzubrechen, in der Musik abzeichnet.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=116074400/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/track=2264831754/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p>Noch deutlicher illustrieren Troum die parallelen Veränderungen, die eine Naturkatastrophe in der äußeren Welt und im inneren des Bewusstseins bewirken muss. Sie widmen sich in zwei Tracks dem ebenfalls 1962 erschienenen Roman <em>The Drowned World</em>, der eine klimatisch bedingte globale Flut zum Thema hat, welche das Ökosystem auf eine prähistorisch anmutende Stufe zurückwirft und die überlebenden Menschen vor die Aufgabe stellt, sich mit diesem technologisch und psychologisch zu arrangieren. Auf den Rückfall ins Archaische weisen schon (und nicht nur) die Titel hin: &#8220;Outside (Archaic Landscape)&#8221; präsentiert die veränderte Welt mit einem von Schaben und Rumpeln durchklungenen Dschungelszenario, bei dem man neben atemlosem Murmeln und Stammeln riesige Bäume fallen hört, während ein orchestrales Dröhnen die Signatur des Bremer Duos trägt. &#8220;In-Sight (Archaic Mind-Scape)&#8221; enthält ähnlich viele Details und wirkt doch entspannter und innerlicher und scheint das Loslassen des Menschen zu illustrieren, der die neuen Gegebenheiten annimmt.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=116074400/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/track=1121268817/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p>Den größten Bruch zu diesen Ansätzen stellt sicher der primär auf Text und Soundkollagen basierende Beitrag &#8220;The Poisoned Well&#8221; des Duos Karolina Urbaniak und Martin Bladh dar. Er bezieht sich in wesentlich freierer und abstrkterer Form auf den Roman <em>The Drought</em> (1965), welcher von den Folgen einer globalen Dürreperiode erzählt. In einer zunächst betont unprätentiös vorgetragenen und von markanten Klängen umgebenen Lesung, die Zitate Shakespeares und der Bibel enthält, kreist das Stück um die Auswirkung der Sonneneinstrahlung bei extremer Hitze auf den menschlichen Organismus. Ein Alleinstellungsmerkmal des Tracks ist sicher, dass es hier stärker um den Körper (Strahlung, Verbrennungen u.v.m.) und etwas indirekter um die Psyche der Betroffenen geht, und wer Bladhs Arbeiten mit Skin Area und IRM kennt, wird nicht überrascht sein. Die Beschreibung verstümmelter Körper, die Geräusche von gluckerndem Nass, jammernde und keuchende Stimmen und ein an eine Knochenmühle erinnernder knirschender Lärm, der in aggressive Shouts überleitet, weckt Assoziationen zu dem Begriff Organic Horror, der einmal auf Filme Cronenbergs gemünzt war.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=116074400/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/track=2567403371/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p>Der musikalische Grenzgänger Anemone Tube bildet mit gleich drei Beiträgen den Schlussteil der Sammlung und widmet sich dem Roman <em>The Crystal World</em> (1966). Der Text erzählt von einer unbekannten Krankheit, die in Westafrika ausbricht und sämtliche Lebensformen nach und nach in kristalline Objekte verwandelt und somit abtötet, und von dem Versuch eines Forschers, diese Verwandlung zu untersuchen. Alle Tracks basieren auf Feldaufnahmen, die der Küstler vor einigen Jahren in Japan gesammelt hat. Das in drei Abschnitte unterteilte &#8220;Road to Suffering&#8221; enthält ausschließlich Klänge der Fortbewegung im Wald und illustriert so die Erkundung des neuartigen Phänomens aus Ballards Roman. Das anfängliche Szenario mit seinen rauschenden Klangstrudeln, den kakophonischen Schreien und heftigen Detonationen entbehrt keiner Dramatik, und dennoch fühlt man sich als Hörer schnell in einer fast stoisch beobachtenden Position wieder und so ganz auf seine Wahrnehmung zurückgeworfen &#8211; eine Position, die die mit schrillen Feedbacks versehene archaische Dröhnung in &#8220;Primordial Recollection&#8221; über anhält. Das finale &#8220;Sea of Trees &#8211; Taking Death as Path&#8221;, mit dem Anemone Tube die Verschmelzung des Menschen mit dem (kristallinen) Meer der Bäume illustriert, wirkt wie ein letztes keuchendes Aufbäumen der alten, organischen Materie vor der endgültigen Kristallisation. Die Musik ist hier nur die Spitze des Eisbergs eines viel umfangreicheren gedanklichen Überbaus, bei dem der Wald als Symbol einer Pilgerfahrt erscheint &#8211; die Gedanken des Musikers dazu und der Bezug zu einem buddhistischen Konzept der inneren Heilung sind ebenfalls im Booklet nachzulesen.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=116074400/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/track=2367648740/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p>Die Frage, ob die von Ballard entworfenen Szenarien eher vom Niedergang oder von den Möglichkeiten des Annehmens auch drastischer Transformationen handeln (Alex Tennigkeits neosymbolistisches Covermotiv zeigt immerhin eine Art Metamorphose, die die Grenze zwischen organischer und anorganischer Materie bzw. zwischen Mensch und Maschine transzendiert), ist sicher nicht in wenigen Sätzen zu beantworten und schon gar nicht von einem relativen Laien wie dem Verfasser dieser Rezension. Vielleicht sind bei den behandelten Themen aber auch Fragen (Wie ratsam und realistisch sind die Versuche einer Gesellschaft, nach einem Ausnahmezustand wieder zu ihrem früheren Status Quo zurückzukehren?) für die meisten Menschen wichtiger. Eine Stärke der hier vorliegenden Musik ist, dass die Beiträge diese Frage unbeantwortet lassen und doch die Stimmung dieser Literatur gekonnt in ihr eigenes Medium übertragen. Keine Frage, dass die Musik auch ohne Kenntnis der Texte eine intensive Erfahrung bieten kann. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.transformed.de/">The Epicurean</a> / <a href="AufAbwegen">AufAbwegen</a></strong></p>
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		<title>V.A.: All My Sins Remembered II The Sonic Worlds Of John Murphy</title>
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		<pubDate>Sat, 15 May 2021 05:46:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der vor einigen Jahren verstorbene John Murphy schien oft omnipräsent, man sprach von einem „Urgestein“ des Industrials, einer „Ausnahmefigur“ und es dürfte schwer sein, all die Projekte, an denen er in irgendeiner Form beteiligt war, komplett zu überblicken. 2016 erschien &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/05/15/v-a-all-my-sins-remembered-ii-the-sonic-worlds-of-john-murphy/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/05/a3221871990_16.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-25452" title="a3221871990_16" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/05/a3221871990_16-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Der vor einigen Jahren verstorbene <a href="http://africanpaper.com/tag/john-murphy/">John Murphy</a> schien oft omnipräsent, man sprach von einem „Urgestein“ des Industrials, einer <a href="http://africanpaper.com/2016/07/16/v-a-all-my-sins-remembered-the-sonic-worlds-of-john-murphy/">„Ausnahmefigur“ </a>und es dürfte schwer sein, all die Projekte, an denen er in irgendeiner Form beteiligt war, komplett zu überblicken. 2016 erschien auf<a href="http://africanpaper.com/tag/the-epicurean/"> The Epicurean</a> <a href="http://africanpaper.com/2016/07/16/v-a-all-my-sins-remembered-the-sonic-worlds-of-john-murphy/">der erste Teil </a>einer (mehr als) Hommage an Murphy und sein (Lebens-)Werk:<span id="more-25450"></span> Auf drei CDs wurde sowohl der Versuch einer chronologischen als auch einer musikalischen Anordnung unternommen, wobei ganz klare Abgrenzungen nicht immer möglich waren. Murphy war kurzzeitig im Mainstream angekommen, als er in den frühen 80ern für The Associates Schlagzeug spielte, seine große Liebe galt aber immer der Musik, die sich abseits von Konventionen lokalisieren ließ, die man mit dem letztlich nur unzutreffenden Attribut „experimentell“ versehen konnte. In seinem heimatlichen Australien dürfte es kaum Bands und Projekte abseits des Mainstreams gegeben haben, die nicht in irgendeiner Weise mit ihm zu tun gehabt hätten. Bei dieser umfangreichen Dreifach-CD fanden sich dann naturgemäß sowohl Projekte, bei denen Murphy federführend war als auch welche, bei denen er (&#8220;nur&#8221; möchte man in seinem Fall nicht sagen) Schlagzeug spielte.</p>
<p>Dieser zweite Teil ist stärker fokussiert auf Murphys eigene Projekte, geht weniger in die Breite, sondern rückt die experimentell-rituellen, in der Industrialkultur verwurzelten Projekte in den Vordergrund, die sicher letztlich ihm auch mit am meisten bedeuteten. Dabei finden sich über zwei CDs verstreut Aufnahmen, die die Jahrzehnte überspannen.</p>
<p>Ein Projekt, das Murphy in all den Jahren immer wieder, namentlich teils leicht variiert, verwendete, war Krank (auch u.a. Krang, Crank, Rkang, Krang Music): Eröffnet wird die erste CD von „NAOS Number 1“, der Seite des vor einigen Jahren veröffentlichten und <a title="KRANK / THE GRIMSEL PATH: Verdant Hum" href="http://africanpaper.com/2014/10/11/krank-the-grimsel-path-verdant-hum/">hier</a> besprochen Splittapes mit The Grimsel Path. Über den Track fanden sich auf diesen Seiten folgende Worte: „Das ursprünglich 2007 und 2012 von Murphy und Gerechtigkeits Ligas Till Brüggemann aufgenommene Stück vereint Elektronik, die wie zwitschernde Vögel klingt, Fiepen, dunkles Dröhnen, Glöckchen, Klingeln, Noisefragmente zu einer Kollage, die genug Leerstellen enthält, um Vorhersehbarkeit zu entgehen und letztlich ein Soundtrack für einen Film sein könnte, der seine Inspiration aus J. G. Ballards Mitte der 70er publizierten Werken wie<em> Concrete Island</em> oder<em> High Rise</em> zieht.“ Was bei erneutem Hören auffällt, sind die kurzen Momente des Innehaltens, des Verstummens in dieser dystopisch anmutenden 20-minütigen Klanglandschaft, der fortwährend eine unterschwellige Bedrohung anhaftet. Auch die zweite Seite des Tapes ist hier vollständig enthalten: Live während des in Berlin stattfindenenden „Foetus Frolics“-Festivals aufgenommen, bestanden The Grimsel Path aus Jon Evans und Murphy, die hier sicher an Krank anknüpfen. Die beiden verzichten aber auf allzu Brachiales und Noisiges -oder auch Plakatives, stattdessen auch hier eine dystopische Musik für eine scheinbar entvölkerte Welt, wie das unangenhem betitelte „Hair Soap Candles“, mit seinen Übertragungen aus einem urbanen wüsten Land verdeutlicht. Das letzte Stück dieses Tapes heißt dann bezeichnenderweise „End of Transmission“.</p>
<p>Von seinem Projekt Ophiolatreia sind auf der ersten CD die beiden Teile von „Mirror of Dionysos“ enthalten, 1992 von Murphy aufgenommen, entfernen sich diese Stücke etwas von dem industriellen Sound und nähern sich stärker ritueller Musik an. In den Linernotes schreibt Andrew Lonsdale in seinem Abriss über Murphys Entwicklung zutreffend: „Here was the elevation to high ritual of friction, agitation, and drone. Bowing and intonation become a form of summoning, unpretentious; without the false threat and angst raised by so many others for effect.“ Auf dem ersten Teil hört man Glöckchen, seltsame und durchaus unheimliche Stimmen, mysteriöses Schaben und Ächzen. Auf dem zweiten Teil kommen perkussives Stampfen und rezitative Vocals dazu, man meint, einen Bullroarer zu hören. Von einem weiteren eher rituell ausgerichteten Projekt, My Father Of Serpents (vor Ewigkeiten erschien<a href="https://www.youtube.com/watch?v=09GKPW64SRM"> ein Tape</a> auf Zero Cabal), ist ein Mitschnitt von einem Auftritt beim Melbourne Public Television aus dem Jahre 1988 enthalten, der musikalisch durchaus an die Ophiolatreia-Stücke anknüpft. Das ist kein Zufall, Murphy betonte in einem <a href="https://spectrummagarchive.wordpress.com/interviews/john-murphy-shining-vril-knifeladder-interview-2002/">Interview</a> die enge musikalisch-konzeptionelle Verbindung beider Gruppen. Abgeschlossen wird die erste CD von einem weiteren My Father Of Serpents-Stück &#8211; einer unbetitelten Aufnahme von 1987-, das mit leiernden Radiosamples eingeleitet wird. Ebenso wie dem dritten My Father Of Serpents-Stück (aus dem Jahr 1989), das die zweite CD eröffnet, sind das Lovecraft&#8217;sche Invokationen, durchzogen von verhallendem Knarzen und Schreien. Das darauf folgende sehr kurze 1989 aufgenommene Ophiolatreia-Stück lässt an Current 93s „Maldoror is Dead“ denken und man sollte nicht vergessen, dass Murphy David Tibet bei dem kurzlebebigen Projekt Dogs Blood Order unterstützte („The Culling Came. No-one noticed.“, hieß es damals, als zwei Liveaufnahmen veröffentlicht wurden). Den größten Teil der CD macht das einstündige, aus mehreren Teilen bestehende Crank-Stück aus, urspünglich als &#8220;Chaos&#8221; betitelt, das wieder industrieller und weniger rituell ist. Man hört Atonales, repetetive perkussive Schleifen, dann wieder ein Zurücknehmen des Lärms, eine Passage, die wie ein Versuch Jahrmarkstmusik zu spielen, klingt, dröhnende Stimmen.</p>
<p>Wenn der oben zitierte Lonsdale davon spricht, dass die Aufnahmen „unpretentious“ seien, dann trifft das ganz gut, denn der falsche Pathos, der manche rituelle Aufnahmen durchzieht, fehlt hier völlig. Obwohl zwischen den hier zu findenden Aufnahmen (teilweise) Jahrzehnte liegen, so machen sie in dieser Zusammenstellung, An- und Nebeneinanderreihung, deutlich, wie konsequent und konsistent Murphy über Jahrzehnte an einem, seinem Sound arbeitete.  (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://the-epicurean.transformed.de/theepicurean.html">The Epicurean</a></strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=701012534/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>J.G. Ballard-Hommage mit Martin Bladh, Karolina Urbaniak, Desiderii Marginis, Troum und Anemone Tube</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Apr 2021 04:29:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mitte Mai erscheint mit &#8220;Time Ends&#8221; eine Tribute-Compilation zu den ersten vier Romanen des englischen Schriftsteller James Graham Ballard, namentlich The Wind From Nowhere, The Drowned World, The Drought und The Crystal World &#8211; Texte die allgemein als &#8220;Katastrophenromane&#8221; gelten. &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/04/26/j-g-ballard-hommage-mit-martin-bladh-karolina-urbaniak-desiderii-marginis-troum-und-anemone-tube/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mitte Mai erscheint mit &#8220;Time Ends&#8221; eine Tribute-Compilation zu den ersten vier Romanen des englischen Schriftsteller James Graham Ballard, namentlich <em>The Wind From Nowhere</em>, <em>The Drowned World</em>, <em>The Drought</em> und <em>The Crystal World</em> &#8211; Texte die allgemein als &#8220;Katastrophenromane&#8221; gelten. Mit unterschiedlichen konzeptuellen Ansätzen überführen die Soundkünstler Desiderii Marginis, Troum, das Duo Martin Bladh &amp; Karolina Urbaniak sowie Anemone Tube die Themen und Stimmungen jeweils eines Romans in ihr Medium und steuern<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/04/timeendscompilationtheepicurean.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-25177" title="timeendscompilationtheepicurean" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/04/timeendscompilationtheepicurean.jpg" alt="" width="800" height="800" /></a><span id="more-25175"></span> mittels Texten, Field Recordings und den durch Drones und vieles mehr erzeugten Stimmungsbildern eigene Interpretationen bei. Ein ausführlicher Essay von Michael Göttert (African Paper) und weitere Texte liefern unterschiedliche Hintergrund-Informationen, das Covermotiv der Malerin Alex Tennigkeit zeigt ein hybrides, sphinxartiges Wesen, das aus den Trümmern der menschlichen Zivilisation ersteht. &#8220;Time Ends – A Tribute to J.G. Ballard&#8217;s Tetralogy Of Transformation&#8221; erscheint in zwei Editionen (2-LP und 2-LP/CD) bei The Epicurean und AufAbwegen.</p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=116074400/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
<p>&#8220;The double album starts with Desiderii Marginis&#8217; track “The Wind From Nowhere”, on which field recordings and intense drones suck the listener into a stormy vortex. Troum interpret The Drowned World, and their two dynamic tracks illustrate both the changes happening to the (outer) landscape and the (inner) world of the protagonists. Martin Bladh &amp; Karolina Urbaniak make use of sound and words on “The Poisoned Well”, their interpretation of The Drought, referring to Shakespeare, the Bible and scorched earth policy amongst other points of reference. The album closes with Anemone Tube&#8217;s take on The Crystal World, using field recordings made in Japan’s Mount Fuji forest. “Sea Of Trees” aims to show a devolutionary process, in which man gains access to his actual spiritual home – a primordial wisdom, which lets him discover an internal non-dual space, allowing to ultimately becoming one with the earth as body-being consciousness – the ‘perfect dream’ landscape.&#8221; (The Epicurean)</p>
<p><a href="http://the-epicurean.transformed.de/theepicurean.html"><strong>@ The Epicurean</strong></a></p>
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		<title>All My Sins Remembered II: Neue Compilation zu John Murphy</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Apr 2021 04:41:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[The Epicurean bringt im Mai eine neue Compilation zum Werk John Murphys heraus. Vom Titel her knüpft die Sammlung an den vor fünf Jahren erschienenen Sampler &#8220;All My Sins Remembered&#8221; an, auf dem ganze 37 ehemalige Weggefährten Songs zu Ehren &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2021/04/15/all-my-sins-remembered-ii-neue-compilation-zu-john-murphy/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>The Epicurean bringt im Mai eine neue Compilation zum Werk John Murphys heraus. Vom Titel her knüpft die Sammlung an den vor fünf Jahren erschienenen Sampler <a title="V.A.: All My Sins Remembered. The Sonic Worlds of John Murphy" href="http://africanpaper.com/2016/07/16/v-a-all-my-sins-remembered-the-sonic-worlds-of-john-murphy/">&#8220;All My Sins Remembered&#8221;</a> an, auf dem ganze 37 ehemalige Weggefährten Songs zu Ehren des 2015 verstorbenen Drummers und Industrial-Veteranen beisteuerten. Auf dem zweiten Teil, der erneut den Untertitel &#8220;The Sonic Worlds of John Murphy&#8221; trägt, sind Projekte vertreten, in denen er selbst entweder im Alleingang oder als treibende Kraft agierte, und die im Rückblick im Schatten von Last Dominion Lost oder seiner Aktivität als Neofolk-Drummer stehen. Alle Tracks sind Murphys Tape-Archiv entnommen und wurden 2019 von Andrew Lonsdale restauriert, das Mastering stammt von Hunter Barr.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/04/fotor_1618384777195.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-24963" title="fotor_1618384777195" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2021/04/fotor_1618384777195.jpg" alt="" width="4608" height="3456" /></a><span id="more-24960"></span><br />
Zirka ein Drittel des Materials besteht aus den Tracks des vor sieben Jahren erschienenen Tapes <a title="KRANK / THE GRIMSEL PATH: Verdant Hum" href="http://africanpaper.com/2014/10/11/krank-the-grimsel-path-verdant-hum/">&#8220;The Verdant Hum&#8221;</a>, das einen halbstündigen Krank-Track und sieben Live-Tracks des mit Jon Evans betriebenen Projektes The Grimsel Path enthielt. Der Rest besteht neben weiterem Material unter dem Namen Crank &#8211; faktisch den Tracks des &#8220;Chaos&#8221;-Albums im neuen Mastering &#8211; aus Aufnahmen von Ophiolateria (u.a. zwei Versionen von &#8220;Mirror Of Dionysus&#8221;, eine bisher unveröffentlicht) und My Father of Serpents &#8211; hiervon eine Aufnahme aus dem australischen TV von 1988 sowie zwei unveröffentlichte Tracks. Die Compilation enthält rare Fotos, Film-Stills und einen Essay von Andrew Lonsdale und erscheint in verschiedenen Formaten. Mehr dazu in Kürze.</p>
<p><a href="http://the-epicurean.transformed.de/"><strong>Bald vorbestellbar @ The Epicurean</strong></a></p>
<p><strong><a href="http://africanpaper.com/2015/10/10/so-if-you-dont-like-it-there-must-be-something-good-about-it-interview-mit-john-murphy/">John Murphy im Interview</a></strong></p>
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		<title>ANEMONE TUBE / JARL / MONOCUBE: Hunters in the Snow</title>
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		<pubDate>Sat, 25 May 2019 04:18:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Anemone Tube]]></category>
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		<category><![CDATA[Kim Dohlich]]></category>
		<category><![CDATA[Monocube]]></category>
		<category><![CDATA[Pieter Bruegel der Ältere]]></category>
		<category><![CDATA[Sven Schlijper-Karssenberg]]></category>
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		<description><![CDATA[Mit den sechs Gemälden seines Jahreszeiten-Zyklus, bzw. den fünf erhalten gebliebenen, schuf Pieter Bruegel der Ältere einige der bekanntesten Werke der niederländischen Renaissance. Sie zeigen die Veränderungen der Natur und am Beispiel eines mitteleuropäischen Landvolkes die Situation der Menschen, die &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2019/05/25/anemone-tube-jarl-monocube-hunters-in-the-snow/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/05/huntersinthesnow.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-17775" title="huntersinthesnow" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/05/huntersinthesnow-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Mit den sechs Gemälden seines Jahreszeiten-Zyklus, bzw. den fünf erhalten gebliebenen, schuf Pieter Bruegel der Ältere einige der bekanntesten Werke der niederländischen Renaissance. Sie zeigen die Veränderungen der Natur und am Beispiel eines mitteleuropäischen Landvolkes die Situation der Menschen, die diesem Kreislauf unterworfen sind: Ihre Nöte, ihre Kraft, ihre Anstrengungen, diesen Gegebenheiten einen Lebensunterhalt abzutrotzen. Und obwohl in den Arbeiten, deren Titel <em>Der düstere Tag, Die Heuernte, Die Kornernte, Die Heimkehr der Herde </em>und<em> Die Jäger im Schnee</em> lauten, nur bedingt<span id="more-17774"></span> Idyllisches zu finden ist, auch Momente der Zerstreuung, der Erleichterung und der Einkehr. Eine ähnliche künstlerische Haltung, die Realismus und Empathie zusammenbringt, findet sich auch in &#8220;Hunters in the Snow &#8211; A Contemplation On Pieter Bruegel‘s Series Of The Seasons&#8221;, einem dunkel-ambienten Zyklus an Kompositionen, mit denen die Musiker Anemone Tube, Jarl und Monocube jüngst eine Annäherung an die Serie des flämischen Meisters wagten.</p>
<p>Einer Musik, die sich auf ein bestimmtes Werk der Malerei bezieht, geht es meist weniger darum, die Aussage des Bildes im eigenen Medium neu zu inszenieren, viel eher ist sie ein durch ein atmosphärisches Moment inspirierter &#8220;Kommentar&#8221;, der sich zu einem eigenen Werk verselbständigt. Bei den drei Musikern, die in den einzelnen Tracks immer wieder in anderen Konstellationen auftreten, liegt diese Deutung nah, denn mit ihren kontemplativen Soundscapes zwischen Ambient und dunklem Industrial arbeiten sie weitgehend abstrakt und intuitiv.</p>
<p>&#8220;The Gloomy Day&#8221;, an dem Hauptinitiator Anemone Tube und IRM-Gründungsmitglied Erik Jarl beteiligt sind, zeichnet den noch kühlen Vorfrühling aus Bruegels Landschaft im Sonnenuntergang in vielfarbig dröhnenden Klängen, in deren melierte Färbung jedoch immer mehr eine sublime Düsternis einzieht, flankiert von dumpfen, schicksalsschweren Paukenschlägen. Finden sich hier Jarl-Akzente im Rahmen der Handschrift des Berliner Musikers, so scheint beim frühlingshaften, aber kaum wonnigen &#8220;The Hay Harvest&#8221; Jarl die Richtung mit schneidenden Samples und obskuren Stimmen vorzugeben, die im Albumkontext die wohl konkreteste Bezugnahme auf die Geschäftigkeit der Bildfiguren darstellen. Ein jäher Bruch allerdings bringt die emsigen Geräusche zum verstummen und katapultiert die Hörer in einem enormen Gegenzoom in ein eine fast gottgleiche Position, von der aus er die Landschaft einmal mehr in erhabener Dunkelheit verschwinden sieht. <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/05/dieheuernte.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-17784" title="dieheuernte" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/05/dieheuernte.jpg" alt="" width="1073" height="768" /></a>Im hochsommerlichen &#8220;The Harvesters&#8221;, das das Erntethema fortführt, hat der ukrainische Ambientmusiker Monocube seinen ersten Auftritt, der zusammen mit Anemone Tube zunächst das Wetter und die Gezeiten sprechen lässt. Wie im Bruegelschen Bild nur marginal zu sehen, findet die Kornernte in Küstennähe statt. Doch bald schon rückt auch hier die Atmosphäre des menschlichen Tagewerks ins Zentrum mit disharmonischem Bohren und Brummen, das die Erntetätigkeit zu einer Art Allegorie menschlicher Alltagspflichten werden lässt, während Kleinteiliges durch den Raum fällt und tropft. Es ist das wohl lauteste und heftigste Stück des Zyklus mit der Räudigkeit eines schmerzhaften Sonnebrandes.</p>
<p>Der Herbst ist die Zeit der Besinnung und Einkehr und vielleicht auch der heimeligen Melancholie, und so beginnt das von Anemone Tube allein bestrittene &#8220;The Return of the Herd&#8221; fast schon traditionell mit streicherartigen Sounds, die sich in beinahe sanften Wellen fortbewegen, entschleunigte Pianotupfer, aber auch (Unheilvolles ankündigende?) Feedbacksounds kommen hinzu. Das als Titeltrack ausgewählte Winterstück &#8220;The Hunters in the Snow&#8221;, an dem nun alle drei Musiker beteiligt sind, ist mit seiner Länge von über achtzehn Minuten Höhepunkt und Finale der Sammlung. Mit seinem abrupt-brachialen Auftakt und dem rauen Vibrato der pulsierenden Synthies, mit den wirklichkeitsdurchbrechenden Breaks und den immer wieder neu angestoßenen dynamischen Schüben scheint die Komposition eher eine Treibjagd als eine subtile Pirsch einzufangen, und während das Gemälde die Jäger bei der Heimkehr zeigt, hat der Track scheinbar alle Anzeichen der strapaziösen Jagd und auch aller anderen Strapazen des zurückliegenden Jahres mit im Gepäck.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/05/jägerimschnee.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-17785" title="jägerimschnee" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/05/jägerimschnee.jpg" alt="" width="1000" height="712" /></a>Die allumfassende, fast kosmologische Weltdarstellung, die Bruegel in seinem Zyklus anstrebte, scheint ein zentrales Interesse der drei Musiker zu sein. In dem ausführlichen Essay von Sven Schlijper-Karssenberg und Kim Dohlich, der im Booklet abgedruckt ist, werden diese als &#8220;worldscapes, endless cycles of growth and decay, of beauty and melancholy, fear and joy&#8221; bezeichnet, die eine Welt voller Ambiguität zwischen Frieden, Aufruhr und Abhänigkeit von einer indifferenten Natur, zwischen Existenznot und dem Zwang zu Töten, zwischen Bewegung und Stillstand präsentieren. Die Musik fungiert den AutorInnen zufolge als ein noch unmittelbareres Vehikel, die im Bilderzyklus thematisierte Zeit erfahrbar zu machen, während der Umweg über den interpretierenden Verstand umschifft werden kann. Mit dem im Booklet zitierten Autor Jean Gerbser zu sprechen, wird man von ihr &#8220;ganz zum Hiersein verführt&#8221;. Ganz abgesehen von dieser Funktion besticht die Musik durch eine außerordentliche Dichte, die man als einziges Kollaborationsmerkmal anführen mag, wohingegen ihr jeglicher Kompromisscharakter, der so vielen Zusammenarbeiten anhaftet, fehlt. Durch den Kontext der Bilder kann sie an weiterer Tiefe nur gewinnen. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://the-epicurean.transformed.de/">The Epicurean</a> / <a href="http://www.aufabwegen.de/">AufAbwegen</a></strong></p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/fJt3LLtDchk" frameborder="0" width="560" height="315"></iframe></p>
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		<title>SKELDOS: Ilgės. Caretakers of Yearning</title>
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		<pubDate>Sat, 20 Apr 2019 06:33:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Antanas Škėma]]></category>
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		<description><![CDATA[Wenn man wenig empfänglich ist für die abgründige Tiefe melancholischer Ambientmusik, kann man die sanft dröhnenden Kompositionen des Litauers Vytenis Eitminavičius, der seit etwa fünf Jahren als Skeldos firmiert und bereits mit der herausragenden Daina Dieva gearbeitet hat, wie angenehme &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2019/04/20/skeldos-ilges-caretakers-of-yearning/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/04/skeldos.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-17515" title="skeldos" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/04/skeldos-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Wenn man wenig empfänglich ist für die abgründige Tiefe melancholischer Ambientmusik, kann man die sanft dröhnenden Kompositionen des Litauers Vytenis Eitminavičius, der seit etwa fünf Jahren als Skeldos firmiert und bereits mit der herausragenden Daina Dieva gearbeitet hat, wie angenehme Entspannungsmusik konsumieren. Die wohligen Droneflächen, die oft in sanften Wellenfolgen nur leicht angestoßen werden, laden durchaus auch zum Loslassen und Schwelgen in<span id="more-17514"></span> heimeligen Welten ein. Vielleicht spüren nur die Sensitiveren die Herausforderung, die in den dichten Soundgebilden versteckt liegt.</p>
<p>&#8220;Ilgės – Caretakers of Yearning&#8221; ist die um einen Track erweiterte und von Hunter Barr neu gemasterte Version eines im letzten Sommer erschienenen Tapes und mutet, v.a. wenn man die im Digipack abgedruckten Texte zurate zieht, wie ein Protokoll und zugleich Ergebnis und Anstoß zu einer existenziellen Suche an, einer Suche, an deren Ende keine klaren Antworten stehen, und die doch nicht vergebens erscheint.</p>
<p>Auf den ersten Eindruck erscheint &#8220;Melas, a Lie&#8221;, der von dem gleichnamigen Gedicht des ebenfalls aus Litauen stammenden Autors Antanas Škėma inspirierte Opener, wie ein in fast perfekter Repetition auf und ab ebbendes Dröhnen, doch hinter der langsam einlullenden Bewegung, in der harmonisch alles passt, lugen allerlei diffuse Zeichen hervor. Leise Echos industrieller Geschäftigkeit hallen für Momente bis in die Mitte des Geschehens, Hochtönendes erklingt und erinnert an ersterbende Schmerzensschreie, doch all dies wird immer wieder mitgenommen vom vollen, dichten Fluss der traurigen Klänge, die eine derat trostreiche Geborgenheit entstehen lassen, dass man kaum auf die Idee käme, Leere in den minimalen Ereignisfolgen zu sehen.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/04/cure.22-SkeldosCD-Special-edition1.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-17518" title="cure.22-SkeldosCD-Special-edition1" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2019/04/cure.22-SkeldosCD-Special-edition1.jpg" alt="" width="1000" height="865" /></a></p>
<p>Das folgende Titelstück wirkt im Auftakt dezenter, hintergründiger, doch lässt dies die an verfremdete Orgeln, Bläser und Glöckchen erinnerden Soundschichten nur umso deutlicher hervorscheinen und ihre melancholische Wirkung entfalten. Dieser Hintergrund beginnt zu verschwimmen, wenn Eitminavičius für Momente seine Stimme einsetzt und mit einem leichten Anflug von Melodie einen litauischen Text über die Essenz der Tränen wie aus dem Off und doch ganz dicht am Ohr erklingen lässt.</p>
<p>In die Musik scheint Bewegung gekommen zu sein, sie wirkt dichter und voller, und fast nahtlos kann das neue &#8220;Blunkantys, Fading Gardens&#8221; mit seinen hellen, doch von der Nacht verwschlungenen Farben daran anknüpfen. Auch hier kommt schlichter, ungeschliffener, fast folkiger Sprechgesang zum Einsatz, der sich vom aquatischen Ströhmen der kunstvoll gestalteten Musik abhebt. Das schon erwähnte Gedicht erzählt von einer langen mühsamen Suche, vom Wandern durch zahlreiche Tore auf dem Weg hin zu einem diffusen Ziel, doch letztlich vom Aufgeben. Zu diesem vordergründig resignativen, bei genauerem Hinsehen jedoch erfüllten Loslassen ist Skeldos&#8217; Musik der perfekte Soundtrack.</p>
<p>Ein Blick auf den Kalender lässt vermuten, dass die 25 CDs der Special Edition mit tibetischen Gebetsfahnen, Weihrauch und anderen Beigaben, von denen ein Teil des Erlöses an die Organisation &#8220;Bridge of Friendship e.V.&#8221; zur Förderung der Bildungschancen von Kindern in der Himalaya-Region geht, vergriffen sind &#8211; als Statement von Band und Label sollte diese Aktion aber immer als Teil der Veröffentlichung betrachtet werden, die 175mal als reguläre CD erhältlich ist.</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.transformed.de/">The Epicurean</a></strong></p>
<p><iframe style="border: 0; width: 100%; height: 120px;" src="https://bandcamp.com/EmbeddedPlayer/album=2875162411/size=large/bgcol=ffffff/linkcol=0687f5/tracklist=false/artwork=small/transparent=true/" width="320" height="240"></iframe></p>
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		<title>ANEMONE TUBE: The Three Worlds (3 CDs Allegory of Vanity &#8211; Forget Heaven &#8211; Vanity of Allegory)</title>
		<link>https://africanpaper.com/2017/12/02/anemone-tube-the-three-worlds-3-cds-allegory-of-vanity-forget-heaven-vanity-of-allegory/</link>
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		<pubDate>Sat, 02 Dec 2017 07:52:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Anemone Tube]]></category>
		<category><![CDATA[Dario Lehner]]></category>
		<category><![CDATA[Hunter Barr]]></category>
		<category><![CDATA[La Essencia]]></category>
		<category><![CDATA[The Epicurean]]></category>

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		<description><![CDATA[„The three worlds are transient like clouds in autumn“ heißt es in einem buddhistischen Sutra des 14. Jahrhunderts, das im Englischen unter dem Titel „Far Reaching Pleasures“ bekannt ist. Die Geburt und der Tod aller Wesen entfaltet sich wie ein &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2017/12/02/anemone-tube-the-three-worlds-3-cds-allegory-of-vanity-forget-heaven-vanity-of-allegory/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/11/anemonetube3worlds1.jpeg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-14580" title="anemonetube3worlds1" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/11/anemonetube3worlds1-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>„The three worlds are transient like clouds in autumn“ heißt es in einem buddhistischen Sutra des 14. Jahrhunderts, das im Englischen unter dem Titel „Far Reaching Pleasures“ bekannt ist. Die Geburt und der Tod aller Wesen entfaltet sich wie ein Tanz, rauscht vorbei wie ein Gebirgsbach, verschwindet wie ein Blitz am Firmament. Anemone Tube hat die Verse dieses Sutras als Hintergrund für sein neues Release gewählt und verbindet die Betrachtungen mit seinem langjährigen Interesse an westlichen Vanitaskonzepten und ihrer klaren Bildlichkeit. So weit<span id="more-14579"></span> umspannend dieses Konzept ist, so umfangreich ist die Spannweite von „The Three Worlds“ geworden, denn es enthält neben Artwork des Fotokünstlers Dario Lehner drei CDs mit un- und wiederveröffentlichtem Material von den späten 90ern bis fast heute.</p>
<p>Mit dem Stilleben aus Uhr, Totenschädel, Juwelen und anderen barocken Symbolen von Kostbarkeit und Vergänglichkeit unterstreicht Anemone Tube, dass der Titel der ersten CD „Allegory of Vanity“ nicht beliebig gewählt ist. Zusammengefasst unter dieser Allegorie sind ausschließlich Tracks aus den ersten Jahren, angefangen mit zwei Stücken, die zusammen mit dem heute wenig bekannten Projekt Yggdrasil entstanden sind: „Ausweg&#8221; ist ein monoton-rhythmisches Industrialstück, in das mit der Zeit etwas Bewegung und mit metallischem Klimpern und einer Art Flötenton Variation Einzug hält – ein Ausweg, aber wohin? „Primary Slave“ ist um Längen chaoticher, räudiger und mit seinen unvorhersehbaren Tempobewegungen und seinem Kontrast aus Noise und Naturidyll der Alpdruck schlechthin. Ein bislang unveröffentlichtes Stück verbindet düstere Samples mit der Noisecore-Vorgeschichte der Band, die beiden abschließenden Tracks vom Tape „Allegories for the Future“ sind zwischen düsterem Rumoren und monotonem Geschruppe recht nah am Industrial der alten Schule.</p>
<p>Man könnte erwarten, dass die zweite Scheibe kohärenter ist, denn ihr Herzstück ist das komplette Tape-Album „Forget Heaven“. Auch hier eine Allegorie der Vergänglichkeit, das Artwork zeigt ein illusionäres Feuerwerk aus Seifenblasen, die im Dunklen mit leichter Beleuchtung einen Sternenhimmel bilden. Doch während die Fotografie dem Anblick eine Illusion von Ewigkeit gibt, wird der künstliche Himmel schon in wenigen Sekunden vergessen sein. Schon im ersten Track ist ein ritueller Unterton hörbar, doch gutturaler Stimmeinsatz und nach vorn preschende Rhythmen geben „Ti Fang – Desertification“ ein aggressives Pathos. Schnell offenbart das Album ein ganzes Sammelsurium an klanglichen und atmosphärischen Ideen: Dunkles, verkatertes Kreisen, Seufzer aus der Tiefe, soghafter Noise, bedrohliche Klangflächen, klassische Overtüren und Tanzbares, das man bei Anemone Tube so nicht erwartet hätte. Wie ein Bonus wirken hier die drei Compilation-Tracks, von denen ich das melancholische Ambient-Loop „Long Lost“ hervorheben möchte.<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/12/3worldspic.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-14604" title="3worldspic" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/12/3worldspic.jpg" alt="" width="600" height="206" /></a></p>
<p>In „Vanity of Allegory“ schließt sich der Kreis, schon Titel und Artwork greifen auf den ersten Teil zurück. Doch hier sind die Symbole der Kostbarkeit und Vergänglichkeit keine bloßen Gegenstände der Anschauung durch ein unbeteiligt reflektierendes Betrachter-Ego – durch den Spiegel, in dem man einen Teil der Motive nun sieht, wird der Betrachter selbst zu einem Vanitassymbol, und selbst die Musik, repräsentiert durch die gesichtslose Figur des Künstlers, wird zu einem Teil dieser Spiegelung. Die Musik auf der CD spannt den zeitlich weitesten Bogen: „Obscure the Sun“ ist etwa fünf Jahre alt und lag bislang in der Schublade, musikalisch repräsentiert es die oft flächige Gestalt der heutigen Anemone Tube und erinnert in seiner schleppenden schwere auch etwas an neuere Phallus Dei. Ein abrubter Bruch, wie er gelegentlich auch auf Konzerten vorkommt, leitet zu Stücken aus der „Death over China“-Phase über, man fragt sich, warum er das aufwühlende „Climate Controller“ und das von Schreien in Unruhe versetzte „The Sirens“ so lange unter Verschluss gehalten hat. Der Rest ist eine nicht wirklich bunte, aber vielgestaltige Mischung aus brodelnden, dröhnenden und scheppernden Tracks aus unterschiedlichen Phasen, die mit ihren vielen Bezügen nach typischer Anemone Tube-Manier ein großes Netz an Bezügen spinnen.</p>
<p>„Meditation is a Practice of Death“ hieß es mal bei OM in Anspielung auf die Vorstellung, dass es in jeder spirituellen Arbeit darum geht, sich in der einen oder anderen Form auf das Sterben vorzubereiten. Für den an buddhistischer Praxis ebenso wie an christliche Mystik interessierten Anemone Tube geht es seit langem darum, dem Horror der Vergänglichkeit ins Auge zu sehen, ohne dabei den Blick in Watte zu packen. Dass dies mit einer gewissen Faszination geschieht, könnte ihm, würde er vermehrt außerhalb der alles Düstere oft gewohnheitsmäßig abnickenden Industrial-Community rezipiert werden, als masoschistisches Suhlen in Negativität ausgelegt werden, doch bei genauerem Hinsehen begegnen einem immer wieder Zeichen des Mitgefühlt und zugleich die Tendenz zu einem kraftvollen, quasi nietzscheanischen Vitalismus. Das trotz seines Umfangs füllmaterialfreie und von Hunter Barr bestens in Form gebrachte „The Three Worlds“ macht deutlich, wie sehr all dies von Beginn an leitmotivisch war.</p>
<p>Die drei CDs sind sowohl einzeln, als auch in einem limitierten Special Edition-Set inklusive Poster und weiteren Extras zu haben. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://epicureanescapism.bandcamp.com/">The Epicurean</a> / <a href="http://laesenciarecords.bigcartel.com/">La Esencia</a></strong></p>
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		<title>NIKOLAS SCHRECK: The Futura Model EP</title>
		<link>https://africanpaper.com/2017/11/18/nikolas-schreck-the-futura-model-ep/</link>
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		<pubDate>Sat, 18 Nov 2017 09:18:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reviews]]></category>
		<category><![CDATA[Heathen Rae]]></category>
		<category><![CDATA[Kingdom of Heaven]]></category>
		<category><![CDATA[Nikolas Schreck]]></category>
		<category><![CDATA[Ohnesorg]]></category>
		<category><![CDATA[Radio Werewolf]]></category>
		<category><![CDATA[The Epicurean]]></category>
		<category><![CDATA[Winfried Strauss]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Nikolas Schreck, der sich nach dem Ende von Radio Werewolf zunächst anderen Aktivitäten widmete, gab es in den letzten Jahren einige musikalische Lebenszeichen. Da waren Konzerte in verschiedenen Konstellationen und mit unterschiedlicher Songauswahl sowie ein gelungenes Album mit seiner &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2017/11/18/nikolas-schreck-the-futura-model-ep/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/10/nikolasschreckthefuturamodel.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-14437" title="nikolasschreckthefuturamodel" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/10/nikolasschreckthefuturamodel-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Von Nikolas Schreck, der sich nach dem Ende von Radio Werewolf zunächst anderen Aktivitäten widmete, gab es in den letzten Jahren einige musikalische Lebenszeichen. Da waren Konzerte in verschiedenen Konstellationen und mit unterschiedlicher Songauswahl sowie ein gelungenes Album mit seiner Band <a href="http://africanpaper.com/2015/07/25/kingdom-of-heaven-xxiii/">Kingdom of Heaven</a>. Von einem Solowerk ist seit längerem der Rede, auf dem letzten Epicurean Escapism-Festival und <a href="http://africanpaper.com/2016/07/23/v-a-epicurean-escapism-iii/">der dazu gehörenden Compilation</a> gab es mit „Lord Sutekh’s Dream“ schon einen Song als Vorgeschmack. Mit der EP „The Futura Model“ ist nun ein weiteres Stück in drei Versionen erschienen.<span id="more-14436"></span></p>
<p>Wer Schreck nur von Radio Werewolf her kennt, verortet den Musiker eventuell im Spannungsfeld zwischen Death Rock einer dunklen, proklamatorischen Form der Ritualmusik. Das ist fraglos eine Komponente in Schrecks Stilrepertoire, allerdings eine einengende, die auf bestimmte Zeiträume in seiner Vergangenheit fokussiert ist. Schon bei Kingdom of Heaven konnte man einen Eindruck von Schrecks vielfältigen Interessen quer durch die Geschichte klassischer Popkultur bekommen: Progrock und Gospel, Rhythm and Blues und klassisches Crooner-Entertainment, Superhelden und dubiose Menschenfischer, und allem voran das ewig Weibliche im Spiegel der unterschiedlichsten Mythen.</p>
<p>An einiges aus dieser Mixtur knüpft auch „The Futura Model“ an, auch wenn es von Sound her deutliche Unterschiede gibt: Kein Schreck-Song der Vergangenheit groovte derart, z.T. liegt das sicher auch daran, dass mit Heathen Rae ein echter Drummer mit an Bord ist, darüber hinaus wirken die aufgeweckten Takte, die repetitiven Bassläufe, die coolen, scifi-artigen Synthies und Schrecks Gesang aber auch wie für einander geschaffen. Dank elektronischer Bearbeitung gerät das Klangbild zwar weniger organisch als auf den letzten Konzerten, dafür bekommt das Stück Psych Pop einen nerdig-coolen, retrofuturistischen Touch.</p>
<p>Auch hier wieder im Zentrum der Archetyp des Weiblichen, der in all seiner verführerischen Macht als Femme Fatale, aber ohne den für diesen Mythos üblichen verkappten Frauenhass lebendig wird &#8211; im Gegenteil: das erotische Charisma der Verführerin verwandelt den Helden erst in die bessere Version seiner selbst: Eine schöne Heldin aus einer fernen Galaxie umgarnt den Sänger mit Hilfe seines Lieblingsmediums, des Radios, und spielt ihm die neusten Hits vom Planeten Aldebaran vor, doch statt ihn nach der erfolgreichen Verführung mit an Bord zu nehmen und von den viel zu vielen Menschen zu befreien, lässt „La Belle Dame Sans Merci“ den Mann schmachtend zurück. Doch wer immer dieses lyrische Ich ist &#8211; ein schwach gewordener Superheld oder ein intergalaktischer man of feeling &#8211; irgendwie scheint der kurze fatale Flirt ihm Esprit eingehaucht, ja ihn regelrecht transformiert zu haben. Anderenfalls wäre „The Futura Model“ auch nicht so heiter und groovig, und auch die Zeile &#8220;My rocket rises ever higher&#8221;, die sicher schon dem alten Freud gefallen hätte, klingt alles andere als deprimiert.</p>
<p>Einziger Wermutstropfen ist, dass die beiden ersten der drei Versionen sich schon ziemlich stark ähneln. Bei der „Parallel Universe Version“ gibt es ein paar zusätzliche futuristische Spielereien und insgesamt einen größeren Hang zu weiten, verhallten Räumen, aber das sind kleine Variationen, und ich gebe dennoch dem etwas satteren Original den Vorzug. Die „Late Night Supernova Version“ dagegen ist weniger Rock, mehr Soundkulisse mit Lounge-Feeling, insgesamt synthetischer und verspielter und somit reich ein netten Ideen.</p>
<p>Wer die schrecktypische Mischung goutiert, sollte durch den Song angefixt sein und dem Album, das wohl am entstehen ist, entsprechend entgegenfiebern &#8211; wenn man bedenkt, wie unterschiedlich &#8220;The Futura Model&#8221; und das komplexe und zugleich versponnene &#8220;Lord Sutekh’s Dream&#8221; sind, kann man sich jedenfalls auf eine gewisse Bandbreite freuen. Ähnlich wie Kingdom of Heaven scheinen die Soloarbeiten jedenfalls an die schmissigen, von einem Schuss Rock&#8217;n'Roll durchtränkten Ur-Radio Werewolf der 80er anzuknüpfen, was ich sehr begrüße. Die reguläre Edition der einseitig bespielten 12&#8221; ist in 222er Auflage erschienen, eine ultralimitierte Liebhaberedition enthält u.a. noch ein signiertes Poster. (U.S.)</p>
<p><strong>Label: <a href="https://epicureanescapism.bandcamp.com/">The Epicurean</a></strong></p>
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		<title>LAST DOMINION LOST: Abomination of Desolation</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Oct 2017 08:59:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michael</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Gerechtigkeits Liga]]></category>
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		<category><![CDATA[Till Brüggemann]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/10/Last-Dominion-LostR-10973588-1507477314-6375.jpeg.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-14416" title="Last Dominion LostR-10973588-1507477314-6375.jpeg" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/10/Last-Dominion-LostR-10973588-1507477314-6375.jpeg-150x150.jpg" alt="" width="150" height="150" /></a>Nachdem der Name Last Dominion Lost ursprünglich rückwirkend für Aufnahmen verwendet wurde, die John Murphy, Jon Evans und Dominic Guerin Anfang der 90er gemacht hatten, wurde in den letzten Jahren aus Last Dominion Lost eine aus Murphy, Evans sowie Julian Percy bestehende und in Berlin ansässige Band, die eine durchaus an den Ursprüngen des Industrials orientierte Geräuschmusik spielte, aber dem 21. Jahrhundert klanglich angemessen agierte. <span id="more-14415"></span>Über „Tower Of Silence“, das eigentliche Debüt, hieß es dann auch <a href="http://africanpaper.com/2014/09/13/last-dominion-lost-towers-of-silence/">auf diesen Seiten</a>, „dass Last Dominion Lost einen transparenten Klang schätzen, keinen Soundbrei, der vielleicht kurzfristig dem Hörer die Ohren zum Klingen bringt, dessen Effektivität sich aber schnell abnutzt.“ und man kann diese Einschätzung auch bzgl. des Nachfolgers – zwischendurch erschien das 2011 aufgenommene Livealbum <a href="http://africanpaper.com/2015/11/14/last-dominion-lost-snowdrops-from-a-curate%e2%80%99s-garden">„Snowdrops From A Curate’s Garden“</a>  – „Abomination of Desolation“ äußern, denn wenn eine Reihe von Vertretern atonaler Geräuschmusik auf maximale Verzerrung und Statik setzen (am offensichtlichsten bei dem selbst so betitelten Wall Noise), beschreiten Last Dominion Lost einen anderen Weg, bei der statt Statik Dynamik oder besser gesagt: Unruhe herrscht – und das ist bei diesem „uneasy listening“ durchaus als Kompliment zu verstehen.</p>
<p>Mit einem dem Buch Daniel entliehenen Titel, der auch schon <a href="https://www.discogs.com/Morbid-Angel-Abominations-Of-Desolation/master/4556">Morbid Angel</a> und <a href="http://www.eldritchdark.com/writings/prose-poetry-plays/1/the-abomination-of-desolation">Clark Ashton Smith</a> inspirierte, macht die Band deutlich, in welche Richtung das Album geht. Von Labelseite heißt es auch: „Desolation: total, utter, without remit. Departure, loss, absence, yawning valleys of noise. The overture moans from the terminal ward. The humiliation of the cadaver, the scouring of abandoned houses and rubbish heaps, a planet blasted by the fruits of hubris. The last sigh of bathos: &#8220;It is finished“.&#8221; Diese Sätze scheinen nur auf den ersten Blick hyperbolisch, denn natürlich kann bzw. muss man das Album auch vor dem Hintergrund von John Murphys Tod lesen. Murphy hatte Konzept und musikalische Ausrichtung ursprünglich für sein Projekt Krank angedacht, um seine Krankenhauserfahrungen zu verarbeiten. Beendet wurden diese Aufnahmen von Percy, Evans sowie Till Brüggemann von Gerechtigkeits Liga, der seit einiger Zeit festes Mitglied von Last Dominion Lost ist.</p>
<p>Letztlich ist das dystopische Musik, bei auf der der Stimme wenn nicht unbedingt eine zentrale, dann doch nicht zu unterschätzende Rolle zukommt: So etwa die Schreie, die auf „Overture To Desolation“ zu hören sind, während es scheppert und Glas zu zerbrechen scheint. Man hört aggressiv-derangierte Vocals auf „Dimunitive Cruciform“, irrsinnig dämonisches Stimmengewirr auf „Irrumatio Del Mortis“ oder aber im Hintergrund schreiende Personen auf „Bludger’s Kill“. „Devil’s Path, ein fast schon leicht atonales, analoges Ambientstück , wird von Flüstern durchzogen, „Beyond The Valley Of The Flies“ knüpft daran musikalisch an. Auf dem von ritueller Perkussion durchzogenen „Blueprint for Urban Warfare“ erklingen schmerzverzerrte Vocals, die eine psychische wie physische Auflösung zu illustrieren scheinen. Lediglich &#8220;Cursed Earth&#8221; erinnert vom Gesang an Power Electronics. Das ist vielleicht im positivsten Wortsinn pathologische Musik. In Anlehnung an Throbbing Gristle könnte man auch von einer “Journey through a diseased body” sprechen. Die Landschaften, die hier vor dem Auge des Hörenden entstehen, sind wahrlich (ver)wüst(et).</p>
<p>In <a href="http://www.eldritchdark.com/articles/reviews/29/klarkash-ton-as-described">Klarkash-Tons</a> Prosagedicht &#8220;The Abomination of Desolation&#8221; heißt es:„Of this horror, many tales are told, and nearly all of the tales are different. Some say that the thing has neither visible form nor audible voice“, Last Dominion Lost haben dem Grauen eine mehr als adäquate Stimme gegeben. (MG)</p>
<p><strong>Label: <a href="http://www.transformed.de/">The Epicurean</a></strong></p>
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		<title>Nikolas Schreck am 14.10. im Kreuzberger Hole: Film, Vortrag, EP-Release</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Sep 2017 10:33:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Kingdom of Heaven]]></category>
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		<description><![CDATA[Nikolas Schreck ist seit Beginn seiner Karriere in vielen Bereichen aktiv, trat als Sänger und Musiker, aber auch als Autor, Dokumentarfilmer und in späteren Jahren &#8211; nach einem längeren Studium des tantrischen Buddhismus &#8211; als Meditationslehrer in Erscheinung. Nach einigen &#8230; <a href="https://africanpaper.com/2017/09/19/nikolas-schreck-am-14-10-im-kreuzberger-hole-film-vortrag-ep-release/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nikolas Schreck ist seit Beginn seiner Karriere in vielen Bereichen aktiv, trat als Sänger und Musiker, aber auch als Autor, Dokumentarfilmer und in späteren Jahren &#8211; nach einem längeren Studium des tantrischen Buddhismus &#8211; als Meditationslehrer in Erscheinung. Nach einigen etwas zurückgezogenen Jahren häuften sich seit geraumer Zeit wieder die Lebenszeichen des heute in Berlin lebenden Künstlers, so gab es in den letzten Jahren drei Konzerte in unterschiedlichen Konstellationen, ein Album seiner Band Kingdom of Heaven, desweiteren Buchprojekte und Vorträge zu verschiedenen Themen. Am 14. Oktober widmet ihm das Berliner Label The Epicurean einen Abend im Kreuzberger Venue The Hole, bei dem ganz unterschiedliche Aktivitäten Schrecks aus Vegangenheit und Gegenwart auf dem Plan stehen.<br />
<a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/09/SchreckLectureScreening.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-14273" title="SchreckLectureScreening" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/09/SchreckLectureScreening.jpg" alt="" width="960" height="503" /></a><span id="more-14272"></span><br />
Zum Auftakt hält Schreck einen Vortrag mit dem Titel &#8220;Sonic Magic in Theory and Practice &#8211; a Lecture on Music and Magic&#8221;. Im Anschluss wird seine Doku &#8220;Charles Manson Superstar&#8221; aus dem Jahr 1989 gezeigt, die bislang nur einmal in einem Berliner Kino lief. Nach einer Fragerunde wird Schreck seine Solo-EP &#8220;The Futura Model&#8221; (The Epicurean) vorstellen. Die Musik wurde zusammen mit dem Trio FTDrop (keyboard), Heathen Rae (Drums) und Ohnesorg (Bass) eingespielt und wird vom Label beschrieben als &#8220;a retro-futurist audio adventure in cosmic avant-pop celebrating the joys of extraterrestial sex, plunging to the icy depths of interstellar alienation, and soaring towards the Gnostic mysteries of the transhuman state.&#8221; <a href="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/09/epicureanevents.jpg"><img class="aligncenter size-full wp-image-14306" title="epicureanevents" src="http://africanpaper.com/wp-content/uploads/2017/09/epicureanevents.jpg" alt="" width="960" height="503" /></a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Man ahnt, dass man sich auch bei diesem Stück Vintage-Sci Fi wieder heillos in einem Wust aus ernsthaften Ideen und schreck-lichem Humor verheddern darf und kann gespannt sein, wieviele Spuren früherer Schreckcore-Bands wie Radio Werewolf und Kingdom of Heaven auch in seinen Solosachen zu finden sind. Die Veranstaltung ist Teil <a href="https://www.facebook.com/events/122397038490894/">einer vom 13.-16. Oktober laufenden Eventreihe</a> bei der im Hole und in Madame Claude mit Anemone Tube, Dario Lehner und Jon Evans weitere Künstler und Musiker aus dem Epicurean-Umfeld ihre neuen Arbeiten vorstellen.</p>
<p><a href="http://nikolasschreck.guru/"><strong>Nikolas Schreck @ Home</strong></a></p>
<p><a href="https://www.facebook.com/events/896186513881265"><strong>Event @ Facebook</strong></a></p>
<p>Samstag, 14. Oktober, Beginn 20 Uhr, Eintritt 10€<br />
The Hole<br />
Schlesische Str. 37<br />
10997 Berlin</p>
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